26. Mai.

Ausgabe vom 26.01.1947

Seite 1
  • „Zustände"

    Da hatte uns ein Leser gebeten, von dei weiteren Zusendung unserer Zeitung abzusehen, well er sich dadurch In seiner Existenz bedroht fühle. So ein Brief kann ein Einzelfall, er kann aber auch ein Symptom sein. Wir haben diesen Brief vor zwei Tagen an dieser Stelle veröffentlicht. Er sollte zeigen, daß ...

  • ßkht H o.-$i&$& m be* 1. ^Jwßte

    (Von unserem nach Hambm-g entsandten Sonderberichterstatter Erich Knape)

    Hamburg, den 25. Januar. Die alte Hansestadt an der Elbe hat heute seit langer Zeit wieder eine Boxsensation. Der Titelkampf im Schwergewicht zwischen ten Hoff und Walter Neusei im vergangenen Sommer erregte bei weitem nicht soviel Interesse wie der Mittelgewichtstitelkampf «wischen dem zweimaligen Deutschen Meister Gustav Bder und (Tem meteorhaft aufgestiegenen Hufschmied D i e d r i c h IT n c k s ...

  • Sorge um die Zukunft

    Berliner Presse zu den neuen Vorschlägen

    Berlin, 25. Januar Je näher die Moskauer Konferenz heranrückt, um so mehr verdichtet sich die Diskussion um Deutschlands Zukunft. Während auf der Londoner Vorkonferenz die Forderungen und Vorschläge von 18 kleineren Staaten präsentiert werden, haben nunmehr auch England und Prankreich gleichzeitig mit Australien ihre Pläne für die zukünftige Gestaltung Deutschlands bekanntgegeben ...

  • Provokation zurückgewiesen

    Die Meldung „HJ in die Bergwerke44 eine unverschämte Fälschung des „Abend44 und „Telegraf44

    Unter der Ueberschrift „HJ in die Bergwerke" veröffentlichte am Freitag die Berliner Zeitung „Der Abend" ohne Quellenangabe einen Bericht aus Dresden, in dem die ungeheuerliche Behauptung aufgestellt wurde, die SED habe in einem Rundschreiben ihre Dienststelle veranlaßt, ehemalige HJ-Angehörige aus den Fabriken und Verwaltungen zu entfernen und für die Arbeit in den Bergwerken bereitzustellen ...

  • KURZE AUSLANDS-JSACHRICHTE1S

    • Außenminister Bevin gab am Freitagabend für 'die in London weilenden Sonderbeauftragten des Außenministerrates einen zwanglosen Empfang. • Der neue Botschafter der UdSSR für Großbritannien überreichte am Donnerstag im Buckinghampalast dem König Georg sein Beglaubigungsschreiben. Außenminister Bevin war bei dem Empfang zugegen ...

  • Verständigung unerwünscht?

    ND. In dieser Periode der politischen Hochspannung, In der die Forderungen der großen Weltmächte und der kleineren Staaten Europas dem von Hitler ruinierten Deutschland präsentiert werden, Ist es nicht gleichgültig, wie die Haltung des deutschen Volkes ist. Jetzt kommt es wirklich auf das klare politische Gesicht des deutschen Volkes an ...

  • Zum Briefwechsel Bevin—Stalin

    London, 25. Januar (ADN). In den Sonnabend- Kommentaren der britischen Presse zum Briefwechsel zwischen Bevin und Stalin spiegelt sich sidhtliche Erleichterung darüber wider, daß Stalin die Versicherung Bevins, die britischsowjetische Allianz sei noch in Kraft, akzeptiert habe. — Der konservative „Daily ...

  • Volle Staatsbürgerrechte

    Wie wir im Weimarer „Thüringer Volk' lesen, hat die Fraktion der SED im Thüringer Landtag folgenden Antrag eingebracht: 1. Alle Jugendlichen, die nach dem 1. Januar 1919 geboren wurden und Mitglieder der NSDAP oder einer ihrer Gliederungen waren, werden Im öffentlichen, politischen und wirtschaftlichen Leben als gleichberechtigte Staatsbürger behandelt ...

