13. Mai.

Ausgabe vom 20.06.1953

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  • Die nächsten Aufgaben

    Die Unruhen des 17. Juni, die von faschistischen Agenten ausländischer Mächte und ihren Helfershelfern aus den Kreisen deutscher kapitalistischer Monopole im demokratischen Sektor von Berlin, in Magdeburg, Dresden, Görlitz und einigen anderen Orten der Deutschen Demokratischen Republik organisiert wurden, sind schändlich gescheitert ...

  • Mitteilung unserer Untersuchungsorgane über die Vernehmung des westberliner Provokateurs Kalkowski

    Frage: In welchem Sektor von Berlin wohnen Sie? Antwort: Ich wohne im ameririkanischen Sektor von Berlin. Frage: Wie ist es gekommen, daß Sie beim Versuch, im Gebiet des demokratischen Sektors von Berlin Unruhen zu organisieren, mit anderen verhaftet wurden? Antwort: Am 17. Juni früh wurde ich mit einer Gruppe von neunzig Mann aus Westberlin in den demokratischen Sektor geschickt ...

  • Kommunique über die Sitzung des Ministerrats vom 19. Juni 1953

    Berlin (Eig. Ber.). Das Presseamt beim Ministerpräsidenten teilt mit: Der Ministerrat beschäftigte sich in seiner Sitzung vom 19. Juni 1953 mit den eingeleiteten und durchgeführten Maßnahmen zur schnellen Beseitigung der vorübergehend durch die faschistischen Provokationen verzögerten Arbeiten in der Verwaltung ...

  • Produktion wieder auf vollen Touren

    Berlin (Eig. Ber.). Am Barometer der Produktion der Berliner Betriebe, am Kontrollstand des Kraftwerkes Klingenberg, zeigte die Stromentnahme am Freitag, dem 19. Juni, um 6 Uhr morgens 74 Prozent, um 9 Uhr 80 Prozent und um 14 Uhr 94 Prozent des normalen Stromverbrauchs. Die Arbeiter im demokratischen Sektor von Berlin haben wieder voll produziert ...

  • Eine Welle von Vertrauenskundgebungen zu unserer Regierung

    Berlin (Eig. Ber.). In zahlreichen Telegrammen, Zuschriften und Erklärungen an die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik und an das Zentralkomitee der SED bringen die Werktätigen unserer Republik zum Ausdruck, daß sie sich mehr denn je mit ihrer Regierung und der Partei der Arbeiterklasse verbunden fühlen ...

  • „Unser volles Vertrauen der Regierung und der SED"

    Leipzig (Eig. Ber.). Das Kollektiv der Dozenten und die erste Prüfungsgruppe der Studenten des Instituts für Lehrerbildung (russische Sprache) erklärten, daß sie voll und ganz dem ZK der SED und unseihre Arbeit fortgesetzt, nachdem sie durch ihre revolutionäre Wachsamkeit und Entschlossenheit das Eindringen von Provokateuren verhindert hatten ...

  • „Ich bitte um Aufnahme in die SED"

    Johanngeorgenstadt (ADN). In persönlichen Schutz vor Agenten und Diversanten werden 306 Bergarbeiter des Kreisgebietes Johanngeorgenstadt die wichtigsten Betriebsanlagen nehmen, um einen ungestörten. Fortgang der Produktion zu gewährleisten. Dies bringen die Kumpel in 47 Einzel- und Kollektiwerpflichtungen zum Ausdruck ...

  • Ehepaar Rosenberg ermordet

    andere verfuhren ihre Achtstundenschicht und schützten darüber hinaus weitere acht Stunden ihre Aggregate. Die Provokateure scheiterten an solchen vorbildlichen Patrioten wie den Hochöfnern Paul Jensch, Hörst Arenbeck und dem parteilosen Oberschmelzer Hannow Auf Initiative der Hochöfnerlehrlinge wurden drei Provokateure verhaftet ...

