22. Jan.

Ausgabe vom 21.07.1949

Seite 1
  • Berliner Wirtsdiaftsplan übererfüllt

    Produktivität gestiegen / Erweiterte Einführung des Leistungslohnes / Größere Plandisziplin

    Berlin (Eig. Ber.) „Das erste Halbjahr des Berliner Wirtschaftsplanes ist vorbei. Allen ist beisannt, daß er um einige Monate verspätet anlief. Trotzdem können wir feststellen, daß die volkseigenen und ihnen gleichgestellte Betriebe es sehr gut verstanden haben sich zu helfen. Heute liegt das Er- (tebnis vor uns ...

  • Auf Seite 4

    setzen wir heute den Briefwechsel mit dem Fronst D. H. Grüber fort rechte Lösung jetzt trotz aller noch vorhandenen Schwierigkeiten ange« packt werden sollte. » Verantwortlichkeit und Sinn für nüchterne Realitäten hat uns in der Vergangenheit davor bewahrt, eine Politik der Illusionen oder gar der billigen Propaganda zu machen ...

  • Nationale Front zerbrach Reimanns Ketten

    Die Reaktion mußte kapitulieren / Telegramme Max Reimanns an den Parteivorstand und Gerhart Eisler

    „Wenn alle patriotischen Kräfte des deutschen Volkes sich zu einer mächtigen Nationalen Front zusammenfinden, wird der, Erfolg im Kampf um die nationale Einheit und Unabhängigkeit unseres Vaterlandes nicht ausbleiben", schließt aas Telegramm an die Vorsitzenden der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands ...

  • Eine eigenartige Vernehmung

    Worum geht es in Lichterfelde-West vor dem amerikanischen Militärgericht? Der „Zeuge" — in unseren Augen der Hauptangeklagte'— Schutt sagte von sich selber aus, daß er der „Chef" einer illegalen antibolsdiewistischen Organisation in der Ostzone ist. Dieser ehemalige Nazioffizier und Militarist hatte Verbindungen 'zu reaktionären Elementen in der CDU und LDP, die als Mittelsmänner und Stützpunkte für die Zersctzungs-, Spitzelund Spionagearbeit dienten ...

  • Italien bricht Friedensvertrag

    Sowjetische Note zur Unterzeichnung des Atlantik-Paktes

    Die Sow.ietregierung weist darauf hin, daß Italien durch die Unterzeichnung des Friedensvertrages die Verpflichtung übernommen habe, keine Aktionen zu unternehmen, die gegen die Unterzeichnerstaaten gerichtet sind, und keinerlei Bündnisse mit aggressiven Zielen einzugehen. Durch seinen Anschluß an den Atlaotikpakt habe sich Italien einer militärischen Staatengruppierung angeschlossen, die einen aggressiven ...

  • Menschenraub auf offener Straße

    Frankfurt (Main) (Eig. Ber.). Am 20. Juli 1949, um 9.30 Uhr, wurde Frau Grete Schoofs, wohnhaft Frankfurt-Seckbach, Heimgarten 1, von Agenten des amerikanischen Geheimdienstes beim Aussteigen aus der Straßenbahn unter Drohungen in ein Auto gestoßen und am helllichten Tage entführt. Es wurde beobachtet, daß der Wagen nach Offenbach, Hessenring 17, fuhr ...

  • Britische Regierung muß nachgeben

    Krach zwischen Attlee und Hafehbehörd© / Zahl der Streikenden wachs!

    London (ADN). Die Drohung des britischen Arbeitsamtes, die Arbeitsverträge der" streikenden- Londoner Hafenarbeiter zu annullieren, falls sie am Donnerstag die Arbeit nicht wieder aufnehmen, ist wenige Stunden nach ihrer Veröffentlichung von der Regierung zurückgezogen worden. Es bestünde nicht die Absicht, die Hafenarbeiter-Regelung außer Kraft zu setzen ...

  • Kolaroff Nachfolger Dimitroffs

    Landwirtschaftsminister Traikoff und der Minister für Elektrifizierung, Georgicff, sind stellvertretende Ministerpräsidenten geblieben. -Die Nationalversammlung wählte ferner einstimmig zum Minister für Kultur, Wissenschaft und Kunst den bisherigen Vorsitzenden des Kulturausschusses, Tschcrwenkoff, zum Planungsminister den bisherigen Vorsitzenden des Planungsausschusses, Terpescheff, und bestätigte den bisherigen Innenminister Jugoff in seinem Amt ...

