16. Jul.

Ausgabe vom 29.08.1961

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  • Brandt schreit nach Krieg

    Zusammenstöße und Schüsse „eingeplant" / Bonner Spionageminister gibt Geld

    B t r I i n (ND), .In den Tagen nach dem 13. August hat in Berlin der Krieg auf der Straße gelegen." Mit diesen zynisch-provokatorischen Worten zog der SPD-Kanzlerkandidat Brandt auf einer Wahlkundgebung in Osnabrück am Sonntag gegen alle jene zu Felde, die seiner Aufforderung im Brief an den USA-Präsidenten Kennedy, das »letzte Risiko" einzugehen,, nicht Folge leisteten ...

  • Hechts überholen ist gefährlich

    Wohl sehr selten hat eine Opposition solche Beweise für die Unmögichkeit der Regierungspölitik in der Sand gehabt, wie sie jetzt gegen die Adenauer-Regierung vorliegen. Am L3. August ist die militaristische Politik 3er Stärke gegen die DDR und das sozialistische Lager mit großem Krach zusammengebrochen ...

  • Kuba für Unterzeichnung des Friedensvertrages noch in diesem fahr

    Berlin (ADN). „Die Regierung der Republik Kuba ist mit uns einer Meinung, daß der Friedensvertrag, sei es nun mit beiden deutschen Staaten oder aber, wenn sich Westdeutschland weigert, nur mit der DDR, noch in diesem Jahr unterzeichnet werden muß, weil das Fehlen eines solchen Friedensvertrages mit Deutschland eine tödliche Gefahr für den Frieden in Europa darstellt ...

  • Dem Weg unserer Regierung volles Vertrauen

    Berlin (ND). Der bekannte Leipziger Theolöge Prof. Dr. D. Emil Fuchs nahm in einer Erklärung zu den Maßnahmen unserer Regierung vom 13. August Stellung. In ihr heißt es: .Mit warmer Dankbarkeit erlebten wir in diesen Tagen, mit welcher Klarheit und Kraft unsere Regierung die schwere Gefahr für den Frieden der Menschheit und die Entwicklung unseres Staates abwehrte ...

  • Produktionsberatungen in Aktion

    Die Ständigen Produktionsberatungen in den Betrieben nehmen im Monat September von den Werkleitungen Berichte entgegen, welche Ergebnisse bisher bei der Beseitigung der Störanfälligkeit erzielt wurden. Gleichzeitig werden Maßnahmen festgelegt, um den Kampf um eine störungsfreie Wirtschaft zum festen Bestandteil des Planes Neue Technik und des sozialistischen Wettbewerbs zu machen ...

  • Weltgewerkschaftsbund: 13. August - Schlag gegen Frontstadtprovokation

    Berlin (ND). Zu einer gemeinsamen Tagung traten am Montag in Berlin die Sekretariate des FDGB und des WGB zusammen. Im Mittelpunkt stehen der Abschluß eines Friedensvertrages mit Deutschland und die damit verbundene Lösung der Westberlinfrage. „Die Anwesenheit aller Mitglieder des Sekretariats des Weltgewerkschaftsbundes in der Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik ist ein Zeichen des tiefen Vertrauens des WGB zur deutschen Arbeiterklasse und zur Politik der Regierung der DDR ...

  • 700 000 Mitrofanow-Stunden

    Um die anteilmäßige Planerfüllung zu sichern, sollen bis dahin mindestens 80 Prozent der von den Werktätigen übernommenen Verpflichtungen verwirklicht werden. Mit Hilfe der Mitrofanow-Methode soll je Produktionsgrundarbeiter eine Einsparung von 10 Stunden — das sind insgesamt 700 000 Stunden — erreicht werden ...

  • Vor den Wahlen Plankontrolle

    Vorschlag der Vertreter aus 51 Magdeburger Betrieben: Vom 4, bis 9. September Bilanz ziehen

    Magdeburg (ND). Noch vor den Wahlen, In der Woijie vom 4. bfs 9.September, findet in ~ allen" sozialistischen Betrieben des Bezirkes Magdeburg eine Woche der außerordentlichen Plankontrolle statt, am Bilanz über die Erfüllung Jes Volkswirtschaftsplanes zu ziehen. Im Mittelpunkt sollen die Beseitigung ...

  • Sonderbotschafter Prof. Hager aus Indonesien abgereist

    DJakarta (ADN-Korr.). Professor Hager Sonderbotschafter des Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, ist am Montag nacr einem einwöchigen Besuch in der Republik Indonesien aus DJakarta abgereist Von dem stellvertretenden Außenminister der DDR Dr. Wandel begleitet, hatt« er indonesischen Staatsmännern und aiv deren bedeutenden Politikern den Stand punkt der DDR zu einem Friedensvertraj und zur Westberlinfrage dargelegt ...

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  • Rechte der Siegermächte enden mit dem Friedensvertrag

    Und wenn einige Staatsmänner und Politiker sagen — mögen doch die Sowjetunion und andere Länder einen Friedensvertrag unterzeichnen, man- soll aber den Westmächten das Recht auf Zugang nach Westberlin, das sich aus dem Besatzungsstatut ergibt, lassen, so wollen sie Unmögliches. Wenn ein Friedensvertrag abgeschlossen wird, so enden damit natürlich auch die Rechte der Siegermächte, die sich aus der Kapitulation des besiegten Landes ergeben ...

  • Künstliche Kriegshysterie um die Berlinfrage

    Es ist also vollkommen offensichtlich, daß die Westmächte den Streit um die Berlinfrage künstlich schüren und Kriegshysterie aufkommen lassen, um die internationale Spannung noch mehr zu verschärfen und einen Vorwand zur Entfesselung eines Krieges gegen die Sowjetunion und das gesamte sozialistische Lager zu schaffen ...

  • Zustimmung der DDR erforderlich

    Alle souveränen Lander der Welt — und die Deutsche Demokratische Republik gehört zu ihnen — lassen sich von. der allgemein anerkannten Regel leiten: Wenn ihre Verbindungswege zu anderen Ländern durch das Territorium dritter Staaten gehen, dann ist natürlich stets die Zustimmung dieser dritten Staaten zur Benutzung dieser Verbindungswege erforderlich, wo immer sie auch verlaufen mögen, zu Lande, zu Wasser oder in der Luft ...

  • Gefängnis für Besuche in der DDR

    Acht Frankfurter Straßenbahner wegen DDR-Kontakten vor Gericht

    * Düsseldorf (ADN/ND). Zu neun Monaten Gefängnis verurteilte am Wochenende die 1. Große Politische Strafkammer des Dortmunder Landgerichts einen 68 Jahre t alten Bergarbeiterinvaliden aus Gelsenkirchen. Der Kumpel hatte in den letzten Jahren mehrfach die DDR besucht sowie Arbeitskollegen und Mitglieder von Sportverbänden aufgefordert, sich durch persönlichen Augenschein von den Verhältnissen in der DDR zu fiberzeugen ...

