25. Feb.
Dossiers zum Zeitgeschehen

Als der ND-Chefredakteur zum "Parteifeind" wurde: Der Fall Rudolf Herrnstadt

Rudolf Herrnstadt, aus einer jüdischen Familie stammend, wurde frühzeitig leidenschaftlicher Kommunist. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zunächst Chefredakteur der „Berliner Zeitung“ und später des ND. Anfang der 1950er Jahre stritt Herrnstadt für eine Demokratisierung, ließ am 14. Juni 1953 eine kritische Reportage veröffentlichen, die an einem Beispiel zeigte, wie die SED die Normerhöhungen durchsetzte. Im Juli versuchte Herrnstadt zusammen mit dem damaligen Minister für Staatssicherheit, Wilhelm Zaisser, Ulbricht zu stürzen - verlor jedoch den Machtkampf und fiel wegen „parteifeindlicher Fraktionsbildung“ in Ungnade. Zaisser, der 1950 nicht ganz freiwillig zum ersten Minister der Staatssicherheit geworden war, wurde nach dem Aufstand von 1953 abgesetzt, das MfS zu einem Staatssekretariat herabgestuft. Zaisser wurde 1952 aus der SED ausgeschlossen, er starb 1958.

  • 24.01.1954

    KOMMUNIQUE

    der 17. Tagung des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands

    Über die 17. Tagung des Zentralkomitees der Sozialistischen. Einheitspartei Deutschlands wurde folgendes Kommunique herausgegeben: Unter dem Vorsitz der Genossen Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl fand am 22. und 23. Januar 1954 die 17. Tagung des ZK der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands statt. Zu Punkt 1 der Tagesordnung gab Genosse Karl Schirdewan den Bericht über die Tätigkeit des Po... Mehr ...

  • 13.09.1953

    Neue Sensationslüge der Westpresse

    Genosse Fred Oelßner schreibt uns: Kaum ist die Lüge der Westpresse über angebliche Differenzen zwischen Genossen Ulbricht und dem Hohen Kommissar der Sowjetunion, W. S. Semjonow, entlarvt worden, und schon wartet die Revolverpresse mit einer neuen Sensationslüge auf. Nachdem die „Berliner Nachtdepesche" am Freitag meine Verhaftung mitzuteilen wußte, heulte am Sonnabend die ganze bü... Mehr ...

  • 22.08.1953

    Über die sozialdemokratische Ideologie der Gruppe Zaisser - Herrnstadt

    Auf der 15. Tagung des Zentralkomitees der SED wurde die parteiieindliche Fraktion Zaisser-Herrnstadt verurteilt, die mit einer „defätistischen, gegen die Einheit der Partei gerichteten Linie" auftrat und „eine die Partei verleumdende, auf die Spaltung der,Parteiführung gerichtete Plattform" aufstellte. Die Genossen Zaisser und Herrnstadt wurden aus dem Zentralkomitee der Partei ausgeschloss... Mehr ...

  • 02.08.1953

    „Dem Zentralkomitee gehört unser uneingeschränktes Vertrauen"

    Die besten Argumente sind unsere Errungenschaften

    Smwerin. Auf der Parteiaktivtagung des Bezirkes Schwerin erläuterte Genosse Paul Wandel, Sekretär des ZK der SED, die Beschlüsse des 15. Plenums des Zentralkomitees. Nach einer ausführlichen Darlegung der Ziele und Maßnahmen des neuen Kurses der Partei und nach einer eingehenden Analyse der Ereignisse des .17. Juni betonte er als wichtigste Aufgabe die Sicherung der Einheit der Partei und den... Mehr ...

  • 28.07.1953

    Der neue Kurs und die Aufgaben der Partei Entschließung der 15. Tagung des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands vom 24. bis 26. Juli 1953

    l. Getragen von der hohen Verantwortung für die beschleunigte Herstellung der Einheit Deutschlands* für die Erhaltung des Friedens in Europa und für das Wohlergehen der Bevölkerung der Deutschen Demokratischen Republik, hat die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands m den Beschlüssen des Politbüros vom 9. Juni und des Zentralkomitees vom 21. Juni 1953 eine Änderung des politischen Ku... Mehr ...

