24. Apr.

Ausgabe vom 18.08.1990

Seite 1
  • Leiharbeiter mit gefälschten Papieren

    Fünf Handwerker der Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft (GPG) „Blumenstadt" Trebbin, Kreis Luckenwalde, sind seit Tagen zur Nullstundenarbeit verurteilt. Das passiert heutzutage eben, mag mancher denken. Doch in diesem Falle handelt es sich um einen Skandal. Die Trebbiner wurden über eine dubiose Firma auf eine Baustelle in die Bundesrepublik verliehen ...

  • Nun also: General Frühling?

    Von

    storischen Möglichkelten für ein Mehr an Demokratie, sozialer Gerechtigkeit und Ökologie sowie für eine schrittweise Entmilitarisierunfi Deutschlands und die Schaffung eines gesamteuropäischen Systems der Sicherheit und Zusammenarbeit sind im Wettrennen der staatstragenden Parteien um Wählerstimmen geopfert worden ...

  • ANDRE BRIE

    Die SPD hat in den ververgangenen Wochen jede Demütigung durch die CDU hingenommen sowie deren antisoziale und Anti-DDR- Politdk nahezu lückenlos mitgetragen und sich auch durch Provokationen nicht aus der Regierung drängen lassen. Angesichts dieser Standhaftigkeit blieb dem Ministerpräsidenten offensichtlich nichts anderes übrig, als nun die SPD eigenhändig hinauszuschmeißen ...

  • Pentagon legte „Abfangzonen" für Schiffe int Golf fest

    Washincton/Riad/Kairo/New York (ADN/ND). Mit der Anweisung von USA-Präsident George Bush an das in der Golfregion operierende amerikanische Flottenkontingent, alle Schiffe mit Ladung für und von Irak und Kuweit aufzubringen, haben sich am Freitag der Druck auf Bagdad und die Gefahr einer militärischen Eskalation der Spannungen in diesem Krisengebiet weiter erhöht ...

  • Schewardnadse—Genscher: DDR-Anschluß perfekt

    Moskau (Braun). Der Handel ist perfekt: Am 12. September wird in Moskau ein abschließendes Dokument „Über die endgültige politische Regelung der äußeren Aspekte der deutschen Einigung" paraphiert. Dies ist das wichtigste Ergebnis der Moskauer Gespräche zwischen Sowjetaußenminister Schewardnadse und Bundesaußenminister Genscher vom Freitag ...

  • SPD: Koalitionsbruch für den Sonntag programmiert

    Berlin/Bonn (ADN). Wenn es nach dem Willen von Präsidium und Fraktionsvorstand der SPD geht, wird bereits am Sonntag der Bruch der Regierungskoalition vollzogen. Die ursprünglich für kommenden Dienstag vorgesehene Sitzung der Volkskammerfraktion ist aus „Dringlichkeitsgründen" auf den Sonntagnachmittag vorvorlegt worden ...

  • Donnerstag am Telefon: die Post

    Berlin (ND). Rund zehn Millionen Mark betrugen die Kosten für die Umstellung der 22 500 Münzfernsprecher in der DDR auf D-Mark. Die Zahl der „öffentlichen" soll bis 1997 auf rund 85 000 anwachsen und damit internationales Spitzenniveau erreichen. Zugleich werden schrittweise ab 1991 die bisher eingesetzten Münzer durch moderne Technik ersetzt ...

  • Trabi schlägt alte Westautos

    Erfurt (ADN). Bereits in der ersten Woche nach Inbetriebnahme der ersten Thüringer TUV-Prüfanlage in Erfurt nutzten Kraftfahrer vom Trabant bis zum Mercedes die Möglichkeit, ihre fahrbaren Untersätze vom DetekTÜV überprüfen zu lassen. „Wir arbeiten montags bis freitags durchgehend von 9 bis 18 Uhr", sagte Kfz-Sachverständiger Lothar Labod vom Rheinland-Westfälischen TÜV, der gemeinsam mit vier DDR-Kollegen die Autos auf Verkehrssicherheit untersucht ...

  • ISTAF: Schnelle Christine

    Westberlin (ND). Christine Wachtels 2:30,67 min über 1000 m gehörten zu den besten Resultaten des ISTAF-Meetings am Freitag in Westberlin. Die Neubrandenburgerin verfehlte den Weltrekord nur um 7 Hundertstel. Glänzend auch die 10,82 s von Merlene Ottey (Jamaika) über 100 m. Weitere DDR-Sieger: Petra Felke, Heike Drechsler, Ulf Timmermann und Volker Mai ...

  • Kriegsrecht in Knin

    , Belgrad. Einheiten der jugoslawi- 1, sehen Armee haben am Freitagabend wichtige Objekte im kroatischen Knin besetzt, um Zusammenstöße zwischen Serben und Kroaten zu verhindern. Der Bürgermeister der Stadt mit einer serbischen Bevölkerungsmehrheit hat den Kriegszustand verhängt.

  • Vietnamesen streiken

    Moskau. Vietnamesische Arbeiterinnen einer Schuhfabrik der 'Uralstadt Tscheljabinsk streiken, Weil der Zoll die Ausfuhr Dutzender Container mit Waren verboten hat. Die Belegschaft des Werks drohte, die Streikenden „vorfristig" nach Hause zu schikken.

  • USA-Handelsdefizit sank

    Washington. Das USA-Außenhandelsdefizit sank im Juni auf 5,07 Milliarden Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit sieben Jahren. Neuerlicher Anstieg wird allerdings befürchtet.

Seite 2
  • Erdgas — Show, Geschäfte und Sekretäre

    Wie weiland Günter Mittag „Erfolge" sozialistischer Wirtschaftspolitik zu oft nur propagieren ließ, nutzt auch CDU-Staatssekretär Günther Krause jede Gelegenheit, den Bürgern die „Segnungen" des Staatsvertrages nahezubringen. Sein jüngster Versuch: Krauses Auftritt an der Seite des Ministerpräsidenten, als 45 Prozent der Aktien der Verbundnetz AG, der DDR-Ferngasgesellschaft, an die bundesdeutschen Ruhrgas und BEB verkauft wurden ...

  • Nessie aus Thüringen wurde zu Grabe getragen...

    Wochenlang geisterte die Giftgaslager-Story durch die Wälder am Hermsdorfer Kreuz und den deutsch-deutschen Blätterwald. „Durch manche Dörfer schleicht die Angst", meinte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung". Die „Thüringer Landeszeitung" machte aus einer Vorortbesichtitgung mit Abgeordneten einen „Untersuchungsausschuß der Volkskammer", der auch „neue Nahrung für Giftgas-These" fand ...

  • Von Anfang an gegen die Mauer gewesen?

    In verschiedenen Zeitungen, auch im ND, und in anderen Medien war in den letzten Tagen viel über die „schreckliche" Mauer zu lesen und zu hören, die am 13. August 1961 errichtet wurde. Was mich sehr stört, ist, daß alle, die da schreiben und sprechen, jetzt so tun, als wären sie von Anfang an gegen diese Mauer gewesen und als habe es im Zusammenhang mit ihr nur Negatives gegeben ...

  • L

    LESERBRIEFE

    Werter Herr Ministerpräsident! Durch einige Verschiebungen in Ihrem Terminkalender wird es für mich unüberschaubar, wann Ihnen endlich die Flucht aus der Verantwortung gelingen wird. Deshalb möchte ich es nicht versäumen, Ihnen jetzt meinen Dank auszusprechen. Als politisch sehr interessierte Bürgerin sind mir Ihre Worte aus der Regierungserklärung noch deutlich im Ohr: „ ...

  • Unsere Bauern und Europa

    Mindestens seit der bisher größten landesweiten Protestaktion sind die Bauern der DDR in den europäischen Mittelpunkt gerückt. Zuvor hatte sich schon das Europäische Bürgerforum, das in den ersten Augustwochen tagte, mit ihnen solidarisch erklärt. Was die Regierung der DDR partout seit Monaten nicht wahrhaben will, haben die europäischen Bauern längst erfaßt ...

  • Öliger Glanz

    Je näher der runde Geburtstag im September rückt, desto mehr gebärdet sich die OPEC wie ein unartiges Kind. Dabei wird sie schon 30. Was als Geplänkel begann, endete in einer handfesten Schlägerei zweier Mitglieder. Nun dürfte das Kartell zum Geburtstag kaum mit Freundlichkeiten rechnen, dazu hat es sich ob seiner Unberechenbarkeit in Sachen Barrelpreis und Förderquoten zu unbeliebt gemacht ...

  • Bilders türmer

    Inzwischen ist es Mode geworden im Lande Lenins, Leninmonumente zu demontieren. Nahezu täglich hat TASS ein Beispiel parat. Zerstört werden auch Denkmäler für die Opfer der Reaktion in der Zwischenkriegsära. Wird das Standbild von Soja Kosmodemjanskaja, die Erinnerung an die von deutschen Faschisten erhängte Achtzehnjährige, das nächste sein? Ich erinnere mich, als wäre es heute, an das von israelischen Soldaten verwüstete palästinensische Dorf Ethna ...

  • Kommunalbesitz in Bundeshand?

    Köln (ADN). Gegen den erneuten Entzug des kommunalen Vermögens aus der Verfügungsgewalt der Städte und Gemeinden in der DDR hat der Deutsche Städtetag am Freitag protestiert. In gleichlautenden Schreiben an Bundeskanzler Kohl und DDR- Ministerpräsident de Maiziere, die vom Präsidenten und Vizepräsidenten ...

  • NEUES DEUTSCHLAND

    Herausgegeben von NEUES DEUTSCHLAND Druckerei und Verlag GmbH i.G. GeschlftsfObrer: Michael Müller, Verlagsdirektor (21 71) Dr. Wolfgang Spickermann, Chefredakteur (21 21) Stellvertretende Chefredakteure: Reiner Oschmann (24 11); Dieter Brückner (23 22f; Dr. Rolf Günther (2113); Gerd Prokot (2219 Ressorts: ...