  • Zeiß wird wieder aufgebaut

    Ueber das Wiederaufbauprogramm führte er im einzelnen aus, daß nach Beendigung der Demontage zuerst'einmal die Werkstätten neu installiert und die verbliebenen Maschinen überholt werden müßten. Für die Einrichtung des Betriebes wird ein Mitarbeiterstab von etwa 4000 Arbeitern und Angestellten notwendig sein ...

  • Vereinigtes Europa als Tarnung

    Moskau, 25. Januar (ADN). Die Bildung eines „Komitees für ein vereinigtes Europa"1 unter Leitung Winston Churchills wird von der sowjetischen Zeitschrift „Neue Zeit" als eine neue Kombination Churchills bezeichnet, die darauf abziele, einen Block gegen die Sowjetunion zu schaffen. Wenn gewisse Vertreter jetzt versuchten, die öffentliche Meinung zu überreden, daß das Komitee Churchills nach der Sympathie und der Unterstützung der Sowjetunion dürste, so sei dies einfach Tarnung ...

  • Der Matteottiprozeß

    Rom, 25. Januar (ADN). Der Angeklagte Ämerigo Dumini kehrte in der Sonnabend- Verhandlung im den Zeugenstand zurück, um Briefe zu erläutern, die an faschistische Beamte über den ermordeten Sozialistenführer Matteotti geschrieben worden waren. Dumini bezeugte nunmehr, daß er von dem faschistischen Parteibeamten Marinelli den Befehl erhalten habe, die Enschlagung Matteottis auszuführen ...

  • Die letzten Meldungen

    Flugzeugabsturz bei Hamburg Hamburg, 25. Januar (ADN). 100 Kilometer südlich von Hm*i bürg sitürzi© ein amerikanisches Militärflugzeug, das auf dem Wege von Ansbacfo nach Kopenhagen war, durch Berühren einer Hochspannungsleitung ab. Der Pilot fand hierbei den Tod. Noch kein neues Kleingeld Stuttgart, 25 ...

  • Shawcross über britisch-sowjetische Beziehungen

    Belfast, 25. Januar (ADN). In einer Rede vor der Fabian-Society in Belfast erklärte* Sir Hartley Shawcross, der Leiter der britischen Delegation bei den letzten Konferenzen der UN, er hoffe, daß sich die Beziehungen Großbritanniens zur Sojwetunion immer enger gestalten würden. Er sei sicher, so führte er weiter aus, daß Staaten, die auf der Basis parlamentarischer Demokratie organisiert seien, Seite an Seite mit solchen zusammenleben könnten, die das Sowjetsystem eingeführt hätten ...

  • Neues Holland-Memorandum

    Den Haag, 25. Januar (ADN). Die niederländische Delegation übergab den Sonderbeauftragten der vier Außenminister ein'neues Memorandum zur Deutschland-Frage. In diesem Memorandum fordert Holland den Kreis Bentheim, die Grenzvorsprünge Vreden und Anholt sowie weitere Grenzberichtigungen in der Gegend von Cleve, Emmerich, Roermond und Aachen ...

  • Foster Dulles zur Frage des Rheinlandes

    New York, 25. Januar (ADN). John Foster Dulles, der außenpolitische Berater der Republikanischen Partei in den USA, erklärte am Sonnabend, daß das Rheinland nicht von Männern geleitet werden dürfte, die nur Deutschland dienen, er machte den Vorschlag, das Rheinland unter die Kontrolle einer Körperschaft zu stellen, die von den westeuropäischen Nationen erwählt und dieser verantwortlich sein müßte ...

  • Marshall geht nach Moskau

    Washington, 25, Januar (ADN). Der Außenminister der USA, General George -C. Marshall, wird, wie ein Sprecher des amerikanischen Staatsdepartments mitteilte, an der Moskauer Konferenz über den deutschen und österreichischen Friedensvertrag teilnehmen. Minister Marshall plane, die von Byrnes gemachten Pläne für die Teilnahme an der Konferenz durchzuführen ...

  • Maximos hofft auf USA-Hilfe

    Athen, 25. Januar (ADN). Der griechische Minister Maximos erklärte, er werde den Führer der Liberalen, Sophoulis, aufsuchen, um ihn erneut um Beteiligung seiner Partei an der neuen Käilitionsrtttierung zu bitten. Ferner gab-Maximos der Hoffnung Ausdruck, daß die amerikanische Regierung Griechenland bei seinem Wiederaufbau unterstützen würde ...

