19. Jun.

Ausgabe vom 27.05.1961

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  • Heute mit Beilage KUNST UND LITERATUR und Funkprogramm

    Vergessen sind, jene düsteren Lohntage, an denen abends einige Groschen, die nach Abzug der Lebenshaltungskosten übrigblieben, auf verschiedene Gewürzdosen verteilt wurden, um eine kleine Rücklage für dringendste Bedürfnisse, zu haben. Auch der Nachbar, dem man als Hauseigentümer Miete schuldete oder in dessen Geschäft man „in Kreide" stand, lebt nur noch in der Erinnerung an eine gar ...

  • Halle ist Vorbild für alle

    Die Zeiger der Meßuhr gehen vor/ Auch Magdeburg und Suhl erfüllten Plananteil für Milch und Schlachtvieh / Hackfruchtaussaat und Pflegearbeiten beschleunigen

    Berlin (ND). Im sozialistischen Wettbewerb der Landwirtschaft steht nach wie vor Halle an der Spitze der Bezirke. Alle Zeiter der Hallenser Meßuhren Sehen vor. Am 20. Mai war in diesem Bezirk der Plan für Milch zu 100,9 Prozent, für Schlachtvieh zu 103,3 Prozent und für Eier zu 105,5 Prozent erfüllt ...

  • Jacques Duclos fordert von Debre: Nazi-Speidel muß abgesetzt werden

    Der Hitler-General unwiderleglich des Mordes an Franzosen überführt

    Paris (ADN- Korr.). Jacques Duclos, •■ Senator und Sekretär des ZK der KPF, hat in einer schriftlichen Anfrage an Premierminister Michel Debre die französische Regierung dringend aufgefordert, Maßnahmen zu ergreiten, damit der Hitler-General Speidel, der die Verantwortung für die Ermor- NRüMXH düng französischer Patrioten trägt, von •einem Posten als Oberkommandierender der NATO-Landstreitkräfte in Mitteleuropa abgesetzt wird ...

  • Zentralkomitee grüßt II. Deutschen Turn- und Sporttag

    Das Zentralkomitee entbietet allen Sportlerinnen und Sportlern, ehrenamtlichen Helfern und Übungsleitern, Sportwissenschaftlern und Sportlehrern, Trainern und Funktionären anläßlich des II. Deutschen ' Turn- und Sporttages, der am 27. Mai in Berlin eröffnet wird, die herzlichsten Grüße und Glückwünsche ...

  • Bonner Regime ist Revanchismus

    • „Der" westdeutsche Imperialismus* ist ' bestrebt, die Territorien wiederzuerobern, die dem • deutschen Imperialismus in der Vergangenheit dazu dienten, Aggressio- .'nen in' dort verschiedensten Richtungen ;- 2ü unternehmen. Deshalb ist heute auch das erste Ziel des westdeutschen Imperialismus die Revision der Grenzen, die in Potsdam festgelegt worden sind ...

  • Einwände des Pentagon

    Sie erinnern sich gewiß, fuhr Genosse Zarapkin fort, daß im Sommer 1958 Experten aus Ost und West in.Genf eine Einigung über ein mögliches Kontrollsystem erreicht hatten. Diese Übereinkunft der Experten wurde vom Pentagon nicht akzeptiert. Disse Leute behaupteten, es sei nicht möglich, unterirdisch durchgeführte Atomversuche von Erdbeben und anderen Erschütterungen zu unterscheiden, ...

  • Schriftsteller setzen Beratungen fort

    .Partei und Regierung gaben Empfang im Roten Rathaus

    Berlin (ND). Die Diskussion am zweiten Tag der Beratungen des V. Deutschen Schriftstellerkongresses gab davon Ausdruck, daß sich die Schriftsteller der DDR eng mit ihrem Staat verbunden fühlen und in der Partei die entscheidende helfende Kraft für ihr künstlerisches Schaffen erblicken. Reden von Erwin Strittmatter, Dieter Noll und Helmut Baierl, die diese Gedanken mit tiefer Überzeugung, zum Ausdruck brachten, wurden mit großem Beifall aufgenommen ...

  • Erste Spurtprämie für G & M

    Dresden (ND). Der zweite Tag der großen 13-Etappenrundfahrt durch unsere Republik führte G & M und das Feld der Millimeterhelfer am Freitag .durch den Kreis Freital. Wie aus unserem Dresdner Etappenbüro mitgeteilt wird, bereiten weitere Betriebe des Bezirks Dresden die Ankunft der Fahrer mit Berichten darüber vor, wie sie die Bonner Störenfriede, kontern, für die Rückgabe eingesparten Materials an den Staat und für die Veränderung der Materialverbrauchsnormen sorgen ...

  • Westmächte sollten reiflich überlegen

    Zum Stand der Verhandlungen über die Einstellung der Kernwaffenversuche

    Genf. Wir trafen Botschafter Zarapkin, den Leiter der sowjetischen Delegation bei der Genfer Konferenz füf die Einstellung der Kernwaffenversuche, ia dem nüchtern-zweckmäßig eingerichteten Hotel „Century"; Unsere erste Frage betraf die allgemeine Situation auf der Konferenz: Immerhin dauert diese Beratung zwischen den drei Atommächten, Sowjetunion, USA und Großbritannien, schon fast drei Jkhre ...

  • Parlamentsdelegation Boliviens in der DDR

    Berlin (ADN). Eine bolivianische Parlamentsdelegation ist am Freitagabend unter Leitung des Präsidenten des Senats, Rüben Julio Castro, von Prag kommend auf dem Berliner Ostbahnhof eingetroffen. Der Delegation gehören weiter Guabertho Olmos Arrazola, Vizepräsident des Senats, und de* Sekretär des Senats, Fernando Ayala Rcquena, an ...

  • „Polityka": Wo Mörder frei herumlaufen

    Warschau (ADN/ND). Die polnische Wochenzeitung „Polityka" setzt in ihrer neuesten Ausgabe die Veröffentlichung der in Argentinien beschafften Aufzeichnungen und Gespräche des millionenfachen Judenmörders Eichmann fort. Das Blatt zählt in diesem Zusammenhang eine ganze Reihe von Kriegsverbrechern auf, die in Westdeutschland und anderen westlichen Ländern noch immer in Freiheit leben und im Bonner Staat sogar, verantwortliche Funktionen bekleiden ...

  • Kein Platz für Langeweile

    Efs ist eine bedeutsame, wenn ■auch ■-' von manchem noch nicht beachtete ratsache: Unser tägliches Lebens hat sich grundlegend verändert. Nicht die Sorge um den Erhalt des Arbeitsplatzes, auch- nicht das Rechnen rnit deni Pfennig, um den begabten Kindern eventuell doch das Studium zu ermöglichen, bilden die Gesprächsthemen zwischen Mann und ...

  • Westdeutscher Klerus hetzt Vatikah auf

    ' KönUritein (Taunus) (ÄDN).- Der Beräuftragte „für den sudetendeutschen Priesternachwuchs" bei der katholischen Kirche in Westdeutschland, Monsignore Klindermann, hat den Vatikan aufgefordert, die revanchistischen Bonner Gebietsforderungen offiziell zu unterstützen.

Seite 2
  • Franz Maßfeller — der Globke des Nazi Justizministeriums

    Berlin (ADN/ND). Zu den schuldbeladenen Komplicen des Judenmörders Eichmann, deren Namen vor dem Jerusalemer Gericht bereits'genannt wurden, gehört der Ministerialrat im Bonner Justizministerium Franz Maßfeller. Während Globke die faschistischen Rassegesetze ausarbeitete, kommentierte und als Ministerialrat im Naziinnenministerium für ihre Anwendung durch SS und Gestapo sorgte, war Maßfeller im Justizministerium in gleicher Weise tätig ...

  • Humanistische Literatur in Westdeutschland

    Die Nachmittagssitzung eröffnete ein Referat von Hermann Kant, das einige Tendenzen der westdeutschen Literatur unter dem Aspekt betrachtete: Dienen sie der Erhaltung des Friedens oder zielen sie auf den Bruderkrieg und damit auf den Weltkrieg ab? Seine Untersuchung ergab, daß es in Westdeutschland heute ...

  • Genosse Paul Heinze

    Nachruf des Zentralkomitees Unerwartet starb am 25. Mai 1961 an den Folgen eines Herzinfarkts im Alter von 55 Jahren der Genosse Paul Heinze, Mitglied des Büros der Bezirksleitung Leipzig, Sekretär für Landwirtschaft und Abgeordneter des Bezirkstages Leipzig. Als Sohn eines Fabrikarbeiters schloß er sich in früher Jugend dem Kampf der Arbeiterklasse an ...

  • Grüße von Freunden

    Wadim Koshewnikow, der die Grüße der Sowjetschriftsteller überbrachte, würdigte die sich erfolgreich entwickelnde Literatur der DDR als einen Teil des Lebens im gesamten sozialistischen Weltlager. Unter anderem berichtete er, daß neben vielen anderen Werken von DDR- Autoren in der Sowjetunion Werke von Wolfgang Neuhaus und Herbert Jobst publiziert wurden und Buchausgaben von Dieter Noll und Herbert Nachbar vorbereitet werden ...

