15. Okt.

Ausgabe vom 11.01.1964

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  • Energieriese Schwarze Pumpe erhält modernes Druckgaswerk

    Wirtschaftliche Ausnutzung der Kohle / Ferngasleitung nach Berlin entsteht

    Von unserem Bezirkskorrespondenten Franz Böhm Cottbus. Der großzügige Aufbau des Energieriesen Schwarze Pumpe wird 1964 fortgesetzt, um die reichen Braunkohlenvorräte der Niederlausitz noch besser zu nutzen. In diesem früher volkswirtschaftlich wenig erschlossenen Landstrich liefern jetzt bereits zwei Kraftwerke und zwei Brikettfabriken des Kombinats Strom und Briketts ...

  • Heute mit Beilage DIE GEBILDETE NATION und Funkprogramm

    Botschaft „Über die Lage der Nation* vom 8. Januar, die er im Kongreß vortrug, enthält interessante Gedanken und Bemerkungen. „Unser höchstes. Ziel ist eine Welt ohne Krieg,Väußerte er unter anderem' —ohne allerdings konkret zu sagen, wie er sich den Beitrag der USA zur Verwirklichung dieser Aufgabe vorstellt ...

  • Verständigungsbereitschaft der DDR findet internationale Würdigung

    Zustimmung zur Ministerratserklärung / Unwillen gegen Ultras

    Berlin (ND/ADN). Die Bereitschaft der DDR, sich auch weiterhin um die Lösung aller Fragen zu bemühen, die zum Abbau des kalten Krieges und zur Normalisierung der Beziehungen zu Westberlin beitragen, hat in der Weltöffentlichkeit- lebhafte Zustimmung gefunden. Führende Nachrichtenagenturen wie Reuter, AFP und AP berichteten noch am Donnerstagabend über die Erklärung des Präsidiums des Ministerrates der DDR, in der die Berliner Übereinkunft vom 17 ...

  • USA-Militär wütet in Panama

    Zwanzig Personen getötet / Vertrag über Kanalzone gekündigt

    Panama-City (ADN/ND). In der. von den USA besetzten Panama-Kanalzone ist es am Donnerstag und Freitag zu schweren, blutigen Zusammenstößen gekommen. Insgesamt sind bei den antiamerikanischen Demonstrationen 20 Personen getötet worden. Unter den 224 Verletzten befinden sich 34 USA-Soldaten. In Panama-City stürmten die Demonstranten die USA-Botschaft und weitere in USA-Besitz befindliche Gebäude, darunter eine Rundfunkstation und ein Telegrafenamt ...

  • Fortsetzung der Verhandlungen

    Staatssekretär Wendt traf sich erneut mit Senatsrat Korber

    Berlin (ADN). Wie ADN von unterrichteter Seite erfährt, wurden am 10. Januar 1964 die Verhandlungen zwischen dem Vertreter der Regierung der DDR, Staatssekretär Erich Wendtj und dem Vertreter des Senats von Westberlin, Senatsrat Horst Korber, im Hause der Ministerien, Leipziger Straße, fortgesetzt Die Delegationsleiter waren von Experten begleitet ...

  • Berliner Abkommen hat neue Lage geschaffen

    Albert Norden auf der Tagung der Liga für Völkerfreundschaft

    Berlin (ND). Unter dem Motto „Freundschaftliche Beziehungen zu allen Völkern — ein Beitrag zur internationalen Entspannung" fand am Freitag in Berlin die dritte Jahresversammlung der Liga für Völkerfreundschaft der DDR statt. Prof. Albert Norden, Mitglied des Politbüros des ZK, nahm in einer bedeutsamen Rede zu wichtigen politischen Fragen der Gegenwart Stellung ...

  • Aus 90 Ländern nach Leipzig

    70 Messe-Neuanmeldungen von westdeutschen und Westberliner Firmen

    Berlin (ADN). Mit der Beteiligung von mehr als 30 Ländern aus Übersee wird' die Leipziger Messe auch im Frühjahr 1964 ihren Ruf als bedeutendster Ost- West-Handelsplatz wahren. Insgesamt werden Aussteller aus rund 60 Ländern und Einkäufer aus mehr als 90 Ländern erwartet. Diese Mitteilung machte der Generaldirektor des Leipziger Messeamtes, Handelsrat Kurt Schmeißer, am Freitag vor in- und ausländischen Journalisten in Berlin ...

  • Rettet Hans Fladung!

    Hans Fladung, der fortschrittliche westdeutsche Verleger, Leiter des Progreß-Verlages in Düsseldorf, ehemaliger Sekretär des Demokratischen Kulturbundes in Westdeutschland, soll am Montag in Düsseldorf vor Gericht gestellt werden. Voller Empörung haben bekannte Kulturschaffende der DDR gegen das Gesinnungsver- , fahren protestiert ...

  • Shakespeare-Komitee der DDR konstituiert

    - Berlin (ND). In einer Festsitzung im Apollo-Saal <ler Deutschen Staatsoper Berlin konstituierte sich am Freitagnachmittag das Shakespeare-Komitee der Deutschen Demokratischen * Republik. Zum Präsidenten wurde Alexander Abuschy~-Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates, berufen.. Vizepräsident ist Prof ...

  • Dr. Wandel neuer Präsident

    Die Mitgliederversammlung wählte das neue Präsidium der Liga, r'tm bekannte Persönlichkeiten aus allen Lebensbereichen der DDR angehören, unter ihnen Prof. Albert Norden, Prof. Dr. Johannes Dieckmann, Max Sefrin, Otto Winzer und Philipp Daub. Zum neuen Präsidenten der Liga wurde Dr. h. c. Paul Wandel gewählt; als Generalsekretär wurde Herbert Schönfeld wiedergewählt ...

  • Senatssprecher zur DDR-Erklarung

    Berlin (ADN/ND). Ein Sprecher des Westberliner Senats hat am Freitag die Erklärung des Präsidiums des Ministerrates der DDR über das Berliner Abkommen als „sachlich" bezeichnet. Der Senatssprecher hob hervor, die Ansicht in der Erklärung des Präsidiums des Ministerrates der DDR, das Berliner Abkommen könne „Ausgangspunkt für die Form einer neuen Übereinkunft sein, entspricht bekanntlich auch der Auffassung des Senats" ...

  • Wo bleibt der Bonner Beitragt

    Das neue Jahr nimmt einen guten" Start — auch in der internationalen Politik. Mit großem Interesse hat die Weltöffentlichkeit Nikita Chruschtschows Vorschlag aufgenommen, einen internationalen Vertrag über Verzicht auf Gewaltanwendung, Respektierung der Hoheitsgebiete und der nationalen Integrität der Staaten sowie über die ausschließlich friedliche Lösung aller Streitigkeiten abzuschließen ...

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  • Abfuhr für kalte Krieger

    Das Berlin-Abkommen kam zustande dank der beharrlichen und geduldigen Verständigungspolitik der Deutschen Demokratischen Republik, deren Bevölkerung und Regierung normale und sachliche Beziehungen zwischen beiden deutschen Staaten und zwischen Westberlin und der Deutschen Demokratischen Republik seit eh und jeh erstreben ...

  • „Gemeinsamkeit" geplatzt

    „Die gestrige große Debatte im Abgeordnetenhaus hat die tief bedauerliche Tatsache bewiesen, daß die Gemeinsamkeit in der Politik gegenüber dem Osten nicht mehr besteht. Sie ist dem neuen Kurs des Senats zum Opfer gefallen, der von Brandt zwar gestern erneut in Abrede gestellt wurde, dessen Vorhandensein sich aber dennoch nicht wegdiskutieren ließ ...

  • Krüger und Fladung

    Am ,Montag soll m Düsseldorf der Ge-: sinnungsprozeß gegen den Leiter des Progreß-Verlages, Hans Fladung, beginnen. Jeder Mensch, der sich auch nur eine Spur von Rechtssinn bewahrt hat und Vorstellungen von einem Rechtsstaat besitzt, fragt sich:: Wie Ist möglich, daß ein antifaschistischer Widerstandskämpfer, der in den Gestapökellern gefoltert, der in faschistischen Konzentrationslagern wegen seines Kampfes für Freiheit und Menschenwürde gemartert wurde, jetzt vor ein ...

