22. Feb.

Ausgabe vom 07.03.1990

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  • Gewerkschaftliche Mitbestimmung in Verfassung und Gesetz verankert

    Berlin (ND-Fleischmann). 14 Gesetze stehen auf der Tagesordnung der 18. Volkskammertagung, die am Dienstag in Berlin begann. Als erstes wurde, zusammen mit den erforderlichen Verfassungsänderungen, das Gesetz über die Rechte der Gewerkschaften in de'r Deutschen Demokratischen Republik mit großer Mehrheit beschlossen ...

  • Gorbatschow—Modrow: Synchronität der Prozesse in Europa sichern

    Es beuchten DETLEF-DIETHARD PRIES und KLAUS JOACHIM HERRMANN

    Moskau. Als Frage aller Fragen bezeichnete Michail Gorbatschow am Dienstag die Anerkennung der Nachkriegsrealitäten in bezug auf die europäischen Grenzen. Vor Beginn seines Gesprächs mit DDR-Ministerpräsident Hans Modrow erklärte Gorbatschow vor Journalisten: „Sollte jemand im Prozeß der Vereinigung beider deutscher Staaten revanchistische Pläne wiederbeleben wollen, ist das eine unverantwortliche Politik und beschwört sehr ernste Folgen herauf ...

  • Rückzieher Kohls und Kompromiß im Streit um polnische Westgrenze in Bonn

    Bonn (ADN). Bundeskanzler Helmut Kohl besteht nicht mehr auf einem Junktim zwischen der Garantie der polnischen Westgrenze sowie dem Verzicht Polens auf Reparationsforderungen und der Zusage von Minderheitenrechten für Deutsche in Polen. Nach einem dreieinhalbstündigen Spitzengespräch der Regierungsparteien CDU, CSU und FDP im Bonner Kanzleramt einigten sich dieKoalitionspartner in der seit Tagen andauernden Kontroverse auf die Kompromißformel, beide Probleme getrennt zu behandeln ...

  • Zu reformieren gibt es auch in der BRD einiges

    Angermünde (ND-Kimmel). Was den. Schwerinern recht war, sollte den Angermündern nur billig sein. In der Bezirksstadt gab die Sport- und Kongreßhalle die Kulisse zum Wahlkampfauftakt der PDS ab, und so hatten auch die Bürger der Kreisstadt im Norden von Frankfurt (Oder) Gregor Gysi für Dienstag nachmittag in eine Sporthalle eingeladen — die der Ehm-Welk- Oberschule ...

  • Garantien

    Das Gewerkschaftsgesetz und eine entsprechende Verfassungsänderung wurden gestern von der Volkskammer beschlossen. Das war mit Sicherheit ein Erfolg für die Werktätigen in unserem Land — auch wenn vielleicht nicht jedem heute schon die volle Tragweite bewußt ist. Damit sind Pflöcke eingeschlagen, die verhindern, [daß künftig die Marktwirtschaft auf Kosten des Arbeiters ungehemmt ausufert ...

  • Strikt gegen Einmischung in DDR-Wahlkampf

    Moskau (ADN). Gegen eine Einmischung der BRD in die inneren Angelegenheiten der DDR hat sich der sowjetische Staatsund Parteichef Michail Gorbatschow entschieden ausgesprochen. In einem gemeinsamen Interview des Fernsehens der DDR und der ARD erklärte er am Dienstag: „Ich verfolge von Moskau aus die Wahlkampagne und sehe, daß einige es sehr eilig haben und einige andere anderen ihre Meinung aufdrängen möchten ...

  • BRD-Politiker: Übersiedlerstrom begrenzen

    Bonn (ADN). Politiker aller in Bonn vertretenen Parteien haben am Dienstag ihre Forderungen nach einem Kurswechsel bei der, Aufnahme von Aus- und Übersiedlern in der Bundesrepublik bekräftigt. Dabei soll vorrangig eine Begrenzung des Zuzugs von DDR-Bürgern erreicht werden. Sowohl die von Oskar Lafontaine geführte Regierung des Saarlandes als auch Bayern und Schleswig-Holstein wollen in die für den 16 ...

  • Putschversuch in der Hauptstadt Afghanistans

    Kabul (ADN). Ein Putschversuch gegen Präsident Najibullah ist am Dienstag in Kabul offensichtlich gescheitert. Laut TASS erklärte die Regierung am Abend, aller Widerstand sei unterdrückt, die ganze Stadt unter Kontrolle. Vom Oberkommando der Armee verlautete, Garnisonen der Regierungstruppen aus dem ganzen Lande hätten ihre Unterstützung für Najibullah versichert ...

  • Immer mehr ohne Job

    Nürnberg (ADN). Während laut Bundesstatistik die Arbeitslosenzahlen in der BRD im Februar leicht absanken, ist die Anzahl der arbeitslosen DDR-Übersiedler weiter kräftig gestiegen. Wie die Bundesanstalt für Arbeit am Dienstag in Nürnberg bekanntgab, ging zwar die Zahl der arbeitslosen Bundesbürger um knapp 39 000 auf 2,15 Millionen zurück ...

  • BGS — Zukunft ä la Schäuble

    Bonn (ADN). Nach Auffassung von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble ist der bis jetzt mit 1,3 Milliarden D-Mark finanzierte Bundesgrenzschutz (BGS) auch in einem vereinten Deutschland unverzichtbar. Anläßlich der Vorlage des BGS-Tätigkeitsberichts für 1989 erklärte der CDU-Minister am Dienstag in Bonn, wenn sich die Hoffnung nach deutscher Einheit in absehbarer Zeit erfülle, werde dies nicht ohne Folgen für die Aufgabenstellung und Struktur des BGS bleiben ...

  • Einladung an Verteidigungschefs

    Bonn (ADN). Die Verteidigungsminister der BRD und der DDR sollen vor dem Ausschuß für Verteidigung und Sicherheit der Nordatlantischen Versammlung ihre sicherheitspolitischen Vorstellungen zur deutsch-deutschen Entwicklung darlegen. Dieser Wunsch der NATO-Parlamentarier nach Unterrichtung aus erster Hand wird in gleichlautenden Schreiben an Bundesverteidigungsminister Stoltenberg und seinen DDR-Amtskollegen Hoffmanm geäußert ...

  • Eiszeit in Alaska

    Valdez. Unter der Last von über zwölf Meter hohen Schneebergen fühlen sich gegenwärtig selbst die an Schnee und Eis gewöhnten Einwohner von Valdez am Prince-William-Sund in Alaska wie in eine neue Eiszeit versetzt.