  • Aktion Ludendorff

    In großen Aufmachungen verkünden die westdeutschen Zeitungen am Freitag eine amtliche Bekanntmachung des Bonner Innenministeriums: Am Donnerstag wurde dem Antisemitismus der Boden entzogen, seine Trägerorganisation verboten. CDU-Blätter kommentieren: „Die Bundesregierung zog die Lehre aus dem iEichmann-Prozeß ...

  • Jloßlau empfing seine Abgeordneten

    Zehntausende zur Begrüßung der befreiten Volksvertreter auf den Beinen

    Roßlau (ADN/ND). Etwa zehntausend Bürger der Elbestadt Roßlau begrüßten am Freitagnachmittag ihre- Volksvertreter Willi Bergt und Fritz Haase, die 4 Monate widerrechtlich in Westdeutschland eingekerkert waren. Auf einer Kundgebung schilderten die Abgeordneten die Hintergründe ihrer Verhaftung und den Verlauf des Düsseldorfer Schandprozesses, über den wir gestern berichteten ...

  • Darum ist das «in« Provokation gegen die DDR Schriftsteller. Partei und Staat

    gesagt werden für makellose Lebens- und Arbeitsbedingungen. Es geht um Dank in einem höheren Sinn. Wenn der zermürbende Kampf um das Wort letzten Endes sinnvoll ist, dann verdanke ich nach meiner Auffassung dies der Existenz und der Zielsetzung der Partei der Arbeiterklasse. Dem einst vereinsamten frierenden ...

  • Notwendige Maßstäbe

    Für junge Schriftsteller gebe es aber gewisse Gefahren, sagte er. „In der allgemeinen literarischen Zeitungskritik herrscht Gleichmacherei. In der Industrie sind wir in unseren Qualitätsmaßstäben unduldsamer, weil wir an Weltmaßstab und an Export denken." Ausführlich nahm Erwin Strittmatter zu der von der Bitterfelder Konferenz ausgelösten Bewegung Stellung ...

  • Untersuchung über Blutrichter

    Juristen aus 14 Ländern in internationaler Kommission

    Berlin (ADN/ND). Eine internationale Juristenkornmdsskm konstituiert sich am Wochenende auf Initiative der internationalen Vereinigung demokratischer Juristen, um Probleme zu untersuchen, die ach aus der Wiederverwendung ehemaliger Nazirichter in Westdeutschland ergeben. ,Die Beratungen der Kommission finden in der Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik statt ...

  • Kein Platz für Langeweile

    (Fortsetzung von Seite 1)

    Front „die Befriedigung der steigenden Ansprüche der Bevölkerung nach guter Kunst, Literatur und Musik, nach gehaltvollen Veranstaltungen, Konzerten, Tanz und Unterhaltungen" zu sichern. Wie fruchtbar jede Initiative sein kann, zeigt das Beispiel des Ortsausschusses der Nationalen Front in der kleinen Stadt Friedland im Bezirk Neubrandenburg ...

  • Provokationen am laufenden Band

    Berlin (ND). Am Freitag wurden aus Westberlin neue Einzelheiten über Provokationen der Bonner Militaristen regen die DDR bekannt. In der Zeit vom 5. bis 10. Juni sollen acht Ausschüsse des westdeutschen Bundestages in der Frontstadt zusammentreten. Obwohl Westberlin nicht zur Bundesrepublik gehört, trollen die Ausschüsse des Bonner Parlaments dort sogenannte Arbeitstagungen abhalten ...

  • Neues Aufnahmeheim in Schmalkalden

    4000 Westzonenflüchtlinge in Eisenach / IJeim reichte nicht aus

    Suhl (ND). Ein neues Aufnahmeheim für Übersiedler und Rückkehrer aus der Westzone ist am Freitags in der Kreisstadt Schmalkalden, Bezirk Suhl, eröffnet worden. Es wird das Aufnahmeheim in Eisenach entlasten, das trotz mehrerer Erweiterungsbauten nicht ausreicht, den ständig steigenden Zustrom von Zuwanderern und Übersiedlern aufzunehmen ...

  • Die Weltmeinung zum Wiener Treffen

    Antonin Novotny

    Präsident der CSSR Man kann nur wünschen, daß die bevorstehende Begegnung zwischen Chruschtschow und Kennedy im Geiste der friedlichen Koexistenz geführt wird; dann wird dieses bedeutungsvolle Treffen den Weg für neue Verhandlungen bahnen. Die Hauptaufgabe der Gegenwart ist es, eine Politik des friedlichen Wettbewerbs und der friedlichen Verständigung zu führen, die der größte Teil der Menschheit wünscht Die Kraft des Friedens wird die Kriegsgelüste der Imperialisten zügeln ...

  • Radio Moskau

    Westliche Zeitungen suchen die Atmosphäre des bevorstehenden Treffens zwischen Chruschtschow und Kennedy zu vergiften. Diese Presseorgane bringen den Standpunkt gewisser einflußreicher Kreise zum Ausdruck, die offenbar nicht auf die riesigen Gewinne verzichten wollen, die' ihnen das hemmungslose Wettrüsten bringt ...

  • Cyrus Eaton

    USA-Industrieller Ich bin Optimist und hoffe, daß dieses Treffen gute Ergebnisse zeitigen wird. Mir ist klar, daß Präsident Kennedy ein junger Mann ist. Doch ich hoffe, daß er Verständnis und den Wunsch zeigen möge, von den älteren Staatsmännern zu lernen. Ich halte Herrn Chruschtschow für einen sehr weisen und begabten Mann und hoffe daher, daß sich Herr Kennedy von der Aufrichtigkeit des Herrn Chruschtschow, von der ich völlig überzeugt bin, ebenfalls überzeugen wird ...

  • CSU-Jäger fordert erneut Notstandsgesetz

    Köln (ADN). Der Vizepräsident des Bundestages, Richard Jäger (CSU), hat sich am Donnerstag im „Rheinischen Merkur" erneut für die geplante Notstandsgesetzgebung ausgesprochen. Er wandte sich gegen „weite Kreise der westdeutschen Öffentlichkeit", die die „Gefahren von gestern" (den wiedererstandenen Nazismus) bekämpfen wollen ...

  • Frauen warnen

    Hannover (ADN/ND). Der Kampf gegen die Notstands- und Notdienstgesetze gehört zu den Hauptthemen der 2. Zentralen Frauenkonferenz der Gewerkschaft Textil/Bekleidung, die seit Donnerstag in Hannover stattfindet. In mehreren Anträgen an die Konferenz wird nachdrücklich vor der Entmachtung der Gewerkschaften durch die Notstandsgesetze gewarnt Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutschlands hat den Delegierten und Gästen der Konferenz ein Grußschreiben übersandt ...

  • Walter Stain

    Mitglied des Bundesrates und Arbeitsminister in der bayrischen CSU-Regierung. Dieser Mann kommt nach Westberlin, um das zu organisieren, was er am tt. Mai in Würzburg vor dem revanchistischen Dachverband verkündete: .Wir dürfen nidit vergessen, daß Deutschland wieder mehr Lebensraum braucht. Es gibt bei uns keinen Raum mehr ...

  • Joachim von Merkatz

    CDU-Minister in Bonn für Bundesratsangelegenheiten und Minister für die Schürung der Revanchehetze. Er sagte auf dem Pfingsttreffen der sudetendeutschen Revanchisten in Köln: „In den Grundsatzfragen besteht zwischen Ihnen (den Revanchisten) und der Bundesregierung volle Übereinstimmung." Diese Kräfte des Krieges wollen sich, weit vom Bonner Staat entfernt, mitten in der DDR zusammenfinden, um von Westberlin aus gegen die DDR und den Frieden zu hetzen ...

  • „Combat", Paris

    Anzeichen aller Art lassen darauf schließen, daß das (West-)Berlin-Problem und die deutsche Frage ebenso wie die Einstellung der Atomversuche im Vordergrund stehen werden. Chruschtschow wird es nicht schwerfallen. Wien als Beispiel für eine friedliche, neutralisierte Nation und einen Faktor des Gleichgewichts im Herzen Europas anzuführen ...

  • Zu Teilgeständnis gezwungen

    Bonn (ADN/ND). Maßfeller sah sich am Freitag gezwungen, ein Teilgeständnis abzulegen. Der amerikanischen Nachrichtenagentur UPI zufolge hat Maßfeller zunächst behauptet, die von ADN getroffenen Feststellungen seien „unbegründet". UPI schreibt dann aber weiter: „Maßfeller gab jedoch zu, daß er einen Kommentar zum ...

  • Nina Chruschtschowa kommt mit nach Wien

    Wien (ADN-Korr.). Nina Chruschtschowa, die Gattin des sowjetischen Ministerpräsidenten, wird Nikita Chruschtschow am 2. Juni nach Wien begleiten. Das wurde am Donnerstag in Wien bekannt. Inzwischen bereiten die österreichischen Behörden das Treffen Chruschtschow—Kennedy weiter vor. Die Post ließ bereits Direktleitungen nach Moskau und Washington reservieren, um den Journalisten ihre Arbeit zu erleichtern ...

