26. Mai.

Ausgabe vom 31.01.1947

Seite 1
  • jj>ie Lehre

    Die dritte harte Frostperiode fordert ihre Opfer in Berlin sowohl wie in Hamburg und in den Städten des Ruhrgebietes. Mit elementarer Gewalt greift die grimmige Kälte nach Leben und Gesundheit der jahrelang unterernährten und nur mangelhaft bekleideten menschlichen Kreatur In diesen Tagen spürt das deutsche Volk die Folgen des verbrecherischen Hitlerkrieges besonders hart ...

  • De Gasperis Ministerliste

    Rom, 30. Januar (ADN). Nach de Gasperis Besprechungen mit den verschiedenen Parteien wird sich die neue Regierung wahrscheinlich folgendermaßen zusammensetzen: Ministerpräsident und Minister des Innern: Aleide de Gasperi, Christlicher Demokrat; Außenminister: Graf Sforza, Unabhängig; Finanzminister: ...

  • Kohlenmangel und Frostfolgen in Berlin

    ND Berlin, 30. Januar Auf der gestrigen Stadtverordnetenversammlung gab Stadtrat Klingelhöfer (SPD) außerhalb der Tagesordnung aufsehenerregende Erklärungen znm gegenwärtigen Stand der Kohlenlage in Berlin ab. Wenn auch die Steinkohlenanlieferungen von der Ruhr leicht angestiegen sind, so bleibt die Gesamtsituation in Berlin überaus kritisch ...

  • KURZE AUSLANDS-]\ACHRICHTE]\

    • Britische Soldaten sollen in Zukunft für ihre unehelichen Kinder mit französischen, polnischen oder deutschen Frauen Alimente zahlen. Die Auszahlungen können jedoch zur Zeit wegen der Schwierigkeiten des internationalen Geldverkehrs noch nicht erfolgen. • „Wenn die Völker in der Ernährung nicht zusammenarbeiten können, können sie überhaupt nicht zusammenarbeiten", sagte der Generaldirektor der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation, Sir John Boyd Orr, in einer Rundfunkansprache ...

  • Gewerkschaftsvertreter bei Marschall Sokolowskii Durchführung der Produktionspläne / Für einheitliche Sozialversicherung

    Berlin, 30. Januar (ADN). Auf der Sitzung des Bundesvorstandes des FDGB am Donnerstag gab Bernhard G ö r i n g bekannt, daß die Bundesvorsitzenden des FDGB, Jendretzky, Göring und L e m m e r , und die Vorsitzenden des FDGB Groß-Berlin, C h w a - 1 e k und Schlimme, am Mittwoch von Marschall Sokolowskij empfangen wurden ...

  • Für Freilassung der Kriegsgefangenen

    Im Berliner Stadtparlament kam es gestern zu der großen Debatte über die Heimkehr unserer Kriegsgefangenen. Dem Haus lagen dazu mehrere Anträge vor, den Alliierten Kontrollrat zu bitten, die Aufmerksamkeit der verbündeten Regierungen auf die Frage der Heimschaffung der deutschen Kriegsgefangenen zu lenken ...

  • Material für Friedensverhandlungen

    Gestern kam im Berliner Stadtparlament ein Antrag der LDP zur Beratung, der den Magistrat auffordert, mit größter BescMeainifrunK das gesamte Material Husammenzustelleoi, das im Hinblick auf die bevorstehenden Friedensverhandlungen eut Beurteilung der politischen' und wirtschaftlichen Verhältnisse von Groß-Berlini der Friedenskonferenz zur Verfügung gestellt werden kann ...

  • 6tympi^$ktjeh l$wje in fyUm

    Berlin. Nachdem die Boxveranstaltung d«s „Ständigen Ringes" um acht Tage verschoben wurde, ist nunmehr der Kampftag Hir den 2. Februar endgültig gesichert. Walter Englert kann die kommende Nacht beruhigt schlafen. Herbert Runge, der Gegner von Drägestein, ist in den frühen Morgenstunden in Berlin eingetroffen ...

  • Wilhelm Pieck zum Sowjetvorschlag

    Berlin, 30. Januar (PD). Der Vorsitzende der SED, Genosse Wilhelm. Pieck, gab einem Vertreter des DPD, Herrn Löjewskt, folgende Antwort auf einige Fragen, die dieser an ihn richtete. Dem Vorschlag des sowjetischen Delegierten auf der Konferenz der Sonderbeauftragten der vier Außenminister in London für den Abschluß eines deutschen Friedensvertrages stimme ich durchaus zu ...