  • Zirkustiere verbrannten

    Instanbul. Bei einem Feuer in einem Zelt des gegenwärtig in Istanbul gastierenden Moskauer Staatszirkus sind am Dienstag mindestens 15 Tiere qualvoll in ihren Käfigen umgekommen.

  • Chaos in Madrid

    Madrid. Zu einem Verkehrschaos kam es am Dienstag in Spaniens Hauptstadt, weil alle zehn Linien der Metro in den Spitzenzeiten geschlossen blieben. 1100 U-Bahn-Fahrer streikten.

  • Explosion in Kohlegrube

    Moskau. Bei einer Methangasexplosion in der Kohlegrube „Lenin" in Tkwartscheli in der Autonomen Sowjetrepublik Abchasien wurden am Dienstag fünf Bergleute getötet.

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  • Frauenrechte in der DDR auf der Waage

    Endlich ist die soziale Stellung der Frau ein Thema für öffentliche Diskussionen in unserer Gesellschaft geworden. Leider können wir uns dabei nicht nur auf das konzentrieren, was wir unbedingt verändern müssen, sondern sind gezwungen, uns auch um den Erhalt des Erreichten zu sorgen; und das ist nicht wenig ...

  • Fehdehandschuh und Faustrecht

    Der Fehdehandschuh liegt auf dem Tisch der Regierung Modrow. Der Landesverband Berlin-Brandenburg des Unternehmerverbandes der DDR hat ihn geworfen. Er will sich von der Regierung nichts mehr sagen lassen. Handwerker, Gewerbetreibende, Unternehmer werden ab sofort, ihre Preise selbst kalkulieren. „Zivilen Ungehorsam" nennen sie das ...

  • .. .fordere ich, meinen Besitz pfleglichst zu behandeln

    ND hat am gestrigen Dienstag an dieser Stelle über die „Bürgerinitiative Wohngrundstücke" in der Gemeinde Rangsdorf (Bezirk Potsdam) berichtet, in der sich Eigenheimbewohner gegen die Besitzansprüche von Westberliner bzw. BRD-Bürgern an ihren Häusern und Grundstücken zur Wehr setzen. Wir dokumentieren dazu nachfolgenden Briefwechsel zwischen Osnabrück (BRD) und Rangsdorf (DDR) ...

  • Behinderte nun gehindert?

    Unsere Tochter Simone (21) ist infolge eines Tumors im Rückenmarkkanal seit zehn Jahren querschnittsgelähmt. Rund acht Jahre brachte sie in Kliniken, Krankenhäusern und Bildungseinrichtungen zu. Sie ist gelernte Mascftinenschreiberin. Trotz der durch Gesetze festgeschriebenen Rechte verlief nicht alles reibungslos ...

  • L

    iE SERBRIEFE

    In einem offenen Brief an Ministerpräsident Modrow äußerten sechzehn Bürger der Stadt Xanten (BRD) ihre Empörung über die Art und Weise, „in der unsere Bundesregierung mit der Regierung und den Bürgern der DDR gegenwärtig umspringt". Sie schreiben: Wir sind empört über — die erpresserische Forderung ...

  • Em^Miiwändegegem einen Gewaltritt zur Einheit

    Bonn (ND/ADN). Demokratisch, europäisch, entmilitarisiert — so müßten die Attribute der deutschen Vereinigung lauten. Diese Forderung wird den Befürwortern eines Gewaltrittes zur deutschen Einheit in Bonn entgegengehalten. DEMOKRATISCH. SPD-Parteiund Fraktionsvorsitzender Hans- Jochen Vogel warnte davor, ...

  • ROSI BLASCHKE

    denn nun zu einer deutschen Einheit kommen soll. Aber genau das ist der neuralgische Punkt, an dem die schmerzhafte Bonner Diskussion zum innen- und außenpolitischen Debakel geworden ist. Helmut Kohl, der sich schon als neuer Reichsgründer sieht, will das Ganze quasi als „Notzuchtverfahren" hinter sich bringen, schnell und schmerzhaft ...

  • Personalien

    Vor- und Querdenker

    Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, Wirtschaftsjurist und Politiker, will ab 1. April als Gastprofessor in Leipzig über Grundlagen der sozialen und ökologischen Marktwirtschaft dozieren. Dem 60jährigen ehemaligen Schulfreund von Helmut Kohl aus Ludwigshafen wird nachgesagt, ein scharfsinniger Analytiker zu sein ...

  • OMMENTIERT

    dem Fall sensiblen Sicherheitsstrukturen des Kontinents. Zu einem vereinten Deutschland, das in der NATO ist, gibt Gorbatschow nicht sein Plazet. Die Sowjetunion könne eine solche Verschiebung des Gleichgewichts ebensowenig akzeptieren, wie der Westen einer Aufnahme Deutschlands im Warschauer Pakt beipflichten würde ...

  • Übersiedlern keine Anreize geben

    Berlin (ND). Konrad Weiß, Sprecher der Bürgerbewegung Demokratie Jetzt, wandte sich am Dienstag mit einem offenen Brief an Bundeskanzler Kohl. Darin wird betont, daß es die Bürgerbewegung für geboten hält, mit dem 18. März 1990 das Aufnahmeverfahren für Ü.bersiedler aus der DDR einzustellen und alle damit verbundenen Vergünstigungen aufzuheben ...

  • Irritationen ausgeräumt?

    In Bonn mußte am Dienstag der Schaumlöscher eingesetzt werden, um den Schwelbrand in der Koalition vor dem Aufflammen schnell noch einzudämmen. Alle Irritationen über die Bonner Haltung zur polnischen Westgrenze seien nun ausgeräumt, behauptete Kanzleramtsminister Seiters nach der Koalitionsrunde, die bereits um acht Uhr morgens begonnen hatte ...

  • K

    Wegmarkierung für danach

    Den Wunsch aller beteiligten Partner an der Begegnung im Kreml, die freundschaftlichen Beziehungen mit der Sowjetunion fortzusetzen, wertete DDR-Premier Hans Modrow am Verhandlungstisch als „wichtiges Element, das über die Wahlen am 18. März hinausreicht". Eine solche Übereinstimmung wiegt deshalb so ...

  • K.