  • Ein vaiuder-Lubbe-Prozeß in amerikanischer

    Aufmachung / /■„„ //„„» Mauer

    Man sagt, ein gebranntes Kind scheue das Feuer. Die deutsche Arbeiterklasse ist .ein solches gebranntes. Kind. Sie hat erlebt, wie .im Jahre 1918—1919 die .Antibolschewistische Liga entstand, mit ihrer Greuelpropaganda weite Kreise der Bevölkerung irreführte, und wie dann aus dieser Antibolschewistischeh Liga -die Bestien- ...

  • Es ivird uns nichts gesclienkt

    „... bei einem Gehalt von 26o DM "brutto kann man nicht in der HO zusätzlich einkaufen. Es langt da höchstens einmal zu gelegentlichem Sondereinkauf.. " — heißt es in einem Brief des verheirateten Angestellten Rolf Kreutzer aus Leipzig an unsere Redaktion, der sidi dafür einsetzt, daß die Karte IV endlich abgeschafft wird ...

  • Wie unter Hitler .

    Den Haag (ADN). Der nahezu aüsr schließlich auf Dollargrundlage basierende- und nach ,den Dollarländern orientierte Handel Westdeutschlands führe in der Praxis zu 'Maßnahmen, die „eine alarmierende Ähnlichkeit mit jenen Autarkiemaßnahmen aufweisen, die Deutschland vor dem Kriege getroffen hatte" erklärte •der niederländisdie Außenminister Stikker in einer Denksdirift an das Parlament ...

  • Kesseltreiben gegen die Kuomintang

    Kanton (ADN). Die schnell nach Süden vor'stoßenden Einheiten der demokratischen Armee unter dem Kommando des' Generals Lin Piao stehen bereits kurz vor Tschangtscha, der Hauptstadt der Provinz. Hunan. In den» Vorstäd.tcn von Liujang, einige Kilometer östlich von Tschangtscha, kam es im Laufe des Mittwoch ...

Seite 2
  • Q StehtjurZQtskufswn

    Westberliner Konfektion ohne Arbeit

    Mein Mann ist seit längerer Zeit infolge Erkrankung arbeitsunfähig, so versuchte ich, als gelernte Schneiderin in meinem Beruf wieder unterzukommen. Leider vergeblich. Die Sachbearbeiterin des Zehlendorfer Arbeitsamtes zuckte mit den Schultern und meinte: Ich müßte doch wissen, daß die Westberliner Textilindustrie noch immer ohne Rohstoffe sei ...

  • s?ldi kenne nur diese Methoden"

    Prozeß gegen Demontage«Verweigerer / Mr. Lane fühlt sich als Herr im Haus

    Dortmund (DPD/Eif. Ben). Alle Zufahrtsstraßen zum Militärgericht in Dortmund waren von größeren Polizeiaufgeboten besetzt, als gestern der Praxen fegen deutsche Arbeiter beiann, die die Demontage der deutschen Friedenslntlustric verweigert hatten. Sämtliche Angeklagten bekannten sich als nicht schuldig im Sinne der Anklage ...

  • /Vur „Taten** werden benahlt

    Aber vielleicht braucht es noch einiger Beweise? in dem Prozeß iit mehrmal* der Name Hecht gefallen. Hecht kann nicht vor dem amerikanischen Militärgericht erscheinen, denn er müßte riskieren, genau «o wie die angeklagten Volkspolizisten unter Verdrehung des wirklichen Tatbestände* verhaftet zu werden, ...

  • Die Sache dar „Angeklagten" ist gut

    Wozu aber braucht man die Mordgeschichten des Agenten Krause? Um abzulenken von den Tcrron-erbrechen der antibolschewistischen Organisation, um einen Vorwand zur Hetze und Verleumdung der Volkspolizei und dej sowjetischen Besatzimgszone zu haben, um die antifaschistischdemokratische Ordnung 7,11 zersetzen ...

  • Die Bluttat vom Februar 1933 „EUlebener BlutjonnUg-PrpreB" tröllntl / Erdrückende

    EUltben (ADN/Eig. Ber.), TroU des erdrückenden Beweismaterials ver» suchen die 38 angeklagten ehemalig gen Nazis Im gegenwärtig stattfindenden' „Eteleboner Blutsonntag-Prozefä" alle ihnen zur Last gelegten Taten abzuleugnen. Sie hatttn-am 12. Februar 1933 zusammen mit etwa 480 Angehörigen der SA und SS 40 in der Turnhalle von Eisleben tagende Arbeiterfunktionäre überfallen und schwer mißhandelt ...