  • Figl vor den Sonderbeauftragten

    London, 30. Januar (ADN). Der österreichische Bundeskanzler, Dr. Leopold F i g 1, erläuterte in der Donnerstagvormittagsitzung der Londoner Konferenz vor den Sonderbeauftragten der Außenminister das österreichische Memorandum. Er betonte die Notwendigkeit einer völligen Wiederherstellung eines unabhängigen Öesterreichs und der Stärkung der demokratischen Traditionen im östereiohischen Volk ...

  • Für einen dauerhaften Frieden

    Aufruf zur Gründung des Demokratischen Frauenbundes

    Berlin, 30. Januar (ADN). „Antifaschistische deutsche Framen ohne Unterschied der Weltanschauung, des religiösen Bekenntnisses und der sozialen Stellung haben sich zusammengefunden, um den Demokratischen Frauenbund Deutschlands zu gründen." So heißt es in einem Aufruf, de* das Vorbereitende Komitee zur ...

  • Belgrader Note zum Konsulmord

    Belgrad, 30. Januar (ADN). Die vom jugoslawischen Botschafter in London denn britischen Außenministerium überreichte Note wegen der Ermordung des jugoslawischen Konsuls in Neapel enthält nach einer Meldung von France Presse fünf Punkte. Ein gemischter Ausschuß soll emgehende Untersuchungen über die Ermordung ...

  • Reparationen für Australien

    Canberra, 30. Januar (ADN). Nach einer Mitteilung des australischen Ministerpräsidenten Joseph B. C h i f 1 e y trafen deutsche Reparationen in Australien ein, und zwar hauptsächlich Maschinen und Werkzeuge. Frühling auf Island Reykjawik, 30. Januar (ADN). Die Isländer erfreuen sich schon während des ganzen Winters eines schönen milden Frühlingswetters ...

  • Flugzeugunglück fordert 25 Todesopfer

    Schanghai, 30. Januar (ADN). Bei einem Flugzeugunglück, das sich am Mittwoch ereignete, fanden 25 Fluggäste den Tod. Unter den Opfern befinden sich zwei amerikanische Piloten, Missionare aus den USA sowie kanadische Frauen und Kinder. Damit stieg die Zahl der Todesopfer bei Flugzeugabstürzen in China seit der dreifachen Flugzeugtragödie am Weihnachtstage in Schanghai auf 144 Personen ...

  • Kurze Besatzungszeit für Japan

    Washington, 30. Januar (ADN). Wie die Agenlur France Presse von zuständigen Kreisen Washingtons erfahren haben will, soll die Besatzungszeit in Japan fühlbar kürzer als diejenige Deutschlands sein.

Seite 2
  • Verstaatlichung nnd Sozialisierung

    Die vom Kriege schwer heimgesuchten Staaten Europas sehen sich im Prozeß des Wiederaufbaues ihrer demolierten Nationalwirtschaften zwei großen, in sich geschlossenen Wirtschaftssystemen gegenüber: Im Osten dem kompakten System der sowjetischen Staatswirtschaft, im Westen dem System einer kapitalistischen, von staatlichen Wirtschaftsorganisationen größten Ausmaßes geführten Erwerbswirtschaft ...

  • Englands ernste Wirtschaftslage

    London, 26. Januar 1947 „Die Lage Englands ist außerordentlich ernst" stellt das englische Weißbuch fest, das die wirtschaftliche Lage IV» Jahre nach dem Ende des Krieges untersucht. Das Weißbuch ist das Resultat langer Diskussionen zwischen der Regierung, den Unternehmerverbänden und den Gewerkschaften ...

  • Staatsbürger, nicht Untertanen erziehen

    Demokratische Schulreform — zukunftweisende Schule

    Der Kulturkonferenz der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands vom 28. und 29. d. M. schloß sich am Donnerstag eine Lehrert a g u n g an. Die auf ihr gehaltenen Referate und die sich anschließenden Gedanken und Erfahrungen austauschende Diskussion bewiesen, daß sie vollinhaltlich die innere Fortsetzung der Kulturkonferenz darstellte, ihren würdigen Abschluß bildete ...

  • Ernst von Siemens in Berlin aufgetaucht

    W. Im Oktober letzten Jahres verlangte di« Sozialistische Einheitspartei Deutschlands die sofortige entschädigungslose Enteignung der Betriebe von Kriegsverbrechern, Kriegsgewinnlern, Kriegsinteressenten und Naziaktivisten. In kurzen Abständen folgten dann die Entwürfe der SPD und CDU. Ende Dezember beschloß der neugewählte Berliner Magistrat die Einsetzung eines Wirtschaftspolitischen Ausschusses, der die Anträge verarbeiten und behandeln sollte ...