  • Alle Hochöfner waren auf ihrem Posten

    Stalinstadt (Eig. Ber.). Über den Hochöfen und Aggregaten des Eisenhüttenkombinates „J. W. Stalin", von den Loks der Eisenbahner, vom Zementwerk und von den Baugerüsten in Stalinstadt wehten am 19. Juni um 6 Uhr die Fahnen der Arbeiterklasse und der Jugend — überall wurde voll gearbeitet. Ein Beispiel der engen Verbundenheit zum volkseigenen Werk und zur Regierung gaben die Hochöfner, als westliche Agenten und von ihnen verwirrte Arbeiter sie zur Arbeitsniederlegung veranlassen wollten ...

  • Bekanntmachung des Militärkommandanten des sowjetischen Sektors der Stadt Berlin

    Berlin (ADN). Der Militärkommandant des sowjetischen Sektors der Stadt Berlin gibt bekannt: Die im Befehl über die Erklärung des Ausnahmezustandes im sowjetischen Sektor von Berlin festgelegte Sperrzeit wird wie folgt geändert: Ab 19. Juni 1953 ist jeglicher Verkehr von Fußgängern und der Verkehr von Kraftfahrzeugen für die Zeit von 22 Uhr bis 4 Uhr verboten ...

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  • Schwere Krise im amerikanischen Kriegsblock

    Zu den imperialistischen Gegensätzen in Westeuropa

    Der unter amerikanischer S__nnherrschaft geschaffene militärischpolitische Block „Europäische Verteidigungsgemeinschaft" befindet sich in einer schweren Krise. Die Völker der westeuropäischen Länder treten gegen die Schaffung der „Europäischen Verteidigungsgemeinschaft" auf. In Frankreich, Italien, Belgien, Holland und Luxemburg ist der Vertrag über die Schaffung der EVG bis jetzt immer noch nicht ratifiziert ...

  • Anschlag Li Syng Mans auf Waffenstillstand

    Britischer Abgeordneter fordert Ausnahmezustand in Südkorea und Verhaftung Li Syng Mans

    New York (ADN). Zur gleichen Zeit mit den faschistischen Provokationen in Berlin hat der Adenauer Koreas, Li Syng Man, einen Anschlag auf den Waffenstillstand In Korea und auf die Entspannung der internationalen Lage unternommen. Wie die amerikanische Nachrichtenagentur UP aus Tokio meldet, gab der Stab General Mark Clarks bekannt, daß die Li Syng Man-Behörden am 18 ...

  • Vor Abschluß der Tagung des Weltfriedensrats

    Hunderttausende versammelten sich zu einer Friedenskundgebung in Budapest

    Budapest. Auf der Tagung des Weltfriedensrates in Budapest setzten am Freitag die Kommissionen ihre Beratungen fort, um die Beschlüsse des Plenums vorzubereiten. Am Freitag trat der Weltfriedensrat zu seiner vorletzten Plenartagung zusammen, um die Aussprache über die beiden Tagesordnungspunkte zum Abschluß zu bringen und sich über die politische Situation in weiteren Ländern zu unterrichten ...

  • Die nächsten Aufgaben (Fortsetzung von Seile f)

    mftüeren Privatbetrieben Robstoffe und Kredite {Anzuweisen sind, ferner, daß die steuerliche Belastung zu überprüfen ißt Dadurch wird erreicht werden, daß sich die private Initiative entwickelt, daß die Erzeugung von Waren des Massenbedarfs wächst und daß sich die Qualität der Waren verbessert Außerdem ...

  • Termin der Ermordung Rosenbergs vorverlegt

    Eine Weile der Empörung geht durch die ganze Welt

    New York (ADN/Eig. Ber.). Wie bei Redaktionsschluß bekannt wird, ,ist der ...Mord „an dem «unschuldig: zürn" 'Tode' Verurteilten *-Ehepaar Rosenberg auf Sonnabend 1.00 Uhr deutscher Zeit vorverlegt worden. USA-Präsident Eisenhower hat das Gnadengesuch erneut zurückgewiesen, der Oberste Gerichtshof der USA den Hinrichtungsaufschub mit 6 gegen 3 Stimmen abgelehnt ...