  • Fast jeder zweite Handwerker arbeitslos

    ErwerbsloucniUfor steigt welter / Auch Standardwerke entlassen

    Nürnberg (ADN), Nachdem die Entlassungen im Handwerk bereits 30 bis 40 Prozent aller Beschäftigten erreicht haben, sieht sich jetzt auch eine Anzahl von Standardbetrieben der nerdbayerischen Metallindustrie zu umfangreichen Entlassungen gezwungen, teilen die Arbeitsämter Bayerns in ihren letzten Monatsberichten mit ...

  • Trauerfeier für die Todesopfer von Prüm

    Beileidsbezeigungen aus ganz Deutschland / Mahnung zum Frieden

    Prüm (DPD). „Möchte doch diese schwere Stunde allen die es in Europa angeht erneut die kategorische Verpflichtung auferlegen, für den Frieden zu wirken und all das auszulöschen, was irgendwie noch als Folge des Krieges zu deuten ist", sagte der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz^ vor den offenen Gräbern der Opfer der Explosionskatastrophe von Prüm ...

  • Ein van'der-Lubbe-Prozeß in amerikanischer Aufmachung

    (Fortsetzung von Seite 1)

    ■Nicht* Ist kennzeichnender, für die Inszenierung dreier Prowßkomödi« all die»« Auszüge aus dem stenographischen Protokoll der Verhandlungen. Immer, wenn die Verteidiger oder die Zeugen bl* zum Wesen der Sache, nämlich den geplanten Diversionsakten und Attentaten dieser neuen Femeorganlsation, vordringen, ...

  • Ein Engpaß, der nicht sein brauchte

    Der wichtigste Werkstoff für die Fernsprechindustrie der Ostzone ist des sog. magnetische Weicheisan; ein Werkstoff, der bisher nur aus Schweden oder aus Westdeutschland bezogen werden konnte. Nun ist ein Eisenhüttenwerk in unserer Zone in der Lage, das Eisen dekapiert in Tafeln von 1000, 1500, mm wärm gewalzt, herzustellen ...

  • Opfer des Atlantikpaktes

    Prüm (Eig. Ber.). „Die Toten von Prüm sind Opfer des Nordatlantikpaktes", sagte ein Prümer Kaufmann unserem Korrespondenten. Man wird zwar nicht den Mut haben, das auszusprechen, aber das ist es, was der Großteil unserer Bevölkerung denkt. „Überlegen Sie", fuhr er fort, „in unmittelbarer Nähe unserer Stadt wurden 600 bis 800 t Sprengstoff in einem Lager aufbewahrt, angeblich um den Westwall i ...

  • „Was nimmt mau uns demnächst ab?"

    Neue Annexionen beunruhigen / Stellungnahme dei Gresilandtusichuiiec

    Köln (ADN). Als einen „Verrat am Geist, der Verständigung" bezeichnete der VoriiUende des Grenilandausschusses von Nordrhein-Westfalen, Dr. Leo Schwerin?, die neuen „Qrenjtberichtigungen" an der deutseh-hollöndisehem Grenz.?. Er stellte! fest, daß man „unter diesen Umständen" den Zusicherungen maßgeblicher ...

  • Die alte Leier

    Was soll man sich unter einer „lehre" vorstellen, „die Verbrechen, Gewalt, Zerstörung von Eigentum, Korruption von staatlichen Behörden und andere Akte des Verrats empfiehlt"? Offenbar handelt es sich um den Sittenkodex des amerikanischen Imperialismus, dessen Methoden das Chilwgocr Gangstertum in Reinkultur vorexerziert ...

  • Warum nicht alle. Mieter?

    Die Wohngruppe 4 der SED hatte alle Mieter des Hauses Schlicmannstraße 41 aufgerufen, sich am Wegräumen des Schutts vom Hinterhof zu beteiligen. Zu den 16 Genossen hatten sidi noch zehn Mieter des Hauses gesellt, die froh und uliverdrossen buddelten, schippten und karrten, so daß an diesem SonntagvormlUag der Hof von der Hälfte des Schutts gesäubert wurde ...

  • ;,Dann komme ich schwarz zurück"

    Vor wenigen Monaten war der Westen bei vielen Menschen noch das „gelobte" Land. Auch aus unserer Stadt sind einige schwarz über die Grenze gegangen. In den letzten Wochen ist jedoch eine spürbare Ernüchterung bei denselben Leuten eingetreten und sie würden manches darum geben, wenn sie wieder zurück könnten ...