  • Besatzung ist nicht Sicherheit

    Was die Sicherheit der Westberliner Bevölkerung anbetrifft, so ist sie ausschließlich durch jene Kräfte gefährdet, die,sich mit den Ergebnissen des zweiten Weltkrieges nicht abfinden wollen, die nach Atomwaffen greifen, um in einem dritten Weltkrieg die Ergebnisse des zweiten zu korrigieren. Wie ruhig und wie friedlich könnte unsere Bevölkerung leben ohne Besatzungsregime und ohne Besatzungsstatut! Wir sind dafür, daß alles beseitigt wird, was das Leben unserer Bevölkerung vergiftet ...

  • SS-Bestie auf freiem Fuß

    Im Auschwitz-Prozeß unterscheidet Angeklagter Menschen und Juden

    Frankfurt (Main) (ADN). Zu Beginn des fünften Verhandlungstages im Auschwitz- Prozeß im Frankfurter „Römer" stellte sich am Freitag der SS-Obersturmführer Karl Höcker, Adjutant des letzten KZ- Kommandanten Bär, ebenso wie tags zuvor der Höß-Adjutant Mulka als Unschuldsengel hin. Dabei war er in Auschwitz als rechte Hand des Lagerkommandanten für die Einrichtung und Sicherung der Vergasungsanlagen sowie für die Einlieferung der Häftlinge in die Gaskammern verantwortlich ...

  • Verantwortung der Westberliner

    Alle Bürger Westberlins, vor allem die , Arbeiter und anderen Werktätigen, ihre ' politischen Parteien und gesellschaftlichen Organisationen, tragen eine große Verantwortung für die Schaffung der Grundlagen und der Atmosphäre für die Normalisierung der Lage in Westberlin und für die Beziehungen zwischen Westberlin und der Deutschen Demokratischen Republik ...

  • Rigoroser Lohnraub bei Bosch

    600 Arbeitern 16 Pfennig pro Stunde abgezogen / Betriebsrat ignoriert

    Hildesheim (ADN/ND). Eine drastische Lohnkürzungsaktion hat unter den rund 6000 Belegschaftsangehörigen des Hildesheimer Zweigwerkes des Bosch-Konzerns erhebliche Unruhe ausgelöst. Die Lohnkürzungen betragen durchschnittlich 16 Pfennig je Stunde. Etwa 600 Arbeiterinnen und Arbeiter haben seit dem 3. Januar etappenweise den blauen Brief der Bosch-Direktion erhalten, in dem ihnen mitgeteilt wird, daß sie in eine neue Lohngruppe eingestuft worden sind ...

  • Starke Differenzen"

    i,Die vom Senat zur Frage des politischen Risikos abgegebenen-^Erklärungen haben die (CDU-)Opposition nicht befriedigt und sie veranlaßt, die im September vergangenen Jahres noch gegebene Zustimmung zu den entsprechenden Leitsätzen der Regierungspolitik zu ..verwelgern. In der Sache hat auch der Regierende Bürgermeister zugegeben, daß sich im Verhalten, des Senats bei ...

  • Gegen Arbeiterforderungen

    Barzel erging sich auch in wütenden Ausfällen gegen die Sowjetunion. So behauptete er, die jüngste sowjetische Note diene nicht der Entspannung, sondern einer „Verhärtung". Schließlich lobte er den ehemaligen Staatssekretär im Ministerium „für Gesamtdeutsche Fragen", Franz Thedieck, dem er „hervorragende Verdienste" zuschrieb ...

  • Journalistenvereinigung stellt sich vor Aust

    Prag/London (ADN/ND). In einem Telegramm an das Hamburger Landgericht hat die Internationale Journalistenorganisation (IOJ) in Prag gegen das über „Blinkfüer"-Chefredakteur Ernst Aust verhängte U.rteil protestiert In dem Telegramm heißt es, dieser Vorfall sei ein schwerer Bruch der westdeutschen Verfassung ...

  • Irrglauben der Ultras

    %,Die CDU hat sich zwar dagegen verwahrt, ihre Haltung als ein .Nein1 zur Passierscheinfrage zu deuten, aber welcher andere Schluß könnte nach dieser Debatte endgültig gezogen werden als der, daß sie die politischen Bedenken über den menschlichen Gewinn stellt, den die Passierscheinaktion doch mindestens darstellt — vom wohlverstandenen politischen Erfolg ganz zu schweigen —, und daß sie folglich gegen das Passierscheinübereinkommen war ...

  • Selbständige SPD-Politik

    Für alle Sozialdemokraten-, steht die Frage, welcher Weg beschritten werden soll - der Weg von Wehner, Erler und Mattick, der die SPD lähmt, der eine selbständige sozialdemokratische Politik und Alternative zur CDU-Politik verhindert, oder der Weg weiterer Schritte zur Entspannung und zu einer selbständigen ...

  • Befremden in London

    London (ADN). Unbehagen und Betroffenheit hat in Londoner politischen Kreisen eine Äußerung des Bonner Kanzlers am Donnerstag im Bundestag zur , Chruschtschow-Botschaft ausgelöst, mit der Erhard den Anspruch Bonns aufrechterhielt, bei der Durchsetzung territorialer Forderungen auch auf Gewaltanwendung nicht zu verzichten ...

  • Kalte Krieger schreien „Verrat"

    Barzel: Keinen Schritt weiter / Strauß: Die alte Politik muß fortgesetzt werden

    Berlin (ADN/ND). Die Debatte im westdeutschen Bundestag über den Rüstungshaushalt und die Rede des Bonner Kanzlers Erhard war am Donnerstag durch die Angriffe der Ultras gegen jede Entspannung gekennzeichnet Der stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Barzel beharrte auf der gescheiterten Politik des kalten Krieges und erklärte, die Bundesregierung habe keinen Anlaß, ihre Deutschlandpolitik zu ändern ...

  • Gen. Peter Wojewodin Held der Arbeit

    Berlin (ND). Durch Erlaß des Präsidiums des Ministerrates der UdSSR vom 2. Januar 1964 wurde der 80jährige Parteiveteran, Genosse Peter Iwanowitsch Wojewodin, Moskau, anläßlich seines 65jährigen Parteijubiläums mit der hohen staatlichen Auszeichnung, dem Orden „Held der Arbeit", geehrt Peter Wojewodin, ...

  • Deutsches Gespräch weiterführen

    Berlin (ADN). Die westdeutsche Arbeiterklasse habe die Aufgabe, sich aktiv am großen deutschen Gespräch zu beteiligen und ihrer Meinung den nötigen Nachdruck zu verleihen. Diesen Standpunkt vertrat der Ständige Ausschuß der deutschen Arbeiterkonferenzen auf seiner 45. Tagung. „Das offene deutsche Gespräch ...

  • Betriebsrate fordern weitere Schritte

    Betriebsräte und gewerkschaftliche Vertrauensleute der Konzern- und Großbetriebe AEG, Siemens, Osram, Orenstein & Koppel, Eternit, und viele, viele andere, sind der Meinung, daß dem ersten Schritt auf dem Wege der Entspannung jetzt weitere Schritte folgen müssen. Das kann am besten dadurch geschehen, ...

  • Erler hinter Erhard

    Der SPD-Bundestagsabgeordnete Fritz Erler äußerte sich in vorsichtigen Worten zum Berliner Abkommen, wobei er sich zur Stellungnahme Erhards bekannte. Er ging mit keinem „Wort .auf die in Westberlin und auch in Westdeutschland immer stärker erhobene Forderung nach weiteren Verhandlungen und, einer An- , näherung an die DDR sowie auf die Hai» tung Brandts'ein ...

  • Freimütige Aussprache

    Wir schlagen den sozialdemokratischen Genossen vor, mit uns in eine freimütige Diskussion einzutreten über die Fragen der Stabilisierung des Friedens, der Annäherung Und Verständigung zwischen beiden deutschen Staaten und zwischen Westberlin und der DDR sowie über den Weg zur Überwindung der Spaltung Deutschlands ...

  • Haushaltsstrom teurer

    Essen (ADN). Das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk (RWE), der weitaus größte Stromproduzent in der Bundesrepublik und Stromlieferant für die Schwerindustrie an Rhein und Ruhr, hat „gewisse Korrekturen beim Strompreis" angekündigt. Zwar wolle man angeblich den Preis für den Haushaltsstrom unverändert lassen, jedoch „die Grundgebühr anheben" ...

