29. Mai.

Ausgabe vom 31.07.1949

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  • Die Sache der Nation

    Sinn und Nutzen der Nationalpreise „Ich weiß nicht, was ein Mensch ist, ich kenne nur seinen Preis." Dieser Satz aus einem Lehrstück des Nationalpreiskandidaten Bertolt Brecht enthüllt die tiefste Schmach, die der Kapitalismus dem Menschen antut: seine Erniedrigung zur Ware. Und demgemäß sind auch die „Preise" beschaffen, die in den kapitalistischen Ländern dann und wann über „verdiente" Künstler oder Gelehrte ausgeschüttet werden ...

  • Selbmann antwortet Frankfurt

    Unmögliche „Forderungen" Pünders / Deutsche Wirtechafls^Konimission beurteilt die Aussichten auf Abschluß eines Interzonen-Handelsabkommens dennoch positiv

    äB erlin (Eig. Ber.). Die Wirtschaftsverwaltung der Doppelzone hat den Vorschlag der Deutschen Wirtschaftskommission für ein Interzonen-Hand.elsabkommen mit einem Schreiben beantwortet, das sechs Forderungen enthält. Diese Forderungen sind eindeutig darauf berechnet, das Zustandekommen eines solchen Abkommens zu erschweren und zu verzögern, da die westdeutschen Behörden keinen Zweifel darüber unterhalten konnten, daß sie für die Deutsche Wirtschaftskommission unannehmbar sind ...

  • Fünf Fälle - Fünf Reinfälle

    Der „Telegraf" hat schon öfter bewiesen, welch ungeschickte Hand ihn In seinem Bestreben leitet, seine Leser zu Dummheiten zu verleiten. Anscheinend hat er das Bedürfnis, seine Leser darüber, daß sie die fetten Enten in den Schaufenstern nicht kaufen können, durch entsprechende Zeitungsenten satt zu machen ...

  • Der Frieden kann und muß siegen

    Der New Yorker "Daily Worker" zum verbrecherischen Aufrüstungsplan Trumans

    wei. :re Festigung der Erfolge der Friedenspolitik, die !n Paris erzielt ■wurden, zu verhindern, schreibt der New Yorker „Daily Worker". Präsident Truman halte sich an die Auffassung, daß es für die großen Geschäftsleute nichts-Schrecklicheres als die Friedensperiode gäbe. Er versuche deshalb gegenwärtig, durch sein Programm der Aufrüstung Westeuropas eine neue Kriegspsychose zu entfachen ...

  • Reaktionäre Zwecklüge entlang

    Moskauer Rundfunk widerlegt den Schwindel von der „Zwangsarbeit" in der UdSSR

    Moskau (SNB/Eig. Ber.). Jedesmal, wenn die Krise an die Tore der kapitalistischen Länder zu pochen beginnt, organisieren dievreaktionären Politiker eine lärmende ^Kampagne über die sogenannte Zwangsarbeit in der Sowjetunion, heißt es ia einem Kommentar des Moskauer Rundfunks. Die Verleumder berufen sich ...

  • Neuer Wettbewerb um Sorten und Qualitäten

    Stahlwerke verpflichten sich, besseren Stahl billiger zu erzeugen

    In dem zweiten Wettbewerb, der von den Belegschaften der volkseigenen Stahlwerke am 30. Juni zu Ende geführt wurde, ging der Kampf um die Übererfüllung der Produktionspläne. Dabei wurde die Plandisziplin in der Erzeugung von bestimmten Sorten und Qualitäten nicht immer eingehalten. Die geschaffene Qualitätskommission hat es sich zur Aufgabe gemacht, in dieser Hinsicht einen Vorstoß zu unternehmen ...

  • Prag prangert Tito-Methoden an

    Prag (ADN/Eig. Ber.). Die Tschechoslowakei habe, ohne Rücksicht auf erhebliche Opfer, Jugoslawien nach dem Kriege wirtschaftlich und technisch unterstützt, wird in einer Note des tschechoslowakischen Außenministeriums an die jugoslawische Regierung festgestellt Diese Hilfe der Tschechoslowakei habe die jugoslawische Regierung mit einem Haßfeldzug vergolten ...