  • VVN widerlegt den „Abend"

    Berlin (ADN). Wilhelm 'Girnus wurde wegen antifaschistischer Tätigkeit im Jahre 1935 verhaftet. Während seiner elfjährigen Haft habe sich Girnus stets für seine Mitgefangenen eingesetzt und wegen seiner aufrechten 'Haltung die Achtung seiner Mitgefangenen genossen, erklärt der Zentralvorstand der VVN für die sowjetische Besatzungszone und stellt fest, daß die von der amerikanisch lizenzierten Zeitung „Der Abend" am 19 ...

  • Mieten erhöht

    Koblenz (ADN)- Um zehn bis fünfzehn Prozent erhöhen sich die Mieten durch das vom Landtag Rheinland- Pfalz verabschiedete und von der französischen Militärregierung genehmigte Wohnraumsteuergesetz. Rohbraunkohle frei verkäuflich Berlin (ADN). Mit sofortiger Wirkung bis zum 31- Oktober 1949 ist Rohbraunkohle ...

  • Interzonenhandel notwendig

    Hamburg (ADN). Ein Interzonenhandels-Ausschuß wurde bei der Handelskammer der Hansestadt Hamburg gegründet. Alle am Interzonenhandel teilnehmenden Firmen werden durch diesen Ausschuß beraten und unterstützt. In dem Beschluß der Handelskammer heißt es, daß dieser Ausschuß im Hinblick auf die außerordentlich große Bedeutung des Interzonenhandels für die Hamburger Wirtschaft gebildet wurde ...

  • Interesse für die Ostzone

    Rostock (Etg. Ber.), Völlige Unkenntnis über die sozialen Einrichtungen und den wirtschaftlichen Aufbau der sowjetischen Besatzungszone stellte efno Delegation der Neptun- Werft bei einem Besuch' Hamburger Werften fest. Besonderes Interesse zeigten die Hamburger Wei'ktätigen für den demokratischen Wiederaufbau der Ostzone, die Aktivistenbewegung und ...

  • Regierung war vorbereitet

    HiHKbur* (Bi| Ber,). Die von uns gestern veröffentlichte Meldung „SPD und CDU waren orientiert", bestätigt heute der nordwestdeutsche Rundfunk durch Wiedergabe einer Meldung der Landespressestelle Novdrhein-Westfalen, wonach die Landesregierung auf die am vergangenen Wochenende durch eine britischholländische Grenzkommission, vorgenommene GrenzSnderung vorbereitet war ...

  • Enttäuschte Hoffnung

    Köln (Eig. Bev.). Die Hoffnungen auf eine weitere Steigerung der Ruhrkohlenförderung Habe sich nach einer Ansicht des hordrhein-westfällschen Wirtschaftsministeriums nicht erfüllt. Wenn im dritten Quartal 1949 nicht eine Durchschnittsförderung von täglich 340 000 Tonnen erreicht werde, müsse mit einem Kohlenmangel, besonders in der Industrie, gerechnet worden ...

  • Zurück zur Natur

    München (ADN). Die Bayernpartei sei kein Verein, sondern „Verkörperung eines Naturzustandes" erklärte auf einer Versammlung in Platting, „Prinz" Konstantin von Bayern. Der Prinz, Mitarbeiter der spanischen Zeitung „ABC" Madrid und der amerikanischen Nachrichtenagentur „Associated Press" versicherte, er habe nie verhehlt, wie nahe er der Bayernpartei stehe ...

  • Wachsende Erkenntnisse

    Köln (DPD). Gegen die Seeshaupter Entschließung des Verbandes deutscher Studentenschaften, nach der alle Verhandlungen mit Studenten der Ostzone abgelehnt werden, wandten sich die Studenten der Kölner Universität. Im Interesse der deutschen Studenten in allen Zonen hätte man eine Basis der Zusammenarbeit bei der Seeshaupter Tagung finden müssen ...

  • Ein ptinlicJie» Dokument

    Vielleicht ist es Krauses Auftraggebern und Hintermännern etwas psmlich, aber wir sind glücklicherweise in der Lage, heute das Faksimile eines Briefes zu veröffentlichen, den er am 3. Juni 1949 an seine Frau geschrieben hat und der links oben in der Ecke den Zensurvermerk der amerikanischen

  • Neues Massengrab entdeckt

    Bremen (ADN).. Im ehemaligen Kriegsgefangenen- und Nazikonzentrationslager Riespott bei Bremen, wurde auf die Anzeige eines ehemaligen KZ-Häftlings ein Massengrab entdeckt.