  • Bonn veranstaltet Polizeiwahlen

    15 kommunistische Einzelkandidaten widerrechtlich abgelehnt

    Berlin (ND). „Was sind das für Wahlen, wo sich die Polizei anmaßt ZU'bestimmen, wer als Abgeordneter in den Bundestag gewählt werden kann?" Diese Frage stellte das Mitglied der KPD-Fraktion des 1. Bundestages Grete Thiele am Sonntagabend in einem Kommentar über den Deutschen Freiheitssender 904. Grete ...

  • CDU und SPD machen gleiche Politik

    Bochumer Betriebsräte rufen zur Wahl der Deutschen Friedens-Union

    Düsseldorf (ADN/ND). Rund 50 Arbeiterfunktionäre, Vertrauensleute und Betriebsräte aus. Bochum unterschrieben am Sonntag auf" einer Arbeiterkonferenz einen Appell, mit dem alle Boehumer Werktätigen aufgerufen werden, bei der Bundestagswahl für die DFU zu stimmen. Unter Hinweis auf das Aktionsprogramm des DGB wird in dem Aufruf festgestellt, daß es um der Verständigung und des Friedens willen nicht möglich ist, CDU zu wählen, denn „wer CDU wählt, wählt das Risiko eines Atomkrieges" ...

  • Schluß mit dem Hinauszögern des Friedensvertrages!

    Wie sollen wir nun in der jetzt entstandenen Situation handeln? Warten, bis Deutschland sich wiedervereinigt — und das kann, wie Sie sehen, nur durch einen furchtbaren Krieg geschehen — oder aber ohne weiteren Verzug einen Vertrag mit den beiden real existierenden Staaten unterzeichnen? Wir sind der Ansicht, daß man nicht Inehr länger zögern darf ...

  • Westberlin — eine Teilfrage

    Nun zum Schicksal Westberlins. Wie ich bereits sagte, ist die Westberlinfrage ein Teil der Gesamtfrage des Abschlusses eines deutschen Friedensvertrages. Mit der Unterzeichnung eines Friedensvertrages mit der Deutschen Demokratischen Republik erhält Westberlin den Status einer Freien Stadt und wird zum uneingeschränkten Herrn seines Schicksals ...

  • Vorschlag Chruschtschows an Westmächte

    (Fortsetzung von Seite 1)

    Frankreich gespalten, als diese drei Mächte eine ganze Reihe wirtschaftlicher und politischer Maßnähmen zur Umwandlung ihrer Besatzungszonen zuerst in eine Bizone, dann in eine Trizone und schließlich in die deutsche Bundesrepublik durchführten. Vor die Tatsache des Entstehens eines separaten Staates ...

  • „Walter Ulbricht gehört auch uns"

    Spontane Beifallskundgebungen und eine Welle der Sympathie für die führenden Repräsentanten der DDR und der Partei der Arbeiterklasse beherrschten die Konferenz, als Albert Norden auf die maßlos gesteigerte Hetze gegen die DDR- Staats- und Parteiführung hinwies und an das Bebel-Wort erinnerte, daß die Arbeiterklasse auf dem richtigen Wege ist, wenn der Feind sie beschimpft ...

  • Gelächter über Lemmer-Marchen

    Und darum sträuben sich auch die tonangebenden Kreise Bonns so sehr gegen einen Friedensvertrag, weil durch ihn die Staatsgrenzen völkerrechtlich endgültig fixiert sein werden. Darum aber muß auch ein jeder, dem es ernst ist mit dem Frieden, für den Friedensvertrag eintreten. Ein Sturm des Gelächters brandete durch den Konferenzsaal, als Albert Norden das von den Westgazetten und den Hetzsendern stündlich strapazierte Lemmer-Märchen zitierte, die ganze DDR sei „ein einziges Konzentrationslager" ...

  • Warum fernbleiben?

    Julien (Rhein) (ADN/ND). „Die Bedeutung Leipzigs als internationalen Handelsplatz und Treffpunkt zwischen Ost und West hat meines Erachtens nicht nachgelassen. Schon um meine internationalen Handelsbeziehungen — worin ich i viele Jahre Arbeit investiert habe — nicht ' abreißen zu lassen, kann ich es mir nicht erlauben, diese Messe nicht mehr zu besuchen ...

  • Britische Abgeordnete nach Leipzig

    ., „Daily Telegraph": Handel mit der DDR wertvoll / Auch westdeutsche Kaufleute kommen

    London (ADN). Mehrere Abgeordnete des britischen Unterhauses beabsichtigen, zur Herbstmesse nach Leipzig zu fahren, berichtet der Londoner „Sunday Telegraph". Es handelt sich um die drei konservativen Abgeordneten Drayson, Clarke und Jenkins. Sie sind Direktoren großer britischer Unternehmen, die in Geschäftsbeziehungen zur DDR und zu anderen sozialistischen Ländern stehen ...

  • Überfall auf DDR würde weltweiten Kernwaffenkrieg auslösen

    Wodurch ist diese Haltung der Regierung Westdeutschlands diktiert? Man kann dafür nur eine Erklärung geben: Da die Regierung Westdeutschlands eine friedliche Vereinigung der deutschen Nation ablehnt, denkt sie an eine gewaltsame Eroberung der Deutschen Demokratischen Republik. Doch, wem ist es nicht klar, daß ein Versuch, diese Republik zu verschlingen, nicht ungestraft bleiben wird ...

  • Wir schlagen vor: Viermächtegarantie - für die Freie Stadt Westberlin

    Im Gegensatz zu den klaren und bestimmten Erklärungen der Regierungen der Sowjetunion und der Deutschen Demokratischen Republik über ihre Bereitschaft, Westberlin jegliche Garantien zu geben, behaupten Staatsmänner des Westens, und besonders Adenauer und Brandt, wir wollten diese Stadt „erobern". Nicht umsonst heißt es im Volksmund, daß Lügen kurze" Beine haben ...

  • Wann Verhandlungen? Jederzeit

    Sie fragen, wann Verhandlungen wünschenswert wären. Was kann ich dazu sagen? Sie werden verstehen, daß die Lösung der Frage eines deutschen Friedensvertrages keinen Aufschub duldet. Deshalb sind wir bereit, jeden Augenblick mit den Führern der Westmächte Kontakt in dieser Frage aufzunehmen, wenn sie den aufrichtigen Wunsch haben, eine realistische Regelung des Deutschlandproblems auf einer für alle annehmbaren Grundlage herbeizuführen ...

  • Das Neue und Hoffnungsvolle

    Das Mitglied des Politbüros des ZK der SED wies darauf hin, daß die Maßnahmen der Regierung der DDR, beschlossen und durchgeführt im Schutzund Trutzbündnis mit der Milliarde Menschen des sozialistischen Lagers, in den westlichen Ländern die Zustimmung sogar vieler bürgerlicher Politiker gefunden haben, die diese Maßnahmen als berechtigt und für den Frieden notwendig anerkennen ...