  • Kommunique über die Sitzung des Ministerrats

    (Forlsetzung von Seite 1)

    Der Minister für Handel und Verporgung. Wach, berichtete in diesem Zusammenhang über die störenden Einwirkungen der durch die faschistischen Provokationen ausgelösten Unruhen auf die Durchführung der Maßnahmen der Regierung auf dem Gebiete der Versorgung. Durch Angriffe auf Lebensmitteltransporte, Plünderungen, Bedrohung und Gerüchtemacherei versuchten die westlichen Provokateure die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln zu desorganisieren ...

  • Faschisten steckten KPD-Parteihaus in Brand

    BDJ kommt unter das Kommando von Bundestagsabgeordneten und Nazigeneralen

    Duisburg (Eig. Ber.). Faschistische Banditen haben in der Nacht zum Freitag — wie die westdeutsche Nachrichtenagentur DPA meldet — das Parteibüro der KPD in Duisburg in Brand gesteckt. Zahlreiche Rowdys, die angeblich unerkannt entkommen konnten, warfen Benzinkanister durch die Fenster und zündeten das Benzin an ...

  • 129 Opfer bei USA- Flugzeugabsturz

    Tokio (ADN/Eig. Ber.). Eine Globemaster-Maschine der amerikanischen Luftwaffe ist am Donnerstag kurz nach dem Start etwa 40 Kilometer nördlich von Tokio abgestürzt. Sämtliche 129 Insassen des Flugzeuges, zum größten Teil Angehörige der amerikanischen Luftwaffe, die aus dem Urlaub nach Korea zurückkehrten, fanden den Tod ...

  • Maarice Thorez zur Aktionseinheit

    Paris (ADN). Auf der am Mittwoch beendeten Tagung des ZK- Plenums der Kommunistischen Partei Frankreichs sprach Generalsekretär Maurice Thorez zur Frage der Aktionseinheit. Thorez wies auf zahlreiche Beispiele der Aktionseinheit im Verlauf von Streiks, bei den Gemeindewahlen und anderen Anlässen hin ...

  • Auch Andre Marie abgelehnt

    Paris (ADN). In der Nacht zum Freitag lehnte die französische Nationalversammlung auch den Radikalsozialisten Andre Marie, den sechsten gescheiterten Kandidaten, als Ministerpräsidenten ab. Marie erhielt an Stelle der erforderlichen 314 Stimmen nur 272, weniger als sein - Vorganges . Bidauit. ^ -Marie scheiterte daran, daß er sich im Gegensatz zu seinen Vorgängern Mendes-France und Bidauit ganz offen für die Fortführung der aggressiven Atlantikpolitik ausgesprochen Rat ...

  • Schwedischer Empfang zn Ehren von M. A. Jassnow

    Stockholm (ADN). Der schwedische Ministerpräsident Erlander gab am Donnerstag einen Empfang zu Ehren des Vorsitzenden des Moskauer Stadtsowjets der Deputierten der Werktätigen, M. A. Jassnow, der zur Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 700jährigen Bestehen Stockholms in der schwedischen Hauptstadt weilt ...

  • Durchführung: der Gottesdienste wie früher

    Berlin. Wie ADN erfährt, können Gottesdienste und kirchliche Amtshandlungen in den dafür vorgesehenen kirchlichen Einrichtungen wie bisher durchgeführt werden.

  • über Kriegsverträge nach Frankreich

    Maiianne: .Um Gotteswillen, wie sind Sie hier heraut gekommen?" Nazigeneral: .über die EVG~ Verträge!' (Aus „Krokodil")

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  • WIE ICH MICH SCHÄME!

    Maurer — Maler — Zimmerleute. Sonnengebräunte Gesichter unter weißleinenen Mützen, muskulöse Arme, Nacken — gut durchwachsen, nicht schlecht habt ihr euch in eu-rer Republik ernährt, man konnte es sehen. Vierschrötig kamt ihr daher. Ihr setztet euch in Marsch, um dem Ministerium zu sagen, daß etwas nicht stimmt ...