Seite 3
  • Was man in Berlin nicht sieht

    Die verflossene Theaterspielzeit 1948/49 fordert ?zu einem Vergleich zwischen Berlin und der sogenannten „Provinz" heraus. Mit geringen Ausnahmen fanden Uraufführungen neuer dramatischer Werke nicht in Berlin statt. Die einzige, die die Kammerspiele des Deutschen Theaters kurz vor Spielzeitschluß brachten, war die von Maccolls Komödie „Das krumme Gewerbe" ...

  • In der Schule der Selbsterkenntnis

    Ein Film zum Thema „Kosmopolitismus" - Die Anklagerede aus „Ehrengericht"

    Von Freitag an läuft im Berliner „Babylon" der große sowjetische Film „Ehrengericht" (Regie: Abram Room), der klar, entschieden und fesselnd zu einer Frage Stellung nimmt, die in der UdSSR mit leidenschaftlicher Anteilnahme diskutiert wird und die auch für den Neubau des deutschen Kulturlebens wichtig ist: zu der des „Kosmopolitismus" in der Wissenschaft ...

  • Betriebe werden zu Hochschulen

    Diese Hochschule ist keine Hochschule im hergebrachten Sinne des Wortes. Man kann auf ihr auch keine Examen ableg-en. Und doch kann man sich hier Kenntnisse, systematische und umfassende, auf vielen Wissensgebieten aneignen. Es ist eins Art Volkshochschule. Das Besondere — nicht etwa für den Sowjetmenschen, ...

  • 90 Prozent mußten das Lesen einstellen

    Inhaber einer Westberliner Leihbücherei über die katastrophale Lage in seinem Berufszweig

    das Folgende entnehmen. In Berlin gibt es z. Z. 785 gewerbliche Leihbüchereien. Bis zur Währungsumstellung wurden die Leihbüchereien von 1,5 Millionen Lesern besucht. Fast 2 Millionen Bücher standen den Lesern zur Verfügung. Seit der Währungsumstellung in Westberlin hat sich das Bild wesentlich verändert ...

  • Kenntnisse entscheiden

    Hilfe dem Arbeiter

    Wirtschaftliche Erfolge in der Sowjetunion, die uns so oft schon staunen ^machten, sind nicht etwa von ungefähr. Hierzu sind Kräfte nötig, die es zu ergründen gilt, um selbst auch zu ähnlichen Erfolgen zu gelangen. Wie oft sagen sich in den Werken unserer Zone die Arbeiter: Das müssen wir doch auch schaffen ...

  • Gespräch mit Hermann Abendroth

    Ein Nationalpreisjcandldat erzählt aus seinem Leben und von seiner Kunst

    Auf der Vorschlagsliste für die Verleihung der Nationalpreise steht an zweiter Stelle Generalmusikdirektor Professor Hermann Abendroth, der Chefdirigent des Mitteldeutschen Rundfunks und musikalische Leiter des Deutschen Nationaltheaters sowie der Weimarischen Staatskapelle. Einer unserer Mitarbeiter hatte ein Gespräch mit Abendroth, der soeben aus München nach Weimar zurückgekehrt war ...

  • Stumm-Polizei „regelt* Publikumsmeinung

    Zu unserer Kritik an der verschandelung der Tschaikowskij- Opcr „Die Zauberin" durch die Aullührung in dar Westberliner Städtischen Oper („ND" Nr.' 160 vom 12. Juli 1949) schreibt uns Werner Hübscher, Berlin-Zehlendorl, Argentinische Allee 170: Zu Ihrem Artikel „Es gab Pfeifkonzert und Hohngelächter" über die Aufführung von Tschaikowskijs „Zauberin" in der Städtischen Oper möchte ich folgendes ergänzen: Am Schluß der Aufführung erschienen Stumm-Polizisten im dritten Rang, um die Pfeifer (lt ...

  • Kulturschaffende

    In einem „Offenen Brief" wendet sich der Zentralrat der Freien Deutschan Jugend an alle Kulturschaffenden und fordert sie auf, an dem großen Werk der Erziehung der jungen Generation aktiv und schöpferisch teilzunehmen. Er sagt den Schriftstellern, Musikern, Architekteh, Malern, Film- und Theaterleuten, ...

  • Als ich die Augen aufschlug

    Als ich die Augen autschlug wußte ich nicht, wie lange ich geschlafen hatte. Ganz verändert lag vor mir Heimat meine geliebte, meine geliebte Welt. Bestreut mit Morgenblumen die Weite. Geliebtes schlafendes Land. Ich wandre über die Berggipfel, in jedes Dort zieht mich mein Herz, jeden Bruder macht' ich besuchen ...