    Osnabrück, den 27. 2. 1990 Sehr geehrter Herr Dr. K., unbeschadet Ihres nach internationalen Maßstäben widerrechtlichen Haus- und Grunderwerbs vom damaligen SED-Unrechtsstaat, betrachte ich Ihren „Erwerb" weiterhin als mein rechtmäßiges Eigentum. Parallele hierzu hat es in der widerlichen NS-Zeit gegeben, als man z ...

  • Leipziger Messe ohne Ausländer?

    Bezug nehmend auf Ihren Artikel „Ausländer nicht mehr sicher?" (28. Februar, Seite 1), möchte ich mein Unverständnis über das inaktive Verhalten der Polizei zum Schutz der ausländischen Bürger (die selbst in ihren Wohnunterkünften angegriffen werden) zum Ausdruck bringen. Wie stellt sich die Stadt Leipzig ...

  • Fraktions-Querelen

    Was ist schon das Parteiengefüge der BRD gegen das, was die DDR in das gemeinsame Deutschland einbringt? Über drei Dutzend registrierte Parteien und Vereinigungen — darunter auch die Deutsche Biertrinker-Union. Das haben nicht einmal die Bayern vorzuweisen. Wir, die Weintrinker der DDR, wären schon längst registriert, gäbe es nicht die Querelen zwischen den Fraktionen ...

  • „Showkolade" nicht zur Klamotte machen

    Günther Emmerlich, Baß an der Dresdener Staatsoper, ist vornehmlich bekannt geworden als Moderator und Gestalter der „Showkolade", einer der beliebtesten Sendungen des DDR- Fernsehens. Was ihn persönlich auszeichnete, waren guter Geschmack, feiner Humor und nicht zuletzt eine kulturvolle Stimme. Ein Mann, der mit so hohem künstlerischem Anspruch auftritt, ist seinem Ruf natürlich besonders verpflichtet ...

  • DAS REDAKTIONSKOLLEGIUM

    Dr. Wolffanr Spickermann (Chefredakteur); Reiner Oscfamann, Michael Müller, Dieter Brflckner, Dr. Rolf Günther (stellvertr. Chefredakteure); Rosemarie Blaschke, Feter Berrer, Karin Dörre, Hans-Jörg GlOde, Gerd Prokot, RedaktionssekretSr Reinhard Götze. Verlafsdlrektor Rudolf Danek

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  • Vizepräsident des Bundestages: Kohl ist dabei, weltweit Porzellan zu zerschlagen

    Bonn (ADN/ND). Die Sozialdemokraten sehen in den jüngsten Vorstößen von Bundeskanzler Helmut Kohl zur Deutschlandpolitik und zur polnischen Westgrenze eine schwere „Demütigung und Demontage" von Außenminister Hans-Dietrich Genscher. Es werde sich zeigen, welches Stehvermögen die Freien Demokraten in dieser Situation aufbrächten, sagte der SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel am Dienstag vor Journalisten in Bonn ...

  • Ereignisse in Kabul nicht überraschend

    Berlin (ND-Pilz). Nachdem am Dienstagnachmittag in Kabul bekanntgeworden war, daß Generalleutnant Tanai nach Mißlingen des Putschversuches hatte flüchten können, wandte sich das Oberkommando der afghanischen Armee über das Fernsehen an die Garnision von Kabul und die Verteidigungsräte der Provinzen. ...

  • Staatsanwälte nun mit Berufsorganisation

    Die Staatsanwälte der DDR haben eine Berufsorganisation gegründet. ND fragte den Vorsitzenden Jürgen Bischoff: Nachholebedarf oder dringliche Tagesaufgabe? Genaugenommen beides. Der Bund der Staatsanwälte ist auf Drängen vor allem der jungen Kollegen an der Basis entstanden. Wir sind der Meinung, daß der im Prozeß der Erneuerung befindliche Staat befähigte und unabhängige Staatsanwälte braucht, die daran mitwirken, Rechtsstaatlichkeit für jeden Bürger zu gewährleisten ...

  • DDR-Touristen bald ohne Visa-Stau nach Italien?

    Die italienische Fremdenverkehrsbranche rechnet damit, daß sich der gegenwärtige Visa-Stau für reiselustige DDR-Bürger schon in aller Kürze auflösen wird. Wie der Präsident des Staatlichen Italienischen Fremdenverkehrsverbandes „Enit", Dr. Marino Corona, am Dienstag erklärte, hat „Enit" an das Außenministerium in Rom einen Antrag gerichtet ...

  • Rebellen aus dem Norden rücken immer weiter vor

    Addis Abeba. Vor vier Jahren wurde die Anlage noch auf einer äthiopischen Sonderbriefmarke gewürdigt, heute ist sie von den Angriffen der regierungsfeindlichen Rebellen bedroht: Der mit viel Aufwand ausgebaute internationale Flughafen von Bahir Dar. Das Rollfeld, in dessen Nähe schon heftige Gefechte toben sollen, besitzt strategische Bedeutung ...

  • Helmut Kohl gab „Allianz Schützenhilfe für Wahl

    Magdeburg (ND-Pötzsch). Nach Schützenhilfe aus der BRD für ihren Wahlkampf in der DDR hatten die in der „Allianz für Deutschland" vereinten DA, DSU und CDU wieder einmal für die Veranstaltung am Dienstagabend auf dem Magdeburger Domplatz gerufen. Nur zu gerne gefolgt war der Einladung Bundeskanzler Helmut Kohl, der die Vorsitzenden dieser Parteien Wolfgang Schnur, Hans-Wilhelm Ebeling und Lothar de Maiziere begleitet hatte ...

  • International

    Steigender Warenfluß zwischen DDR und BRD

    Bonn (ADN). Der Handel zwischen beiden deutschen Staaten hat 1989 einen Gesamtumsatz von 15,5 Milliarden Mark erreicht. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahres um neun Prozent übertroffen. Die Lieferungen aus der Bundesrepublik erreichten dabei einen Wert von 7,7 und die der DDR von 7,8 Milliarden Mark, meldete AP am Dienstag unter Berufung auf das Bundeswirtschaftsministerium in Bonn ...

  • Tollkühne Männer mit ihrer fliegenden Kiste in Dessau

    Dessau (ND-Jäger). Auf dem ehemaligen Werkflughafen der Junkers-Werke in Dessau landete am Dienstagnachmittag nach 45 Jahren wieder eine Ju 52/3m. Bürger der Muldestadt drängten sich, um den Landeanflug der Dreimotorigen zu beobachten. Die Maschine — in Dessau gebaut und 1936 in Dienst gestellt — wurde 1985 in den USA von der Lufthansa gekauft und in deren Hauptwerft in Hamburg neu aufgebaut ...