  • Besatzungsregime muß fallen

    Worin bestehen dann die Divergenzen? Im folgenden: Wir wollen mit den Überresten des zweiten Weltkrieges vollständig Schluß machen, während die Westmächte — die USA, England und Frankreich — sich in jeder Weise an diese Überreste klammern, um ihren Truppen den Zugang nach Westberlin auf der Grundlage der Besatzungsrechte, die der Kapitulation Hitler-Deutschlands entspringen« zu gewährleisten ...

  • Friedensstörer eingemauert

    Albert Norden erhielt stürmischen Beifall, als er erklärte, daß mit dem 13. August und den folgenden DDR- Schutzmaßnahmen die Westberliner Friedensstörer eingemauert und die Arme der Abwerber, Menschenhändler und Menschenräuber gelähmt wurden, daß jetzt die DDR um jährlich mindestens 3V2 Milliarden Mark reicher wird, um die wir durch Grenzgängerei und wirtschaftliche Ausplünderung mittels Schwindelkurses bisher betrogen worden waren ...

  • Niemand hat es auf Verbindungswege abgesehen

    Bleibt noch die Frage des freien Zugangs nach Westberlin. Um diese Frage erheben, wie Sie wissen, die Gegner des Abschlusses eines deutschen Friedensvertrages ein besonderes Geschrei. Um so wichtiger ist es; auch in dieser Frage absolute Klarheit zu schaffen. Wir sagten und wiederholen es: Niemand hat es auf den freien Zugang nach Westberlin abgesehen ...

  • Wir haben den 13. August erwartet!"

    Konferenz westdeutscher Arbeiter in Potsdam unterstützt unsere Maßnahmen / Albert Norden stürmisch begrüßt

    Ihre uneingeschränkte Unterstützung für die Friedenspolitik der DDR und die jüngsten Sicherheitsmaßnahmen der DDR-Regierung bekundeten dieser Tage rund 100 westdeutsche Arbeiter — Sozialdemokraten, Gewerkschafter, Angehörige der Falken und parteilose Werktätige - auf einer großen Konferenz westdeutscher Arbeiter im Haus der deutschsowjetischen Freundschaft in Potsdam ...

  • Testamentsvollstrecker von Marx

    Hätten' solche Persönlichkeiten wie Walter Ulbricht wenigstens seit der Novemberrevolution 1918 die Politik des Reiches bestimmt — was wäre der deutschen Nation alles erspart geblieben! Sie wäre den Weg des Friedens und des Wohlstandes für alle gegangen. Tausendmal besser wäre es um Frieden und Sozialismus ...

  • Düstere Prognosen

    Köln (ND). Die Börsenkursstürze der letzten Woche und die sieb mehrenden Anzeichen eines „Tendenzumschwungs" der westdeutschen Konjunkturentwicklung haben zu einer unverhohlenen Bestürzung bei den Leitungen der Bankkonzerne im Westzonenstaat geführt. „Bankkreise in Frankfurt (Main)" rechnen nach einer Mitteilung der „Deutschen Zeitung" in Köln „mit einem weiteren Rückgang des allgemeinen Kursniveaus" ...

  • DDR konnte nicht länger zusehen

    In der Diskussion schilderten die westdeutschen Arbeiter mit Genugtuung, welcher Schlag den westdeutschen Militaristen durch die DDR-Sicherheitsmaßnahmen versetzt worden ist und in welches Chaos und Durcheinander sie darüber geraten sind, daß ihr HauptT Zentrum des Krieges gegen die sozialistischen Länder jetzt zu einer Mausefalle geworden ist ...

  • Warum haben wir es eihe?

    Mit anschaulichen Fakten beantwortete Albert Norden die Frage, warum die DDR die Schutzmaßnahmen gerade jetzt getroffen habe. „Wir haben es so eilig, weil wir im Interesse des europäischen Friedens nicht warten können, .bis Strauß mit seiner Kriegsrüstung einschließlich der Atombewaffnung fertig ist ...

  • Neue Feierschichten

    Bochum (ADN/ND). Im Herbst, nach der Bundestagswahl, muß im westdeutschen Steinkohlenbergbau wieder mit vermehrten Feierschichten gerechnet werden. Dies kündigte am Wochenende das Vorstandsmitglied der westdeutr sehen Bergarbeitergewerkschaft. Heinz Kegel, in Bochum an. Vor einer Woche war bereits auf fünf Krupp-Zechen des Ruhrreviers eine Feierschicht verfahren worden, obwohl die Adenauer-Regierung die Zechenkonzerne aufgefordert hatte, vor der Wahl auf solche Maßnahmen zu verzichten ...

  • Überproduktion

    Hamburg (ND). Die Deutsche Ranco- GmbH. Hockenheim (Kreis Mannheim), eine Tochtergesellschaft des amerikanischen Ranco-Trusts, hat mit der Entlassung von 300 Arbeitern, das sind etwa 20 Prozent der Belegschaft, begonnen. Die Betriebsleitung begründet diese Maßnahme mit dem „starken Rückgang des Geschäftes mit Haushaltkühlschränken" ...

  • München bleibt kühl

    München (ADN). Eine ablehnende Haltung nehme die Münchner Bevölkerung gegenüber den Versuchen der Frontstadtpolitiker ein, von Westberliner Boden aus die Atmosphäre anzuheizen und Provokationen zu starten. Zu dieser Schlußfolgerung gelangt Harold C. Schonberg am Sonnabend in der „New York Times" nach einem Besuch in München ...

  • Die DDR ist kein Korridor

    „Wir haben die deutschen Imperialisten und Militaristen nicht nur enteignet und verjagt, sondern jetzt auch die Breschen geschlossen, durch die sie in die sozialistische Festung im Herzen Europas eindringen und ihren alten ,Drang nach Osten' austoben wollten", betonte Prof. Norden. „Die DDE ist kein Korridor, durch den man nach Polen und in ...

  • Wieder 370'Borgward-EntIassungen

    Bremen (ND), Die Leitung des bankrotten Borgwärd-Konzerns hat für September weitere 370 Belegschaftsmitglieder entlassen, nachdem bereits rund 18 000 Arbeiter und Angestellte seit Beginn der Borgward-Krise ihren Arbeitsplatz verloren haben. Die letzten der ursprünglich 22 000 Beschäftigten des Konzerns sollen bis zum März 1962 entlassen werden ...

