23. Aug.

Ausgabe vom 25.08.1948

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  • General Kolikow für Ordnung

    in Berlin Ein Schreiben des sowjetischen Kommandanten an die Oberbürgermeisterin

    „Die leitenden Beamten des Berliner Magistrats haben in der letzten Zeit Handlungen begangen, die die in Berlin festgelegte Ordnung verletzen, entsprechend der sämtliche Anordnungen und Verfügungen der Berliner Stadtverordnetenversammlung und des Magistrats einer Bestätigung der Besatzungsbehörden bedürfen, ohne die Anordnungen und Verfügungen in Berlin ungesetzlich sind ...

  • Stimme aus dem Westen

    Für die meisten Deutschen ist Berlin auch nach dem Mai 1945 Deutschlands Hauptstadt geblieben. Es ist sogar nach diesem Zeitpunkt für den deutschen Süden und Westen erst zu mehr als einem verwaltungstechnischen Zentrum, nämlich zu einem geistigen Richtpunkt, zur eigentlichen Paulskirche der verlorengegangenen und zurückersehnten Einheit geworden ...

  • Einreise für Dekan von Canterbury verweigert

    Jahrestag der Befreiung Rumäniens Bukarest, 24. August (Rdfk). Anläßlich des 4. Jahrestages der Befreiung Rumäniens fand in dem größten Bukarester Filmtheater eine Festsitzung unter Teilnahme der Regierung, der Generalität der rumänischen Armee, des Diplomatischen Korps und zahlreicher Vertreter der Öffentlichkeit der rumänischen Volksrepublik statt ...

  • Berlin-Kampagne gescheitert

    Ablehnende Haltung der westdeutschen Bevölkerung - Swolinzkys Fiasko in Köln

    Berlin, 24. August (ND). Vor Wochen wurde von der bürgerlich-sozialdemokratischen Mehrheit des Berliner Stadtparlamentes und des Magistrates zur Unterstützung ihrer gegen die Interessen der Berliner Bevölkerung gerichteten Politik in den Westzonen ein Propagandafeldzug gestartet, der trotz größter finanzieller Aufwendungen und Unterstützung durch die Besatzungsmächte jämmerlich zusammengebrochen ist ...

  • England bevorzugt Kriegsverbrecher

    Warschau, 24. August (PPD). Im Zusammenhang mit dem Notenaustausch zwischen der britischen Militärverwaltung in Deutschland und der polnischen Militärmission in Berlin über die Auslieferung von Kriegsverbrechern gab der Sprecher der polnischen Regierung am 23. d. Mts. eine Erklärung ab, in der er u.a ...

  • Wallace gegen Bassenunterschiede

    New York, 24. August (TASS). Der Präsidentschaftskandidat der Fortschrittspartei, Henry Wallace, sprach auf dem Kongreß der größten Negerorganisation „ELKS" in Cincinnati (Ohio). Er kritisierte die in den USA bestehende Negerdiskriminierung scharf und warf der Demokratischen und der Republikanischen Partei vor, daß sie die Absicht hätten, auch in Zukunft die Negerdiskriminierungen aufrechtzuerhalten ...

  • In freier Entscheidung

    und ohne jeden Nachfeil

    Niemand vorschreibt. Niemand braucht zu frieren, weil die Luftbrückensfrategen es so haben wollen. Die Verwirrungsmaßnahmen der westlichen Besatzungsmächte sind nur ein Bluff. Man möchte den immer stärker werdenden Durchbruch zur Vernunft aufhalten. Man möchte die Berliner zum Hungern zwingen, um das leere Gerede von der „Hungerblockade" aufrechterhalten zu können ...

  • Bedeutende Fortschritte in Moskau

    Das Außenministerium der USA bestätigte am Dienstag, daß die Besprechungen in Moskau fortgesetzt würden. Nach ihrer Rückkehr aus dem Kreml erklärten, westlichen Nachrichtenagenturen zufolge, sowohl der USA-Botscb»fter, Bedell Smith, als auch der britische «Sonderbevollmächtigte, Roberts, daß ihrer Ansicht nach diese Unterredung nicht die letzte gewesen sei ...

  • Generalstreik in Düsseldorf

    Düsseldorf, 24. August (ADN). Arbeiter aller industriellen Betriebe und der öffentlichen Verwaltungen haben am Dienstagnachmittag auf Anweisung des Gewerkschaftsverbandes der Stadt Düsseldorf die Arbeit niedergelegt. Der Streik bedeutete einen Protest gegen die enormen Preissteigerungen, die in Westdeutschland seit der Währungsreform eingetreten sind ...

  • U SA beuten Japan aus

    M o s k a u , 24. August (TASS). Die „Prawda" bespricht die Politik der Regierung Aschida, die Japan in eine amerikanische Kolonie verwandelt. In Japan sind bereits 87 ausländische Gesellschaften tätig, darunter 21 Dampfschiffahrtsgesellschaften. Japan ist mit Vertretern der amerikanischen Monopole überschwemmt, die große Geschäftsabschlüsse vorbereiten ...

