19. Feb.

Ausgabe vom 25.04.1946

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  • Göring stellte Blanko -Vollmachten für Morde aus

    Nürnberg, 24. April (SNB — Eigener Bericht). In der Nachmittagssitzung verhört der Verteidiger des Angeklagten F r i c k, Dr. Pannenbecker, den Zeugen Dr. Bernd Gisevius, einen Mann, der an den Ereignissen des 20. Juli beteiligt war und dessen Buch „Bis zum bitteren Ende" dem Gericht als Beweismaterial für Frick bereits unterbreitet worden ist ...

  • Der neue Tag

    Immer häufiger dringt das Licht des neuen Tages in dunkle Winkel unseres Vaterlandes, wo der nazistische Ungeist noch fortgewirkt und aufs neue Unheils- ■pläne schmiedet. Alles, was in letzter Zeit über die Transportgesellschaft Axmann, über Wehrwolf- und Edelweißorganisationen und über die Mordpläne einer größeren Offiziersbande in Bayerns Bergen an den Tag kam, zeigt, daß die Feinde der Demokratie schon wieder üppig ins Kraut schießen ...

  • Ein Heimkehrer antwortet Dr, Schumacher

    Die „Freiheit", Düsseldorf, veröffentlicht eine Leserzuschrift, in der einer der 8 Millionen Soldaten der Ostfront auf den infamen Einwand Dr. Schumachers gegen die Einheit der Arbeiterbewegung, „man könne nicht gegen den Willen von 7 bis 8 Millionen Soldaten Politik machen, die von der Ostfront zurückkamen und dort am eigenen Leibe das sowjetische System erlebt haben", antwortet ...

  • Deutsche Handelsflotte aufgeteilt

    Brüssel. 24. April (SNB). Nach Reutermeldungen verteilte das Interalliierte Reparationsamt am 23. April die zur Verfügung stehende ehemalige deutsche Handelsschiffstonnage. Die Verteilung erfolgte au' der Grundlage der von den Alliierten während des Krieges erlittenen Schiffsverluste. Zwei Drittel der ...

  • Wer wird Berliner Handballmeister?

    Aul dem Wege zur Handballmeisterschaft 1946 haben die Mannschaften nunmehr nahezu die Hälfte der Strecke zuTückgelegt Von 66 Spielen der 1. Runde haben die Männer bisher 49 gewertete Treffen ausgetragen. Hatte es zunächst den Anschein, als ob die Elf von Weißensee ungeschlagen der Meisterschaft zusteuern würde, so haben sich inzwischen die Leistungen einiger Mannschaften erfreulicherweise stark verbessert und die Frage nach, dem voraussichtlichen Tatelträger wieder offener gestaltet ...

  • Karl Hermann Franks Blutschuld

    Prag, 24. April (TASS). In der Gerichtsverhandlung gegen den Henker des tschechischen Volkes, Karl Frank, wurde ein Bericht der Sachverständigen verlesen, in dem sie auf Grund einer eingehenden Analyse aller Dokumente und Schriften, über die das Gericht verfügt, bestätigen, daß Karl Frank eine Politik trieb, die die Ausrottung des tschechischen Volkes zum Ziele hatte ...

  • Anbau von Sommergetreide vor dem Abschluß

    Berlin,24. April (ND). Die Meldungen aus allen Ländern und Provinzen der sowje-

    tischen Besatzungszone besagen, daß der Aussaatplan an Sommergetreide in Kürze seiner restlosen Erfüllung entgegengeht. Während das Land Mecklenburg-Vorpommern die 100 Prozent bereits überschritten hat, wurden bis zum 21. dieses Monats in Thüringen 82,3 Prozent, im Land Sachsen 86 Prozent, in Sachsen-Anhalt 96 Prozent und in der Mark Brandenburg 97,6 Prozent der im Landwirtschaftsplan für Sommergetreide vorgesehenen Fläche bebaut ...