  • Warenfälschung

    Koblenz (ND). Bis zu 80 Prozent aller Speiseeis-Hersteller mußten bei Kontrollen im Bereich Rheinland-Hessen wegen Lebensmittelverfälschung verwarnt oder bestraft werden. In fast allen Fällen wurden zugleich auch die Hygiene- Vnrstforiften verietzt

  • NEUES DEUTSCHLAND

    DAS REDAKTIONSKOLLEGIUM

    Hermann Axen, Chefredakteur; Georg Hansen, Dr. Günter «Hfcrtzscher stellv. Chefredakteure; Eberhard, Heinrich, Redaktionssekretär; Horst Bitschkowski, Walter Florath. Dr. Rolf Gutermuth, Willi Köhler. Karl-Ernst Reuter

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  • Wer'glaubt noch an den Klapperstorch?

    Wie war das mit dem Brief an der Wandzeitung? — Eine frühere Arbeitskollegin, sie hat vor einiger Zeit die Republik verlassen, schrieb an einen Kollegen im Wälzlagerwerk, es ginge ihr wunderbar usw. Der Brief hängt jetzt mit entsprechendem Kommentar am Schwarzen Brett. „Das ist Holzhammerpolitik", sagt Heinz Wurzel ...

  • Schluß mit dem Schlendrian

    „Wir Traktoristen", so erklärte ein Traktoristenbrigadier auf dem Forum, „haben 13 und mehr Stunden geschuftet, aber andere saßen am Wegrand, haben zugesehen und unsere Vorwärtsentwicklung womöglich noch gehemmt. Hätten wir nicht schon eher mit ihnen Fraktur reden sollen?" Ihm erwiderte Gerhard Grüneberg: „Zehn Jahre haben wir LPG ...

  • Die alte Rias-Platte

    „Man soll doch einfach frei wählen!" Diese alte Rias-Platte legt Kollege Wurzel auf. „Willst du die Regierung oder die andere Regierung?" „Nun sage doch mal, wen du wählen willst?" fragt Kollege Heinz Bethmann. „In Westdeutschland gibt es 10 000 Millionäre, und die sitzen in den entscheidenden Positionen überall drin oder wenigstens ihre Leute, im Parlament, in der Regierung, in der Presse, im Rundtißjpk und im Fernsehen ...

  • Ein Grund zum Überlegen

    „Mußten es denn aber gleich Panzer sein?" so fragt Heinz Wurzel und meint, er fühle sich durch Panzer bedroht. Schon kam der Zwischenruf: „Wer sitzt denn in den Panzern drin?" — Kurze Pause des Nachdenkens. Dann: „Na ja, auch Arbeiter, solche wie wir." „Und von denen, deinen eigenen Klassenbrüdern fühlst du dich bedroht?" Wieder eine Pause des Nachdenkens ...

  • Wir haben Ordnung an der Grenze Jetzt schaffen wir Ordnung im

    Gerhard Orüneberg vor 800 Bauern in Brüel: Die stärkeren Bataillone stehen auf unserer Seite Nun heißt es auch im letzten Dorf die gute genossenschaftliche Arbeit organisieren

    Mehr als 800 Arbeiter, Genossenschaftsbauern, Handwerker und Angehörige anderer Schichten der Bevölkerung waren dem Ruf zum Wählerforum mit dem Kandidaten des Politbüros und Sekretär des ZK Genossen Gerhard Grüneberg in der kleinen mecklenburgischen Landstadt Brüel im Bezirk Schwerin gefolgt Immer wieder'von ...

  • Der alte Zirkus findet nicht mehr statt

    Parteisekretär Genosse Leinung: „Welches Glück, daß wir heute die Kraft in Deutschland haben, die jedem Versuch, den alten Zirkus noch mal von vorne anzufangen, ein energisches Paroli bieten kann. Brandt forderte in seinem Brief an Kennedy, das .äußerste Risiko' einzugehen, Strauß krähte in Amerika, der zweite Weltkrieg sei nicht zu Ende ...

  • Rat für den Rat

    Genau wie die ökonomische fehlt auch die politische Hilfe. Die Kreisleitung orientierte die Genossen im Dorf nicht darauf, die besten Mitglieder der LPG für die Partei zu gewinnen, um mit ihnen das Steuer herumzureißen. Jugendliche haben den Wunsch, lieber heute als morgen aus Müsselmow herauszukommen, weil weder Partei noch FDJ-Kreisleitung sich bisher mit ihnen befaßten ...

  • Worüber sich Bauern ärgern

    Wenige Stunden nach dem bedeutsamen Forum war Genosse Gerhard Grüneberg bereits wieder im Kreisgebiet unterwegs. Sein Besuch bei den Genossenschaftsbauern in Müsselmow ergab, daß sich die Genossen der Kreisleitung und des Rates des Kreises bisher nicht darum kümmerten, die Feld- und Viehwirtschaft dieser LPG Typ III in Ordnung zu bringen ...

  • Der Frieden wurde gerettet

    „Moment mal, hier j»t von Maßnahmen die Rede", fällt Heinz Wurzel ins Wort. „Waren sie denn überhaupt notwendig? Meiner Meinung nach hätte man sich das sparen können!" Sollten wir denn warten, bis man uns überfällt?" kommt postwendend die Antwort aus dem Munde von Erna Wendland. „Du weißt doch selbst, wie unklar die Lage in Berlin war, mit den Abwerbern, dem Schwindelkurs, dem Grenzgängerunwesen, den Agenten, die man einschleusen konnte, mit dem westlichen Märchen von der Hungersnot ...

  • Lektion in Demokratie

    .Wir haben ihm gesagt: Fangen Sie an, vernünftig' genossenschaftlich zu arbeiten, hören Sie auf, gegen die LPG zu hetzen. Dabei machen wir ihm sein ehemaliges Großbauerndasein nicht zum Vorwurf, wie wir auch den früheren Nazis, die heute in der Genossenschaft arbeiten, keinen Vorwurf machen. Aber mit Stänkerern reden wir jetzt deutlich ...

  • Zum Ernteendspurt angesetzt

    Drei Kreise erfüllten Getreidestaatsplan / Mähdrescher umgesetzt

    Berlin (ADN). Auf den Erntefeldern der Republik bildeten am Wochenende bei strahlendem Sonnenschein Genossenschaftsbauern, Landarbeiter, Werktätige aus den städtischen Betrieben, Studenten und Mitarbeiter staatlicher Organe eine große sozialistische Gemeinschaft. Durchschnittlich 10 000 bis 20 000 Helfer waren in jedem Bezirk auf den Feldern ...

  • Was will Bauer Friedeberg?

    Genossenschaftsbauer Jaks aus Borkow fragte: „Was wird mit den Bauern, die trotz beharrlicher Überzeugungsarbeit nicht mit uns gehen?" Genosse Grüneberg: - „Den ewig Schwankenden, die nicht wissen, ob sie genossenschaftlich arbeiten wollen oder nicht, möchte ich sagen: Liebe Leute, die Arbeiter-und-Bauern-Macht hat euch ein gutes Leben verschafft ...

