21. Okt.

Ausgabe vom 15.11.1963

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  • Der Verlauf der 2. Sitzung

    Berlin (SD). Zu ihrer 2. Sitzung trat die Volkskammer der DDR am Donnerstag um 9 Uhr zusammen. Im Mittelpunkt stand die vom Ersten Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates, Willi Stoph, vorgetragene Erklärung des Ministerrates, in der die Aufgaben und Ziele s'eincs Wirkens in der neuen Wahlperiode dargelegt wurden und in der der Ministerrat begründete, wie er seine Arbeit für die Sicherung des Friedens ' und den umfassenden Aufbau des Sozialismus gestalten will ...

  • Der Ministerrat der DDR

    Otto Grotewohl, «Vorsitzender des Ministerrates Willi Stoph, Erster Stellvertreter des Vorsitzenden Alexander Abusdi, Stellvertreter des Vorsitzenden Dr. Erich Apel, Stellvertreter des Vorsitzenden und Vorsitzender der Staatlichen Plankommission Dr. Lothar Boli,"Stellvertreter des Vorsitzenden und Minister ...

  • Aus den Stellungnahmen der Fraktionen:

    Friedrich Ebert: Die Entspannung ist die Voraussetzung, um jegliches politische oder wirtschaftliche Problem in Deutschland zu lösen. Wer, wie es auch die SPD tut, die Entspannung von politischen Bedingungen in der Deutschlandfrage abhängig macht, sabotiert die Entspannung und die Lösung aller Probleme ...

  • Stabil und stetig

    Mit ihren ersten Beschlüssen hat die Volkskammer begonnen, den Willen der Wähler zu vollziehen. Die1 Oberste Volksvertretung wählte ihrem demokratischen Mandat entsprechend einmütig Walter Ulbricht als Vorsitzenden des Staatsrates sowie die Mitglieder des Staatsrates. Sie bestätigte Otto Grotewohl einstimmig als Vorsitzenden des Ministerrates ' und Willi Stoph als seinen Ersten Stellvertreter ...

  • Glückwünsche N. S. Chruschtschows und Leonid Breshnews

    „Werter Genosse Ulbricht! ' Im Namen- des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, des Präsidiums des Obersten Sowjets, des Ministerrates der UdSSR und persönlich beglückwünschen wir 3iei, anläßlich der .Wiederwahl zum Vorsitzenden des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik ...

  • Aus der Ministerratserklärung:

    Die Zusammensetzung des Ministerrates beweist die Stabilität unserer Politik Die zielstrebige Leitung der Wirtschaft wird Hauptinhalt der Tätigkeit des Ministerrates sein Die wichtigste unmittelbare Aufgabe ist die Erfüllung des Planes 1963 und der kontinuierliche Plananlauf 1964. Das schafft die solide Ausgangsposition zur Verwirklichung der vom VI ...

  • Oberster Sowjet gratuliert

    Der Vorsitzende des Unionssowjets des Obersten Sowjets, Iwan Spiridonow.und der Vorsitzende des Nationalitätensowjets des Obersten Sowjets, Jan Peive, richteten ein Glückwunschtelegramm an Prof.. Dr. Johannes Dieckmann anläßlich seiner Wiederwahl als Präsident der Volkskammer der 'Deutschen Demokratischen Republik ...

  • DDR

    Ernst Goldenbaum: Die nationale Agrarpolitik der DDR ist den westdeutschen Bauern eine große Hilfe. Bei uns braucht kein Bauer, keine Bäuerin um ihre oder ihrer Kinder Zukunft zu bangen, weil sie sie selbst mitgestalten

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  • Stabil und stetig

    (Fortsetzung von Seite 1)

    und vollständigen Aufbau des Sozialismus Ausdruck gegeben. Und daß die Früchte ihrer Arbeit niemals wieder in der Feuersglut eines Krieges verbrennen sollen — nur Irrenhauskandidaten können damit nicht einverstanden sein. * Es gibt Leute, besonders in Westdeutschland, die mit den ersten Handlungen der Volkskammer nicht, zufrieden sind ...

  • Zustimmung aller Fraktionen

    Abg. Friedrich Ebert (SED): Die große Verantwortung der westdeutschen Friedenskräfte

    Nach der Mittagspause setzte die Oberste Volksvertretung pünktlich um 14 Uhr ihre Beratungen fort. Prof. Dr. Johannes Dieckmann gibt dem Hohen Haus die Namsn der Redner bekannt, die an diesem Nachmittag für ihre Fraktionen sprechen werden. Dann erteilt er als erstem dem Sprecher der SED-Fraktion, Oberbürgermeister Friedrich Ebert, das Wort ...

  • Volkskammer — eine arbeitende Körperschaft

    Nun erteilt Präsident Dieckmann dem Vorsitzenden des Geschäftsordnungsausschusses der Volkskammer, Otto Gotsehe, das Wort. Er begründet den Entwurf der neuen Geschäftsordnung, der die Zustimmung des Ausschusses gefunden hat und zuvor bereits im Demokratischen Block beraten und bestätigt worden war. Diese Geschäftsordnung geht von dem Grundsatz aus, daß die Volkskammer eine arbeitende Körperschaft ist ...

  • Regierung ist Sprecher der Arbeiterklasse

    Im Auftrage der FDGB-Fraktion und der 6,4 Millionen Mitglieder des FDGB bringt der Abgeordnete Rudi Kirchner die uneingeschränkte Zustimmung zur Erklärung des Ministerrates zum Ausdruck. „In Westdeutschland werden Gewerkschafter vielleicht die Frage stellen, wieso der Sprecher der Gewerkschaften kurz ...

  • Echte Bündnispolitik

    Für die liberal-demokratische Fraktion spricht Dr. Max Suhrbier. „Unsere Regierung wird von allen Parteien getragen, weil unsere nationale Politik und unser sozialistisches Aufbauwerk Sache aller Parteien und Organisationen und Sache des ganzen Volkes ist", betont er. Er unterstreicht, daß dank der wissenschaftlichen Führung der SED bei uns ein Mehrparteiensystem entwickelt wurde, das einer echten Bündnispolitik entspricht ...

  • In der DDR gestalten die Bauern ihre Zukunft

    Für die Fraktion der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands gibt Ernst Goldenbaum der Erklärung des Ministerrates die volle Zustimmung der Partei. In seinem Diskussionsbeitrag sagt der Redner: Jahrelang ist den westdeutschen Bauern gesagt worden, daß die Gefahr aus dem Osten komme. Aber inzwischen ist doch vielen von ihnen klargeworden, daß die Gefahr für ihre Existenz von der Bonner Regierung, von ihrer EWG- und NATO-Politik ausgeht ...