  • Iran-Debatte von Gromyko abgelehnt

    New York, 24. April (SNB). Nach einer Reutermeldung sprachen im Anschluß an den USA- Delegierten Stettinius der Vertreter Australiens, Obert William Hodgson, die chinesischen und mexikanischen Vertreter und der Holländer Dr. van Kleffens, die.im Sinne von Stettinius für Beibehaltung der iranischen Frage auf der Tagesordnung sprachen ...

  • Toscanini wieder in der Scala

    Der große italienische Dirigent ist in diesen Tagen aus der Emigration nach Mailand lurückgekehrt und wird wieder an der Scala dirigieren. Toscanini zog es 1938 vor, in die Emigration zu gehen, als sich Mussolini und seinem faschistischen Regime zu beugen. Toscanini, der weltbekannte Dirigent, war Direktor ...

  • Der Arbeitstag einer Berlinerin

    Frau Seh., eine von hunderttausenden BerlinerDann muß sie sich aber schon beeilen, um Frauen, steht morgens um 6 Uhr auf. Dersie schnell in den Kindergarten zu bringen, wo Wecker zeigt ili8 Uhr, wenn sie ihre beidensie den Tag über in guter Obhut sind, und um Kinder aus dem Schlaf geweckt, sie gewaschen,selbst zur Arbeit zu eilen ...

Seite 2
  • Frankreichs neue Verfassung

    Am 5. Mai findet in Frankreich ein Volksentscheid über die neue Verfassung statt, deren Entwurf in der Verfassunggebenden Versammlung von Sozialisten und Kommunisten gegen die Stimmen der Katholischen Volkspartei ,(MRP) angenommen wurde. Paris, 24. April (SNB). Die Reuteragentur verbreitet folgenden Bericht über die neue französische Verfassung: Seit Sohnabendmorgen studiert das französische Volk die Verfassung, die es am 5 ...

  • Stimmen aus dem Reich

    Bericht über eine Betriebsfunkiioriärkonferenz Ueber eine in Köln-Kalk stattgefundene Konferenz von Vertretern der Betriebsausschüsse des Kölner Bezirks schreibt die „Kölnische Rundschau" unter anderem: „Der zweite Redner war Bernhard Deutz aus Bonn, einer der führenden Männer in der rheinischen Gewerkschaftsbewegung, der aus den früheren christlichen Gewerkschaften kommt ...

  • Brief aus Bayern

    Bayern lat ein Bauern- und Kleinstldterland. Auch die Bevölkerung Münchens ist nicht eigentlich die einer modernen Großstadt. Gewiß, die Arbeiterschaft ist hier wie an anderen Orten zahlenmäßig nicht unbeträchtlich; aber es fehlt ihr vielfach an klarem Klassenbewußtsein, und die Zahl der politisch Organisierten ist deshalb verhältnismäßig klein ...

  • Erklärung Max Feefiner* zu der Verlautbarung der Pariser; Zeitung „Le Monde"

    I* der Berliner Zeiten« »Der Kurier" wurde am 23. 4.1946 eitie Erklärung veröffentlicht, die angeblich von mir stammen und die ich dem Pressevertreter der Pariser Zeitung „Le Monde" über die Regelung der deutschen Ostgrenze gegeben haben soll. Ich stelle fest, daß es sich weder um ein Interview, noch um eine Erklärung handelte, sondern um eine zwanglose Unterhaltung ohne schriftliche Fixierung, die ich vor ungefähr zwei Monaten mit dem Pressevertreter hatte ...

Seite 3
  • „Mit einem Menschenleben nicht zn teuer bezahlt44

    Di« Straß» herunter lief ein Schutzmann und ihm voraus ein Mädchen, dessen Rock wehte und das schon von weitem rief: „Da liegt er! Der Soldat hat geschossen!" Sie war angelangt, sie warf sich auf die Knie, sie rüttelte den Mann. „Auf! Steh doch aufl" Sie wartete. In seinen Füßen schien es zu zucken; aber er blieb liegen ...