  • 28.07.1953

    Kommunique der 15, Tagung des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands

    Vom 24. bis 26. Juli 1953 fand unter dem Vorsitz des Genossen Otto Grotewohl die 15. Tagung des Zentralkomitees der SED in Berlin statt. Den Bericht des Politbüros über »Die gegenwärtige Lage und der neue Kurs der Partei" erstatteten die Genossen Otto Grotewohl und Walter Ulbricht. In der zweitägigen Aussprache ergriffen 42 Genossinnen und Genossen das Wort. Danach hielten die Genossen Walter... Mehr ...

  • 28.07.1953

    Der neue Kurs und die Aufgaben der Partei Entschließung der 15. Tagung des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands vom 24. bis 26. Juli 1953 (II)

    (Fortsetzung von Seite 1) Alle Handelsorgane «~ staatlicher, genossen-, echaftlicher und privater Handel — haben die Aufgabe, die örtlichen Reserven in der volkseigenen lund privaten Industrie, im Händwerk und in der I-and-wirtschaft voll zu erfassen und der Bevölkerung zuzuführen. Um dem Ministerium für Handel und Versorgung die Möglichkeit der Anleitung in grundsätzlichen F... Mehr ...

  • 25.07.1953

    Mitteilung des Presseamtes beim Ministerpräsidenten

    Berlin (ADN). Das Presseamt beim Ministerpräsidenten teilt mit: Das Ministerium für Staatssicherheit wird als Staatssekretariat in das Ministerium des Innern eingegliedert. Der Minister für Staatssicherheit, Wilhelm Zaisser, ist von seinem Amt entbunden. Mit der Leitung des Staatssekretariates für Staatssicherheit ist Staatssekretär Ernst Wollwebei^beauitrast.... Mehr ...

  • 20.06.1953

    Glückwunsch des Zentralkomitees der SED für Genossen Willi Zaisser

    Lieber Genosse Willi Zaisserl Das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands gratuliert herzlichst zu Deinem heutigen 60. Geburtstage und beglückwünscht Dich gleichzeitig zu der hohen Auszeichnung der Verleihung des Karl-Marx-Ordens durch den Präsidenten der Deutschen Demokratischen Republik, Genossen Wilhelm Pieck. Dein ganzes Leben Ist der Weg eines bewußten Kämpfers fü... Mehr ...

  • 14.06.1953

    Es wird Zeit, den Holzhammer beiseite zu legen

    Von Käthe Stern und Siegfried Grün

    70 Brigaden des VEB Wohnungsbau haben freiwillig ihre Normen erhöht! So hieß es Mitte April, und am 1. Mai sollten es schon 125 Brigaden sein. Kein anderer Berliner Baubetrieb konnte solche Erfolge aufweisen. Am 28. Mai fand im VEB Wohnungsbau eine Besprechung mit Brigadiers und Aktivisten statt, in der über eine generelle Normerhöhung um durchschnittlich zehn Prozent für den ganzen Be... Mehr ...

  • 18.03.1953

    GLÜCKWUNSCH

    des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands zum 50. Geburtstag des Genossen Rudolf Herrnstadt

    Lieber Genosse Rudolf Herrnstadt! Anläßlich Deines 50. Geburtstages am 18. März übermitteln wir Dir unsere herzlichsten Glückwünsche und verbinden damit vor allem den Wunsch, daß Du noch recht lange auf führendem Kampfesposten, als Mitglied des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, als Kandidat des Politbüros und als Chefredakteur des „Neuen Deutschland", Dein... Mehr ...

  • 18.03.1953

    Zum 50. Geburtstag des Genossen Rudolf Herrnstadt

    In einer Stadt der Kohle und der Zusammenballung großer Arbeitermassen, in Gleiwitz, jener ehemaligen Zwingburg des preußischdeutschen Militarismus, inmitten einer unterdrückten polnischen Bevölkerung, wurde Genosse Rudolf Herrnstadt vor 50 Jahren geboren. Sein Vater, Rechtsanwalt und sozialdemokratischer Stadtverordneter, war lange Jahrzehnte Verteidiger der deutschen und polnischen Grubenarb... Mehr ...

  • 18.02.1950

    Wilhelm Zaisser Minister für Staatssicherheit

    Berlin (ADN). Das Amt für Information teilt mit: Nachdem durch das Gesetz über die Bildung eines Ministeriums für Staatssicherheit die bisher dem Ministerium des Innern unterstellte Hauptverwaltung zum Schütze der Volkswirtschaft zu einem selbständigen Ministerium für Staatssicherheit umgebildet worden ist, hat der Stellvertreter des Ministerpräsidenten, Herr Walter Ulbricht, den Chef der H... Mehr ...

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