6. Juli

Ausgabe vom 02.05.1965

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  • Geist der Zeit Von Walter F1 o r a t h

    Gegenwart und Geschichte des sozialistischen deutschen Staates, Ausdruck seiner''nationalen Mission — das war die mächtige Demonstration vom 1. Mai 1965. Das spürte, davon war erfüllt, wer gestern Seite an Seite mit seinen Kampfgenossen schritt. Der Geist unserer Zeit, das ist der Wille von Millionen, gut zu arbeiten, die Technik und alles Wissen der Menschheit für die Macht dieses -sozialistischen Staates zu nutzen ...

  • Warum die Falken nicht geschlossen ander Maikundgebung teilnahmen

    Ein aufschlußreicher Brief an den Ländesvorstand der SPD in Westberlin

    -'Berlin (ND).; Das" Westberliner Maikomitee hat äöft sozialdemokratischen Falken? verboten*' auf der Maikundgebung mit Transparenten gegen den schmutzigen Krieg der, USA in Vietnam zu protestieren. Die Falken nahmen deshalb nicht geschlossen an der Demonstration in Westberlin teil. In einem Brief an den Landesvorstand und Landesausschuß der SPD in Westberlin schreiben sie: _ ■ ...

  • Epü;:fräg derFreude liliä des Stölzls auf sozialistische unsere lifc Weit über 300 00Ö Berliner zogen über den Marx-Engels*Platz r 7 .?: ^T;^%C"•','' -r '' " " ^ •■ '...','... ° ■

    B e r 1 i n (ND). Den 75. Kampfmäi der Arbeiterklasse begingen die Werktätigen unserer Republik im Zeichen des 20. Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus. In der Hauptstadt zogen weit über 300 000 Demonstranten viereinhalb Stunden lang über den fahnengeschmückten Marx- Engels-Platz, ...

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  • Festrede Herbert Warnkes

    Den diesjährigen 1. Mai begehen wir kurz vor dem 20. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Hitlerfaschismus. Der Sieg der Sowjetunion und der Völker der Antihitlerkoalition über die Hitlerhferrschaft wurde zu einem ^ Wendepunkt in der deutschen Geschichte und der Geschichte Europas. Mit der Befreiung ...

  • Maibummel durch Berlin

    Walter Ulbricht auf der Karl-Marx-Allee

    17on unseren Berichterstattern Im Strom der Menge, die iestern durch die Karl-Marx- Ulee spazierenging,, um den . Mai zu feiern, befanden sich >rominente Gäste: Der Erste Sekretär des ZK, Genosse Waler Ulbricht, die Mitglieder des 'olitbüros. Erich Honecker und Paul Verner. nahmen in Begleitung Ihrer Gattinnen am Volk»- test teil ...

  • Die Aktivisten der ersten Stunde

    9 Uhr. Vom Turm des Roten Rathauses tragen Lautsprecher den Glockenschlag über den weiten Marx-Engels-Platz. Die Maikundgebung ist eröffnet. Die Fanfare „Für den Frieden der Welt" klingt auf; zehntausend Tauben. gefiederte Symbole des Friedens, steigen In den blauen Himmel Berlins. Genosse Herbert Warnke, Mitglied des Politbüros und Vorsitzender des Bundesvorstandes des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes, begrüßt und beglückwünscht die Kundgebungsteilnehmer und alle Werktätigen zum 1 ...

  • Amis 'raus aus Vietnam!

    Fast fünf Stunden demonstrierten Leipzigs Werktätige gemeinsam mit sowjetischen Gästen, italienischen und westdeutschen Gewerkschaftern sc%- wie dänischen Bauern vordem NeUen Rathaus. Als die vietnamesische Gruppe der Auslandsstudenten die Ehrentribüne erreichte, erscholl minutenlang der zehntausendfache Ruf: „Amis 'raus aus Vietnam!" Aktivisten der ersten Stunde eröffneten in Dresden den Aufmarsch der mehr als zweihunderttausend auf dem Altmarkt ...

  • Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann

    Walter Ulbricht hat auf dem 0. Plenum gesagt, es sei unsere Pflicht, die Bilanz der verflossenen 20 Jahre zu ziehen. Hier marschiert sie vorüber, diese Bilanz. Und es ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Auf einem Wagen hißt ein Rotarmist über den Ruinen von Berlin die Fahne der siegreichen Sowjetunion auf dem Reichstag ...

  • Die Hausherren von morgen

    Dann überlassen die Belegschaften der Berliner Betriebe und Institutionen den Platz für kurze Zeit den Weißen Hemden der Jungen Pioniere und den blauen der Freien Deutschen Jugend. Das sind die Jungen und Mädchen, die das Werk zum Siege führen werden, das die Aktivisten der ersten Stunde begannen. Die weiß-blaue Woge der Jugend wird abgelöst durch das Olivgrün der Gesellschaft für Sport und Technik und durch das farbenprächtige Bild unserer Sportler ...

  • Professor Leo Spies gestorben

    Berlin (ADN). In der Nacht zum Sonnabend starb Nationalpreisträger Prof. Leo Spies im Alter von fast 66 Jahren in Ahrenshoop anden Folgen einer Gehirnschlages. Er war Ordentliche» Mitglied der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin und .Sekretär der Sektion Musik. .iüberraschend und bestürzend kommt für seine Freunde und Kollegen die Nachricht vom Ableben des Komponisten Leo Spie«", heißt es im Nachruf der Deutschen Akademie der Künste ...

  • Sadat: Sache der Deutschen selbst

    Prag (ADN-Korr.). Die deutsche Frage müsse In erster Linie von den Deutschen selbst gelöst werden. Dies erklärte am Freitag der Präsident der VAR-Nationalversammlung, Anwar el Sadat, auf, einer Pressekonferenz in Prag zum Abschluß eines mehrtägigen Besuches einer VAR-Parlamentsdelegation in der CSSR ...

  • Multilaterale RGW-Verhandlungen

    XLelpzig (ADN/ND). Multilaterale Verhandlungen über gegenseitige Warenlieferungen für 1965 zwischen den Mitgliedsländern des RGW haben in der vergangenen Woche in Leipzig stattgefunden. An diesen Verhandlungen nahmen Delegationen Bulgariens, Ungarns, der Deutschen Demokratischen Republik, der Mongolischen Volksrepublik, Polens, Rumäniens, de ...

  • Festsitzung in Greifswald

    Greifswald (ADN). Eine Fe*tsitzung zum 20. Jahrestag der kampflosen Übergabe Greifswalds vereinte am Freitagabend im historischen'Rathaus Stadtverordnete und-hohe sowjetische Offiziere, die am 30. April 1945 an der Befreiung der alten Universitätsstadt und danach am Aufbau einer örtlichen Selbstverwaltung beteiligt waren ...

  • Premiere in Seelow

    Seelow (ND), Cm Bauern' theater Seelow führte am Vorabend des 1. Mal das Stück „Sommer in Heidkau" von Helmut Sakowski auf. Die Premiere wurde zu einem vollen Erfolg. Das Stück wurde für die 7, Arbeiterfestspiele einstudiert. Regle führte Carl Rüdiger, Obersplelleiter des Schauspiels am Kleist r Theater Frankfurt (Oder); Eigen« für diese Aufführung gewann er aus den Dörfern neue Darsteller ...

  • Blick auf den Spielplan

    DEUTSCHE STAATSOPER, 11 Uhr: Kammermusik der Staatskapelle (Apollosaal)*«»); 18-32.30 Uhr: „Tristan und Isolde"***) MBTROPOL-THEATER, 19 bis 22.30 Uhr: „Die lustige Witwe"***) DEUTSCHES THEATER, 19 bi» 22.30 Uhr: „Hamlet"**) KAMMERSPIELE, 19.30 bis 22 Uhr: „Der Tartütf"***) BERLINER ENSEMBLE, 19 bis 21,45 Uhr: „Die Dreigroschen-, oper"**) MAXIM OORKI'THEATER; ia-21 Uhr: „Die ReUo ura die Erde in 80 Tagen"*) , VOLKSBÜHNE, 18-2W5 Uhr: „Der Besuch ...

  • Wie wird das Wetter?