  • IBM-Konzern zerrt an COCOM-Fesseln

    Stuttgart (ADN). Die DDR sollte aus den COCOM-Vereinbarungen herausgenommen werden. Für eine solche Entscheidung hat sich der Vorsitzende der Geschäftsführung von IBM Deutschland, Hans- Olaf Henkel, im Vorfeld der Leipziger Frühjahrsmesse ausgesprochen. Die Vereinbarungen, die den Export strategischer Güter aus dem Hochtechnologiebereich in den Osten erschweren, behinderten eine rasche Entwicklung der DDR und seien in vielen Bereichen faktisch überholt ...

  • Washington schießt sich nun auf Kuba ein

    Washington (ADN). Die USA- Administration will darauf drängen, daß Nikaragua und Panama ihre Beziehungen zu Kuba abbrechen, um so politischen und ökonomischen Druck auf Fidel Castro auszuüben, erklärte Vizepräsident Dan Quayle am Montag vor Kriegsveteranen. „Wir haben Kuba nicht aufgegeben", sagte Quayle ...

  • USA-Militär: START nur mit Vorbehalt

    Washington (ADN). Der Chef des Strategischen Luftkommandos (SAC) der USA, General John Chain, hat die weitere Unterstützung der amerikanischen Militärs für den START-Vertrag von voller Finanzierung des Stealthoder „Tarnkappen "-Bombers B 2 und weiterer Raketenmodernisierungsprogramme durch den Kongreß abhängig gemacht ...

  • Salzburg-Verbot für überlaute Flugzeuge

    Wien (ADN). Überlaute Flugzeuge dürfen ab 1. Mai dieses Jahres nicht mehr auf dem Flughafen von Salzburg starten und landen. Jegliche Ausnahmen von dem Verbot haben die regierenden Körperschaften des Bundeslandes und der Stadt Salzburg am Montag abgelehnt Nach den Worten des designierten Salzburger Bürgermeisters, Harald Lettner, entspricht diese Entscheidung den Interessen der lärmgeplagten Bevölkerung ...

  • Bonn bestätigt: BND las in DDR-Post mit

    Bonn (ADN). Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat bis in die Februartage hinein ungebeten in DDR-Briefen herumgeschnüffelt. Das hat Staatsminister Lutz Stavenhagen am Dienstag in Bonn offiziell bestätigt. Wie er mitteilte, sei die „Briefkontrolle" mit dem ausschließlichen Zweck geführt worden, Sachinformationen zu erfassen, um daraus rechtzeitig die „Gefahr eines bewaffneten Angriffs auf die Bundesrepublik Deutschland" zu erkennen ...

  • Ab sofort nur noch Tschechische Republik

    Prag (ADN). Der Tschechische Nationalrat hat am Dienstag mit sofortiger Wirkung die Umbenennung der Tschechischen Sozialistischen Republik in Tschechische Republik beschlossen. Ein adäquates Gesetz für den slowakischen Landesteil war von dessen Parlament bereits am vergangenen Donnerstag angenommen worden ...

  • Rotationsprinzip in Albaniens Wirtschaft

    Tirana (ADN). Führende Wirtschaftskader in Albanien müssen künftig spätestens nach 10 Jahren ihren Posten zur Verfügung stellen, geht aus einer Verordnung der', albanischen Regierung hervor1."' Wie die Tiraner Zeitung „Zeri i Popullit" mitteilt, sind "davon neben Betriebsleitern und Werkdirektoren unter anderem auch Ingenieure in leitenden Stellungen sowie Brigadiers betroffen ...

  • Unionsfraktion will in Dresden tagen

    Bonn (ADN). Die Bundestagsfraktion der CDU/CSU wird am kommenden Freitag zu ihrer Sitzung erstmals in Dresden zusammenkommen. An der Sitzung nehmen auch Repräsentanten der in der „Allianz für Deutschland" vertretenen Parteien teil. Die Bundestagsfraktion will auf der Sitzung eine „Dresdner Erklärung" zur Volkskammerwahl in der DDR abgeben ...

  • Behindertenverband bittet um Spenden

    Magdeburg (ADN). Für den Ende April in Berlin stattfindenden Gründungskongreß des Behindertenverbandes erbittet das vorbereitende Präsidium Spenden von Parteien, Organisationen, Betrieben, Einrichtungen und Bürgern. Die Kontonummern: Berliner Stadtkontor 6651-39-89 (Mark der DDR), Berliner Stadtkontor 6651-57-30850 (Valutakonto) ...

  • Sowjetvertreter beim Runden Tisch

    Berlin (ADN). Der Runde Tisch — Errungenschaft der revolutionären Entwicklung in der DDR — stellte sich am Dienstag einer Delegation des Obersten Sowjets der UdSSR vor. Die Gäste interessierten sich vor allem für den politischen Einfluß des Gremiums, seine Arbeitsweise und Positionen zur Vereinigung beider deutscher Staaten ...

  • Kf z-Einf uhr künftig wesentlich erleichtert

    Berlin (ADN). Ab 12. März können DDR-Bürger Straßen-, Wasser- und Anhängefahrzeuge ohne Alters- und Typenbegrenzung zu nichtkommerziellen Zwecken ein- und ausführen. Die Zollgenehmigung kann direkt an den Grenzübergangsstellen eingeholt werden. Einfuhrgebühren werden um etwa 70 Prozent gesenkt

  • Kommunalwahlen für 6. Mai ausgeschrieben

    Berlin (ADN). Die Wahlen zu Kreistagen, Stadtverordnetenversammlungen — einschließlich von Berlin —, Stadtbezirksversammlungen und Gemeindevertretungen hat der Staatsrat der DDR für den 6. Mai 1990 ausgeschrieben.

  • Erneut Orkanböen über Oberharzer Bergen

    Wernigerode (ADN). Über die Oberharzer Berge tobte am Dienstagmittag erneut ein Weststurm mit Windstärke elf. Die Orkanböen erreichten bis zu 154,8 Kilometer pro Stunde.

Seite 4
  • Collin

    Rechte beim Buchverlag Der Morgen

    nur durch Beibringung eines Krankheitsattests entziehen können, unterschrieben übrigens von einem kleinen Internisten an einem städtischen Krankenhaus mit Namen Geriinger. Es sei mir jedoch lieb, seine Gefühle für Collin zu kennen; wäre nicht dessen plötzliche Erkrankung, ich hätte vielleicht den Fauxpas ...