  • ihre Eindrücke in Moskau

    heit über die Sowjetunion berichten. Wenn die amerikanischen Arbeiter die Wahrheit erführen, würden sie den imperialistischen Kriegstreibern die gebührende Abfuhr erteilen. \ Die Delegierten erklärten ferner, daß sie von der Güte der industriellen Ausrüstung der Moskauer Betriebe und dem weltstädtischen Gepräge der Stadt besonders stark beeindruckt seien ...

  • B-Mark wird verschwinden

    New York, 24. August (ADN). Einer von der amerikanschen Rundfunkgesellschaft National Broadcasting Corporation verbreiteten Meldung aus Paris zufolge liegen nach der letzten Unterredung m5t Stalin Anzeichen dafür vor, daß die Westmächte sich damit einverstanden erklärt hätten, die Westmark aus Berlin zurückzuziehen und die Währung der sowjetischen Besatzungszone als alleinig«* Zahlungsmittel in der Hauptstadt Deutschlands anznerkenne« ...

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  • Vor einem Putsch des Magistrats

    Die Mitglieder der SED sollen ausgebootet und die Verfassung außer Kraft gesetzt werden

    Berlin, 24. Auiust (ND), Die bürgerlich-sozialdemokratische Mehrheit des Stadtparte- nicht gelingt, dafür werden die Arbeiterschaft ments beabsichtigt, wie wir aus gut informierten Kreisen erfahren, auf der Sitzung der und die fortschrittlichen Kräfte des Bürger- Staütverordnetenvereanimlung am Donnerstag überraschend ein seit längerer Zeit vorbe- tums sorgen ...

  • Wem zuliebe?

    V/ir Deutsche waren 1945 von der Neugestaltung der politischen und gesellschaftlichen Struktur unseres Landes zunächst ausgeschlossen. Das Prinzip der deutschen Einheit gegenüber den separatistischen Bestrebungen der Westmächte bewahrt zu haben, ist das unbestreitbare Verdienst der Sowjetunion. Auf ihre- ...

  • Ein Schrill zur Völkerverständigung

    Die Aufnahme der FDJ in den Weltbund der Demokratischen Jugend

    „Mit der Aufnahme der FDJ jn den Weltbund der Demokratischen Jugend ist für die fortschrittliche deutsche Jugend eine Entscheidung von größter historischer Bedeutung gefallen. Die durch den Hitlerfaschismus verursachte Isolierung der deutschen Jugend ist beseitigt. Jetzt liegt es an der deutschen Jugend, durch den erfolgreichen Kampf für die Einheit Deutschlands und einen gerechten Frieden zu einem noch stärkeren Träger der Demokratie und des Fortschritts zu werden ...

  • WN-Aufruf zum OdF-Gedetilrtag

    Das Generalsekretariat der Vereinigung der Verfolgten des Naziiegimes veröllentlicht folgenden Auliul: Zum vierten Male nach der Kapitulation des faschistischen Deutschlands ruft die VVN, die Organisation der Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und aller Verfolgten des Naziregimes, die Bevölkerung auf, 6ich am 12 ...

  • Deutsche Frauen fliegen nach Moskaus

    Berlin, 24. August (ND). Acht deutsche Frauen, Vertreterinnen des Demokratischen Frauenbundes Deutschlands, fliegen am Donnerstag in den frühen Morgenstunden nach Moskau. Sie wurden vom Antifaschistischen Komitee der Sowjetfrauen zu einem dreiwöchigen Aufenthalt in die SU eingeladen. Von Moskau aus werden sie weitere Reisen bis nach Leningrad, nach Taschkent und in den Kaukasus unternehmen ...

  • Marke Aspirin - für Deutschland verboten

    Düsseldorf, 24. August (EB). Weil die IG-Farben-Patente in Höhe von 54 Millionen Dollar der Standard Oil-Comnany zugesprochen wurden, darf die Firma Bayer in Leverkusen das weltbekannte Aspirin nicht mehr unter dem gleichen Namen exportieren. Die Warenzeichen dieser Firma sind von den ausländischen Regierungen beschlagnahmt worden und werden jetzt von ihnen verwertet ...

  • Drucli§dbriftfenvertrieb verbessert

    Berlin, 24. August (SNB). Der Militärkommandant von Berlin, Generalmajor K o - t i k o w , hat einen Eefehl zur Verbesserung des Verteilungssystems der periodisch erscheinenden Druckschriften in Berlin entsprechend dem Befehl Nr. 105 des Obersten Chef$ der sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland und der Kontrollratsdirektive Nr ...

  • Ein gerader Weg zur KniippeEgarde

    Berlin, 24. August (ADN). Mit der Entlassung des Kriminalsekretärs Hans W. wurde der letzte, der Sozialistischen Einheitspartei angehörende Polizist des Verwaltungsbezirks Tempelhof im amerikanischen Sektor aus dem Dienst entfernt. Die „Säuberung" der Stumm-Polizei im amerikanischen Sektor von Angehörigen bestimmter demokratischer Organisationen wird fortgesetzt ...