    Wetttrlag«: Unter HochdruckeinfluB dauert ■ d,as freundliche Wetter auch am Sonntag an, ; Aussichten für Sonntag; Nach Auflösung örtlicher Frühnebelfelder überwiegend sonnig und trocken. Tageshöchsttemperaturen bei 20 Grad, nur an der Küste bei Seewind nicht über 10 Grad, nachts Tiefstwerte um 5 Grad, Meist nur schwacher ...

  • Hundertschaften der Kampfgruppen

    Und unzahlig die Transparente: „Wir wissen unser Vaterland zu schützen." Das unterstreicht' der eindrucksvolle Aufmarsch der Kampfgruppen, der die große Maidemonstration kraftvoll beschließt. Diszipliniert ziehen die Formationen vorbei, die die Traditionen der proletarischen Hundertschaften fortführen und bereit sind, den ersten deutschen Arbeiter-und-Bauern-Staat zu schützen ...

  • Befreier als Gaste

    Fünf Stunden lang demon-1 strlerten die Karl-Marx-Städter In der Metropole des Maschinenbaues* AU Ehrengast befand sich auf der Tribüne der ehemalige sowjetische Stadtkommandant I, I, Spiridonow.. Auf der Freundschaftsinsel und rund um , den Marstall feierten die Potsdamer. „Nicht nur ansehen, sondern mitmachen!" war das Motto einer Ausstellung des künstlerischen Volksschaffens ...

  • Freundschaft der Völker

    Es gibt Bilder, die sich im Fluß der Demonstration wiederholen. Immer wieder Betriebe, die mit Weltkugeln und Tafeln kundtun, in wieviele Länder sie exportieren; immer wieder sichtbarer Protest gegen die USA-Aggression in Vietnam und in der Dominikanischen Republik; inmittender Studenten junge Menschen ...

  • Marschtritt des befreiten Volkes

    Unter« Reporter Ursula Rebetzky und Heinz Stern berichten vom Marx-Engels-Platz in Berlin - Nach kühlen, regenreichen Wochen Ist die Wolkendecke über der Hauptstadt der Republik aufgerissen; der 1. Mai 1965 grüßt Berlin mit einem strahlend-sonnigen Frühlingsmorgen. So hatte vor 20 Jahren das Morgenrot der Befreiung die Nacht des Faschismus bezwungen ...

  • Internationaler Treffpunkt Rostock

    Rostock (ADN). Ein internationaler Treffpunkt für Gewerkschafter Nordeuropas ist am 1. Mai in Rostock feierlich eröffnet worden.. Rund 200 dänische Arbeiter und Handwerker hatten »ich in Wochenendeinsätzen an der Ausgestaltung dieses Gebäudes beteiligt. Der Vorsitzende des Ständigen Komitees der Arbeiterkonfer renz der Ostseeländer, Norwegens und Islands, Rudi Speckin, und der Vorsitzende des dänischen Landeskomitees, Kai Buch, würdigten in kurzen Ansprachen dieses „Haus der Begegnung" ...

  • Die besten Diplomaten

    „Unsere ökonomischen Tatei sind die besten Diplomaten' steht auf einem großen Trans parent. Die EAW bauten in Indien eine Meßgerätefabrik, di« Köpenicker Funkwerker stellten den ersten Großsender füi Indonesien termingerecht fer ?*■ . Wissenschaftler, Ingenieure und Konstrukteure — viel« Söhne von Arbeltern und Bauern oder gestern selbst noch Arbeiter —, marschieren Seit« an Seite mit den Männern und Frauen von den ...

  • NEUES DEUTSCHLAND

    REDAKTIONSKQLLEGIUM Hermann Axen, Chefredakteur; Eberhard Heinrich, Hajc Herbell, Dr. Günter Kertzscher stellv. Chefredakteure; Armir Greim, Redaktionssekretär: Horst Bitschkowski. Harrj Czepuck. Walter /Florath, Dr Rolf Gutermuth, Georg Hansen, Klaus Höpcke. Werner Schindler, Lieselotte Thoms. Dr. Harald ...

  • Feiern in der Republik

    Berlin. Strahlender' Sonnenschein von Rostock bis Suhl. Rbte Fahnen über Schornsteinen und Werkhallen. Städte und Dörfer in festlichem Schmuck von Maiengrün. Vormittags Festumzüge und Kundgebungen, an denen viele ausländische Maigäste teilnahmen. Volksfeste bis nach Mitternacht.

  • Ausstellung zum Bildungssystem

    Leipzig (ADN). Eine Ausstellung „Unser Weg zum einheitlichen sozialistischen Blidurigssysteni" würde am Freitag im Neuen Rathaus der Messestadt eröffnet

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  • Westberliner Falken an den Landesvorstand der SPD:

    Man hat uns untersagt, in diesen Wochen, in denen sich die Kapitulation des nationalsozialistischen Reiches zum zwanzigsten Male jährt, auf einem öffentlichen Forum „Oder-Neiße oder Elbe?" unser Verhältnis zu unseren polnischen Nachbarn und die immer wieder Unfrieden stiftende Grenzfrage zu erörtern ...

  • Schutz für Bruderstaaten

    Auf die gegenwärtige internationale Lage eingehend, erklärte der Marschall; „Wir sehen in etwa» abgewandelter Form heute die gleiche Politik des englischamerikanischen Blocks in bezug auf Westdeutschland, die vor 26 Jahren die Welt in den Krieg stürzte. Mit dem Segen der Imperialisten werden Pläne zur atomaren Rüstung der Bundeswehr ausgearbeitet ...

  • Fälscher und Verfälscher

    Der Klassenkampf ist abgeschafft; der 1. Mai hat seinen früheren Sinn verloren — das war &«r gestern und vorgestern In Westdeutschland zu hörende offizielle Refrain. Regierung und PseudoOpposition, Unternehmervertreter und manche Herren von der Gewerkschaftsbürokratie hatten sich auf diese Weisheit geeinigt ...

  • Kampflosung westdeutscher Arbeifer: Atomrüstung und Notstandsgesetze verhindern!

    Eindrucksvolle Demonstrationen trotz Versuche der CDU und Wehners, den 1. Mai revanchistisch zu verfälschen München: Wurzeln der nationalistischen Welle ausrotten Augsburg: Verflucht und verdammt sei, wer Atomminengürtel an der Grenze legt Kassel: Wir verhindern Ausverkauf der Demokratie Bremen: Vietnam will Frieden — USA werfen Bomben München ...

  • Ruhm gilt dem ganzen Volk

    Im Anschluß an seine Ausführungen beantwortete Marschall Konew zahlreiche Fragen der sowjetischen und aus» ländischen Korrespondenten. Ein Jour-~ nalist fragte nach der Höhe der Menschenverluste der Sowjetunion in> Kriege. Der Marschall bezifferte die Verluste auf annähernd 20 Millionen Menschen, davon etwa zehn Millionen Soldaten und Offiziere und etwa weitere zehn Millionen aus der zivilen Bevölkerung ...

  • Beste geschichtliche Lehre: Krieg nie mehr zulassen!

    Frankfurt (Main). Die Stadt erlebte eine der möchtigsten Kampfdemonstrationen seit vielen Jahren. Mehr als 12 000 folgten dem Ruf ihrer Gewerkschaft zum Rötnerberg. Ihre Losungen: „Soziale Aufrüstung statt Atomrüstung", „Abrüstung sichert den Frieden", «Keine Atomwaffen In Deutschland", »Mit dem DGB gegen Notstand", „Die Mörder sind noch unter uns" ...

  • Polizei verprügelte Ausländer und Studenten

    Westberlin. Zu schweren Ausschreitungen der Westberliner Polizei gegen griechische und spanische Gastarbeiter, gegen Studenten und Falken kam es auf der Westberliner Maikundgebung vor dem Reichstag. Weil die Kundgebungsteilnehmer auf ihren Losungen Schluß mit dem USA-Krieg in Vietnam, Ächtung der Atombombe, ...

  • Friede wäre höchste Ehrung der Helden

    Von unserem Korrespondenten Dr. Franz K r a h I Moikau. Im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf den 20. Jahrestag des Sieges über den Faschismus haben hervorragende sowjetische Heerführer in den letzten Monaten jn zahlreichen Artikeln und Vorträgen 2U den Erfährungen des zweiten Weltkrieges Stellung genommen und dabei zugleich Licht auf viele bisher noch unbekannte Tatsachen geworfen ...