  • Das schwäbische Duell

    Die Amtsenthebung des öffentlichen Anklägers vor dem Landtag

    Stuttgart, 30. Januar (ADN). Der Entnazifizierungsminister Gottlob Kamm gab zu Beginn der Mittwoehsitzung des württembergbadischen Landtages eine Erklärung ab, in der er die Enthebung des Rechtsanwaltes Franz Karl Maier von seinem Posten als öffentlicher Ankläger ausführlich begründete. Franiz Karl Maier hatte bekanntlich' vor einigen Tagen gegen den württembergisch-badischen Ministerpräsidenten Dr ...

  • Papen, der „nominelle Vizekanzler

    Nürnberg, 30. Januar (ADN). Hindenburg habe einige Wochen vor seinem Tode geäußert, er gedenke kein Testament oder besondere Adresse an das deutsche Volk zu hinterlassen, sagte der Zeuge Dr. Schultz-Pfälzer im Verfahren gegen Franz von P a p e n. Der Zeuge, der angibt, Hindenburgs Pressereferent gewesen zu sein, glaubte an Hand von Stichproben nachweisen zu können, daß die Diktion des Testaments der Ausdrucksweise des ehemaligen Reichspräsidenten wesensfremd gewesen sei ...

  • Diktaturpläne in Schleswig-Holstein

    Kiel, 30. Januar (Big. Bericht). Der Landtag von Schleswig-Holstein hat auf seiner letzten Sitzung mit den Stimmen der CDU nnd SPD ein Wahlgesetz angenommen, das in seiner undemokratischen Konsequenz über das Bayerns hinausgeht. Die Militärregierung jedoch hat ihre Zustimmung verweigert. Im Paragraph 3, Absatz 3, hieß es: „Einen Sitz auf der Landesliste erhalten nur die Parteien, für die in mindestens einem Wahlkreis ein Bewerber gewählt worden ist ...

  • Demokratischer Kohlenrat

    Vorschläge der Gewerkschaften für den Bergbau der britischen Besatamgszone

    Bochum, 30. Januar (ADN). Die Ueberführung des Bergbaus in Gemeineigentum, die- Bildung eines KoMenirats für die Gesamtleitung der Förderung und des Absatzes der Kohle sowie die Bildung einer Holding-Gesellschaft, die unter Aufsicht des Kohlenrats das Bergbauvermögen treuhänderisch verwalten soll, werden in einer Entschließung gefordert, die auf der Zonenkonferenz des Industrieverbandes Bergbau am 28 ...

  • Betriebe streikten am 27. Januar

    Düsseldorf (Eig. Ber.). Zum Zeichen des Protestes gegen die reaktionären Machenschaften dar Industriellen wurden am 27. Januar, dem T«« der berüchtigten Düsseldorfer Tagung, in einer Reih« von Betrieben beinistete Studie« dunohgiefübrt. Von dien B«l«gscli*rt«n« d«c Ob*rbllk«r Stahlwerk«, der Fortin- ...

  • in Ravensbrück

    leitung hätten alles getan, um ein Schreckensregiment in diesem KZ aufzurichten. „Di© Sprache des Stockes", so sagte der Ankläger, „war die einzige Sprache, die in jeder Stunde und in jeder Minute im Lager gesprochen wurde." Der Ankläger stützte seinen Bericht auf eigene Aussagen der Angeklagten. Nach Angaben des Angeklagten Schwarzhuber sei die Massenvemichtung zunächst durch Erschießen vorgenommen worden, dann aber habe man zur Beschleunigung andere Methoden erfinden müssen ...

  • Fettversorgung In den Westzonen ohne Zuschüsse

    Hamburg, 30. Januar (ADN). Die Höhe der Fettrationen in der britischen und amerikanischen Besatzungszone hänge künftig ausschließlich von der deutschen Eigenproduktion ab, gab ein Sprecher der britischen Militärregierung bekannt Er verwies auf die Fettknappheit in der ganzen Welt, die eine Belieferung Deutschlands nicht mehr gestatte ...

  • Die Entnazifizierung in Hessen

    Wiesbaden, 30. Januar (ADN). Ein Plan für die beschleunigte Durchführung der Entnazifizierung im Land Hessen wurde von Ministerialdirektor Knappstein angekündigt. Der neue Plan, der bereits von der Amerikanischen Militärregierung gebilligt worden sei, ermögliche es, wie Knappstein behauptete, rund 500 000 Fälle in etwa acht Monaten zu behandeln ...

  • Drei Todesurteile Im Kalmenhof-Prozeß

    Frankfurt (Main), 80. Januar (ADN). Im Prozeß gegen SS-Aerate, Pfleger und Angestellte der Heil- und Erziehungsanstalt Kalmenhof wegen Ermordung «Jid Mißhandlung der Kranken wurden drei Todesurteile gegen den ehemaligen stellvertretenden Direktor der Anstalt, Wilhelm Großmann, gegen Dr. Hermann Wesse und Dr ...