  • Festnahmen in Giftgasaffäre

    Hamburg (ADN). Wegen des Verdachtes, an der Lieferung von Ausrüstungen für eine Giftgasfabrik in Irak beteiligt zu sein, sind am Freitag in der BRD sieben Personen festgenommen worden, meldet die Nachrichtenagentur Reuter. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden in Darmstadt erfolgten die Festnahmen im Zusammenhang mit Untersuchungen gegen Firmen in Hamburg, Hannover und im Bundesland Hessen ...

  • Wessen Geiseln?

    Unter den knapp 400 Franzosen, die Saddam Hussein in Irak und Kuweit festhält, seien auchjrund 30 Ingenieure und ^ Tech'niker, die Iraks Soldaten in der Handhabung und Wartung moderner Kriegstechnik unterweisen. Das teilte der staatliche Fernsehsender „Antenne 2" mit. Außenminister Dumas bezichtigte Bagdad bekanntlich der „Geiselnahme" ...

  • MICHAEL ROTHS

    der Waffenruhe im Krieg mit Iran, alle dabei erlittenen Materialverluste zu ersetzen. Noch 1990 machte Verteidigungsminister Chevenement Saddam Hussein seine Aufwartung. Reingefallen, könnten Zyniker sagen. Doch nicht nur angesichts der Sorge der Angehörigen um ihre Männer in Irak verbietet sich das ...

  • Ansehen der DDR-Regierung ist rapide gesunken

    dürften sich die Bürger der betroffenen Gemeinden nur teilweise anschließen können. Denn was sich nun als Sommerloch- Story entpuppte, brachte ihnen kräftige Nachteile, wie CDU- Volkskammerabgeordneter Hans- Ulrich Köhler, selbst in Hainspitzj zu Hause, deutlich machte. Bürgermeister berichteten, daß sich Interessenten für Gewerbeflächen zurückzogen ...

  • Statistik des Verschweigenss

    Die jetzige Beschäftigungsstatistik, die vom zuständigen Ministerium veröffentlicht wird, setzt leider noch immer die verhängnisvolle Tradition von Halbwahrheiten und des Verschweigens fort. Die Vernichtung von Arbeitsplätzen ist in Wirklichkeit noch dramatischer als offiziell verkündet. Denn über die Anzahl derer, die in die „Vorruhe" gehen oder dorthin bugsiert werden (die verdeckten Arbeitslosen mit enormen Einkommensverlusten und Verurteilung zur Untätigkeit) schweigt man sich aus ...

  • Vor Monaten hätte das keiner geglaubt

    Die Wende - Revolution möchte ich es nicht nennen — ist nun fast vorbei. Und (bis auf die Reisefreiheit und ein etwas besseres Warenangebot wurde praktisch nichts erreicht. Wenn vor einem halben Jahr jemand behauptet hätte, Liberale, SPD und CDU würden die Bewegungen des Herbstes kraft Gesetzes einfach ausstechen, dafür die Republikaner zulassen und für die „Stasi" eine umfassende Amnestie vorbereiten - nein, kaum einer hätte ihm geglaubt ...

  • Personalien

    Späte Heimkehr?

    Sensationell oder längst überfällig: Wie die sowjetische Nachrichtenagentur TASS meldete, erhielt Alexander Solshenizyn zusammen mit anderen Intellektuellen, unter ihnen die Autoren Lew Kopelew, Wladimir Woinowitseh, Wassili Axjonow, Georgi Wladimow, per Drekret des Präsidenten Gorbatschow die sowjetische ...

  • Kontroverser Konsens?

    Neuerdings gehört Latein zur Politik in ünserm Sein. Meinungsstreit gibt es nicht mehr, Kontrovers muß dafür her. Stimmt man endlich überein, soll's Konsens gewesen sein. Sollte man nicht konsentieren und verständlich deutsch parlieren? Volker Tille, Wilhelm-Pieck-Stadt Guben, 7560

  • Für unseren Rundfunk

    Ich wende mich dagegen, daß der zentrale Rundfunk der DDR zerschlagen werden soll. Wir brauchen ihn, weil er sich der Sorgen, Empfindungen, Hoffnungen sowie der Ängste der Menschen annimmt. Er ist eine unentbehrliche soziale und psychologische Komponente in dieser heutigen Ge-

Seite 3
  • Neuerliche Gewaltakte im südafrikanischen Soweto

    Johannesbure (ND-Gevers/AP/ AiDN). Auch am Freitag war die Situation in der von schweren Auseinandersetzungen erschütterten Schwarzensiedlung Soweto ■bei Johannesburg sehr gespannt, innerhalb von 24 Stunden kamen weitere 21 Personen ums Leben. Nach einer vorläufigen Bilanz haben die Gefechte rivalisierender Gruppen im Verlaufe einer Woche insgesamt 178 Todesopfer gefordert, über 700 Menschen wurden verwundet ...

  • Einigungsvertrag nach ^Fahrplan'

    Berlin (ND-Günther). Ungerührt vom Koalitionsknall und der Demontage seiner Regierung umriß Ministerpräsident Lothar de Maiziere am Freitag vor Journalisten den „Fahrplan" der Regierung für die Montag in Bonn beginnende letzte Verhandlungsrunde zum Einigungsvertrag. Ziehe die SPD ihre Vertreter zurüde, werde man auch ohne sie das Ziel eines Einigungsvertrages weiter verfolgen, ließ er wissen ...

  • Bundesmarine auf Konfrontationskurs zum Grundgesetz?

    Bonn. Fast vierhundert bundesdeutsche Solidaten sind zur Stunde an Bord von sechs Kriegsschiffen auf dem Weg nach Sunda Bay auf Kreta im östlichen Mittelmeer. Dies wird der erste Anlaufpunkt des Minensuchverbandes der Bundeswehr sein. Ob es allerdings auch die Endstation ist, gehört derzeit zu den in Bonn meistdiskutierten Fragen ...

  • Irak: Wer kritische Gedanken hegt, lebt gefährlich

    Wer sagt, daß er etwas anderes denkt als offiziell verordnet, wird eingesperrt, gefoltert oder sogar umgebracht. Das ist nach Meinung der Gefangenenhilfsorganisation amnesty international (ai) gängige Praxis in über 70 Ländern dieser Welt. In ihrer vor einer UNO-Untersuchungskommission jetzt in Genf abgegebenen Erklärung beschäftigt sich ai vor allem mit den Zuständen in Staaten der afro-asiatischen Region ...

  • Hildebrandt: Als nächste bin ich dran

    Die Ministerin für Arbeit und Soziales, Dr. Regine Hildebrandt, besuchte gestern das Magdeburger Sozialamt. Dort sprach ND- Redakteur Harald Kreibich mit ihr. Gestern erklärten Sie, Sie sähen den Austritt der SPD aus der Rerierunrskoalition für Sonntag als wahrscheinlich an. Welche Gründe gibt es dafür? Weite Teile der Fraktion und auch des Parteivorstandes sind der Meinung, daß die Basis für eine sinnvolle Koalition nicht mehr da ist ...

  • Jelzin für „ Wiedergeburt"

    Moskau (ADN). Der Parlamentsvorsitzende Rußlands, Boris Jelzin, hat den Sowjetdeutschen die Unterstützung seiner Republik zugesichert. In einer Grußbotschaft an die Delegierten der am Freitag in Moskau beendeten 3. Außerordentlichen Konferenz der Unionsgesellschaft der Sowjetdeutschen, „ Wiedergeburt", brachte der Politiker die Überzeugung zum Ausdruck, daß die nationalen Fragen der Sowjetdeutschen unter Berücksichtigung der Interessen aller beteiligten Seiten gelöst werden ...

  • NVA: Vertrauen schwindet

    Berlin (ADN). In den Truppenteilen der Nationalen Volksarmee gibt es einen deutlichen Vertrauensschwund zum Ministerium für Abrüstung und Verteidigung. Zu dieser Erkenntnis kam am Freitag nach einem Besuch der 9. Panzerdivision in Spechtberg bei Eggesin (Bezirk Neubrandenburg) der Parlamentarische Staatssekretär Bertram Wieczorek ...

  • Warnung vor dubiosen Firmen

    Westberlin (ADN). Fragwürdige Geschäfte westlicher Anlageberatungsfirmen mit DDR-Bürgern treiben nach Informationen der Westberliner Verbraucherzentrale traurige Blüten. Dubiose Unternehmen versprechen ihren Kunden Renditen von weit mehr als zehn Prozent, berichteten Vertreter der Verbraucherzentrale am Freitag auf einer Pressekonferenz ...

  • Pro Tag sterben 8000 Raucher

    Hamburg (ADN/dpa). Weltweit sterben pro Tag etwa 8000 Menschen an Lungenkrebs, der durch Tabakrauchen ausgelöst wurde. „In 50 bis 100 Jahren werden wir durch Rauchen mehr Tote haben als in allen Kriegen der Geschichte zusammen", warnte am Freitag der Präsident des 15. Welt-Krebskongresses, Prof. Carl G ...

  • UdSSR Großabnehmer für EG-Überschüsse

    Bonn (AP). Die Sowjetunion wird immer mehr zum Groß* abnehmer für Überschüsse bei Rind- und Schweinefleisch aus der EG und der Bundesrepublik. Diese Exporte in Drittländer würden traditionell subventioniert, um die Erzeugerpreise in der Europäischen Gemeinschaft zu stützen, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesernährungsministeriums, Wolfgang von Geldern, am Freitag in Bonn ...

  • Georgien berat über neues Wahlgesetz

    Moskau (ADN). Vor dem Hintergrund scharfer politischer Auseinandersetzungen und einer sich ausweitenden ökonomischen Krise begann am Freitag in Tbilissi eine Tagung des georgischen Parlaments? Im Mittelpunkt steht die Annahme eines neuen Wahlgesetzes auf der Grundlage eines Mehrparteiensystems. Die Gesetzesvorlage ...

  • USA gaben Basis an Griechenland zurück

    Athen (AIDN). Im Rahmen massiver .Kürzungen des USA- Verteidigungsbudgets ist am Freitag der bisherige USA- Stützpunkt Nea Makri in Griechenland der griechischen Armee zurückgegeben worden. Nach der von der 6. US-Flotte im Mittelmeer genutzten Basis Nea Makri soll die Hellenjikon Air Base bis April 1991 geschlossen werden ...