  • Deutschlandtreffen wird Zeugnis ablegen

    Die Regierungserklärung spreche allen jungen Menschen aus dem Herzen, erklärt im Namen der Fraktion der Freien Deutschen Jugend der Vorsitzende des Zentralrates der FDJ, Horst Schumann. Frieden, das sei das oberste Anliegen der Jugend unseres Landes, für den Frieden arbeite und lerne die junge Generation; ' sie sei auch bereit, ihn gegen alle Feinde zu verteidigen ...

  • Grundforderungen des Glaubens werden erfüllt

    Im Namen der Fraktion der Christlich- Demokratischen Union erklärt der Vorsitzende der Partei, August Bach, die volle Zustimmung zur Erklärung des Ministerrates und die Bereitschaft der CDU, an der Erfüllung dieses-Programms mit allen Kräften mitzuarbeiten. August Bach verweist darauf, daß der westdeutsche Bundeskanzler Erhard seine Regierungserklärung mit der Versicherung einleitete, er gedenke stets aus christlicher Verantwortung zu handeln ...

  • Dümmstes Dementi des Jahres

    Kriegsminister Hassel hatte unter dem Stichwort „Vorwärtsverteidigung" sein Programm der atomaren Aggression entwickelt: 17 Millionen Deutsche dürften nicht außerhalb der äußersten Verteidigungslinie bleiben. Gemeint waren natürlich die 17 Millionen der DDR. Offensichtlich haben die NATO-Verbündeten, die sich nicht so einfach von Herrn Hassel in Marsch setzen lassen wollen, Einspruch erhoben ...

  • Eins mit der UdSSR

    Zur Außenpolitik erklärt er u. a.: „Grundpfeiler der Außenpolitik der Deutschen Demokratischen Republik ist die unverbrüchliche Freundschaft zur mächtigen Sowjetunion und den anderen Ländern des sozialistischen Weltsystems." In den Beziehungen zwischen den sozialistischen Staaten gewinnen, wie er weiter sagt, die ökonomischen Fragen und die Entwicklung der Zusammenarbeit im Bat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe immer größeren Vorrang ...

  • DDR international anerkannt

    Als nächster Redner ergreift im Namen der Fraktion d?r National-Demokratischen Partei Deutschlands Außenminister Dr. Lothar Bolz das Wort. Er wertet das Wahlergebnis vom 20. Oktober als' ein Bekenntnis der Bevölkerung zur Fortsetzung unseres bewährten Weges. Er zeigt, daß unsere Politik des Friedens ...

  • Wohlstand aller wächst

    Im Namen der Fraktion des Demokratischen Frauenbundes Deutschlands erklärt als Vorsitzende Ilse Thiele: „Wir sprechen dem Ministerrat unser volles Vertrauen aus und erklären, daß die Frauen ihren Teil zur Verwirklichung des Programms, das unserem Wohle und unserem Interesse entspricht, beitragen werden ...

  • Gebildete Nation

    Erich Wendt begrüßt im Namen der Fraktion des Deutschen Kulturbundes das von Willi Stoph dargelegte Programm des Ministerrates und führt aus: „Ein grundlegender Teil dieses Programms ist die Schaffung eines einheitlichen Bildungssystems, dessen Haupt- und Kernstück die Vorbereitung unserer Jugend auf ihren Beruf ist ...

  • durch das Volk, für das Volk

    Der Erste Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates, Willi Stoph, betritt das Rednerpult, um die mit Spannung erwartete Erklärung des Ministerrates abzugeben. Er würdigt eingangs das Wahlergebnis als ein überzeugendes Treuebekenntnis der Bevölkerung der DDR zur Arbeiterund-Öauern-Macht. Er unterbreitet ...

  • Unruhestifter schädigen Westberlin

    Als letzter der Redner spricht als Vertreter der Hauptstadt der DDR Harald Werthmann. Die Hauptstadt produzierte 1962 erstmals für mehr als fünf Milliarden DM. Im ersten Halbjahr 1963 sei mit einer'Produktion im Werte von 2,6 Milliarden DM bereits die gesamte Produktion des Jahres 1952 übertroffen worden ...

  • Gemeinschaftsarbeit

    Genosse Willi Stoph wendet sich dann den Hauptfragen der Wirtschaftspolitik zu. Die Stärkung der ökonomischen Kraft der DDR ist entscheidend für die' sozialistische Perspektive in ganz Deutschland, für die Erfolge der Politik der friedlichen Koexistenz, stellt er fest. Eine wichtige Aufgabe-sei die stärkere Einbeziehung der Werktätigen in die Planung und Leitung der Wirtschaft ...

  • Wir garantieren Zufahrtswege

    Ausführlich behandelt Willi Stoph die anomale Lage in Westberlin. „In den letzten Wochen mußten wir verschiedentlich sehen, daß durch Provokationen auf den Verbindungswegen der DDR von westlicher Seite Versuche unternommen wurden, die Atmosphäre einer beginnende. Entspannung zu stören. Zu diesen Zwischenfällen muß festgestellt werden, daß Westberlin auf dem Territorium der Deutschen Demokratischen Republik liegt und alle Verbindungswege von und nach Westberlin zu ihrem Staatsgebiet gehören ...

  • Aussprache über Erklärung des Ministerrates

    Berlin, Luisenstraße. Zu Beginn der zweiten Plenartagung ehren die Abgeordneten stehend das Andenken des verstorbenen Mitgliedes der alten Volkskammer Wilhelm Koenen und des eine Woche nach der Wahl verschiedenen Abgeordneten Prof. Karl Polak. Auf Antrag des Mandatsprüfungsausschusses wird der Nachfolgekandidat Dr ...

  • Besseres Leben

    Der Erste Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates spricht dann ausführlich über Fragen der Lebenshaltung und der Konsumgüterproduktion. Die Politik des Ministerräte^, sagt er, wird auch künftig auf die schrittweise Verbesserung der materiellen und kulturellen Lebensbedingungen der Bevölkerung gerichtet «ein ...

  • Appell zur Mitarbeit

    Abschließend appelliert Willi Stoph an die Arbeiter, Genossenschaftsbauern, die Wissenschaftler, Ärzte, Künstler und an alle anderen Werktätigen: „Unternehmt neue Anstrengungen, um die DDR, den Staat des Friedens, der Demokratie und des Fortschritts in Deutschland, zu stärken." Was die Regierung beträfe, so werde sie ihre gesamte Tätigkeit nach dem Grundsatz richten: Alles mit dem Volk, alles durch das Volk, alles für das Volk ...