Seite 4
  • Wie kämpft man heute qeqen die,,Nazimethoden"?

    wir sind allerdings weit entfernt davon, zu glauben, daß die nazistische Hinterlassenschaft in unserem Volke schon restlos ausgetilgt sei, insbesondere sind wir uns darüber im klaren, daß die antisowjetische Einstellung, die dem deutschen Volk von den Nazis ununterbrochen eingeimpft wurde, um ihr Hauptziel, ...

  • Was Herr Dr. Dibelius nicht sehen will

    Herr Dr. Dibelius wirft sich zum Verteidiger "von Recht und Wahrheit auf, zum Beschützer der Recht- und Schutzlosen. Ausgezeichnet! Hätte er das nur 1933 schon getan. Aber auf diesem Felde gibt es'in der Tat-auch heute noch sehr viel zu,tun in Deutschland. Sollte es; z. B. Herrn■ Dr. Dibelius entgangen sein, daß die amerikanischen Imperialisten, dem deutschen Volke das Grundrecht einer Nation verweigern, nämlich den Friedensvertrag? Sollte es Herrn Dr ...

  • Zusammenarbeit auf ehrlicher Basis

    Ich bin der Meinung, und das habe ich Dir gegenüber auch in unseren persönlichen Aussprachen oft genug zum Ausdruck gebracht, die Tatsache, daß wir auf dem Boden des dialektischen Materialismus stehen und Ihr auf dem Boden einer religiösen Überzeugung, braucht und darf unter keinen Umständen ein Hindernis ...

  • Wer wird verhaftet?

    Verhaftet und bestraft werden die, die bewußt den wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Aufbau zu stören versuchen, die konkret gesprochen, Sand in die Maschinen streuen, die die Gesetze umgehen und übertreten, die andere Menschen um ihr ehrlich erworbenes Hab und Gut bringen, die das Eigentum des Volkes antasten oder zerstören, wie die S-Bahn-Verbrecher ...

  • Das „Recht* des Herrn Dr. Dibelius und das Recht des Volkes

    Und nun noch ein Wort zur sogenannten politischen Rechtsprechung, die Dr. Dibelius in seinem sogenannten Hirtenbrief angreift. Wo gibt es ein unpolitisches Recht? Du bist Theologe. Du beherrschst das Griechische besser als ich. Du weißt sehr gut, was das Wort „politisch" bedeutet. Politisch heißt, den öffentlichen Interessen, dem Gemeinwesen dienend ...

  • „Ich betfe an die Macht des Dollars*

    Sollten sie ihm aber nicht unbekannt sein, dann kann man nur den Schluß ziehen, daß er sie absichtlich verschwiegen hat. Dadurch, daß er sie verschwiegen hat — denn wie könnten sie ihm unbekannt sein — und sich auf die Seite des „Telegraf" und des „Tagesspiegel" stellte, hat er sieh politisch eindeutig zum Instrument der amerikanischen Aggression gemacht, die zu brechen die entscheidende Voraussetzung für die moralische, sittliche und nationale Erneuerung Deutschlands ist ...

  • Fortsetzung des Briefwechsels zwischen dem Propst von Berlin, D. Heinrich Grüber, und dem Mitglied unseres Redaktionskollegiums W. Girnus

    Wir veröffentlichen hiermit den Schluß des Antwortschreibens unseres Mitglieds des Redaktionskollegiums an Propst Heinrich Grüber. In dem ersten Teil der Antwort war darauf hingewiesen worden, daß Dr Dibelius in seinem sogenannten „Hirtenbrief vom 1. Juni 1949 gegen die Entwicklung der Politik in der sowjetischen Besatzungszone den Vorwurf erhoben habe, daß sie mit „Nazimethoden" arbeite ...

  • Wer mit den Wölfen heult, ist kein Held

    Du meinst nun, ich befinde mich in einem Irrtum, wenn ich. annehme, daß Dr. Dibelius sein Material aus der westlichen Presse und aus westlichen Informationsquellen bezieht. Nun, wie kommt es dann, daß das, was in dem sogenannten Hirtenbrief des Dr. Dibelius steht, täglich wortwörtlich im „Telegraf", dem Organ der Hannoverschen Agentenzentrale zu lesen ist? Man braucht in dem sogenannten Hirtenbrief des Dr ...

