5. Februar
13.02.1976 / Seite 1 / Inland

Treffen Erich Honeckers mit Luiz Carlos Prestes

Brüderlicher Meinungsaustausch mit dem Generalsekretär des ZK der Brasilianischen KP Gemeinsame Würdigung der Rolle der UdSSR für den Kampf aller progressiven Kräfte der Welt

Berlin (ADN), Der Erste Sekretär des ZK der SED, Genosse Erich Honecker, empfing am 12. Februar 1976 im Hause des ZK den Generalsekretär des ZK der Brasilianischen Kommunistischen Partei, Genossen Luiz Carlos Prestes. An der Begegnung nahmen Genosse Hermann Axen, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK, und Hans-Joachim Kobert, stellvertretender Leiter der Abteilung Internationale Verbindungen des ZK, teil. Zwischen den Vertretern der SED und der Brasilianischen Kommunistischen Partei fand ein umfassender Informations- und Meinungsaustausch zu aktuellen Fragen der internationalen Lage, der Entwicklung der internationalen kommunistischen Bewegung und zur Politik beider Parteien statt.

Genosse Luiz Carlos Prestes erläuterte die aktuelle politische und sozialökonomische Lage in Brasilien. Er informierte über den Kampf der Brasilianischen Kommunistischen Partei für Demokratie und sozialen Fortschritt und über die auf die Einigung aller demokratischen Kräfte gerichtete Linie zur Schaffung einer breiten antifaschistischen, patriotischen Front. Er berichtete über die neuerliche Welle barbarischen Terrors in Brasilien, der erneut viele Patrioten und Demokraten, unter ihnen Mitglieder des ZK der Brasilianischen Kommunistischen Partei, zum Opfer fielen.

Genosse Luiz Carlos Prestes informierte über die Besorgnis der brasilianischen Bevölkerung im Zusammenhang mit dem 1975 erfolgten Abschluß des Nuklear-Abkommens zwischen der BRD und Brasilien. Es darf nicht zugelassen werden, daß über diesen Vertrag die reaktionärsten Kräfte Brasiliens und -der BRD sich Zutritt zu Atomwaffen verschaffen.

Erich Honecker informierte Genossen Luiz Carlos Prestes über die Grundfragen der Politik der SED im Zusammenhang mit der Vorbereitung des IX. Parteitages. Er betonte, daß die SED den bewährten Kurs des Aufbaus der entwickelten sozialistischen Gesellschaft, des Kampfes um den Frieden und der solidarischen Unterstützung aller um ihre Freiheit und den gesellschaftlichen Fortschritt kämpfenden Völker im engen Bündnis mit der KPdSU und allen marxistisch-leninistischen Parteien fortsetzen wird.

Genosse Erich Honecker brachte die uneingeschränkte Solidarität der SED mit dem Kampf des brasilianischen Volkes für sline legitimen Interessen zum Ausdruck. Die SED verurteilt die gegen die Brasilianische Kommunistische Partei und andere demokratische Kräfte in Bra- .silien gerichteten Repressalien und fordert die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen.

Die Vertreter der SED und der Brasilianischen Kommunistischen Partei würdigten die aktive Rolle der Sowjetunion für den Kampf aller friedliebenden und fortschrittlichen Kräfte der Welt und drückten ihre Gewißheit aus, daß vom bevorstehenden XXV Parteitag der KPdSU neue, entscheidende Impulse für die Sicherung des Friedens und die Stärkung des Sozialismus ausgehen werden.

Die SED und die Brasilianische KP schätzen die Beschlüsse der Beratung der kommunistischen Parteien Lateinamerikas und des karibischen Raumes im Juni 1975 in Havanna

hoch ein. Ihre Ergebnisse stellen einen wichtigen Beitrag zur weiteren Festigung der Einheit und Geschlossenheit der kommunistischen Weltbewegung dar.

Die SED und die Brasilianische KP fordern die unverzügliche Niederschlagung des Schandprozesses gegen Luis Corvalän und die anderen Repräsentanten der Unidad Populär sowie deren sofortige Freilassung. Sie fordern Freiheit für alle Kommunisten und Demokraten, die in lateinamerikanischen Ländern der Verfolgung ausgesetzt sind.

Sie bekunden ihre Solidarität mit dem gerechten Kampf der MPLA und der Volksrepublik Angola gegen die bewaffnete Aggression der südafrikanischen Truppen und der vom Imperialismus ausgehaltenen Spalterorganisationen.

Beide Parteien verurteilen die großmachtchauvinistische Politik der Pekinger Führer, die überall in der Welt gegen den Frieden und die Interessen der Völker gerichtet ist und dem Imperialismus in die Hände spielt.

Genosse Prestes dankte der SED und der Bevölkerung der DDR für die zahlreichen Beweise der aktiven Solidarität, die sie dem brasilianischen Volk in seinem antifaschistischen Kampf erweisen. Er würdigte die Erfolge bei der/Realisierung der Beschlüsse des VIII. Parteitages der SED und der Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft in der DDR.

Im Geiste des proletarischen Intern nationalismus und der antiimperialistisch-antifaschistischen Solidarität vereinbarten die Vertreter beider Parteien, die brüderlichen Beziehungen zwischen der SED und der Brasilianischen KP weiter zu vertiefen.

Die Begegnung verlief in einer herzlichen und brüderlichen Atmosphäre.

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