  • Amerikaner versuchten „Geständnisse" zu erpressen

    Der Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Vorsitzende der CDU, Otto Nuschke, war am M;ttwoch auf einer Fahrt mit seinem Wagen durch den demokratischen Sektor von Groß-Berlin an der amerikanischen Sektoi^engrenze von randalierenden westberliner Provokateuren aus dem Auto gezerrt und unter gemeinen Beschimpfungen nach Westberlin verschleppt worden ...

  • Der Reg-iorunir unser Vertrauen durch die Tat beweisen

    In dem bekannten Berliner Schwerpunktbetrieb „7. Oktober" (früher Niles-Werke) geht die Arbeit wie an normalen Tagen vonstatten. Zahlreiche Arbeiter, darunter viele Parteilose, haben durch besondere Nachtwachen den Schutz ihrer Produktionsstätten gegen eventuelle Provokationen faschistischer Banden übernommen ...

  • Namhafte Persönlichkeiten von Wissenschaft und Kunst verurteilen schärfstens die provokatorischen Ausschreitungen

    DR. FRIEDRICH WOLF

    Als ich am Mittwoch beruflich nach Berlin mußte, wurde ich vorr einer ausgesprochenen Gangstergruppe in der Friedrichstraße angehalten, die meinen Wagen zu demolieren und in Brand zu setzen suchte. Nur der Ruhe meines Fahrers und meiner Entschlossenheit gelang es, die Bande abzuschütteln. Ich gestehe, daß ich selbst als Schriftsteller bisher nicht genügend Phantasie besaß, diese Wild-West- Provokationen und ihre Hintermänner mit und ohne Glace-Handschuhe mir vorstellen zu können ...

  • Prof. Dr. WALTER RÜBEN

    Dekan der Philosophischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin Am Mittwoch erlebte Berlin den vergeblichen Versuch der Kriegsbrandstifter, unsere Friedensarbeit, das Ringen um die Einheit unseres Vaterlandes, zu zerschlagen. Sogar in unsere Universität, versuchte die- ,ses Gesindel einzudringen. Es konnte diesen von USA-Kriegshetzern ausgehaltenen Verbrechern nicht gelingen, unseren Staat als schwach hinzustellen ...

  • 50 Millionen Dollar für westberliner Mord- und Terrorzentralen

    Berlin (ADN). Zwei Tage nach dem völligen Zusammenbruch der von den westlichen Agentenzentralen organisierten Provokationen im demokratischen Sektor wurde in Westberlin bekanntgegeben, daß die amerikanische Regierung am Donnerstag dem Reuter-Senat erneut 50 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt hat ...

  • Die Verbrecher müssen hart bestraft werden

    Im VEB Transformatorenwerk „Karl Liebknecht" in Berlin-Oberschöneweide laufen die Maschinen. Die Arbeiterinnen und Arbeiter stehen an ihrem Arbeitsplatz. Die Belegschaft ist vollzählig zur Arbeit erschienen. Aus einer Abteilung des großen Werkes wird berichtet, daß einer fehlt. „Er wird wissen, warum er nicht mehr kommt ...

  • VEB Secura kann stolz sein

    Die Kolleginnen und Kollegen des VEB Secura ließen sich nicht provozieren; die Produktion lief ohne Unterbrechung. „Mit diesen Provokateuren und Brandstiftern haben wir nichts gemein", entrüsten sich die Graterinnen Maria Kühnel und Ilse Dräger von der Frauenbrigade Ernst Kamieth. „Als wir in einer demokratischen ...

  • „Österreichische Volksstimme": Jetzt versteht man den Zusammenhang

    Wien (ADN). Die „österreichische Volksstimme" beleuchtet in einem Kommentar die Hintergründe der Provokationen im demokratischen Sektor Berlins. Das Blatt zitiert einen Korrespondentenbericht der reaktionären Zeitung „Oberösterreichische Nachrichten" aus Westdeutschland, in dem auf die Auswirkungen der Beschlüsse der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik vom 11 ...