  • Sowjetischer Soldat tot aufgefunden

    Schwerin (ADN). Ein sowjetischer Militärangehöriger ist in der Nacht zum 17. August südlich der Fernverkehrsstraße 189 zwischen Perleberg und Weisen erschossen aufgefunden worden, teilte die Volkspolizei am Freitag mit. Im Zusammenhang mit der Untersuchung dieses Tötungsverbrechens bittet die Kriminalpolizei um Hinweise zu Personen' und Fahrzeugen oder andere Feststellungen, die in der genannten Nacht zwischen 1 und 4 Uhr auf der F 189 zwischen Perleberg und Wittenberges wahrgenommen wurden ...

  • Umschau

    Parlamentspräsidentin kritisiert Abgeordnete

    Berlin (ADN). Volkskammerpräsidentin Sabine Bergmann- Pohl hat das Verhalten von Parlamentsmitgliedern kritisiert. Ein entsprechendes Schreiben, das am Freitag in Berlin veröffentlicht wurde, erging an die Vorsitzenden aller Fraktionen. Insbesondere nach der jüngsten Tagung sei „von zahlreichen Bürgern in vielfacher Weise Mißfallen über das Auftreten einzelner Parlamentsmitglieder sowie das häufige Fehlen von Abgeordneten in den Tagungen" geäußert worden ...

  • Keine Sondermarken zur Herbstmesse

    Leipzig (ADN). Zur bevorstehenden Leipziger Herbstmesse werden keine Sonderpostwertzeichen herausgegeben, bestätigte das Ministerium für Postund Fern melde wesen am Freitag. Die neue politische Konstellation habe zu Änderungen im Plan für Briefmarkenemissionen geführt und eine derartige Würdigung von Messen in ein anderes Licht gerückt, hieß es ...

  • vertrag über künftigen Luftrettungsdienst

    Strausberc (ADN). Die ADAC Luftrettung GmbH und die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF) werden den Luftrettungsdienst in den künftigen DDR-Ländern übernehmen. Das sieht ein Vertrag zwi-1 sehen den Ministerien für Gesundheitswesen sowie für Abrüstung und Verteidigung der DDR und den beiden privaten Betreibern des öffentlich-» rechtlichen Luftrettungsdien* stes in der BRD vor, der in Strausberg unterzeichnet worden ist ...

  • FDP für schärferes Gesetz über die Außenwirtschaft

    Hannover (AP). Der sicherheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Olaf Feldmann, hat sich für eine Verschärfung des Außenwirtschaftsgesetzes eingesetzt. Er hege Zweifel, ob die aufgrund der Affäre um die libysche Giftgasfabrik Rabta „vorgesehenen verschärften Strafandrohungen ausreichen", erklärte Feldmann der „Neuen Presse" (Hannover) ...

  • Entwicklungshilfe gilt 7 Projekten in 5 Ländern

    Berlin (ADN). Die Betreuung und Weiterführung von Projekten in Entwicklungsländern hat ''Sieh der Entwicklungshelferdienst" der DDR ;/izur Aufsähe ■ gestellt, der ijetzt,.in Berlin gegründet wurde. Wie das Ministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit am Freitag weiter mitteilte, konzentriert sich die ...

  • Experten kommen, um NVA umzustrukturieren

    Bonn (AP). Eine Expertengruppe des Bonner Verteidigungsministeriums beginnt in der kommenden Woche im DDR-Verteidigungsministerium mit Vorarbeiten zur Umstrukturierung der NVA, deren Angehörige nach der deutschen Vereinigung dem neu zu schaffenden Territorialkommando Ost unterstellt sein sollen. Wie ...

  • Contergan-Opfer werden geschädigt

    Berlin (ND). Contergangeschädigte Bürger der DDR können beim Behindertenverband oder im Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit rückwirkend Ansprüche aus der Contergan-Stiftung geltend machen. Das wurde zwischen der Referatsleiterin im BRD- Ministerium Elke Kleinarth- Vogel und dem Präsidenten des DDR-Behindertenverbandes, Dr ...

  • Erstmals wieder ruhige Nacht in Monrovia

    Monrovia (dpa/ADN). Die Einwohner der vom Bürgerkrieg gezeichneten liberianischen Hauptstadt Monrovia haben zum Freitag erstmals seit Wochen eine ruhige Nacht verbracht. Unterdessen bereiten sich im Nachbarstaat Sierra Leone Soldaten der westafrikanischen Friedenstruppe auf ihren Transport nach Liberia vor, was nach Aussagen von Beobachtern ziemlich chaotisch ablaufen soll ...

  • Hubble-Reparatur soll 1993 erfolgen

    Washington (AP). Der Schaden an dem 1,5 Milliarden Dollar teuren Weltraumteleskop Hubble kann nach Angaben der US-Weltraumbehörde NASA 1993 behoben werden. Wie ein NASA-Mitarbeiter erläuterte, soll bei einem für Mitte 1993 vorgesehenen Weltraumfährenflug eine Kamera des Teleskops ausgetauscht werden ...

Seite 4
  • In Polens Schulen wird zum Gebet gerufen

    Gerade ist einer Weltanschauung in polnischen Schulen die Tür gewiesen worden, schon kommt, freundlich Kreuze schlagend, die nächste daher. Nachdem die Ausbildung in Marxismus-Leninismus im vergangenen Jahr abgesetzt wurde, absolvieren die Schüler und die Kindergartenkinder per Dekret des Bildungsministers ab September zwei Stunden katholischen Religionsunterricht pro Woche ...

  • Syriens Kritik an Bagdad eher gedämpft!

    Radio- und Fernsehapparate sind im abendlichen Damaskus wie üblich im Sommer auf beträchtliche Lautstärke gestellt. Aber weniger die sonst allgegenwärtige orientalische Musik ist zu hören, sondern immer wieder Nachrichten. Jede Entwicklung in der Golfkrise wird hier mit großer Spannung und Sorge verfolgt ...

  • Indianerschlacht am Ottawa: Golfplatz oder Friedhof ?

    Das Städtchen Oka am Ottawa, unweit von Montreal, der Hauptstadt der kanadischen Provinz Quebec, ist seit Wochen Schauplatz einer modernen Indianerschlacht. Krieger des Stammes der Mohawik, bewaffnet mit Maschinengewehren, blockieren die Mercier-Brücke, was täglich Tausende Pendler zu großen Umwegen zwingt ...

  • Zähes Ringen um Verständigung

    Johannesburg

    Angesichts der jüngsten Gewaltausbrüche in Südafrikas Ghettos scheinen alle Bemühungen um Fortsetzung des Dialogs und der Reformen am Kap gefährdet. Trotzdem wollen sich in den nächsten Tagen Vertreter der südafrikanischen Regierung und der Befreiungsbewegung Afrikanischer Nationalkongreß (ANC) in verschiedenen Komitees treffen, um das bedeutsame Pretoria- Abkommen zu verwirklichen ...

  • Datenbank überwacht weltweiten Waffenhandel

    Vom zentralen Wennergren-Center ist das Stockholmer Internationale Friedensforschungsinstitut (SIPRI) vor geraumer Zeit nach Solna, eine der nördlichsten Vorstädte, gezogen: in ein'malerisches Herrenhaus am nicht weniger malerischen Brunnsviken, einer der vielen „Lagunen" der schwedischen Hauptstadt ...

  • Palazzo Chigi plädiert für politische Lösung am Golf

    Wer konnte, ist in diesen Tagen in Italien vor der drückenden Sommerhitze ans 'Meer oder in die Berge geflohen. Nicht jedoch die Politiker. Die Krise am Golf sorgt für Sondersitzungen. Nachdem der Ministerrat Vorkehrungen getroffen hat, damit das EG- Handelsembargo gegen Irak von niemandem unterlaufen wird, und vorerst die Entsendung von drei Schiffen der Marine in das östliche Mittelmeer beschloß, treten am 22 ...

  • Mißwirtschaft bei der Westgruppe

    Moskau (ADN). Eine „allgemeine Atmosphäre der Gleichgültigkeit gegenüber himmelschreiender Mißwirtschaft" in der Westgruppe der Sowjetarmee beklagte die „Krasnaja Swesda" am Freitag. Das Blatt des sowjetischen Verteidigungsministeriums schilderte, wie Mitarbeiter der Militärstaatsanwaltschaft einen Millionenschatz in einer der Gar-? nisonen auf DDR-Gebiet entdeckten ...

  • Frau Bhutto verzichtet auf eine Klage

    Delhi (ADN). Die bisherige pakistanische Premierministerin Benazir Bhutto will ihre Entlassung durch Präsident Ghulam Ishaq Khan nicht vor Gericht anfechten. Wie sie in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „India Today" erklärte, wolle die von ihr geführte frühere Regierungspartei PPP die für den 24 ...

  • Regierungsbildung in Sofia verschleppt

    Sofia (ND/ADN). Die Bildung einer, neuen bulgarischen Regierung ist auch dieses Wo-" dienende nicht in Sicht. Angesichts-der Tatsache, daß seit dem 7. August der Bericht des Regierungschefs Lukanow von rund 20 Rednern im Parlament nur zerredet wurde und weitere 40 noch sprechen wollen, könnte sich nach Auffassung von Pressekommentatoren vom Freitag die Formierung des Kabinetts bis zum Oktober hinausschieben ...

  • Fluglahm

    Kritik an Verteidigungsminister Dmitri Jasow übt die „Rabotschaja Tribuna" am Freitag im Zusammenhang mit einem Flug des Marschalls der Sowjetunion nach Odessa. Eine ganze Stunde hätten Tausende Menschen in drückender Hitze in der gläsernen Abfertigungshalle warten müssen. Das gesamte Flugfeld sei abgesperrt, der zivile Flugverkehr vollständig eingestellt worden ...