  • Unfromme Wünsdie

    was Herr Dr. Dibelius sich wünscht, das kann man sich leicht vorstellen, nämlich die Errichtung einer neuen Harzburger Front mit Grafen und Baronen vom Typ des „Herrn" Schwerin-Krosigk und der übrigen deutschnationalen und Monarchisten- Clique. Natürlich ist Herr Dr. Dibelius vorsichtig genug, das nicht jetzt schon in aller Offenheit auszusprechen, denn auch hier handelt e ...

Seite 6
  • Fünf Aktivisten erhielten Wohnungen

    Gebbers-Arbeiter im Wettbewerb für kirchmöser /Ein volkseigener Betrieb hilft sich selbst

    „Unsere Losung: Kirchmöser!" So ruft cm breites Transparent gleich neben dem Eingang zur Kesselschmiede der Lokomotivfabrik Gebbers im Berliner Nordosten. Am 9. Juni 1949 sahen es die Arbeiter zum Erstenmal. Das war der Tag, an dem das Werk mit dem Bau der fünf <3croßgeneratoranlagcn für das zonale Walzwerk Kirchmöser begann, jeder Arbeiter wußte, worum es ging — um Stahl; um mehr Stahl für neue Brücken, neue Eisenbahnen, neue Häuser, neue Schiffe, neue Fabriken und neue Maschinen ...

  • Radsport-Amateure fordern ihr Recht

    Buna (Wsch - Volkskorr.). Dem hallischen Amateursport wurde zum wiederholten Male der Vorwurf gemacht, zu wenig Initiative entwickelt zu haben. Wir als Funktionäre dieser Sportart nehmen die berechtigte Kritik mit dem festen Vorsatz entgegen, es in diesem Jahr besser zu machen. Wie aber sind die Umstände, und welches sind die Hintergründe für diesen Mißstand? Der Radsport ist ein Materialsport, und als solcher besonders in der jetzigen Zeit recht kostspielig ...

  • Streiflichter aus Berlin

    Tag der Rentner in Weißensee. Am vierten Tag der Weißenseer Festwoche betreute die Sozialhilfe am Dienstag rund 400 Rentner des Bezirks mit Bohnenkaffee, Kuchen und Konfekt. Bei den Klängen eines Unterhaltungsorchesters verlebten die allen Leute einen gemütlichen Nachmittag auf den Terrassen am Weißen See ...

  • Hilfe für die jüngsten Opfer des Krieges

    DFB startet Aktion zugunsten elternloser Kinder

    Eine Million Kinder haben durch den. Nazikrieg ihre Eltern verloren. In 23 Kinderheimen der Stadt Berlin leben heute rund 2000 Buben und Mädel in treuer Obhut ihrer „Tanten", müssen aber die Liebe und Fürsorge eines Elternhauses entbehren. Um ihnen, die vier Jahre nach Kriegsende zwar in sauberen Räumen ...

  • Die Wirtschaft hat das Wort

    Wird die Vernunft endlich stärker sein als Reuters Demagogie?

    Zwischen Ostberlincr und West- Berliner Wirtschaftsvertretern fand kürzlich unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. Schwarz ;LDP) vom demokratischen Magistrat, von C-roß- Berlin eine Besprechung statt, die der Wiederbelebung des Handels zwischen beiden Teilen Berlins dienen soll. Über das Echo, das diese B-^-iarechung in der britisch-lizenzierten Zeitung „Die Welt" gefunden hat, äußerte sich Dr ...

  • Nur Schikanen und Abwimmlungsmanöver

    Stumm-Polizei gegen Währungsgeschädigte / Arbeitslosendelegation abgewiesen

    Di-e Unzuträglichkeiten, die sich durch die Zurücksetzung der im Ostsektor arbeitenden Westberliner be:m Geldumtausch ergeben haben, veranlaßten vor einigen Tagen zahlreiche werktätige Männer und Frauen, beim Bezirksamt Tiergarten vorstellig zu werden. Aber hier erlebten sie dieselben Schikanen, die der, Leiter der ' XdnXiausgleichstelle ...

  • BERLIN

    Uns ist aufgefallen: Der Kolhvitzplats

    Früher hieß er Wörther Platz, kr sah auch aus wie ein Schlachticid; für die zahlreichen Kinder aus den umliegenden Straßen war er es jedenlalls. Wie vieles andere wurde auch eines Tages sein Name gestrichen, denn er paßt nicht mehr in unsere Zeit. Jetzt tragt er schon lange den Namen des Berliner Arztes Dr ...