  • Hoesch wird demontiert

    Freiburg, 25. Januar (ADN). Das Hüttenwerk der Dortmunder Hoesch AG, eines der beiden- Eisen- und Stahlwerke, die noch im Dortmunder, Revier in Betrieb sind, ist jetzt zur Demontage vorgesehen worden. Mit der Demontage, die sich über mehrere Monate erstrecken wird, wurde in diesen Tagen begonnen.

  • Für Anschluß an Jugoslawien

    Belgrad, 25. Januar (ADN). Das Komitee der slowenischen Freiheitsbewegung in Karaten richtete an den jugoslawischen Delegierten in London, Dr. Vielfan, die telegrafische Bitte, sich mit allen Kräften für die Angliederung des slowenischen Teiles Kärntens an Jugoslawien einzusetzen.

Seite 2
  • Die Woclie im Ausland

    (ND). Es läge eine Reihe bedeutsamer Anzeichen dafür vor — so erklärte vor kurzem der Sprecher des BBC, Peter Arnold, in einem Kommentar zu der Londoner Konferenz der stellvertretenden Außenminister — daß sich unter Deutschlands Nachbarn ein Stimmungswechsel vollzogen habe. Langsam und allmählich habe sich die „amerikanische Grundauffassung"' durchgesetzt ...

  • Ein verheißungsvoller Anfang

    Festigkeit der Einheit und Unabhängigkeit der Gewerkschaften

    Der in der Berliner Gewerkschaftsbewegung und in der Presse geführte Meinungsstreit um die Wahlordnung des FDGB ist zu einem guten Abschluß gekommen. Mit einiger Verzögerung konnte die eingesetzte BeratungsKommission nach umfassender Aussprache den abgeänderten Entwurf der erweiterten Vorständekonferenz des Groß-Berliner FDGB zur Beschlußfassung vorlegen ...

  • Von uns selbst hängt es ab

    „Von uns Deutschen selbst hängt es ab, welchen Weg wir beschreiten und zu welchen Ufern wir streben" — das ist die ernste Mahnung des Parteivorstandes der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands an unser ganzes Volk angesichts der Vorbereitungen der Moskauer Beratungen, von denen entscheidende Beschlüsse über die zukünftige Gestaltung unseres Vaterlandes ausgehen werden ...

  • Sorge um die Zukunft

    (Fortsetzung von Seite 1)

    g zusammenfassen und lenken zum Aufbau einer deutschen Friedenswirtschaft, die uns ein menschenwürdiges Leben auf mittlerem europäischen Lebensstandard ermöglicht? Alle diese Fragen, die sich aus dem, französischen Vorschlag ergeben, zeigen, daß er weder der Demokratie noch dem Frieden zu dienen geeignet ist ...

  • Bremer Werftarbeiter verlangen Besserung ihrer Lage

    Bremen, 25. Januar (Eig. Ber.). In einer Betriebsversammlung der A.-G. Weser (Abteilung Räumung) in Bremen, nahm die Belegschaft in einer Entschließung gegen die unrechtmäßige Einbehaltung der Löhne Stellung. Der Betrieb, der zium Kruppkonzern gehört, ist mit der Auszahlung von Löhnen un,d Gehältern aus dem Monat April 1945 noch im Rückstand ...

  • Autoritäre Demokratie

    Tübingen, 25. Januar (Eigener Bericht) Punkt vier der Tagesordnung der Beratenden Landesversammlung von Süd-Württemberg und Hohenzollern, die vom 8. bis 10. Januar im Schloß Rebenhausen bei Tübingen tagte, lautete: Bericht des Staatssekretärs Dr. Weiß über die Ernährungslage. Und Punkt fünf hieß: Bericht des Staatssekretärs Wildermuth über die gewerbliche Wirtschaft ...