  • AP: Bundesrat bleibt in Bonn

    Bonn XADN/ND). Der westdeutsche Bundesrat hat laut AP seine Absicht aufgegeben, am 16. Juni eine Sitzung außerlalb des Territoriums der Bundesrepublik in Westberlin abzuhalten. Wie die amerikanische Nachrichtenagentur meldet, soll die Sitzung in Bonn stattfinden. „Gründe für die Aufgabe Äieser Absicht wurden nicht genannt", heißt es in der Meldung ...

  • NEUES DEUTSCHLAND

    DAS REDAKTIONSKOLLEGIUM

    Hermann Axen, Chefredakteur; Georg Hansen, Dr. Günter Kertzscher stellv. Chefredakteure; Eberhard Heinrich Redaktionssekretär; Horst Bitschkowski, Walter Florath, Dr. Rolf Gutermuth, Willi Köhler, Karl-Ernst Reuter

  • Dank an die Partei

    Dieter Noll ging auf die Grußadresse des ZK ein, in der die Partei den Schriftstellern für ihre Leistung dankt. Er sah sich veranlaßt, der Partei seinen Dank auszusprechen: „Es soll hier kein Dank

  • Warum

    Welche Kräfte sind das, die sich In Westberlin zusammenrotten wollen? Sehen wir uns einige an:

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  • Komplexes Programm — Gretchenfrage

    Wir müssen ihm die "Meinung der Technischen Leitung des eigenen Betriebes entgegenhalten. Wenn man die durch Arbeitskräftemangel entstandenen Disproportionen in der Dreherei des Werkes dadurch ausgleichen könnte, daß man die engsten Stellen in der Fertigungskapazität mit Hilfe der Mitrofanow-Methode ausweitet, meinen die Technologen, könnte ein gleichmäßigerer Fertigungsablauf erzielt werden ...

  • Es geht nicht nur um Technologie

    Da er sich in diese Idee verrannt hat, behindert der Werkleiter in der Praxis die Arbeit seiner Mitrofanow-Pioniere, die zielbewußte Einführung der Mitrofanow-Methode, den wissenschaftlich-technischen Fortschritt überhaupt Die Einführung der Mitrofanow-Methode ist aber vom 12. Plenum des ZK beschlossen und vom Genossen Walter Ulbricht im Schlußwort auf dieser Tagung ausdrücklich allen Werkleitern zur Pflicht gemacht worden ...

  • Viele würden mitziehen, aber...

    Wie kommt man aus der Lage heraus, daß die Hose an allen Ecken und Enden zwickt? Die Erfahrungen der Partei in den 15 Jahren Aufbauarbeit der DDR geben darauf die Antwort: Auch die schwierigsten Probleme können gelöst werden, wenn man sich auf die Kraft der Werktätigen stützt. Wir behaupten, daß die Werkleitung der Berliner Werkzeugmaschinenfabrik diese wichtige Lehre aus den Augen verloren hat ...

  • Plan senken ist kein Ausweg

    Weil die Werkleitung kein politisch klares Kampfprogramm hat, fand sie schließlich keinen anderen Ausweg, als um die Herabsetzung des Planes zu bitten. Als Begründung gab Genosse Bernhard Schmidt den Mangel an Arbeitskräften und das Ausbleiben einiger bestellter Maschinen an. Diese Gründe wurden zwar ...

  • Eixi Streit und bittere Vorwürfe

    Bei unserem Besuch in Marzahn gerieten wir unvermittelt in einen Streit zwischen dem Leiter der Arbeitsgemeinschaft „Mitrofanow" und dem Leiter des BfE. Das Objekt des Zwistes war ein Vertrag der sozialistischen Arbeitsgemeinschaft mit der Werkleitung. Das Kollektiv hatte sich darin unter anderem das Ziel gestellt, bis Ende des Jahres 30 Gruppen für die Bearbeitung auf Revolverdrehmaschinen zu bilden ...

  • MITROFANOW- NACHRICHTEN

    Erste Erfahrungen bei der Gruppenbearbeitung von Einzelteilen wurden in den Brandenburger Traktorenwerken bei der Produktion von Stiftschrauben, Druck- und Zugstangen sowie Gewindestücken an einer Revolverdrehmaschine gesammelt. Dazu wurden bereits konstruktive Veränderungen - vorgenommen, die zu einer Vereinheitlichung verschiedener Teile führten ...

  • Das vorschnelle Urteil

    Genosse Eberhard Knoch, der Parteisekretär, hat darauf eine klare Antwort bereit: Um unsere Pläne auf die Dauer zu erfüllen, müssen wir in erster Linie die Arbeitsproduktivität sprunghaft erhöhen. Wir müssen den Mut zu einer Umwälzung der Technologie haben. Wissenschaftlichtechnischer Fortschritt, sozialistische Rekonstruktion heißen jetzt bei uns Mitrofanow-Methode ...

  • Woher dieser Tempoverlust?

    Vor einigen Monaten wurde die Berliner Werkzeugmaschinenfabrik in den Spalten unserer Zeitungen mehrfach. lobend genannt. Auch „Neues Deutschland" berichtete über die Erfolge der i,Mitrofanows" in Marzahn. Im vergangenen Jahr hatten sie rund 94 000 einzelne Drehteile in Gruppen gefertigt und von den Spitzendrehbänken auf automatische Drehmaschinen umquartiert ...

  • Die Hose zwickt überall

    Nein, wir glauben dem Genossen Schmidt nicht, daß der bislang noch geringe Nutzen der Grund ist, der ihn die Mitrofanow-Methode nicht als das Kettenglied zur Steigerung der Arbeitsproduktivität anerkennen läßt. Eine andere Bemerkung, die er im Verlaufe unseres Gespräches machte, schien eher zu dem wahren Motiv zu führen ...

  • Die Pioniere

    Dieser klare Blick veranlaßte ihn, schon vor mehreren Jahren einige Kapitel aus dem Lehrbuch von Dr. Mitrofanow zu übersetzen und.für dessen technologische Umwälzung zu werben. Mit nicht erlahmendem Kampfgeist tritt er seit dieser Zeit überall für die Neuerermethode ein und gibt trotz seines hohen Alters seinen jungen Mitstreitern Mut und Ansporn ...

  • Genosse Schmidt annulliert Mitrofanow

    Zur Zeit ist es jedoch um die Produktivität im Werk zu Marzahn so schlecht bestellt, daß nach Schätzung der Fachleute nicht einmal mehr die herabgesetzten Planziffern allseitig zu erreichen sind. Um zu retten, was noch zu retten ist, ist Werkleiter Genosse Bernhard Schmidt auf die Idee der Serienteilung gekommen ...

  • Mitrofanow und der Werkleiter

    Über einige Konflikte in einer Berliner Maschinenfabrik und was hinter ihnen steckt

    Wenn man in der Berliner Werkzeugmaschinenfabrik nach der Mitrofanow-Methode fragt, fällt unweigerlich auch der Name Richard Wermer. Denn Richard Wermer gilt hier als der betriebliche H Vater" der Mitrofanow-Methode. So führte uns der erste Weg, als wir nach Marzahri auszogen, um in der Werkzeugmaschinenfabrik den Spuren dieser Neuerermethode zu folgeiii zu dem 70jährigen Fertigungstechnologen ...

  • Von Rolf Günther und Helmut Lange

    schaftlich diskutiert werden. Von den Wogen dieser heftigen Diskussion wird das Schiff der Mitrofanow-Pioniere an den Strand geworfen. Es kann und kann nicht das offene Meer gewinnen. Aber sind denn die Sorgen der Werkleitung und die Sorgen der „Mitrofanows" wirklich so verschiedener Art?

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  • Momentane Schwierigkeiten

    Trotz aller Schwierigkeiten, die zur Zeit noch auf dem Gebiete der polytechnischen Bildung und Erziehung bestehen, sollte auf dem VI. Pädagogischen Kongreß die Perspektive nicht aus den Augen gelassen werden. Das ist eine der theoretischen Grundfragen, die jetzt schon angepackt werden muß und nicht erst, wenn wir mit allen momentanen Schwierigkeiten fertig geworden sind ...

  • Streit um Soziologie

    M. Bachitow: Mikrosoziologie und Klassenkampf. Taschenbuchreihe „Unser Weltbild", Band 10. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1961, 151 Seiten, 2,80 DM. Arbeiten zu soziologischen Fragen sind in unserer philosophischen Literatur noch recht dünn gesät. Aber heute, da die Partei mit Nachdruck die Frage nach dem Zusammenhang von Wissenschaft und Leben, nach der Verallgemeinerung der Praxis des sozialistischen Aufbaus stellt, sind empirische Forschungen besonders vonnöten ...

  • Millionärsmoral

    Weil die „New York Tribüne" Karl Marx, der ihr bekanntlich in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts Auslandskorrespondent 2en lieferte, zu niedrige Honorare zahlte, sei er verbittert gewesen und- habe das «Kapital" geschrieben. Hätte die Zeitung mehr gezahlt, wäre das sozialistische Lager nicht entstanden und der Imperialismus nicht in sein gegenwärtiges Dilemma geraten ...