  • Roter statt grüner Mai

    Mannheim. Tausende Arbeiter marschierten unter roten Fahnen in einem kilometerlangen Zug durch die City Mannheims. Auf ihren Losungen forderten sie: „Statt Atomminen verhandeln mit .drüben'", ^Schluß mit dem schmutzigen Krieg in Vietnam, Vietnam den Vietnamesen , „Beseitigt Monopole, dann stimmt auch unsere Kohle", „Was des Volkes Hände schaffen, soll des Volkes eigen sein", „Wo Kapital und Regierung verschmelzen — gehen die Preise auf Stelzen" ...

  • Aufgepaßt, Arbeiter!

    Augsburg. Arnold Schwarting vom Vorstand der IG Metall verurteilte vor 3000 Augsburgern die Absicht, den Arbeitern den 1. Mai zu rauben. Der Gewerkschaftsfunktionär prangerte die RUstungspolitik der Bundesregierung und ihre Waffenlieferungen an die Unruheherde der Welt an. „An diesem Maitag sollten wir auch unseren schreienden Protest gegen selbstmörderische Pläne laut werden lassen: Hände weg von der Zonengrenze ...

  • Keinen Handschlag für Todeszone -

    Kaue]. „Wir reichen unsere Hände nicht zum Ausverkauf der Demokratie.. Deswegen sind wir gegen die Ausrüstung der Bundeswehr mit atomaren Waffen. Deshalb kämpfen wir leidenschaftlich gegen den Plan eines Atomminengürtels an der Zonengrenze." Das sagte Egon Lutz, Chefredakteur und Hauptvorstandsmitglied der Industriegewerkschaft Druck und Papier, vor 6000 Werktätigen ...

  • „BUtzkrieg"-Legende zerstob

    Im Dezember 1941 gingen die sowjetischen Truppen vor Moskau zum Gegenangriff über. In dieser Schlacht wurde der Hitlerplan von einem „Blitzkrieg" endgültig begraben und die Legende von der Unbesiegbarkeit der Naziarmee zerschlagen. Die hervorragenden Siege der sowjetischen Truppen in den Schlachten bei ...

  • Bonn bläst der Demokratie das Lebenslicht aus

    , Bochum. In langen Marschzügen waren rund 10 000 Bochumer, unter ihnen Arbeiter des Bochumer Vereins und. der Stahlwerke Bochum, zum Kundgebungsplatz marschiert.* Unter starkem Beifall appellierte Otto Brenner, Vorsitzender der IG Metall, an die Abgeordneten des westdeutschen Bundestages, „jeder zusätzlichen Regelung des Notstandes und des Notdienstes die Zustimmung zu versagen" ...

  • KPdSU führte Sowjetvolk zum Sieg

    Auf die oft gestellte Frage nach den Quellen des glänzenden Sieges de« Sowjetvolkes antwortete der Redner: Er erkläre sich vor allem daraus, daß das Sowjetsystem dem Staats- und Wirtschaftssystem des faschistischen Deutsehlands unendlich überlegen war. Entscheidende Bedeutung für den Sieg hatte die Leitung der gesamten Organisation der Verteidigung des Sowjetlandes und der Zerschlagung des Feinde« durch die KPdSU ...

  • Ist die Wahrheit unerwünscht?

    Der Landesverband Berlin der Sozialistischen Jugend Deutschlands Die Falken hat in einem von Alfred Gleitze und Hans Kirchner unterzeichneten Schreiben an den Landesvorstand und Landesausschuß der SPD In Westberlin gegen das Verbot des Westberliner Maikomitees protestiert, auf der Maikundgebung mit Transparenten die Einstellung des schmutzigen Krieges in Vietnam zu fordern ...

  • Hände weg von Vietnam

    Bremen. Mit einer der eindrucksvollsten Kampfdemonstrationen der letzten Jahre marschierten am 1. Mai Tausende Bremer Werktätige durch die Hansestadt. Die Demonstration wurde angeführt durch eine Gruppe der Bremer Falken. Sie sangen die Songs der Ostermarschbewegung und erklärten auf einem großen Spruchband: „Kampf der Atomrüstung — wenn nötig Generalstreik ...

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  • Der dicke Knüppel und das Recht auf Selbstbestimmung

    •Mie'■ Situation rin der Dominikanischen ■*-' Republik ist unübersichtlich, was den Stand der Kämpfe" angeht. Während die reaktionären Offiziere schon zweimal ihren Sieg in die Welt gejubelt haben, halten die Aufständischen, jüngsten Informationen zufolge, jhre Positionen in der Hauptstadt Santo Domingo und konnten sogar schon erfolgreiche Gegenschläge führen ...

  • Festtag bei unseren Bruderländern

    von"unseren Korrespondenten

    WARSCHAU: Mit einer Rede an das polnische Volk eröffnete der Erste Sekretär des ZK der PVAP, Wladyslaw Gomulka, um 10 Uhr die Maidemonstration. Nach der Rede setzte sich unter den Salutschüssen der Artillerie und den Klängen der Internationale der Demonstrationszug in Bewegung, der von Teilnehmern der Kämpfe gegen die Hitlerokkupanten und Häftlingen der ehemaligen Konzentrationslager angeführt wurde ...

  • Afrika und Asien feierten mit

    KAIRO. Mit einer großen Demonstration und einer Massenkundgebung auf dem Platz der Republik beging die Bevölkerung Kairos den 1. Mai zum erstenmal in der Geschichte Ägyptens als offiziellen Staatsfeiertag. Die Demonstranten begrüßten auf dem Platz der Republik Präsident Nasser, die führenden Vertreter der VAR und Ehrengäste aus den befreundeten Staaten — darunter den stellvertretenden Ministerpräsidenten der DDR Paul Scholz —, die auf der Ehrentribüne Platz genommen hatten ...

  • Begeisterung im Schneegestöber auf dem Roten Platz

    Moskau (ND-Korr.V-W** alle Moskauer nach dem anhaltenden Regenwetter der letzten Tage gefürchtet hatten, blieb aus: Am 1. Mai regnete es in der sowjetischen Hauptstadt nicht. Dafür begann in den frühen Morgenstunden ein Schneegestöber, das während der ganzen Zeit der Maidemonstration über den Roten Platz anhielt ...

  • DDR protestiert gegen neue USA-Intervention

    Erklärung des Außenministeriums veröffentlicht

    Berlin (ADN). Ein Sprecher des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der DDR hat am Sonnabend die amerikanische Intervention gegen die Dominikanische Republik verurteilt. In der Erklärung heißt es: Der USA- Imperialismus hat zu seinen Verbrechen in Vietnam in den letzten Tagen ein neues, schändliches Verbrechen gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker hinzugefügt ...

  • UNO muß den Überfall verurteilen

    Sowjetunion fordert Tagung des Sicherheitsrates

    Moskau (ADN). Die Sowjetregierung hat die sofortige Einberufung des UNO- Sicherheitsrates zur Behandlung der bewaffneten USA-Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Dominikanischen Republik gefordert. Der Ständige Vertreter der UdSSR bei der UNO, Prof. Fedorenko, hat am Sonnabend das Ersuchen seiher Regierung zur Kenntnis gebracht ...

  • Erfolgreiche Gegenschläge der Revolutionäre

    Harter Widerstand in Santo Domingo

    Santo Dominro/Washinfton (ADN). Die schweren Kämpfe zwischen den von der Bevölkerung unterstützten revolutionären Truppen sowife den Einheiten der reaktionären Militärjunta und den USA- Interventen in der Dominikanischen Republik dauerten auch am Sonnabend unvermindert an. Dem vereinten Ansturm amerikanischer Luftlandetruppen und Marineinfanteristen sowie der konterrevolutionären Einheiten des Generals Wessin gelang es nicht, die Hauptstadt Santo Domingo zu erobern ...

  • Widerstand der OAS-Länder

    Washington (ADN). Der Ministerrat der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) hat am Sonnabend auf einer Sondersitzung in Washington hinter verschlossenen Türen die Lage in der Dominikanischen Republik erörtert, Auf der Beratung, die ganz im Zeichen der Empörung der lateinamerikanischen Völker ...