  • künftigen Tyrannen

    Im Männerheim unter Frau Merschmeyers Wiener Metzgerei (Bühnenbild: Peter Hein) wird zum Auftakt andächtig Friedrich Hölderlin zitiert: „Immer spielt ihr und scherzt? ihr müßt! o Freunde! mir geht dies / In die Seele, denn dies müssen Verzweifelte nur." Scherz und Verzweiflung sind denn auch die hauptsächlichen geistigen Ingredienzien des Spiels „Mein Kampf" von George Tabori, das Thomas Langhoff am Berliner Maxim Gorki Theater in DDR- Erstaufführung so drastisch wie süperb inszenierte ...

  • Ein „blauerBrief" — Kommentar überflüssig

    Ein Notruf erreichte uns aus Dresden. Uwe Baum, Leiter des Amateurtheaters der Bauarbeiter, übermittelte uns ein Schreiben des VEB (B) Wohnungsbaukombinat Dresden vom 22. Februar 1990, in dem es — weniger kurz denn bündig heißt: „Werter Herr Baum! Die Situation in unserem Lande erfordert auch in unserem Kombinat eine höhere Effektivität ...

  • Kritik

    Kleinholz Von PETER BERGER

    Da ist er also wieder, Rechtsanwalt Liebling aus Berlin- Kreuzberg, der längst auch Publikumsliebling ist zwischen Sonneberg und Bergen. Was der ARD- Serie grenzüberschreitende Popularität eingebracht hat, war nicht nur die Genauigkeit des „Kleine- Leute-Milieus", das unverkennbar die Hauptfigur prägt; es war auch der moralische Anspruch dieser Figur, die sich zum Anwalt der Armen, der Benachteiligten macht, sicher geleitet von Professionalität und sozialem Gerechtigkeitssinn ...

  • ^MwhenäbendwrSchäuspielhäui

    „Keinen hat es je gereut" — so begann Peter Schreier zu singen, als er im Schauspielhaus den Liederfreunden aufwartete. Hundert Minuten pausenlosen Liedgesanges, auf einen Komponisten und ein Werk konzentriert. Kein Zwi^- schenbeifall. Auch keine sonstigen „Geräuschbelästigungen" durch Huster. Im großen Saal lauschte man Ludwig Tiecks und Johannes Brahms' Liederwerk: der „Wundersamen Liebesgeschichte von der schönen Magelone und dem Grafen Peter aus der Provence" ...

  • Weniger Bücher in der „DIE"-Reihe?

    Eulenspiegel und Das Neue Berlin fühlten sich nach wie vor jenen Autoren verpflichtet, die den beiden Verlagen über Jahrzehnte hinweg das Gepräge gegeben haben, betonte Direktor Wolfgang Sellin am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Und so enthält das Programm denn auch so bekannte Namen wie Irmgard Abe und Matthias Biskupek, Jochen Petersdorf und Hansgeorg Stengel ...

  • Kurz

    BILD-PREMIERE. Erstmals in der Öffentlichkeit zu sehen ist in der Berliner Galerie am Weidendamm Wolf Vostells Werk „9. November 1989 - Berlin". Mit diesem vor drei Monaten unter dem Eindruck der Zeitereignisse geschaffenen Bild wird erstmals eine Arbeit (des 1932 in Leverkusen geborenen und heute in Spanien und Westberlin lebenden Künstlers in der DDR gezeigt ...

  • Roman

    14. Fortsetzung So kam ich denn zurück und fand Havelka voller Anerkennung für Christine; einfühlsam, klug, Frau mit Herz, das waren so einige Worte. Von dem Ergehen der eigenen Frau sprach er recht allgemein, woraus ich schloß, daß er nichts Gutes zu berichten hatte - aber Collin, habe er erfahren, Collin läge in der Klinik, doch wahrscheinlich wisse ich das längst ...

  • Privatagentur im Oderbruch

    Die Gründer der jetzt gegründeten Privatagentur Concert-Communication-Concept aus Frankfurt (Oder), Regisseur Heinz Berthold und Kulturhausleiter Bernhard Sobanski, wählten zum Termin ihrer ersten Werbeaktion das Osterfest. An zwei Tagen sollen sich die Frankfurter und ihre Gäste an einem „Fest der Unbekümmertheit, der Ausgelassenheit und des Frohsinns" in der Frankfurter Innenstadt erfreuen ...

Seite 5
  • TCüRZ

    Neue Preise. Für Baureparaturen gelten ab 15. März kostendeckende Preise. Sie ermöglichen rentables Arbeiten und sollen mehr Interesse für die Übernahme von Baureparaturen wecken. Für die Bürger bedeutet die Preiserhöhung keine Belastung, die Auswirkungen werden durch den Staatshaushalt ausgeglichen ...

  • Mit Argwohn verfolgt

    Dem Gesetzentwurf und der Verfassungsänderung stimme die PDS zu, da sie darin eine Rechtsgarantie für künftige gewerkschaftliche Arbeit sehe, begründete Käthe Niederkirchner im Namen der Partei des Demokratischen Sozialismus. Die Diskussion über das Gewerkschaftsgesetz noch vor dem 18. März entspreche dabei den Erwartungen der großen Mehrheit der Werktätigen im Lande ...

  • Allein stehen wir wie ein Rohr im Wind da

    In der DDR wird stark über das Verhältnis Gewerkschaft - Betriebsrat diskutiert. Wie halten Sie das hier bei Opel? Rund 80 Prozent der Belegschaft im Opel-Werk Rüsselsheim sind gewerkschaftlich organisiert. Meine Heimat ist die IG Metall, und ich bin als überzeugter Gewerkschafter Betriebsratsvorsitzender ...

  • Wie das Menschenrecht auf Wohnraum schützen?

    Wie soll angesichts der Ansprüche ehemaliger Haus- und Grundstücksbesitzer und der Forderungen nach Beseitigung der Mietsubventionen das Menschenrecht auf Wohnraum geschützt werden? Müssen Rentner unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen Sozialabbau, gar Armut ' befürchten? Antworten auf diese Leserfragen entnahmen wir einem Positionspapier der Kommission Wirtschafts-, Landwirtschaftsund Sozialpolitik des PDS-Parteivorstandes ...

  • Lebensabend—Ankunft im sozialen Abseits?