  • Ausländische Fachliteratur

    Im Interesse einer optimalen Hochschulausbildung sollte auch der Schulunterricht in Mathematik und in den Fremdsprachen weiter verbessert werden. Trotz zum Teil vieljährigen Unterrichts z. B. in Russisch gibt es heute immer noch relativ wenige Schüler der Oberschulen, die solche Sprachkenntnisse haben, die es dem Schüler gestatten, schwierigere Texte glatt zu lesen ...

  • Vom schöpferischen Lernen

    Wünsche eines Hochschullehrers an den VI. Pädagogischen Kongreß Z Von Prof. Dr.-lng? Günther H o 11 w e g

    .. In " Professoren- und Assistentenversammlungen der Bergakademie Freiberg, zum Teil in Gegenwart von Herrn Minister Lemmnitz und Herrn Staatssekretär Dahlem, haben einige Kollegen ihre Gedanken und Sorgen über die Ausbildung der zum Studium kommenden Absolventen der Oberschulen und der Arbeiterund-Bauern-Fakultäten vorgetragen ...

  • Sprache und Denken

    Wir sind aber andererseits der Meinung, daß dieser Gewinn, den der polytechnische Unterricht der Schulen zu vermitteln vermag, nicht auf Kosten des Unterrichtsniveaus z. B. Jn der deutschen Sprache und der deutschen Literatur gehen darf. Wir haben heute oft noch festzustellen, daß Absolventen der Oberschule weder die Grammatik noch die Orthographie völlig sicher beherrschen ...

  • Eigenes Weltbild

    Der Oberschüler wird durch die Stofffülle offenbar oft noch dazu verleitet, das ihm vom Lehrer Vorgetragene möglichst in gleichem Wortlaut und in Wirklichkeit unkritisch wiederzugeben, und lernt dabei kaum, sich eine eigene Meinung zu erarbeiten. Wissenschaftliche Arbeit kann aber nur erfolgreich sein, wenn die Fähigkeit zum selbständigen, schöpferischen Denken vorhanden ist ...

  • Grundwissen in Logik

    Es wird auch darüber geklagt, daß die Allgemeinbildung bei den Absolventen der Oberschule, sowohl was geschichtliches Wissen als auch das Wissen um die gesellschaftliche Entwicklung in den vergangenen Zeiten betrifft, den höheren Anforderungen noch nicht entspricht. Wir Älteren meinen, daß man auch moderne Philosophie nicht nahebringen kann, ohne etwas über die historische Entwicklung der Grundbegriffe des Denkens und der Logik zu sagen ...

  • Das Morgen im Heute sehen

    Eine Stellungnahme zum Beitrag „Lernen für das Jahr 2000"

    Es scheint erforderlich, daß von der Tribüne des VI. Pädagogischen Kongresses, ausgehend von den Ergebnissen der Zentralen Polytechnischen Konferenz, die große Bedeutung, die Tiefe und die Breite des Problems der Verbindung von Unterricht und produktiver Arbeit noch einmal dargelegt werden. Dr. Gerhart Neuner hat dazu wertvolle Anregungen in dem Artikel „Lernen für das Jahr 2000" („ND" vom 2 ...

  • Witisehvermerkh Quantitatives

    Wie Professor Zweiling auf der Konferenz der Gesellschaftswissenschaftler erzählte, soll es in Leipzig geschehen sein, daß sich eine Seminargruppe von Studenten an einem Tage viermal mit der Auswertung der Moskauer Erklärung zu befassen hatte. Es handelte sich um thematisch ähnliche Veranstaltungen der Partei, der FDJ, der Gewerkschaft wnd der GST, zu denen die Studenten eingeladen waren, weil sie Mitglieder dieser Organisationen sind ...

  • Mathematische Grundlagen

    Am 24j Mai fand im Institut für Statistik der Humboldt-Universität zu Berlin eine Sitzung der vom Wissenschaftlichen Beirat für Wirtschaftswissenschaften eingesetzten Kommission Ökonomie—Mathematik statt, an der führende Mathematiker und Ökonomen teilnahmen. Gegenstand der Beratung waren die Verbesserung ...

  • Polytechnische Schule vorteilhaft

    wir sind auch der Ansicht, daß der polytechnische Unterricht auch dann von großem Nutzen ist, wenn der junge Mensch später keine technischen Fächer studiert. Wir glauben als Hochschullehrer, daß es richtig ist, daß die Oberschulen die Beschäftigung mit den Naturwissenscharten und der Anwendung der Naturwissenschaften ...

  • Lapplandexkursion

    Eine finnische Hochschuldelegation unter der Leitung von Professor Palmen, die mehrere Tage in der DDR weilte, informierte sich in den Instituten der Humboldt-Universität, der Universitäten Rostock und Greifswald und der Technischen Hochschulen Ilmenau und Dresden über deren Forschungsarbeit Die Wissenschaftler sprachen sich für weitere enge Kontakte mit ihren Kollegen in der DDR aus und regten u ...

  • Anerkennung in Ghana

    Die Ghana Science Association, eine Vereinigung der Natur- und Landwirtschaftswissenschaften der Republik Ghana, nahm auf ihrer ersten Jahreskonferenz im April Dr. Fröhlich vom Institut für tropische und subtropische Landwirtschaft der Karl-Marx-Universität Leipzig als Mitglied auf. Dr. Fröhlich gehört zu den ausländischen Wissenschaftlern, die sich in ghanesischen Landwirtschaftsstationen große Verdienste erwarben ...

  • Schulraumnot

    Die Stadtverwaltung von Frankfurt (Main) teilte mit, daß in der Stadt gegenwärtig 400 Klassenräume fehlen. Die Verschuldung Frankfurts an den Bonner Staat beträgt je Einwohner über 1000 D- Mark. In Westdeutschland werden nach einer Mitteilung der Ärztekammer Nordrhein 1636 000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahreh unzureichend betreut ...

  • Ehrendoktorwürde

    Die Würde eines Ehrendoktors der Theologischen Fakultät der Friedrich- Schüler-Universität Jena wird am 29. Mai an den Professor für Kirchengeschichte der Waldenser Fakultät1 der Universität Rom, Prof. Dr. Viney, für seine hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen und seinen Beitrag im Kampf um den Frieden verliehen werden ...

  • Als Lektor nach Kuba

    Der Dozent des Instituts für Ausländerstudium in Leipzig Hans-Joachim Buschendorf ist am 24. Mai nach Kuba abgereist. Er wird an der Volksakademie für Fremdsprachen „Abraham Lincoln" in Havanna seine Tätigkeit als Lektor für die deutsche Sprache aufnehmen. (ND)

  • Griechische Antike

    Geschichte des alten Griechenlands. Unter der Redaktion von W. N. D j a k o w und S. I. Kowaljow ; aus dem Russischen übersetzt von Kurt D i e s i n g , VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1960, 224 Seiten mit Abbildungen und Karten, 13,50 DM.

  • Soziale Gerechtigkeit

    64,6 Prozent der 1961 in das 9. Schuljahr der zehnklassigen Schulen wechselnden Schüler .sind Arbeiterkinder, 12,4 Prozent Kinder von Genossenschaftsbauern. Für die zwölfklassige Schule lauten die entsprechenden Zahlen 54,8 bzw. 9,7 Prozent

  • Teurer Spaß

    Wie der westdeutsche Zentralausschuß für Werbung berichtet, wurden im vergangenen Jahr in Westdeutschland 2,2 Milliarden D-Mark für Werbung ausgegeben. 1,1 Milliarden entfielen davon auf die Anzeieenwerbunß in Zeitungen.

  • Neue Schulen

    Aus der Schulstatistik der DDR geht hervor, daß 1960 80 neue Schulen im Bau waren. Je vollbeschäftigte Lehrkraft sind 25 Schüler zu betreuen. Die durchschnittliche Klassenstärke liegt bei 28 Schülern.

  • Ins 9. Schul jähr

    Von den aus den achten Klassen abgehenden Schülern besuchen im kommenden Schuljahr 71,4 Prozent die zehnklassige und weitere 16,4 Prozent die zwölfklassiee Oberschule.

  • Leichtes Lernen

    hohen.

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  • Kennedy fordert neue Rüstungsmilliarden

    Botschaft des USA-Präsidenten ... und spricht gleichzeitig von Verständigung / Widersprüchliche

    Eine Woche vor seinem Wiener Zusammentreffen mit dem sowjetischen Ministerpräsidenten Nikita Chruschtschow hat USA-Präsident Kennedy am Donnerstag in einer Sonderbotschaft Milliarden zusätzlicher Dollar für die Verstärkung der amerikanischen Rüstung, für die sogenannte Militärhilfe an überseeische Länder und für die Forcierung des USA- Raketenprogramms gefordert ...

  • Drei Administratoren notwendig

    Besonders zugespitzt hat sich die Frage der Kontrollbehörde, einer Körperschaft, die im Auftrage der erwähnten Kontrollkommission arbeiten soll. Diese Behörde hätte weitgehende Befugnisse, was die Arbeit der Kontrollposten und -inspektionen betrifft. Ihre Zusammensetzung steht also direkt im Zusammenhang mit der Sicherheit des Staates ...