  • Springer im Komplott mit dem Verbrecher

    Berlin (ADN). Die Springer-Zeitung „Berliner Morgenpost" hat im Fall des Kriminellen H. Streit ihre Hände im Spiel. Das wird jetzt aus Kreisen Westberliner Journalisten bekannt. Unmittelbar nach Eintreffen des Verbrechers in Westberlin habe es Kontakte zwischen ihm und Redakteuren der „Morgenpost" gegeben ...

  • Appell des WBDJ zum 8. Mai

    Berlin (ND). Der Weltbund der Demokratischen Jugend (WBDJ) hat die Jugend der Welt aufgerufen, den 8. Mai mit Friedensmärschen und Meetings zu begehen. An die Regierungen und Parlamente sowie den Bundestag sollten folgende Forderungen gestellt werden: Beseitigung der Überreste des zweiten Weltkrieges; ...

  • Südvietnams Patrioten danken für Solidarität

    Hanoi (ADN). Das Präsidium des Zentralkomitees der Nationalen Befreiungsfront Südvietnams (FNL) hat den Regierungen, Persönlichkeiten und Organisationen sowie den Millionen Menschen in aller Welt seinen Dank ausgesprochen, die die Erklärung des ZK der FNL vom 22. März unterstützt und ihre Solidarität mit dem kämpfenden Volk Südvietnams bekräftigt haben ...

  • FRANKREICH

    Zu einer Demonstration der Aktionseinheit der französischer) Arbeiterklasse gestalteten sich die Mai- Feierlichkeiten in allen Teilen des Landes. Tausende Einwohner von Paris begrüßten auf einer von der CGT vor der Arbeitsbörse organisierten Kundgebung auch eine Delegation der KPF, an ihrer Spitze General» sekretär Waldeck Röchet ...

  • Hanoi: 99,4 Prozent wählten Volksvertreter

    Hanoi (ADN-Korr.). 99,44 Prozent der wahlberechtigten Einwohner Hanois haben am 25. April die Stadtverordneten beziehungsweise die Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlungen der DRV-Hauptstadt gewählt. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten offiziellen Kommunique über die Ergebnisse der Volksratswahlen in der Hauptstadt hervor ...

  • ITALIEN

    v Zehntausende Werktätige hatten sich in Rom, Genua, Bologna, Turin und in allen anderen Städten des Landes versammelt. Der Generalsekretär des italienischen Allgemeinen Gewerkschaftsbundes, Novella, erklärte, in Genua: „Heute demonstrieren wir unsere volle Solidarität mit dem heldenhaften vietnamesischen ...

  • Stockholms Bauleute: DDR anerkennen

    Stockholm (ADN-Korr). Die diplomatische Anerkennung der DDR durch Schweden hat die Stockholmer Bauarbeitergewerkschaft im Namen von 15 500 Mitgliedern gefordert. Eine Abordnung der Gewerkschaft überbrachte jetzt Außenministers Torsten Nilson ein entsprechendem. Schreiben, das Anfang der Woche auf einer Mitgliederversammlung beschlossen worden war ...

  • JAPAN

    Fast' 300 000 Demonstranten versammelten sich Im Tokioter Yoyogl- Park. Hauptlosung der Kundgebung war der Kampf gegen die USA- Aggression in Vietnam. Mehrere Redner - Sozialisten, Gewerkschafter, Kommunisten - ergriffen das Wort. Vom Park zogen die Demonstranten in die Innenstadt, unter anderem zum Parlament und zur USA-Botschaft ...

  • ANGST VOR DEM VOLK

    Aus Angst vor antiamerikanischen und regierungsfeindlichen Demonstrationen haben die Behörden von Saigon olle Mai-Umzüge in den Straßen verboten und die Polizei in Alarmbereitschaft versetzt. In ■ Da Nang, dem Hauptstützpunkt der amerikanischen Aggressoren, erhielten die USA-Soldaten Ausgangssperre,

  • SPANIEN

    Einheiten der Franco-rollzei haben eine Mai-Demonstration auseinandergeprügelt, die trotz Verbots von über 4000 Werktätigen In San Sebastian veranstaltet wurde. Berichten aus San Sebastian zufolge würde eine größere Anzahl von Personen verhaftet. ..

  • Kampftag im kapitalistischen Ausland

    Auch In den kapitalistischen Ländern fanden mächtige Mai-Kundgebungen statt, die sich besonders gegen dje amerikanische Aggression In Südvietnam und die Bedrohung des Friedens der Welt durch die Imperialisten richteten.

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  • Rolle

    Industriestaat, der In mancher Hinsicht — man denke- nur an das Bildungssystem — der ganzen Welt schon Bewunderung und Lob abzwingt. Und dieser Staat hält, den deutschen Imperialismus, der schon ; wieder zu einem neuen Schlag gegen die Welt ausholt, in einem immer kräftiger werdenden Haltgriff umklammert ...

  • Erinnerung

    Du erinnerst dich an ein vergilbtes „Saalfelder Volksblatt" vom 6. November 1931. Der Verzweiflungsschrei eines arbeitslosen Gärtners erschüttert dich tief: t,Seit vier Jahren bin ich arbeitslos* ausgeschaltet, zu nichts ' mehr nütze. Längst habe ich es aufgegeben, mich zu bewerben* zu betteln^ zu betteln um Arbeit Wer glaubt mir noch,, daß ich arbeiten will? Ich, in dem einzigen noch brauchbaren Anzug, müde vom ziellosen" Umherfragen, entkräftet, Weil ich schon etwas ...

  • Gedanken zu einem Bild Mai friedlicher Eroberungen

    Über diesen Menschen liegen zart die Schatten der Forsythienzweige. Sie scheinen das Bild transparent zu machen, so als wollten sie unserem Blick den Weg frei geben zum großen Frühling der Marschierenden. Kein äußeres Requisit lenkt uns ab - kein Hochhaus, kein schönes Kleid, kein Flugzeug, .keine Brücke ...

  • Was sie fürchten

    Hast du ähnliche Worte nicht kürzlich erst gehört? Der Klassengegner legt sie geistig Blinden in den Mund. Warum? Du sollst die Lunte am Pulverfaß nicht sehen. Atomminengürtel? Verjährung? Unmenschlichkeit? — Nein, es ist mehr! Noch mal vertiefst du dich in Dr. Peter-Bernd Schulz' „Stolz- auf das gute Deutschland" ...

  • In einem guten Vaterland scheint auch die Sonne

    Unser Volkskorrespondent Richard Weber aus Saalfeld, Wielandstraße 7, schreibt uns seine Gedanken. Er schildert dabei das Schicksal eines Arbeitslosen aus dem Heer der Millionen in einer Zeit, die uns schon weltenfern erscheint, doch noch vor einigen Jahrzehnten brutale Wirklichkeit in Deutschland war ...

  • Gewandelt

    ■ Die Wandlung eines Teiles des deutschen Volkes und sein Werden im neuen deutschen sozialistischen Staat — das ist das wichtigste Ergebnis in der deutschen Geschichte, das auch auf das künftige Leben Europas und der Welt großen, Einfluß haben wird. , Diese Aufgäbe zu lösen — und sie konnte nur auf dem Wege des Sozialismus' gelöst werden;, ...

  • Aufgerichtet

    Unsere Partei hat gemeinsam mit ihren Verbündeten eine gewaltige geistige, eine ideologische Revolution in diesem Teil Deutschlands vollzogen. Das ist eine Leistung von großem moralischem Gewicht, die häufig noch unterschätzt wird. Eine Bevölkerung, die zu großen Teilen den verlogenen Parolen der faschistischen ...

  • Sein großer Wunsch wurde verwirklicht

    Weiter schildert' der dreißigjährige Mann seine Misere, die durch Kapitalisten und Krisen hervorgerufen, ein Mann, der arbeiten und leben will. Er schildert, wie er krampfhaft ringt, damit Verzweiflung nicht Oberhand über ihn gewinnein der Hoffnung, „doch wieder ein nützliches Menschenkind zu werden" ...