    Wir halten es für einen Grundzug einer Solidargemeinschaft, jenen, die dieses Land mit ihrer Arbeit geschaffen haben, Achtung und Wertschätzung zu erweisen. Es muß mit der schlechten Gewohnheit Schluß gemacht werden, ältere Menschen ausschließlich als sozial Schwache zu sehen, wenngleich das für nicht wenige zutrifft ...

  • Von Millionen beraten

    Helga Mausen, Vorsitzende des Geschäftsführenden FDGB-Vorstandes, begründete die gewerkschaftliche Gesetzesinitiative. Seit 38 Jahren habe ein Parlament der DDR erstmals die historischen, demokratischen Voraussetzungen für wirklich freie, unabhängige und kampfstarke Gewerkschaften zu schaffen. Damit werde die demokratische Mitbestimmung im Prozeß des Zusammenwachsens beider deutscher Staaten wesentlich erweitert ...

  • PDSi Die gute Adresse

    Haus der PDS am Marx-Engels-Platz lädt ein 9. Mira: Der Stalinismus im Brennpunkt von Film — Literatur — Geschichte mit M. Schatrow, P. Firsow, W. Loginow, A. Waxberg Beginn: 18.00 Uhr 10. März: ROSA-LUXEMBURG-AKTIONSTAG für demokratischen Sozialismus — eine Veranstaltung der AG Junger Genossinnen Aus dem Programm: — Spitzenkandidaten der PDS im Gesprich mit Gregor Gysi, Marlies Deneke, Elke Leonhardt u ...

  • Euphorie verstellt den Blick für die Realitäten

    Mannheim (ND-Baufeld). Über 350 Unternehmen aus dem Rhein- Neckar-Dreieck bekunden großes Interesse an Geschäftsbeziehungen mit der DDR. Dies ergab eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar. Etwa die Hälfte davon wickelt bereits Handelsgeschäfte mit der DDR ab, über 170 Unternehmen möchten in Kürze auf diesem Markt präsent werden ...

  • Mißbrauch von Macht?

    Der Abgeordnete Rolf Knöfler, Vorsitzender des Volkskammerausschusses für Arbeit und Sozialpolitik, bestätigte, daß der überarbeitete Entwurf verfassungskonform sei. Mit Blick auf viele Probleme der Nichteinhaltung des Arbeitsrechts betonte er zudem: Das Arbeitsgesetzbuch besitzt nach wie vor volle Gültigkeit, und niemand hat das Recht, sich über einzelne Bestimmungen hinwegzusetzen ...

  • DDR-Sozialreport öffentlich

    Berlin (ND-Schmidt). Erstmals gibt jetzt eine DDR-Veröffentlichung Auskunft über die Zahl der Selbsttötungen. Für 1987 sind 5005 Suizide ausgewiesen, 1988 waren es 4768. Der am Dienstag ■von Soziologen der AdW der ■Presse übergebene „Sozialreport 1990" enthält allerdings weit mehr. Er bietet auf 352 ...

  • Wahrung der Interessen

    Die NDPD-Abgeordnete Karin Engert räumte ein, daß zwischen den auf wirtschaftliche Effizienz gerichteten Interessen der Unternehmen und den sozialen Belangen der Beschäftigten Widersprüche entstehen können. Um diese im Sinne sozialer Gerechtigkeit lösen zu können, halte die NDPD in einer sozialen Marktwirtschaft die Interessenwahrung durch freie unabhängige Gewerkschaften für unabdingbar ...

  • Klares Ja zu Streikrecht und Aussperrungsverbot

    Ein großer Berg von Zuschriften im Plenarsaal der Volkskammer verwies während der Tagung der Abgeordneten am Dienstag in Berlin auf das riesige Interesse der DDR-Bürger am Tagesordnungspunkt 1 des Hohen Hauses: die 2. Lesung des Gewerkschaftsgesetzes und einer damit im Zusammenhang stehenden Verfassungsänderung ...

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  • Neue Partei oder Wertegemeinschaft?

    Fast siebzig Jahre nach Gründung ihrer Partei stehen Italiens Kommunisten an einem Scheideweg. Mit anderen Strukturen und neuen programmatischen Zielstellungen soll aktuellen Herausforderungen begegnet und eine Wende vollzogen werden. Im November unterbreitete IKP-Generalsekretär Achille Ochetto den Vorschlag, eine konstituierende Phase zur Schaffung einer neuen, breiten Formation linker Kräfte zu eröffnen, und löste damit eine kontroverse Debatte aus ...

  • Seit 12 Jahren Kapitän im Cockpit

    Niki Lauda, Österreicher, 40 Jahre alt, war in den 70er Jahren der Mann im Formel-I-Geschäft. Zwei WM-Titel machten ihn zu einer Ausnahmeerscheinung im Automobil-Rennsport. Als er aus dem Boliden stieg, gründete er eine eigene Fluggesellschaft, die Lauda-Air. Lauda — einer, der sich immer mit der Technik verband und das Schnelle liebt, einer, der gnadenlos das Geschäft im Profisport zu nutzen verstand ...

  • Ein Wechselbad der Gefühle

    Bis zur Halbzeit sah es ziemlich finster aus, was da im Weltmeisterschafts-Spiel gegen die Spanier von den DDR-Handballern zustande gebracht wurde. Es begann gleich mit drei Würfen an das Torholz und Fehlversuchen von Bonath und Borchardt. Der Stand von 2:6 nach 15 Spielminuten war die Quittung. Die Liste der vergebenen Chancen und verstolperten Angriffe ließe sich noch reichlich erweitern ...

  • Südafrikas Militär am Scheideweg

    Während der Reformzug am Kap der Guten Hoffnung an Tempo gewinnt, schwelt im südafrikanischen Militär der Konflikt zwischen liberalen und konservativen Ofizieren. Aber auch in den Reihen der Polizei kriselt es. Ihr Image ist ebenso wie das der Militärs und der Geheimdienste durch Terrorakte stark angeschlagen ...

  • Zurückhaltung Bagdads über Golf-Initiative der UNO

    Die neuerliche Initiative von UNO-Generalsekretär Perez de Cuellar zur Beilegung des Golfkonflikts hat in der internationalen Öffentlichkeit Anklang gefunden. Sie zielt darauf ab, in zweimonatigen direkten Gesprächen zwischen Vertretern Iraks und Irans den Weg für eine dauerhafte Lösung zu ebnen. Doch die Reaktion Bagdads ist eher zurückhaltend ...