  • Saharatests — einseitiger Vorteil für NATO

    Zur Meinung. nach den französischen Vereuchsexplosionen in der Sahara befragt, erklärte der Botschafter: •• Ich habe im Namen meiner Regierung bald nach Wiederaufnahme der Verhandlungen im Frühjahr dieses Jahres vor den Konsequenzen dieser Aktion gewarnt. Die Sowjetunion hat sich an ihren Entschluß gehalten, die Atomversuche einzustellen ...

  • 60 Prozent von Laos sind frei

    Oberster Militärrat berichtet über Erfolge des Kampfes gegen Putschisten

    Xieng Khouang (ADN), Die patriotischen Streitkräfte von Laos haben im Kämpf gegen die von Boun Oum und Phoumi Nosavan geführten. Putschistentruppen 60 Prozent des Territoriums des, Landes befreit. Dies geht aus einem amtlichen Kommunique^ des Obersten Militärrates von Laos über die Kampfhandlungen vom 9 ...

  • Angola muß gerettet werden

    Sowjetregierung verlangt Sofortmaßnahmen gegen Kolonialbarbaren

    Moskau (ADN). „Die Handlungen Portugals in Angola beschwören eine ernste Gefahr für den Frieden und die Sicherheit der Völker Afrikas, und nicht nur Afrikas, herauf", wird in einer Erklärung der Sowjetregierung zur Lage in Angola festgestellt, die am Freitagabend veröffentlicht wurde. Unter diesen Umständen sei die UNO verpflichtet, wirksame Maßnahmen zur Zügelung,der ...

  • Prozeß wurde eingeengt

    Vor wenigen Tagen • berichtete die bürgerliche „Jerusalemer Post", daß der Generaldirektor des israelischen Außenministeriums, Dr. Jachil, faktisch zugegeben habe, die Prozeßführung sei von seiner Regierung im Sinne der Einengung des Stoffes beeinflußt worden. Sie sei darin von politischen Gesichtspunkten geleitet gewesen ...

  • Ben Seddik (UMT): Afrikas Zukunft liegt in den Händen der Arbeiter

    Nach der Begrüßung durch Konig Hassan II. von Marokko eröffnete der Generalsekretär der Marokkanischen Arbeiterunion (UMT), Ben Seddik, die bedeutungsvolle Konferenz. Ben Seddik betonte, daß Afrikas Gegenwart und Zukunft in den Händen der afrikanischen Arbeiter und ihrer Gewerkschaften liegen. Unter ...

  • Die Wahrheit kam an den Tag

    Allerdings äst wahr, daß sich die Prozeßlage seit zwei Wochen verändert hat. Der dem Prozeß gesetzte Rahmen wurde gesprengt. Und just mit dem Sprengstoff, der ängstlich gehütet vor jeder Erschütterung, in die Watte der diplomatischen Vereinbarungen gewickelt worden war. Aber der Stoff, der Globke heißt, hat heute eine allzu starke Brisanz, und die Weltmeinung über Shrf ist allzu bewegt,1 als daß er dort in Ruhe hätte liegen bleiben können ...

  • Westmächte sollten reiflich überlegen

    (Fortsetzung von säte tj

    allerdings darauf — und das ist der Stand, den wir heute erreicht haben —. daß dieser Verzicht, dieses- Moratorium, nur für drei Jahre Gültigkeit haben solL Wir dagegen verlangen kategorisch, daß das Moratorium'— ebenso wie der ganze Vertrag — unbegrenzte Dauer hat ' Das ist das erste Problem. -Ich behaupte ...

  • SS-Mörder an Seebohms Seite

    Zeuge: Arisiert wurden große jüdische Unternehmungen, hauptsächlich Industrieunternehmungen, die zum Teil in jüdischen Händen waren. Ingenieur Karmasin machte seinen Einfluß besonders in der Richtung geltend, um auch Volksdeutschen einige fette Brocken zukommen zu lassen. Karmasin war als Chef der faschistischen „Deutschen Partei" in der Slowakei einer der Hauptbeteiligten an den Massendeportationen der Juden und an ihrer Ausplünderung ...

  • Aber Bonn rehabilitierte ihn

    Fiala fuhr mit Wisliceny nach Auschwitz. Es stellte sich heraus, daß ei „Ehrenmitglied des SD" war. In dei Zeitung erschienen seine Artikel mi1 Photos von Mädchen in weißer Tracht, die auch identifiziert werden konnten. Fiale hatte die Todesfabrik in eine Art helles Labor verwandelt. Die Antworten seiriei Gesprächspartner waren einzigartig ...

  • Warum wurden Eichmanns . Aussagen gekürzt?

    Die Enthüllung der „Jerusalem Post" ist jedoch nicht die einzige, die in den letzten Tagen zu diesem Thema erschienen ist. Die polnische Zeitung „Polityka" schrieb schon vor einer Woche, in den Händen der israelischen Regierung 'befinde sich seit langem der volle Text der Erklärung, die Eichmann vor seiner Verhaftung einem Reporter der „Time" gegenüber gemacht hatte und die später von diesem amerikanischen Blatt teilweise veröffentlicht wurde ...

  • Die erste Panaf rikanische Gewerkschaftskönferenz eröffnet

    Casablanca (ADN). Die erste Panafrikanische Gewerkschaftskonferenz, an der Vertreter von über 40 Gewerkschaftsorcanisationen aus 38 Ländern Afrika« teilnehmen, ist am Donnerstag in Casablanca (Marokko) eröffnet worden. Auf der Tagesordnung der Konferenz stehen: > 1. die Entwicklung der afrikanischen Gewerks<äiaftsbewegung unter den Bedingungen der gegenwärtigen internationalen Lage und die Rolle der Arbeiterklasse im Kampf gegen den Kolonialismus, für Unabhängigkeit ...

  • Jeden Tag auf der Anklagebank

    Jeden Tag sitzt Bonn auf der Anklagebank; Unlustig sehen's die mit ihm verbündeten Regierungen. Mit Staunen und wachsender Ungeduld sieht's die Welt. Zuweilen blendet sie sich in die Jerusalemer Szenerie ein. Dann erhält sie etwa folgendes Bild: 48. Sitzung. Thema „Judenausrottung in der Slowakei". Staatsanwalt: Welches waren die ersten antijüdischen Gesetze der slowakischen Reßierune? Zeuge Dr ...

  • Visitenkarte des Adenauer-Regimes

    Im Sommer 1945 verendete das tausendjährige Reich auf den Schlachtfeldern. Durch die Hand von zwei Dutzend „Führern" gab es danach noch seine Visitenkarte vor Gericht ab. Das geschah beim Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozeß. Das Bonner Reich ist noch nicht verendet. Aber vor dem Jerusalemer Gericht liefert es seine Visitenkarte jetzt schon täglich ab ...

  • Anschlag auf Negergeistlichen

    Montgomery (Alabama) (ADN). Mit äinem Mordanschlag auf den 64jährigen Negergeistlichen Solomon Seay haben äie weißen Rassenhetzer in Montgomery - der Hauptstadt des USA-Staates Alabama — am Donnerstag ihre seit Tagen anhaltenden Terroraktionen gegen eine Rassenintegration fortgesetzt. Als Reverend Seay aus seinem Haus trat, richtete ein aufgeputschter Jugendlicher aus einem Kraftwagen ein Gewehr auf ihn und gab einen Schuß ab ...

  • FDGB grüßt Gewerkschaften in Finnland und Norwegen, i

    Berlin (ADN). Der FDGB-Bundesvorstand hat dem VIII. Kongreß des finnischen Gewerkschaftsbundes *SAK und dem Kongreß der Landsorganisasjon i Norge, die am 28. Mai beginnen, von Herbert Warnke unterzeichnete Begrüßungsschreiben übersandt. „Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund begrüßt auf das herzlichste ...

  • Wiederum Globke

    Antwort: Das war die Einführung der Rassengesetze. — Hier unterbrechen wir die Übertragung für einen Augenblick, um festzustellen, daß Wisliceny als SS-Mörder nach dem Kriege hingerichtet wurde, daß auf Globke ebenso wie an dieser Stelle auch an zahllosen anderen Stellen des Prozesses bewußt, wenn auch ohne Namensnennung hingewiesen wird ...

  • Die Weltmeinung wartet noch immer: Wann zieht Bonn die Konsequenzen ? Von unserem nach Jerusalem entsandten Sonderkorrespondenten Max Kahani

    Mehr als die Hälfte der Zeity die für die> öffentlichen Verhandlungen im Eichmann-Prozeß vorgesehen war, ist vergangen* In diesen sieben Wochen hat das vorgelegte Beweismaterial und das Auftreten der Zeugen in der' ganzen Welt Gefühlswogen von stürmischen Ausmaßen hervorgerufen. Aber während sie alle ihr natürliches Auf und Ab zeigen, ist der eine Sturm nie zur Ruhe gekommen* der Sturm gegen die „Einengung" des Prozesses ...

  • Amini ruft den Schah zurück

    Oslo (ADN). Der Schah von Persien hat am Donnerstag überraschend beschlossen, seinen Staatsbesuch in Norwegen abzubrechen. Er wollte bereits am Freitag nach Teheran zurückkehren. Der neue Ministerpräsident Amini teilte in der iranischen Hauptstadt mit, er habe um die vorzeitige Rückkehr des Schahs ersucht ...

  • FDGB grüßt den Kongreß

    - Berlin (ND). Der FDGB, der eine Beobachterdelegation nach Casablanca entsandte, hat dem Kongreß eine von seinem Vorsitzenden Herbert Warnke unterzeichnete Grußadresse übermittelt, in der es u. a. heißt: „Wir fordern Freiheit für Afrika von Algier bis zum Kap. Wir verurteilen und bekämpfen die neokolonialistische Politik der imperialistischen Mächte, insbesondere des westdeutschen Imperialismus ...

  • Katowice—Wroclaw elektrisch

    Warschau (ND-Korr.). Am Freitag ist die elektrische Eisenbahnlinie von Katowice nach Wroclaw feierlich eröffnet worden. Der 180 km lange Abschnitt ist ein Teil der Hauptverkehrsstrecke, die von der sowjetischen Grenze durch das Slasker Industrierevier bis zur Westgrenze bei Zgorzelec führt. Sie ist für den polnischen Außenhandel und den Transit in die DDR von großer Bedeutung ...

  • „Neueres" Modell flog auch nicht

    Cap Canaveral (ADN). Auf Cap Canaveral ist am Donnerstag ein Versuch der USA-Kriegsmarine gescheitert, ein neueres Modell der „Polaris"-Atomrakete zu starten. Die „Polaris", eine der größten „Hoffnungen" der USA-Militärs, mußte durch Fernzündung zerstört werden, weil sie von der vorausberechneten Flugbahn abwich und auf bewohntes Gebiet niederzugehen drohte ...

  • GPRA verlangt klare Front

    Genf/Paris (ADN-Korr.). Die algerische Delegation hat die \ Vertreter der französischen Regierung bei den Verhandlungen in Evian am Donnerstag um Klärung des französischen Standpunktes zur Selbstbestimmung Algeriens ersucht. Das gab der Pressechef der Provisorischen Algerischen Regierung (GPRA), Malek, am Donnerstagabend auf einer Pressekonferenz in Genf bekannt ...

  • Gewerkschafter nach England

    Berlin (ADN). Eine Delegation der Gewerkschaft Staatliche Verwaltungen, Gesundheitswesen, Finanzen im FDGB ist am Freitag unter Leitung des Vorsitzenden Walter Steingräber nach Großbritannien abgeflogen. Sie nimmt an den Jahreskonferenzen der Feuerwehrgewerkschaft ynd der Gewerkschaft der leitenden Angestellten, Beamten und Techniker (Asset) teil ...

  • Amibesatzer erwürgte japanische Arbeiterin

    Tokio (ADN). Auf dem USA-Stützjunkt Sasebo bei Nagasaki erwürgte der »merikanische Soldat Donald eine dort >eschäftigte japanische Telefonistin. Die 3evölkerung von Nagasaki hat mit zahlreichen Kundgebungen ihre Empörung Aber diese Gewalttat zum Ausdruck ge- Dracht und verlangt, daß der Mörder strene bestraft wird ...

  • Ministerpräsident Cyrankiewicz empfing Botschafter Gyptner

    Warschau (ADN-Korr.). Der Vorsitzende des Ministerrates der Volksrepublik 'Polen, Jozef Cyrankiewicz, empfing am Freitag den Botschafter der DDR, Richard Gyptner, zu dessen Antrittsber such. Im Verlaufe der längeren freundschaftlichen Unterredung wurden beide Länder interessierende Fragen berührt.

  • Prinz Sihanouk: Thailand soll aus der SEATO

    Genf (ADN). Der Staätschef von Kambodscha, Prinz Norodom Sihanouk, hat am Donnerstag in Genf vorgeschlagen, Thailand solle aus dem Südostasienpakt (SEATO) austreten und sich einer neutralen Zone- anschließen, die sich über Indien, Burma und Thailand bis nach Kambodscha erstrecken soll.

Seite 6
  • Auf dem Fundament wuchs ein prächtiges Haus

    Wenn heute und morgen in der Berliner Dynamo-Sporthalle die Delegierten des Deutschen Turn- und Sportbundes Bilanz ziehen und die neuen Aufgaben beraten und beschließen, dann sei in diesen ereignisreichen Stunden auch des schweren, aber zuversichtlichen Beginns gedacht, als das Fundament unseres Turn- und Sportbundes gelegt wurde ...

  • Mit Schneidbrenner über Hindernisbahn

    Rivalen mit Helm und Nackenleder / VP und ADMV auf dem Pressefest

    In eine Hindernisbahn besonderer Art wird sich zum „ND"-Pressefest am 4. Juni die große Rodelbahn am Berg der Jugend (Kleiner Bunkerberg) im Friedrichshain verwandeln. Auf einer Strecke von 200 Metern werden an diesem Sonntag in der Zeit von 16 bis 18 Uhr zwei Kommandos der Berliner Feuerwehr — d. h ...

  • WOHIN AM WOCHENENDE?

    Ganz sicher werden die meisten Berliner ihren Aufenthalt am Wochenende in die schöne märkische Landschaft, zwischen vielen Seen und Kiefernwäldern verlegen. Bitte schön, gepflegte Erholungsstätten in Grünau, Karolinenhof, Schmöckwitz usw. sind empfangsbereit und erwarten wieder ihre Besucher. Für alle übrigen, die das Wochenende in den Mauern unserer Stadt verbringen möchten, haben wir aus der Vielzahl der Veranstaltungen einige Möglichkeiten herausgesucht ...

  • Erweiterung der Ständigen Kommission

    Jetzt, auf der Tagung, konnte der Sprecher der Ständigen Kommission örtliche Wirtschaft, der Abgeordnete Walther, mitteilen, daß dieser Erkenntnis bereits die Tat folgt: „15. Bürger wurden für Aktivs gewonnen." Wenn aber alle Bürger Pankows in die Lenkung und Leitung des Stadtbezirks organisiert einbezogen werden sollen, so sagte der Abgeordnete, dann müsse die Bevölkerung des Stadtbezirks unmittelbar an der gesamten Vorbereitung der Bezirksverordnetenversammlimgen Anteil nehmen ...

  • II. Deutscher Turn- und Sporttag

    Entwicklung des Volkssports im Mittelpunkt / Viele Aktive unter den Delegierten

    Heute beginnt in der Berliner Dynamo-Sporthalle der II. Deutsche Turn- und Spqrttag. Unter dem Leitgedanken „Für Gesundheit unseres Volkes! Für ein schönes Leben aller Bürger! Für eine sportlich interessante Freizeitgestaltung!" werden sich die Delegierten mit den Aufgaben des Deutschen Turn- und Sportbundes bis zum nächsten Turn- und Sporttag im Jahre 1965 beschäftigen ...

  • Grußadresse Walter Ulbrichts

    Eine Grußadresse des Zentralkomitees* unterzeichnet vom Genossen Walter Ulbricht* wurde von den Delegierten mit stürmischem Beifall aufgenommen, und nach zweitägiger Konferenzdauer gingen wir an die Arbeit, mit dem hohen Ziel vor Augen, in noch größerem Maße die Werktätigen, Jugendlichen und Kinder für Sport und Spiel zu gewinnen und durch hohe sportliche Leistungen mitzuhelfen, das Ansehen unserer Deutschen Demokratischen Republik weiter zu stärken und zu festigen ...

  • Etwas kühler

    Wctterlafe: Zwischen dem flachen Tief über Ostsachsen und dem kräftigen Hoch über den Britischen Inseln und dem Ostatlantik fließt wieder etwas kühlere Luft nach Norddeutschland ein. Aussichten für Sonnabend: Bei mäßigen Winden aus Nord bis Nordost wechselnd, teilweise stark .bewölkt, vereinzelt Regen oder Schauer ...

  • Sport ist kein Hobby «iniger weniger

    Große Aufgaben stehen vor uns. Sie zt meistern ist Sache aller Turner und Sportler. Ich möchte schließen mit einem Satz aus dem Entschließungsentwurf; Eine neue Etappe unserer Sportbewe* gung ist erreicht. Der Sport ist nicht mehr ein Hobby einiger weniger, sondert eine anerkannte gesellschaftliche Tätigkeit, ...

  • Fünf Stunden berieten die Abgeordneten

    Pankower Volksvertreter arbeiten mit den neuen Ordnungen

    Auf der Tagesordnung- der Pankower BezirksverordnetenversamiTÜung am Donnerstag im BVG-Kulturhaus in Nordend standen die „Ordnungen über die Aufgaben und' die Arbeitsweise der örtlichen Volksvertretungen und deren Organe". Die Sitzung sollte von 15 Uhr bis etwa 19 Uhr währen. So war es geplant. Aber als nebenan auf dem Straßenbahnhof schon- die -Lampen aufflammten, war der Meinungsstreit noch immer in vollem Gange ...

  • Der Erkenntnis folgt die Tat

    Graue Theorie? So mag es auf den ersten Blick demjenigen erscheinen, der nicht dabei war. Aber es war keineswegs bo. Vielmehr kamen die Abgeordneten eben gerade am konkreten Beispiel zu dieser Erkenntnis. Da ist die Ständige Kommission örtliche Wirtschaft. Knapp drei Wochen vor der Bezirksverordnetenversammlung ...

  • Wende in der Arbeit

    Interessiert verfolgten Mitglieder von Hausfrauenbrigaden, Werktätige aus Pankower Betrieben, Mitarbeiter des Handels und Vertreter von Massenorganisationen als Gäste die fast fünfstündige Debatte. Auch sie stellten am Ende der Tagung mit Befriedigung fest: Eine Wende in der Arbeit der Volksvertretung und ihrer Organe im Stadtbezirk Pankow ist eingeleitet worden ...

Seite 7
  • Eine plückliche Familie Von Franz-Ferdinand G u s t

    Seit einem halben Jahr lebte ich nun schon auf dem Lande,- an einem trüben Februartage war ich angekommen, und nun schrieben wir August. Wir hatten hohe Erntezeit und dazu: gutes Erntewetter. Die Nacht war über das Land gekrochen. Weder Mond noch Sterne waren zu sehen. Alles hüllte sich ins Dunkelkleid, bis auf die wenigen Lichter im Dorf, die von fern zu uns herüberblinzelten ...

  • Der singende „Rote Stern"

    Aber ganz so schwer scheint^-es der Genosse Prang doch nicht zu haben. Das beweist im Reparaturstützpunkt „Roter Stern" die um den Titel „Brigade der sozialistischen Arbeit" wetteifernde Brigade „Otto Kramer" Männer und Frauen reparieren landwirtschaftliche Maschinen — und gut arbeiten sie. So gut, daß ...

  • Kleines Kulturhaus mit großem Plan

    Es ist nicht" groß, dieses Kulturhaus: ein Saal, eine Kantine, drei, vier kleinere Räume, in denen die Zirkel tagen und die Bibliothek untergebracht ist. Vor Jahren wurde es im Nationalen Aufbauwerk gebaut - und nicht wenige Döbernitzer meinen, daß es heute schon nicht mehr den Ansnrüchen genügt (zumal der Saal im Winter nur unzureichend geheizt werden kann) ...

  • Das schöne Dorf Döbernitz

    Das Dorf heißt Döbernitz und liegt zwei, drei Kilometer von Delitzsch entfernt an der Bahnlinie nach Berlin. Die Schienen gehen sozusagen mitten durch das Dorf. Auf der einen Seite ducken sich die alten Häuser, klein und langgestreckt, mit reparaturbedürftigen Fassaden, auf der anderen Seite erheben sich neue Typenbauten, dreistöckig, hell und freundlich, mit vielen Fernsehantennen auf den Dächern ...

  • Von Günther Fuchs

    bewerb. Mit dem sozialistisch Arbeiten, da haben wir keine Schwierigkeiten. Audi nicht mit dem sozialistisch Lernen. Siebzehn Kollegen von uns werden den Schweißerpaß erwerben, zwei gehen zur Ingenieurschule, drei studieren in Leipzig, zwei besuchen die Abendschule und zwei den Meisterlehrgang. Nur bei dem sozialistischen Leben, da haben wir lange überlegt ...

  • Bücherbesuch

    Daß trotzdem „das gute Buch in jedes Haus" gelangt, ist ein Verdienst der Frau Teube, einet parteilosen Hausfrau und Mutter. Sie ist eine „alte Döbernitzerin"; seit Jahr und Tag wohnt sie im Dorf, und kann sich gut früherer Zeiten entsinnen. Nie zuvor gab es im Dorf eine Bibliothek, geschweige denn ein Kulturhaus ...

  • Nur nicht jeder für sich

    Der LPG-Vörsitzende hat nicht unrecht. Mit der Kulturarbeit beschäftigen sich nicht nur die Mitglieder des Dorfklubs, nicht nur die neu gewählte Klubkommission In der LPG. sondern auch die Gemeindevertretung, die Leitung des Stützpunktes und selbstredend auch der Kulturhausleiter. Aber zu einer gemeinsamen zielstrebigen Arbeit ist es noch nicht gekommen ...

  • Klubhausleiter oder Hans Dampf?

    wir die Entwicklung der jungen Menschen sein beeinflussen. Unsere Schriftsteller müßten noch viel mehr gute Abenteuer-, Kriminal- und Sportbücher schreiben. Danach haben wir eine sehr große Nachfrage, und wir können sie nicht befriedigen!" Ein besonderes Ereignis ist es immer, wenn im Kulturhaus Schriftsteller aus ihren Werken lesen ,,Es ist ja nicht nur, daß wir auf dem Dorf die Schriftsteller persönlich kennenlernen, sondern viele werden dadurch auch für die neue Literatur interessiert ...

  • Und jetzt noch Musik

    Döbernitz, das so erfolgreich in der landwirtschaftlichen Produktion ist und einen so gut arbeitenden Reparaturstützpunkt besitzt, wurde als Sieger im Wettbewerb um den Titel „Das schöne sozialistische Dorf" mit einer Prämie ausgezeichnet. Der Bürgermeister Walter Thiermann, ein alter erfahrener Genosse, der jahrelang als Schmelzer im Leichtmetallwerk Rackwitz arbeitete, hat der Gemeindevertretung vorgeschlagen, diese Summe für die Instrumente einer Schalmeienkapelle auszugeben ...

Seite 8
  • Auftakt deutscher Becher-Forschum

    Einen Dichter ehrt man am besten damit^ daß man ihn liest! Sein Werk will leben und fordert von der Mitwelt und Nachwelt, sich mit ihm auseinanderzusetzen, Fragen zu stellen, Kritik zu üben und die im Dichterwort gebundenen Kräfte wahrhaft fruchtbar zu machen. Johannes R. Becher hat sich oft über den Mangel echter kritischer Auseinandersetzung mit seinem Schaffen beklagt und summarische Lobeserklärungen verwünscht ...

  • Wirklichkeitsnah und erfindungsreich

    Zur Graphik in der Ausstellung „Neues Leben — Neue Kunst"

    Obwohl die Graphik optisch nicht im Vordergrund steht, trägt sie doch entscheidend zur Abrundung des Bildes bei, das diese Ausstellung über die lebendige Vorwärtsbewegung unserer gesamten bildenden Kunst vermittelt. Sowohl die neuen graphischen Arbeiten einer Reihe längst bewährter Kräfte als auch eine ...

  • WAS DIE FABEL VERMAG

    Werner Reinowski: Der Ungeduldige. Roman. Mitteldeutscher Verlag, Hülle, 1960. 388 S., Ganzleinen, 7,50 DM. Die älteren unter unseren Autoren sind vor und in der Zeit des Faschismus im Kampf so gefestigt und erzogen worden, daß ihnen Parteilichkeit selbstverständlich geworden ist. Zu ihnen gehört Werner Reinowski ...

  • . NEUE BÜCHER

    Willi Bredel. Dokumente seines Lebens. Mit zahlreichen Faksimiles und Fotos. Aufbau-Verlag^ Berlin, 1961. 270 S., Ganzleinen, 7,50 DM. Willi Bredel: Der Eigentumsparagraph. Roman. Mit einem Nachwort des Verfassers. Aus dem Russischen rückübersetzt von Regina Czora. (Rote Dietz-Reihe, Heft 23.) Dietz Verlag, Berlin, 1961, 228 S ...

Seite 9
  • Der Bauer stund auf .;;

    An all das erinnerte ich ,mich, als ich neulich ins Deutsche Armeemuseum nach Potsdam fuhr. Zeughaus, war mein erster Gedanke, Krieg der zweite. Natürlich wußte ich: Unsere Volksarmee ist eine ganz andere als die alte Armee, aber da war trotz allem noch so ein „Zeughausgefühl" in mir, das sich nicht abschütteln lassen wollte ...

  • Nazi-Mörder im NATO-Rock

    Aber von 195 Offizieren der Bonner Wehrmacht erhielten für ihre Verbrechen während des Faschismus: 56 das Ritterkreuz, 20 das Ritterkreuz mit Eichenlaub, 6 das Ritterkreuz mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten. Die nüchterne Bilanz spricht Bände. Ich schauV dere. Mein Spartakist blickt ernst, als er sagt: „Die Mörder marschieren wieder!" Ich trete an eine Wandkarte ...

  • Die Kumpels des Spartakus

    Hitler — das ist der Krieg! Und yh sehe noch immer das unmenschliche Gesicht des Faschismus, die Genickschußkommandos der Himmler, Globke und Eichmann im Einsatz, Menschen am Galgen, Ruinen, Trümmer, Trümmer. Ganz kurz, ganz hart wird mit dem Spuk abgerechnet. In einer Ecke liegt die Nazifahne, darauf verstreut Tellerminen, Panzerfäuste, Stahlhelme, Wehrpässe, Seitengewehre, Ritterkreuze, Mauerreste ...