  • Partisanenangriff bei Hongkong

    Hongkong (ADN). Eine Gruppe von 3000 chinesischen Partisanen hat am Freitag einen 60 Kilometer von der britischen Kronkolonie Hongkong entfernt gelegenen Kuomintangstützpunkt mit Erfolg angegriffen, berichtet der Reuterkorrespondent. Die Partisanen entwaffneten die Besatzung des Stützpunktes und zogen sich mit den erbeuteten Waffen zurück ...

  • Sondersadiversfändige tagten

    Berlin (SNB). Am 30. Juli fand im Gebäude des Kontrollrats in Berlin eine konsultative Beratung der SondersachverstSndigen statt. An der Beratung, auf der L. Wilkinson (USA) den Vorsitz führte, nahmen Sir Cecil Weir (England), Ch. Lefort (Frankreich) und G. P. Arkadjew (UdSSR) teil. Die Sondersachverständigen ...

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  • Selbmann antwortet Frankfurt

    Fortsetzung von Seite 1 ^_ Die wichtigste Frage ist aber die Forderung unter Punkt 6 der Mitteilung des Verwaltungsrates, nämlich die „Einbeziehung der westlichen Sektoren von Groß - Berlin in das westdeutsche Wirtschaftsgebiet". Diese Forderung ist eine Forderung prinzipieller Art und mußte von uns auch aus prinzipiellen Gründen abgelehnt werden ...

  • Pleite im Berliner „Sozialdemokrat"

    Franz Tausch, der Chefredakteur des Berliner „Sozialdemokrat" trägt nicht zufällig seinen Namen. Der ehemalige englische Major und Agent des Secret Service wählte ihn, weil er über' seine Vergangenheit (in der nächsten Nähe Henleins) hinwegtäuschen wollte. Das Organ, der Berliner SPD wurde kraft seiner Roßtäuscher-Methoden zu einem Revolver- und Skandalblättchen, von dem sich die Parteimitglieder und Parteifunktionäre mehr Und mehr angewidert abwandten ...

  • 0 mhtzurQfskussion

    Jugend in Westdeutschland

    Ein Brief aus Gottingen Der nachstehend abgedruckte Brief an einen Berliner Jugendlichen wurde uns von ihm zur Verfügung gestellt. Er kommt aus Westdeutschland von einem Angehörigen der „Falken", der anläßlich des III. Parlaments der FDJ in Leipzig weilte: „Lieber Freund! Die acht Tage, die ich bei Euch in Leipzig verbrachte, sind wohl die schönsten, die ich bisher erleben konnte ...

  • MAS Brandenburgs ziehen Bilanz

    Traktor „Aktivist" bewährt sich / Gute Ernteergebnisse

    Potsdam (ADN). Die brandenburgischen Maschinenausleihstationen haben die mit den Neubauern abgegeschlossenen Verträge zur Einbringung der Ernte jetzt s-hon im Landesdurchschnitt zu etwa 50 Prozent erfüllt, würde auf einer Sitzung der Landesverwaltung der MAS in Pots- , dam mitgeteilt. In einigen Kreisen des Landes sind von, einzelnen Maschinenausleihstationen in Tag- und Nachtarbeit sogar bis zu 90 Prozent der Vertragsflächen abgeerntet worden ...

  • Ein teurer Spaß

    Die Luftbrücke war vom seligen General Clay und seinen deutschen ■Unteroffizieren als eine „Waffe" im kalten Krieg gedacht. Sie wollten den kalten Krieg zu einem heißen und Berlin einen Krieg wert machen. Durch diese Pläne hat die Pariser Außenministerkonferenz einen Strich gemacht. Der am 1. August beginnende Abbau der Luftbrücke ist unter anderem das Eingeständnis dieser Niederlage ...

  • „Sind Sie für Abzug aller Besatzungtruppen?"