  • Zukunftspessimismus in Ungarn steigt

    Budapest (ADN). Drei Monate nach den freien Parlamentswahlen in Ungarn rechnen 59 Prozent der Bürger mit einer weiteren Verschlechterung der Lebensumstände, berichtete „Magyar Hirlap" am Freitag. Laut repräsentativen Erhebungen des Budapester Instituts für Meinungsforschung hat sich der Teil der pessimistisch in die Zukunft blickenden Bevölkerung innerhalb von vier Monaten verdreifacht ...

  • Für Adriastrände Algengefahr gebannt

    München (AP). Die Algengefahr an den Adriastränden ist für dieses Jahr gebannt Der ADAC berichtete am Freitag in München, die Algen blieben diesmal aus, so daß für alle Urlauber an der Adria Entwarnung gegeben werden könne. Auch bei den letzten Beobachtungsflügen habe der von dem Autoklub beauftragte Meeresbiologe für die italienischen und jugoslawischen Badestrände keinen Algenschleim gesichtet ...

  • USA sagen Teilnahme an „Teamwork 90" ab

    Oslo (ADN). Die USA haben ihre Teilnahme an dem für September geplanten NATO- Manöver „Teamwork 90" in Norwegen abgesagt. Laut einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Oslo vom Freitag erfolgt der Schritt vor dem Hintergrund der amerikanischen Truppenkonzentration in der Golfregion. Bereits am Mittwoch hatten die USA ihre Beteiligung an einem NATO-Manöver, das im selben Monat in Dänemark und dem Norden der Bundesrepublik beginnt, zurückgezogen ...

  • In einem Satz

    IM INSELSTAAT TUVALU im Pazifik ist Cholera ausgebrochen — über 40 der 9000 Einwohner sind betroffen. NACH NIKARAGUA ist ein Neffe des 1979 von den Sandinisten gestürzten Diktators Somoza als erstes Mitglied des Clans nach elfjährigem Exil zurückgekehrt. MINDESTENS SECHS Menschen sind am Freitag in der indischen Millionenstadt Bombay beim Einsturz eines dreistöckigen Gebäudes getötet worden ...

Seite 5
  • Die Ära nach Karajan hat leis' begonnen

    Ein Werbeslogan verspricht, in Salzburg seien das ganze Jahr Festspiele1. Touristen aus alJer Welt sollen so angelockt werden. Man vertraut darauf, daß viele hoffen, vom Glanz der Salzburger Festspiele oder von ihrem Widerschein ein wenig abzubekommen. Noch immer ist dieses vor 70 Jahren durch Max Reinhardt und Hugo von Hofmannsthal mitbegründete Kunstfest für Akteure wie Besucher von großem Reiz ...

  • Ein neuer Anfang — nicht im Schloß und ohne Fahrgeldrückerstattung/

    Das 8. Poetenseminar der FDJ, ich erinnere mich genau, ist mein erstes gewesen. Als junger, hoffnungsvoller und beeinflußbarer Mensch war ich in eine Redaktionsstube geraten, deren Mannschaft von einem Tag zum anderen vor die Tür gesetzt worden war. Ein weiteres Heft, so war uns Neuen die Meinung des damaligen 1 ...

  • Literatur ist die einzige Erinnerung an das Leben, sie legt Empfindungen bloß

    J. Sie haben Philosophie, Soziologie und Sanskrit studiert. Wie kamen Sie auf Sanskrit? H. Ich bin in einem evangelischen Internat aufgewachsen. Alle meine Lehrerinnen und Lehrer waren Antifaschisten. Zu uns kam damals ab und zu Hermann Hesse. Er hat von Buddha erzählt. J. Nach dem Studium sind Sie durch Europa gezogen ...

  • Fernsehunterhaltung, in „Saurergurkenseit*

    Sie hat ihre iLieönaiber ebenso wie jedes andere Kunstgewerbe: die sogenannte „volkstümliche Musik". Aber wie die in Kupfer getriebenen, aus Ton geformten oder aus Holz geschnitzten Gegenstände des Wohnungsschmucks haben sie mit dem wirklichen Brauchtum, mit lebendiger Tradition kaum noch etwas zu tun, die Lieder aus „deutschen Landen", wie sie der Österreicher Karl Moilk in seinem „Musikantenstadl" immer wieder präsentiert ...

  • SCHRIFTSTELLERVERBAND.

    Der Schriftstellerverband der DDR sollte trotz gestrichener Mittel noch über den Jahreswechsel hinaus rechtsfähig erhalten werden. Dafür hat sich dessen Vorsitzender Rainer Kirsch in einem Brief (vom 5. August) an die Mitglieder des Verbandes eingesetzt. Die Mitglieder hätten die Möglichkeit, dem Verband Deutscher Schriftsteller (VS) beizutreten; für eine Übergangszeit seien Doppelmitgliedschaften möglich ...

  • Berliner Festwochen für die ganze Stadt

    BerlW <ND-Görtz).4)ber da« Pcör« gramm der 40. Berliner Festwochen, die am 1. September eröffnet werden, informierte am Freitag der Intendant der Berliner Festspiele GmbH, Dr. Ulrich Eckhardt, die Presse. Es umfaßt eine Fülle von Konzert-, Theater-, Ballettaufführungen und wird durch literarische Veranstaltungen sowie Ausstellungen ergänzt ...

  • Rundfunk

    Die Zukunft gehört um. Sonntag- 20.05 Uhr. Radio aktuell. Hörspiel international. Pavlos Matessis, Griechenland, hat ein satirisches Parabelstück über die Manipulierbarkeit von Menschen geschrieben.

Seite 6
  • Kulturkahlschlag im Einigungsvertrag programmiert

    Im Ausschuß Deutsche Einheit fragten sich Angehörige verschiedener Fraktionen, ob denn Aussicht bestehe, die jetzigen Formulierungen der Absätze zur Kultur — Artikel 28 (1) bis (8) - im Ent-> wurf des zweiten Staatsvertrags, auch „Einigungsvertrag" genannt, „durchzusetzen". Denn es war mitgeteilt worden, der genannte Artikel zur Kultur sowie die ihm folgenden zur Bildung Und zur Wissenschaft seien „im Prinzip unvereinbart" ...

  • D

    Sitzt die DDR-Regierung bald auf der IAO-Anklagebank?

    Die Vokabel „Berufsverbot" gibt es als solche nur im Deutschen — in allen anderen Sprachen muß mit Umschreibungen gearbeitet werden —, und es ist der Nation der Dichter und Denker nicht gerade als Verdienst anzurechnen, daß diese mittlerweile international und überall zu verstehen ist. Gesinnungsterror in dieser Form hat in deutschen Landen eine traurige Tradition - von Bismarck bis Kohl ...

  • Anzeigefrist für Landtagswahl am Montag beendet

    Berlin (ADN/ND). In der DDR sind die Vorbereitungen auf die ersten Landtagswahlen in die entscheidende Phase eingetreten. Mit dem Ende Juli in der Volkskammer verabschiedeten Ländereinführungsgesetz und dem Länderwahlgesetz besteht dafür der rechtliche Rahmen. Anfang August ernannte das Präsidium der Volkskammer mit Staatssekretär Dr ...

  • Linkes Bündnis ist beste Lösung

    Der Prozeß der Profilierung der PDS ist in vollem Gange. Nur sind die historischen Tempi offensichtlich viel rasanter als die Geschwindigkeit der inhaltlichen Selbstfindung der Partei. Die zielstrebig betriebene Übereilung des Zusammenschlusses beider deutscher Staaten stellt die PDS vor komplizierte Probleme ...

  • „Panikmacher* behalten Recht

    SicherHch, die Startbedingungen der neuen Regierung waren nicht einfach: eine abenteuerlich zerrüttete Volkswirtschaft und der Zwang, auf marktwirtschaftliche Grundlagen überzugehen. Fachkompetenz war gefragt, „Wohlstand für alle" war versprochen. Klarsichtige Politiker forderten einen gesteuerten Übergang zur Marktwirtschaft, einen stufenweisen deutschen EinigungsprozeC im Rahmen der europäischen Einigung ...

  • Niedersachsen

    Niedersachsen ist flachenmäßig das zweitgrößte Bundesland, und mit einer Bevölkerungsdichte von 152 Einwohnern pro km2, das am dünnsten besiedelte. Es grenzt im Norden an die Nordsee, im Nordosten an Schleswig- Holstein, Hamburg und Mecklenburg- Vorpommern, im Osten an Sachsen- Anhalt, im Südosten an ...

  • Donnerstar, 23. Aurust

    Hohenmolsen: ab 19 Uhr, Klub der PDS, stehen Experten zu Problemen des Sozialhilfegesetzes Rede und Antwort. Dresden: 19.30 Uhr, Haus der Kultur und Bildung, Matemistraße - Podiumsgespräch zum Thema „ökologische Prozesse und wir".

Seite 7
  • Tips

    FERNSTUDIUM. Die Sektion Rechtewissenschaft der Berliner Humboldt-Universität wandelt ihr Fernstudium für den Berliner Raum in ein Abendstudium um. Damit sind noch Nachimmatrikulationen für die XV. Matrikel mit Studienbeginn am 1. Oktober 1990 möglich. Bewerbungen nimmt die Sektion schriftlich und mündlich entgegen ...

  • Polikliniken und Privatpraxen vertragen sich

    werden sich unsere 62 Ostberliner Polikliniken auch in Zukunft halten können oder müssen sich alle dort beschäftigten Arzte nach westlichem Vorbild privat niederlassen oder gar total das Handtuch werfen? Diese Frage, die Mediziner, Personal und Patienten gleichermaßen seit Wochen beunruhigt, ist bisher noch nicht entschieden ...

  • Märkte auf der grünen Wiese

    Märkte auf der grünen Wiese Im Westen, hauptsächlich im dichtbesiedelten Rhein/Main-Gebiet, gehören sie seit Jahren zur Normalität. Nun fassen sie auch bei uns Fuß, die Super-Märkte auf der grünen Wiese vor den Toren der Stadt. Der erste namens „Massa mobil" wurde vor acht Tagen ia der Anrainergemeinde Gosen am südöstlichen Stadtrand „in Betrieb genommen" ...