  • Brandt soll direkt mit DDR-Regierung verhandeln

    Gerhard Danelius: Westberliner Bevölkerung erwartet vom Senat weitere Schritte zu Verhandlungen und Verständigung

    Berlin (ND). Am Freitag tagte im Westberliner Bezirk Reinickendorf eine Funktionärkonferenz der SED-Westberlin, an der über 400 Parteiarbeiter teilnahmen. Der 1. Sekretär des Vorstandes der SED-Westberlin, Gerhard Danelius, hielt das Referat und erklärte unter anderem: „Die Bedeutung des Berlin-Abkommens besteht darin, daß ein Beispiel gegeben wurde, wie die strittigen Fragen auf dem Wege gleichberechtigter Verhandlungen gelöst werden können und gelöst werden müssen ...

  • Gewerkschafter protestieren

    Düsseldorf (ADN), Gegen die Teuerungswelle in der Bundesrepublik und gegen die vorgesehene Verschlechterung der westdeutschen Kränkenversicherung durch das sogenannte Bonner Sozialpaket protestierten nahezu 1000 Gewerkschafter des Bezirks Niederrhein auf einer Protestkundgebung des DGB in Homberg.

  • NEUES DEUTSCHLAND

    DAS REDAKTIONSKOLLEGIUM

    Hermann Axen, Chefredakteur; Eberhard Heinrich. Hajo Herbell, Dr. Günter Kertzscher, stellv. Chefredakteure; Armin Greim, Redaktionssekretär; Horst Bitschkowski, Harri Czepuck, Walter Florath, Dr. Rolf Gutermuth, Georg Hansen, Willi Köhler, Karl-Ernst Reuter." Lieselotte Thoms, Dr. Harald Wessel

  • PRESSE-ECHO

    ' Westberliner Zeitungen kommentieren am Freitag ausführlich die Debatte im Westberliner Abgeordnetenhaus, bei der sich die Ultras wild gegen jede Verständigung gebärdeten und die tiefen Differenzen innerhalb der Bourgeoisie und auch der SPD sichtbar machten. „Tagesspiegel":

  • Tiefe Kluft

    „Die Passierscheinfrage reißt eine tiefe Kluft In Westberlin auf." Amrehn, der sich zum Anwalt der Bonner Ultras aufgeschwungen hatte, wird von dem Blatt als „recht einsamer Mann" bezeichnet „Spandauer volksblatt :

  • . Ehrenpatenschaften

    Berlin (ADN). Der Vorsitzende des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik, Walter Ulbricht, übernahm im IV. Quartal 1963 für 415 Kinder, darunter 16 Zwillingspaare, die Ehrenpatenschaft

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  • Eine Frage wurde „vergessen"...

    Die Frage nach den Kosten hat der Reporter der „Berliner Zeitung", der in der Ausgabe vom 8. Januar ein Gespräch mit Dr.-Ing. Werner Cziommer, dem Technischen Direktor des VEB Bergmann-Bprsig wiedergab, leider vergessen. Denn sonst hätte er wahrscheinlich hinter den Titel seiner Reportage „Exportreif" jenes Fragezeichen gesetzt, das ich mir erlaubt habe, der Überschrift dieses Artikels hinzuzusetzen ...

  • Hemmende Erinnerungen

    Verlust statt Gewinn — das ist aber eine sehr ernste Sache. Lenin sagte dazu: „Wir dürfen kauf männische • Kalkulation nicht scheuen... Nur auf dieser Grundlage ... kann man die Wirtschaft aufbauen. Hinderlich sind dabei Vorurteile und Erinnerungen daran, was gestern war." In Bergmann-Borsig pflegen aber offensichtlich noch manche leitenden Kollegen ihre Erinnerungen an vergangene Zeiten und überholte Methoden ...

  • Ein trügerischer Vergleich

    Ein gleiches Beispiel gibt es bei der Herstellung von Oberteilen und Deckeln für Haushaltwäscheschleudern. Obwohl hier durch den Plasteinsatz jährlich über 100 Tonnen hochwertiges Tiefziehblech und darüber hinaus noch 20 000 Fertigungsstunden eingespart werden könnten, wird der Einsatz von Duroplastteilen ökonomisch uninteressant ...

  • Zur Exportreife gehören die Kosten

    Wer aber von Exportreife seiner Erzeugnisse spricht und dabei über die Verluste schweigt, kann doch wohl nicht behaupten, daß er alles nur Erforderliche täte, damit das ganze Werkkollektiv den Kampf für das Weltniveau bei Qualität und den Kosten aufnimmt Ich möchte daran erinnern, wie die Werktätigen des Stahl- und Walzwerkes Brandenburg die Sache angepackt haben ...

  • Welcher Maßstab gilt?

    Dies ist doch wohl die richtige Haltung, wenn man sich vor der 5. Tagung des Zentralkomitees zum Wort meldet und seine Überlegungen darlegt. Was unterscheidet aber Dr. Cziommer von den Brandenburgern? Dr. Cziommer beschäftigt sich vornehmlich mit der Vergangenheit und der Gegenwart: Wie waren wir da doch gut! Die Brandenburger interessiert vor allem die Zukunft: Wir müssen Schluß machen mit den geplanten Verlusten! Dr ...

  • Verluste müssen weg!

    Die entscheidende Frage ist doch: Wie sollen die Verluste beseitigt werden? Und das scheint mir nicht allein eine wirtschaftliche, sondern eine grundlegende ideologische Streitfrage zu sein, die für die Entwicklung des ökonomischen Denkens, für die Einführung des neuen ökonomischen Systems der Planung und Leitung der Volkswirtschaft von hervorragender Bedeutung ist ...

  • Jedem seine eigene Presse?

    Die Preise, die unsere Chemie zur Zeit für Plaste fordert, erscheinen mir allerdings auch korrekturbedürftig. Sie bieten nämlich teilweise keinen Anreiz, Plaste anzuwenden. Es ist zu erwarten, daß die bevorstehende Industriepreisreform hier manches reguliert; aber sie ist kein Allheilmittel. In Einzelfällen müßte wahrscheinlich noch eine Gewinnbegünstigung dem Einsatz der Plaste den Weg ebnen ...

  • Gegenwärtig unrentabel

    Kann Bergmann-Borsig mit den Maschinen, so wie sie jetzt sind, so wie sie jetzt hergestellt werden, im Export ein Geschäft machen?- Kann Bergmann- Borsig für unsere Republik Geld verdienen? Kann es durch einen entsprechenden Gewinn helfen, die Kraft unserer Republik zu mehren und die Lebenshaltung unserer Werktätigen zu erhöhen? Gegenwärtig nicht ...

  • Das Erzeugnis muß gewinnen

    Das Plastformteil oder -halbzeug muß vielmehr den an seinen Einsatz gestellten technischen Anforderungen in vollem Umfang gerecht werden. Sein Einsatz muß dazu führen, daß das Endprodukt dem Weltniveau entspricht und es bestimmt. Insgesamt gesehen muß ein volkswirtschaftlicher Nutzen gegenüber den klassischen Werkstoffen nachweisbar sein ...

  • Haltbarer und billiger

    Für die sogenannten Tatzenlager der Elektrolokomotiven im Braunkohlentagebau wurden Plastwerkstoffe, und zwar Hartgewebe, an Stelle von Bleibronze verwc Die Erfahrungen im Grubenbetrieb ergaben, daß die Hartgewebelager doppelt so lange betriebsfähig sind wie die Bleibronzelager. Bei einer angenommenen Lebensdauer von 24'' gegenüber 12 Monaten stellen sich die Kosten pro Lok wie folgt: Bleibronzelager: 3400 DM; Hartgewebelager: 360 DM ...

  • Preis frißt Kostensenkung

    In allen diesen Fällen hegt der ökonomische Vorteil der Plastverwendung klar auf der Hand. Aber das ist durchaus nicht immer so. Manchmal wirken nämiich ökonomische Hebel gegen den Einsatz von Plasten. Auch dafür einige Beispiele: Würde im VEB Bodenbearbeitungsgeräte Leipzig die Fertigung bestimmter Behälter von Blech auf glasfaserverstärkte Polyesterharze umgestellt so könnte der Betrieb 20 technologische Arbeitsgänge einsparen ...

  • Ein neuartiger Schwirnmgreiferbagger

    Nordhausen (ADN). Ein neuartige* Schwimmgreiferbagger hat seine mehrmonatige Dauererprobung bei der Naßkiesgewinnung erfolgreich bestanden. Der aus einem rechteckigen Schiffskörper, einer Fördereinrichtung, einem Entwässerungssieb und einer Verladeanlage beste-' hende riesige Bagger dient der Kiesgewinnung in ruhenden Gewässern ...