  • Ankläger sprach

    Hamburg, 30. Januar (ADN). In seinem Schlußplädoyer gab der Ankläger, Major Stuwart, noch einmal einen kurzen Ueberblick über die grauenhaften Zustände in den berüchtigten Lagern in Ravensbrück. Durch die Taten der Aerzte, des Pflege- und Aufsichtspersonals sei aus einem gewöhnlichen Konzentrationslager ...

  • Personalakten verbrannt

    München, 30 Januar (ADN). Bei dem Brand des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus wurden neben umfangreichem Aktenmaterial auch über 1000 Personenakten bayrischer Studienräte vernichtet. Dagegen dementiert das Ministerium alle Gerüchte, wonach auch Personalakten von Universitätsprofessoren verbrannt sein sollen ...

  • Der Fall Opel

    Wiesbaden, 30. Januar (ADN). Der Fall des Geheimrats Wilhelm von Opel, der von der Entnazifizierungskammer in die Gruppe der Mitläufer eingestuft wurde, wird, wie alle anderen in der Oeffentlichkeit kritisierten Verfahren, einer entsprechenden Nachprüfung unterzogen, erklärte der Befreiungsminister des Landes Hessen, Binder ...

Seite 3
  • 91. Fortsetzung.

    Doch Shelford Lane gestattete ihr keinen Durchblick. Eine Ziegelmauer und eine dichte Dornenhecke schützten das Rebenhaui und dessen Garten, und auch der alte Eingang zu Bants Werft trug einen Bretterverschlag. Mrs. St. George lenkte ihre Schritte zurück. Sie erschien nicht als roter Tod bei einem Feste — falls dort ein ein Fest gefeiert würde — heimlich wollte sie die leeren oder besetzten Tische betrachten ...

  • L Die ökonomischen Merkmale des Imperialismus

    Als besonderes Stadium des Kapitalismus hat sich der moderne Imperialismus aus der Entfaltung der Grundgesetze des vorimperialistischen Kapitalismus ergeben. Das Kennzeichen dieses Kapitalismus war die freie Konkurrenz. Die einzelnen Kapitalisten führten diesen Konkurrenzkampf mit dem Ziele, ihre Gegner zu vernichten und die Alleinherrschaft zu erringen ...

  • Die Hochzeit der - Susanna

    Mozart-Neuinszenierung In der Städtischen Oper •

    Inhaltlich ist die „Hochzeit des Figaro ©ine Fortsetzung des „Barbier «m Sevilla" So lag es nahe, daß die Städtische Oper nach Rossinis Meisterwerk nun auch Mozarts schönste heitere Oper inszenierte, die vollendetste deutsche Musikkomödie, die gerade mit Berlin künstlerisch besonders eng verbunden ist ...

  • II. Parasitärer und sterbender Kapitalismus

    Ein charakteristisches Merkmal des alten Kapitalismus war die ständige rasche Entwicklung der Produktivkräfte, die der Bourgeoisie ihre Ueberlegenheit über die alte feudale Gesellschaft gab. Schon vor 100 Jahren schrieben Marx und Engels ini „Kommunistischen Manifest": „Die Bourgeoisie hat in ihrer kaum hundertjährigen Klassenherrschaft massenhaftere und kolossalere Produktivkräfte geschaffen als alle vergangenen^ Generationen zusammen ...

  • III. Imperialismus und Krieg

    Eines der ökonomischen Merkmale des Imperialismus besteht darin, daß die territoriale Aufteilung der Welt unter den Großmächten abgeschlossen ist. Keine Großmacht kann ihre Einflußsphäre erweitern, ohne mit einer oder mehreren anderen Mächten zusammenzuprallen. Diese Aufteilung ist aber keineswegs „gerecht" erfolgt, denn im Kapitalismus kann es keine Gerechtigkeit geben ...

  • JCuInirnotizen

    Schubert-Gedenken

    Am vierten Abend der Schubert-Festwoche des Berliner Rundfunks entfaltete Helmut Koch «eine bekannten Fähigkeiten als Reiter des Rundfunk- Kammerorchesters, des Frauenchors und der Solistenvereinigung. Er kleidete die fünfte Sinfonie des Neunzehnjährigen In das Ihr eigentümliche, lichte Gewand, arbeitete aber plastisch den langsamen Sat» mit der für Schubert typischen Wehmutsstimmung heraus ...

  • Dresdens Fahrt tu neuen Uiern

    Über Enttrümmerung und Wiederaufbau der Stadt Dresden berichtet der Aufbaudezernent für die sächsische Landeshauptstadt, Architekt Ehrlich. 1946 sind bereits beachtenswerte Erfolge erzielt worden. Der Schutt wurde beseitigt, die Verkehrsmittel in Gang gebracht, Wohnungen wiederhergestellt Und auch Neubauten in Angriff genommen ...

