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Berlin. Zu einem unvergeßlichen Erlebnis wurde gestern in der Hauptstadt der DDR die Ankunft des Ministerpräsidenten der Republik Indien, Frau Indira Gandhi. Sie folgt einer Einladung des Generalsekretärs des ZK der SED, Erich Honecker, der sie bei ihrer Ankunft auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld freundschaftlich willkommen hieß. Zum Empfang der Repräsentantin des indischen 600-Millionen-Volkes waren gemeinsam mit Erich Honecker der Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Willi Stoph, der Vorsitzende des Ministerrates der DDR, Horst Sindermann, und weitere Mitglieder der Partei- und Staatsführung der DDR erschienen.
Nach dem großen Zeremoniell auf dem Rollfeld des Flughafens gestaltete sich die Fahrt durch die Straßen der Stadt zur Residenz des Gastes, Schloß Niederschönhausen, zu einer begeisternden Demonstration der Freundschaft zwischen den Völkern der DDR und Indiens. Viele Zehntausende Bürger der Hauptstadt säumten die Fahrtstrecke. Sie bereiteten Indira Gandhi und ihrer Begleitung mit Hochrufen und lebhaftem Beifall ein herzliches Willkommen.
Nach einem freundschaftlichen Gespräch zwischen dem Generalsekretär des ZK der SED und Frau Indira Gandhi im Hause des Zentralkomitees fand am Abend zu Ehren des indischen Ministerpräsidenten ein festlicher Empfang im Palast der Republik statt. Erich Honecker und Indira Gandhi würdigten in Ansprachen die enge Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern.
Bei strahlendem Sonnenschein erwarteten auf dem mit den Fahnen beider Länder geschmückten Flugplatz Abordnungen aus den Großbetrieben, weit über zehntausend Bürger der Hauptstadt,* den Gast aus dem fernen Indien. Nach einem Flug über 7000 Kilometer landete die Sondermaschine „Makalu" (Volk) der „Air India" vom Typ Boeing 707 um 16 Uhr in Berlin-Schönefeld.
Hochrufe schallten über das Rollfeld, als^Ihdira Gandhi die Gangway herabkam und Erich Honecker zu ihr sagte: „Ich heiße Sie mit großer Freude auf dem Boden der Deutschen Demokratischen Republik willkommen!" Indira Gandhi — in der Nationaltracht der indischen Frauen, einem hellgrauen, rot abgesetzten Sari — dankte für den warmherzigen Empfang: „Ich bin glücklich, bei Ihnen zu sein!"
Nachdem Willi Stoph und Horst Sindermann den Gast herzlich begrüßt hatten, stellte Erich Honecker ihr die Mitglieder und Kandidaten des Politbüros des ZK der SED Friedrich Ebert, Kurt Hager, Heinz Hoffmann, Werner Krolikowski, Werner Lamberz, Erich Mielke, Erich Mückenberger, Konrad Naumann, Alfred Neumann, Harry Tisch und Paul Verner, Joachim Herrmann, Werner Jarowinsky, Günther Kleiber, Egon Krenz, Inge Lange, Gerhard Schürer und Werner Walde vor.
Während die Hymnen der Republik Indien und der Deutschen Demokratischen Republik erklangen, hallten zu Ehren Indira Gandhis 21 Schuß Salut über den Platz. Der Kommandeur der Ehrenformation der Nationalen Volksarmee, Major Erhard Schlicker, erstattete dem indischen Ministerpräsidenten Meldung mit der Losung des Tages: „Für dauerhafte Freundschaft zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Republik Indien!" Gemeinsam mit Erich Honecker schritt Frau Gandhi die Front ab und verneigte sich vor der Truppenfahne.
Zusammen mit Ministerpräsident Frau Indira Gandhi wurden die Persönlichkeiten ihrer offiziellen Begleitung begrüßt. Zu ihnen gehören. Mir Qasim, Kabinettsminister ohne Geschäftsbereich; Prof. P. N. Dhar, Staatssekretär, Sekretär des Ministerpräsidenten, I. S. Mehta, Staatssekretär für Auswärtige Angelegenheiten, M. Y Sharada Prasad, Berater des Ministerpräsidenten für Informationsahgelegenheiten, A. Damodaran, Abteilungsleiter im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, A. R. Deo, Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Republik Indien in der DDR, S. Haidar, Direktor im Sekretariat des Ministerpräsidenten; P Neville, stellvertretender Abteilungsleiter im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten.
Mitglieder der Pionierorganisation „Ernst Thälmann" überreichten Indira Gandhi und ihrem Gastgeber Blumensträuße. Sodann begrüßten den Gast die Stellvertreter des Vorsitzenden des Staatsrates Dr. Manfred Gerlach, Prof. Dr Heinrich Homann und Hans Rietz; der Präsident des Nationalrates der Nationalen Front der DDR, Prof. Dr. Dr. h. c. Erich Correns; die Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates Manfred Flegel, Wolf gang Rauchfuß," Dr. Hans Reichelt, Rudolph Schulze, Dr. Gerhard Weiss und Dr. Herbert Weiz; der Vorsitzende der DBD, Ernst Goldenbaum, weitere Mitglieder und Kandidaten des ZK der SED, weitere Mitglieder des Ministerrates, unter ihnen der Minister für Auswärtige Angelegenheiten, Oskar Fischer; Mitglieder des Präsidiums der Volkskammer, Mitglieder des Staatsrates und des Präsidiums des Nationalrates und weitere
(Fortsetzung auf Seite 2)
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