  • Entwickelt

    Wenn heute immer häufiger davon die Rede ist,''daß sich in der DDR ein Wunder vollzogen hat, so besteht dieses deutsche Wunder vor allem auch in, der geistigen Formung des Menschen einer neuen . historischen Epoche •Und, in der Entwicklung des sozialistischen Bewußtseins und der sozialistischen Beziehungen zwischen den Bürgern unserer Republik ...

Seite 7
  • Der Feind kam und nahm eüreri Tagen das endlose Grauen

    Deutsche Soldaten hießen die Bewohner des kleinen Dorfes Kamp im Kreise Ahklam, in den Wald zu gehen. Der heute 86jährige Fischer Bernhard Genz erzählte mir: „Als ich am Morgen des 29. April nach unserem Ort sehen wollte, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Wo unsere Häuser standen, loderten Flammen ...

  • Briefe und Verse über diese Tage

    i" Eigentlich habe ich mich in der letzten Zeit oft gefragt: Kann man uns nicht endlich einmal vergessen lassen? Muß das sein - „Damals, vor 20 Jahren", „Erinnern Sie sich noch'1? Ja* ich habe mir diese Frage gestellt, und ich habe Vergangene Erlebnisse in mein Gedächtnis zurückgerufen. Auch . die Nachrichten ' über Sprengkammern in Westberliner Brücken habe ich gelesen ...

  • Nie wog der Tod so leicht und hie das Leben schwerer

    Es war Frühling, und der Tod gehörte zum Alltag. Immer wieder flögen Bomber Berlin an. Ich stand am:Flakgeschütz. ' Die letzten Stunden des Krieges waren herangerückt, und die Angst vor den „Bolschewisten" wuchs stündlich« Ein junger Bursche zog eine Handgranate ab; hielt sie" sich an den Kopf. Ehe ...

  • Appell an die Arbeiterklasse

    Der Einheit des Proletariats! Wer rettet aus Krankheit mich und Not? Wer gab dem Hungernden sein letztes Brot? v Wer machte mir mein Lager, wenn ich schwach, , wer stützte mich, wenn ich zusammenbrach? ■ Die Einheit des Proletariats! Freunde und Genossen, Bürger des deutschen Volkes! Ich, Kurt Schumacher, rufe euch aus dem Konzentrationslager Dachau im' Kreise von Kommunisten und Sozialdemokraten zu: Nichts mehr von Bruderzwist! Nichts von Parteienhader! Wir haben alle Fehler gemacht ...

  • Nie hat der Name Mensch erbärmlicher geklungen

    Was in einem kleinen Dorf in der Nähe von Kingisepp geschah, war so entsetzlich, daß ich noch heute Schrecken und Scham empfinde. Wir mußten auf dem Dorfplatz antreten. Zwei Feldgendarmen zerrten ein etwa zwanzigjähriges Mädchen in die Mitte des Platzes, wo ein riesiges Faß aufgestellt war. Das Gesicht des Mädchens war verschwollen, das Kleid zerfetzt und blutbefleckt ...

  • Erbarmungslos

    Als ich in sowjetischen Zeitungen von dem schändlichen Freispruch der 14 ehemaligen Pflegerinnen des Krankenhauses Obrawalde durch den Münchner Gerichtshof- las, mußte ich an den Januar 1945 denken. Ich ■ war damals als Soldat nach Obrawalde gekommen und hatte den Auftrag, Gebäude für das Hospital der 1 ...

  • Talseite

    Betr.: „Talsperre Kauschenbach im oberen Erzgebirge", „ND" 111/65 Auf der Titelseiie dieser Ausgabe ist die in Bau befindliche Talsperre Rauschenbach abgebildet. Die Sperrmauer wurde aber nicht von der Stauseite — wie es im Text heißt —, sondern von der Talseite her fotografiert. Gestaut wird die Flöha und nicht der Rauschenbach ...

  • Mein Wort zur Sache:

    Betr.: „Skandalöse Freisprüche im Euthanasieprozeß", „ND" 73/65 der Nazis in den okkupierten Gebieten waren mir damals bekannt. Doch nie war ich auf den Gedanken gekommen, daß sie ebenso erbarmungslos ihre eigenen Landsleute ausrotteten. A. Butaiew« kalten Krieges. Diese Haltung der rechten, SPD-Führer müßte- für die SPD-Genossen eigentlich ein Signal sein ...

  • Signal

    Betr.: „Erlers wahres Gesicht", „ND" 110/65 Herr Erler setzt sich „im Namen Deutschlands" für eine Verschärfung der amerikanischen Aggression in Vietnam ein. Herbert Wehner verunglimpft die Oster- • marschteilnehmer und wünscht nichts sehnlicher als Atomwaffen für die Bundeswehr. Und selbst Willy Brandt ...

  • Der Schwur von Dachau

    Das ist der ehemalige Häftling des Konzentrationslagers Dächern Johann Obermeier. Er erkennt sich auf einem Bilde wieder, das im Museum des ehemaligen KZ hängt. Heute stellt,er die gleiche Frage wie 1945: Wird die SPD den Schwur Kurt Schumachers auf der Lagerstraße von Dachau einlösen, oder soll das, ...

Seite 8
  • „Wirbelwind" sorgt für ruhige Fahrt

    Tragflügelboote gehören heute auf Flüssen und Stauseen der Sowjetunion zu den planmäßigen Schnellverkehrsmitteln. Im Sommer 1957 startete das Tragflügelboot „Raketa" auf der Wolga zu seinem ersten Schnelldienst. Mit einem Dieselmotor von 1000 FS Leistung erreichen die etwa 24 Tonnen schweren Fahrzeuge dieses Typs eine Reisegeschwindigkeit von mehr als 65 Kilometern in der Stunde ...

  • Vielseitige Vorteile

    Die hochentwickelten Industrieländer haben längst bewiesen, daß die Plaste für bestimmte Einsatzgebiete nicht nur hervorragende technische, sondern auch ökonomische Vorteile bieten. Denken wir vor allem an die Möglichkeit der spanlosen Verformung ohne jeglichen Abfall, das Herstellen kompliziertester Teile ohne große Nacharbeit, das niedrige spezifische Gewicht, die Säure- und Laugenbeständigkeit und die gegenüber Buntmetallen niedrigen; Herstellungskosten ...

  • Schuß in den Zylinder

    Wer seinen Bootsmotor im Herbst ordentlich .eingemottet"; einen Schuß Korrosionsschutzöl in ..jeden Zylinder und in den Kühlmantel des wassergekühlten Einbaumotors gegeben und den Ölwechsel beim Viertaktmotor schon ausgeführt hat, der wird jetzt beim motorisierten Start in die neue Wassersport-Saison keinen Ärger haben ...

  • Kinderjolle „Optimist"

    ter auch die neuen Kunststoffkajaks der Firma Hartwig, Halle, Segelboote bis zur Olympiajolle und zum neuen Kunststoff-Finn-Dinghi der Berliner Yachtwerft, sowie ein neues 5,50-Meter-Vorderkäjütboot mit Wartburg-Motor für etwa 15 000 Mark. Das widerspiegelt keineswegs die Leistungsfähigkeit unserer Bootsbauer ...

  • Vor 100 Jahren noch Kuriosität

    Als vor mehr als einhundert Jahren Chemiker den ersten Plast in den Händen hielten, wurde er als Kuriosität bestaunt. Der erste künstlich gewonnene Werkstoff war Zelluloid. Diesen Thermoplast stellte 1869 der Amerikaner J. Hyatt her, indem er Nitrozellulose mit einer alkoholischen Kampferlösung verknetete ...

  • Differenzierter Einsatz

    Bisher werden in der DDR 87 Prozent der Plaste für technische Zwecke und 13 Prozent für Konsumgüter «ingesetzt. Ein solches Verhältnis entspricht etwa dem internationalen Trend. Da bei uns die Produktion noch im Aufbau ist, kann der schnell steigende Bedarf noch nicht auf allen Gebieten gedeckt werden ...

  • I Neues aus der Welt der Technik

    MOSKAU: Bin Pflaster auf das Leck

    ' j,Perm" Ist bereits der sechste Ölprahm per sowjetischen Ob-Flotte, der auf moderne Art repariert wurde. Auf das Leck kam kurzerhand ein Stahlpflaster. •'■ Der Stahlrumpf eines Schiffes, wie robust er auch sein mag, ist vor Beschädigungen nicht gefeit. Bisher wurden die Löcher mit Hilfe der Elektroschweißung nur im Dock abgedichtet ...