  • Berliner Rundfunk

    Sonnabend, 1. Februar 1947 >

    6.00 lind 7.00: Nachrichte- / 9.00: Schulfunk —t Militarismus (für Schüler vom 12. Lebensjahr ah / 11.00: Nachrichten / 11.10: Nachrichten aus Ländern und Provinzen / 12.00: Politik und Wirtschaft / 12.45. Landfunk / 13.00: Nachrichten / 13.15: Berliner Stadtreporter ; 14.00: Tägliche Zeitungsscliau / 16 ...

  • PAUL SINGER

    Mit Paul Singer starb vor 36 Jahren, am 31. Januar 191t, einer der besten Sozialisten seiner Zeit. Obwohl Fabrikbesitzer, fand er doch schon 18701 den Weg zur Sozialdemokratischen , Partei Deutschlands. Jahrzehntelang galt er als der geistige Leiter der sozialistischen Bewegung Berlins, i Nachstehend bringen wir einen Abschnitt über den Abschied^ Paul Singers von Berlin ...

  • Der Imperialismus

    TObm wissensehaftllehe Analyse des modernen Imperialismus hat nur der Marxismus gegeben. Diese Analyse hat den Nachweis erbracht, daß den Imperialismus nicht einfach da« politische Streben nach Weltherrschaft, nicht nur den Expansionsdrang 'der Großmächte darstellt, sondern daß er ein besonderes Entwicklungsstadium der kapitalistischen Produktionsweise ist ...

Seite 4
  • Gewerkschaften und die Moskauer Konferenz

    Wenn man objektiv die Gesamtsituation •unseres Landes betrachtet, dann ist augenscheinlich, daß in einem Drittel unseres Landes schon solide Grundlagen einer neuen demokratischen 'Ordnung geschaffen wurden. Das war nicht zuletzt deshalb möglich, weil die Gewerkschaften sich hier völlig frei entfalten konnten und ein weitgehendes Mitbestimmungsrecht in der Wirtschaft und in der öffentlichen Vervgltung durchsetzten ...

  • Erziehung zur Initiative / Betriebsräteschulurig

    Der uns Deutschen eigentümliche Hang zum Warten auf „Anweisungen" und (im arbeitsrechtlichen Lebens) auf ,,Ausführungs- „bestimmungen" tritt besonders dann zu Tage, "wenn es Situationen gibt, die schnelles und selbständiges Handeln erfordern. Diese Eigenschaft hat ihre Ursachen darin, daß Deutschland noch keine wirkliche Demokratie gekannt hat und das deutsche Volk seit Jahrhunderten durch eine Unzahl von Verboten und Gesetzen zum Gehorchen und damit auch zur Passivität erzogen wurde ...

  • Der Angestellte in der neuen Wirtschaft

    Nach dem infernalischen Hitlerkrieg und der bedingungslosen Kapitulation des dritten Reiches ist die menschliche Arbeitskraft einer der wichtigsten uns verbliebenen Aktivposten iür den Neuaufbau unserer Wirtschaft. Die Zahl der Geistesarbeiter steht dabei in einem argen Mißverhältnis zur Produktionskapazität und zur Zahl der Handarbeiter, besonders der handwerklichen Fachkräfte ...

  • Heilpraktiker im Neuaufbau des Gesundheitswesens

    Im Neuaufbau unseres Gesundheitswesens muß auch die Rolle der Heilpraktiker geklärt werden. Die Volksgesundheit gebietet energisch, daß nur solche Menschen den Heilberuf ausüben dürfen, die dazu alle erforderlichen Voraussetzungen erfüllen. Der Beruf des Arztes erfordert umfassende Kenntnisse, die nur in jahrelangem Studium erworben werden können ...

  • „Die Karte II zieht am meisten'"

    Ein frisch-fröhliches Mädel unserer Zeit, ein Menschenkind, das fest mit beiden Beinen auf unserer problemumtosten Erde steht und seine Hände kräftig zu gebrauchen weiß -r das ist die 18jährige Telggraphenbauarbeiterin Ursel G. Wir haben uns mit ihr unterhalten, als sie mit ihren männlichen Kollegen mit der Anlage von Telefonanschlüssen in einem großen Verlagshaus beschäftigt war ...