  • Der Groschen ist gefallen

    Schlosser Hanne de Moll: „Ich bin nicht Genosse, aber in dieser Frage kann es überhaupt keine Wahl zwischen Ost und West geben. Ich habe das Ergebnis der freien Wahl von vor 1933 erlebt. Wer nicht so wollte wie die Nazis, der wurde im KZ ausgerottet, Kinder wurden vergast, und nachher kam der Krieg. Und dieselben Leute sitzen heute in Bonn in der Regierung ...

  • Alle Hände für die Ernte

    Wir haben zusammen mit unserer Regierung beraten, wie wir die Ernt» sichern können. Sagen Sie selbst: Muß man jetzt nicht jede Minute ausnutzen, um die Ernte ins trockene zu bringen? Und muß da nicht die gesamte Bevölkerung mit anpacken? Wir sind der Meinung, daß das unter allen Umständen geschehen muß ...

  • Kreisräte antworten

    Auf die „ND"-Anfrage vom 23. August 1961 zum schleppenden Fortgang der Ernte antworteten die Räte der Kreise Luckau und Großenhain. Beide erkennen die Kritik als berechtigt an und teilen mit, was sie eingeleitet haben, um die Getreideernte noch im August abzuschließen. Der Rat des Kreises Bad Freienwalde hielt es biiher nicht für nötig, zu unserer Kritik Stellung zu nehmen ...

  • Der Trick mit dem „großen Treck"

    Parteisekretär Leinung: „Und nachher dann schreien die Schlagzeilen in der .Bildzeitung' und ,UUstein-BZ': .Terror!

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  • Stacheltiers Film-Magäzin

    In dem Bestreben, neue Formen filmischer Unterhaltung zu finden, hat die Stacheltier-Produktion der DEFA das erste Film-Magazin auf die Leinwand gebracht In der ersten Magazin-Nummer sahen wir ein Film-Chanson, ein Ballett nach den Slawischen Tänzen von Dvof äk, einen trefflich gefilmten Witz, einen ...

  • Ein großer Dienst an der Wissenschaft

    Sehr geehrter Herr Vorsitzender! Die Maßnahmen der Regierung waren unumgänglich, um die gesteigerten Zersetzungsversuche aggressiver imperialistischer Kreise Westdeutschlands und Westberlins gegen die Deutsche Demokratische Republik radikal zu unterbinden und um die Verhandlungen über den Abschluß eines Friedensvertrages mit DeutschlaVR zu erleichtern ...

  • KULTURMOSAIK

    Bamako. Die erste Volksbuchhandlung der Republik Mali wurde vor einigen Tagen vom Präsidenten der Republik, Modibo Keita, in der Hauptstadt Bamako feierlich eingeweih't. Moskau. Mehr als 2500 Laienkünstler haben Gemälde, Grafiken, keramische Arbeiten, Stickereien und Holzschnitzereien zu der in diesen Tagen in Moskau eröffneten Unionsausstellung des Laienkunstschaffens eingesandt ...

  • Wir gestalten die echte Menschenwelt

    Gegenwärtig erleben und gestalten wir die größte Verwandlung mit, die es in der Geschichte jemals gab: die Verwandlung der Welt in eine schöne, reiche, echte Menschenwelt. In historisch kurzer Frist werden wir wahrhaft menschenwürdige Lebensverhältnisse für alle erreichen — so wundervoll, wie sie vorher nie auch nur erträumt werden konnten ...

  • Entscheidender Moment unserer Geschichte

    Jeder, der vernünftig ist, versteht heute, daß dieses Programm und seine baldige Verwirklichung eine riesige Bedeutung für die Menschheit haben, daß dadurch die von den fortschrittlichen Menschen der ganzen Welt gewünschte Lage herbeigeführt wird. Ja. heute erleben wir die entscheidenden Momente unserer Geschichte ...

  • Frontstadtpolitik kontra Menschlichkeit

    Werter Geno'sse Vorsitzender des Staatsrates! Die Maßnahmen unserer sozialistischen Staatsmacht seit dem 13. August 1961 sind von entscheidender Bedeutung für die Sicherung des Friedens. Ich möchte dem Zentralkomitee unserer Partei und den obersten Organen unserer Staatsmacht in Ihrer Person dafür danken ...

  • Glücklich, wer solche Freunde hat

    Wahrhaft atemberaubende Pläne hat die Sowjetunion. Bis 1980 wird die materiell-technische Basis des Kommunismus geschaffen. Was Generationen erträumten, wird in der UdSSR Wirklichkeit. Millionen und aber Millionen bewundern heute das Sowjetvolk, das durch seine Leistungen und seinen Schöpfergeist das Lager des Friedens und des Sozialismus unüberwindlich macht ...

  • Woche finnischer Kultur

    Karl-Marx-Stadt (ND). Die Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt bereiten für die Mitte Oktober in Karl-Marx-Stadt vorgesehene „Woche der finnischen Kultur" die deutsche Erstaufführung eines finnischen Musicals von Ensio Rislakki und Jorma Panula vor. Unter dem Titel „Die häßliche Elsa" wird das Stück an vielen Theatern Finnlands mit großem Erfolg gespielt ...

  • Neuer Weg Heft 16

    Programmentwurf der KPdSU — ideologische Wafie für unseren Kampf; 17. 9.: Das Volk wählt seine Besten; Jeder Genosse hat seinen Wahlauftrag; Für die Wahlbewegung ideologisch gerüstet; Unser Beitrag zur Wahl; Auf die gewählten Organe der Staatsmacht stützen; Wohnparteiorganisationen rüsten zur Wahl; Mit vollen Händen zur Wahlurne; Für den Agitator: Fakten: Antwort auf aktuelle Fragen: Welche Vorteile bringt ein Friedensvertrag mit der DDR?; Aktuelles Material über den Bonner Militarismus ...

  • Kreuzzug wider den Geist

    Bochum (ADN). Nachdem sich einige westdeutsche und Westberliner Bühnen bereits dem massiven Bonner Druck gebeugt und auf Brecht-Aufführungen verzichtet haben, sah sich nunmehr das Schauspielhaus Bochum gezwungen, das Schauspiel „Volksbuch von Herzog Ernst" des bekannten Dramatikers Peter Hacks, der 1955 aus dem Adenauer-Staat in die DDR übergesiedelt ist ...

  • Leipziger Studenten an Heidelberger Kommilitonen

    Leipzig (ADN). Die FDJler der Leipziger Karl-Marx-Universität haben die Heidelberger Studenten in einem Schreiben an den Allgemeinen Studentenausschuß der Ruprecht-Karls-Universität zu einer gemeinsamen Aussprache über den Friedensplan der Regierung der DDR eingeladen. Mit ihrem Brief nehmen die Leipziger ...