  • Freiheit für Einsiedel

    Drei Monate sind jetzt seit dem Tag vergangen, an dem Graf Heinrich von Einsiedel, das Redaktjonsmitglied der „Täglichen Rundschau", bei einem Besuch bei seiner Mutter in Wiesbaden verhaftet wurde. Alle Bemühungen der Mutter, über seinen Verbleib etwas zu erfahren, waren bisher erfolglos. Auf das Schreiben des Chefs des Stabes der SMV, Generalleutnant Lukjantschenko, vom 12 ...

  • „Säuberungsaklion" in der Berliner SPD

    Unterdrückung der freien Meinungsbildung / Isolierung oder Abbau führender SPD-Funktionäre

    Berlin, 24. August (ADN). 50 Prozent der bei der Berliner SPD beschäftigten Parteiangestellten sollen, einer Meldung der „Täglichen Rundschau" vom Dienstag und anderen Informationen zufolge, auf Grund eines internen Parteivorstandsbeschlusses abgebaut werden. Wie berichtet wird, soll dieser Abbau zu einer „Säuberung" der sozialdemokratischen Parteidienststellen yon denjenigen Kräften benutzt werden, die sich eine eigene politische Haltung bewahrt haben, d ...

  • Keine Kohlen mehr über die „Luftbriitke"

    Berlin, 24. August (ND). Seit Sonntag werden aus Hannover keine Kohlen mehr für die Berliner Westsektoren verladen. Fünf hannoversche Firmen hatten die Umladung der aus dem Kuhrgebiet kommenden Kohlen in Säcke durchgeführt. Sie erhielten, wie von zuverlässiger Seite verlautet, die Anweisung, ihre Arbeit umgehend einzustellen ...

  • Das Echo

    Als Antwort au! eine boshalte Erfindung m der Dortmunder SPD - Zeitung „Westfälische Rundschau" erhielt die Redaktion folgende Zuschrift, die sie allerdings nicht veröffentlichte: „Sehr geehrte Redaktion! Ihre interessante Nachricht in Nr. 72 Ihrer Zeitung vom 12. August Über ,Piecks Privatbad' möchte ich auf Grund persönlicher Beobachtungen noch ergänzen ...

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  • v*

    15. Fortsetzung Je mühseliger aber die Arbeit wurde, um so schneller verflog für ihn der Reiz des Neuen. Bald paßte er sich dem gleichmäßigen Tempo der stoßenden Rutsche an, scharrte, wenn der Wagen voll war, die Kohle zurecht und stieß ihn mit dem nächsten leeren Wagen ab, um sie der Reihe nach alle zu füllen ...

  • Ein Kommentar zum Weltkongreß

    Heute kann niemand mehr den gewaltigen Ruf eines Henri Barbusse im Feuer des ersten Weltkrieges als historisches Signal verkennen. Niemand wird der literarischen und menschlichen Größe Romain Hollands die Ehrfurcht versagen oder vergessen, was die Gestalt Maxim Gorkis in der kulturellen Weltentwicklung bedeutet hat, oder könnte übersehen, daß Heinrich Mann recht d3ran tat, inmitten dss Kriegsgetümmels von 1914 die klare und ruhige Sprache der Vernunft und des Friedenswillens zu sprechen ...

  • Können uns Schulden retten?

    Entscheidend ist also für die Zukunft zweierlei: 1. Die Vergrößerung der Produktion von Verbrauchsgütern und 2. ihre Verteilung nach einem Prinzip, das diese Waren in erster Linie den Werktätigen zuführt. Wie sieht es damit im Westen aus? Die westdeutsche Wirtschaft ist eine typische Kolonialwirtschaft ...

  • Ausstellung: Die neue Schule

    ModerneSdiulbiwien m Licht I Aiit und Sonne.

    Die Ausstellung „Die neue Schul e", die Im „Graphischen Kabinett" des Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands in der Jägerstraße eröffnet wurde, zeigt Pläne und Modelle des Beiliner Architekten Robert Lenz, die im Rahmen des neuen Zentralschulsystems in Zusammenarbeit mit bewährten Pädagogen entstanden sind ...

  • Kunst aus Dresden und Berlin

    Josef Heg<;nbarth zeigt eine Reihe seiner Straßenund Arbeitsszenen in deren unmittelbarer und künstlerisch sicherei Erfassung er kaum von einem anderen erreich wird Neben Ihm zeigt Paul Wilhelm impressionistische Landschaftsaquarelle, von denen insbesondere der „Garten im Winter" hervorzuheben ist Ttt ...

  • Das ist die entscheidende Frage

    Man sieht also, wenn man den Unterechieden auf den Grund geht, die nach den Währungsreformen im Osten und Westen aufgetreten sind, daß es um folgende Frage geht: Soll in Deutschland die alte kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die uns im Verlauf von 30 Jahren in einige schwere Krisen ...

  • Die Welt sieht auf Breslau /

    Ein Beitrag zerr Sicherung des Welürrjdeag

    Der heute in Wroclaw (Breslau) beginnende Weltkongreß der Kulturschaffenden hat sich die Erörterung der Frage, wie man der Sache des Friedens am besten dienen könne, zur vornehmsten Aufgabe Gestellt. