Phjongjanc. Eine machtvolle Kundgebung der Freundschaft, die ganz im Zeichen des engen solidarischen Zusammenwirkens der beiden marxistischleninistischen Parteien, der Staaten und Völker der DDR und der KDVR für Frieden und Sozialismus stand, war beeindruckender Höhepunkt des dritten Besuchstages. Mit stürmischem Beifall nahmen in den Vormittagsstunden des Montag 150 000 Bürger der koreanischen Metropole, die Ränge und Innenraum des Kim- Il-Sung-Stadions füllten, die Reden des Generalsekretärs des ZK der Partei der Arbeit Koreas und Präsidenten der KDVR, Kim II Sung, und des Generalsekretärs des ZK der SED und Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, Erich Ronecker, auf.
Die Massenkundgebung zu Ehren Erich Honeckers, sagte Kim II Sung in seiner Rede, zeige anschaulich, wie stabil der Kampfbund der Freundschaft und Verbundenheit beider Parteien, Staaten und Völker ist. Diese traditionelle Freundschaft und Geschlossenheit werde sich im Kampf um die Verwirklichung der gemeinsamen Ziele und Ideale ständig festigen und weiterentwickeln. Er bezeichnete den Besuch Erich Honeckers als neuen Meilenstein bei der Festigung und Weiterentwicklung der brüderlichen Freundschaft und Zusammenarbeit beider Länder.
Kim II Sung wies nach, wie die Vorzüge und die unbesiegbare Lebenskraft der sozialistischen Ordnung auch in der KDVR deutlich zum Ausdruck kommen, und stellte dem die gegensätzliche Entwicklung in Südkorea gegenüber. Er dankte der DDR für ihre solidarische Haltung zum koreanischen Volk.
Der koreanische Staatsmann bekräftigte nachdrücklich die Unterstützung der KDVR für die Vorschläge, die Michail Gorbatschow in Wladiwostok zur Schaffung einer Zone des Friedens und der Zusammenarbeit im asiatisch-pazifischen Raum und jetzt beim sowjetisch-amerikanischen Treffen in Reykjavik zum Stopp des nuklearen Wettrüstens und zur Abwendung der Gefahr eines nuklearen Infernos unterbreitet hat.
Erich Honecker überbrachte dem koreanischen Brudervolk in seiner Rede herzlichste, brüderliche Kampfesgrüße und dankte für die große Gastfreundschaft im Lande der Morgenfrische. Freude und Hochachtung, sagte er, empfinden wir für die Leistungen der Werktätigen des sozialistischen Korea.
Ein Nuklearkrieg wäre das größte Unglück für unseren Planeten, führte Erich Honecker weiter aus. Deshalb erklären wir: Kampf um Frieden, jetzt erst recht. Der Weltfrieden müsse auf eine stabile, dauerhafte Grundlage gestellt'werden, für die heute Lebenden, die Kinder und Kindeskinder. Mit ihren Vorschlägen zur Befreiung der Menschheit von allen Atomwaffen bis zum Jahre 2000 halbe die Sowjetunion dem Ringen um dieses Ziel starken Auftrieb gegeben. Die DDR suche und pflege bei der Verwirklichung des Abrüstunigsprogramms der Staaten des Warschauer Vertrages den Dialog mit allen, die vernünftig und realistisch an die Frage von Krieg und Frieden herangehen.
Erich Honecker unterstützte nachdrücklich die Vorschläge der Sowjetunion, der KDVR und der anderen sozialistischen Staaten Asiens zur Gewährleistung von Frieden und Sicherheit in der Region. Der sofortige und vollständige Abzug der USA-Tnuppen aus Südkorea wäre ein bedeutender Schritt zur Sicherung des Friedens auf der koreanischen Halbinsel und in ganz Asien. Auch gegen einen ernsthaften Dialog, wie er von der KDVR vorgeschlagen wird, könne es keine vernünftigen Einwände geben.
„Es lebe die brüderliche Freundschaft und Geschlossenheit zwischen dem koreanischen Volk und dem Volk der DDR" war das Motto der Manifestation, das — auf Koreanisch und Deutsch von Zehntausenden Jugendlichen mit farbigen Tafeln gestaltet — die der Ehrentribüne gegenüberliegenden Stadionränge beherrschte. Die Flaggen beider Staaten waren gehißt. Transparente inmitten der Werktätigen verdeutlichten die Kampfverbundenheit von SED und PdAK.
Minutenlang erscholl im Stadion der Beifall. Hochrufe galten beiden Partei- und Staatsführern, als sie gemeinsam mit weiteren Persönlichkeiten der DDR und der KDVR die Ehrentribüne betreten hatten. Hand in Hand grüßten sie die
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Maputo (ADN). Der Präsident der
Frelimo-Partei und der Volksrepublik Mocambique, Samora Moises Machel, ist in der Nacht zum Montag bei einer Flugzeugkatastrophe ums Leben gekommen, wurde am Montagabend in einem gemeinsamen Kommunique des Politbüros der Frelimo-Partei, des Ständigen Ausschusses der
Volksversammlung und des Ministerrats der
Volksrepublik Mogambique in Maputo mitgeteilt. Das Kommunique' wurde vom Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der
Frelimo-Partei Marcelino dos Santos im Rundfunk verlesen. Darin heißt es, der tragische Tod von Samora Machel sei ein unersetzlicher Verlust für das Volk Mocambiques, für die Region und für die gesamte Menschheit. Samora Machel wird als Vater der Nation und Gründer der Volksrepublik Mogambique gewürdigt.
Es wurde eine 60tägige Staatstrauer verkündet.
Die Maschine, mit der Samora Machel von einem Treffen mit den Präsidenten Angolas, Sambias und Zaires von Lusaka aus auf dem Rückweg nach Maputo war, stürzte aus bislang noch ungeklärter Ursache über der südafrikanischen Provinz Natal ab.
Das Politbüro des ZK der Frelimo-Partei, der Ständige Ausschuß der Volksversammlung und der Ministerrat der Volksrepublik Mocambique waren im Verlauf des Tages zu einer Sondersitzung zusammengetreten, um die entstandene Situation zu erörtern. Das Volk Mocambiques wurde aufgerufen, Ruhe und Disziplin zu wahren, Wachsamkeit zu üben. Wie vom Politbüro mitgeteilt wurde, war die Rückkehr des Präsidenten und seiner Begleitung nach Maputo für Sonntag abend erwartet worden. Nachdem die Maschine ausblieb, wurde von den zuständigen Organen Mogambiques die Suche nach dem Flugzeug eingeleitet. Um 6.50 Uhr sei die Führung Mogambiques von den Behörden der Republik Südafrika darüber unterrichtet worden, daß ein Flugzeug Mocambiques, aus der sambischen Hauptstadt Lusaka kommend, über dem Territorium der Provinz Natal abgestürzt sei. Die gleiche .Quelle gab bekannt, daß 34 Personen dabei den Tod fanden, während 10 Menschen überlebt haben sollen.
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