  • Gespenstisches geht um

    Man kann sie nicht ernst genug nehmen, die Möchtegern- und die Real(?)-Politiker, die Gespenstisches an die Wand malen. „Berlin muß deutsch bleiben" knallen die Reps als Hauptkampflosung an den Bug ihrer Wahlmaschinerie. „Eine Belastung für die Berliner", formuliert feiner, aber nicht weniger deutlich die CDU West ...

  • Ein würdeloser Streit um wahltaktische Vorteile

    (ADN). „Die deutsche Einheit verkommt immer mehr zu einem würdelosen Streit um wahltaktische Vorteile und wird schwer belastet durch die Egoismen der großen westdeutschen Länder." Dieser historische Prozeß drohe zu einem Trauerspiel zu werden, sagte der Westberliner Regierende Bürgermeister Walter Momper (SPD) am Freitag auf einer Pressekonferenz im Rathaus Schöneberg ...

  • Einheitsausschuß für gemeinsame Tagung der Stadtparlamente

    Eine gemeinsame Sitzung des Abgeordnetenhauses und der Stadtverordnetenversammlung am 11. Oktober hat der Ostberliner Ausschuß „Einheit Berlins" vorgeschlagen. Vor dem Beiitritt der DDR zur BRD könnten folgende Punkte auf der Tagesordnung beider Parlamente stehen: Berichte der Bürgermeister über den Vereinigungsprozeß, Beauftragung von Magistrat und Senat, bis zur Bildung einer neuen Berliner Regierung gemeinsam zu amtieren, zukünftiger Sitz des Berliner Parlaments, Bezeichnung der Institutionen ...

  • Seid mißtrauisch, Leute!

    (ADN). Fragwürdige Geschäfte westlicher Anlageberatungsfirmen mit DDR-Bürgern treiben nach Informationen der Westberliner Verbraucherzentrale traurige Blüten. Dubiose Unternehmen versprechen ihren Kunden Rendite von weit mehr als zehn Prozent, wurde auf einer Pressekonferenz mitgeteilt. Vor allem in Geldanlagemöglichkeiten unerfahrenen Kunden wird empfohlen, bei „allzu exotischen, undurchsichtigen Firmenbezeichnungen, vor allem mit Sitz im Ausland" mißtrauisch zu sein ...

  • Neuer Schinkel-Beirat in Reinickendorf

    Der Westberliner Bezirk Reinickendorf will einen neuen Schinkel-Beirat ins Leben rufen, der aus Vertretern der Grundstückseigentümer, politischen und Mietervertretern zusammengesetzt sein wird. Der Beirat soll in der Trabantenstadt Märkisches Viertel Vorschläge zu Stadt-, Landschafts-, Verkehrs-, Bau- und Umweltplanung erarbeiten ...

  • Weniger Abfall aus Berliner Brauereien

    Jährlich fallen zwischen 3000 und 4000 Kubikmetern Kieselgurschlämme aus den sieben Brauereien in Ost- und Westberlin an. Sie werden als Siedlungsmüll entsorgt und belasten die Deponien. Wie diese zuvor als Filtrationsmittel eingesetzten Materialien wiederverwendet werden können, darüber verständigten sich Fachleute aus Ost und West ...

  • Haustarifvertrag bei Rewatex

    Auf einen Haustarifvertrag für die 2600 Beschäftigten der Berliner Rewatex AG haben sich am Freitag die Bezirksgeschäftsstelle Berlin der IG Textil-Bekleidung-Leder und die Rewatex-Geschäftsleitung geeinigt: Die Beschäftigten erhalten im September eine Ausgleichszahlung von 150 DM. Über die Erhöhung dieser Summe für die folgenden Monate wird erneut verhandelt ...

  • POLIZEINACHRICHTEN

    Toter aufgefunden

    Am Dienstagnachmittag wurde der 42- jährige Gaststättenmitarter Bernd Seh. in seiner Wohnung in Prenzlauer Berg, Kopenhagener Straße, tot aufgefunden. Da ein Verbrechen nicht auszuschließen ist, hat die Morduntersuchungskommission des Kri- .minalamtes Berlin die Ermittlungen aufgenommen. Seh. war 196 Zentimeter «roß, sehr schlank, hatte durtkle iglatte Haare mit Stirnedken, braune Augen, einen Backen- und Oberlippenbart ...

  • Westberlins Gefangene sollen mehr verdienen

    Für die Anhebung des Arbeitsentgelts bei Gefangenen hat sich die Westberliner Justizsenatorin Prof. Jutta Limbach (SPD) am Freitag beim „Tag der offenen Tür" in der Justizvol'lzugsanstalt Plötzensee ausgesprochen. An einer entsprechenden Gesetzesvorlage werde gearbeitet. Ein Strafgefangener verdiene pro Tag zwischen sechs und zehn Mark und siehe in einem teilweise ungeschützten Beschäftigunigsverhältnis ...

  • Sowjetische Studenten , helfen bei der Pflege jüdischer Gräber

    16 Studenten aus Sibirien — künftige Juristen, Ökonomen und Germanisten — helfen seit drei Wochen bei Auf räumungsarbeiten auf dem Friedhof der „Israelitischen Synagogengemeinde (Adass Jisroel) zu Berlin" in der Wittlicher Straße. Es erfordert große Anstrengungen, den Friedhof mit seinen 3000 Grabsteinen zu erhalten, äa Angehörige der To-- ten entweder im Ausland leben oder selbst in den' faschistischen Konzentrationslagern umgekommen sind ...

  • Sorbisches Dorf auf dem Breitscheidplatz

    Im Rahmen der EUROPARTY 1990, des großen Straßenfestes auf dem Kurfürstendamm, präsentiert Citroen erstmalig in Berlin das sorbische Dorf. In einer angedeuteten Dorfkulisse werden unter Mitwirkung des aus 100 Personen bestehenden Dorfensembles Bröthen aus der DDR am 18. und 19. August Sitten und Gebräuche sowie handwerkliche Traditionen der Sorben vorgeführt, so wie sie heute noch in der Lausitz gepflegt werden ...

  • Prenzlauer Berg soll eigenen Markt haben!

    Prenzlauer Berg soll nach dem Willen seiner Volksvertreter nun endlich auch einen eigenen Markt erhalten. Angedachte Standorte sind der Arnswalder Platz, die Stellflächen unter der Hochstrecke der U-Bahn in der Schönhauser Allee (Magistratsschirm) oder die Topsstraße. Auf der jüngsten Sitzung der Stadtbezirksversammlung wurden gegen die Wahl des Arnswalder Platzes oder des Magistratsschirm jedoch auch denkmalschützerische Bedenken laut ...

  • Balkon-Einstieg

    Am Donnerstagmorgen stiegen zwei unbekannte Männer — beide mit schwarzem Jagginganzug und weißen Turnschuhen bekleidet - über das offen stehende Balikonfenster einer 79- jährigen Bürgerin in Karlshorst, Hermann-Duncker-Straße, ein, banden der Rentnerin mit einer Schürze den Mund zu und stießen sie in den Flur ...

  • TADTUMSCHAU

    führt werden. Den Abschluß bildet eine Feier in der Westberliner Philharmonie im April 1991. Wie der Verband meint, setze er damit die Tradition einer humanistischen Erziehung zu Demokratie und Toleranz uneingeschränkt fort. Anmeldungen nimmt der Westberliner Freidenker-Verband ab sofort in der Hobrechtstraße 8, 1000 Berlin 44, oder telefonisch unter der Westberliner Nummer 6 23 70 34 entgegen ...

  • Raubüberfälle

    Am Donnerstag um 22.30 Uhr wurde Stefan L. aus Prenzlauer Berg von mehreren unbekannten Tätern in der Holzmarktstraße zu Boden gerissen, festgehalten und seiner Hüfttasche mit 720 DM Bargeld beraubt. Gegen 23 Uhr schlugen in der Hans-iLoch-Straße vier Männer, die zuvor einem PKW entstiegen waren, auf einen 23jährigen Vietnamesen ein und entwendeten seine Geldbörse mit etwa 1200,- DM ...

  • Jugendweihe in Ost- und Westberlin

    Der Westberliner Freidenkerverband will erstmals seit dem Mauerbau wieder eine Jugendweihe für alle konfessionslosen Jugendlichen aus ganz Berlin anbieten. Zur Vorbereitung der Jugendweihe finden Kurse statt, die in allen Bezirken Berlins durchge-

  • Einbrecher festgenommen

    Der Maurer Mike T. (24), aus Langeisheim (BRD) wurde auf frischer Tat gestellt, als er in die „Hafenklause" im Treptower Park einbrechen wollte. Auf sein Konto kommen weitere Einbruchdiebstähle. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Seite 8
  • Selten gelaufene Distanz war großer Renner

    WOLFGANG RICHTER und RAINER BEKESCHUS

    Von unseren Berichterstattern Eine Disziplin ist der absolute Außenseiter bei den Grand-Prix- Wettbewerben. Nach 17 Veranstaltungen in diesem Jahr standen die 1000 m der Frauen am Freitagabend beim ISTAF in Westberlin erstmals auf dem Programm. Christine Wachtel nutzte die selten gelaufenen zweieinhalb Runden zu einem Lauf in Weltrekordnähe ...

  • Berlins Kandidatur hat viel Gewicht

    Neues gab es nicht, und das war nach den zahlreichen Nachrichten, die über jeden Schritt des IOC- Präsidenten Juan Antonio Samaranch bei seinem zweitägigen Besuch in Berlin informierten, auch kaum zu erwarten. Sieht man von der marginalen Bemerkung Willi Daumes ab, daß zahlreiche Zugvögelschwärme das ...

  • Doppelstart für Falk Boden bei Rad- WM

    Falk Boden, der bereits in der Vierermannschaft steht, gehört auch zum DDR-Aufgebot für das Straßeneinzelrennen bei der Rad- , WM in Japan. Außerdem wurden nominiert: Heppner, Gottschling, Audehm, Dietz, Augustin. Sieger der 5. Etappe (174 km) der Sachsen-Radtour wurde der Leipziger Steffen Rein. In der Gesamtwertung führt weitet* der Niederländer Koerts ...