  • Heimkehret und Sozialversicherung

    Alle Berliner Heimkehrer, die wieder in ein Arbeitsverhältnis eintreten, sind wie jeder andere Arbeitende bei der (Versicherungsanstalt Berlin versichert. * Wie steht es aber mit den Heimkehrern, die vor ihrer Arbeitsaufnahme erkranken oder krank aus der Gefangenschaft entlassen werden? Bei ihnen ist die soziale Not besonders groß, da sie oft sogar arbeitsunfähig sind und aus eigenen Mitteln einen Arzt bzw ...

  • Jetzt wqlleri sie die Früchte ernten!

    Als in den Tagen des Zusammenbruchs die Herren „Betriebsführer" fast durchweg die sichere Flucht ergriffen, waren es, die Arbeiter, die ungeachtet der vielen Trümmer zu arbeiten begannen und die zerstörten Betriebe wieder aufbauten. Heute aber sind es die „Betriebsführer", die mit größter Selbstverständlichkeit versuchen, den alten Herrim-Haus-Standpurik{ wieder einzunehmen ...

  • Beschäftigung und Arbeitslosigkeit imjahre 1946

    (PAS) Die bei der Deutschen Verwaltung für Arbeit und Sozialfürsorge nunmehr vorliegenden Gesamtergebnisse der Bewegung auf dem ArbeitsmarJft für das Jahr 1946 bieten ein insgesamt sehr erfreuliches Bild. Sowohl die v.H.-Zahlen für die Erfassung der arbeitsfähigen Bevölkerung als auch jene für das Anwachsen der Zahl der Beschäftigten und des Rückgangs der Arbeitslosigkeit beweisen die Aktivität von Wirtschaft und Verwaltung in der sowjetischen Besatzungszone im vergangenen Jahr ...

  • Fast 45 v. H. Schwerbeschädigte in Arbei

    (PAS). Nach den Feststellungen der Deutschen Verwaltung für Arbeit und Sozialfürsorge ist die Zahl" der von den Arbeitsämtern erfaßten Schwerbeschädigten in der sowjetischen Besatzungszone (ohne Berlin) für den Monat Dezember 1946 395 800. Davon wurden bereits 176 252 (44,6 v.H.) wieder in Arbeit vermittelt ...

Seite 5
  • Das Besitzrecht und die Bodenschätze

    Schon seit Jahrzehnten steht die Überführung der Bodenschätze in die Hände des Volkes auf der Tagesordnung und zur Diskussion. In einer Reihe von Kämpfen und Auseinandersetzungen ging es darum, die Bodenschätze, vornehmlich die Kohle, aus dem Bereich spekulativer Interessen herauszulösen. Daß die notwendigen Maßnahmen gegen die beherrschenden deutschen Kohlenunternehmen nach 1918 unterblieben, war eine Ursache für die Sammlung der reaktionären Kräfte ...

  • Wirtsdiaftsnadmditen

    Berlin (ADN). Am Mittwoch fand eine Aussprache zwischen einer Delegation ausländischer Genossenschaftler und Vertretern des Genossenschaftsbundes im britischen Sektor Berlins statt. Lord Rusholme überbrachte als Präsident die Grüße der internationalen Genossenschaftler. Neben Düsseldorf hätte die Delegation Hannover und Hamburg besucht und dabei mit Genugtuung gewisse Fortschritte feststellen können ...

  • Zenfral-Reparafurwerkstälfen für Kraftfahrzeuge

    Noch vor wenigen Monaten stand fast bei jeder Wirtschaftsfrage der Begriff „Engpaß Verkehr" Im Vordergrund. Heute ist im großen Rahmen gesehen, abgesehen vom Reifenmangel, der Begriff „Transport-Engpaß" in der Debatte zurückgetreten. Das bedeutet nicht, daß die Transportschwierigkeiten behoben sind. ...

  • Bayern vor finanziellem Znsammenbrndi ?

    München. (Eig. Ber.). — Unter dem Vorsitz von Dr. Stang tagte in München der Haushaltsausschuß des Bayerischen Landtages, dem der neue bayrische Finanzminister Dr. Kraus einen Bericht über den Staatshaushalt und die Staatsfinanzen erstattete. Nach dieser Uebersicht schloß die Haushaltsrechnung für 1945 mit einem Fehlbetrag von 546 Mill ...

  • Nähmaschinen aus Alfenbnrg

    N. D. Ein Pressebesuch führte In die 1871 gegründet« Firma Hermann Köhler AG,, die sich durch gute Produktionsleistungen im vergangenen Jahr auszeichnete. Früher arbeitete da* Werk mit 1000 Arbeitern. Nach der Stilllegung während des Krieges finden heute 600 Arbeiter, darunter 100 Frauen, in diesem vorbildlich geleiteten Betrieb Beschäftigung ...