  • Wir stehen hinter den Beschlüssen unserer Regierung

    Werktätige der DDR zu den Provokationen am 16. und 17. Juni

    Im Kabelwerk Oberspree arbeiten heute 97 Prozent aller Belegschaftsangehörigen. Diejenigen, die im Kupferwalzwerk des Betriebes die Unruhen inszeniert haben, sind bisher nicht im Betrieb erschienen. Otto Paul von der Abteilung Gfw des Kabelwerkes Oberspree erklärte: „Ich stehe hinter den Beschlüssen unserer Regierung, diese Provokationen waren arbeiterfeindlich ...

  • So setzten die Faschisten ihren Putsch in Szene

    Die Leuna-Arbeiter fielen auf die faschistische Provokation nicht herein

    Unser Volkskorrespondent Otto Schnell berichtet über den gescheiterten Putschversuch faschistischer Elemente in den Leuna-Werken „Walter Ulbricht": Am 17. Juni gegen 10 Uhr vormittags bemächtigten sich provokatorische Elemente des Betriebsfunks und- versuchten, die gesamte Belegschaft zur Arbeitsniederlegung und Demonstration zu bewegen ...

  • Mit Knüppel und Säurespritzen

    Ein Berliner Augenzeuge berichtet uns: Am Mittwoch, dem 17. Juli, konnte ich vor dem Haus der Ministerien folgendes beobachten: Als der Zug der demonstrierenden Arbeiter vor dem Gebäude eintraf, kamen Mitarbeiter der Ministerien heraus und begannen mit den Demonstrierenden über den Grund ihrer Erregung zu diskutieren ...

  • Otto Nuschke mußte freigelassen werden

    Der Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Vorsitzende der CDU, Otto Nuschke, ist am Freitag mittag aus amerikanischer Haft freigelassen worden. Die amerikanischen Behörden sahen sich nach der entschiedenen Forderung des Hohen Kommissars der UdSSR in Deutschland, Botschafter W. S. Semjonow, der Regierung der DDR und der großen Protestbewegung aller aufrechten und friedliebenden deutschen Menschen auf unverzügliche Freilassung Otto Nuschkes gezwungen, ihn wieder auf freien Fuß zu setzen ...

  • Der Wunsch eines zurückgekehrten Bauern

    Der werktätige Bauer Arthur Schmidt und seine Frau Elisabeth aus Hehren, Kreis Stendal, erklärten: „Als wir die freudige Nachricht des Regierungsbeschlusses hörten, daß alle Bauern und alle aus der Deutsdien Demokratischen Republik Geflüchteten sofort nach Hause können, sind wir mit aller Freude und Zuversicht diesem Aufruf gefolgt ...

  • Provokateure hinter Schloß und Riegel gebracht

    Volkskorrespondent Wolf aus Wiehe (Kreis Artern) berichtet: „Im Kalischacht Roßleben wurden die Kollegen von einer Gruppe von Provokateuren unter der Fuhrung eines gewissen Voigt zum Streik aufgefordert. Voigt und die übrigen Provokateure drohten den Arbeitern mit Schlägen, falls sie dieser Aufforderung nicht nachkommen würden ...

  • Eine abgemachte Sache der Faschisten

    An den Baugerüsten der Baustelle Ostseestraße flattern die roten Fahnen der Arbeiterbewegung. Brigadier Dorow, der schon gestern früh mit seiner Brigade die Putzerarbeit an der Baustelle Greifswalder Straße wiederaufgenommen hatte, erklärte zu den faschistischen Unruhen im demokratischen Sektor: „Das Ganze war eine abgemachte Sache der Faschisten, die unsere Unzufriedenheit ausgenutzt haben ...

