17. Okt.

Ausgabe vom 17.01.1947

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  • Jakob Kaiser, Vorsitzender der CDU:

    Die Entscheidungen des Marschalls Sokolowskij zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der deutschen Bevölkerung in der sowjetischen Besatzungszone sind der Oeffentlichkeit durch eine parteiamtliche Erklärung der SED bekannt geworden. Die CDU behandelt die Entscheidungen als einen Ausdruck der progressiven ...

  • Nach der Wahl

    Nach der Abstimmung wurde die Sitzung des Kongresses wieder um 15.45 Uhr aufgenommen. Der erste Vizepräsident der Versammlung, Jacques Duclos, gibt die Ergebnisse der Abstimmung bekannt. Da die Zahl der Wähler sich auf 883 beläuft, ist für die Wahl des Präsidenten eine absolute Mehrheit von 442 Stimmen notwendig ...

  • Wilhelm Pieck über die Erklärungen Marschall Sokolowskijs

    „Das Wort des Oberstkommandierenden der Sowjetischen Militärverwaltung, Marschall Sokolowskij: .Deutschland kann zuversichtlich sein', findet seine beste Bestätigung in den Erklärungen, die er den« Vertretern der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands auf ihre Anträge und Vorschläge gegeben hat ...

  • Massenaufmarsch

    an den Gräbern der Kämpfer für Frieden und Freiheit auf dem Friedhof in Friedrichsfelde am Sonntag, 19. Januar, 10 Uhr Fußball um wertvolle Punkte

    Ein voller Betrieb, der alle Maininschaften im Punktekampf sieht, kennzeichnet die Spiele am Sonntag. In der Stadtklaßse kommen noch restliche Spiele der ersten Serie zur Abwicklung, jedoch das Gros der Beg'egnungen gehört zur zweiten Runde. Herbstmeister Charlottenburs, der erst kürzlich, Lichtenberg- Nord mit 6 :0 überfuhr, hat den gleichen Gegner als Gastgeber und sollte" auf dessen Platz in der Siegfriedstraße den ersten Erfolg 'wiederholen ...

  • Pressestimmen zur britisch-französischen Allianz

    Paris, 16. Januar (ADN). Die Stellungnahme der Pariser Presso zu dem beabsichtigten französisch-britischen Vertrag ist vorsichtig. Die rechtsstehende' Zeitung ,,L'epoque" bemerkt, daß die Folgen des Abkommens von großer Bedeutung für die Wiederherstellung des europäischen Gleichgewichts seien. „L'aurore", das Blatt der Radikalsozialisten, erklärt, daß das Hauptproblem noch immer zu lösen bleibe, und das sei die Beziehung der Sowjetunion zu den angelsächsischen Mächten ...

  • Mit heller Freude aufgenommen

    In Kreisen der CDU würdigt man die Demontage- und Reparationsanordnungen der SMV als einen Sehritt, der durchaus geeignet erscheint, die Anspannungen der deutschen Wirlschaftslage zu mildern Die Bereitstellung einer Anzahl von Bedarfsgütern für den Zivilverbrauch wird besonders begrüßt. Die Freigabe von Kali für die Landwirtschaft wird nach Meinung der CDU die Versorgungsbasis erheblich verbessern ...

  • Die Donnerstagsitzung in London

    London, 16. Januar (ADN). Die Donnerstagvormittagsitzung der Sonderbeauftragten der Außenminister der vier Großmächte für die Oesterreichfrage wurde um 10.30 Uhr im Lancaster-Haus eröffnet. Es nahmen daran teil für Großbritannien Viscount Hood, für Üie USA General Mark Clark, für Frankreich Couve de Murville und für die Sowjetunion Fjedor Gusew ...

  • Von größter Tragweite

    Erstes Echo zu Marschall Sokolowskijs bedeutsamer Erklärung

    Der LondonerRundfunk hebt in seiner Bekanntgabe über die Sokolowskij-Erklärung ziu den Anträgen und Vorschlägen der SED besonders hervor, daß einmal 200 Industriebetriebe in sowjetische Aktiengesellschaften umgewandelt wurden und weiterhin in Deutschland arbeiten werden, anstatt für Reparatioriskonto demontiert und als Wiedergutmachung nach Rußland transportiert zu werden ...

  • Das eraglisch-französisehe Bündnis

    Von beiden Seiten wurde anerkannt, daß es im Interesse beider Länder wäre, wenn effektive Schritte unternommen werden, um den wirtschaftlichen Wiederaufbau Deutschlands zu verhindern, der, obgleich von vielen Standpunkten aus notwendig, wieder einmal zu einer Bedrohung des Friedens der Welt führen kann ...

  • KURZE AUSLANDS-NACHRICHTEN

    1 • Der Italienische Außenminister Pietro Nennt tempfing am Donnerstag den sowjetischen Botachafter für Italien, Kostylew, zu einer Besprechung. • Große nenschreckenschwärrae sind vom Westen her in Indien eingefallen. Sie richtetet! erheblichen Schaden an. • In Madrid sind 1000 Arbeiter der Metall-Manufaktur-Gesellsehaft wegen ungünstiger Arbeitsbedingungen in den Streik getreten ...

  • * Verbesserung der Ernährung — Förderung der Wirtschaft

    Dr. Wilhelm Külz, Vorsitzender der LDP:

    Die LDP begrüßt die Erklärungen des Mar-' Schalls Sokolowskij mit Dank.. Sie beseitigt viele Unsicherheiten in der wirtschaftlichen Entwicklung der Sowjetzone, sie bringt wesentsiohe Verbesserungen der Volksernährung und Volksversorgung und eine Förderung und Ankurbelung der Industrie, des Handwerks, des Gewerbes und der Landwirtschaft ...

  • Straßenbahner Konrad Kiwus i

    „Nachdem Ich von der Verlautbarung hört«, habe ich volle Zuversicht, daß unsere Wirtschaft wieder hochkommt; denn jetzt bleiben unsere meisten Erzeugnisse in Deutschland. In der Haupts'ache brauchen wir Kleidung und Schuhe, gerade wir Straßenbahner haben diese für unseren schweren Dienst besonders nötig ...

  • Oesterreichs Forderungen

    Wien, 16. Januar (ADN). Der österreichische Bundeskanzler F i g i gab vor dem Nationalrät die österreichischen Forderungen bekannt, die dem Sonderbeauftragten der Außenminister der vier Großmächte vorgelegt werden sollen. Oesterreich verlangt u. a die Aufrechterhaltung der Grenzen von 1937, die Zulassung ...

  • Deutschland atmet auf

    stellt der „Nacht-Express" an die Spitze seiner gestrigen Ausgabe und schreibt dazu. „Unsere Meldung über die Einstellung der Demontagen in der Sowjetzone und die starke Reduzierung der Entnahme aus laufender Produktion hat nunmehr die offizielle Bestätigung gefunden. Marschall Sokolowskij hat auf Antrag der SED erklärt, daß diese Wünsche erfüllt werden ...

  • Montageschlosser Walter B il an g t

    „Als Ich vom Rundfunk und durch dl« Presse von den Erklärungen Sokolowskijs erfuhr, war ich wirklich überrascht. Ich habe geglaubt, daß der gegenwärtige Zustand zumindest bis zürn Abschluß eines Friedensvertrages oder noch länger andauern würde. Nunmehr, so hoffe Ich, werden wir In den Betrieben wieder mehr Maierlal und Werkzeuge für Reparaturen bekommen, so daß Wir Wieder richtig arbeiten können ...

  • Alfred Ratzke, Betriebtrat bei Garbatyt

    „Wenn die beabsichtigte Steigerung der Industrieerzeugung durchgeführt wird und die Erhöhung der Produktion eintritt, werden wir auch in der Lage sein, mit anderen Ländern in Güteraustausch zu treten. Damit werden wir uns neben den lebensnotwendigen Dingen auch mit langentbehrtsn Genußmittelh wia Tabak usw ...

  • Hans Jendretzki,

    erster Vorsitzender des FDGB, zur Erklärung des Marschalls Sokolowskij „Wir erfahren soeben aus Presse und Rundfunk die Erklärung, die Marschall Sokolowskij gegenüber den Vorsitzenden der SED abgegeben hat. üjie wird eine außerordentliche Befriedigung auch bei den über 3Vs Millionen Gewerkschaftsmitgliedern hervorrufen ...

  • Spanischer Botschafter abberufen

    London', 18. Januar (ADN). Der gpanische gotsehafter, Domingo d» La« Bare«- nas, verließ am Mittwoch London, um sieb nach Madrid zu begeben. Er war von »einer Regierung instruiert worden, Großbritannien zu verlassen, nachdem die Vollversammlung der UN beschlossen hatte, allen Mitgliedstaaten die Zurückziehung ihrer diplomatischen Vertreter aus Franco-Spanien zu empfehlen ...

  • Stimm® des Volkes

    Unsere gestrige Ausgabe mit der Nachricht des Erfolges der Verhandlungen unserer Parteiführer mit Marschall Sokolowskij, die wesentliche Erleichterungen des Lebens für jeden in der Sowjetzone bringen, hat unter den werktätigen Massen tiefen Widerhall gefunden. In wenigen Stunden haben wir hunderte Stimmen ...

  • Werkmeister Willi Zech, Kaalsdorf:

    „In unserem Betrieb hat die Veröffentlichung Im „Neuen Deutschland" über die Einstellung der Demontagen und über die vorgesehene Produktidnssteigerung großen Eindruck gemacht und Anlaß zu lebhaften Diskussionen gegeben. Selbst die Zweifler müssen zugeben, daß.die Pläne von entscheidender Bedeutung für Deutschlands Zukunft sind ...

  • Ai^riol Staatspräsident von Frankreich

    Paris, 16. Januar (ÄDN). In der Donnerstagsitzung der beiden Kammern des französischen Parlaments, wurde der Sozialist Vincent Auriol mit 452 Stimmen zum Präsidenten der Vierten französischen Republik gewählt. Von den anderen Kandidaten erhielten Gasser 122, Champetier de Ribes 242 und Clemenceau 60 Stimmen ...

  • Neuartige Gedankengänge

    nennt der „Kurier ' das Kommunique des Zentralsekretariats der SED das nach seiner Ansicht in seiner Bedeutung weit über „eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der deutschen Bevölkerung in der sowjetischen Besatzungszone" hinausgeht, so erfreulich diese allein schon sein mag.

  • Niederländisch-indonesische Verhandlungen werden wieder aufgenommen

    Batavia, 16. Januar (ADN). Die indonesische Delegation, die an der niederländisch-indonesischen Konferenz von Cheribon teilnahm, ißt ermächtigt worden, den Plan zu einem niederländisch-indonesischen Abkommen zu unterzeichnen.

  • Abbruch des Transportarbeiterstreiks beschlossen

    London, 16. Januar (ADN). Einer weiteren Meldung zufolge sind die Forderungen der Streikenden auf 44-Stunden-Woche, Ac.htitunden-Arbeitstag und Bezahlung der Ueberstunden von der Unternehmerorcanisation bewilliat worden.

  • Rücktritt der Regierung Blum

    , Paris, 16. Januar (ADN). Wie France-Presse meldet, hat Ministerpräsident Blum dem neugewählten Präsidenten der Republik, Vincent Auriol, den Rücktritt seiner Regierung eingereicht.