    Vier Fragen des „hessischen Landesausschusses für deutsche Einheit" an die westdeutschen Wähler

    Frankfurt (Main) (Eig. Ber.). „Wer die Spaltung Deutschlands aufrechterhalten will, ist Euer schlimmster Feind, denn er verwehrt Euch die Möglichkeit einer gesicherten Existenz, er nimmt Euch den gesicherten Arbeltsplatz und leistet den Kriegsparteien in anderen Ländern Vorschub", heißt es in einem Aufruf, den der „Hessische Landesausschuß für die deutsche Einheit" aus Anlaß der bevorstehenden Wahl zum ersten westdeutschen Bundestag erlassen hat ...

  • Auf abschüssigem Wege . . •

    .... befindet sich -wieder einmal die Ostzone laut ■ „Sozialdemokrat', der als neuesten „Eigenbericht" seinen Gläubigen einige lntemas über die „katastrophale ostzonale Wirtschaftslage" serviert. Selbstverständlieh ist daran die SMA schuld, die immer neue Forderungen gegenüber der DWK stellt, der deutschen Bevölkerung alles weg ißt usw ...

  • Nicht einmal die Fundamente bleiben stehen

    Komitee gegen Demontage / SPD für Industrieabbau

    Hamburg (DPD/ADN/Eig. Ber.). In einer vom Betriebsrat der Deutschen Werft in Hamburg, Hein Fink, am Freitag einberufenen Versammlung wurde ein vorbereitender Ausschuß gegen die Demontage gebildet, der geeignete Maßnahmen zur Verhinderung sinnloser Zerstörungen treffen soll. Der Betriebsrat wurde beauftragt, alle Hamburger Organisationen zur Bildung eines Komitees aufzurufen ...

  • 11000 protestieren gegen Kontensperre

    Interzonenhandel statt Hetze / Großkundgebung In Solingen

    Solingen (Eig. Ber.). Ungehinderten Handel auch mit der Ostzone, den Ländern Osteuropas und der Sowjetunion forderten rund 11000 Einwohner Solingens in der Stadthalle. Der Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes wurde beauftragt, zusammen mit dem FDGB der Ostzone für den Ausbau des deutschen Binnenhandels und die Wiederherstellung der nationalen Einheit einzutreten ...

  • Aus den Fehlern lernen

    Manchen Genossen unserer Partei mag das-Wichtigste an.der Antwort des Genossen W. Ulbricht die Tatsache sein, daß die Partei Schritt für Schritt auf die Aufhebung des Rationierungssystems zusteuert. Für uns Werktätige in den VEB-Betrieben steht di«se Frage eigentlich an zweiter Stelle. Wichtiger erscheint uns, daß Arbeiter und Angestellte der VEB sowie der MAS sich zu den stärksten Stützen der Partei neuen Typus entwickeln ...

  • Alles für unsere Kinder

    Die schweren Schäden, die der Hitlerkrieg bei den Kindern hinterlassen hat, empfinde ich aus meiner Arbeit in der „Vereinigung der Freunde der neuen Schule" am Unmittelbarsten. Ich weiß daher, wie dringend notwendig unsere Schulkinder einer Verbesserung ihrer Lage nicht allein auf dem Gebiete der Ernährung bedürfen ...

  • Die Jugend an Thomas Mann

    Berlin (ADN). „Die Freie Deutsche Jugend ehrt in Ihnen den großen humanistischen Dichter, der in seinen Werken und mit seiner ganzenPersönlichkeit für dieErhaltung des Friedens in der Welt eintritt", heißt es in einem Grußtelegramm der FDJ an Thomas Mann. „Wir werden uns immer bemühen, der ganzen deutschen Jugend ihre Dichtung zugänglich zu machen, denn sie wird zur Erziehung einer neuen jungen Generation in Deutschland im Geiste des Humanismus beitragen ...

  • VVN in der Nationalen Front

    Berlin (ADN). Mit den Aufgaben der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes 'in der Nationalen Front beschäftigte sich der Zentralvorstand der VVN am Sonnabend in Berlin. Nach einem Referat des Generalsekretärs der VVN, Harry Kuhn, wies der Präsident des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden, Julius Meyer, auf die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit der antifaschistischen Kämpfer mit allen Schichten des deutschen Volkes in der Nationalen Front hin ...