  • P. Abrassimow dankt

    Der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter der UdSSR in der DDR, P. Abrasslmow, übermittelte uns folgendes Schreiben: .Anläßlich des 46. Jahrestages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution ist der Botschaft der UdSSR und mir persönlich eine Vielzahl von Glückwünschen von Behörden, Institutionen, Betrieben, LPG und gesellschaftlichen Organisationen sowie von einzelnen Bürgern der DDR zugegangen ...

  • Einmütige Zustimmung

    Nach Schluß der Aussprache stellt das Präsidium den Antrag aller Fraktionen zur Abstimmung, den vom Vorsitzenden des Ministerrates, Otto Grotewohl, gebildeten Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik zu bestätigen, die vom Ersten Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates, Willi Stoph, ...

  • ND-Jugendgespräch

    über 'brennende Fragen der Berliner Arbeiterjugend. Treffpunkt: Heute, 15. November, 14.30 Uhr, im Klubhaus des VEB Werk für Fernsehelektronik, Berlin- Köpenick, Wilhelminenhofstraße 68.

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  • Die Volkskammer sprach ihnen das Vertrauen

    Otto Grotewohl Vorsitzender des Ministerrates

    69 Jahre alt, von Beruf Buchdrucker. 1912 SPD. 1920 bis 1925 Mitglied des Braunschweigischen Landtages. 1923 Minister für Inneres, Volksbildung und Justiz des Landes Braunschweig. 1925 bis 1933 Mitglied des Deutschen Reichstages und Präsident der Landesversicherungsanstalt Braunschweig. 1922 Sekretär für Betriebsräte des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes ...

  • Alexander Abusch

    Stellvertreter des Vorsitzenden 61 Jahre alt, von Beruf Redakteur - Schriftsteller. 1918 KPD. 1918 bis 1923 Teilnahme an den revolutionären Kämpfen der deutschen Arbeiterklasse in Bayern und Thüringen. Verfolgung wegen Hochverrats. 1921 bis 1939 Redakteur und Chefredakteur der KPD- Presse in Deutschland und antifaschistischer Zeitschriften im Ausland ...

  • Paul Scholz

    Stellvertreter des Vorsitzenden 61 Jahre alt, von Beruf Landarbeiter. 1933 illegale antifaschistische Tätigkeit; 1935 Verhaftung und Verurteilung wegen Vorbereitung zum Hochverrat. 1948 bis 1950 Generalsekretär und seit 1950 stellvertretender Vorsitzender der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands ...

  • Erich Mielke

    Minister für Staatssicherheit, Generaloberst 55 Jahre alt, von Beruf Arbeiter. 1925 KPD, 1933 bis 1945 Teilnahme am illegalen antifaschistischen Widerstandskampf. 1936 bis 1939 Teilnahme am Kampf gegen den Faschismus im spanischen Bürgerkrieg. Seit 1945 Tätigkeit in leitenden Funktionen des Partei- und des Staatsapparates sowie der bewaffneten Organe ...

  • Dr. Erich Apel

    Stellvertreter des Vorsitzenden und Vorsitzender der Staatlichen Plankommission 46 Jahre alt, von Beruf Werkzeugmacher — Ingenieur. Mehrjährige Tätigkeit in der Sowjetunion, von 1953 bis 1955 Stellvertreter d,es Ministers für Maschinenbau. Von 1955 bis 1958 Minister für Schwermaschinenbau. Von 1958 bis 1961 Leiter der Wirtschaftskommission beim Politbüro des ZK der SED ...

  • Georg Ewald'

    Minister und Vorsitzender des Landwirtschaftsrates, Leiter der Produktionsleitung 37 Jahre alt, von Beruf Landwirt. Seit 1949 in verantwortlichen Funktionen im Partei- und im Staatsapparat tätig. Stellvertretender Ratsvorsitzender und 1. Kreissekretär der SED auf Rügen. 1960 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg ...

  • Dr. Lothar Bolz

    Stellvertreter des Vorsitzenden und Minister für Auswärtige Angelegenheiten 60 Jahre alt, von Beruf Jurist. Gerichtsreferendar, Gerichtsassessor und Rechtsanwalt. 1933 wegen Verteidigung von Antifaschisteri' aus der Anwaltschaft ausgeschlossen, Emigration nach Polen und in die Sowjetunion; dort als Journalist und Lehrer tätig ...

  • Erich Markowitsch

    Minister und 1. Stellvertreter des Vorsitzenden des Volkswirtschaftsrates 50 Jahre alt, von Beruf Arbeiter. 1929 KPD. 1932 bis 1933 Teilnahme am antifaschistischen Widerstandskampf in Hamburg. 1933 bis 1945 Zuchthaus und Konzentrationslager. Nach 1945 verantwortliche Funktionen in der Volkswirtschaft Von 1954 bis 1959 Werkdirektor des VEB Eisenhüttenkombinat Ost ...

  • Prof. Dr. Ernst-Joachim Gießmann

    Staatssekretär für das Hoch- und Fachschulwesen 44 Jahre alt, von Beruf Diplomphysiker. Nach 1945 verantwortliche Funktionen im Volksbildungswesen und- in der naturwissenschaftlichen Lehre und Forschung. 1956 bis 1962 Rektor der Hochschule für Schwermaschinenbau in Magdeburg. Seit 1962 Staatssekretär für/ das Hoch- und Fachschulwesen ...

  • Alfred Neumann

    Minister und Vorsitzender des Volkswirtschaftsrates „ 53 Jahre alt, von Beruf Tischler. 1929 KPD. Aktiver Arbeitersportler und Mitglied der illegalen Landesleitung der Kampfgemeinschaft für Rot-Sport. Emigration und Teilnahme am Kampf der Internationalen Brigaden in Spanien. 1941 in Frankreich von der Gestapo verhaftet und zu acht Jahren Zuchthausverurteilt ...

  • Willi Stoph

    Erster Stellvertreter des Vorsitzenden 49 Jahre alt, von Beruf Maurer, Bautechniker. 1931 KPD. 1933 bis 1945 illegale antifaschistische Tätigkeit.. Seit 1945 verantwortliche Funktionen im Partei- und im Staatsapparat, besonders bei der Entwicklung der Industrie und des Bauwesens. 1952 bis 1955 Minister des Innern, 1956 bis 1960 Minister für Nationale Verteidigung und Armeegeneral ...

  • Bruno Leuschner

    Stellvertreter des Vorsitzenden 53 Jahre alt, von Beruf kaufmännischer Angestellter. 1931 KPD. Illegale Arbeit, 9 Jahre Zuchthaus und Konzentrationslager Sachsenhausen und Mauthausen. Seit 1945 leitende Funktionen auf dem Gebiet der Planung und Leitung der Volkswirtschaft. 1952 Vorsitzender der, Staatlichen Plankommission ...