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  • Verstümmelung der Demokratie

    Ermächtigungsgesetze und Auftragsgesetzgebung in den Ländern der britischen Zone

    Laut offizieller Verordnung ist den Land-" tagen der britischen Besatzungszone ab 1. Januar dieses Jahres die gesetzgebende Gewalt übertragen worden. Sogleich nach Verkündung dieser Verordnung meldeten sich zahlreiche Stimmen, die diesen Erlaß als einen wesentlichen Schritt auf dem Wege zu einer deutschen demokratischen ...

  • Sozialversicherung für ganz Deutschland gefordert

    Prankfurt/Main, 16. Januar (ADN). Gewerkschaftsvertreter aus allen Besatzungszonen forderten auf einer Tagung in Frankfurt eine einheitliche Regelung für die Sozialversicherung in ganz Deutschland. In einer Entschließung, ,die dem Alliierten Kontrollrat in Berlin überreicht wurde, schlagen die Gewerkschaften die Gründung von Landesversicherungen in allen Gebieten Deutschlands vor, die als selbständige Verwaltungskörper unmittelbar unter der Kontrolle der Versicherten stehen sollen ...

  • Die polnischen Parteien im Wahlkampf

    Monatelang haben die demokratischen Regierungsparteien die größten Anstrengungen gemacht, einen einheitlichen Wahlblock einschließlich der Mikolajczyk-Partei zu schaffen. Solche Verhandlungen fanden schon vor dem Volksentscheid statt. Sie scheiterten an den unsinnigen Forderungen Mikölajczyks, der als Vorbedingung seiner Teilnahme am Wahlblock nicht weniger als 75 Prozent aller Mandate forderte ...

  • Die Leistungen des neuen Regimes

    . Als der britische Labour-Abgeordnete K. Z i 1- liacus nach seiner Rückkehr aus Polen über seine Eindrücke befragt wurde, erklärte er, daß folgendes am stärksten auf ihn gewirkt habe: Erstens, die vollständige „Zerstörung Warschaus; zweiten» das Verschwinden der Diktatur der großen Grundbesitzer und Groökapitalisten und drittens das Verschwinden der traditionellen Feindseligkeit gegenüber Rußland ...

  • Die Auswirkungen

    w. Am 11. Januar fanden zwischen 6mx Vertretern der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und der Sowjetischen Militärverwaltung Beratungen über die wirtschaftliche Lage der deutschen Bevölkerung in der östlichen Zone statt. Drei große wirtschaftliche Probleme, -die unser Leben seit dem Ende dieses Krieges entscheidend beeinflussen, die unsere Gedanken beschäftigen, wurden vorläufig abschließend gelöst ...

  • Die Gerechtigkeit muß siegenl

    Vor den SpruchkammerYeriahren gegen Schacht, Papen und Fritzsche

    Berlin, 16. Januar. Dem Kriegsverbrecher P a p e n wurde dieser Tage die Anklageschrift überreicht. Das Spruchkammerverfahren gegen ihn ist für den 24. Januar anberaumt worden. Das Verfahren gegen Frltzsehe ist für den 27. Januar in Aussicht genommen und auch Schacht wird sich demnächst vor einer deutschen Spruchkammer zu verantworten haben ...

  • Verbindung über die Zonen

    vor den Mitgliedern des geschäftsführenden Zentralvorstandes und den Sekretären der Industriegewerkschaft Bekleidung in der sowjetischen Zone sprach der erste Vorsitzende des FDGB, Hans Jendretiky, Ober di« interzonale Verbindunjr"der deutschen Gewerkschalten als einer neuen Phase ihrer Arbeit. Er führt« aus: Für die deutsche« Gewerkschafter ist es eine elementare Frage, daß sie sich zur Bewältigung ihrer Aufgaben über die Zonenschranken hinweg verbinden ...

  • ZUM WEITERSAGEN..

    In dem an sich schon buntscheckigen Bild« der CDU nimmt Herr Adenauer noch eine Sonderstellung ein. Kürzlich stellte er die Förderung auf, den Offizieren der Hitlerwehrmacht Pensionen zu zahlen. Er begründet diese Forderung damit, daß diese Offiziere nichts weiter getan hätten, als ihnen gegebene Befehle auszuführen ...

  • Heftige Diskussion um Betriebsrätegesetz

    Frankfurt a. M. In Wiesbaden ist ein scharfer Kampf um das Betriebsrätegesetz in den öffentlichen Verwaltungen und Betrieben entbrannt. Der Vorstand der Gewerkschaft Oeffentliche Verwaltungen und Betriebe erhob scharfen Protest' gegen den hessischen Kabinettsbeschluß, demzufolge Gesamtbetriebsräte bei öffentlichen ...

  • Polen vor den Wahlen

    Heute steht er in schärfster Opposition zu den in einem Wahlblock vereinigten demokratischen Regierungsparteien. Polens Verluste. Nach' der Sowjetunion hat Polen unter allen von den Nazis okkupierten Ländern die schwersten Verluste aufzuweisen. Der Verlust an Menschenleben beträgt 6 Millionen. In Warschau allein sind während der Kämpfe 200 000 Menschen getötet worden ...

  • Schacht erhielt Anklageschrift

    Stuttgart, IB. Jana«- (ADlf). Dt/ 8 e h a c h t, der sich seit Wochen in der Lazarett-Abteilung des Gefängnisses in Ludwigsburg befindet, wurde vom öffentlichen Ankläger der Stuttgarter Entnazifizierungskammer die Anklageschrift übermittelt. Schacht wird auf Grund des Artikels 5 des Entnazifizierungsgesetzes beschuldigt, maßgeblichen Anteil an den Ereignissen genommen zu haben, die dazu führten, Hitler das Reichskanzleramt in die Hand zu spielen ...