  • Von Kohle auf Erdöl

    Bisher1 bauten alle Kapazitätserweiterungen auf dem Rohstoff Kohle auf. Die Inbetriebnahme "des Erdölverarbeitungswerkes Schwedt und der Aufbau von Leuna II erschließen uns nun den vorteilhafteren Rohstoff Erdöl als Ausgangspunkt für die Herstellung von Plasten. Andere fortgeschrittene Industrieländer haben die Plasterzeugung von vornherein auf Erdölbasis entwickelt ...

  • Die Welt experimentiert

    Die größten Plastproduzehten in der Welt sind die USA; Westdeutschland, Japan und in den letzten Jahren mit beträchtlichen Zuwachsraten Italien. War es in den Anfängen logischerweise das Hauptziel der PlSstforschung, neue geeignete Monomere (Stoffe, deren Moleküle einzeln vorliegen) zu finden, aus denen ...

  • fragt 100 Stellen ab

    . Der größte englische Chemiekonzern* Sie Imperial Chemical Industries Ltd. (ICI), setzte kürzlich sechs moderne Datenverarbeitungsanlagen für die zentrale Vielfachregelung chemischer Prozesse ein. Mit jeweils einer Anlage kön- Jjen dabei bis zu hundert Regelungen physikalischer oder chemischer Werte vorgenommen werden ...

  • Das Zeitalter der Plaste hat begonnen

    Chemie erlaubt, billiger und leichter zu produzieren Von Ing. He(muth Bassin,- VVB Elektrochemie und Plaste

    Schon früher drückte die Technik ihrem Zeitalter durch den am häufigsten verwendeten Werkstoff den Namen auf. Unsere jetzige Zeit könnte man deshalb auch mit Recht als ^Zeitalter der Plaste" bezeichnen. Immer neue" Anwendungsgebiete werden diesen neuen Werkstoffen erschlossen. Vielfach konnten erst durch die Plaste Dinge entwickelt werden, die mit althergebrachten Werkstoffen, wie Stein, Holz, Metall usw ...

  • Hauchdünne Schicht vom „Picolog" gemessen

    Die Serienproduktion eines Ultrahochvakuum-Meßgerätes wird gegenwärtig im Wissenschaftlichen Industriebetrieb Hochvakuum in Dresden vorbereitet Das „Picolog" getaufte Gerät wurde vom Betrieb zusammen mit dem Institut für. Experimentalphysik der Technischen Universität entwickelt. Es hat für die Mikroelektronik hohe Bedeutung und wird für Messungen in Dünnschichtbedampfungsanlagen und in Ultrahochvakuumanlagen zur Reinststoffherstellung verwendet ...

  • In den Berg hineingehört

    Vor plötzlichen Ausbrüchen von Gas in Bergwerken soll die Bergarbeiter eine neue Anlage schützen, die seit kurzem im ukrainischen Donezkohlenbecken eingesetzt wird. Das gesamte System stellt eine Kombination von Geophon< Erdwellenempfänger und Tonaufnahmegerät dar. Mit ihm wird der betreffende Abschnitt des abzubauenden Flözes und das umgebende Gestein abgehört ...

  • Transistor in Silikon gebettet

    Einen Zehn-Watt-Hochfrequenztransistor, der völlig gas- und wasserdicht nach dem Spritz-Preß-Verfahren in einem mechanisch sehr widerstandsfähigen Silikon-Spezialharz eingekapselt ist, hat ein amerikanischer Elektrokonzern auf den Markt gebracht. Dieser Transistor wiegt mit zweieinhalb Gramm dreimal weniger als vergleichbare metallgekapselte Halbleiterbauelemente ...

  • Yachtlack

    Einen Bootslack mit der anspruchsvollen Bezeichnung „Yachtlack", der nach den Ergebnissen von DAMW-Prüfungen internationalen Qualitätsvergleichen standhält, bringt der VEB Lackfabrik Coswig heraus. Der Betrieb hat angekündigt, das Erzeugnis über die DHZ Farben und Lacke auf Sammelbestellungen von Wasserfahrsport-Gemeinschaften und Bootsbaubetrleben zu liefern ...

  • Plast hob Schiff

    Kopenhagen: Ein dänisches Frachtschiff, das mit 5000 Schafen »an- Bord im Hafen von Kuweit gesunken war, wurde unlängst in der ungewöhnlich kurzen Zeit von eineinhalb Monaten geborgen. Dazu wurden in die Laderäume des gesunkenen Schiffes rund 70 Tonnen Styropol-Schaumstoff-Kugeln gepumpt, die bedeutend ...

  • Weich über den Kanal

    Stockholm: Die schwedischen Reedereien Svenska Lloyd und Svenska Amerika Linyen beabsichtigen, als erste Schiffahrtsgesellschaften der Welt einen Luftkissen-Fahrzeug-Passagierbetrieb über den englischen Kanal zwischen Ramsgate und Calais aufzunehmen. Mit 75 Knoten dauert die Überfahrt 25 Minuten.

  • Automatische Bügelpresse

    Osaka: Die japanische Firma Matsuskita Electric Industry Co. Ltd. hat kürzlich eine automatische Bügelmaschine herausgebracht. Die Hausfrau braucht das Kleidungsstück nur zwischen zwei mit Heizelementen bedeckte Platten zu legen und diese zu verklammern. Der Preis soil 19 Dollar betragen.

  • Wissenswert

    Germanium-Tunneldioden

    Berlin: Eine Reihe neuer Germanium- Tunneldioden hat das Berliner Werk für Fernsehelektronik in sein Produktionsprogramm aufgenommen. Diese Halbleiterbauelemente sind relativ unkompliziert im Aufbau und können für gewisse Funktionen an Stelle teurer Transistoren verwendet werden.

  • RS 09 als Bergsteiger

    Prag: In der MTS Hodonin wurde der Schwerpunkt des in der DDR gefertigten Traktors RS 09 tiefer gelagert. Dadurch kann er an Hängen mit einer Neigung von 18 bis 45 Grad zum Pflügen und zur Grasmahd eingesetzt werden. (ADN)

  • Asche für die Straße

    London: Feme Asche, die in Kraftwerken zur Genüge anfällt, wird in England mit 8 bis 10 Prozent Zement versetzt und für den Straßenbau genutzt. Die Kosten sind zwei' Drittel niedriger als bei der Verwendung von Beton.

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  • Mittler zwischen den Kulturen

    Zu Alfred Kurellas 70. Geburtstag / Von Willi K ö h 1 e i

    Vor mir liegt ein Buchumschlag, zupackend und entlarvend wie beinahe jeder, der in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren für die kommunistische Literatur in Deutschland warb. Auf diesem ist in die brutale Visage Mussolinis ein Foto vom elenden Leben des italienischen Volkes unter Rutenbündel und Beil montiert ...

  • Hitlertruppen in Berlin kapitulieren

    Um 0.40 Uhr bittet der Kampfkommandant von Berlin und Kommandeur des 56. Panzerkorps, General Helmuth Weidling, mittels Funkspruchs In russischer Sprache darum, das Feuer einzustellen, um Parlamentäre zur Potsdamer Brücke am Landwehrkanal entsenden zu können. Oberst von Dufving, der dort als Beauftragter de» Generols erscheint, erklärt die Bereitschaft Weißlings zu kapitulieren ...

  • Wer bestreitet in Berlin das Endspiel?

    Heute FDGB-Pokal Magdeburg-Aue, Halle-Jena

    Die Endspielpartner um den Fußball-Pokal des FDGB werden heute ermittelt. So sieht es die "Ansetzung vor. Vorausgesetzt, daß es sowohl in Magdeburg al» auch in Halle einen Sieger gibt. Sollte das auch nach Spielverlängerung nicht der Fall sein, dann finden die Wiederholungsspiele am 5. Mai statt. Und das würde bedeuten: Zu der psychischen Belastung im Kampf um die wertvolle Trophäe, ...