  • Sie müssen bestraft werden

    ^Halle (ADN). Die Auslieferung des ehemaligen Eislebener Nazikreisleiters von Alvensleben und des früheren SS-Führers Schäfer will die Oberstaatsanwaltschaft in Halle fordern. Sie sind Urheber des blutigen Naziüberfalls auf Arbeiterfunktion,äre im Februar 1933 in Eisleben.

  • Wieder 908 Heimkehrer

    Frankfurt (Oder) (ADN). Ein weiterer Transport von 908 ehemaligen deutschen Kriegsgefangenen traf gestern aus der Sowjetunion in Frankfurt (Oder) ein. Sie werden heute in ihre Wohnorte entlassen.

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  • heute und morgen 100 Jahre

    Vor kurzer Zeit feierte die Belegschaft des ältesten russischen Industriebetriebs, der heute Shdanow - Werke „Krassnoje Sormowo" heißt und unweit der Stadt Gorki, dem einstmaligen Nishni- Nowgorod, liegt, den 100. Jahrestag seit der Gründung des Betriebs. Wie Menschen, haben auch Betriebe ;ihre Biographien, (und die Biographie dieses Werkes, das »ich rühmen kann, heute einzigartig schnelle und gute Flüßdampfer und mächtige Lokomotiven herzustellen, ist wahrhaft bemerkenswert ...

  • Ein großes Beispiel realistischer Filmkunst

    Helmut-von-Gerladi-Gesellschalt zeigie „Die Grenzstraße" im Berliner „Babylon"

    Wie tief müssen die Erlebnisse und Erfahrungen des Krieges und der deutschen Besetzung die Seele des polnischen Volkes und seiner Künstler aufgewühlt haben, daß die künstlerische /Befreiung von diesem Alpdruck des Vergangenen ein solches Kunstwerk wie den Film-„Die Grenzstraße" hervorbringen konnte. ...

  • *Damit der Ärmste sehn und atmen kann

    Zum WO. Todestag des ungarischen Freiheitsdichters Sändor Petöii

    Wer von uns kenn! erlebte die liebkosende Musikalität seiner Verse, gab sich ihrem begeistert schwingenden Tthythmus hin, glitt mit ihnen in die Tiefen wild und sanft klagenden Schmerzes, stieg auf die Höhen einer vorwärtsstürmenden reinen Ergriffenheit? • Es ist eine schmerzliche Tatsache, daß Petöfi jahrzehntelang von einer fragwürdigen „Allgemeinbildung" mit nicht viel mehr als der Bezeichnung „größter ungarischer Dichter" abgetan war ...

  • Gut ist, was progressiv ist . . .

    Martin Andersen \'6xö an den Parieworstand der SED

    Liebe Freunde und Genossen Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl! Nachdem der Alltag wieder begonnen hat und ich die jüngste Vergangenheit mit ihrer überschweng liehen Fülle von Erlebnissen und Überraschungen überblicken kann, wird mir bewußt, wie riesengroß Euer und der Anteil des fortschrittlichen Deutschlands dabei- ist ...

  • Tänze und Volkslieder aus Georgien

    Vor' neuen Gastspielen sowjetischer Künstler in Berlin und in der Zone

    Noch nicht lange ist der.. Beifall verklungen, den das deutsche Publikum den musikalischen und tänzerischen Darbietungen sowjetischen Gästen spendete. Und wieder stehen neue Erlebnisse dieser Art bevor. Auf ^Einladung der „Gesellschaft für Deutsch-sowjetische Freundschaft" traf eine Gruppe Leningrader und Moskauer Künstler in Berlin ein, die ...

  • Einer Werft auf efen Leib geschrieben

    Wochenlang hatten wir gezweifelt, ob sie ihr Versprechen halten würden, uns ein Betriebskabarett zu bringen. Und in der Tat — der Rundfunk kam. Oskar Jerochnik leitete die neue Tanz- und Unterhaltungskapelle des Deutschlandsenderi, Ingeborg Oberländer sang dazu, „Sabinchen" Pullwitt kiekste und improvisierte ...

  • ^/eme CHRONIK.