  • Nordbayrische CSU-Funktionäre • gegen Hundhammer

    Nürnberg, 16. Januar (München. Rundfunk). In Nürnberg fand eine Tagung der Vorsitzenden aller nordbayrischen Bezirksverbände der CSU statt Es wurde «ine Entschließung angenommen, in der die CSU-Funktionäre darauf hinweisen, daß die politische Entwicklung Bayerns in Nordbayern mit ernster Sorge beobachtet werde ...

  • BLICK INS REICH

    Kohlenkrise auch in Bayern

    Nürnberg, 16. Januar (Nwd. Rdfk.). In Nordbayern hat die Kdhlennot ebenfalls zu einer ernsten Krise geführt. Die Oberbürgermeister und«Landräte von Ober- und Mittellfranken, die in Koburg zu einer Sitzung zusammenkamen, hahjeitt einen telegraphischen Hilferuf an di© bayrische Regierung in München gesandt und Sofortmaßnahmen mir Behebung\ des Kohlenmangels gefordert In diesem Telegramm wird darauf ...

  • Arthur Crispien verstorben

    Erst verspätet erhalten wir die Meldung, daß der Sozialist Arthur Crispien in der Schweiz verstorben ist. Arthur Crisphi gehörte bekanntlich der Leitung der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands an uud. wurde bei der Vereinigiung der SPD und USPD Mitglied des Parteivorstandes. 1933 emigrierte er ins Ausland ...

  • Opel-Betriebsrat protestiert

    Rüsselsheim, 16. Januar (EB). Von der hessischen Spruchkammer wurde Wilhelm von Opel, der Besitzer der Opelwerke, in die Gruppe der Mitläufer der NSDAP eingestuft Gegen dieses Urteil reichte der Betriebsrat der Opelwerke ein Protestschreibeji ein, wie der hessische Säuberungsminister Gottlieb Binder mitteilt ...

  • Treibstoffmangel bedroht Lebensmitteltransporte

    Düsseldorf, 16. Januar (Nwd. Rdfta). Die Lebensmittel- und Kohlentransporte im gesamten Lande Nordrhein-Westfalen sind durch die am 6. Januar in Kraft getretene TreibstoH- kürzung bedroht wurde auf einer Pressekonferenz des Wirtschaftsmimiisteri'ums Nordrhein-Westfaien erklärt. Falls die Militärregierung di« Tredbeitoffkürzungen nicht rückgängig macht müssen die lebenswichtigen Transporte in Kürze eingeschr'änkt'werden ...

  • Kommunique

    Am 16. Jannar 1947 land In Berlin die 99." ordentliche Sitzung des Koordiniemngskomltees unter Vorsitz von Generalleutnant Robertson statt Aul der Sitzung waren Generaloberst Enrotechkln, Generalleutnant Clay und Generalmajor Notret anwesend. Das Koordtalernngskomltee bestätigte Im Prinzip die Eröffnung einer Internationalen telefonischen und telegrafischen Verbindung nach Deutschland und gab ferner Anweisungen über die baldmöglichst« Durchführung dieser Eröffnung heraus ...

  • Richtigstellung

    Wie unsere Leser bereits bemerkt haben werden, muß es in der gestrigen, auf der ersten Seite unseres Blattes veröffentlichten Erklärung Marschall Sokolowskijs unter Punkt H richtig heißen: ' Völlig freigestelt sind die erzeugten Bedarfsgüter an Schuhen, Kleidung und ähnlichen Produkten, die aus inländischen (nicht! ausländischen) und importierten Rohstoffen hergestellt werden ...

  • Brauereien In Bayern Vor der Stillegung

    München, 16. Januar (ADN). Die Gefahr eineT Stillegung der Brauereien des Landes Bayernj beschäftigt die Oeffentlichkeit weit über die von einer derartigen Maßnahme unmittelbar betroffenen Wirtschaftskreise des Landes hinaus. Veranlassung zu den Besorgnissen gibt die Streichung des Gerstenkontingents für die bayrisch pn Brauereien ...

  • 14 Freispräche in Dacaau

    München, 16. Januar (EB). Zum erstenmal wurden in einem Kriegsverbrecherprozeß sämtliche Angeklagten, nämlich vierzehn ehemalige Angehörige der Wachmannschaften des Konzentrationslagers Dachau, die unter der Anklage begangener KriegsverfJreeHen standen, frefge?5 sprochen.

  • Lebensmittelzulage auch während erzwungener Betriebsruhe Hannover, 16: Januar (ADN). Die Lebensmit-

    telzulagen für Arbeiter der gewerblichen Betriebe sollen nach einer Mitteilung der Pressestelle des niedersächsischen Staatsministeriuims auch in der Zeit der .infolge Kohlenmangels angeordneten Betriebsruhe ausgegeben werden. I

  • Eisenbahnbrücke über die Mosel eingestürzt

    Koblenz, 16. Januar (ADN). In Koblenz-Lutzel stürzte die Eisenbahnbrücke über die Mosel ein. Der Einsturz der Brücke ist auf den Druck der Eisstauungen zurückzuführen.

  • Hungertod in Gelsenkirchen

    Gelsenkirchen (ADN). Die ersten Fälle von Hungertod wurden in der.Stadt Gelsenkircheu gemeldet, wie der Stadtmedizinalrat in einer Sitzung der Stadtverordneten erklärte.

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  • Das erste Wirtschaftsjahr nach dem Kriege in der UdSSR.

    Da» erste Wirtschaftsjahr nach dem Kriege ist zu Ende gegangen. Mit welchen Ergebnitsen begrüßten die Völker der Sowjetunion das beginnende neue Jahr 1947? In der UdSSR gibt es kein« Arbeitslosigkeit. In der UdSSR gibt e* keine während des Krieges au« dem Boden gewachsenen Betriebe, die man als überflüssig ...

  • Ende der Lebensmittelkarte VI

    Wie bereits bekanntgegeben wurde, hat die Sowjetische Militär-Administration angeordnet, daß ab 1. Februar 1947 in der gesamten sowjetischen Besatzungszone die Lebensmittelkarten-Gruppe VI und in Dresden und Leipzig die Gruppe V aufgehoben wird. Die Versorgungsberechtigten dieser Gruppen erhalten nun die Karte IV, in Dresden und ...

  • Der schwarze Markt in der britischen Zone

    F. D. In der Londoner Zeitung „Reynolds News' vom 1.12.1946 schreibt Gordon Schaffer über den schwarzen Markt In der britischen Zone u. a. folgendes: „Der schwarze Markt überschattet heute alls. In Jeder Fabrik steigt die Kurve des Fernbleibens von der Arbeit an. Die Facharbeiter bleiben mehrere Tage hintereinander fort um die Dörfer nach Lebensmitteln abzusuchen ...

  • Naziaktivisten tn Zvreizonenyenrahnng JReich«M-Bahn Bielefeld

    r. D. Darüber schreibt K«rl Pieper, Direktor der Deutschen Klsenbahn Im „Tagesspietjer eine Befrachtung, die wir kommentarlos widergeben, da die Tatsachen für sich sprechen. „Seit dem 1. Januar 1947 ist die „Reichs"- bahn in der britischen und amerikanischen Zone zu einer Verwaltung In Bielefeld vereinigt ...

  • Um das Mitbestimmungsrecht In den Wirtschaftskammera

    B*d«a-Badeo. Ein ^Tersueäi aius UnteraehmeT- kreisen, die Gewerkschaften aus den Wirt- »ciÄftslcammern zu verdrängen bzw. sie car nicht erst zuzulassen, wurde in Baden-Baden unternommen. In einer Sitzune saete Dr. Charles». Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Mainz: als Vertreter der einmütiffen Vkimaie aller Industrie- und Handelskammern in der rranzösiachen Zone, daß ...

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  • Lankwitz im Wandel der Zeit

    Üeber die ältere Geschichte von Lankwite •lnd leider nur spärlich« Aufzeichnungen vorbanden, da fast alles wahrscheinlich bei einem Schadenfeuer der Kirche im Jahre 1808 infolge Blitzschlaaes verlorensing. Seinein Namen hat es von der Lanke, die das erstmalig im 13. Jahrhundert erwähnte Dörfchen mit 40 Bauernhöfen Timfloß, um sich dann mit der Telte-Beke zu vereinieen ...

  • Entnazifizierung des Thälmann-Verteidigers Dr.* Ludwig abgelehnt

    Die Berliner Entnazifizierungskommission für Juristen, unter Vorsitz des Rechtsanwalts Götzel, hatte sich gestern mit dem Wiederaufnahmeverfahren des Rechtsanwalts Fritz Ludwig zu befassen, des einstigen Verteidigers von Ernst Thälmann. Die Entnazifizierung Ludwigs war in den früheren Instanzen mit Rücksicht auf seine langjährige Parteizugehörigkeit abgelehnt worden ...

  • Antifaschist Berliner Justiz einen schwerbelasteten Ver-

    Joseph Reeck in Borgsdorf von dem früheren Nationalsozialisten Georg Zoelz ohne irgendwelche vorherige Auseinandersetzung hinterrücks mit einem Spatenstiel niedergeschlagen, so daß er blutüberströmt bewußtlos zusammenbrach und nach einigen Wochen an den schweren Verletzungen an Kopf und Unterleib verstarb ...

  • Aus den Bezirksparlamenten

    - g«MMh«rf Ote tritt« »rdcntUeh» BedrkrmordnefcfiTBrnnunlanf In Sehoneborg-Friedenau wählte »m MHtwoek einstimmig Dr. Karl Jobann Hoffmann (LDP) sum Bezlrk»rat für da« bli Jetet noch nicht besetzte Gesundheiaamt. Der Fraktionifübrer der SPD teilt« mit, daß Abgeordneter Kischkat anf der Be- «irkiverordnetenversammlunif ...

  • Wiedergutmachung für die Opfer des Faschismus

    Tiefe Stille trat im Hause ein, als der Stadtv. Ottomar Geschke (SED) zu einem ißP- Antrag, der die Wiedergutmachung für die Opfer der Nürnberger Gesetze zum Gegenstand hatte, mehrere Zusatzanträge stellte. Aus seiner genauen Kenntnis der Materie gab er einen Ueberblick über den Stand der Wiedergutmachung, der sich bis auf das Land Thüringen noch nirgendwo gesetzgeberisch konkretisiert hat ...

  • 16. Dezernat des Magä§trats zur Sicherung der Demokratie • — 50 Anträge vor der Stadtverordnetenversammlung

    Der irfstriecn Stadtverorrhietenversammlnns: lagen neben anderen Aufgaben fast 50 Anträte ru den verschiedensten Fracen des Berliner Lehens zur Beratung vor. Da wichtige Anträge nicht mehr besprochen werden konnten, beschloß das Haus, am Dienstag kommender Woche bereits um 14 Uhr eine Sondersitzung, di» bis in die snäten Abendstunden dauern soll, abzuhalten ...