  • Um die Nation

    1806—07. Ein Schild gemahnt an einen dunklen Abschnitt deutscher Vergangenheit. Zu sehen sind Bilder, Waffen, Ausrüstungsgegenstände aus der Schlacht bei Jena und Auerstädt, wo das napoleonische Heer die preußischen Truppen vernichtend schlug. Die junkerliche Reaktion unterwarf sich dem Eroberer. Ihr war das Vaterland keinen Pfi£-; ferling wert ...

  • Helden des Roten Oktober

    Dann bläst der Sturm des Roten Oktober. Lenin ist da, ein überlebensgroßes Bild von ihm. Dahinter die Massen kämpfender Revolutionäre. Das Bild lebt, ist wuchtig, kraftvoll, sieghaft. „Unsere große Stunde begann", sagt mein Spartakist. Und ich sehe sein Gesicht vor mir, wie damals auf dem 'Karlplatz; energisch, lächelnd, voller Wollen ...

  • Begegnung mit Spartakus

    Einige Tage später war alles vorüber. Ein Mann kam unsere Straße entlang. Er trug eine abgeschabte Jacke, dazu blauweiß gestreifte Hosen. Sowjetische Soldaten standen plötzlich um ihn herum. Sie klopften ihm die Schultern, gaben ihm Brot, sagten: „Charascho — Towarischtsch!" Ein paar Leute aus der Straße kannten ihn noch: „Ein alter Spartakist — ein Kommunist ...

  • Unbesiegbare Soldaten

    Ich sehe Bilder in den Schaukästen: Infanteristen gehen über die' Sturmbahn, Artilleristen bringen Haubitzen in Stellung, Fernmeldetrupps üben schnellere Nachrichtenübermittlung. Dann ist mir, als puffe mich mein Spartakist in die Seite, als sage er wieder: „Sieh hin, da!" Zwei Bilder der Besten unserer Volksarmee sprechen vom heuen Geist unserer Soldaten ...

  • Die Geschichte lebt

    Im Vorraum des Museums steht eine Plastik. Flieger, Matrose, Soldat stehen Schulter an Schulter. In ihren Gesichtern meint man zu lesen: Bereit zur Verteidigung der Arbeiter-und-Bauern- Macht. Mein Spartakist nickt ihnen zu, schautstolz wie ein Vater auf seine Söhne und sagt: „Das sind unsere Jungens ...

  • Ein Birkenkreuz mahnt

    Bebel spricht. Ein Bild kündet davon. „Diesem System keinen Mann und keinen Groschen!" Da sind Dokumente über die Kolonialpolitik des Kaiserreiches. Neger werden mißhandelt, zu Paaren getrieben. Und der weiße Mann lacht: Oberst Deimling. Ein „Held" aus meinen Kriegsheften. Andere Dokumente geben Aufschluß über die damalige Armee ...

  • der Schule Gedanken beim Besuch des Deutschen Armeemuseums in Potsdam / Aufgezeichnet von Werner Wertke In der I l -,v

    Als Junge ging ich manchmal ins Zeughaus. Der graue Bau in Berlin Unter den Linden zog mich einfach an. Da stand die j,Dicke Berta"* jenes großkalibrige Geschütz, das für den Kaiser Eisen spie; breit, gedrungen, wuchtig sah es aus. Sein Rohr war hochgedreht, als sei es noch immer im Einsatz. Hier war mein Lieblingsplatz, hier stand ich und malte mir aus, wie seine Granaten die Erde zerfetzten, Gebäude zerstörten, Engländer, Franzosen, die Feinde zerrissen ...

Seite 10
  • Ministerium für Volksbildung antwortet auf die Frage: Warum kein pädagogisches Fernstudium für Hausfrauen

    Nicht nur in der Diskussion im „Neuen Deutschland", sondern auch in vielen Zuschriften an das Ministerium für Volksbildung wird von Hausfrauen und vorübergehend nicht berufstätigen Frauen die Frage nach einem pädagogischen Fernstudium gestellt. Sie möchten später als Erzieherinnen oder Lehrerinnen arbeiten ...

  • Mußten 18 Frauen aufstecken?

    Leserinnen schreiben zur Diskussion „Gleichberechtigung — aber ohne Kinder?"

    Nachdem ich viele Jahre als Arbeiterin in der Schuhindustrie tätig war. bin ich seit einiger Zeit in der Kaderabteilung des VEB Schuhfabrik „Banner des Friedens" in Weißenfels beschäftigt. Seit einem Jahr nehme ich am Meisterlehrgang teil. Oft werde ich gefragt, wie schaffst du denn das — Beruf. Qualifizierung, Familie —; wo du doch fünf Kinder und einen schwerbeschädigten Mann zu betreuen hast? Zweifellos ist das keine einfache Sache ...

  • Rentnennnen betreuen erkrankte Kinder

    Es ist wohl in jedem Frauenbetrieb so, daß die Ausfallzeiten von Müttern, die wegen der Pflege < ihrer erkrankten Kinder der Arbeit fernbleiben müssen, nicht unerheblich sind. Eine Kollegin in „der Nopperei unseres.Betriebes hatte 1960 wegen Krankheit ihrer drei Kinder 126 Tage Arbeitsausfall, das war für sie eine Verdienstminderung von 1470 DM ...

  • Überraschende Ergebnisse

    In fast jedem Turnier gibt es die kleine Gruppe der sogenannten Favoriten. Das Gros der Turnierteilnehmer kann gegen diese Meister bestenfalls auf ein Remis rechnen. Die Fakten Routine und Erfahrung spielen in den modernen, bei den Turnieren vorherrschenden Eröffnungen eine sehr große Rolle. Die „Kleinmeister" ...

  • Hilfe bei der Erziehung

    Doch die Genossenschaft will nicht nur Vermieter sein. Die Kinder der eigenen Mitglieder wachsen hier auf. Wie sollten Wohl und Gedeihen der Jüngsten nicht jeden einzelnen interessieren? Die Genossenschaft fühlt sich mitverantwortlich für ihren Kindergarten. Ein Freundschaftsvertrag zwischen Kindergarten und AWG gibt diesem Bestreben Ausdruck ...

  • Eine Idee wird geboren

    14 größere volkseigene Betriebe liegen in Coswig, dazu gehören so bedeutende wie die Walzengießerei, die Lackfabrik und die bekannten Coswiger Lederwerke. Überall arbeiten Frauen, überall werden noch mehr gebraucht. Manche Arbeiterin mußte zu Hause bleiben, weil keine Unterbringungsmöglichkeit für das Kind bestand ...

  • Das Kinderparadies im Hause

    Ein Besuch im ersten AWG-Kindergarten unserer Republik

    Häuser, von hohen Kiefern umgeben, breite Easenbeete. bunte Balkons, eine kleine Stadt am Rande der Stadt - so stellt sich uns die Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft „Einheit" in Coswig im Bezirk. Dresden vor. Bis 1962 wird dieser ausgedehnte 'Neubaukomplex 810 Wohnungen umfassen. Gut lebt es sich hier ...

  • Blumen und Sonne

    So einfach klingt das. Doch viele Hände mußten sich noch rühren, damit aus der farbfrischen Wohnung das heutige Kinderparadies wurde. Vor allem: Kostspielige Umbauten durften nicht sein, denn es handelt sich um ein Provisorium. Voraussetzung war also: Die Wohnung muß ihren ursprünglichen Charakter behalten ...

  • Ein praktisches Heim

    Die Flurschränke wurden Garderoben für Mäntel und Jacken. Die Badezimmer verwandelten sich — unkompliziert und billig - in ausreichende Waschräume. Bunte Kunststoffschüsseln stecken in Holzrosten über der Badewanne. Eine ganze Wand lang hängen chinesische Handtücher, darüber stehen auf einem Bord farbige Zahnputzbecher und Kammtaschen ...

  • Und die Kosten? '

    Alles in allem, samt Mohrenpuppe und Bilderbuchregal und buntem Farbanstrich — so bestätigt uns Kollege Kühnel von der Abteilung Volksbildung — kostete der Kindergarten die Stadt 3000 DM, eine Summe, die durchaus zu verantworten ist, wenn man überlegt, was andere Umbauten oder gar der Neubau einer Kindertagesstätte für 40 Kinder kosten ...

  • Ein nachahmenswertes Beispiel

    Das Beispiel Coswig ist wert, viele Nachfolger in allen Teilen unserer Republik zu finden. Hier gibt es einen Weg, der unbürokratisch und schnell berufstätigen Müttern wertvolle Hilfe leistet. Die mit dem Anfang nicht zurechtkommen können sich an Coswig wenden. Kinderparten, AWG und kinderfrrundl'che Stadtväter geben ihre reichen Erfahrungen gern weiter ...

  • SCHACHAUFGABE

    Matt in zwei Zügen Weiß: K£5, Oel. Tdl. Lb5, •5o7. Bb2 (sechs steine). Schwarz: rbl. Tel. Sf6 Bb3. b6 sieben Steine). Eine Aufgabe les Schachgroßmeisters

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