  • Burmesisches Gesangs- und Tanzensemble besucht- DDR

    Berlin (ADN). Das Burmesische Gesangs- und Tanzensemble besucht auf seiner Europatournee, die u. a. durch die Sowjetunion und die CSSR führt, vom 4. bis 17., September auch die DDR. Die 25 Künstler werden in Berlin und in den Bezirken Halle, Karl-Marx-Stadt und Dresden auftreten. In der Union von Burma bestehen zwei Staatliche Schulen für Schöne Künste (in Rangun und Mandalay) ...

  • Nur noch drei Tage...

    . . . dann trifft sich die Hauptstadt der DDR mit dem ersten Mann der Welt der - schwerelos - 25 Stunden im Kosmos arbeitete, schrieb, aß, schlief, funkte, fotografierte. Nach seinem Raumflug besucht der Kosmonaut und Held der Sowjetunion

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  • Wir haben die Risse in unserem Haus zugemacht

    Die Schutzmaßnahmen der Regierung der DDR seien durch das Leben selbst, durch die ganze Entwicklung der Ereignisse auf deutschem Boden während der letzten Jahre diktiert worden. Dies erklärte der Erste Sekretär des ZK der SED und Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Walter Ulbricht, in einer Unterredung mit dem Vorsitzenden der Leitung der sowjetischen Presseagentur „Nowosti" (APN), Boris Bukow, der vor einigen Tagen in Berlin weilte ...

  • „Ihr würdet euch *"" die Zähne ausbeißen''

    Werktätige schreiben der „Prawda": Solidarisch mit Schutzmaßnahmen

    Die „Prawda" veröffentlichte am Montag eine Sonderseite mit Briefen sowjetischer Arbeiter und Entschließungen von Betriebsversammlungen, in denen nachdrücklich der Abschluß eines deutschen Friedensvertrages gefordert und der Solidarität mit den Werktätigen der DDR Ausdruck gegeben wird. Die Schlosser ...

  • Indien begrüßt Absage an Brandt

    Mit offensichtlicher Befriedigung ist tn solitischen Kreisen in Neu Delhi die offene \bsage von Premierminister Nehm auf das \nsinnen des Westberliner Frontstadtchefs 5randt aufgenommen worden, Westberlin sinen Besuch abzustatten, überrascht haben Jabei die Entschiedenheit der Absage und ;inige Begleitumstände der ...

  • Es geht nicht nur um Bizerta

    r\ ie Ergebnisse der jüngsten Debatte in der '-' UNO-Vollversammlung sind in vieler Hinsicht aufschlußreich und gehen in ihrer Bedeutung weit über die Bizertafrage hinaus. Wie gemeldet, beschloß die Vollversammlung einen Appell an Frankreich und Tunesien, unverzüglich Verhandlungen Ober die Räumung des französischen Mittelmeer- Stützpunktes aufzunehmen ...

  • Generale reißen die Macht an sich

    Vizepräsident Goulart von Verhaftung bedroht / Welche Rolle spielt der CIA in dem Komplott?

    Rio de Janeiro/Paris (ADN/ND). Die Lage in Brasilien, dem (roßten südamerikanischen Staat, hat sich in den letzten Stunden weiter zugespitzt. Nachdem Präsident Quadros von einigen Militärs und ultrarechten Politikern am vergangenen Wochenende zum Rücktritt gezwungen wurde, deutet jetzt alles daraufhin, daß die brasilianischen Generale die Macht an sich zu reißen beabsichtigen ...

  • Sowjetische Atomindustrie sichert Frieden und Wohlstand

    Moskau (ADN).-Ein völlig neuer Industriezweig, die Atomindustrie, ist in den letzten Jahren in der Sowjetunion geschaffen worden, schreibt in der „Iswestija" der Vorsitzerfde des Staatlichen Komitees des Ministerrats der UdSSR für Atomenergieauswertung, Wassili Jemeljanow. Die moderne Atomindustrie der ...

  • Abfuhr für Adenauer verbessert Friedenschancen

    Sofortige Verhandlungen über die Westberlinfrage hat der britische Parlamentsabgeordnete Richard Crossman, Vorsitzender der Londoner Organisation der Labour Party, im „Sunday Pictorial" gefordert. „Das Gerede, (West-)Berlin durch einen Krieg zu verteidigen, ist reiner Bluff", schreibt Crossman. Die Adenauer-Regierung sei dafür verantwortlich, daß der Westen bisher keine Verhandlungen aufgenommen hat ...

  • Friedensvertrag — Gebot der Stunde

    Der Rat des Internationalen Versöhnungsbundes forderte auf einer Tagung In Chambon-sur-Lignon (Frankreich) die baldige Anerkennung der Deutschen Demokratischen Republik und der Oder- Neiße-Grenze durch die Westmächte. Wie aus einer. Meldung des in Genf erscheinenden „Ökumenischen Pressedienstes" über ...

  • Treffen 24 nichtpaktgebundener Staaten

    Vorbesprechungen der Casablanca-Gruppe in Kairo

    Belgrad (ADN). In der jugoslawischen Hauptstadt gehen die Vorbereitungen für die am "Freitag beginnende Konferenz der nichtpaktgebundenen Staaten mit Hochdruck voran. Die Teilnehmerliste umfaßt bisher 24 Staaten, die ihre Ober* häupter oder Regierungschefs nach Belgrad entsenden: Jugoslawien, VAR, Sudan, Tunesien, Jemen, Afghanistan, Algerien, Burma, Kambodscha, Ceylon, Kuba, Zypern, Äthiopien, Ghana, Guinea, Irak, Indonesien, Indien, Libanon, Mali, Marokko, Nepal, Somalia und Saudiarabien ...

  • U-Boot-Spionage vor Küsten der UdSSR

    Verteidigungsministerium: Grenzverletzer werden vernichtet

    Moskau (ADN). Die sowjetische Nachrichtenagentur TASS veröffentlichte am Montag eine Erklärung über die Verletzung der staatlichen Seegrenzen der UdSSR durch ausländische U-Boote. In letzter Zeit seien die sowjetischen Hoheitsgewässer mehrmals verletzt worden, heißt es in der Erklärung. Dabei seien die ausländischen U-Boote in getauchtem Zustand in die sowjetischen Hoheitsgewässer eingedrungen und hätten Manöver sowie Spionage-Beobachtungen vorgenommen ...

  • Statt Gegenmaßnahmen - Lenin lesen

    Die Zeitung hatte Reporter losgeschickt, die Stellungnahmen Im Sinne „harter Vergeltungsmaßnahmen für den 13. August", wie sie im „Acht-Uhr-Blatt" täglich gefördert wurden, einholen sollten. Hier das veröffentlichte Ergebnis: Ein Bauarbeiter: .Vergeltungsmaßnahmen? Da sind wir hin und ist Berlin hin ...

  • Interview indischer Zeitschrift mit Prof. Hager

    Neu Delhi (ADN-Korr.). „Mit der Schließung der Grenze zwischen den östlichen und westlichen Sektoren in Berlin hat Adenauers .Politik der Stärke* einen Punkt erreicht, wo ihr Bankrott vor der ganzen deutschen Nation sichtbar wird", diese Worte stellt die indische Wochenzeitschrift „Link" einem Interview mit dem Sonderbotschafter des Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, Prof ...