  • Piroschka-Stiefel 1964

    Burff (ADN). Die ersten hohen Damen-s Schlupftstiefel aus der Produktion 1964 liefert gegenwärtig die Schuhfabrik „Roter Stern" Burg an die Handelsorgane. Im I. Quartal'bestellte der Handel 44 000 Paar bei dem Betrieb, der die sogenannten Piröschka-Stiefel seit Juli vergangenen Jahres produziert 1963 verließen rund 60 000 Paar hohe und 120 000 Paar halbhohe Damenstiefel das Werk ...

  • Druckautomaten schweben auf Luft

    Leipzig (ADN). Auf einem hauchdünnen Luftpolster gleiten die Druckautomaten im VEB Druckmaschinenwerke Leipzig während der Montage auf der neu eingerichteten 110 Meter langen Wechselfließreihe von einem Arbeitsplatz zum anderen. Die Maschinen ruhen auf einem speziellen Transportschlitten, dessen Düsenplatten hochkomprimierte Druckluft ausstoßen ...

  • ffiffsrfißffslebßfi

    Deutsche Gesellschaft für Standardisierung

    Berlin (ADN/ND). Die Deutsche Gesenk Schaft für Standardisierung (DGS) in der Kammer der Technik wurde am Donnerstag in Berlin gegründet. Organisierendes Zentrum für die sozialistische Gemeinschaftsarbeit auf dem Gebiet der Standardisierung zu sein und alle ökonomischen Vorteile einer;' radikalen Standardisierung voll nutzen zu helfen sind die auf der Gründungsversammlung umrissenen Hauptaufgaben dieser neuen Organisation der KDT ...

  • Ein Diskussionsthema für die Parteiorganisation des VEB Bergmann-Borsig /Von Walter Florath

    "1/or einiger Zelt sah ich in der „Berliner * Zeitung" eine Karikatur, die mir sehr gefiel: Ein Ingenieur führt einem Reporter eine neue Maschine für den Export vor: .Weltniveau!" Daraufhin der Reporter: „Und die Kosten?" t Der Konstrukteur: „Da liegen wir allerdings noch höher als die Konkurrenz .. ...

  • 350 Facharbeiterinnen

    In unserer gestrigen Meldung über die Frauenkonferenz im Stahl- und Walzwerk „Wilhelm Florin" in Hennigsdorf muß es richtig heißen: In den letzten Jahren wurden 350 Frauen zu Facharbeiterinnen qualifiziert. Die Mehrheit der Frauen arbeitet als Hilfsarbeiterinnen.

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  • Regierungskommission für Bildungswesen tagte

    Berlin (ADN/ND). Am 8. Januar fand die dritte Tagung der Staatlichen Kommission zur Gestaltung des einheitlichen sozialistischen Bildungssystems beim Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik statt. Sie dokumentierte sinnvoll die nationale Rolle unseres Bildungswesens für Frieden, Humanismus und Sozialismus ...

  • DreiPrinzipienfürdieKleinen

    ERSTENS: Die unmittelbare Umwelt der Kinder — Waren, Läden, Produktionsstätten, Berufe usw. — muß in jedem Falle Ausgangspunkt sein. Davon wird die Unterrichtsmethodik bestimmt. Dieser Unterricht wird sich also nicht im Klassenraum abspielen, sondern — den örtlichen Bedingungen entsprechend — eben in der Umwelt ...

  • Schön und gut, aber...

    Mancher mag einwenden: „Alles richtig, alles schön und gut Nichts gegen die politische Ökonomie. Aber für Kinder... Das sind doch wohl Illusionen." Ein solcher Einwand ist verständlich. Jedoch — ist politische Ökonomie tatsächlich zu schwer oder zu abstrakt für Kinder? Wir sind fähig, mit Erfolg die Grundlagen der Physik, der Chemie, der Mathematik zu lehren ...

  • Ökonomisches Denken erst für Erwachsene?

    Die In den letzten Monaten im „ND" geführten Diskussionen zu Problemen der Volksbildung haben uns angeregt, der Öffentlichkeit eine grundsätzliche Frage vorzulegen: Welche Rolle spielt die politische Ökonomie in unseren Schulen, welche Rolle sollte sie spielen? Der erste Teil unserer Frage ist wohl nicht schwer zu beantworten ...

  • WarummoderneMaschinen?

    Die Maschine als Helfer des Menschen spart Zeit ein. Das könnte eines der nächsten Themen sein. Warum ist eine Maschine so nützlich? Die Nützlichkeit der Maschinen zu erkennen bedeutet, schon Verständnis dafür zu wecken, daß wir immer mehr und bessere Maschinen brauchen, um Zeit einzusparen. Folglich können wir also nicht nur Brot, Schuhe, Möbel usw ...

  • Lehrer antworteten:

    Ursel Berger: «Es gibt verschiedene Möglichkeiten, über ökonomische Probleme zu sprechen — den Geschichtsunterricht, den Staatsbürgerkundeunterricht, den Unterrichtstag in der Produktion." ' Hans Dobrin: „Ich bin Geschichtslehrer. Meine Kenntnisse in der politischen Ökonomie sind mangelhaft. So kann ich eigentlich keinen guten Geschichtsunterricht mehr geben ...

  • Könnten Wissenschaftler nicht helfen?

    Uns ist klar, daß das hier aufgeworfene Problem nicht etwa durch einen Beschluß und in Kürze gelöst werden kann. Ein wissenschaftlicher Unterricht erfordert auch wissenschaftlich ausgebildete Lehrer. Heute noch werden jedoch unsere Geschichtslehrer ohne gründliche Ausbildung in der politischen Ökonomie von unseren Universitäten entlassen, mit lückenhaften Kenntnissen über die „Anatomie" der Gesellschaft, deren Geschichte sie lehren sollen ...

  • Geschichte auf einem Bein?

    Karl Marx suchte die „Anatomie der Gesellschaft" In der politischen Ökonomie. Will man unsere Kinder befähigen, das gesellschaftliche Leben zu begreifen, so muß man sie vor allem befähigen, die ökonomische Struktur der Gesellschaft zu begreifen. Steht unser Geschichtsunterricht nicht nur auf einem Bein ...

  • Sinnvolles Abstimmen für die Großen

    Es ist ohne Zweifel möglich, eine sinnvolle Abstimmung zwischen Geschichtsunterricht und Staatsbürgerkunde herbeizuführen, um in der Mittelstufe die politökonomischen Kenntnisse der Kinder systematisch zu erweitern. Zum Beispiel wäre die Frage zu diskutieren, welche Rolle Wirtschaftsgeschichte und politökonomische Bildungsziele — bereits von der Urgemeinschaft ausgehend — spielen müssen ...

  • 10 Jahre „Freie Welt"

    Berlin (ADN). Die illustrierte Zeitschrift „Freie Welt" ist am 11. Januar zehn Jahre alt. Das Journal hat in dem Jahrzehnt seines Bestehens seinen Lesern in vielfältiger Weise ein umfassendes Bild über das Leben in der Sowjetunion vermittelt. Mit Beginn dieses Jahres ist der Umfang der Zeitschrift von 24 auf 36 Seiten erweitert worden ...

  • Ein böser Fehler

    ist uns am 10. Januar auf der Kulturseite unterlaufen. Wir haben dort als aktuellen Beitrag eine Diskussionsrede von Dr. Fritz Klein veröffentlicht, die er für eine längere Zeit zurückliegende Konferenz vorbereitet hatte und die damals unserer Redaktion zugestellt wurde. Durch fahrlässiges Verhalten eines Mitarbeiters kam die Rede, die verständlicherweise nicht den gegenwärtigen Stand des geistigen Lebens im Club der Kulturschaffenden, Berlin, wiedergibt, in die Zeitung ...

  • Das 5. Plenum geht jeden an

    Wir fragten:

    Manfred Schwarze erlernt schon während der Schulzeit einen Beruf. Aber geben wir ihm wirklich das Höchstmögliche für die Zukunft mit? Lehren wir ihn auch; ökonomisch richtig zu denken; erziehen wir ihn entsprechend?

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  • Wie hoch das Seilchpn?

    Die Regierung de Gaulle glaubt, mit den Brüsseler Beschlüssen ihrem Ziel, nämlich einer starken Bevorzugung des französischen Handels mit Agrarerzeugnissen im Bereich der EWG (Frankreich, Westdeutschland, Italien, Belgien, Holland, Luxemburg), nähergekommen zu sein. Dabei weiß man in Paris ganz genau, daß diese Bevorzugung nur zum Schaden sogenannter Drittländer, in erster Linie der USA, erfolgen kann ...

  • NATO-Politik gescheitert — DDR stabil und kraftvo Aus der Rede des Mitglieds des Politbüros Genossen Prof. Albert Norden auf der Jahresversammlung der Liga für Völkerfreundschaft

    Auf der Jahresversammlung der Liga für Völkerfreundschaft der DDR nahm das Mitglied des Politbüros des ZK Prof. Albert Norden zu wichtigen Fragen — u. a. zu der unterschiedlichen Haltung der DDR und Bonns, dem Berliner Abkommen und seinen Auswirkungen sowie zum antifaschistischen Schutzwall — Stellung ...

  • Tücken des Objekts

    Diese Freudenausbrüche waren voreilig. Amerikanische Experten untersuchen gegenwärtig peinlich genau die tatsächliche Bedeutung der „neuen Formel". Ihre ersten Beurteilungen, die auf Umwegen in die Weltpresse gelangten, sind geradezu vernichtend. Die Zahl der Ausnahmefälle, über die laut dieser Formel verhandelt werden müßte, übersteigt noch die frühere Zahl ...

  • Verhandlungen DDR-UdSSR über Kulturaustausch

    Moskau (ADN-Korr.). In Moskau begannen am Freitag Verhandlungen über den Plan der kulturellen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit der UdSSR und DDR für die Jahre 1964/65. Die Delegationen beider Seiten, denen Vertreter der Außenministerien, der Kulturministerien, des Volksbildungs- und Hochschulwesens angehören, einigten sich auf ihrer ersten Sitzung über den Verhandlungsverlauf ...

  • Nur Verhandlungen bringen Erfolg

    Frage unseres Prager Korrespondenten Klaus Haupt: Was ist Ihre Meinung zur geplanten multilateralen NATO-Atomstreitmacht, die die westdeutschen Revanchisten in den Besitz von Kernwaffen bringen soll? Welche Bedeutung messen Sie demgegenüber dem Sieben-Punkte- Vorschlag bei, den Walter Ulbricht auf dem VI ...

  • Zu weiteren Verhandlungen bereit

    Ich spreche hier nicht über manche Ungereimtheiten in der Rede Brandts. Ich halte es in diesem Zeitpunkt im Interesse der Sache gar nicht für richtig, damit zu polemisieren. Wir wollen das Positive in den Vordergrund stellen und feststellen, daß wir unsererseits zu weiteren Verhandlungen bereit sind und daß unsere Regierung das klipp und klar zum Ausdruck bringt ...

  • Starre Fronten aufgelockert

    In Deutschland wurde mit dem Abkommen die Starrheit der Fronten aufgelockert, ja durchbrochen. Sowohl In Westberlin als auch in Westdeutschland ist durch das Abkommen eine Bewegung für Annäherung durch Verhandlungen und Verständigung, ja sind Verhandlungen in Gang gekommen, wenn auch erst auf Teilgebieten ...

  • Unsere Initiative bestätigt

    Herr Brandt hat in seiner Rede bestätigt, daß die Initiative zu dieser Aktion von der Regierung der DDR ausgegangen ist. Er wies ausdrücklich auf die Schreiben des Stellvertreters des Ministerpräsidenten Alexander Abusch hin, mit denen sich der Senat von Westberlin — wie Herr Brandt betonte - in mehreren Sitzungen beschäftigt habe ...

  • Schutzwall sicherte schnellen Aufbau

    Drittens: Daß die „Mauer , wie der Gegner sie nennt, der antifaschistische Schutzwall, von durchaus segensreicher Auswirkung ist,1 davon haben sich die vielen, vielen Hunderttausenden Westberliner selber überzeugen können; denn wenn es bei uns In den letzten 2'ü Jahren so schnell vorwärts ging, so nicht trotz, sondern dank und wegen der Mauer ...

  • 150 neue Betriebe in Estland

    Produktionsvolumen seit Kriegsende auf das 15,4fache gestiegen / Parteitag in Tallinn

    Tallinn (ADN). Die estnische Industrie produziert gegenwärtig in weniger als einem Monat ebensoviel Erzeugnisse wie im ganzen Jahr 1940, erklärte der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Estlands, Iwan Kebin, auf dem Parteitag der KP Estlands in Tallinn. Das Produktionsvolumen ist seit Kriegsende auf das 15,4fache gestiegen ...

  • Ben Bella: Weiter auf neu^m Weg

    Algerien wird Erfahrungen sozialistischer Länder verwerten

    Algier (ADN-Korr.). Algeriens Staatspräsident Ben Bella betonte in einer Erklärung zu dem konterrevolutionären Putschversuch in Oran, Algerien werde seinen Weg in Richtung auf eine sozialistische Entwicklung niemals abbrechen. Ben Bella, der bei der Einweihung eines genossenschaftlichen Unternehmens in Algier sprach,, rief aus: „Wir werden die Ausbeutung zerschlagen, wie wir auch die Machenschaften der Konterrevolution zerbrechen ...

  • Die neue Formel

    Hier war eine der Zwickmühlen, in die die Bonner Regierung geraten war. Einerseits ist sie an einem erfolgreichen Ausgang der von den USA vorgeschlagenen Zollverhandlungen, die im Mai dieses Jahres beginnen sollen, interessiert. Andererseits muß sie auf Wünsche der EWG-Partner und vor allem auf die Interessen jener westdeutschen Industriezweige, die immer lautstarker für protektionistische Maßnahmen plädieren, Rücksicht nehmen ...

  • Neue Chemiewerke Ungarns

    Budapest (ADN-Korr.). Die chemische Industrie der Ungarischen Volksrepublik wird 1964 eine Reihe neuer Produktionsstätten erhalten. Im Chemiekombinat an der Theiß wird der Bau eines Stickstoffdüngerwerks beendet, das jährlich 100 000 Tonnen Mineraldünger erzeugen wird. Ein weiteres Mineraldüngerwerk mit einer Produktionskapazität von 140 000 Tonnen wird in Pet errichtet ...

  • Zypern für volle Unabhängigkeit

    Erklärung des Außenministers zur bevorstehenden Londoner Konferenz

    Athen/Nikosia (ADN). Der zypriotische Außenminister Kyprianou, der zusammen mit Generalstaatsanwalt Riton Tornaritis und dem Parlamentspräsidenten Glavkos Clarides sein Land auf der bevorstehenden Londoner Zypernkonferenz vertreten wird, hat auf einer Pressekonferenz in Athen die volle Unabhängigkeit für die Inselrepublik im östlichen Mittelmeer gefordert ...

  • UNGELÖSTE FRAGEN

    Handelspolitisch» Auseinandersetzungen am Atlantik / Von Georg Hansen

    Westeuropa auswirken werden - hat Johnson dem Sinne nach seinen Gesprächspartner gefragt. Eine gescheite Antwort auf diese Fragen hätte Erhard auch dann nicht geben können, wenn er es gewollt hätte. Die letzten Brüsseler Beschlüsse haben dafür zu vieles offengelassen. In seiner Verlegenheit stimmte Erhard ...

  • Ultras drohen England

    Washington (ADN). Kritik und offene Drohungen hat in den USA die britische Lieferung von 400 Autobussen an Kuba ausgelöst. Nachdem bereits die USA- Regierung Großbritannien ihr „Bedauern" ausgedrückt hat, haben sich nun auch Kongreßabgeordnete in die Kontroverse über die britischen Lieferungen an Kuba eingeschaltet ...

  • Lebensmittelindustrie wächst

    Prag (ADN-Korr.). Über 20 neue oder rekonstruierte Lebensmittelbetriebe werden 1964 ihre Produktion in der Tschechoslowakei aufnehmen. Die Kapazität der Lebensmittelindustrie soll in diesem Jahr um 3,1 Prozent erhöht werden, nachdem im Vorjahr bereits ein Zuwachs von 4 Prozent erreicht wurde. Es werden u ...

  • Tschou En-lai in Tunis

    Tunis (ND). Der chinesische Ministerpräsident Tschou En-lai hatte am Donnerstag eine Zusammenkunft mit dem tunesischen Präsidenten Burgiba. Tschou En-lai war am gleichen Tage, aus Albanien kommend, in Tunis eingetroffen. Auf einem Bankett zu Ehren seines Gastes erklärte Burgiba laut AP, Tunesien werde sich weiter um die UNO-Mitgliedschaft Volkschinas bemühen, mißbillige jedoch zum Teil seine Politik ...

  • Französische Gäste

    Berlin (ADN). Französische Kommunalpolitiker aus St. Quentin, Gauchy, Montescourt, Fert6-Milon, Chäteau- Thierry und Guise trafen auf Einladung' des Deutschen Städte- und Gemeindetages zu einem Informationsbesuch in Berlin ein. Unter ihnen befinden sich Bürgermeister, stellvertretende Bürgermeister, Stadträte und-Abgeordnete der Stadtparlamente ...