  • Erste Mitgliederversammlung der Deutschen Landwirtfchaftsge»ellsrhaft

    Am 5. Februar findet in Berlin die erste Mitflieder-Versammlunf der wiederfetründeten Deutschen Landwirtschaftsjesellschaft statt Der Organl- ' sationsaiisschuß weist eine Reihe namhafter 'Wissenschaftler auf, die sich zur Mitarbeit zur Verfügung festellt haben (u. a. Professor MitscherHch, Professor Holldack, Professor Lemmermann) ...

Seite 6
  • Soll man noch Briefmarken sammeln?

    Wucher und Geschäftemacherei verärgern den Liebhaber

    Durch die vielen Neuerscheinungen von Postwertzeichen taucht bei den Briefmarkensammlern mehr und mehr die Frage auf, ob es sich noch verlohnt, Briefmarken zu sam- 'meln. Der wahre Philatelist hat mit dieser Frage nicht einmal so unrecht, denn was seit 1933 allein nur in Deutschland an neuen Marken herausgekommen ist, hat mit wirklichen Postwertzeichen, wie sie der Sammler kennt, nichts mehr zu tun ...

  • Schützt der Magistrat Unternehmer?

    Scharfer Protest gegen die Entkommunalisierung auf dem Vieh- und Schlachthof Hilfe gegen Rohrbrüche

    Die gestrige Stadtverordnetenversammlung begann überraschend mit einer Wiederaufnahme" der Debatte über die Arbeitslosenhilfe. Bekanntlich wurde die Arbeitslosenhilfe für die Kältefeiernden "am 9. Januar vom Stadtparlament beschlossen. Es kam darauf an, sie so schnell wie möglich durch die Alliierten genehmigen zu lassen ...

  • Berlin wird wieder Filmstadt

    Aus dem Schaffen der neuen deutschen Filmproduktion

    Im Gegensatz zu München und Wien sind die Ateliers der früher in Berlin bestehenden Filmgesellschaften unter den Einwirkungen des Hitler-Krieges stark mitgenommen. So wurden zwar in den letzten Monaten durch die verschiedenen Besatzungsmächte eine Reihe von Filmgesellschaften in Berlin lizensiert, befinden sich aber noch immer auf der Suche nach geeigneten Produktionsstätten ...

  • Die Wahrheit über den Viehhof

    Unter starker Anteilnahme der zahlreich besuchten Tribünen wurde anschließend der CDU-Antrag auf Auflösung des Magistratsbetriebs auf dem Vieh- und Schlachthof behandelt. Die CDU verlangte, daß die Groß- Schlachter, Darmputzereien und die Unternehmen für die Bearbeitung der Nebenprodukte in der vor Februar 1946 betriebenen Weise wieder zugelassen werden ...

  • Letzte Berliner Neuigkeiten

    Freud und Leid im französischen Sektor

    Auf Grund einer Anfrage bei der französischen Militärregierung teilt die Bezirksverwaltung Reinickendorf mit, daß keine Aussicht auf Verteilung von Kohlen im französischen Sektor besteht. Als Grund werden Transportschwierigkeiten angegeben. — Zehn Tonnen Textilien pro Monat sollen in Zukunft im französischen Sektor von Groß-Berlin verteilt werden ...

  • Geschwindigkeit der Verkehrsmittel

    Bei Aufstellung der Statistik über die Geschwindigkeit der Berliner Verkehrsmittel hat sich herausgestellt, daß die Straßenbahnen der Außenbezirke eine bedeutend höhere Geschwindigkeit entwickeln können als die der Innenstadt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 16,1 Stundenkilometer. DU 86 jedoch z ...

  • Aus den Bezirksparlamenten

    Holz fan Tiergarten

    Sa der Mittwochsitzunj des Bezirksparlament« Tiergarten standen Anträte zur Debatte, die ganz Berlin betreffende Tragen behandeln, z.B. Verkehnverbesserungen und Wiedereinführung von Umsteigefahrscheinen, Abgabe von Kerzen und Petroleum, Seife und Arbeltskleidung. Es entstand dabei eine grundsätzliche Debatte über die Grenzen der Zuständigkeit des Bezirksparlaments, ohne daß von dieser Stelle aus eine Klärung, und Entscheidung hierzu möglich war ...

  • Aas den Gerichtssälen

    Ein Einbruchdiebstahl, bei dem den Tätern Juwelen, Platin, Brillanten, Gold- und Silberbarren im Gesamtwert von einer Million Mark in die Hände fielen, beschäftigte sich jetzt die 4. Große Strafkammer des Landgerichts Berlin, vor der sich der 39 Jahre alte Hermann Schlosser wegen schweren Diebstahls zu verantworten hatte ...