  • Bücherverbrennung

    Auf ihrem Marsch Unter den Linden schwenkte, wie uns ein Augenzeuge vom Mittwoch, dem 17. Juni, berichtet, plötzlich eine Gruppe von Halbwüchsigen aus dem Zug aus und steckte unter Gejohle den Bücherkiosk des Verlags „Kultur und Fortschritt" in Brand. Das nötige Brandmaterial hatten die Rowdys mitgebracht ...

  • Faschistisches Deutschlandlied

    Ein anderer Augenzeuge berichtet von den Vorkommnissen am Mitt-< woch, dem 17. Juni, auf dem Marx-i Engels-Platz in Berlin: Ein unbekannter Redner schwang sich auf die Mitteltribüne, sprach zu den Demonstrierenden und forderte sie zum Schluß auf, „Deutschland, Deutschland über alles" zu singen. Dieser ...

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  • Alles Gute und Schöne steht auf unserer Seite

    Rede von Johannes R. B e c h e r auf der Mittwochnachmittagsitzung

    Stalin-Friedenspreisträger Joh. R. Becher führte am Mittwochabend aus: Das deutsche Volk will Frieden, und es will die Wiedervereinigung seines Vaterlandes. Das ist es, wonach wir Deutsche uns sehnen, wovon wir träumen und worin wir Deutsche alle eins sind. - Das deutsche Volk hat ein unbeirrbares Gefühl ...

  • Nationale Unabhängigkeit für die unterdrückten Völker

    Pandit M a 1 v i j a (Indien) über den Befreiungskampf in Afrika und Asien

    Mit großem Beifall wurde am Dienstag die Rede des Indischen Delegierten, Pandit Malvlja begrüßt. Er führte u.a. aus: In meinem Lande erwartet nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Regierung sehnsüchtig eine Zusammenkunft der Vertreter der Großmächte, damit auf dem Wege der Diskussion und der Verhandlungen ...

  • Glückwunsch des Zentralkomitees der SED für Genossen Willi Zaisser

    Lieber Genosse Willi Zaisserl Das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands gratuliert herzlichst zu Deinem heutigen 60. Geburtstage und beglückwünscht Dich gleichzeitig zu der hohen Auszeichnung der Verleihung des Karl-Marx-Ordens durch den Präsidenten der Deutschen Demokratischen Republik, Genossen Wilhelm Pieck ...

  • Interzonenverkehr weiterhin normal

    Die ersten 80 Interzonenpässe in Erfurt ausgegeben

    Der Interzonenverkehr auf der Autobahn Berlin—Helmstedt verläuft weiterhin völlig normal. Die Abfertigung an den Kontrollpunkten geht schnell und reibungslos vor sich. Auch der Interzonenverkehr auf der Eisenbahn zwischen Berlin und Westdeutschland Ist in den letzten Tagen ohne Störungen oder Verzögerungen abgewickelt werden ...

  • AUS DEM KULTURLEBEN

    Neue Materialien zur Schubert-Ehrung

    Zu unseren Ausführungen über die Notwendigkeit der Popularisierung Franz Schuberts unter den Werktätigen teilt uns das Zentralinstitut für Film und Bild im Unterricht, Erziehung und Wissenschaft ergänzend mit, daß von ihm zur Vermittlung eines unverfälschten Schubert-Bildes für die allgemeinbildenden Schulen eine Schubert- Lichtbildreihe herausgegeben wird ...

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  • Magistrat von Groß-Berlin zum zusammengebrochenen faschistischen Abenteuer

    In semer 19. ordentlichen Sitzung am Donnerstag billigte der Magistrat von Groß-Berlin eine Erklärung des Oberbürgermeisters Friedrich Ebert zu dem zusammengebrochenen faschistischen Abenteuer. Der Oberbürgermeister stellte fest, daß die Ereignisse der letzten Tage die Bevölkerung des demokratischen Sektors von Groß-Berlin einer sehr harten Bewährungsprobe unterzogen haben ...

  • „Wir Sportler müssen unsere Sportanlagen schützen"

    Wolfgang Skibitzki, Heinz Merbs und Günther Noack von der Fußball-Oberligaelf Motor Oberschöneweide nehmen zu den Zerstörungen im Walter-Ulbricht-Stadion Stellung

    Als in de.n Kreisen unserer Sportler bekannt wurde, diesem Treiben der westberliner Provokateure, die daß die Zerstörungen und provokatorischen Aus- im Auftrag der Kriegshetzer handelten. In Stellungschreitungen der westberliner Rowdys selbst nicht vor nahmen und Gesprächen geben die Sportler ihrer Sportstätten Wie dem Walter-Ulbricht-Stadion halt Empörung Ausdruck und fordern die harte Bestrafung machten, erfaßte sie eine tiefe Empörung gegenüber der Schuldigen ...

  • STREIFLICHTER VOM SPORTGESCHEHEN

    BUDAPEST. Bei Schwimmwettkämpfen in Budapest zeigten die ungarischen Schwimmerinnen gute Leistungen. Eva Szekely gewann die 100 m Schmetterling in 1:18,8, Hunyadfi schwamm die 100 m Rücken in 1:17.2, Eva Novak benötigte für die 200 m Freistil 2:30,2 und Gyergyak verbesserte den Nachwuchsrekord über 200 m Rücken auf 2:33,6 Minuten ...

  • Maßnahmen der Justizorgane zur Verwirklichung der Beschlüsse des Ministerrats

    In einer zentralen Arbeitstagung mit den Direktoren der Bezirksgerichte und den Leitern der Justizverwaltungsstellen beschäftigte sich das Ministerium der Justiz am 16. Juni 1953 mit der Durchführung der Beschlüsse des Politbüros der SED und des Ministerrats der Deutschen Demokratischen Republik. An der Tagung nahmen der Präsident des Obersten Gerichts, Schumann, der Vizepräsident des Obersten Gerichts, Dr ...

  • Sektion Boxen auf dem Wege zur Verbesserung ihrer Arbeit

    Bericht von der Plenartagung der Sektion Boxen der DDR in Leipzig

    In Leipzig-Lindenau fand am 13. und 14. Juni die Plenartagung der Sektion Boxen der DDR statt. Der bisherige Generalsekretär, Alfred Mühlheim, hielt den Rechenschaftsbericht für das Jahr 1952/53. Anschließend erfolgte die Berufung des neuen Präsidiums. Obwohl der Rechenschaftsbericht des Generalsekretärs über eine Stunde dauerte, war er nicht konkret genug; es fehlte zum Beispiel genaues Zahlenmaterial und eine richtige Einschätzung ...

  • Spandauer Siemensarbeiter gegen die faschistische Provokation

    Diskussionen mit Kollegen aus dem westberliner Siemens-Werk Zeigen eindeutig, daß die faschistische Provokation auch von den westberliner Arbeitern durchschaut worden ist. „Das glaubst du doch wohl alleine nicht, daß unsere Kollegen drüben ihre eigenen Häuser an der Stalinallee wieder kaputt schlagen wollen", sagte ein Arbeiter aus dem Kabelwerk zu einem noch zweifelnden Kollegen ...

  • Aus den Funkprogrammen

    Sonnabend, 20. Juni Berlin I 11.30: Berichte von der Tagung des Weltfriedensrates aus Budapest — 13.15: Berichte von den Vorbereitungen zu den IV Weltfestspielen der Jugend und Studenten für Frieden und Völkerfreundschaft — 14.15: Zum 20. Todestages Klara Zetkins aus dem Roman „Die Glocken von Basel" von Louis Aragon — 15 ...

  • Die Schuldigen müssen bestraft werden

    Am 19. Juni erhielten wir Boxsportler der BSG Empor Friedrichstadt davon Kenntnis, daß westberliner Rowdys nicht davor zurückschreckten, in unsere Sportstätten einzudringen, um sie zu zerstören. Auch wir waren in der letzten Zeit mit dem eingeschlagenen Weg unserer Regierung nicht zufrieden und begrüßten freudig, daß man die Fehler eingesehen hat und gewillt war, sie zu korrigieren ...