  • Julius Balkow

    Minister für Außenhandel und Innerdeutschen Handel 54 Jahre alt, von Beruf Maschinenschlosser, Ingenieur. Langjährige Arbeit in der Industrie. 1931 SPD. 1944 Verhaftung wegen antifaschistischer Tätigkeit, Verurteilung zu 7 Jahren Zuchthaus. Nach 1945 verantwortliche Funktionen im Partei- und im Staatsapparat auf dem Gebiet, der Wirtschaft ...

  • Max Sefrin

    Stellvertreter des Vorsitzenden und Minister für Gesundheitswesen 49 Jahre alt, von Beruf kaufmännischer Angestellter. Nach 1945 Betriebsleiter, stellvertretender Direktor. 1951 bis 1958 stellvertretender Generalsekretär der CDU. Mitglied des Präsidiums des Hauptvorstandes der CDU. Seit 1958 Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates und Minister für Gesundheitswesen ...

  • Dr. Max Suhrbier

    Stellvertreter des Vorsitzenden 61 Jahre alt, von Beruf Jurist. Tätigkeit in verschiedenen Verwaltungsstellen. Nach 1945 verantwortliche Funktionen im Staatsapparat, insbesondere auf ßem Gebiet der Finanzen. 1959 Stellvertreter des Ministers der Finanzen. Seit 1961 Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates ...

  • Hans Reichelt

    Minister und Stellvertreter des Vor' sitzenden des Landwirtschaftsrates 38 Jahre alt, von Beruf Angestellter. Nach 1945 verantwortliche Funktionen in der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands und im Staatsapparat auf dem Gebiet der Landwirtschaft. Vor der Bildung des Landwirtschaftsrates Minister für Landwirtschaft, Erfassung und Forstwirtschaft ...

  • Friedrich Dickel

    Minister des Innern und Chef der Deutschen Volkspolizei, Generalleutnant 49 Jahre alt, von Beruf Former und Gießer, Hochfrequenz-Techniker. 1931 KPD. 1933 bis 1935 Emigration in Holland, Frankreich. 1936 bis 1937 Teilnahme am Kampf der Internationalen Brigaden gegen den Faschismus in Spanien. 1937 bis 1946 Sowjetunion ...

  • Willy Rumpf

    Minister der Finanzen 60 Jahre alt, von Beruf kaufmännischer Angestellter. 1925 KPD. 1933 bis 1938 Zuchthaus und Konzentrationslager, danach weitere illegale antifaschistische Tätigkeit, 1940 bis 1942 Mitglied der Gruppe „Robert Uhrig". Nach 1945 verantwortliche Funktionen im Staatsapparat auf dem Gebiet des Finanzwesens ...

  • Dr. Hilde Benjamin

    Minister der Justiz 61 Jahre alt, von Beruf Jurist. 1927 KPD. 1928 Rechtsanwältin in Berlin. 1933 wegen „kommunistischer Betätigung" aus der Rechtsanwaltschaft ausgeschlossen. 1933 bis 1945 zeitweilig illegal lebend, verschiedene berufliche Tätigkeiten. Nach 1945 verantwortliche Funktionen im Justizapparat ...

  • Heinz Hoffmann

    Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral 52 Jahre alt, von Beruf Maschinenschlosser. 1930 KPD. 1935 Emigration in die Sowjetunion. 1936 bis 1937- Teilnahme am Kampf gegen den Faschismus in Spanien als Offizier und Kriegskommissar der 11. Internationalen Brigade. Nach 1945 maßgeblichen Anteil beim Aufbau der Volkspolizei und Volksarmee ...

  • Heinz Matthes

    Minister und Vorsitzender des Komitees der Arbeiter-und-Etauern-lnspekiion 36 Jahre alt, von Beruf Maurer, Bauingenieur. Jahrelange Tätigkeit in der Bauindustrie. Verantwortliche Funktionen im Partei- und Staatsapparat auf dem Gebiet der Volkswirtschaft. Sekretär für Wirtschaft der SED- Bezirksleitung Dresden ...

  • Dr. Karl Grünheid

    Minister und 1. Stellvertreter des Vorsitzenden der Staatlichen Plankommission 32 Jahre alt, von Beruf Maurer, Diplomwirtschaftler. Seit 1956 in leitenden Funktionen in der Wirtschaft und im Staatsapparat. 1958 bis 1963 Planungsleiter, Hauptdirektor, zuletzt Generaldirektor der VVB Ausrüstungen für Schwerindustrie und Getriebebau ...

  • Hans Wittik

    Minister und 1. Stellvertreter des Vorsitzenden des Volkswirtschaftsrates 40 Jahre alt, von Beruf Weber, Textilingenieur. Nach mehrjähriger Arbeit in der Textilindustrie seit 1952 verantwortliche Funktionen im Staatsapparat auf dem Gebiet der Wirtschaft, insbesondere der Leichtindustrie. Seit 1961 Stellvertreter, und seit 1963 1 ...

  • Gerhard Schürer

    Minister und 1. Stellvertreter des Vorsitzenden der Staatlichen Plankommission 42 Jahre alt, von Beruf Maschinenschlosser. Seit 1948 in leitenden Funktionen auf dem Gebiet der Volkswirtschaftsplanun« tätig. Mehrere Jahre Mitarbeiter im ZK der SED. Seit 1962 Stellvertreter und seit 1963 1. Stellvertreter des Vorsitzenden der Staatlichen Plankommission ...

  • Prof. Dr. Arno Donda

    Leiter der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik 33 Jahre alt, von Beruf Statistiker. Jahrelange wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Statistik. 1959 Direktor des Instituts für Statistik an der Hochschule für Ökonomie. 1963 Professor mit Lehrauftrag für Statistik. Seit 1963 Leiter der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik ...

  • Margot Honecker

    Minister für Volksbildung 36 Jahre alt, von Beruf Angestellte. 1949 bis 1954 Sekretär des Zentralrates der FDJ. Sie hat maßgeblichen Anteil am Aufbau der Pionierorganisation. Seit 1954 verantwortliche Tätigkeit im Ministerium für Volksbildung, seit 1958 Stellvertreter des Ministers für Volksbildung. Mitglied des ZK der SED ...