  • WBDJ-Delegation in Berlin

    Berlin (ADN). Brüderliche Grüße des Weltbundes der Demokratischen Jugend überbrachte der jungen Generation der DDR im Kampf für Frieden und gegen den westdeutschen Militarismus eine Delegation des WBDJ, die am Montag auf dem Flugplatz Schönefeld eintraf. Ihr gehören unter anderem der Stellvertretende Generalsekretär des WBDJ, Barbaca N'Diongne aus Senegal, und der Sekretär Francisco Penalver aus Kuba an ...

  • Fanfani soll Bonner Militärbasen auflösen

    Rom (ADN-Korr). Eine Gruppe von Abgeordneten der Sozialistischen Partei Italiens hat von der Regierung die Beseitigung der Bundeswehr-Stützpunkte in Sardinien gefordert. Die Abgeordneten weisen in ihrer Erklärung auf den vor drei Tagen erfolgten Bombenabwurf durch eine Einheit der Bonner Luftwaffe über dem Strand von Sardinien hin und betonen, daß die Regierung Fanfani die Notwendigkeit der Räumung der westdeutschen Stützpunkte berücksichtigen müsse ...

  • Einziger Weg: Verhandeln

    H. Strothe aus Düsseldorf schreibt in der Zeitung: »Die Jetzige Lage im Zeitalter von Wasserstoff- und Kobaltbomben läßt doch nur eine Schlußfolgerung zu: Regierungsvertreter aus Ost- und Westdeutschland sollten sich endlich an einen Tisch setzen und durch Verhandlungen die strittigen Fragen lösen. Eine andere "Lösung, die ...

  • Unglück in der CSSR

    Prag (ADN). 18 Tote und zehn Verletzte hat ein schweres Eisenbahnunglück gefordert, das sich am Sonntag zwischen Vrbno Pod Praded und Karlovice (Nordwest-Mähren) ereignete. Ein Triebwagen war auf der eingleisigen Strecke auf einen haltenden Güterzug aufgefahren. Ursache des Unglücks ist wahrscheinlich grobe Fahrlässigkeit beim Rangieren ...

  • Washingtons Hand unverkennbar

    Die sowjetische Nachrichtenagentur TASS schreibt über die Hintergründe des Komplotts der Generale, man könne annehmen, „daß das Zentrale Erkundungsamt (CIA) unter Allen Dulles, das die Invasion auf Kuba und den reaktionären Umsturz in Guatemala in die Wege leitete, dabei eine nicht unbeträchtliche Rolle gespielt hat ...

  • Burgiba warnt Frankreich

    Tunis (ADN). Der tunesische Staatspräsident Burgiba hat an die französische Regierung die Warnung gerichtet, das tunesische Volk werde erneut die Waffen erheben, wenn Frankreich weiterhin die UNO-Beschlüsse mißachten und seine Truppen nicht auf die Ausgangsstellungen des Stützpunkts Bizerta zurückziehen sollte ...

  • Erweiterter Warenaustausch UdSSRr^olksrepublik China

    Moskau (ADN). Zusätzliche gegenseitige Warenlieferungen für 1961 wurden im Laufe sowjetisch-chinesischer Handelsbesprechungen, die vom 8. bis 26. August in Peking stattfanden, vereinbart. Die Verhandlungen verliefen im Geiste aufrichtiger, brüderlicher Freundschaft und vollen gegenseitigen Verständnisses ...

  • GPRA weiterhin für Verhandlungen mit Frankreich

    Kairo/Tunis (ADN). Die Provisorische Algerische Regierung sei nach wie vor für Verhandlungen mit Frankreich, wenn sie auf der Grundlage der Anerkennung der Souveränität Algeriens und der Einheit seines Volkes geführt werden. Dies erklärte der neue Außenminister des GPRA, Saari Dahlab. in Kairo.

  • Bedeutsame Erklärung namhafter Christen aller Kirchen der Welt

    der Rat des Internationalen Versöhnungsbundes in seiner Erklärung der Entspannung und Verständigung das Wort redete und damit den kalten Kriegern in Westberlin eine Abfuhr erteilte. Labourfiihrer Crossman:

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  • FC LMield Belfast in der Hauptstadt der DDR

    Manager McDowall: „Wir freuen uns, hier bei Ihnen zu sein, und hoffen auf ein paar schöne Tage in Ihrer Stadt" / Heute 10.30 Uhr erstes Training

    Am Montagnachmittag traf die Fußballmannschaft des FC Linfield Belfast, Europapokal-Gegner unseres Fußballmeisters ASK Vorwärts, in der Hauptstadt der DDR ein. Die Gäste aus Nordirland, an ihrer Spitze der Sekretär des Clubs, Mr. Smith, wurden nach schneller und reibungsloser Erledigung der Formalitäten am Grenzübergang Friedrichstraße vom Mannschaftsleiter des ASK Vorwärts Berlin, Major Knöfler, auf das herzlichste begrüßt (unser Bild) ...

  • Eilverkauf

    Das Anzeigengeschäft läuft seit einigen Tagen in den Westberliner Zeitungsverlagen auf Hochtouren. Der Grund: Stellenanzeigen für die ausgebliebenen Grenzgänger und — Verkäufe. Die „Morgenpost" veröffentlicht beispielsweise in ihrer Ausgabe vom Sonntagi dem 27. August, eine ganze Seite Anzeigen, auf der nicht weniger als 124 Villen und Wohnhäuser meist als „Eilverkäufe" angeboten werden ...

  • Vor dem Urlaub an die Wahlurne

    Hochbetrieb in den Berliner Sonderwahllokalen

    Pünktlich um 8 Uhr wurden am Sonntagmorgen in den Rathäusern der acht Stadtbezirke des demokratischen Berlin die Sonderwahlräume geöffnet, um den Bürgern, die sich am 17. September nicht an ihrem Wohnort befinden, die Ausübung ihres Wahlrechts zu sichern. Ebenso pünktlich fanden sich in Treptow, Mitte, Friedrichshain und Köpenick die ersten Wähler ein und gaben nach Erhalt ihrer Wahlscheine ihre Stimme den Kandidaten der Nationalen Front für die örtlichen Volksvertretungen ...

  • Ich will nicht für Westberliner Rowdys sterben

    Erinnerungen an Hitlers Braunhemden / Provokation an der Grenze

    „Ich habe nicht die Absicht, mich von einem Haufen Westberliner Halbwüchsiger in den dritten Weltkrieg hineinziehen zu lassen, wenn ich es verhindern kann." Diese Worte eines britischen Offiziers, der in Westberlin stationiert ist* zitiert die Zeitung „Daily Mail" am Montag. Das Blatt beschreibt die ...