    ERWIN PISCATOR, der Ende Juli bei' den Marburger Festspielen Schillers „Räuber" inszenieren wollte, hat von den amerikanischen Behörden keine Ausreisegenehmigung erhalten. EINJE ZILLE-AUSSTELLUNG zeigt das Kunstamt Berlin-Mitte, Artilleriestraße 31, bis einschließlich 7 August täglich von 11 bis 18 Uhr ...

  • Der Nachthimmel weint Sternschnuppen

    Für Liebhaberastronomen:

    Die Sommernächte sind nur kurz, aber darum nicht weniger sternen- ■schön als die langen, dunklen Winternächte. Ein besonderes Schauspiel bietet der August durch den alljährlich wiederkehrenden Sternschnuppenschwarm der Perseiden, der vom 12. bis zum 15. August in den Nachmitternachtsstunden am besten zu sehen ist ...

  • Weimar begrüßt Thomas Mann

    „Wir grüßen Thomas Mann, der sein Heimatland Deutschland zum erstenmal nach langer Abwesenheit wiedersieht. In Frankfurt am Main hat er vor wenigen Tagen seinen Empfindungen in erschütternden Worten Ausdruck verliehen. Er kommt zu uns im Goethe-Jahr, wo wir aus unserem kulturellen Erbe neue Kräfte zu schöpfen beginnen ...

  • die Sternenwelt im August

    Sternbild des Schützen, geht erst nach Mitternacht unter und kann gut beobachtet werden Der rötlich leuchtende Mars steht am Morgenhimmel im Sternbild der Zwillinge unterhalb von Castor und Pollux. >. Am Fixsternhimmel strahlen vor allem Wega in der Leyer, Deneb im Schwan und Atair im Adler, die Sterne des Sommerdreiecks ...

  • Das Meer erhebt sich

    Von Sändor Petöfi Das Meer erhebt sich brüllend, Das große Völkermeer; Es wirft mit wildem Brausen, Daß Eid' und Himmel grausen, Die Wogen hin und her. Ob euch dqs Tanzes Anblick, Des Lieds Geheul genügt? Die solches nie erfahren, Die können jetzt gewahren, Wie sich das Volk vergnügt. Es- bebt das Meer und donnert, Die Schiffe ilichn gehetzt: Schon gähnt der Hölle Ra'cffen, Der Mastbaum stürzt mit Krachen, Das Segel hängt zerfetzt ...

  • Tag' der Eisenbahner

    Heute feiert das Sowjetvolk die aufopfernde Arbeit der Werktätigen oes Verkehrswesens, in dem es — wie Stalin einmal sagte — keine unnötigen oder unbedeutende Menschen gibt. In diesem Jahr hat der Staat zur Befriedigung der Kultur- und Lebensbedürfnisse der Eisenbahner über sechseinhalb Milliarden Rubel bewilligt ...

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  • Der Berliner Plan — eine kollektive Hilfe

    Der Plan, der der Berliner Bevölkerung zur Begutachtung vorgelegt wird, ist nicht im Hirn eines einzelnen Menschen entstanden, sondern eine kollektive Leistung. Wissenschaftliche Grundlagen mußten erarbeitet und untersucht werden, um zu den vorgelegten Ergebnissen zu kommen. An der Ausarbeitung waren beteiligt das Planungskollcktiv mit Prof ...

  • Grundsätze der neuen Stadt: Dezentralisation

    Nachdem wir die Ausgangspunkte klargestellt haben, gilt es, die Grundsätze festzulegen. Einer der wichtigsten Grundsätze, und da zeigt es sich, daß der arbeitende Mensch im Mittelpunkt der Planung steht, ist die Verlagerung der Einrichtungen zur Befriedigung aller Bedürfnisse in die Nähe der .. Wohnstätten ...

  • Grünanlagen für die Erholung

    Das städtische Grün ist genau wie die kulturellen Einrichtungen haupt- ! sächlich im Westen der Stadt anzutreffen. Die Arbeiterviertel sind damit wenig gesegnet. Auch dabei wird es notwendig sein, die Stadt im ganzen durch / Grünanlagen aufzulockern. Die natürlichen Gegebenheiten, wie Flußläufe, Täler, Hügel, müssen für die Auflockerung besser ausgenutzt werden ...