  • Die Krawatte

    „Jahrhundertelang ließen die Menschen Ihren Hals bloß, allen Einwirkungen der Kälte und Wärme ausgesetzt. Erst um 1660 wurde in Frankreich unter Ludwig XIV. die Krawatte eingeführt, welche damals jedoch nur aus einem weißen, an den Enden mit Spitzen besetzten Batiststreifen bestand, der den Hals leicht umgab ...

  • SPORT KURZ BERICHTET

    Neuen Weltrekord im Kugelstoßen erzielte am Freitag mit 21,05 m Amerikas Olympia-Zweiter Randy Matson in Austin (USA). Der 2 m große und 109 kg schwere Student war mit 20,71 rn auch im Besitz der alten Bestlei-* s'tung. Im Diskuswerfen stecht Matson mit 61,41 m an zweiter Stelle der Bestenliste seines ...

  • Vor 150,75,25 Jahren

    Auf den Titel kommt es an

    Die mit der wiedererrungenen Unabhängigkeit Deutschlands und mit dessen daraus hervorgehendem neuen Zustande auch für Sr. Herzogl. Durchlaucht, den regierenden Herzog von Sachsen Weimar und Eisenach und Höchst- Dero Lande eingetretenen günstigem Verhältnisse, haben HöchstDieselben bewogen, unter feyerlicher ...

  • Aus Sport und Kultur

    10"-Konferenz vom 22. April 1940 ... 5. Herr Hadampvsky soll sich darauf einrichten, daß beim Wunschkonzert am 5. Mai eine Übertragung aus dem deutschitalienischen Fußballspiel nur dann stattfindet, wenn das Spiel für Deutschland günstig steht... ... 10. Herr Hippler soll dofür sorgen, doß im Film mit dem Unfug des Zeigens von Eheproblemen und thakonflikten Schluß gemacht wird ...

  • Glückwünsche für den Jubilar

    Berlin (ND). In einem Schreiben an Genossen Professor Alfred Kurella beglückwünscht der Erste Sekretär des Zentralkomitees und Vorsitzende des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik, Walter Ulbricht, den Jubilar auf das herzlichste zu seinem 70. Geburtstag. „Du kannst auf ein kampferfülltes Leben zurückblicken ...

  • „Trabant-Sieg in Holland nach 3000-km-Fahrt

    Asmus/Piehler Klassensieger bei der Tulpen-Rallye

    Als Klassensieger gingen Eberhard Asmus / Helmut Piehler mit ihrem „Trabant 601" nach inoffizieller Wertung aus der 17. Tulpen- Rallye hervor, die nach 3000 km am Donnerstag in Noordwijk an der Nordseeküste in Holland zu Ende ging. Diese erfolgreiche Wagenbesatzung des Sachsenringwerkes in- Zwickau hatte erst im November des vergangenen Jahres einen Klassensieg bei der „Tour de Belgique" errungen ...

  • Rund um den Alex": Lothar Appler siegte

    Kubanische Friedensfahrer hielten mit

    Das traditionelle Radrennen „Rund um den Alexanderplatz" endete am 1. Mai bei Beteiligung der Friedensfahrtmannschaften, der UdSSR, Kubas und der DDR mit einem Sieg- von Lothar Appler. Der Berliner Dynamosportler erspurtete sich während der 10 Hunden 26 Punkte und verwies die sowjetischen Fahrer Lebedew (21 Punkte) und Saidchushin (18) auf die Plätze ...

  • Profiliga West

    Hannover 96 gegen Borussia Neunkirchen 1:1, Karlsruher SC-Hertha BSC 0 : l, Eintracht Frankfurt gegen VfB Stuttgart 2:3,1. FCKaiserslaiH. tern—Eintracht Braunschweig 2 :1, Meidericher SV-Werder Bremen 2 :2, Borussia Dortmund—1. FC Nürnberg 2.1, Hamburger SV-1. FC Köln 0:0, München 1860 gegen Schalke 04 3 :1 ...

  • Benfica gewann 1:0

    80 000 Zuschauer in Budapest sahen Györs Niederlage

    Im ernten Halbfinalipiel des Fußball-Europapokalwettbewerbs der Landesmeister kam Benfica Lissabon am Freitagabend vor 80 000 Zuschauern im Budäpester Nepstadion gegen Vasas Györ zu einem 1:0 (0 :0)-Erfolg und steht damit praktisch bereits im Finale, da die Portugiesen für das Rückspiel am e. Mai in Lissabon als klarer Favorit gelten ...

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  • Mutter...

    Der junge Hitlersoldat hat Infanteriestiefel an, die kurzen „Ofenrohre", wie ■wir im ersten Weltkrieg sagten, die im Westen ganz brauchbar gegen Regen und Schlamm sind; die aber in einem russischen Winterfeldzug bei vierzig Grad unter Null sich als eine furchtbare Elsquetsche auswirken mußten. Natürlich war es ganz unmöglich, das Zeug mit dem tagelang zusammengepappten Fußlappen herunterzubekommen ...

  • Ill.Stratege Steinitz (1836-1900)

    Die Schachlaufbahn des Tschechen Wilhelm Steinitz begann wie die aller zeitgenössischen Meister.! Er pflegte einen kombinations- •reichen, opferfreudigen Stil. Relative Mißerfolge veranlaßten Steinitz jedoch, sein Spiel und die ihm zugrunde liegenden Schachauffassungen kritisch zu überprüfen. In jahrelangem, angestrengtem Analysieren und Forschen gelang es ihm, tief verborgene Gesetzmäßigkeiten des Schachs zu entdecken ...

  • Neuheiten aus gegebenem Anlaß

    Das Postministerium der DDR gibt am 5. Mai neun Sondermarken zum 20. Jahrestag der Befreiung heraus. „ND" veröffentlichte bereits in einem Teil der Auflage die Abbildungen dieser neuen Werte; Mit der Würdigung dieses Tages befindet sich die DDR in Übereinstimmung mit vielen Staaten Europas. Die UdSSR z ...

  • SILBEN KREUZWORT RÄTSEL

    Waagerecht: 1. Gewürz, 3. Gestalt aus Goethes „Faust", 5. unabhängige Republik in Westafrika, 7. Weinernte, 8: Erziehungsberechtigter, 9. deutscher Liederkomponist (1873-1916), 11. Gefährt, 13. mittels einer Mater gegossene Druckform, 15. Statthalter im Reiche' des Großmoguls, 17. sowjetische Turnerin und Olympiasiegerin, 20 ...

  • Der Unterschied

    Ein schwerreicher Düsseldorfer Großkaufmann hatte mit Max Oppenheimer einen Vertrag über ein Ölbild abgeschlossen. Wenn das Gemälde dem Besteller gefalle — so stand es im Vertrag —, werde er das vereinbarte Honorar um 1000 Mark erhöhen. Als das Bild fertig war, fand MOPP sein Werk fabelhaft und rechnete fest mit dem Zusatzhonorar ...

  • HAUS UND GARTEN Kurz berichtet

    .MerKator' ist der Name einer neuen Rosenkohlzüchtung, die sich gegenüber den anderen Sorten durch bessere Frosthärte auszeichnet. Sie eignet sich besonders für die Ernte im Januar und Februar. Ein neues Mittel gegen die Erdbeermilbe wurde kürzlich amtlich anerkannt. Es ist auf Thiodan-Basis aufgebaut und kann sowohl vor der Blüte als auch nach der Ernte eingesetzt ...

  • Gotteslästerung

    Peter Rosegger erzählt in seinen „Erinnerungen": Fand ich doch in meinen alten Schriften ein gewaltiges Drama. Vor 36 Jahren hatte das aufgeführt werden sollen. Es ist sehr kraftgenialisch und staatsgefährlich. Die Zensur hat manche Seite, die eigentlich die schönste war, durchkreuzt. Unter anderem auch in einem grandiosen Satze die Worte „Gott weiß es!" gestrichen ...

  • Das kleinere Übel

    In einem europäischen Lande hat, kaum weiß man zum wievielten Male, wieder einmal die Regierung gewechselt. Als man den Armeesergeanten G. D. fragt, was er von den neuen Männern halte, kratzt er sich hinterm Ohr und sagt: „In einem unserer früheren Kolonialkriege, an dem ich als Soldat teilnehmen mußte, geriet' ich einmal in Gefangenschaft ...