  • Ergebnisse

    FRAUEN: 100 m: 1. Ottey (Jamaika) 10,82, 2. Krabbe (DDR) 10,99, 3. Finn (USA) 11,13, 1000 m: 1. Wachtel 2:30,67, 2. Wodars (beide DDR) 2:31,73, 3. Melinte (Rumänien) 2:31,35, .,.5. Mai 2:32,77, 7. Kießling (beide DDR) 2:36,21, 100 m Hürden: 1. Ewanje-Epee (Frankreich) 12,79, 2. Jurkowa (UdSSR) 12,80, 3 ...

  • Magerer Auftakt der Titelkämpfe

    Dresden (ND). Der Auftakt der 41. DDR-Meisterschaften in der Leichtathletik kollidierte zeitlich mit dem ISTAF. Die Folge: dürftige Leistungen, magere Zuschauerzahlen. Für das beste Resultat im Heinz-Steyer-Stadion sorgte Kerstin Behrendt, die Doppelweltmeisterin Silke Möller in 11,17 s bezwang. Diskusweltrekordler Jürgen Schult holte sich seinen achten Meistertitel ...

  • Keine Ahnung, wie er darauf kommt

    Exnationalspieler Peter Ducke behauptete, die Umfrage nach den besten Fußballern der DDR anläßlich des 40. Jahrestages sei manipuliert worden. Er und nicht Jürgen Croy hätte die meisten Stimmen in der Leser-Umfrage des Fachorgans „Fußball- Woche" erhalten.. Der damalige Chefredakteur Jürgen Nöldner sei vom DTSB angewiesen worden, den Querulanten Ducke nicht an die erste Stelle zu setzen ...

  • Kannst du dir erklären, wie Peter Ducke zu der Behauptung kommt?

    Ich habe keine Ahnung. Er war damals gerade operiert worden und lief an Krücken, deshalb wollte er zur Auszeichnung gar nicht kommen. Ich habe ihn angerufen, ihm gesagt, daß er zu den Besten gehört und daß es schön wäre, wenn er kommen könnte. Er war dann auch im SEZ dabei und war, wie er mir versicherte, sehr froh darüber, denn es hatte ihm sehr gut gefallen ...

  • wie viele Leser hatten sich denn an der Umfrage beteiligt?

    TSs war überhaupt keine Leserumfrage. Wir haben etwa 100 Trainer und, Alt-Internationale, aktive Fußbäller, Schiedsrichter und dem Fußball verbundene Prominente persönlich um ihren Tip gebeten. Jeder sollte die nach seiner Meinung sechs Besten nennen.

  • Zum Beispiel?

    Intensiveres Krafttraining, spezielle Schulung der Lauftechnik und weniger Wettkämpfe als in der Vergangenheit. Seltsamerweise macht mir die „Arbeit am Eisen" Spaß. Zur Zeit sind kleine Serien mit großen Gewichten dran.

  • Sie waren nicht nur schnell, sondern liefen auch locker. Wie macht man das?

    Das kommt daher, weil ich über genügend Kraft verfüge. Ich glaube, ich bin momentan stärker als irgendjemand sonst über die Sprintstrecke. Ein neuer 200-m- Weltrekord ist eventuell dieses Jahr noch drin.

  • Hat der DTSB in irgendeiner Weise Einfluß auf das Resultat genommen?

    Wir haben die Umfrage absolut selbständig gemacht, der Fußballverband oder der DTSB hatten nichts damit zu tun, und sie haben das Ergebnis erst aus der Zeitung erfahren.

  • Was ist Ihr Schnelligkeitsgeheim-

    nis? Nun, ich laufe bereits einige Jahre und war meistens unter den zehn Besten der Welt. Jetzt habe ich erst den richtigen Durchbvuch erreicht.

  • Merlene: Neuer Weltrekord noch möglich

    Merlene Ottey aus Jamaika gewann die 100 m in der guten Zeit von 10,88 s. Wir sprachen mit der Karibik-Schönheit.

  • Man erzählt, die Liebe führte erst zum richtigen Tempogewinn.

    Die Liebe ist immer stimulierend. Mein Freund, der italienische Sprinter Stefano Tilli betreut midi auch.

  • Merlene Ottey hat also keine Schwächen?

    Doch, doch. Der Start ist noch lange nicht explosiv genug. Wenn er gelingt, habe ich noch viel Reserven.

  • Wie war damals das Abstimmungsergebnis?

    Jürgen Croy hatte mit 683 Punkten vor Peter Ducke, der auf 407 Punkte gekommen war, gewonnen.

  • Wann werden Sie sie besuchen?

    Wenn ich den Grand;Prix gewonnen habe. Ich komme nicht gern mit leeren Händen zu-Besuch.

  • Hat der neue Trainer ein anderes Konzept, Sie an Superleistunren heranzuführen?

    Ja, mein Trainer Plieno Castrucci hat schon Klasse- Seine Methoden gefallen mir.

Seite 9
  • HILFE, DIE SEKTEN KOMMEN

    Offensichtlich scheinen zahlreiche Sekten, die in der BRD niedergelassen sind, zu einer Art Werbekreuzzug in die DDR ausgezogen zu sein. Verwirrt betrachten nun die DDR-Bürger in den Straßen unserer Städte Prediger und Gesangsgruppen, die ums Seelenheil werben: Er,,,der DDR-Bürger, kann sich im Wirrwarr dieser bei uns bisher unbekannten Organisationen nicht zurechtfinden ...

  • Neugermanische Sekten scharen sich ums Hakenkreuz

    Frau Schipmann, um mal bei diesem Thema zu bleiben. Wir wissen ja, daß fast alle wesentlichen Elemente der Naziideologie, das NS-Symbol, das Hakenkreuz usw. aus derartigen Kult-Sekten stammen, und die Mitgliederliste des damaligen berüchtigten Thule- Ordens fast identisch mit der Nazi-Führung war. Mitglieder dieses Ordens waren u ...

  • Lernen, mit religiös Andersartigen umzugehen

    ...und wo liegen die Gefahren, die die Gesellschaft im Auge behalten muß? Erstens in dem bereits genannten Totalitarismus, der in religiöser Verbrämung auftritt und sehr antidemokratische, gesellschaftsfeindliche Auswirkungen und Auswüchse haben kann. Zweitens: Obwohl wir die Gruppen, die sich mit therapieähnlichen Techniken beschäftigen, kaum besprochen haben, muß ich auch sagen, daß durch Meditationen suchtkranke Abhängigkeiten entstehen können ...

  • Tausend Anhänger folgten Prediger Jones in den Tod

    Und warum, Frau Schipmann, beobachten Sie dann trotzdem so aufmerksam diese neureligiösen Organisationen? Zahlreiche Gruppen beherbergen ein beträchtliches Konfliktpotential, beispielsweise verfügen manche Gruppen über ein sogenanntes „rettendes Prinzip", welches die Errettung der Menschheit aus fast allen Übeln ermöglichen soll ...

Seite 10
  • Der große „Immoralist"

    Es gebe auch ein nichtmenschliches Denken der Materie, und der Mensch sei nicht nur ein Individuum, sondern auch das fortlebende Gesamtorganische, er sei selbst Natur, die in ihm fortlebe. Er will nicht nur die geistigen Werte der Menschheitsgeschichte erhalten, sondern das ganze Erbe der Jahrmillionen, im Vergleich mit denen die Weltgeschichte als ein „Lächerlicher kleiner Ausschnitt" des menschlichen Daseins, als ein „Lärm um die letzten Neuigkeiten" erscheint ...

  • Gab es Planwirtschaft?

    Bestimmt hätte die ehemalige SED-Führung in diesen Tagen auf mehr als vierzig Jahre erfolgreiche Wirtschaftsplanung in der DDR verwiesen, wäre nicht alles ganz anders gekommen. Denn vor vier Dezennien fand der III. Parteitag der SED, der Parteitag des ersten Fünfjahrplanes, statt. Doch hatte die bisherige ...

  • HERBERT SCHOENENBVRG Viele modische Vorurteile

    Das „Scheitern des von Lenin begründeten Kommunismus..." — so wenige Worte gebrauchen Sie, Herr Mende, und so viele (modische) Vorurteile enthalten sie. Kommunismus als Idee, als Moral, als Verhaltensweise ist auf der Welt, seit es Arme und Reiche gibt. Er steckt in mehr Bibelworten, als „christlichen" Marxtötern und Kommunistenfressern lieb ist, nicht nur in der Bergpredigt ...

  • Konflikt mit der Behörde

    In meiner Dissertation „Nietzsche und die Dekadenz" hatte ich einige Jahre zuvor geschrieben, die Entwicklung kenne keine Grenzen, man müsse über Kant, Hegel und Goethe hinaus etwas „Noch-nie-Dagewesenes" schaffen. Ich zerwarf mich mit meinem Doktorvater Prof. Alfred Bäumler, weil meine materialistische Sicht mit dem Nietzsche- Bild der Nazis nicht zu vereinbaren war ...

  • Nietzsche: „Ich beschwöre euch, meine Brüder, bleibt der Erde treu66

    gen wir, dem Dogma verfallen, unbeachtet ließen, versöhnen und ein neues Verhältnis zu ihm gewinnen. Sogar ein Johannes R. Becher glaubte an das irdische Paradies, wie dies aus seinen postum veröffentlichten Tagebuchaufzeichnungen zu den Ereignissen in Ungarn 1956 hervorgeht. In ihnen bekennt er sich erneut zu Nietzsches Auffassung vom tragischen Lebensgefühl ...

  • HERRMANN Schulzendorf, 1603 Berechtigte Warnungen

    Ich bin nicht sicher, ob es ein Grundfehler der Linken war, bei der nationalen Frage die Initiative den Konservativen zu überlassen. Ich denke aber, daß die Bedeutung, die diese Frage im Bewußtsein der Menschen spielt, sehr unterschätzt wurde. Doch die PDS sollte nun auch nicht ins andere Extrem verfallen ...

  • . . . „erneuerter Affe"?