  • Ein neues Blatt in der Geschichte der deutschen Hauptstadt — Von Heinrich Starck

    talUncui tibsrhaupt von städtebaulicher Planung sprechen kann, handelt 6» »ich Überwiegend um längst. fällige, notwendig gewordene Verkehrsverbesserangen. Darüber hinausgehende Veränderungen im vorhandenen Stadtgebilde werden meistens durch den Wunsch der besitzenden Klassen nach noch1 höheren Grundrenten diktiert ...

  • Arte müssen anpacken für das große Ziel

    Jetzt gilt es, schnellstens die konkreten Bauaufgaben für einen größeren Bauabschnitt auf etwa zehn Jahre fest zu umreißen. Nur, wenn es jedem Einwohner unserer Stadt völlig klar ist, daß derartig große Aufgaben nur unter Wahrung der strengsten Plandisziplin durchzuführen sind, wenn es jedem in Fleisch und Blut übergeht, daß der'» Plan Gesetz, jede Nichteinhaltung somit ungesetzlich und unsozial ist, werden wir die großen Aufgaben meistern ...

  • Neues Berlin: Ausgängspunkt der Neuplanung

    Es ist klar, daß man das Alte nicht völlig auslöschen kann, sondern daran anknüpfen muß. Durch die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland war es auch notwendig, daß man sich, bevor man an eine Neuplanung Berlins ging, über einige wichtige Fragen klar wurde: 1. Berlin bleibt die Hauptstadt eines einheitlichen demokratischen, fortschrittlichen Deutschlands und damit Verwaltungs- und Regierungssitz ...

  • ... und so wird es 1960 aussehen

    Dasseibe Gebie!. Nach 15 Jahren sollen die zerstörten Teile den neuen nrkenntnissen entsprechend aulgebaut sein. Ein Teil der Häuser eingeschossig lür kinderreiche Familien mit dazugehörigem Garten, Häuser für kinderlose Familien und andere tür Ledige. Die Straßen sind jetzt lür den Durchgangsverkehr gesperrt ...

  • Der Generalaufbauplan Berlins und wie er verwirklicht werden soll

    „Zielt werden nut bei Überwindung von Schwierigkeiten und im Kampf mit dieten Schwierigkeiten eirelcht — alte tuet' den Auch wir auf Schwierigkeiten stoßen, und auch wir werden tte bekämpfen .,." Stalin „Wir matten uns unsere eigene Bin' Stellung tu der Planung der Städte erkämpfen . . ." „tue wissenschaftliche Arbeit an der Planung hat keine dbttralil-thcarethcht, vielmehr eine rein praktische tiedcuwitg ...

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  • Das Sternenbanner über der Pension „Fortuna"

    y Lebensart made in USA / Die Gentleman-Sadisten

    West-Berlin 1949. Die Scharen der Arbeitslosen lungern in den Straßen und Parkanlagen umher; Existenzen brechen zusammen, die Luftbrücke funktioniert —läßt die Schaufenster bersten und Bananen wie Zitronen verlockend goldgelb schimmern. Die vornehme Welt gibt sich ein Stelldichein auf dem Kudamm, riesige ...

  • Berlin diskutiert seinen S-Bahn-Tarif

    Nahstufe auf dem ganzen Netz / Nicht Kilometer, Stationen rechnen

    Wie nicht anders zu erwarten, kam es bereits am Sonnabendfrüh wenige Stunden nach ' Veröffentlichung des neuen S-Bahn-Tarifs überall zu lebhaften Diskussionen über den Vorschlag der Reichsbahndirektion. Gegen Mittag begann dann ein Sturm von Telefonanrufen in unserer Redaktion, der erst in den späten Nachmittagstunden wieder abebbte ...

  • ... und sonntags geht's „ins Jrüne66

    ,,Wie der Freitag sich neigt, so der Sonnlag sich zeigt." Bedächtig sagt es Vater Krause undrPtchaut mißtrauisch vom Barometer zu dem kleinen Quadrat grauen Himmels, der zwischen den hohen Hinlerhäusern sichtbar ist. „Olle Unke", schimpft Mutter Krause. „Und wenn- es weiße Mäuse regnet, am Sonnlag jehts ...