  • Sowjetische Delegierte begrüßt deutsche Frauenorganisation

    Bcrlin, 25. Januar (ADN). Auf der Sitzung des Vorbereitenden Komitees zur Schaffung eines demokratischen Frauenbundes, die unter der Leitun'g von Frau Prof. Hertwig am Sonnabend, 25. Januar, in Berlin stattfand, sprach die sowjetische Delegierte der Internationalen Frauenföderation, Nadeshda Prafjonowa, im Namen der Internationalen Frauenföderation ...

  • Pressekonferenz in Hessen

    Frankfurt a. M. (Eig. Bericht). Der bekannte englische Sozialpolitiker Lord Beveridge nahm an der ersten Pressekonferenz der neuen hessischen Regierung teil. Der Direktor der Militärregierung. Dr. Ncwman, hob hervor, daß das deutsche Volk sich der amerikanischen Lebensmittelhilfe nicht recht bewußt sei und bezeichnete das Gerücht, daß deutsche Butter nach Amerika ausgeführt würde, als lächerlich ...

  • Kampf um das Mitbestimmungsrecht

    Düsseldorf (Eig. Ber.)- Ein Streik, den die Belegschaft der Firma Göller, Eisengießerei, durchführte, wurde nach anderthalb Tagen erfolgreich beendet. Die Forderungen der Arbeiter auf Anerkennung des gewählten Betriebsrates und Wiedereinsteillung eines zu Unrecht entlassenen Betrie-bsobmannes wurden von der Betriebsdirektion anerkannt ...

  • Simpfendörfer war für — „Abnützungstheorie"

    Stuttgart, 25. Januar (ADN). Seine Haltung bei dem Zustandekommen des Ermächtigungsgesetzes sei von der Auffassung bestärkt gewesen, der Nazismus müsse an die Macht kommen, damit er sich abnütze, erklärte der württembergisch-badische Kultusminister, Wilhelm Simpfendörfer, nachdem der öffentliche Ankläger bei der Stuttgarter Spruchkammer seine Einstufung als Hauptschuldiger beantragt hatte ...

  • Entlassung deutscher Kriegsgefangener

    Stuttgart. 25. Januar (ADN). Die Entlassung aller in amerikanischer Obhut befindlichen deutschen Kriegsgefangenen soll bis spätestens Juli dieses Jahres erfolgen, wie die amerikanische Militärregierung jetzt dem süddeutschen Länderrat mitgeteilt hat. Aus dem Schreiben der amerikanischen Militärbehörde geht ferner hervor, daß die amerikanische Regierung Frankreich ...

  • Zur Rettung Helgolands

    Hamburg, 25. Januar (SNB). Der Kreisrat voii Pinneberg, dem die Tnsel Helgoland untersteht, hat — wie France Press meldet — dem britischen Gouverneur in Schleswig-Holstein den Vorschlag unterbreitet. Helgoland von Deutschland abzutrennen und die Verwaltung der Insel den Vereinten Nationen anzuvertrauen ...

  • Verhandlung gegen Prof. Klein hat begonnen

    Slünchen, 25. Januar (ADN). Das Spruchkammerverfahren gegen den Bildhauer Prof. Reinhold Klein, einen der bekanntesten Spezialisten für Nazibildwerke, hat begonnen. Klein war Senator in der Reichskulturkammer und Ratsherr von München. Die Anklage beantragte seine Einstufung in die Gruppe der Hauptschuldigen ...

  • Wirtschaftskontrolle gefordert

    Hannover, 24. Januar (Eig. Bericht). Auf einei Konferenz forderten die Betriebsobleute Niedersachsens die Uebertragung der Veranwortung für die Wirtschaft an deutsche Stellen unter demokratischer Kontrolle und maßgeblicher Mitwirkung der Gewerkschaften.

  • Schacht-Verfahren im Februar

    Hamburg, 25. Januar (ADN). Das Sprurhkammerverfahren gegen Hjalmar Schacht wird, nach einer Mitteilung des württembergbadischen Entnazifizierungsministers Kamm, in der zweiten Hälfte des Monats Februar in Stuttgart stattfinden.

  • Neuer Tillessen-Prozeß

    Konstanz, 2o. Januar (ADN). Der zweite Prozeß gegen den Mörder Erzbergers, Heinrich T i 11 e s s e n, wird im Laufe des Monats Februar vor dem Landgericht in Konstanz stattlinden.