  • Ausnahme oder Regel?

    Es ist Streit ausgebrochen — am Boxring. Bekanntlich ist letzten Sonntag die offizielle WM-Revanche der Boxer statt, wie für Amateure bisher üblich, über 3X3 Minuten in veränderter Kampfzeit von 5X2 Minuten ausgetragen worden. Auf den ersten Blick keine Sensation, weil das Reglement des Weltboxverbandes AIBA diese Kampfzeit ebenso zuläßt wie auch 6X2 Minuten und die 5X2-Variante schon häufiger erprobt worden war ...

  • Elf neue Sportarten im Ausbildungsangebot

    Von einer abgeschirmten Kaderschmiede des SC Cottbus zu einer offenen Bildungsstätte für sportlich talentierte Kinder und Jugendliche will sich die Kinderund Jugendsportschule Cottbus entwickeln. Während bisher nur Leichtathleten, Boxer, Radsportler und männlicher Turnnachwuchs für den benachbarten SCC ausgebildet wurden, kommen künftig vorerst elf weitere Sportarten dazu, darunter Tischtennis, Kanu, Ringen und auch Fußball ...

  • 30800 Opfer des Stalinismus

    „Die Geschichte wird sie nicht vergessen" ist der Titel einer Ausstellung von mehr als .400 Dokumenten über die mongolischen Opfer stalinistischer Re- Politbüro der MRVP bis 1939 aus1 dem Wege geräumt. Zu den Op-i fern konstruierter Anschuldi-i gungen gehörten auch Pelshidijn. Genden, 4 Jahre Regierungschef ...

  • Biathlon-WM-Fortsetzung auf Schneeband in Oslo

    Berlin (ADN). Der zweite Teil der 25. Biathlon-Weltmeisterschaften, die vor 14 Tagen in Raubitschi bei Minsk wegen. Wärmeeinbruchs abgebrochen werden mußten, wird vom Donnerstag bis Sonntag auf dem berühmten Holmenkollen-Areal nachgeholt. An der weißen Pracht mangelt es zwar auch in Oslo, so daß nicht ...

  • Im Pirin-Gebiet keine mazedonische Frage

    Sofia (ADN). Die sogenannte mazedonische Frage existiere im Pirin-Gebiet Bulgariens überhaupt nicht und werde von jugoslawischer Seite künstlich aufgebauscht Mit dieser Stellungnahme wies das bulgarische Parlament am Dienstag die Forderung nach Anerkennung einer mazedonischen Minderheit zurück, die in einem Brief des SFRJ-Parlaments (Skupstina) an die Volksversammlung in Sofia erhoben worden waT ...

  • Bald UdSSR-Botschaft in Chiles Hauptstadt

    Moskau (ADN). Der sowjetische Außenminister Eduard Schewardnadse hat Verhandlungen mit Chile über die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern angekündigt. Wie die „Iswestija" am Dienstag berichtete, habe Schewardnadse bei einer Unterredung mit sowjetischen Journalisten in Moskau mitgeteilt, daß eine Delegation seines Landes am kommenden Sonntag an der Amtseinführung des neuen chilenischen Präsidenten teilnehmen werde ...

  • lOOjährige Schwarte

    Das französische Telefonbuch wird 100 Jahre alt. Die Post und ihr Fernmeldebetrieb France Telecom feiern. Noch spricht alles dafür, daß das Telefonbuch auch künftig meistgelesenes Buch und unentbehrliche Stütze des Fernmeldewesens in Frankreich bleibt. Es erfaßt heute in seinen Verschiedenen Ausgaben im ganzen Lande 27 Millionen Anschlüsse ...

  • Linke Partei Polens gewinnt an Stärke

    Warschau (ND-Rex). Bereits 47 000 Mitglieder zählt die neue linke Partei „Sozialdemokratie der Republik Polen" (SDRP). Ihre Mitgliederstärke nahm innerhalb eines Monats um 42 000 zu. Das teilte Parteivorsitzender Kwasniewski auf einer Pressekonferenz in Warschau mit. Sie sollen bereits Anfang Mai bei den Kommunalwahlen für eine) starke Linke in den örtlichen Machtorganen kämpfen ...

  • Kuba: Kundgebung mit Konterrevolutionären?

    Havanna (ADN). Eine „konterrevolutionäre Kundgebung" hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Prensa Latina am Montagvormittag (Ortszeit) in einem Stadtteil der kubanischen Hauptstadt stattgefunden. Einwohner des Viertels Aldabo hätten eine „ungewöhnliche Ansammlung unbekannter Personen" bemerkt, die mit „konterrevolutionären Losungen" auf die Fragen nach ihrer Identität geantwortet hätten ...

  • In einem Satz

    24 600 ARBEITSLOSE gab es zu Jahresbeginn in der Mongolei, das teilte das Staatskomitee für Planung und Wirtschaft des Landes mit. VERHEERENDE WALD- BRANDE sind in Südfrankreich ausgebrochen, die bis heute von Waldschütze'rn und Feuerwehrleuten nicht unter Kontrolle gebracht werden konnten. DER ZUSAMMENPRALL eines LKWs mit einem vollbesetzten Reisebus forderte in der mexikanischen Gemeinde Estacion Rosita 19 Menschenleben ...

  • Toto-Spielansetzungen

    mit Tip der ND-Sportredaktion 1. Dresden—Karl-Marx-Stadt 0 2. Cottbus—Hansa Rostock 0 3. Magdeburg—FC Berlin 0 4. Brandenburg—Eisenhütten. 1 5. Wismut Aue—Bischofswerda 0 6. Greifswald—Fürstenwalde 1 7. Neubrandenburg—Veiten 0 8. Schwarze Pumpe—Schwerin 0 9. FSV Zwickau-Markkleeberg 1 10. Dyn. Eisleben-Motor Suhl 1 11 ...

  • Tote bei Unruhen im Gebiet Taschkent

    Moskau (ADN). Bei Zusammenstößen von usbekischen Extremisten und Mescheten am vergangenen Wochenende im Gebiet Taschkent sind nach einem Bericht der Zeitung „Rabotschaja Tribuna" vom Dienstag vier Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche Personen wurden verletzt. Westliche Agenturen hatten die Zahl der Toten mit 30 angegeben ...