  • Vom FÜGÜ

    Industriegewerkschaft der Brtentlichen Betriebe und Verwaltungen Bezirksausschuß Mitte. Freitag, 17. Januar 1947, U Uhr, im Ritzungssaal der Straßenreinieune. Poststraß« 13H4, l. Stock; Funktionärversammlune. IG. Kffentllche Betrieb«, Bezirksverbandsleitung Steg- Htz. Freitag, 17. Januar, 15 Uhr, im Rathaus Sieglitz (Zimmer 225), Funktionlrversaramlung ...

  • Ersatz für erfrorene Kartoffeln

    Ohne Debatte und einstimmig fand ein Dringlichkeitsantrag der CDU Annahme, der für die Hausfrauen Berlins Ersatz für erfrorene Kartoffeln verlangt. Etwa 90 Prozent der Bevölkerung haben sich bis zum Frühjahr mit Kartoffeln eingedeckt, in einzelnen Bezirken der Stadt sogar 43 Prozent der Berliner Haushalte bis zum MaL Durch den strengen Frost sind diese Vorräte meist erfroren ...

  • Zusatzverpflegung bei der Schulspeisung

    Von der britischen Hllitärrerlerunf wurde« 4er Schulspeisung zusätzliche Lebensmittel Clrktia- Packungen) zur Verfügung xeetellt. Dadnreh ist e» möglich, die Markenabgabe für die Monat* Februar und März zu verringern. Es werden je Dekade noch 200 g Nährmittelmarken verlangt, Fett-, Fleisch': und Zuckermarken brauchen nicht abgegeben zu werden ...

  • Stromabschaltungen für Freitag, 17. Januar

    Berlin, 1«. Januar" (ADN). Die Bewag gibt für Freitag, 17. Januar, folgende voraussichtliche Stromabschaltungen bekannt: Im amerikanischen Sektor: Plangrnppe A nm 6 nnd 14 Uhr, Plangruppe B um 10 und 18 Uhr, Plangruppe C um 6 und 14 Uhr, Plangruppe D um 10 und 18 Uhr. Im sowjetischen Sektor: Plangrnppe J um 10 Uhr, Plangruppe K um 14 Uhr, Plangruppe L um 18 Uhr, Plangruppe M um 6 Uhr ...

  • Letzte Berliner Neuigkeiten

    Welche Lebensmittelkarten gibt es im Februar?

    Durch die Hausvertrauensleute im iow]etrussiscben Sektor und durch die Kartenstellen in den anderen Sektoren werden im letzten Drittel de« Monate Januar 1947 an die Berliner Bevölkerung ausgegeben: Lebensmittelkarten in der bisherigen Gruppeneinteilunp; I—V, Bezugsausweise A, B und C für Milch. Die Empfangsberechtigten werden im eigenen Interesse gebeten, darauf in achten, daß sie die ihnen zustehenden Karten und Ausweise vollzählig erhalten ...

  • Die Verkehrsspitzen bei den Berliner Verkehrsmitteln

    Den Erfahrungen der BVG und der Reicbibahn zufolge liegen die Hauptverkehrszeiten bei den Berliner Verkehrsmitteln in den frühen Morgen- und späteren Nachmittagsstunden. , Bei der S-Bahn herrscht der stärkste Andrang etwa um die Zeiten 6 bis 8 Uhr und 16 bis 18 Uhr, sonnabends von 12 bis 15 Uhr. Bei den Verkehrsmitteln der BVG liegen die Verkehrsspitzen zwischen 7 und 8 Uhr morgens und 16 und 17 Uhr nachmittags ...

  • Neuer Fahrplan bei der U-Bahn

    UeberfUlIung anf Hauptstationen Die Einführung des neuen Fahrplane« bei der U-Bahn, der am 16. Januar in Kraft trat, sieht irr den Hauptverkehrszeiten eine Zugfolge von 12 Minuten an Stelle des bisherigen 7^-Minuten-Abstandes tot. ^ Am ersten Tage der /Gültigkeit des neuen Fahrplanes herrschte auf den großen U-Bahnhöfen wie Zoologischer Garten und Alexanderplatz Ueberfüllung ...

  • Mazitofschlaffer stuf freien Fuß gesetzt

    sprechen kann. Er hat aus politischen Motiven gemordet und sich damit (fegen das Gesetz Nr. 10 der Alliierten Kommandantur, „Verbrechen gegen die Menschlichkeit", vergangen. Wir machen uns ohne Zweifel zum Sprecher aller deutschen Antifaschisten, wenn wir den Generalstaatsanwalt hiermit, öffentlich auffordern, den Fall ZoeJz einer erneuten Untersuchung in unterziehen und die Wiederrerhaftung dieses brutalen Faschisten sofsrst zu veranlassen ...

  • An den Rundfunk zurückgekehrt

    Alfred Brann, vor 1933 nicht nur für die Berliner Radiohörer eine bekannte Persönlichkeit als Rundfunksprecher, Sendeleiter und Schauspieler, ist In diesen Tagen an die Stätte seines früheren Wirkens, den Berliner Rundfunk, zurückgekehrt. Braun, dessen Name mit den Anfängen der Berliner Rundfunksendungen aufs engste verknüpft ist, mußte 1933 seine Tätigkeit aufgeben, kam in ein Konzentrationslager und ging später ins Ausland ...

  • Ein anderer Külz schon

    Zu den Pressemitteilungen, wonach an den Soldatenhinrichtungen in den letzten Kampfwochen um Berlin auch ein Oberleutnant Külz beteiligt war, stellt die Parteileitung der LDP, um Verwechslungen zu vermeiden, fest, daß es sich bei diesem Offizier nicht um den Sohn des Parteivorsitzenden, Helmut Külz, handelt ...