  • Na denn nich!

    ■ Nachdem der bedeutende Mediziner Paul Ehrlich (1854 bis 1915) gemeinsam mit dem Japaner Hata das Salvarsan als erfolgreiches Heilmittel gegen die Syphilis entwickelt hatte, erhielt er im Jahre, 1908 nicht nur den Nobelpreis, sondern wurde auch zum königlich preußischen Geheimrat ernannt. Um sich zu bedanken, erschien ...

  • Rot und Schwarz

    Als die Sängerin Wilhelmine Sehröder-Devrient im Jahre 1848 in Dresden eine rote Schleife trug, weil ihr Freund Robert Blum in Wien von der Reaktion erschossen worden war, machte ein reaktionärer Kammerherr spöttische Bemerkungen. ••Da entgegnete die Sängerin: „Für Robert Blum trage ich rot — die Farbe ...

  • 14x + IS •- ISv

    IS- x Radrätsel: 1. Höhenlage, 2. Astrologe, 3. Niederlage, 4. Demontage, 5. Wasserwaage; 6. Etalage, 7. Reportage, 8. Kartonage. — Handwerk. Kreuzgitter: Waagerecht: Spaten (7), lasi (20), Impuls (5). Zelt (11), Nandu (14), Egeln (3). -Kork (21), Hantel ,.(16)* Maid (9), Neuron (13). — Senkrecht: Stirn (12), Alpen (17), Ellzug (1), Nase (19); List («) m (15), Abo <■«), Dekade (22), Euter (2) ...

Seite 12
  • Betrunkener Fahrer flüchtete

    Eberswalde. An jenem Sonnabend trank der 20jährige Arbeiter Gerhard K. nachmittags im Oderberger „Schwarzen Adler" einige Flaschen Bier. Abends zechte er dort mit Freunden beim-„Bierlachs" weiter. Es war schon recht spät, als er Lust verspürte, ins benachbarte Neuendorf zum Tanz zu fahren, Er holte sich das Motorrad seines Bruders ...

  • Für die Wahrheit bestraft

    Bochum. Achtzehn Monate saß der Bergbauingenieur Wilhelm Marx unschuldig im Gefängnis. Er hatte vor etwa zehn Jahren als Auf sichts - Steiger lebensgefährdende Mißstände" bei der Zeche „Centrum". in Wattenscheid (Ruhr) angeprangert. Nach seiner Meinung waren diese groben Verstöße gegen die Sicherheitsbestimmungen die Ursache für den Tod von acht Bergleuten ...

  • Prozeßfinanzierung auf Kosten der Belegschaft

    In den Werkhallen der Clark- Maschinenf abrik spüren Meister und Ingenieure am nächsten Tag die Unruhe. Handwerker stehen /in Gruppen zusammen und gehen nur widerwillig auseinander, wenn sie dazu aufgefordert werden. Überall böse Gesichter. Es istf durchgesickert, daß große Einsparungen auf Kosten der Arbeiter vorgenommen werden- Es soll weniger Weihnachtsgeld geben, und auch bei anderen sozialen Zuwendungen sind Streichungen vorgesehen ...

  • „Schluß damit! Streik!"

    „Jetzt reicht's aber", schlägt ein Betriebsrat auf den Tisch, als ein junger Angestellter erzählt, daß in den Büros Geld für den ehemaligen Sturmbannführer gesammelt wird." i(Wenn wir uns solche Geschichten gefallen lassen, können wir bald wieder vor dem Gefolgschaftsführer zur Vereidigung antreten. Schluß damit! Ich bin für Streik!" In wenigen Minuten eilte diese Parole durch die Werkstätten ...

  • Sammlung für Mörder

    „Sie kennen doch diese blöde Geschichte", sagt der Vorgesetzte, wobei er sich nochmals nach allen Seiten umsieht, „in die unser hochverehrter Justitiar Schäfer von den ekelhaften Schnüfflern verwickelt wurde." Der junge Konstrukteur weiß nicht, wie er sich verhalten soll, was sein Vorgesetzter von ihm will ...

  • Nach einer halben Stunde: Sieg

    Nach einer halben Stunde ist der Streik beendet. Das Schicksal Schäfers ist für die nächste Zeit besiegelt. Geschäftsführer Ehmke teilt, der Belegschaft mit: Der Jurist Oswald Schäfer ist fristlos entlassen. Die Firma wird seine Prozeßkosten nicht bezahlen. Der geplante Sozialabbau findet nicht statt ...

  • AUSCOPYTHORNE

    Das erste englische Hotel für Katzen ist in Copythorne eröffnet worden. Jede Katze erhält ein eigenes „Appartement" mit ihrem Namen an der Tür, mit Zentralheizung, elektrischer Beleuchtung, mit Rasen- und Betonfläche, einem Baum zum Klettern und zwei Toiletten (allerdings ' ohne Wasserspülung). Für jedes Tier liegen außerdem schon beim Einzug ins Hotel das von daheim gewohnte Lieblingskissen und gegebenenfalls auch die bevorzugten Spielsachen bereit ...

  • AUS LUTON

    Eine „dufte Party" mit heißen Würstchenj alkoholfreien Getränken und Jazzmusik will der 29jährige Pfarrer Michael -Turnbull auf dem Friedhof von Luton (England) veranstalten, „um die Typen von Jugendlichen anzuziehen, die sonst doch nicht zur Kirche kommen". Die makabre Party soll vor der Kulisse der aus dem zwölften Jahrhundert stammenden Kirche von Luton stattfinden ...

  • Ist das nicht ein Halunke?

    Am Abend zu Hause. Der Vater macht ein saures Gesicht, als der Junge ihm die Geschichte erzählt. „Was war denn mit dem Schäfer", fragt er. „Warum wurde der verhaftet? Gehörte der nicht zu den Halunken, die in Rußland Tausende Menschen ermordet haben?" Der alte Maschinenschlosser überlegt. ^Junge, die wollen dich in eine Schweinerei hineinziehen ...

  • Die 10 x 50-Mark-Fragen 18/65

    Die Gewinner:

    L Worin besteht der Hauptinhalt der naturwissenschaftlich - technischen Arbeit für die Produktion in der Perspektivplanperiode bis 1970 bzw. 1980?, ■ 2 Wo fand das 1; Internationale • Festival für Kinder- und Jugendfilme statt? 3 Wieviel Schiffe liefen den Rostocker • Seehafen in den fünf Jahren seines Bestehens an, und aus wieviel Ländern kamen sie? Einsendeschluß: 4 ...

  • AUS WHITE SANDS

    Einem Elektronenrechner im USA-Raketenzentrum White Sands in New Mexico wurde probehalber die Aufgabe gestellt, den bekannten Ausspruch „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach" ins Russische-und wieder zurück ins Englische zu übersetzen. Das verblüffende Ergebnis lautete: „Das Gespenst ist bereit, aber das Fleisch ist roh ...

  • AUS TOKIO

    Japanische Kaufhäuser ♦ und Konfektionsgeschäfte bieten zu Kleiderbügeln, die sie verkaufter Oberbekleidung beilegen, neuerdings auch „Parfümseelen" an. Sie werden in eine hohle Seite des Bügels eingesetzt und hüllen das Kleidungsstück in einen „edlen Duft", der zugleich desinfizierend und motten-? sicher Wirken soll ...

  • DAS . LETZTE AUS CANNES

    Ein vornehmes Restaurant In Cannes (Frankreich) hält für seine Gäste dunkle Brillen, falsche Barte und Perücken jeder Art bereit: Die „Herrschaften" sollen auf Wunsch auch unerkannt soupieren können.

  • Streik gegen

    SS-Mörder Von Hako, Ruhrgebiet

    Zeichnungen; Prof. Jazdzewski

Seite
Geist der Zeit Von Walter F1 o r a t h Warum die Falken nicht geschlossen ander Maikundgebung teilnahmen Epü;:fräg derFreude liliä des Stölzls auf sozialistische unsere lifc Weit über 300 00Ö Berliner zogen über den Marx-Engels*Platz r 7 .?: ^T;^%C"•','' -r '' " " ^ •■ '...','... ° ■
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