  • Telefon-Intervieiv mit Helmut Schön

    Zunächst unseren herzlichen Dank dem unbekannten Fräulein beim Fernamt Berlin, das uns unser Gespräch in die Sportschule Blankenburg, fernab im schönen Thüringer Wald, so schnell vermittelte. Dann meldete sich die Stimme Helmut Schöns am Apparat, der dort unten am Saalestrand die Fußballelf für das große internationale Treffen in Budapest vorbereitet ...

  • USA siegte mit 14 Punkten Vorsprung

    Die USA gewannen das große dreitägige Leichtathletiktreffen gegen die aus den besten Vertretern Schwedens, Finnlands" Norwegens, Dänemarks und Islands zusammengestellte skandinavische Mannschaft mit 238,5 224,5 Punkten. Der knappe Vorsprung von sechs Punkten der Nordländer reichte am Schlußtage in Oslo ...

  • Streiflichter aus Berlin

    Georgisches Tanzensemble kommt nach Berlin. Nach Mitteilung der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetischp Freundschaft wird in den nächsten Tagen das staatliche Tanzensembie der Georgischen SSR in Berlin eintreffen. Der künstlerische Leiter des .45 Mitglieder umfassenden Ensembles ist der Stalin-Preisträger und Volkskünstler der Georgischen SSR, Uiko Suchischwili ...

  • Reuter gesteht die Katastrophe ein

    Auf einer am Sonnabend stattgefundenen Pressekonferenz mußte der Leiter des Westberliner „Magistrats", Reuter^ vor in- und ausländischen Pressevertretern zugeben, daß das Westberliner Defizit nicht gedeckt werden könfte, und daß keine westdeutsche Instanz gewillt sei, das Defizit in Höhe von 252 Millionen Westmark zu decken ...

  • Leser fragen das „Neue Deutschland"

    Wo bleiben die „Hauchdünnen" ?

    F r a g e : Es ist jetzt Sommer, und obwohl wir Frauen zu dieser Jahreszeit gern die Beine ohne Strümpie zeigen, wollen wir jedoch nicht aut ein Paar gute dünne Strample verzichten. Leider mußte ich in letzter Zeit in den Textilgeschälten immer wieder fesislelJen, daß nur dicke Strümpie zu haben sind ...

  • Aufstiegsspiele zur Zonenliga

    Die Aufstiegsspiele zur Ostzonen- Fußballiga führen am kommenden Sonntag im Potsdamer Ernst-Thälmann-Stadion die Polizei Potsdam und Cöncordia Wilhelmsruh zusammen. Der Sieger dieses Ausscheidungsspieles hat dann am 7. August in der Zwischenrunde gegen die BSG Waggonbau Dessau anzutreten. Die weiteren Zwischenrundenspiele sind am ...

  • Das Ende: Prostitution

    Und heute? Die Stumm-Polizei weiß von nichts. — Eine Anfrage bei der USA - Militärregierung nach der Nummer C-3211 USA wurde entsprechena mit „leider nicht bekannt" beantwortet. In der Pension „Fortuna" in der Joachimsthaler Straße aber wiederholen sich oft diese gräßlichen Szenen, deren Initiatoren Mitglieder der USA- und der britischen Besatzungstruppen sind ...

  • Fußballpause beendet

    Die kurze Sommerpause ist vorüber. Der Fußball beherrscht wieder die Spielfelder. Die Punktekämpfe um die neue Meisterschaft beginnen zwar erst im September, aber die Freundschaftsspiele bis zum' Beginn des Punktereigens sind insofern sehr interessant, weil die Stadtligamannschaften sich mit ihren neuen Kräften vorstellen und mit den Neugruppierungen ihre ersten „Tast-^ versuche" machen ...

  • Magdeburg forderte Berlin heraus

    Wie am Sonnabendabend bekannt wurde, ist auf einer Versammlung der Vertreter der Bauindustrie Magdeburg, an der auch der Wirtsch^ttsminister von- Sachsen-Anhalt, Lahne, teilnahm, ein SED-Vorschlag -mgcnommen worden, die Städte Berlin, Potsdam, Leipzig, Dresden und Wismar zu einem Wiederaufbauwettbewerb im Rahmen des Investitionsprogrammes aufzurufen ...