Seite 3
  • Erinnerungen an die , Volksbühne"

    Ein Augenzeugen-Beriuii

    nm 18. März 1945 genau 51 Jahre nach ihrer Eröffnung, winde die Volksbühne am Bühmplatz ein Raub der Flammen. Nur wenigen sind die wahren Tatsachen bekannt Jener 18. März, der in der Geschichte des Untergangs Berlins dem 3. Februar folgt, grüßte den neuen lag mit strahlendem Himmel und goldenem Sonnenschein ...

  • Die Schulungs- und Bildungsarbeit der SED

    Entschließung des Parteivorslandes der SED auf der Tagung am 22./23. Januar 1947

    Die großen Entscheidungen, die in den nächsten Wochen und Monaten über das Schicksal Deutschlands gefaßt werden, stellen erhöhte Ansprüche an die antifaschistisch-demokratische Bewegung und damit auch an das ideologischpolitische Können eines jeden Sozialisten. Die Einheit der Arbeiterklasse wird in diesen Entscheidungen um so schwerer ins Gewicht fallen, je mehr wir die ideologische Arbeit unserer Partei festigen ...

  • Kulturnoiizen

    Funkische Worlgostaiiung

    Es ist keine einfache Aufgabe, der breiten Hörerschicht literarische Wortsendungen so nahe zu bringen, daß sie fesseln und mitreißen. Groß ist die Gefahr, daß sie unlebendig sind oder dozierend, ungeschickt zusammengestellt oder schlecht gesprochen. Viele Schwierigkeiten sind vorhanden, die mit einbezogen werden müssen, wenn man vom Standpunkt des Hörers aus überhaupt einmal versucht, eine literarische Wortsendung auf ihre Wirksamkeit hin zu bewerten ...

  • III

    Jermyn schrieb einen Brief. Er saß an dem geräumigen, viereckigen Schreibtisch in der Mitte des Rauchsalons von Hackett. Der Gänsekiel kratzte auf dem Papier, dann entstanden Pausen, die andeuteten, daß dieser Brief eine schwierige Aufgabe sei. Drei Versuche hatte er schon unternommen, aber jedesmal wurde das Blatt von seiner hageren Hand zusammengeknüllt und fiel in den Papierkorb an seiner Seite ...

  • Dem Andenken Ernst Tollers

    Sein letztes Stück im Deutschen Theater

    Dieser Abend war eine Huldigung an den Dichter und an den revolutionären Kämpfer Ernst Toller, in Worte gefaßt von Günther Weisenborn; dieser Abend war ein Triumph des Dichters Ernst Toller, den er sich selber schuf mit seinem letzten Ruf nach Freiheit und Humanität, dem Ruf, der seine kurze Lebensbahn als Flammenzeichen ziert ...

  • Berliner Rundfunk

    Montag, 27. Januar 1947

    fi.00 und 7.00: Naclirienten und Wetterbericht / 11.00: Nachrichten / 11.10: Nachrichten aus Ländern und Provinzen / 11.20- Schöne Melodien / 13.00: Nachrichten, Blick in die deutsche Presse 15.00: Kinderfunk/ 15.15: \V A.Mozart — Zu seinem Geburtstag / 15.50: Kunst, Literatur und' Wissenschaft / 16 ...

  • 57. Fortsetzung.

    Kitty in Shelford! Nehmt ein Boot oder ein Auto und tanzt bei Kitty! Weekend-Sonderkonzert! Neuester Schick! Aber Frau Mary wirkte stärker und überzeugender als ihr Plakat. Sie umgarnte eine stattliche Anzahl ihrer alten Gönner und erweckte deren mitfühlende Aufmerksamkeit. Bei Gott — Kitty war ein mutiges, armes Personellen! Einen gelähmten Mann, einen ehemaligen Offizier! Ja, selbstverständlich — diese beiden jungen Leute verdienten Aufmunterung ...

  • IV

    Am Montag jener schicksalsschweren Woche studierte Alex, trotzdem das Barometer hoch stand und die Sonne täglich aus dem Osten an einem wolkenlosen Himmel emporstieg, plötzlich interessiert den Wetterbericht. Früh morgens verhüllte ein weißer Dunst Fluß und Wiesen, und Alex konnte von seinem Bette aus beobachten, wie die goldgrünen Gipfel der Pappeln am jenseitigen Ufer die ersten Sonnenstrahlen erhaschten, während der Fluß und die Wiesen taugetränkt und grau verblieben ...

Seite 4
  • Volksgesundheit und Verfassung

    Nicht genug gewürdigt ist die Tatsache, daß nach diesem Krieg und dem unglaublichen Zusammenbruch in Deutschland große Seuchen, wie sie noch nach dem ersten Weltkrieg ganze Landstriche heimsuchten, ausgeblieben sind. Die Grippeepidemie 1918 tötete mehr Menschen als alle Kampfhandlungen zusammengenommen ...

  • Von Dr Fritz Löwenthal

    Inhalt haben. Die berufsmäßigen Diener des Rechts in der Demokratie müssen sich bewußt bemühen, mit der wissenschaftlichen und politischen Entwicklung der Zeit Schritt zu halten, um nicht ebenfalls in einem wirklichkeitsfremden, den lebendigen Fortschritt hemmenden Konservatismus zu erstarren. Wenn die Aufgabe des Rechst ...

  • Die Stellung der Justiz in der neuen Demokratie

    Alle Gewalt geht vom Volke aus, ist der grundlegende Leitsatz jeder wirklichen Demokratie, denn Demokratie heißt auf deutsch: Herrschaft des Volkes. Es genügt jedoch nicht, daß die öffentliche Gewalt vom Volk nur ausgeht, wenn sie nicht ständiger öffentlichen Kritik und Kontrolle unterworfen ist, kann sie leicht in die Hände von Gruppen oder Personen gelangen, die sich vom Volk absondern und bestrebt sind, sich über das Volk zu erheben ...

  • Die Lehre vom Feind!

    Von Pastor von | ü di e n. Schwerin ein Räuber, ein Mörder, ein Schieber, ein Betrüger, ein Feind des Rechtes ist. Es sind also an den Verfassungsentwurf der SED zwei Fragen zu stellen. 1. Rechnet dieser Verfassungsentwurf mit den Feinden der Republik? 2. Gibt er dem Volke die Möglichkeit, den Kampf ...

  • Die 8. Sitzung des Parteivorsfandes der SED zum Verf assungsentwuri

    Anläßlich der 8. Sitzung des Parteivorstandes der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands tagte am 22. Januar 1947 in Berlin die Verfassungskommission beim Parteivorstand und erstattete dem Plenum des Parteivorstandes folgenden Bericht: 1. Der wesentliche Zweck, der mit der Veröffentlichung des Verfassungsentwurfs beabsichtigt war, ist erreicht ...

  • Die Jugend spricht

    Leipzig:, 25. Januar. Weit über 1000 Jugendliche hatten sich zu einer Großkundgebung der FDJ in der_ Mitteldeutschen Kongreßhalle in Leipzig eingefunden und verfolgten mit größter Anteilnahme die Referate Erich Honeggers und $er Vertreter der drei antifaschistischen Parteien. — Nach musikalischer Einleitung ...

Seite 5
  • Wie Wird Das Wetter Morgen

    26. Januar 1947 / NEUES DEUTSCHLAND f. Nr. 22, Seite 5 AUS DER WIRTSCHAFT Die Kohlenkrise im Westen Düsseldorf, 24. 1. (ADN). Der Zusammenbruch des geFP.mten Wirtschaftslebens habe sich nur dadurch Eufhalten lassen, daß sämtliche Industriezweige in den Zuteilungen an Kohle und Strom ganz empfindlich gekürzt wurden, erklärte Wirtschaftsinirüster Dr ...

  • Es ist nidit alles Gold was ner Wirtschaftdirektor der amerikanischen Betrachten wir nun einmal die ..Waffe", die

    Militärregierung, Brigadegeneral William Draper, erklärte vor wenigen Tagen nach seiner Rückkehr aus Washington, daß eine Festsetzung des Dollarwertes der deutschen Mark auf 30 Cents bevorstehe. Der entsprechende Plan, der von der US-Militärregierung in Bayern vorgeschlagen und von den amerikanischen Militärbehörden in Berlin gutgeheißen wurde, sei in Washington günstig aufgenommen worden ...