  • Gerhard Lucht

    Minister für Handel und Versorgung 50 Jahre alt, von Beruf kaufmänni-, scher Angestellter. Nach 1945 verantwortliche Funktionen beim Aufbau der Konsumgenossenschaften. 1954 Präsident des Ver- • bandes. Deutscher Konsumgenossenschaften. Seit 1963 Minister für Handel und Versorgung. % Abgeordneter der Volkskammer ...

  • Rolf Wetzel

    Präsident der Deutschen Notenbank 42 Jahre alt, von Beruf Versicherungskaufmann und Diplomwirtschaftler. Langjährige Tätigkeit im Versicherungswesen. Verantwortliche. Funktionen im Partei- und im* Staatsapparat auf finanzwirtschaftlichem Gebiet. Seit 1961 Präsident der Deutschen Notenbank.

  • Heinz Kuhrig

    Minister und 1. Stellvertreter des Vorsitzenden des Landwirtschaftsrates 34 Jahre alt, von Beruf Elektroschlosser, Diplomlandwirt. Langjähriger Mitarbeiter der Abteilung Landwirtschaft im ZK der SED. 1961 bis 1963 Leiter des Instituts für Landtechnik Potsdam-Bornim.

  • Wolfgang Junker

    Minister für Bauwesen 34 Jahre alt, von Beruf Maurer, Bauingenieur., Bis 1961 in der Bauindustrie tätig. Bauleiter, Technischer Direktor, Betriebsleiter. 1961 Staatssekretär und 1. Stellvertreter des Ministers für Bauwesen. Seit 1963 Minister für Bauwesen.

  • Rudolph Schulze

    Minister für Post- und remmeldewesen 44 Jahre alt, von Beruf Drogist. Nach 1945 verantwortliche Funktionen im Staatsapparat. Seit 1958 Generaldirektor der intercontrol-GmbH in Berlin. Seit 1954 Mitglied des Präsidiums des Hauptvorstandes der CDU.

  • Erwin Kramer

    Minister für Verkehrswesen 61 Jahre alt, von Beruf Diplomingenieur, 1929 KPD. 1931 bis 1932 Verfolgung wegen antifaschistischer Tätigkeit. 1932 Emigration in die Sowjetunion. 1937 bis 1939 Teilnahme am Kampf der Internationalen Brigaden in Spa-

  • Dr. Grete Wittkowski

    Stellvertreter des Vorsitzenden 53 Jahre alt, von Beruf Diplomvolkswirt. Vielfältige Tätigkeiten auf wirtschaftlichem Gebiet. 1932 KPD. Bis

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  • Auszüge aus der Erklärung des Ministerrates

    Abgegeben vom Ersten Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates, Willi Stoph

    Genosse Vorsitzender des Staatsrates! Herr Präsident! Verehrte Abgeordnete der Volkskammer! . v Die Bevölkerung der Deutschen Demokratischen Republik hat am 20. Oktober 1963 ein überzeugendes Treuebekenntnis zur Arbeiter-und-Baüern-Macht abgelegt. Nahezu alle wahlberechtigten Bürger haben an den Volkswahlen teilgenommen ...

  • Handelsmissionen — nützliche Schritte für Entspannung

    Wir begrüßen jeden Schritt zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Westdeutschland und sozialistischen Staaten. Wir müssen jedoch darauf hinweisen, daß maßgebliche westdeutsche Kreise geäußert haben, daß sie die Einrichtung von Handelsvertretungen in sozialistischen Staaten für Ziele nutzen möchten, die mit dem völkerverbindenden Handel nichts gemein haben ...

  • Als souveräner Staat längst international anerkannt

    Hartnäckig versucht die Bonner Regierung, andere Staaten an der Normalisierung ihrer Beziehungen zur DDR mit der Behauptung zu hindern, daß es der DDR dabei um ihre völkerrechtliche Anerkennung gehe. Das ist eine bewußte Irreführung und Verdrehung der wirklichen Lage. Die DDR ist als souveräner Staat bereits seit langem international anerkannt ...

  • Grundpfeiler der Außenpolitik

    Grundpfeiler der Außenpolitik der Deutschen Demokratischen Republik ist die unverbrüchliche Freundschaft zur mächtigen Sowjetunion und zu den anderen Ländern des sozialistischen Weltsystems. Mit Entschiedenheit weisen wir alle Versuche zurück, die Rolle der Sowjetunion im sozialistischen Weltsystem herabzusetzen ...

  • 7-Punkte-Programm hat noch volle Gültigkeit

    Die Deutsche Demokratische Republik läßt sich in ihrer Politik gegenüber Westdeutschland von den nationalen Interessen unseres Volkes leiten. Wie kürzlich der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Soziaiistischen Einheitspartei Deutschlands und Vorsitzende des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik, Genosse Walter Ulbricht, sägte, haben das von ihm unterDreitete 7-Punkte-Pro-r gramm für ein Abkommen der Vernunft und des guten Willens zwischen beiden deutschen ...

  • I. Die Politik des Friedens und der internationalen Zusammenarbeit

    Wir leben in einer Zeit gewaltiger ge-» seilschaftlicher Veränderungen in der Welt. Die Menschheit befindet sich im Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus, im Übergang zu neuen gesellschaftlichen Verhältnissen, in denen Ausbeutung und Unterdrückung für immer beseitigt sind. An einem Brennpunkt des internationalen Geschehens, im Herzen Europas, sind wir selbst aktive Mitgestalter dieses historischen Prozesses ...

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  • Investitionsbau industrialisieren

    Im Bauwesen wird sich in den nächsten Jahren ein umwälzender Prozeß vollziehen. Schritt für Schritt werden wir das Bauwesen zu einem modernen selbständigen Zweig der Volkswirtschaft für den gesamten Investitionsbau umgestalten. Wir müssen und werden den gesamten Investitionsbau auf der Grundlage des wissenschaftlich-technischen Höchststandes umfassend industrialisieren ...

  • Westberlin liegt auf dem Territorium der DDR

    Die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik hat bereits wiederholt zur anomalen Lage in Westberlin Stellung genommen. Während überall in der Welt die nationalen Kräfte gegen die imperialistische Fremdherrschaft und imperialistischen Militärstützpunkte auftreten, klammert sich Herr Brandt als ...

  • (Fortsetzung von Seite 5)

    gleich ein Schlag gegen alle Bestrebungen einer'Verständigung zwischen beiden deutschen-Staaten. Die Teilnahme Westdeutschlands an einer vereinigten Kernstreitmacht der NATO würde unter allen bisherigen Akten des Bruchs des Potsdamer Abkommens einer der verhängnisvollsten und folgenschwersten Schritte sein ...

  • Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktion

    Das Hauptziel beim umfassenden und vollständigen Aufbau des Sozialismus in der Landwirtschaft ist, die Bevölkerung noch besser mit Nahrungsmitteln und die Industrie mit - Rohstoffen aus der eigenen Produktion zu versorgen. Zur Lösung dieser Hauptaufgaben wurde begonnen, die Landwirtschaft nach dem Produktionsprinzip zu leiten ...

  • II. Wirtschaftspolitik

    Die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik läßt sich in ihrer Wirtschaftspolitik von den Grundprinzipien leiten, die der VI. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands beschlossen hat. Die Wirtschaftspolitik dient dem umfassenden Aufbau des Sozialismus. Sie ist darauf gerichtet, die nationale Wirtschalt der DDR auf der ...

  • Was Bonn unter Selbstbestimmungsrecht versteht

    In Bonn spielt man sich gern als Verteidiger des Selbstbestimmungsrechtes auf. Ist das aber Selbstbestimmung, wenn die westdeutsche Regierung entgegen dem erklärten Willen ihrer Bevölkerung die Verfügungsgewalt über Atomwaffen er- B 15. Nov. 1963 / ND / Nr. 314, Seite 6 langen will? Das ist die Forderung des Rüstungskapitals, die mit der Selbstbestimmung des werktätigen "Volkes nichts gemein hat ...

  • Große Rechte » der Qualitätskontrolleure

    Die neue Verordnung über die Organisation der Qualitätskontrolle wird eine wichtige Grundlage für die bessere Beachtung der Qualitätsprobleme in den Betrieben und Wirtschaftsorganen sein und verleiht den Beauftragten für die Qualitätskontrolle große Rechte. Der Ministerrat sieht eine wichtige- Methode ...

  • ■Verkehrsund Nachrichtenwesen

    Vom Ministerium für Verkehrswesen und den örtlichen Staatsorganen sind große Anstrengungen zur Verbesserung der Straßenverhältnisse erforderlich. In den landwirtschaftlichen Gebieten gibt es noch eine Anzahl Orte, die nicht an das Hauptstraßennetz angeschlossen sind. "Die sich auf Grund der Mechanisierung und der schnellen Entwicklung der sozialistischen Landwirtschaft erhöhenden Transport- und Beförderungsbedürfnisse führen -zu einem ständigen Anwachsen der eingesetzten Transportmittel ...

Seite 7
  • Versorgung der Bevölkerung und Konsumgüterproduktion

    In der Versorgung bei wichtigen Nahrungsgütern haben wir bereits ein hohes Niveau erreicht. Der .Ministerrat wird dafür sorgen, daß durch gemeinsame Anstrengungen und enge Zusammenarbeit der Betriebe der Landwirtschaft mit den Betrieben der Lebensmittelindustrie und des Handels die Kontinuität von Aufkommen, Produktion und Angebot weiter verbessert wird ...

  • V. Weiterentwicklung der sozialistischen Demokratie

    Die gesamte Tätigkeit des Ministerrates und seiner Organe basiert auf der sich ständig breiter entfaltenden sozialistischen Demokratie unserer Arbeiterund-Bauern-Macht, und sie ist gleichzeitig darauf gerichtet, die sozialistische Demokratie weiter zu vertiefen und zu entwickeln. Das findet seinen sichtbaren Ausdruck in der immer enger werdenden vertrauensvollen Zusammenarbeit aller Bürger mit den Staatsorganen und den Leitungen der Wirtschaft ...

  • Internationale ökonomische Beziehungen und Außenhandel

    (Fortsetzung von Seite 6)

    Die nationale Wirtschaft der DDR hat ihren festen F^latz im Weltwirtschaftssystem des Sozialismus und speziell in der Gemeinschaft der Länder, die dem Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe angehören. Unser Wirtschaftsprogramm und das neue ökonomische System der Planung und Leitung der Volkswirtschaft ...

  • Gesundheits- und Sozialwesen

    Das Gesundheits- und Sozialwesen ist ein Gradmesser dafür, wie sich der Staat von den hohen Idealen wahrer Menschlichkeit und der echten Sorge um das Wohlergehen seiner Bürger leiten läßt. Unser Ziel ist die ständige Entwicklung der Lebenskraft des Volkes. Darum unternehmen wir alles, um die gesundheitliche und soziale Betreuung unserer Bürger noch wirksamer und besser zu gestalten ...

  • IV. Bildung, Kultur, Jugend und Sport

    Der Ministerrat stellt sich auf dem Gebiet der Erziehung, Bildung und Kultur die Aufgabe, für die Heranbildung sozialistischer Menschen von hoher ideeller Gesinnung und fachlicher Qualifikation zu wirken. Deshalb ist die Förderung und Leitung des kulturell-erzieherischen Prozesses, durch den Schritt für Schritt die sozialistische gebildete Nation entsteht, eine unserer Hauptaufgaben ...

  • Entwicklung der sozialistischen Nationalkultur

    Der Ministerrat begrüßt das Streben unserer Künstler und Schriftsteller, durch Werke und Interpretationen von hohem; Niveau, durch-Leistungen von nationaler und internationaler Bedeutung unser Kulturleben zu bereichern und das An» sehen der Deutschen Demokratischen Republik in der Welt txl stärken. Wir werden auch weiterhin umfangreiche materielle Möglichkeiten geben, um alle schöpferischen Bestrebungen in dieser Richtung zu fördern ...

  • Zur Arbeit an den Hoch- und Fachschulen

    Im Hoch- und Fachschulwesen sind, ausgehend von den Perspektivplänen der Wirtschaft, in Zusammenarbeit mit. dem Forschungsrat, den zentralen wirtschaftsleitenden Organen und Wissenschaftlern der Hoch- und Fachschulen, Programme für die weitere Entwicklung von Lehre und Forschung in den einzelnen Wissenschaftszweigen ...

  • VI. Schlußbemerkungen

    Das Programm des Sozialismus und besonders das neue ökonomische System der Planung und Leitung der Volkswirtschaft stellt an die Leitungstätigkeit des Ministerrates und aller Staats- und Wirtschaftsorgane neue und höhere Anforderungen. Ausgehend von den auf dem VI. Parteitag der SED beschlossenen Hauptaufgaben bis zum Jahre 1970 haben wir die Pflicht, durch unsere Arbeit von heute vorausschauend die Richtung der ökonomischen Entwicklung für die nächsten Jahre zu beeinflussen ...

  • Zu den Aufgaben im Wohnungswesen

    In der Deutschen Demokratischen Republik wurden seit dem Jahre 1950 etwa 800 000 Wohnungen neu- oder wieder aufgebaut. 2,5 Millionen Menschen erhielten dadurch neue Wohnungen. Die Reste der kapitalistischen Vergangenheit und der Verlust an Wohnraum durch Kriegseinwirkungen konnten jedoch bisher noch nicht restlos beseitigt werden, dazu bedarf es noch jahrelanger angestrengter Arbeit ...