  • Nazi-Offiziere als „Anspitzer"

    Erlebnisse eines Westberliners am Brandenburger Tor

    Alte Nazi-Offiziere mit „Glatze und Zigarre" gehören zu den „Anspitzern", die Westberliner Jugendliche zu Provokationen gegen die Sicherungsorgane der DDR aufputschen. Sie versuchen ihre „Osterfahrung" unter Hitler nun im Dienste der Frontstadtpolitik anzuwenden. In einem Leserbrief in der Sonntagsausgabe des Westberliner „Telegraf" schildert Herr Karl Jönk aus Berlin- Lichterfelde seine Erlebnisse am 14 ...

  • Damals Stätte des Elends

    Vielleicht sollte man ihnen am ersten Schultag erzählen, daß dort, wo sich jetzt der neue Schulbau erstreckt, vor fast 140 Jahren das Häuschen eines Baumwollfabrikanten stand, damals noch vor den Toren Berlins. 1883 feierte man an gleicher Stelle die Einweihung eines Hauses für die ärmsten der armen Kinder: eines Waisenhauses ...

  • Goethe-Preis ür Architektenkollektiv

    Den Goethe-Preis der Stadt Berlin verlieh am Montag im Wappensaal des Berliner Rathauses der Ständige Stellvertreter des Oberbürgermeisters, Waldemar Schmidt, an Werktätige, die durch beispielhafte Leistungen dazu beitrugen, das Ansehen der Hauptstadt zu erhöhen. Die alljährlich verliehene Auszeichnung ...

  • Die neue Schule ist fertig

    Am Freitag Schlüsselübergabe in der Leninallee / Früher stand dort ein Waisenhaus

    In 72 Stunden wird ein Berliner Bauarbeiter einem Schüldirektor in der Leninallee einen Schlüssel übergeben. Es ist der Schlüssel für Berlins modernste und wohl auch schönste Schule, die 26. Oberschule. Im Oktober vorigen Jahres — einen Monat nach dem im Bauplan vorgesehenen Termin — konnten erst die Betonfundamente gegossen werden ...

  • MOSAIK DES TAGES

    12 477 Abc-Schützen werden am 4. September in Berlin zum 'erstenmal zur Schule gehen. Frohe Ferientage in rund 400 Betriebsferienlagern verbrachten in diesem Jahr über 50 000 Berliner Kinder. In den vier Berliner Pionierlagern waren 5500 Teilnehmer. 90 Prozent der gesamten Getreideflächen der Berliner Landwirtschaftsbetriebe waren bis Sonntagabend gemäht ...

  • Wie wird das Wetter'

    Aussichten für Dienstag, den 29. August 1961: Heiter oder nur locker bewölkt, trocken. Tageshöchsttemperaturen im Norden nahe 25, im Süden über 25 Grad. Tiefste Nachttemperaturen um 12 Grad. Schwach windig, örtlich starker Erühdunst oder Frühnebel. Die weiteren Aussichten für Mittwoch. Donnerstag und Freitag: Weiterbin überwiegend heiter, trocken und warm ...

  • Grenzkinos pleite

    Die Westberliner Spekulationsunternehmen, die ausschließlich von dein Schwindelkurs Brandts existieren, sind am Ende angelangt. Dies gesteht die „Nacht-Depesche" am Montag in einem Artikel „Not an der Grenze" ein. „Die politischen Ereignisse vom 13. August haben viele Geschäftsleute hart getroffen. Sie hatten ein Kino oder ein Geschäft an den Sektorengrenzen", schreibt das Blatt ...

  • /. Steinwürfe vom Reichstag

    Elf Tage lang stand der Bauarbeiter Hanne Gemski, Mitarbeiter im Büro für Erfindungswesen des VEB Straßen- und Gleisbau, mit seinen Kameraden in der steingrauen Uniform der Kampfgruppen an der Berliner Sektorengrenze für den Frieden auf Wacht. Es waren Tage, in denen auch diese 4. Hundertschaft eines Berliner Kampfgruppenbataillons spürte, wie richtig und notwendig es ist, daß die Arbeiter das Waffenhandwerk beherrschen ...

  • Dank an die Bauleute

    131 große Fenster in den weißen Rauhputzfassaden verraten heute schon, daß Licht und Son^ne in diesen Klassenzimmern das Lernen zur Freude lassen werden. Die großen mit farbenfrohen Mosäikarbeiten verzierten Säulen in der Eingangshalle haben nichts mit den dunklen Treppenhäusern alter Schulen gemein ...

  • Die Toto-Quoten

    Sport-Toto: 1. Rang: 1 Gewinner mit 14 348,70 DM; 2. Rang: 50 Gewinner mit je 286,90 DM; 3. Rang: 724 Gewinner mit je 19,80 DM; 4. Rang: 5549 Gewinner mit je 2,50 DM. 6 aus 49: 1. Rang: 3 Gewinner mit je 99 519,90 DM; 2. Rang: 6 Gewinner mit je 46 426,60 DM; 3. Rang: 173 Gewinner mit je 1610,10 DM; 4 ...

  • NEUES DEUTSCHLAND

    Redaktion: Berlin W 8. Mauerstraße 3940. TeL 22 03 41. — Verlag: Berlin N' M. Schönhauser Allee 176 Tel 42 59 51. — Abonnementspreis monatlich 3.50 DM — Bankkonto: Berliner Stadt- Kontor. Berlin N 58. Schönhauser /Allee 144. Konto-Nr 4 1898. — Alleinige Anrelgenannahme DEWAG WERBUNG BERLIN. Berlin C 2, Rosenthaler Straße 28-31 ...

  • Urabstimmung

    Eine Urabstimmung im graphischen G'ewerbe Westberlins findet am heutigen Dienstag statt. Die IG Druck und Papier im Westberliner DGB fordert eine 17prozentige Teuerungszulage. Der Kampf der Arbeiter um die Zulage wird besonders durch die Maßnahmen der DDR begünstigt. Grenzgänger, die bisher eine geschlossene Kampf frönt verhinderten, können von den Unternehmern nun nicht mehr ins Feld geführt werden ...

  • I

    Einen Selbstmordversuch unternahm am Montag früh die 30jährige Erika M. im Auffanglager für abgeworbene DDR- Bürger am Salzufer in Charlottenburg. Sie wollte aus einem Fenster im zweiten Stock springen, wurde jedoch zurückgehalten.

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Brandt schreit nach Krieg Hechts überholen ist gefährlich Kuba für Unterzeichnung des Friedensvertrages noch in diesem fahr Dem Weg unserer Regierung volles Vertrauen Produktionsberatungen in Aktion Weltgewerkschaftsbund: 13. August - Schlag gegen Frontstadtprovokation 700 000 Mitrofanow-Stunden Vor den Wahlen Plankontrolle Sonderbotschafter Prof. Hager aus Indonesien abgereist
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