  • Erweiterte Lebensmögiichkeiten

    Der Parteivorsfand der Sozialisfischen Einheitspartei Deutschlands zur Erklärung Marschall Sokolowskijs

    Der Parfeivoritand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands hat in seiner Sitzung vom 22. Januar 1947 den Bericht über die Verhandlungen der Parteivorsitzenden mit Herrn Marschall Sokolowkij zur Kenntnis genommen. Der Parteivorstand sieht in dem erfreulichen Ergebnis die Bestätigung für die Richtigkeit ...

  • Wirtschaftsnaehrichien

    Zwei neue Martin-Öfen

    Die stark zerstörten Mitteldeutschen Eisenkonstruktions-Werke und Stahlformgießereien in Riesa sollen 1947 zwei neue Martin-Öfen mit einem Fassungsvermögen von je 15 Tonnen erhalten. Die Tagesleistung ist auf 80 bis 100 Tonnen bei drei Schichten geplant. Eine neue Generator-Anlage wird das Heizgas für die Martin-Öfen liefern ...

  • Landwsrtsdiaft in Sachsen-Anhalt

    Unter dem Untertitel „Verschontes Land" wird eine Mitteilung aus dem Landtag der Provinz Sachsen-Anhalt wiedergegeben, daß gegenüber einer Kartoffelernte von 8,5 Mill. Zentnern im Jahre 1945 nur 2,5 Mill. Zentner 1946 abgeliefert seien. Mit diesem Taschenspielertrick versucht der Artikelschreiber des „Kurier" bei den Lesern den Eindruck zu erwecken, als sei der Ertrag der Kartoffelernte in der Provinz Sachsen- Anhalt im Jahre 1945 im Vergleich zu 1945 um 1 Million Zentner zurückgegangen ...

  • Die Kohlenkrise im Westen

    Düsseldorf, 24. 1. (ADN). Der Zusammenbruch des geFP.mten Wirtschaftslebens habe sich nur dadurch Eufhalten lassen, daß sämtliche Industriezweige in den Zuteilungen an Kohle und Strom ganz empfindlich gekürzt wurden, erklärte Wirtschaftsinirüster Dr. N ölt lhg im Landtag Nordrhein- .Westfalen. ■Wie Nölting ...

Seite 6
  • Wirtschaftsnachrichten

    26. Januar 1947 / NEUES DEUTSCHLAND / Nr. 22, Seite 6 Chefredaktion: Max Nierich und Lex Ende Redaktion: „Neue! Deutschland", Berlin N 54, SchSnhauser Allee 176 — Sprechstunden der Redaktion nur von 11 bis 13 Uhr — Telefon: 42 50 21, Naohtruf: 42 09 41 — Verlag: Berlin SW 68, Zimmerstraße 88—91 — Bankkonto: Berliner Stadtkontor Nr ...

  • Letzte Berliner Neuigkeiten

    Verbesserte Schulspeisung auf jeden Fall ab 1. Februar Auch wenn der Schulunterricht in nächster Zeit noch nicht wieder aufgenommen werden kann, wird die verbesserte Schulspeisung am 1. Februar beginnen. Schüler bis zu 18 Jahren können daran teilnehmen. Die Markenabgabe beträgt, wie bereits gemeldet, 200 g Nährmittel pro Dekade ...

  • Wie die Himmler-Jnstiz in Berlin wütete

    Nochmals der Fall Canstein / Die notwendige Aufklärung der Soldatenmorde

    Der Fall des früheren Oberstabbnchters Canstein, der kurz vor dem Zusammenbruch in Berlin als Vollstreckungsleiter an Soldatenhinrichtungen teilnahm und inzwischen wieder Staatsanwalt der neuen Justiz wurde, ist mit der vorläufigen Beurlaubung des schwer belasteten Richters und der Nachprüfung seines Falles noch nicht erledigt ...

  • Ehekonflikte, die zu heilen sind

    Besuch in einer Eheberatungsstelle

    Wenn es in der Ehe irgendwie auf einmal hapert, rund sich die Menschen gar nicht mehr • verstehen können, wissen sie sich meistens ;.keinen Rat. In Charlottenburg ist jetzt im Geffoäude des Gesundheitsamtes eine Eheberaitungsstelle eingerichtet worden. Es ist die einzige dieser Art in Berlin — vorläufig [noch —, in der allerdings keine juristischen ...