  • SED Stadtbezirk Britz

    Rosa-Luxemburg-, Karl-Liebknecht-Gedachtnlsfeier Sonnabend; den 18. Jannar, im Volkshaus am Buschkrug. Es sprechen Genossin Heim burger und Genosse Franz Lange. Weitere Mitwirkende: Madrigalkreis und die Musikgruppe der V o 1 k s b o c h"s c"b u 1 6 Neukölln. SED Oberschöneweide. Generalversammlung am Sonnabend, dem 18 ...

  • Deine Partei, die SED. ruftDich!

    . Streitgespräch über den SED-Verfassungsentwurf

    Am -Montag,. 20,-Januar., findet im -..SED-Par-»,, teihaüs, BehVenstraße^um 17.15 Uhr, ein. Streit- ' gespräch zwischen Dr. Pollack (SED) und Prof. Dr. Peters (CDU), dem Dekan der juristischen Fakultät der Berliner Universität, über den Verfassungsentwurf der SED statt. Der Zutritt ist jedermann gestattet ...

  • OdF-BezirkianMchufi Lichtenberg

    Alle »erkannten OdF des Besirk* LiehtenMrf treffen tich zar Teilnahme anderQedKehtnll* Kundgebung am Sonntag, dem 19. Janaar 1947, um 9.30 Uhr, Piiktot Eck« Mölle«-. dorff itr»ß*. Im Kampf gegen dae Verbrechertmm

  • Selbstmord einer Schauspielerin

    "Wege« Ihrer wirUchaftliehen NotUge bat «ich die S7jährif« Schauspielerin Elisabeth Berglein im Zimmer einer Pension in Schöneberg mit Medikamente« rarftftot.

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  • Der Dresdner Zwinger

    Wiederherstellung des weltberühmten Barockbaus

    Fan. Wie sehr haben die Dresdner ihre Stadt geliebt und mit ihnen ganz. Sachsen und ganz Deutschland. „Die Stadt ist voll ewigen Sonntags" sagte man Ton ihr. Kein geringerer als Herder hat ihr zu der verherrlichenden Bezeichnung: „Ein deutsches Florenz" verholfen. Und diese Benennung ist ihr geblieben ...

  • II. Imperialismus und Luge vom Lebensraum

    Der Imperialismus stellt ein hohes Entwicklungsstadium des Kapitalismus dar, in dem sich riesige Monopole (Kartelle und Konzerne) gebildet haben, die mit den Banken zum Finanzkapital verflochten sind und mit Macht danach drängen, ihr Kapital im Ausland anzulegen, um dort einen höheren Profit zu erzielen ...

  • Die Nazilüge vom „Lehensraum

    I. Der Kampf gegen die Nazi-Ideologie

    Seit anderthalb Jahren wird in Deutschland viel von der Ausrottung des Faschismus ge-* sprachen. Immer wieder wird auch der Kampf gegen die Nazi-Ideologie verlangt, das heißt die Zerstörung jenes Lügengewebes von Irrlehren, Entstellungen und Zwecklügen mit dem die Nazis jahrelang die Gehirne des deutschen Volkes umsponnen haben ...

  • ii

    anderen Faktoren, ob ein Volk arm ode* reich ist. Gewiß spielt es für den einzelnen Bauern eine große Rolle, wieviel Land er besitzt. Aber der Landhunger der deutschen Bauern beruhte ja nicht darauf, daß Deutschland zu klein war. Die Ursache dafür bestand vielmehr darin, daß die deutschen Junker den Bauern j ahrhundertelang den Boden gestohlen hatten ...

  • Kulturnotizen

    -„Pinr-Pone" im „Kleinen Operetten-Haus"

    Gute Operetten sind so rar wie echte Perlen In einer Austcrnschale. Aber auch künstliche Perlen können gefallen, wenn sie geschickt gefaßt sind. Das bewies „Ping-Pong", eine neue Operette, Im Kleinen Operettenhaus in Schöneberg, zu der Max Grix und Marion Halvorsen das Textbuch und Richard Strauß die Musik geliefert hatten ...

  • IV. Wodurch wird der Volkswohlstand bestimmt?

    Wenn sich somit bei näherem Zusehen die völlige Unhaltbarkeit der Lebensraumlüge erweist, so bleibt noch die Frage zu beantworten, von welchen Faktoren in Wirklichkeit die Lebenslage eines Volkes abhängt. Diese Faktoren sind folgende: 1. die Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkräfte. Je höher diese entwickelt sind, je vollkommener die Teilung der Arbeit und die Organisierung; der! Produktion durchgeführt ist, desto besser wird ein Volk leben; 2 ...

  • Berliner Rundfunk

    Sonnabend, den 18. Januar

    11.00: Nachrichten / 11. 0: Nachrichten aus Ländern und Provinzen / 12.00: Aus Politik und Wirtschaft 12.15: Unterhaltungskonzert 12.45: Landfunk / 1300: Nachrichten und Wettei rieht / 13.15: Berliner Stadtreporter / 13.20: M^tagskonzert / 14.00: Tägliche Zeitungsschnu / 14.15: Bun e Melodien / 15.00- ...

  • Hände am Aufbau

    Zum wiederholten Male faltete die junge Geigenkünstlerin Maria Carlus den Brief auseinander, aber jetzt las sie nicht die Zeilen, die sie aufforderten, an einem Konzert mitzuwirken, sondern die Anschrift des Dirigenten: Wichardstraße sechs. Sie sah sich um. Wohin hatte man sie in der großen Stadt "-gewiesen? Ringsherum' erBlicKte sie" nur Ruinen und hohe Schuttberge beiderseits der Straße ...

  • Ernst Ludwig Kirchner

    Ernst Ludwig Kirchner ist wohl derjenige von den Mitgliedern der „Brücke" oder den Hauptvertretorn des deutschen Exnressionismus, dessen Kunst am stärksten vom Graphisch-Zeichnerischen bestimmt ist, oder zu dessen künstlerischem Wesen seine Graphik wenigstens den besten Zugang bildet. Es ist darum dankbar zu begrüßen, daß es ürr Galerie Bremer (SüöVwestkoiso 48) gelungen ist, eine größere Aaswahl seines graphischen We ...

  • III. Wie ist die Lebensraumlüge zu widerlegen?

    So plausibel diese Nazilüge bei oberflächlicher Betrachtung scheint, so leicht kann man sich bei geringem Nachdenken von ihrer Unhaltbarkeit überzeugen. Vor einigen hundert Jahren lebten viel weniger Menschen auf der Welt als heute, sie hatten also viel mehr Raum zur Verfügung. Und doch wird niemand bestreiten, daß sie viel armseliger und primitiver lebten, als die Menschen im 20 ...

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  • Zur Situation der Jugend I

    Horst Lommer

    Jahresfrist geht ein Raunen durch Deutschland: „Die Ideale der Jugend sind zerstört worden. Schenket der Jugend ein neues Ideal. Sonst bleibt sie abseitsstehen." Mir scheint, meine jungen Freunde, daß man euch da ein wenig unterschätzt. Die alten Tanten und bärtigen Magister, die sich über euer verlorenes Ideal so schreckliche Sorgen machen, wirken bedauernswerter als ihr selber ...

  • Peter Stoll „besorgt" Koks

    Wir bringen heute einen Absatz aus dem Buch „Peter Stoll", neu herausgegeben im Verlag J. H. W. Dietz Nach}., Berlin. Carl Dantz, der Verfasser des Buches, das erstmalig 1925 erschien, schrieb in seinem Vorwort: .Mitten aus der Großstadt heraus, wo sie am schwärzesten und dichtesten ist, kommt Peter Stoll, ein Kind des Fabrikviertels ...

  • Um die Referenten

    Es fing damit an, daß wir auf unserer Jugendseite den Brief eines Jugendlichen veröffentlichten, der sich über Referentenmangel und verständnislose Erwachsene gegenüber der Schulung von Jugendlichen beklagte. Daraul bekamen wir die Antwort eines Reichsbahnrates aus Britz, der sich für eine gründliche Schulung der Jugendlichen auf allen Wissensgebieten bereit erklärte ...

  • Wer trägt die Schuld?

    Eine 16jährige und der Paragraph 218

    Die Diskussionen um den Paragraphen 218 haben in den Zeitungen und Zeitschriften noch nicht ihr .Ende gefunden. Mehr oder weniger brachten 'bisher Erwachsene ihre Meinung für oder wider die Unterbrechung der Schwangerschaft zum Ausdruck. Wir erfuhren indessen erschütternde Tatsachen um eine 16jährige, die mit dem § 218 in Konflikt kam ...

  • Worauf wir warten

    „Dia Jugnd Ist verroht und verwahrlost." Wie leicht lassen sich diese Worte aussprachen, wenn sie von Menschen kommen, die „über den Dingen" stehen. Diese Leute, meist sind es Erwachsene, wissen nichts von der Mentalität eines Jungen Menschen, schon gar nichts von der besonderen eines Jugendlichen von heute ...

  • Erziehungsheim „Jugendhof

    Ueber den hartgefrorenen Weg, der zwischen den Bairacken entlanglührt, traben die Jungen. Sie führen einen mit Holz befladenen Wagen mit sich, den sie vor einem Schuppen auskippen. Während die übrigen mit dem leeren Gefährt umkehren, bleibt einer zurück, das Holz zu stapeln. Er macht es geschickt und schnell ...

  • Mädel und Jungen von Berlin!

    Unterzeichnete haben bei der Alliierten Kommandantur in Berlin den Antrag zwecks Zulassuns des Freundschaftsbundes, die Freie Deutsche Jugend (FDJ), eingereicht- Freunde der verschiedenen Weltanschauungen und Richtung fanden sich in dem Willen zusammen, eine überparteiliche und überkonfessionelle, demokratische Jucendorsanisation im wahrsten Sinne des Wortes aufzubauen ...

  • Die Jugend hat das Wort

    Erich Kästner:

    Ihr seid die Aeit'ren. Wir sind jünger. Ihr stent am Weg mit guiemkat. Mit schangespitztem Zoigeifnger ' weist ihr uns auf den neuen Vlad. Ihr habt das wundsivoll erledigt. Vor einem Jahr schriet ihr nocn „Heil 1" Man staunt, wie ihr jatzt „Freiheit" predigt wie kurz vorher das Gegenteil. Wir sind die 3üng'ren ...

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Jakob Kaiser, Vorsitzender der CDU: Nach der Wahl Wilhelm Pieck über die Erklärungen Marschall Sokolowskijs Massenaufmarsch Pressestimmen zur britisch-französischen Allianz Mit heller Freude aufgenommen Die Donnerstagsitzung in London Von größter Tragweite Das eraglisch-französisehe Bündnis KURZE AUSLANDS-NACHRICHTEN * Verbesserung der Ernährung — Förderung der Wirtschaft Straßenbahner Konrad Kiwus i Oesterreichs Forderungen Deutschland atmet auf Montageschlosser Walter B il an g t Alfred Ratzke, Betriebtrat bei Garbatyt Hans Jendretzki, Spanischer Botschafter abberufen Stimm® des Volkes Werkmeister Willi Zech, Kaalsdorf: Ai^riol Staatspräsident von Frankreich Neuartige Gedankengänge Niederländisch-indonesische Verhandlungen werden wieder aufgenommen Abbruch des Transportarbeiterstreiks beschlossen Rücktritt der Regierung Blum
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