Bitte beschreiben Sie kurz, welchen Fehler Sie im Artikel gefunden haben.
Bitte alle mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.
Berlin (ADN). Der GeneralsekretXr des ZK der SED und Vorsitzende des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik, Erich Honecker, empfing am Dienstag Song Jian, Staatskommissar and Vorsitzender der Staatlichen Kommission für Wissenschaft und Technik der VR China. Song Jian weilt als Leiter einer Regierungsdelegation zu Beratungen Ober die Entwicklung der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit beider Linder in der DDR. Er übermittelte die herzlichen Grüße des Generalsekretärs des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, Hu Yaobang, und des Präsidenten der Volksrepublik China, Li Xiannian, die Erich Honecker mit gleicher Herzlichkeit erwiderte.
Während des in aufgeschlossener Atmosphäre geführten Gespräches hob Erich Honecker hervor, die DDR lasse sich stets davon leiten, daß es nichts Wichtigeres gibt, als die Gefahr eines nuklearen Infernos abzuwenden und den Frieden zu sichern. Deshalb unterstütze sie das umfassende von der UdSSR unterbreitete Programm für die Befreiung der Welt von allen Atomwaffen bis zum Jahre 2000 und begrüße die jüngste Initiative Michail Gorbatschows, der durch eine weitere Verlängerung des sowjetischen Moratoriums für Kernwaffentests die USA erneut zum Verhandeln auffordere.
Die DDR werde sich auch weiterhin durch eine Politik des sachlichen Dialogs für die Gesundung der internationalen Lage einsetzen. Indem sie ihr Bündnis mit den sozialistischen Bruderländern ständig weiter festige, sei sie bestrebt, auch die Zusammenarbeit mit allen Staaten der Welt entsprechend den Prinzipien der friedlichen Koexistenz auszubauen.
Von der Stärkung der internationalen Positionen des Sozialis- . mus und des Friedens lasse sich die DDR auch In ihren Beziehungen zur Volksrepublik China leiten. Die sich entwickelnde Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern wirke sich bereits positiv auf den Kampf für die Gewährleistung des Friedens aus.
Erich Honecker machte den chinesischen Gast mit der Bilanz vertraut, die der XI. Parteitag der SED über die Ergebnisse bei der Stärkung des Sozialismus ziehen konnte. Die DDR werde den bewährten Kurs der dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung zum Wohle des Volkes fortsetzen.
Die vom Parteitag mit dem Blick auf das Jahr 2000 beschlossene ökonomische Strategie ziele auf eine noch wirksamere Verbindung von Wissenschaft und Produktion. Dank der ständigen Aufmerksamkeit von Partei und Regierung für die Entwicklung von Forschung und Technik verfüge die DDR vor allem in den leistungsstarken Industriekombinaten über günstige Voraussetzungen, um die Ergebnisse der wissenschaftlich-technischen Revolution immer breiter und effektiver der Intensivierung der Produktion und dem sozialökonomischen Fortschritt nutzbar zu machen.
Erich Honecker unterstrich das Bestreben der DDR, die wirtschaftliche und wissenschaftlichtechnische Zusammenarbeit mit der VR China weiter zu vertiefen und ihr zunehmend einen langfristigen'Charakter zu verleihen. Dabei gelte es, die auf vielen Gebieten vorhandenen Möglichkeiten noch umfassender zu nutzen. Mit dem Handelsabkommen für die Jahre 1986—1990 seien dafür wichtige Gründlagen geschaffen worden. Die DDR schlage vor, für die langfristige Zusammenarbeit auf dem Gebiet von Wissenschaft und Technik zwischen beiden Ländern die notwendigen Vereinbarungen noch in diesem Jahr zu treffen.
Login