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  • Unsere Genossenschaft muß erhalten bleiben

    Die Vorbereitungen auf die Aussaat jetzt im März sind auf Wartenberger Feldern gleich neben den Hochhäusern von Hohenschönhausen so weit gediehen wie noch nie — kein Wunder bei Winterausfall und frühlingshaftem Februar. Der Acker ist mit Grunddünger und organischer Substanz versorgt. In den Gewächshäusern der LPG „1 ...

  • Ein Wort zu Frauenhäusern

    Nachdem sich herumgesprochen hat, was Frauenhäuser wollen - Häuser sein, in denen Frauen und ihre Kinder Schutz finden vor Gewalttätigkeiten des Lebenspartners —, muß es jetzt darum gehen, konkret zu werden. Denn solche Einrichtungen bald zu haben wird zusehends wichtiger, weil in dieser Zeit mit vielen Ängsten, Unzufriedenheit und Zweifeln auch Gewalt wächst ...

  • Ein guter Rat für Kinder

    Im Bat Prenzlauer Berg arbeitet seit gestern ein neuer Rat, einer von Kindern für Kinder — wohl beispiellos in Stadt und Land. Als die Idee einer parlamentarischen Selbstvertretung der Jüngsten entstand, waren viele Skeptiker im Erwachsenenalter zu hören, die deren Sinn bezweifelten. Davon ausgehend, ...

  • Gemeinsames Gremium Senat—Magistrat im Blick

    (ADN). Ein gemeinsames Gremium von Senat und Magistrat in West- und Ostberlin nach den Kommunalwahlen haben die Stadtoberhäupter beider Teile der Spree-Metropole ins Auge gefaßt. Wie nach der ersten Begegnung des Regierenden Bürgermeisters Walter Momper mit seinem Amtskollegen Dr. Christian Hartenhauer am Dienstag im Senats- Gästehaus in Grunewald informiert wurde, ist nach den Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung am 6 ...

  • Kurz

    PODIUMSGESPRÄCHE. Zum Podiumsgespräch „Wir sind das Volk, aber wie geht es mit dem Eigentum weiter?" mit Prof. Elvira Wenda, Prof. Peter Hess, Dr. Siegfried Kipp, Dr. Dietmar Wittich und Wolfram Krause wird am heutigen Mittwoch um 19 Uhr ins Rosa-Luxemburg- Haus der PDS am Marx-Engels- Platz geladen ...

  • ZJ-BäRn-Kölhsiön: Der Schmierfilm war schuld

    Alle 14 Verletzten wieder aus der Behandlung entlassen, Schienenersatzverkehr eingestellt und Betrieb auf der Strekke Alexanderplatz—Otto-Grotewohl-Straße Dienstag früh mit Betriebsbeginn wiederaufgenommen: Das war das Bild gestern, nachdem U-Bahn-Züge am Montag um 17.20 Uhr auf der Station Spittelmarkt kollidiert waren ...

  • Pädagogen demonstrierten für soziale Sicherheit

    (ADN). Ihre Forderungen nach sozialer Sicherheit in Gegenwart und Zukunft sowie Mitspracherecht bei einer Bildungsreform vertraten Hunderte Beschäftigte des Bildungswesens auf einer Demonstration am Dienstagnachmittag auf dem Berliner Alexanderplatz. Sie waren einem gemeinsamen Aufruf der Bezirksorganisation der Gewerkschaft Unterricht und Erziehung und des Landesverbandes der Pädagogen e ...

  • Gedenkstein für Karl geschändet

    (ND). Mit dicker rostroter Farbe haben unbekannte Täter den Gedenkstein für den Arbeiterführer Karl Liebknecht in der kleinen Parkanlage Straßburger Straße/Ecke Prenzlauer Allee gegenüber der Tankstelle übergössen. Die Natursteinstele, die an die Januarkämpfe der revolutionären Arbeiter und Soldaten im Jahr 1919 erinnert, dürfte nur sehr schwer zu säubern sein ...

  • Keine Entlassungen bei Technocommerz

    (ND). In unserem gestrigen Beitrag über die Arbeitskräfte- Situation im Stadtbezirk Mitte ist uns ein bedauerlicher Irrtum unterlaufen. Auf Grund eines Hörfehlers war von Entlassungen beim Volkseigenen Außenhandelsbetrieb Technocommerz die Rede. Derartige Maßnahmen sind nicht geplant. Wir bitten die Mitarbeiter von Technocommerz, das Versehen zu entschuldigen ...

  • LUFTBELASTUNG

    24-Stunden-Mittelwert der Schwefeldioxidbelastung für Berlin, herausgegeben von der Bezirkshygieneinspektion am Dienstag, 15 Uhr: Mitte 0,05 Milligramm pro Kubikmeter, Prenzlauer Berg 0,04, Friedrichshain 0,06, Marzahn 0,02, Köpenick 0,05. Der Schwellenwert ist entspre-1 chend der Smogverordnung 0,6 Milligramm pro Kubikmeter ...

  • AUFRUF

    Frauen, der 8. März ist unser Tag!

    17 Uhr. Wir beginnen mit einem fröhlichen Kinderspektakel auf dem Berliner Käthe-Kollwitz-Platz. Damit wir nicht zu übersehen und zu überhören sind, bringt Wunderkerzen, Musikinstrumente, Rasseln, Fahnen mit. Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt Der bunte Zug zieht zum Rosa-Luxemburg-Platz, wo ...

  • 18 Uhr eine Kundgebung zum Internationalen Frauentag stattfindet.

    Ab 19 Uhr steht uns das Haus der PDS am Marx-Engels-Platz offen. In einem Hearing stehen ab 19.30 Uhr Politiker und Spitzenkandidaten verschiedener Parteien Rede und Antwort zu ihrer Frauenpolitik. Für Imbiß wird gesorgt, und ein Kulturprogramm ist eingeplant. VFV, DFD, FDGB

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Gewerkschaftliche Mitbestimmung in Verfassung und Gesetz verankert Gorbatschow—Modrow: Synchronität der Prozesse in Europa sichern Rückzieher Kohls und Kompromiß im Streit um polnische Westgrenze in Bonn Zu reformieren gibt es auch in der BRD einiges Garantien Strikt gegen Einmischung in DDR-Wahlkampf BRD-Politiker: Übersiedlerstrom begrenzen Putschversuch in der Hauptstadt Afghanistans Immer mehr ohne Job BGS — Zukunft ä la Schäuble Einladung an Verteidigungschefs Eiszeit in Alaska Zirkustiere verbrannten Chaos in Madrid Explosion in Kohlegrube
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