  • 140 Handballmannschaften mehr

    Die bevorstehende Berliner Handballspielzeit 1949/30 hat gegenüber den Vorjahren eine weitere Steigerung der teilnehmenden Mannschaften zu verzeichnen. Aus 75 Vereinen wurden insgesamt 525 Mannschaften gemeldet, das sind 140 mehr als in der vergangenen Saison. Von diesen entfallen 142 auf die Männer, 19 auf die Altersmannschaften, 10 auf die Junioren, 113 auf die männliche Jugend und 99 auf die Knaben ...

  • Die Reichsbahn hat geantwortet

    Dienst- und PDGB-Urlaubsrclsen auch für Westberliner ermöglicht

    Am 9. Juli fragten wir die Reichsbahn, wie sie sich eine Dienstreise: eines im Westsektor wohnenden Angestellten einer im Ostsektor amtierenden Behörde oder Organisation in die Ostzone vorstelle. Am 12. Juli fragten wir die Reichsbahn, wie ein Arbeiter aus dem Westsektor in ein FDGB-Heim gelangen soll ...

  • Reuter nimmt plötzlich Urlaub

    Der Leiter der Westberliner Verwaltung, Ernst Reuter, wird — wie aus Kreisen des „Westmagistrats" bekannt wurde — ab 1. August einen längeren Urlaub antreten, den er in Westdeutschland verbringen will. Er wird während dieser Zeit von Louise Schroeder- vertreten. Nachdem die Verhältnisse in Westberlin immer kritischer geworden sind, flüchtet der Leiter des Westmagistrats, der in diesem Chaos keinen Ausweg mehr sieht, einfach in den Urlaub ...

  • Jetzt lamentieren sie über den Bankrott

    Die von der bankerotten Reuter- Verwaltung für die Westberliner Bezirke angeordneten radikalen Etatkürzungen haben ernste Besorgnisse bei den Bezirksbürgermeistern ausgelöst. So wandte sich der Bürgermeister von Tempelhof (USA-Sektor) gegen eine weitere Kürzung der bereits stark reduzierten Haushaltsmittel seines Bezirks, weil die Arbeitsfähigkeit seiner Verwaltung dadurch gefährdet sei ...

  • Deine PARTEI ruft dich

    Donnerstag, 21. Juli 1949 LV, Wirtschaft: Achtung! Die Sitzung des Arbeitskreises Finanzen findet nicht am 21. Juli, sondern am Donneistag, dem 28. Juli 1949, 8.30 Uhr, im Landesverband, Bchrenstraßc, Marx-Saal, statt. JA'. Wirtschaft: 16.00 Uhr, Sitzung des erweiterten Arbeitskreises Konsum im Landesverband, Behrenstraße ...

  • EinVerzweiflungsruf und ein Vorschlag dazu

    Die Zuschrift, deren erste Seite hier abgebildet ist, wurde Hans Jendretzky bei der Kundgebung am Potsdamer Platz von einem der vielen Verzweifelten Westberliner überreicht. Kann der Ostsektor den vielen Währungsgeschädigten und Arbeitslosen aus dem Westsektor nicht Arbeit und Brot geben? fragt er. Kann im Ostsektor nicht eine Beratungsstelle für die im Berliner Westsektor wohnenden, am Leben verzweifelten Menschen eingerichtet werden? Wir greifen den Vorschlag auf ...

  • FDGB

    Donnerstag, den 21. Juli 1549 Verband Film-Bühne-Funk, Gewerkschaft 17- Der Verband Film-Bühne-Funk im Kartell Kunst und Schrifttum sieht eine Vortragsreihe für seine Funktionäre vor Der erste Vortrag lautet: „Die ers.te Entwicklung der Gewerkschaftsbewegung und der Funktionswandel' der Gewerkschaften" Dieser Vortrag findet am 31 ...

  • Ein Möbel-Kaufhaus der HO

    Das. erste Möbel-Kaufhaus der Handels - Organisation wurde am Mittwoch in Köpenick, Kirchstraße 2, eröffnet. Die hier ausgestellten kompletten Wohn-, Schlaf-, Herren- und Speisezimmer sowie Küchen werden in guter Friedensqualität angeboten. Auch Einzel- und Polstermöbel stehen zum Verkauf.

  • Reimann-Kundgebung abgesagt

    Die vom Berliner Ausschuß hir Einheit und gerechten Frieden und vom Reimann - Komitee des Deutschen Volksrats für heute angesetzte Reimann-Kundgrebung fällt aus.

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