  • Kurzer Sportfunk

    Heinz Flotho hat seinen Stamm- Verein VfL Osnabrück verlassen und ist dem StV Horst-Emscher als Vertragsspieler beigetreten. Dadurch verliert Norddeulsehland zugleich seinen repräsentativen Torhüter. ; Am 31. Juli, dem Max-Reimann- Tag, finden in Magdeburg zwei Städtekämpfe statt, der Gegner von Magdeburg im Fußball und Handball ist Brandenb—' • In Jena treffen sich die Auswahlmannschaften von Sachsen - Anhalt und Thüringen im Handball - Rückspiel ...

  • Handwerker greifen zur Selbsthilfe

    Die wachsende wirtschaftliche Not zwingt besonders die kleineren und mittleren Westberliner Unternehmen immer mehr zur Selbsthilfe. Aus dem Bezirk Wedding erfahren wir, daß sich dort eine größere Anzahl von Währungsgeschädigten Handwerkern zu einer Produktivgenossenschaft zusammengeschlossen haben. Die Gründung erfolgte auf Initiative des „Komitees für Währungsgeschädigte" ...

  • Erhöhung der Gassonderzuschläge

    Ab 1. August J949 erhalten Haushalte, die keinen Kohlenherd benutzen können und denen nur Gas zur Verfügung steht, monatlich 12 cbm. Haushalte mit ausschließlicher Gasbeleuchtung erhalten eine Erhöhung von 15 auf 30 cbm. Auf Antrag erhalten Haushalte mit Gas zu beheizander Warmwasserbereitung, z. B. Durchlauferhitzer, 12 cbm zusätzlich, ebenso Haushalte mit Kühlschränken ...

  • 10-Millionen-Kredit für Wohnungsbau

    Der private und genossenschaftliche . Wohnungsbau hatte bis zum Frühjahr dieses Jahres für dringende Instandsetzungsarbeiten Darlehen aus Sondermitteln des Stadtkämmerers vom Magistrat von Groß- Berlin erhalten. An die Stelle dieser Haushaltsmittel ist seit kurzem ein Zehnmillionenkredit getreten, den die deutsche Investitionsbank, Filiale Berlin, dem Wohnungsbau gibt und für den die Stadt Berlin die Ausfallbürgschaft übernommen hat ...

  • Deine PARTEI rni< dich

    Montag, 1. August 0949 . Wertding: 19.00 Uhr, Kreiszirkel Geschichte der KPdSU (B), Soldiner Str. 70. Frieelrichshain: 19.30 Uhr, Arbeitsbesprechung der 1. und 2. Vorsitzenden der* Stadtbezirke im Kreissekretariat. Lichtenberg: 17.30 Uhr, Referentenvorbesprechung im Kreissekretariat. Pankow: 18.00 Uhr, erweiterte Kreisvomtandssitzung' im Volkshaus, Breite Straße ...

  • Kulturbund

    Kulturbund zur demokratischen Vrncfgfung Deutschlands MonWg, 1. August 1949 Frieelrichshain: 19.30 Uhr, „Erinnerungen an Paul Simmei" (mit einer Verlosung der Werke Simmeis). Vortrag von Karl Näthe, Kunstma.er, Finowstraße 17 (Lokal Panse).

  • Aus der Kartentasche

    Brennholz abholen Von den zur Zeit aufgerufenen Abschnitten i bis 3 des.Br£nnlx>izbezugs4.u.Sr weises 1949/50 zur Belieferung von drei Kästen Brennholz1 pro Hausha'.t verfallen die letzten beiden Abschnitte 2 und 3 am 15. August 1949.

  • FDGB

    Montag, 1. August 1949 IG Bau Groß-Berlin: 8.30 Uhr zentrale Funktionär- und Betriebsrätekonferenz im großen Saal der- Deutschen Wirtschaftskommission, Leipziger Straße J-7, Eingang Wülielmstraßs.

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