    Die Bezeichnung der PDS durch Gustav Just als „erneuerte SED" ist sehr fragwürdig. In bezug auf die PDS von einer „erneuerten SED" zu sprechen ist das gleiche, als wenn man in bezug auf die Menschwerdung des Affen vom „erneuerten Affen" reden würde. Ich stimme Gustav Just zu, daß schöpferische Kritik des Leninschen Ansatzes (vor allem in der Politik), der „realsozialistischen" Praxis, verbunden mit der Schlußfolgerung, wodurch beide zu ersetzen sind, entscheidende Aufgaben der PDS darstellen ...

  • Kommunismus als Idee steckt schon in vielen Bibelworten

    Nicht nur zu Gustav Justs Artikel „Kautsky und Lenin in einem Programm?" (ND vom 14.115. Juli) erreichten und erreichen uns eine große Zahl von Zuschriften. Auch zu Hans-Jürgen Mendes Beitrag „Sich als Mitgestalter der Einheit begreifen ..." ist das Leserecho heftig. In beiden Fällen schreiben uns Leser vor allem Überlegungen zum Selbstverständnis der Linken ...

  • Lebensgefühl voll Tragik

    Was hat uns nun heute der Übermensch Nietzsches zu sagen? Der Besieger Gottes und des Nichts? Wir in der DDR haben gelernt, ohne Gott zurechtzukommen, jetzt kommt es darauf an, mit dem auf uns einstürmenden Nihilismus fertig zu werden. Nachdem wir unseren Traum vom Paradies auf Erden ausgeträumt haben, ...

  • Radikalismus, der schadet

    ...

Seite 11
  • HAVANNA, verblühte Schöne

    der Zange, gerade raste ein Bus vorbei. „Ist das nicht eine tolle Wohnung? brüllte Maria stolz, und ich nickte, einen Kloß im Hals, nickte und dachte an das Loch, indem sie — wie du berichtet — zuvor mit ihren Söhnen gehaust. Sogar ein Telefon existierte. Der Apparat ließ ein unbestimmtes Summen hören ...

  • OSCHMANN

    bevor Lady Di zu ihm ans Krankenlager geeilt kam) sorgte das Fernsehen mit der Nachricht, Charles scherze trotz heftiger Schmerzen mit den Schwestern, für allgemeine Erleichterung. Meldungen vom und über den Königshof erfreuen sich immer noch beträchtlicher Popularität. Kein Wunder deshalb, daß die zu Ehren des 90 ...

  • Las Casas

    Was für eine Oase inmitten von Schmutz und Lärm, diese verträumten Plätze der Eroberer, stille Patios in schwerem Mauerngeviert, Höfe, wo die Jahrhunderte in romantischen Brunnen vertropfen. Die Statue des Kolumbus, im Patio des Palastes der Generalkapitäne, schien um Juana zu wehklagen, wie bist du verkommen, mein Mädchen, in den letzten halbtausend Jahren — Juana, die man später Cuba nennen sollte ...

  • Auch Manchester mit Mut zum Träumen

    Von

    Castlefield wird aufwendig restauriert, auch in der Hoffnung auf Tourismus. Die verrotteten Kanalwege werden entschlackt, einstige Lagerhäuser — dem architektonischen Original verpflichtet — umgerüstet und ausgebaut: Die ehemalige Baumwollbörse, in der Engels aus- und einging, ist so seit längerem ein ...

  • REINER

    merte britische Öffentlichkeit mit der prominent vermeldeten Nachricht, Prinz Charles sei beim Polo-Spiel vom Pferd gestürzt, auf den harten Boden der Gegenwart zurückgeholt wurde. Das Mißgeschick sollte noch mehrere Nachrichtensendungen füllen helfen, Charles hatte sich schließlich den Arm gebrochen ...

  • Sie hofft auf einen Kuß des Bärtigen, der sie aus ihrer Agonie erlöst

    Las Casas über Kolumbus am 28. Oktober 1492

Seite 12
  • Bisexualität — ein umstrittener Begriff

    In Meldungen über die AIDS- Epidemie taucht heute oft eine „besonders gefährdete Gruppe" auf: die „homosexuellen und bisexuellen Männer". Was für ein Sexualverhalten verbirgt sich hinter dieser Bezeichnung? Tatsächlich weiß die Wissenschaft bis heute nicht genau, wie viele bisexuelle Menschen es gibt, und genaugenommen ist selbst der Ausdruck „bisexuell" umstritten ...

  • Ozonkonzentration — eine Gesundheitsgefahr?

    (ND-Hannes). Nach Berichten aus der BRD habe die Ozonbelastung der Luft infolge der erhöhten Sonnenstrahlung der vergangenen Wochen zugenommen. Das könnte mitunter zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Ozon ist ein normaler Bestandteil der Luft. Er kann auch in bodennahen Bereichen aus sogenannten Vorläufersubstanzen, beispielsweise Stickstoffoxiden und Kohlenwasserstoffen, gebildet werden ...

  • Hüben wie drüben: zu fett

    (ND-Hannes). Auch in der BRD ißt man trotz aller Aufklärungsversuche über ernährungsbewußtes Verhalten zu fett und zu cholester.inreich. Deshalb - so erklärt Hermann Mühlbeyer, Staatssekretär im baden-württembergischen Gesundheitsministerium, auf einer Tagung in Stuttgart - müßten jährlich rund 42 Milliarden DM allein für die Behandlung von ernährungsbedingten Krankheiten aufgewendet werden ...

  • Fehlschliff am Spiegel

    (AP/ADN/ND). Bei der Suche nach den Ursachen für das Versagen des Hubble-Weltraumteleskops, das 1,5 Milliarden Dollar gekostet hat, sind Fachleute der amerikanischen Weltraumbehörde NASA jetzt auf einen erstaunlichen Irrtum bei der Justierung der Schleifmaschine für die Teleskopspiegel gestoßen. Wie ein Untersuchungskomi tee der NASA mitteilte, fand sich im Spiegelsystem des Justiergeräts der verwendeten Schleifmaschine eine Abweichung von einem Millimeter ...

  • Molekularbiologen gefragt

    (ND). Das Zentralinstitut für Molekularbiologie der Akademie der Wissenschaften (ZIM) wurde Anfang Juli in das „Globale Netzwerk für Molekular- und Zellbiologie" (MCBN) der UNESCO aufgenommen. Als Begründung werden in der an den Direktor des Institutes, Prof. Dr. Günter Pasternak, gerichteten Aufnahmebestätigung ...

  • Transfusion über die Nabelschnur

    (ADN). Amerikanische Ärzte haben am Montag einem vierjährigen Jungen Blut aus der Nabelschnur seiner neugeborenen Schwester injiziert, um ihn von einer seltenen und tödlichen Form von Blutkrebs zu heilen. Wie die Mediziner des Johns-Hopkins- Zentrums in Baltimore im US- Bundesstaat Maryland mitteilten, wurde eine solche Transfusion damit erstmals zur Therapie von Leukämie* vorgenommen ...

  • Pharusbeobachter

    (ND). Mit einem fliegenden Radar wollen niederländische Forscher zur Erkenntnis der landund forstwirtschaftlichen Lage auf der Erde beitragen. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt der Forschungsanstalten TNO, des Luftfahrtinstituts NLR und der Technischen Universität Delft mit der Bezeichnung PHA- RUS (Phased Array Universal Sar) ...

  • Brunnenlauscher

    (ND). Unterirdische Wasserstände können zentimetergenau mit einem elektronischen Horchgerät abgelauscht werden. Das Gerät ist in Holland bei TNO von Geoforschern und Physikern entwickelt worden. Es mißt die Zeit, die ein SchaUsignal braucht, um die Strecke zwischen dem Ende eines Steigrohrs und dem Wasserspiegel zurückzulegen, wobei gleichzeitig die auf die Schallgeschwindigkeit einwirkende Umgebungstemperatur berücksichtigt wird ...

  • Blindencomputer

    (ADN). Für die Erfindung und Weiterentwicklung eines Laptop- Computers für Blinde ist dem in der Tschechoslowakei geborenen australischen Ingenieur Milan Hudecek der mit 20 000 australischen Dollar dotierte Konstruktionspreis der Universität Sydney verliehen worden. Hudecek hatte seine „Eureka A4" genannte Neuentwicklung 1987 vorgestellt und sie inzwischen ständig weiterentwickelt ...

  • Augenrettung

    (ADN). Eine neuartige, in der Augenklinik der Technischen Hochschule Aachen entwickelte Frühbehandlung kann auch nach schwersten Verätzungen oder Verbrennungen das Auge retten. Sie basiert im wesentlichen auf der sogenannten Tenonplastik, einer Verpflanzung eigenen gesunden Gewebes vom Auge, und wurde bisher bei 26 Patienten angewandt ...

  • Platzangst

    (ADN). Zwei bis drei Millionen erwachsene Bürger der BRD leiden ständig oder zumindest über längere Zeit an Platzangst. Unter ihnen sind zwei Drittel bis drei Viertel Frauen. Die Ängste können so schlimm werden, daß die Betroffenen die eigene Wohnung nicht mehr verlassen, weil sie sonst in Panik geraten ...

  • Leukämiefaktor

    (ND). Leukämiezellen enthalten einen Faktor, der Arzneimittel aus ihrem Inneren herauspumpt, so daß Therapien oft nicht greifen. Diese Entdeckung niederländischer Krebsforscher führte zu dem Therapiekonzept, Leukämie mit Pharmaka gegen diesen Pumpeffekt und gegen die Blutkrankheit zu bekämpfen.

Seite 13
  • Gefahren für die UdSSR

    Jahrzehntelang wurde als deutsches Hauptmotiv für den Abschluß des Nichtangriffsvertrages von sowjetischen Historikern die These vertreten, Hitlerdeutschland habe eine Auseinandersetzung mit Sowjetrußland gefürchtet und sei deshalb vorerst den leichteren Weg einer Auseinandersetzung mit den Westmächten gegangen ...

  • Staatsstreich oder frei gewählt?