  • III. Lebenshaltung der Bevölkerung

    Die Politik des Ministerrates wird auch künftig auf die schrittweise Verbesserung der materiellen und kulturellen Lebensbedingungen der Bevölkerung gerichtet sein. In welchem Maße und in welchem Tempo wir auf diesem Gebiet weitere Schritte tun können, hängt in erster Linie von den Arbeitsergebnissen der Werktätigen ab — von den materiellen und finanziellen Werten, die durch sie geschaffen werden ...

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  • 200 Chemiebetriebe in vier Jahren

    Plenum des ZK der KPdSU wird mit Taten vorbereitet

    l~\as am 9. Dezember beginnende Che- *J mie-Flenum ist innerhalb von fünfeinhalb Jahren die dritte Tagung des ZK der KPdSU, auf der Probleme der Weiterentwicklung der chemischen Industrie des Landes erörtert werden. Das zeigt, welche Bedeutung Partei und Regierung der Chemie beimessen. In diesem Zusammenhang veröffentlicht TASS eine kurze Betrachtung über die Entwicklung der chemischen Industrie in den letzten Jahren ...

  • Arbeiter und Bauern in eine Front!

    KPD: Erhard setzt EWG-Politik des Bauernlegens fort

    Berlin (ND). Der Deutsche Freiheitssender 904 sendete am 14. November eine Erklärung der Abteilung Landwirtschaft des Zentralkomitees der KPD zur Lage der westdeutschen Bauern, in der es heißt: „Mit Recht'haben die Bauern die Erklärung des neuen Bundeskanzlers, daß er die EWG-Agrarpolitik der alten Regierung fortsetzen wolle, als eine Kampfansage befrachtet ...

  • Und heute, Herr Dehler?

    Buridestagsvizepräsident Dehler zog auf einer Kundgebung in Karlsruhe die Bilanz der Adenauer-Ära: Es gebe heute weder ein vereinigtes Europa, wie Adenauer es sich vorgestellt habe, noch ein wiedervereinigtes Deutschland. Dehler sprach Adenauer überhaupt einen ernsthaften Willen zur Wiedervereinigung ab ...

  • Nowikow: Ultras unverbesserlich

    Sowjetischer UNO-Vertreter entlarvt westdeutsche Militaristen und Revanchisten

    N e w Y o r k (ADN/ND). Im Politischen Ausschuß der UNO-Vollversammlung kam es am Mittwoch zu einer scharfen Auseinandersetzung zwischen dem Vertreter der Sowjetunion mit den Sprechern der Westmächte über die aggressive und friedensbedrohende Politik der Bonner Revanchisten. Der sowjetische UNO- Delegierte Nowikow erklärte, die Sowjetunion werde sich stets gegen alle Versuche zur Wehr setzen, die westdeutschen Militaristen und Revanchisten als „kleineunschuldige Lämmer" hinzustellen ...

  • Auseinandersetzungen in Bagdad

    „Iswestija": Ultras der irakischen Baath-Partei unterlagen

    Bagdad/Moskau (ADN/ND). Die Lage in der irakischen Hauptstadt hat sich am Donnerstagmorgen wieder normalisiert. Die meisten bewaffneten Einheiten sind aus den Straßen Bagdads zurückgezogen worden. Radio Bagdad verbreitete ein kurzes offizielles Kommunique, in dem vom „Scheitern des Versuchs eines Staatsstreichs im Lande" gesprochen wird ...

  • Glatter Schwindel

    Der USA-Botschafter in Bonn, George McGhee, hat in Mainz erklärt, daß seine Regierung die Wiedervereinigung Deutschlands als ein Herzstück ihrer Politik betrachte. „Ein vollkommner Widerspruch bleibt gleich geheimnisvoll für Weise wie für Toren", hat Goethe einmal gesagt. Die Erklärung des amerikanischen Botschafters aber ist glatter Schwindel ...

  • „St. Louis Post-Dispatch" fordert neuen Status für Westberlin

    New York (ADN/ND). Die große amerikanische Zeitung „St. Louis Post- Dispatch" hat in einem längeren Artikel gefordert, Westberlin „praktisch als Freie Stadt zu neutralisieren. Unser Ziel sollte darin bestehen, einen neuen Status für (West-)Berlin auszuarbeiten, der sein Potential als Ursache eines Krieges verringern wird- D'e breite Masse der Amerikaner würde dem Präsidenten ein aufrichtiges Loblied singen, wenn er den Frieden durch eine ehrenvolle Lösung der (West-)Berlinfrage festigen würde ...

  • Ausländische Gäste des FDGB

    Erste Teilnehmer am 6. Gewerkschaftskongreß in Berlin eingetroffen

    Berlin (ADN). Als erste ausländische Gäste des 6. FDGB-Kongresses — es werden Delegationen aus 55 Ländern erwartet — trafen am Mittwoch Gewerkschafter aus Ghana, Guinea, Nigeria, Nordrhodesien und Angola, aus Japan und Indonesien, aus Kuba und Uruguay in Berlin ein. An der Spitze der Delegationen dieser ...

  • Kommandeurtagung der Nationalen Volksarmee

    Berlin (ADN). Unter1 Leitung des Ministers für.Nationale Verteidigung, Armeegeneral Heinz Hoffmann, fand kürzlich eine Kommandeurtagung der Nationalen Volksarmee statt. Als Gäste nahmen Vertreter des Oberkommandos der Vereinten Streitkräfte der Warschauer Vertragsstaaten an der Tagung teil. Der Minister ...

  • Wehner spielt Erler hoch

    Brandt sei 1965 nicht mehr der geeignete Kanzlerkandidat der SPD

    Berlin (NEU. Der „Kölner Stadtanzeiger" berichtete am Mittwoch in großer Aufmachung, daß die rechten SPD-Führer um Wehner begonnen haben, das Parteivorstandsmitglied Erler systematisch in den Vordergrund zu schieben. Der Zweck wäre, Erler 1965 als Kanzlerkandidat der SPD zu präsentieren. Ein Sprecher der SPD dementierte zwar diese Meldung, mußte aber zugeben, daß es nicht wenig Kräfte in der SPD-Führung gebe, die „einem Kanzlerkandidaten Erler den Vorzug" vor Brandt geben ...