  • B EMTLUMf ^er^n bestand eine harte Bewährungsprobe

    25 Tonnen Brot mehr als an normalen Tagen

    Am Freitag fand beim Leiter der Abteilung Handel und Versorgung des Magistrats von Groß-Berlin, Höding, eine Besprechung statt, an der u. a. Vertreter der HO, des Konsums und der zuständigen Handelszentralen teilnahmen. Inhalt dieser Besprechung waren die Sicheretellung und die Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung Berlins ...

  • Der Provokationsherd Westberlin muß verschwinden!

    Trotz aller Lügen und Hetze des Rias und der Kriegshetzerpresse wächst auch in Westberlin die Empörung gegen die von der Reuter- Koalition ausgehaltenen und begünstigten, faschistischen Banden, die im demokratischen Sektor Berlins gemeine Verbrechen zur Störung des Friedens begangen haben. Die Auffassung ...

  • Mitteilung der Reichsbahndirektion Berlin

    Auf Wunsch von Betriebsgewerkschaftsleitungen verschiedener Betriebe hat der Vorstand des FDGB Groß-Berlin Verhandlungen mit der Reichsbahnd.irektion Berlin über Maßnahmen zur raschen und weiteren Verbesserung des S-Bahnverkehrs geführt und feste Zusagen hierzu erhalten. Die Reichsbahndirektion gibt ...

  • Zeiß-Arbeiter gegen Bezahlung nicht geleisteter Arbeitsstunden

    Jena (ADN/Eig.Ber.). Arbeiter der Zeiß-Werke Jena haben beschlossen, die durch Arbeitsniederlegung entstandenen Produktionsverluste wieder aufzuholen und auch für die Behebung der entstandenen Betriebsschäden zu sorgen. Sie begründen diesen Beschluß damit, daß die durch Arbeitsniederlegungen herbeigeführten Produktionsausfälle die finanzielle Basis eines Betriebes schwächen ...

  • In hohem Tempo von Tula nach Orel

    Die zweite Etappe der großen sowjetischen Radfernfahrt gewann Nikolai Matwejew

    Bei weiterhin schönem, sonnigen Wetter starteten gestern die Teilnehmer der Radfernfahrt Moskau— Charkow— Kiew—Minsk—Moskau zur zweiten Etappe von Tula nach Orel. Das Rennen begann in hohem Tempo. Die Fahrer durchfuhren die Industriezentren, die Städte und Arbeitersiedlungen mit derartiger Geschwindigkeit, daß die Bevölkerung immer wieder in stürmische Ovationen ausbrach ...

  • Berliner Bauarbeiter sind derselben Meinung

    Die Kollegen Richard Jehlen'und Manfred Wagner schreiben an den FDGB: Wir arbeiten in der Brigade Hase auf Block 40 und begrüßen den Aufruf der SED und des FDGB. Wir haben die Arbeit wiederaufgenommen und sind uns darüber klar, der Lohnausfall kann nur bezahlt werden, wenn wir nacharbeiten,

  • Mitteilung des Magistrats

    Arbeiter, die im demokratischen Sektor von Groß-Berlin wohnen, ihre Arbeitsstelle jedoch in Westberlin haben und sie im Augenblick nicht aufsuchen können, erhalten mit sofortiger Wirkung für sich und ihre Familienangehörigen für die dritte Dekade Juni Lebensmittelkarten.

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Die nächsten Aufgaben Mitteilung unserer Untersuchungsorgane über die Vernehmung des westberliner Provokateurs Kalkowski Kommunique über die Sitzung des Ministerrats vom 19. Juni 1953 Produktion wieder auf vollen Touren Eine Welle von Vertrauenskundgebungen zu unserer Regierung „Unser volles Vertrauen der Regierung und der SED" „Ich bitte um Aufnahme in die SED" Ehepaar Rosenberg ermordet Alle Hochöfner waren auf ihrem Posten Bekanntmachung des Militärkommandanten des sowjetischen Sektors der Stadt Berlin
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