    Steffie Spira hat doch recht mit ihrer Bemerkung in einem Interview, daß Hitler vom deutschen Volk frei gewählt worden war. In einem Leserbrief auf der Geschichtsseite vom 273. Juni 1990 wurde dies bestritten. Bei den Reichstagswahlen am 6. November 1932 erhielt die NSDAP 11 737 000 Stimmen, also 33,1 Prozent der Wählerstimmen ...

  • Julia, du bist schauderhaft!

    Julius ist ein schöner Vorname, Julia ein noch viel schönerer. Sie sind römischen Ursprungs, aber sie waren in Rom keine Vornamen, sondern GeschlecfUsnamen. Mit Vornamen war es bei den Römern etwas dürftig bestellt: Es gab nur neunzehn männliche. Sie wurden abgekürzt (zum Beispiel Gaius, ursprünglich Caius = C, Marcus = M ...

  • VII. KI-Kongreß war kein Geheimkonzil

    „Die hoffnungsvollen neuen Denkansätze in der Komintern 1935'' war ein Artikel (ND vom 2B./29. Juli 1990, Seite 13) überschrieben, der mich zu den folgenden Bemerkungen anregte. Manches muß gewiß „kritisch hinterfragt werden", so auch dieser Beitrag. Die bisherige Einschätzung, wonach der VII. Weltkongreß, „eine Wende in der Politik der KI" gebracht habe, bleibt m ...

  • Bis heute unauffindbar

    Im April 1946 - als im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozeß die Rede auf das Geheime Zusatzprotokoll kam — ließ Molotow das gewichtige Dokument durch Sonderbeauftragte in Verwahrung nehmen. Seitdem ist es für die sowjetische historische Forschung nicht mehr auffindbar. Bis zum 27. Dezember 1989 bestand noch der Verdacht, es handele sich hier um historische Falsifikate ...

  • Antifa-Mahnstätte vor dem Aus?

    Bei einem Besuch in der Mahnr und Gedenkstätte Wöbbelin, die an der F6 zwischen Ludwigslust und Schwerin an die 5000 Opfer des Außenlagers Reiherhorst vom KZ Neuengamme erinnert, erfuhr ich von einem besorgniserregenden Vorgang. Am 31. Juli bekam der Leiter dieser Antifa-Mahnstätte vom Museum für Deutsche Geschichte zwei Schreiben ...

  • Den Gewinn verspielt

    Die zwischen Sommer 1939 und Mai 1940 bestehende enge politische, militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Nazideutschland und Stalinrußland beeinträchtigte vor allem das politische Ansehen des bislang als Vorkämpfer gegen den Faschismus angesehenen sowjetischen Staates und seiner kommunistischen Partei ...

  • WochenCHRONIK

    14. August 1040: Macbeth wird König von Schottland. Dazu hatte — folgt man Shakespeares Macbeth-Drama — der Fürst von Moray, machtbesessen und von seiner Gattin angestachelt, den bei ihm zu Gast weilenden König Duncan im Schlaf ermordet. In Wirklichkeit verlor Duncan in einer Schlacht Leben und Krone ...

  • Gegen das Völkerrecht

    Die völkerrechtswidrigen und amoralischen Normen Stalinscher Sicherheitspolitik gingen nunmehr in Übereinstimmung mit der Nazipolitik von der Auslöschung des polnischen Staates aus, des — wie Molotow ihn bezeichnete — „Bastards des Versailler Vertrages" Sie gipfelten in der Anmaßung nationalsozialistischer und sowjetischer Politik, daß Großbritannien und Frankreich die neue Ordnung in Osteuropa anzuerkennen hätten, wenn sie sich nicht des Vorwurfs der Aggressivität zeihen lassen wollten ...

  • Ein Vertrag zwischen Legende und Wirklichkeit

    Mehr als ein halbes Jahrhundert ist vergangen, seitdem in der Nacht vom 23. zum 24. August 1939 der sowjetische Außenminister W. M. Molotow und sein deutscher Amtskollege Joachim von Ribbentrop im Moskauer Kreml zwei diplomatische Dokumente unterzeichneten: den Nichtangriffsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken und ein Geheimes Zusatzprotokoll, über dessen Inhalt sich beide Vertragspartner Vertraulichkeit zusicherten ...

  • Geheimnisvolle Brände

    Vor einigen Tagen klang es nach einer Sensation: Innenminister Diestel erklärte, daß man wahrscheinlich das Bernsteinzimmer gefunden hat. Das Geschenk des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm I. an Zar Peter I. hatten die Faschisten im okkupierten Teil der Sowjetunion 1942 geraubt. Die Information erwies sich als „Flop" ...

Seite 14
  • Gebrechen und Huld

    zogen, einmal, behauptet sie, bis Augsburg und wieder zurück. Im Frühsommer, und es ist wieder Sonntag nachmittag, holen wir unseren alten Zeltwagen aus der Scheune, der dort überwintert hat, und schlagen den Deckel auf: Jubel, Modergeruch, aus Matten und Planken flüchten Asseln und kleine Spinnen. Dann ...

Seite 16
  • Line Menge Melonen auf dem Markt

    Zum Thema Melonen sandte unser Leser Günther Siebert aus Potsdam einen Beitrag. Das Warenangebot im Obstund Gemüsehandel ist sehr vielseitig geworden. Die „Fachfragen" an die Verkäuferin sind es ebenso. Zum Beispiel: Worin besteht der Unterschied zwischen Wasser-Zucker-Melone und Honigmelone? Die Wassermelone oder Arbuse genannt, ist die Frucht einer einjährig wachsenden Pflanze der Familie Cucutbitaceae und heißt botanisch: Citrullus Ianatus (Thunb ...

  • i

    Die Alternative im Ränzlein

    Bei der Vorbereitung des Schulbeginns sollte man auch an Umweltschutz denken. Stifte in allen erdenklichen Modefarben stehen beim Nachwuchs hoch im Kurs. Eine Menge von Tintenkulis, Faserschreibern und Einwegkugelschreibern wird angeboten. Die Umweltschützer sind von diesen Schreibgeräten weit weniger begeistert: Wegwerfprodukte, die nicht nachgefüllt werden können und schnell auf dem Müll landen ...

  • München und Maximilian I.

    Städtebilder auf Münzen sind Meisterwerke der Stempelschneidekunst und der bildlichen Wiedergabe. Vor genau 350 Jahren prägte der bayerische Kurfürst Maximilian I. das Stadtbild von München auf einem besonders seltenen goldenen fünffachen Dukaten. Mit der Einführung der Großsilbermünzen zu Beginn des 16 ...

  • Zuckersüßes

    Wenn der Mensch nicht mehr in die Jeans paßt, hilft nur: mehr Bewegung oder weniger essen. Letzteres bezieht sich in erster Linie auf alles Süße zwischen den Mahlzeiten. Schokolade, die jetzt wesentlich billiger ist, sollte nicht so nebenbei am Fernseher verdrückt werden. 100 g Vollmilch-Schokolade enthalten 560 kcal, die vorm Fernseher nicht um-, sondern angesetzt werden ...

  • BARBARA SCHNEIDER Urlaubszeit — Diebeszeit

    Urlaubsstimmung macht oft leichtsinnig. Und so werden Jahr für Jahr Wohnungen und Häuser von Einbrechern ausgeräumt. Von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Westberlin erhielten wir dazu folgende Ratschläge. Das sollten Sie vor dem Urlaub tun: Bitten Sie Nachbarn) oder Freunde, Ihre Wohnung zu betreuen, damit sie einen bewohnten Eindruck macht ...

  • Ratgeber für jedermann

    Auf unserer Ratgeberseite vom 28729. Juli hatten wir unter dem Titel „Moderne Diät" das Kochbuch „Cholesterjnspiegel senken" vom Gräfe und Unzer Verlag München vorgestellt und zur Verlosung an einen unserer Leser ausgeschrieben. Aus sagenhaft viel Post wählte Fortuna Familie Rother aus Strausberg aus ...

  • Greenpeace mit „Himmel und Hölle" unterwegs

    Kreuz und quer durch die Bundesrepublik fährt das Greenpeace-Energieschiff ,,'MS Rübezahl". Bis nach Basel und Luxemburg führt die Reise, die voraussichtlich im nächsten Jahr in Berlin enden soll. Überall wo Wasser ist, kann „Himmel und Hölle" besichtigt werden. Eine Ausstellung mit gegensätzlichen Konzepten zur Energiepolitik ...

  • Attraktive Welt der Familie

    Die Europäische Verbraucher- Ausstellung „Welt der Familie" findet vom 15. bis 23. September 1990 in Saarbrücken statt. Präsentiert wird ein nahezu geschlossenes Angebot an Konsum- und Gebrauchsgütern der Bereiche Wohnen, Bekleidung, Gesundheit, Körperpflege, Ernährung, Haushalttechnik, Baubedarf, Garten und Freizeit, Hobby- und Geschenkartikel ...

  • ALLERLEI Sponsoring für van-Gogh-Kenner

    „Ü,ber van Gogh schreiben" ist der Titel eines Schülerwettbewerbs, den das Museum Folfcwang in Essen ausrichtet. Anläßlich der Ausstellung „.Vincent van Gogh und die,Moderne" können Schülerinnen .und Schüler bis zum 4. November Reportagen, Kommentare, Glossen oder Interviews zum Thema van Gogh einsenden ...

  • MODELLBAU AUSSTELLUNG

    nach Berlin. Erzeuger und Importeure sowie der Fachhandel werden einen Überblick aus dem • Bereich Modellbau, Hobby und Basteln geben. Über 5000 private Modellbauer, sowie in- und ausländische Clubs haben sich bereits für diese Veranstaltung angemeldet.

Seite
Leiharbeiter mit gefälschten Papieren Nun also: General Frühling? ANDRE BRIE Pentagon legte „Abfangzonen" für Schiffe int Golf fest Schewardnadse—Genscher: DDR-Anschluß perfekt SPD: Koalitionsbruch für den Sonntag programmiert Donnerstag am Telefon: die Post Trabi schlägt alte Westautos ISTAF: Schnelle Christine Kriegsrecht in Knin Vietnamesen streiken USA-Handelsdefizit sank
Jahrgänge durchstöbern
1946 | 1947 | 1948 | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990
Tagesausgabe wählen