  • u%\trPuvft\

    von Theodor/TontaHC Und so beim Graben war er auch heute wieder, als die Jeschke, wie gewöhnlich, an die beide Gärten verbindende Heckentür kam und ihm zusah, trotzdem es noch früh am Tage war. „De Tüfteln sinn joa nu rut, Hradscheck." „Ja, Mutter Jeschke, seit vorgestern. Und war diesmal 'ne wahre Freude; mitunter zwanzig an einem Busch und alle groß und gesund ...

  • Bauern sichern unsereErnährung

    In diesen ersten warmen Frühlingstagen regt M sich allenthalben draußen auf den neubestellten Feldern. Das eingesäte Getreide ipitzt, durchbricht den Boden, und ein hoffnungsvolles junges, zartes Grün breitet sich Über dem scheinbar toten Boden aus. Doch der Schein trügt. Neben den jungen Getreidepflanren entwickelt sieh zunächst unscheinbar eine Unzahl kleiner und kleinster Pflänzchen ...

  • An Unsere Leser

    Diejenigen Abonnenten der früheren „Deutschen Volkszeitung;", die den Schlußteil des Romans „Madame Curie" lesen wollen, senden ihre Namen und Anschriften an den Verlag „Neues Deutschland", Berlin SW 68, Zimmerstr. 88/90. WÜRZBURGER STADTBIBLIOTHEK WIEDER ERÖFF NET. Die Stadtbibliothek, die vorerst einen Bestand von neuntaasend Bänden aufwei6t, wurde wieder eröffnet ...

  • Gegenseitige Hilfe durch Patenschaft

    Die Patenschaftsbewegung für die Neubauern und ganze Dörfer in der sowjetischen Besatzungszone ist als ©im hervorragendes Beispiel echten demokratischen Zusammengehörigkeitsgefühles zu werten. Ueberall sind Männer, Frauen, Jugendliche, Betriebsbelegschaften, Parteiorganisationen und Selbstverwaltungsorgane ...

  • Kulturnotizen

    „Gipfel der Frechheit" im Berliner Osten

    Zur Beruhigung ängstlicher Gemüter: Besagten Gipfel erklomm lediglich das heitere Völkchen des „Theaters des Ostens" in Berlin-Alt-Friedrichsfelde unter der bewährten Stabführung von Walter Kommol (Text und Musik von ihm), den die Aelteren unter uns noch als Kapellmeister deß einstmaligen- „Berliner Theaters" in der Charlottenstraße unter Meinhard und Bernauer zur Glanzzeit der Jlassary in Erinnerung haben, ehe ihm das „Dritte Reich" jede schöpferische Tätigkeit unterband ...

  • Zur Schaffung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands

    In der neuesten Ausgabe schreibt Lex Breuer in einem Bericht über den Vereinigungsparteitag:4 „Wir dachten, während die Redner aus den verschiedensten Teilen des Landes sprachen, an unsere Bauern bei ihrer schweren Arbeit zur Vollendung der Frühjahrsbestellung nicht nur in der sowjetischen Zone, sondern in ganz Deutschland ...

  • Das erste Schulgut in der sowjetischen Besatzungzone eröffnet

    Halle (Saale), 24. April (SNB). In Zschirtau (Provinz' Sachsen) wurde ein Schulgut. das das erste seiner Art in der sowjetischen Besatzungszoll« ist, seiner Bestimmung übergeben. Hier sollen die jungen Landwirte das ganze Jahr hindurch unmittelbar in der Praxis geschult werden Die Schüler finden lußerdem vielseitige Möglichkeiten, sich durch praktische Betätigung einen großen Teil des Schulgeldes selbst zu verdienen ...

  • Berliner Rundfunk

    Sonnabend, 27. April 1946

    Mittelwelle: 356,7 m = 841 kHz 6.20: Für den Kleintierzüchter / 6.50: Gymnastik J 9.00: Schulfunk / 10.00: Nachrichten für Länder und Provinzen 12.00: Was wir wissen müssen | 13.45: Die tägliche Zeitungsschau / 14.00: Schöne Opernmelodien / 14.50: Jugendfunk / 15.00: Kinderfunk 1 15.15: Kabarett-Literatur | 15 ...