  • Irrte sich der Mond?

    Sonne und Mond im Einfluß auf unsere Witterung

    Wie noch manches in unserem heutigen Kulturleben, so ist auch der sehr weit verbreitete Glaube an den Einfluß des Mondes auf das Wetler ein trauriges Erbe der Astrologie, letzten Endes der babylonischen Kultur. Bei ihm dürfte, auf den ersten Blick jedenfalls, ein Witterungseinfluß viel wahrscheinlicher und gerechtfertigter sein als bei der Sonne, die uns mit einer Entfernung von 150 Millionen Kilometer nicht weniger als 375mal weiter absteht als unsere alte Nachtlaterne „Mond" ...

  • JofcaimGeorjrBenkert

    T Im Herbst 1945 erhielt die Behrenstraße einen jetwa? unerwarteten Besuch: da ließ sich bei einem sehr bekannten Antifaschisten ein gewisser Johann Georg Benkert melden. Dem Mann, bei dem er sich damals melden ließ, waren seit seiner Entlassung aus dem Konzentrationslager noch nicht genügend die Haare gewachsen, sonst wären sie ihm wahrscheinlich zu Berge gestiegen ...

  • Deine Partei, die SED, ruftDich!

    Kreisreferentenvorbesprechung

    Thema: Die Nazilüge vom Lebensraum. Montag, den 27. 1. 1947: Kreis Charlottenburg: 18 Uhr, Rognitzstraße 8 (Referent: Rud. Dölling). Dienstag, den 28. 1. 1947: Kreis Weißensee: 19.30 Uhr, Berliner Allee 29—31 (Referent: Bruno Baum). BetriebsJunktionär-Konferenz Am Dienstag, dem 28. 1. 1947, 17 Uhr, findet in der Kantine der Beha, Berlin-Lichtenberg, Möllendorffstr ...

  • Stromabschaltungen

    für Sonntag,, 26. Januar 1947 Berlin, 25. Januar (ADN). Die Bewag gibt für Sonntag, 26. Januar, folgende voraussichtlichen Stromabschaltungen bekannt: Plangruppen A und E um 7 Uhr, Plangruppen K urid N um 8 Uhr, Plangruppen B und L um 10 Uhr, Plangruppen E und 0 um 12 Uhr, Plangruppen M und P um 14 Uhr, Plangruppen C und 6 um 16 Uhr, Plangruppen D, H und I um 18 Uhr, Plangruppe Q um 20 Uhr ...

  • Wie wird das Wetter morgen?

    Die westliche Verlagerung des nördlichen Hochdruckgebietes bringt Abschwächung der mitteleuropäischen Luftdruckgegensätze und für Norddeutschland leichte Frostmilderung. Voraussage für Berlin: Wechselnd bewölkt, nachlassende Winde, zeitweise Schnee, Mittagstemperatur minus 2 Grad, tiefste Temperatur der Nacht unter minus 4 Grad ...

  • Chefredaktion: Max Nierich und Lex Ende

    Redaktion: „Neue! Deutschland", Berlin N 54, SchSnhauser Allee 176 — Sprechstunden der Redaktion nur von 11 bis 13 Uhr — Telefon: 42 50 21, Naohtruf: 42 09 41 — Verlag: Berlin SW 68, Zimmerstraße 88—91 — Bankkonto: Berliner Stadtkontor Nr.. 8428 — Postscheckkonto: „Neues Deutschland" Berlin Nr. 9680 — Telefon: 42 59 51, Nachtexpedition: 42 28 45 ...

  • STREIFLICHTER DER WOCHE

    Winterballade

    Wieda is et kalt jeworden, Und wia froren schon so sehr. Eisich weht der Wind vom Norden, Doch der Kohlenplatz is leer. Neumann, der hielt uns zum besten Mit sein' 18-Zentna-Trick. KlingeLhöfa kam vom Westen Mit 'n leeren Sack zurück. Bei de Bewag, wie wa hören, Soll's bald zappen-dusta sin. Unsre Wassaleitungsröhren Frieren ooeh schon wieda in ...

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