  • Britische Persönlichkeiten protestieren

    Berlin (ND/ADN). Das Defence Committee for Victlms of Nazi Persecution hat in einem Schreiben an Frau Hofö seine Solidarität mit- Günter Hofe zum Ausdruck gebracht. In dem Schreiben heißt es: „Die Verhaftung Ihres Mannes hat große Empörung in unserem Lande hervorgerufen. Es ist für uns sehr erschütternd, daß es in der Bundesrepublik schon wieder so weit gekommen Ist ...

  • Schon vor 1933 Nazischläger in Arbeitervierteln

    Berlin (ND). Sensationelle neue Einzelheiten über die blutige faschistische Vergangenheit des Dr. Fritz von Üngelbrechten sind jetzt bekannt geworden. Von Engelbrechten wirkte schon vor 1933 als aktiver Teilnehmer an den Gewaltaktionen der faschistischen Mordbanditen in Arbeitervierteln mit. Er ist seit 1933 eingeschriebenes Mitglied der SA und der Nazipartei ...

  • Cocktail in Colombo

    Colombo (ADN-Korr.). Der Sonderbotschafter der Regierung der DDR, Dr. Ernst Scholz, der anläßlich der DDR- Exportausstellung in Colombo weilt, gab am Mittwoch in einem Hotel der ceylonesischen Hauptstadt einen Cocktail. 400 Gäste waren der Einladung gefolgt. An der Spitze "der prominenten Persönlichkeiten erschienen der Sprecher des Parlaments, R ...

  • DDR-Haltung begrüßt

    Conakry (ADN). Der Präsident der Nationalversammlung der Republik Guinea, Leon Maca, empfing den Amtierenden Leiter der DDR-Handelsvertretung in Guinea, Helmut Guerke, zu einer längeren freundschaftlichen Unterredung. Leon Maca sprach seinen Dank für die Glückwünsche aus, die ihm vom Präsidenten der Volkskammer, Prof ...

  • Wie wird das Wetter?

    Wetterlage: An der Südseite eines umfangreichen Tiefdrucksystems, das sich von Südskandinavien bis zum Atlantik erstreckt, hält in Deutschland die südwestliche Luftströmung an. Aussichten: Bei mäßigem, nur im Norden noch starkem Südwestwind wechselnd bewölkt und vereinzelt Schauer. Höchsttemperaturen zwischen 6 und 10 Grad, tiefste Nachttemperaturen zwischen 5 und 0 Grad ...

  • Blutrichter Engelbreehten will Günter Hofe erpressen

    Entlassung verweigert, weil er in die DDR zurück will

    Berlin (ND). In einem routinemäßigen Beschluß über die Fortdauer der widerrechtlichen Haft des DDR-Bürgers Günter Hofe hat der als Nazijurist entlarvte Ermittlungsrichter am Karlsruher Bundesgerichtshof, Dr. von Engeibrechten, dieAofreehtcrhaltung des Haftbefehls verfügt. Die Begründung des Naziblutrichters: Hofe hat erklärt, er werde im Falle einer Freilassung unverzüglich die Bundesrepublik verlassen und in die DDR zurückkehren ...

  • Faschistische Methoden

    Außer den anderen Leiden des Schriftstellers und Verlegers hat sich eine bedrohliche Verschlechterung seines Sehverihögens, verbunden mit starken Augenschmerzen, eingestellt, die sich unter den Bedingungen der Haft noch verschlimmern. Auch wenn starke Dunkelheit in der Zelle herrscht, wird tagsüber kein Licht eingeschaltet ...

  • Nationalratsdelegation in Jugoslawien

    Belgrad (ADN/ND). Eine Delegation des Nationalrates unter Leitung von Vizepräsident Horst Brasch traf am Donnerstag in Belgrad ein. Zur Begrüßung hatten sich eingefundea: das Mitglied des Exekutivkomitees des Zentralausschusses des Sozialistischen Bundes der Werktätigen Jugoslawiens (SBdWJ), Lidija Sentjurc, ...

  • Schikanen und Druck

    Neben diesem ungeheuerlichen Erpressungsversuch wenden die Karlsruher Justizorgane weitere Schikanen und Druckmittel an. Tagelang bleibt Günter Hofe1 ohne jede Verbindung zur Außenwelt in der Einzelzelle eingeschlossen. Die täglich in großer Zahl eingehende Post mit Solidaritätsbekundungen wird dem Gefangenen fast vollständig vorenthalten ...

  • Sport kurz berichtet

    Turnverbände berieten in Leipzig

    Zu ihren ersten Olympiäverhandlungen trafen Vertreter des Deutschen Turnverbandes der DDR und des westdeutschen Turnerbundes am Donnerstag in Leipzig zusammen. Es wurde vereinbart, zur Ermittlung der gemeinsamen Mannschaft beider deutscher Staaten für Tokio Ausscheidungsturnen durchzuführen. Fragen des Austragungsmodus, Termin und Ort sollen in weiteren Verhandlungen geklärt werden ...

  • NEUES DEUTSCHLAND

    Redaktion: Berlin W 8. MauerstraBe 39-40, TeL 22 03 41 - Verlag: Berlin N 54. Schönhauser Allee 176. Tel. 42 00 14 - Abonnementspreis monatlich 9.50 DM - Bankkonto: Berliner Stadtkontor. Berlin n St. Schönhauser Allee 144, Kpnto-Nr. 4/1898 - Alleinige Anzeigenannahme DEWAG WERBUNG BERLIN. Berlin C i, Rosenthaler Straße 28-31 ...

  • Bankrat tagt

    Moskau (ADN). Die erste Sitzung des Rates der Internationalen Bank für Wirtschaftliche Zusammenarbeit fand am Dienstag im Moskauer Gebäude des Sekretariats des , RGW statt, meldet TASS. Den Vorsitz führte der Leiter der bulgarischen Delegation, Kirill Nestorow. Der Rat erörterte organisatorische und andere Fragen, die mit der Tätigkeit der Bank verknüpft sind ...

  • „Auftakt zu eigener Atomrüstung"

    Wien (ADN). „Selbstredend ist die vieldiskutierte multilaterale Streitmacht nur als Auftakt gedacht, dazu bestimmt, die Welt erst einmal daran zu gewöhnen, daß es (west-)deutsche Atomstreitkräfte gibt. Das Endziel kann nur eine Atomstreitmacht in alleiniger (west-)deutscher Verfügungsgewalt sein." Das ...

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Der Verlauf der 2. Sitzung Der Ministerrat der DDR Aus den Stellungnahmen der Fraktionen: Stabil und stetig Glückwünsche N. S. Chruschtschows und Leonid Breshnews Aus der Ministerratserklärung: Oberster Sowjet gratuliert DDR
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