  • Er wollte seinen Onkel erpressen

    Der 50 jährige Postschaffner Seh. war nicht wenig erstaunt, als er eines Tages von zwei jungen Männern in seinem Amt aufgesucht wurde. Sie überbrachten ihm einen anonymen Brief, in dem er beschuldigt wurde, fortgesetzt Päckchen gestohlen zu haben. Der Absender dieser Zeilen würde aber von einer Anzeige Abstand nehmen, wenn er 2500 RM bekäme ...

  • Vom FDBG

    IG. Bau, Bezirk Schöneberg-Friedenau. Einzelmitglieder-Wahlkörperversammlung Sonnabend, 1. Februar, 11 Uhr, in Schöneberg, Badensche Str. 52, II. Stock, kleiner Saal. Tagesordnung: Die Tätigkeit und die Aufgaben der Gewerkschaften, Stellungnahme zu den Satzungen, Vorbereitung der FDGB- Wählen. IG. Nahrungs-, Genußmittel- und Gaststättengewerbe ...

  • Chefredaktion: Max Nierich und Lex Ende

    Redaktion: „Neues Deutschland", Berlin N 54, Schönhauser Allee 176 — Sprechstunden der Redaktion nur von 11 bis 13 Uhr — Telefon: 42 50 21, Nachtruf: 42 09 41 — Verlag: Berlin SW 68, Zimmerstraße 88—91 — Bankkonto: Berliner Stadtkontor Nr. 8428 — Postscheckkonto: „Neues Deutschland" Berlin Nr. 9680 —' Telefon: 42 59 51, Nachtexpedition: 42 28 45 — Anzeigen-^ annähme nur Berlin SW 68, Zimmerstraße 88—91 vom 10 bis 14 Uhr (sonnabends bis 12 Uhr) ...

  • Stromabschaltungen für Freitag

    Die Bewag gibt für Freitag, 31. Januar, folgende voraussichtliche Stromabschaltungen bekannt: Planzeiten für die Plangruppen A, E, K, N unt 6 Uhr, B, F, L, O um 10 Uhr, C, G, M, P um 14 Uhr, D, H, I, Q um 18 Uhr, für die Dauer von etwa vier Stunden. Zusätzlich für die Plangruppen C um 7 Uhr, O und P um 8 Uhr, D um 10 Uhr, H und Q um 12 Uhr, A um 14 Uhr, E und N um 16 Uhr, F und O um 18 Uhr für die Dauer von etwa zwei Stunden ...

  • Säugling im Bett erfroren

    Am 27. Januar stellte die 25jährige Margarete T., die in Lichtenberg, in der Kolonie „Weiße Taube" wohnt, fest, daß ihr am 6. Dezember 1946 geborenes Mädchen Veronika im Bett erfroren war. Die Mutter, selbst krank und bettlägerig, schlief in der Küche der Wohnlaube mit dem Säugling im oberen Teil eines Etagenbettes ...

  • Wie wird das Wetter morgen?

    Übersicht : Die weitere Beruhigung der gegensätzlichen Luftmassen bringt Frostmilderung, jedoch ist das Ende der Kältewelle erst in der kommenden Woche zu erwarten. Voraussage für Berlin: Veränderlich, wechselnd bewölkt; zeitweise heiter, mäßige bis schwache Winde, vorübergehend Niederschlag, Mittagstemperatur minus 4 bis minus 6 Grad, tiefste Temperatur der Nacht minus 5 bis minus 10 Grad ...

  • Deine Partei, die SED, ruft Didi!

    Am Montag, dem 3. Februar, 17.00 Uhr, find« ra der Kreisleitung Mitte, Elsässer Straße 1, eine Sitzung der Frauenfunktionärinnen der Wohnbezirke und Betriebe statt. • Am Freitag, dem 31. Januar, 17.00 Uhr, im Thälmann-Saal, Kreis Mitte, Elsässer Straße 1, Kreisrelerentenscmilung. Referent: Gen. Peter, Referat: Die Nazilüge vom Lebensraum ...

Seite
jj>ie Lehre De Gasperis Ministerliste Kohlenmangel und Frostfolgen in Berlin KURZE AUSLANDS-]\ACHRICHTE]\ Gewerkschaftsvertreter bei Marschall Sokolowskii Durchführung der Produktionspläne / Für einheitliche Sozialversicherung Für Freilassung der Kriegsgefangenen Material für Friedensverhandlungen 6tympi^$ktjeh l$wje in fyUm Wilhelm Pieck zum Sowjetvorschlag Figl vor den Sonderbeauftragten Für einen dauerhaften Frieden Belgrader Note zum Konsulmord Reparationen für Australien Flugzeugunglück fordert 25 Todesopfer Kurze Besatzungszeit für Japan
Jahrgänge durchstöbern
1946 | 1947 | 1948 | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990
Tagesausgabe wählen