  • Brüderliche Zusammenarbeit

    Die Kommunistische Partei Italiens und die^ algeriscKe „Nationale Befreiuhgsfront" (FLN) haben beschlossen, ihre kameradschaftliche Zusammenarbeit zu verstärken. Dies wurde am Freitag in einem gemeinsamen Kommunique zum Abschluß des Besuchs einer KPI-Delegation in Algier bekanntgegeben. Zuvor hatte die vom stellvertretenden Generalsekretär Luigi Longo geleitete Abordnung eine zweite Aussprache mit Staatspräsident und FLN-Generalsekretär Ben Bella, die als sehr fruchtbar bezeichnet wurde ...

  • Bonner Ärger

    Rom (ADN). Wie am Freitag in der italienischen Hauptstadt bekannt wurde, haben Mitarbeiter der Bonner Botschaft beim Vatikan sich ärgerlich und besorgt über die Telegramme von Papst Paul VI. an den Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, Walter Ulbricht, geäußert. Bonn befürchtet, daß das Telegramm des Papstes von seiner Pilgerreise und seine Antwort auf die Neujahrsglückwünsche Walter Ulbrichts den Kräften Auftrieb geben, die die Anerkennung der DDR für richtig und vernünftig halten ...

  • Für Anerkennung Chinas

    Paris (ADN). Für die Aufnahme diplomatischer' Beziehungen zwischen Frankreich und der Volksrepublik China hat sich der ehemalige französische Ministerpräsident Edgar Faure in einem Interview mit der Zeitung „Le Figaro" ausgesprochen. Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Frankreich und China dürfe keine Vorbedingungen enthalten, forderte Faure ...

  • DDR-Boote gefragt

    London (ADN-Korr.). Auf der Internationalen Bootsausstellung, die gegenwärtig in London stattfindet, stehen die Boote des VEB Jachtwerft Berlin im Blickpunkt lebhaften Interesses. Die Berliner Jachtwerft zeigt in London den Kajütenkreuzer „Donau" und die Volksboote mit drei und vier Kojen. Wie der Leiter des DDR-Standes, Dieter Kulaszewski, bekanntgab, konnten bereits in den ersten fünf Ausstellungstagen mehrere Boote verkauft werden ...

  • DDR-Vertreter zur Beisetzung Raabs

    Wien (ADN). Der Präsident der Kammer für Außenhandel der DDR, Generalkonsul Hans Bahr, ist am Freitagabend in Wien eingetroffen. Präsident Bahr wird gemeinsam mit dem Direktor der Handelsvertretung der DDR in Wien, Handelsrat Knoblauch, und mit dem Direktor der Verkehrsyertretung in Wien, Dipl.-Ing. oec ...

  • Nachhall aus Texas

    zahlen, Tatsachen und definitive Zusagen hat Johnson von dem westdeutschen Bundeskanzler Erhard verlangt, als dieser ihn vor kurzem auf seiner Farm in Texas besuchte. Erklären Sie mir bitte, wie sich die von den EWG-Staaten vor Weihnachten gefaßten Beschlüsse auf die allgemeinen Zollverhandlungen und ...

  • FDJler nach Indonesien

    Berlin (ADN). Zur Teilnahme an einem internationalen Solidaritätsmeeting der Jugend für die nationale Unabhängigkeit von Nordkalimantan und gegen das neokolonialistische Projekt von Malaysia ist am Freitag eine Delegation der FDJ unter Leitung des Mitgliedes des Zentralrats Werner Rümpel nach Indonesien abgereist ...

  • 14 Mio Paar Schuhe-von „Borovo

    Belgrad (ADN). Die jugoslawische Schuhfabrik „Borovo" wird in diesem Jahr 14 300 000 Paar Leder- und Gummischuhe herstellen, von denen 900 000 Paar Lederschuhe exportiert werden. Außerdem wird die Fabrik 6500 Tonnen Autoreifen und 4900 Tonnen verschiedene technische Gummierzeugnisse produzieren.

  • Foster Chefdelegierter

    Washington (ADN). Zum amerikanischen Chefdelegierten für die bevorstehenden Sitzungen der Genfer Abrüstungskonferenz ist William Foster ernannt worden. Dies geht aus einem Kommunique' des Weißen Hauses hervor. Foster ist Direktor des amerikanischen Amtes für Rüstungskontrolle und Abrüstung.

  • Besuch aus Belgien

    Brüssel (ADN-Korr.). Eine Delegation leitender Funktionäre der belgischen Jungsozialistenbewegung unter Leitung von Landessekretär Joz Weynincx wird vom 12. bis 19. Januar die DDR besuchen. Die Jungsozialistenführer folgen damit einer Einladung des Zentralrates der FDJ.

Seite 7
  • vor dem Deutschen Reichstag

    Der Herr Abgeordnete Mumm hat von Hoffmann von Fallersleben und dem Liede „Deutschland, Deutschland übet alles" gesprochen. Mein Freund Stadthagen hat ihm da bereits mit einigem gedient. Ich möchte dem Herrn Abgeordneten Mumm ein anderes Gedicht desselben Hoffmann von Fallersieben vortragen, aus dem Sie den Geist erkennen können, der diesen deutschen Freiheitsheros beseelt ßat und der damals auch gerade von der besten Blüte des deutschen Volkes gehegt wurde ...

  • Seien Sie

    heiter und ruhig Briefe Rosa Luxemburgs an Sophie Liebknecht

    Wronke, 15. Januar 1917 Sonitschka, wissen Sie noch, was wir uns vorgenommen haben, wenn der Krieg vorbei ist? Eine Reise zusammen nach dem Süden. Und wir tun das! Ich weiß, Sie träumen davon, mit mir nach Italien zu gehen, daß Ihnen das Höchste ist. Ich plane hingegen, Sie nach Korsika zu schleppen ...

Seite 8
  • Von Rudolf Ernst, schreibender Arbeiter

    Stimme ärgerlich hinterdrein. „Über so was entscheidet allemal die Brigade . . ." Ruppig spie in den Sand. Die Muskeln unter seinen Backenknochen sprangen scharf hervor, wie immer, wenn er stark erregt war. Stumm griff er zum Sandschieber, verteilte mit geübten Händen den aus dem Bunker rutschenden, kohlschwarzen Füllsand im Formkasten ...

  • Unfriedlicher Friede

    Paris. Januar 1919. Nur wenige Tage noch, dann beginnt die große Friedenskonferenz, die Bilanz über mehr als vier Jahre imperialistischen Weltkrieg. Es ist gleichsam der Schlußstrich unter einen Krieg „von einer bisher nie geahnten Ausdehnung und Heftigkeit". So hatte Engels zweiunddreißig Jahre vorher ...

  • Amer mit Heiner

    Der alte Ruppig lehnte an seiner Förromaschine, unmittelbar neben der Gießbahn. Er starrte finster durch die dämmerige, langgestreckte Halle der Eisengießerei, die vom dumpfen, rhythmischen Stampfen der Maschinen dröhnte. Unzufrieden kaute der Graukopf auf seinem Zigarrenstummel herum, fluchend zog er immer wieder die Uhr zu Rate: Zwecklos, länger auf den bummeligen Heiner zu lauern ...

  • Wunsch

    Gebt'uns einen Pflug und ein Stück Brachland: Wir wollen es umbrechen! Haltet uns länger nicht yor, daß eure Haut wettergegerbt ist, die unserfe weiß und geschmeidig! Gewiß: Ihr habt uns den Boden bereitet und die Ernte für uns nur gehegt. Doch die Früchte wollen nicht munden dem, der die Saat nicht gelegt ...

Seite 9
  • Ende eines alten, Geburt eines neuen Adam

    Herbert Jobst: Der Vagabund (Der dramatische Lebensweg des Adam Frohst, Band 111), Verlag Tribüne, Berlin 196}, 301 S., Ganzleinen, 7,60 DM. Als Herbert Jobst in seinem 1957 erschienenen ersten Roman „Der Findling" begann, sich in einem großangelegten Entwicklungsroman mit der von ihm selbst erlebten deutschen Geschichte literarisch auseinanderzusetzen, offenbarte sich ein bedeutendes erzählerisches Talent ...

  • PröblemeraerkommühisHsmen Moral

    Im Licht des 'Tages. Sowjetische Erzählungen.. Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin, 1963, 556 S., Ganzleinen, 8,60 DM. Seit dem XX. Parteitag der KPdSU -richtet sich die Aufmerksamkeit der Sowjetmerischen mehr und mehr auf Fragen der kommunistischen Moral. Auf kommunistische Art leben und schaffen kön-, nen" nur Menschen mit hohem Verantwortungsgefühl ...

  • Feuer und Rhythmus

    Feuer und Rhythmus. Gedichte aus Afrika. Herausgegeben und ausgewählt von Monika Fischer und Hans Petersen. Aus verschiedenett Sprachen ms Deutsche übertragen. Mit 40 Illustrationen nach Felszeichnungen und Stempeldrucken. Verlag Volk und Welt, Berlin, 1963. 178 Sv Ganzleinen, y,6o DM. * In langwieriger, ...

  • Die Hundeblume

    Wolfgang- Borebert: Die Hundeblume. Geschichten. Mit einem Nachwort von Günther Cwo;drak.- Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig, 196% uz S., glanzbroschiert, 1 DM. „An das Leben glauben wir, mitten im Tod" - dieses Bekenntnis könnte über jeder der dreizehn Geschichten stehen, die aus den verschiedenen Erzählungsausgaben des frühvollendeten Hamburger Dichters hier zusammengefügt wurden ...

  • Komödien von Aristophanes

    Anstophanes: Komödien. In zwei Bänden. Herausgegeben von Hans-Jürgen Werner. Aus dem Griechischen von L. Seeger. Volksverlag, Weimar, 1963. 402 S., Halbleinen, 75 DM. < Diese Ausgabe enthält die elf vollständig erhaltenen Komödien des griechischen Lustspieldichters, dessen Werk noch heute von erstaunlicher Aktualität ist ...

  • Oberon

    Christoph Martin Wieland: Oberon. Mit neun Kodierungen vm W. Klemm. Volksverlag, Weimar, 1963. 318 S., Ganzleinen, 12 DM. Im Jahre des 150. Todestages Christoph Martin Wieland-s veröffentlichte der Verlag dieses Versmärchen, über das Goethe urteilte: „Oberon wird, solange Poesie Poesie, Gold Gold und Kristall Kristall bleiben wird, als ein Meisterstück poetischer Kunst geliebt und bewundert werden ...

Seite 10
  • Guter Wille allein genügt nicht

    Die Lehrerin Agathe Greven beantwortete unserer Mitarbeiterin Eva Erler- einige Fragen zum Fach Staatsbürgerkunde. ND: Die Schülerin Helga Bock aus Rostock hat in ihrem Diskussionsbeitrag zum Facn Staatsbürgerkunde gesagt: „Das Interesse für Staatsbürgerkunde muß der Lehrer wecken." (Sieh«; ND- Beilage Nr ...

  • UNSER PORTRÄT:

    Agathe Greven ist Lehrerin an der Humboldt- Oberschule in Erfurt. Sie. gehört zu jenen Pädagogen, die in den Jahren 1945/46 mutig und klug in die Schulen gingen, um mitzuhelfen, die geistigen und moralischen Trümmer, die der Faschismus der Jugend hinterlassen hatte, wegzuräumen. Damals schon nahm sie sich vor: Nicht überreden will ich meine Schüler, sondern sie mit Wissen und persönlichem Vorbild überzeugen ...

  • Lehrbücher fehlen

    In Staatsbürgerkunde fehlen uns gute Lehrbücher sowohl für Lehrer als auch für Schüler. Es ' kostet uns viel Mühe und Zeit, aus Dokumenten, Zeitschriften oder Beschlüssen Brauchbares zusammenzutragen und nach methodischen Gesichtspunkten für die jeweiligen Probleme einer Unterrichtsstunde zu ordnen. ...

  • Geistige Mitarbeit unentbehrlich *"

    Im zweiten Teil der Stunde wollte ich dann behandeln, wie sich die Entwicklung der Produktivkräfte auf die menschliche Gesellschaft auswirkt.-Ich wollte zeigen - dabei verwendete ich das Beispiel der Dampfmaschine und der Atomenergie -, wie neue, modernere Produktivkräfte überholte gesellschaftliche Verhältnisse sprengen und gesetzmäßig neue Beziehungen zwischen den Menschen fördern ...

  • Bande der Liebe

    Vor uns liegen zwei Photos: Das eine (links) entnahmen wir der westdeutschen Illustrierten „Stern" vom 5. Januar 1964; es handelt sich um ein Szenenfoto aus einem Film über Christine Keeler. Das andere Fota stammt aus dem Alltag der DDR. In beiden Fällen geht es gleichsam um Bande der Liebe. Doch es' handelt sich offenbar um zweierlei Arten von Liebe ...

  • Schwätzerei ist keine Diskussion

    Die Politik der Partei kommt dabei allzu leicht in die Gefahr, Gegenstand einer bloßen geistigen Spielerei zu werden. Selbstverständlich gehört die Auseinandersetzung' in den Staatsbürgerkundeunterricht, und der Lehrer, verstößt "gegen seine Aufgaben, der sich darum herumdrückt. Zur Diskussion gehört jedoch Wissen, \yenn sie nicht- in bloße Schwätzerei ausarten soll ...

  • Sinnvolle Aufträge

    Solche Aufträge wie: „Lies von Seite 15 bis Seite 25 .und berichte darüber in der nächsten Stunde" verschwinden mehr und mehr aus dem Unterricht in Staatsbürgerkunde, und an ihre Stelle treten Aufgaben, die ein echtes Problem enthalten, wie z. B. „Untersuche in unserem Betrieb, welche Möglichkeiten die Werktätigen zur Weiterbildung haben und wie diese genutzt werden ...

  • Hohe Forderungen an Lehrer und Schüler

    Wenn Schüler gelangweilt und uninteressiert im Unterricht sitzen, sollten wir Pädagogen die Ursache dafür zuerst bei uns selbst suchen. So wichtig ein guter Lehrplan für Staatsbürgerkunde auch ist, meine ich doch, daß die Qualität des Unterrichts in diesem Fach in erster Linie von der Persönlichkeit des Lehrers, von-seinem politischen- Wissen und seinem Können abhängt ...

  • Sonnabends, fünfte Stunde?

    Ein weiteres Problem, das sich auf die Haltung der Schüler gegenüber der Staatsbürgerkunde auswirkt, ist die Stellung des Faches in der Schule; Ich möchte hier nicht unzulässig verallgemeinern. Doch finden 50 Prozent der Stunden, in denen ich laut Plan hospitiere, ausgerechnet sonnabends statt. Davon wiederum der größte Teil in der vierten bis sechsten Stunde ...

  • Lebendige Geschichte

    Ich hatte mir einmal die Aufgabe gestellt, einer 9. Klasse die Zusammenhänge zwischen der Entwicklung der Produktivkräfte und dem Charakter der jeweiligen Gesellschaftsordnung zu erläutern. In diesem Sinne begann ich, mich mit ihnen darüber zu unterhalten, welche Entwicklung zwischen dem Faustkeil und einer modernen Werkzeugmaschine liegt ...

  • Kapitalkonzentration

    Im Jahre 196; wurden in Westdeutschland etwa 86 Milliarden Zigaretten verkauft. 1957 waren es 56 und 1961 über 77 Milliarden. 1961 gaben die westdeutschen Zigarettenfabriken 135,2 Millionen D-Mark für Werbung aus. Während vier große ! Firmen 97 Prozent des Zigarettenumsatzes beherrschen, teilen sich 14 weitere Unternehmen in die restlichen 3 Prozent ...

  • Ruhruniversität

    In Bochum begannen kürzlich die Bauarbeiten für die neue Ruhruniversität Am 1. April 1965 sollen die ersten beiden Gebäude fertig sein. Sie werden zunächst 43 Lehrstühle mit 1800 bis 2000 Studenten aufnehmen. Damit wird jetzt eines der ältesten Industriegebiete Europas endlich eine Universität erhalten ...

  • TATSACHEN

    Technik in Bulgarien

    550 technische Fachbücher erschienen 1962 in Bulgarien. ,1959 kamen auf technischem Gebiet nur 50 Titel heraus. Gegenwärtig erscheinen in Bulgarien 20 technische Zeitschriften.

Seite 11
  • Lehrgeräte sind keine Gefahr

    Natürlich gibt es Vorbehalte gegen den programmierten Unterricht. Auf einige möchte ich abschließend kurz eingehen: 1 Es fehle - so wendet man ein - bei der individuellen Arbeit mit dem Programm die kollektive Zusammenarbeit, die gegenseitige Hilfe und Ergänzung. Die Schülerleistungen oder -antworten werden beim programmierten Lernen meist nach dem Mehrfachwahlprinzip kontrolliert ...

  • Der Automat fragt nicht nur

    Der Schüler liest (hört, studiert) den ersten Abschnitt, durchdenkt die gebotenen Informationen und löst die Kontrollfrage, die ihm am Schluß des Abschnittes gestellt wird. Sie laufet z. B. in einem Mathematikprogramm, nachdem erläutert worden ist, wie Brüche erweitert werden: „Erweitere '/< mii: 4!" Danach werden dem Schüler einige Lösungen angeboten: a) 3/i6 b)12A c) 12/i6 ...

  • Mißt auf ein Billionstel genau

    Entsprechend internationaler Vereinbarungen " sind die maximal zulässigen Konzentrationen von radioaktiven Substanzen im Abwasser von radiochemischen Laboratorien gesetzlich festgelegt. Diese Konzentrationen sind so berechnet, daß es. ausgeschlossen ist, die Umwelt zu gefährden. Sie liegen im Bereich von 10"1,2 (ein Billionstel) Gramm pro Liter und darunter ...

  • Maschinen helfen dem Geist

    Obgleich der Begriff Lehrmaschine nicht ganz glücklich gewählt ist, machen solche „Maschinen" in letzter Zeit immer mehr von sich reden. In der Sowjetunion oder in den USA gibt es bereits die verschiedensten Typen dieser Apparate. In der Sowjetunion helfen sie manchem Professor sogar, Zwischenprüfungen abzunehmen ...

  • Exkursion

    Der Rinderlungenwurm ist - außer dem Leberegel - heute einer der erbittertsten Feinde des Rindes. Der Befall durch diesen Wurm gehört zu den parasitären Krankheiten, die sich besonders in großen Herden schnell ausbreitet, wenn keine ernsthaften weidehygienischen Maßnahmen getroffen oder, die Tiere entsprechend behandelt werden ...

  • Vorteile

    Solche kybernetischen Hilfsmittel könnten folgende Vorteile bieten: 1. Es ist möglich, die individuelle Kontrolle gegenüber herkömmlichen Verfahren zu vervielfachen. Die Gewißheit, daß jeder Schüler nur dann im Stoff fortschreitet, wenn er das vorher Gebotene auch begriffen hat und anwenden kann, wird größer ...

  • Texj; automatisch •

    "Ähnlich vollzieht sich die Arbeit mit der Maschine. Hier lautet der „Adressenbefehl" entsprechend: „a/i6 - drücke Taste A"; „nU - drücke Taste B" usw. Der zugeordnete Text wird sodann automatisch ausgegeben. Schema 5 zeigt einen Ausschnitt aus dem in unserem Beispiel benutzten Programm. Die ^Abbildung verdeutlicht, daß die • Verzweigung nicht ins Endlose weitergeht, sondern immer wieder auf bereits angesetze Positionen zurückführt ...

  • Geringerer Zeitaufwand

    Wir untersuchen gegenwärtig in unserer Arbeitsgruppe Teilprogramme, die mit anderen Unterrichtsverfahren sinnvoll kombiniert werden. Ein weites Feld, auf dem Unterrichtsabschnitte zu programmieren wären, scheint sich zunächst im Bereich der heute noch sehr zeitaufwendigen Übungen, Wiederholungen und Kontrollen abzuzeichnen ...

  • Trinkbares Meerwasser

    Meerwasser kann sofort getrunken werden, wenn es durch ein Gewebe aus def neuen synthetischen Faser „Mawol" gegossen wird. Diese Faser wurde von dem Leningrader Institut für Textilund Leichtindustrie auf der Grundlage von Polyvinylspintus gewonnen. Der daraus hergestellte Filter fängt sogar die geringste Menge des- im Wasser gelösten Salzes auf, reinigt das Wasser und verwandelt es in Süßwasser ...

  • Was heißt programmiert lernen?

    Unter programmiertem Lernen verstehen wir, der Lehrstoff wird in kleine, streng logisch aufeinanderfolgende Abschnitte untergliedert. Jedem Abschnitt folgt dann eine Kontrollfrage. Je nach- In der Praxis werden die beschriebenen Wege zumeist vielfältig variiert und miteinander kombi* n/iert, so daß ein Programm in der- Regel Sprürjge, Schleifen, Rückführungen und parallele Wege enthalten wird ...

  • Steuerwerk

    (Steuerimpuls bei richtiger Lösung: Fortsetzung des Lehrprogramms; bei falscher Losung- Wiederholung des Abschnittes beiw Ausgabe von Hilfsinformahonen oder Hilf sauf gaben)

Seite 12
  • Von Clemens Taft

    zu stoßen. Schließlich griff er zum Katastrophen- Lexikon, schloß die Augen und stach mit einem Brieföffner in die Seiten. „Wahnsinn - Wasser-1 rohrbruch - Waldbrand - Weinkrampf - Wohnungsnot ..." „Aha", frohlockte Klierke, „Wohnungsnot ist immer gut!" Setzte sich und schuf eine flammende Anklage mit folgender Schlagzeile: „Zonenbürger in überfülltet Neubauwohnung auf dem Wege ins Schlafzimmer von korpulentem Mitmieter erdrückt ...

  • Was verstehen Sie unter geistigem Leben?

    Direktor des VEB KahlbaumIBärensiegel: ~

    Wenn der Umsatz der geistigen Getränke steigt. Prof. Dogmaticus: Geistiges-Leben ist, wenn endlich einmal geklärt wird, übet welche Themen diskutiert werden darf. Prof. Dr. Karlheinz Tomaschewsky: l In erster Linie Meinungsstreit. Ich würde auch gerne mit einem Kollegen streiten, aber ich befürchte, er streitet zurück ...

  • Der zerbrochene Tru<

    Wissen Sie, was eine echte Sensation ist? Nein? Woher auch. Ich will's Ihnen erklären. Eine echte Sensation ist, wenn ein „pensionierter Bademeister im Morphiumrausch duschenden Filmstar erdrosselt" oder wenn „eine bildschöne Selbstmörderwaise mit Veronal erhängt im Flußbett aufgefunden wird" oder wenn „ein schnittiger Hausmeistermercedes kurz vor Bezahlung der letzten Rate mit 140 Sachen gegen Bananenkiosk rast" ...

  • Selbstgestricktes

    Ick stricke mir von Faust bis Rigoletto Seit dreißig Jahren durchs Repertoir. Ick kriege monatlich dreihundert netto Und habe immer ein Zitat in petto Doch niemals einen Kunstgenuß in bar. Ick war noch niemals richtig im Theater, Weil ick ja immer im Theater bin. Ick kenn' die Muntre und den Heldenvater Und hat mal einer Stimmbandmuskelkater, Hör ick det hier jenausojut wie drin ...

  • Der Künstler und sein Werk

    Ein Künstler meißelte ein Weib - Ein fremdes - emsig in Granit. Kein Wunder, daß ihm da der Leib Der Dame so abstrakt geriet. Er sprach: Ich sehe jene Maid Als Künstler leider nicht konkret, Obwohl sie dennoch lederzeit In ganzer Schönheit vor mir steht. Und in der Tat. Um Mitternacht - Der Vollmond schien ins Atelier - Da wurde sie - oh Niedertracht! Zur abstrahierten Galathee ...

  • Ruf zum Sport

    Auf, ihr steifen und verdorrten Leute aus Büros, Reißt euch mal zum Wintersporten Von den Öfen los. Bleiches Volk an Wirtshaustischen, Stellt die Gläser fort. Widme dich dem* freien, frischen Frohen Wintersport. Sport macht Schwache selbstbewußter, Dicke dünn, und macht Dünne hinterher robuster, Gleichsam über Nacht ...

  • Aphorismen

    »V Es ist nicht alles Talmi, was glänzt Peter Hille

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Energieriese Schwarze Pumpe erhält modernes Druckgaswerk Heute mit Beilage DIE GEBILDETE NATION und Funkprogramm Verständigungsbereitschaft der DDR findet internationale Würdigung USA-Militär wütet in Panama Fortsetzung der Verhandlungen Berliner Abkommen hat neue Lage geschaffen Aus 90 Ländern nach Leipzig Rettet Hans Fladung! Shakespeare-Komitee der DDR konstituiert Dr. Wandel neuer Präsident Senatssprecher zur DDR-Erklarung Wo bleibt der Bonner Beitragt
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