  • Die Großstadt hilft dem Dorf

    Leipzig, 24. April (SNB). Zum Tage der Volkssolidarität spendete die Stadt Leipzig den Alt- und Neubauern des Landkreises Leipzig u. a folgende Sämereien: 2750 kg für Spinat, 2250 kg für Putlerrüben. 400 ke für Rote Rüben, 280 kg für Dill, 500 ke für Zwiebelsamen, 2250 kg füi Erbsen, im Werte von 65 000 Mark ...

Seite 4
  • Berlin ißt täglich 897376 Brote

    Ein« Dreimillionenstadt, wi« du heutige Berlin, Taf für Tag mit Nahrungsmitteln tu versorgen, ist eine Riesenaulgab«. Groß« Schwierigkeiten sind dabei zu ,überwinden, und es braucht kaum gesagt au wenden, daß es außerordentlicher Anstrengungen aller in den Ernährungsbetrieben Beschäftigter bedarf, um diese tägliche Aufgabe zu lösen ...

  • Aufbau-Expreß im Friedrichshain

    Arbeitsfreude in der Frankfurter Allee

    Der Augenschein bezeugt es: Der Friedrichshain ist Berlins aufbaufreudigster Bezirk, und es dürfte einem anderen Bezirk kaum noch gelingen, den Vorsprung der Friedrichshäiner einzuholen. Wenn man in der Frankfurter Allee steht, und die kleinen Diesellokomativen mit ihren Lorenzügen über die Schienen ...

  • Berliner Notixen

    Der geteilte Herd

    Di« rund drei Millionen Einwohner Berlins lind heute, dank der wahnsinnigen Zerstörungspolitik de» Hitlerregimes, dessen Ende sich in diesen Tagen jährt, au! einen Wohnraum asusammengedrängt worden, dessen Begrenztheit und Knappheit sich vor Jahren niemand hätte vorstellen können. Unzählige Berliner ...

  • Stimmen unserer Leser

    Es werden to sehr dringend di» kleinen Tlkse zum Schuhebesohlen benfttigt, aber diese sind nirgends aufzutreiben So, manchem Familienvater wäre geholfen, denn es geht doch vielen so,, daß .sie nur ein Paar. Schuhe besitzen,, und warten ehe der Schuhmacher die Reparatur ausführt, geht auch nicht. Da würde: sich so mancher gern selbst helfen wenn er diese,- kleinen sehr begehrten Nägelchen erhalten könnte ...

  • Vom FDGB

    Verband der technischen Angestellten and Werkmeister Zehlendorf. Am Freitag, dem 26. April, 17 Uhr Mitgliederversammlung im Restaurant „Zum alten Krug", Zehlendorf, Potsdamer Straße 3, Vortrag des Kollegen H & n d e 1 e r vom FDGB. „Was will die Gewerkschaft der Techniker?'' Bezirksausschuß Wedding, Funktionärversammlung ...

  • Letzte Berliner Neuigkeiten

    Durch die Initiative des Vorstandes des Nahrungs- und Genußmittelarbeiterverbandes ist nach Verhandlungen mit den zuständigen Stellen des Berliner Magistrats eine Vereinbarung erzielt worden, daß ab 1. Mai in keinem Bäckereibetrieb mehr nachts gearbeitet wird. Den Brotfabriken und den Betrieben, die in Berlin zur Sicherstellung der Ernährung der Bevölkerung mit Brot vom Amt für Arbeitsschutz bisher die Genehmigung für die Nachtarbeit erhalten haben, wird diese Genehmigung entzogen ...

  • Das Wetter von heute

    Bei mäßigen Winden aus Westen wird der Himmel tagsüber größtenteils aufgelockerte Bewölkung zeigen. Damit wird die Sonnenscheindauer sich wieder etwas erhöhen. Die Niederschlagstätigkeit bleibt gleich den Vortagen gering. Die Temperaturen liegen in den frühen Morgenstunden noch nahe der' Nullgrenze, werden jedoch über Mittag wieder auf etwa 15 Grad ansteigen ...

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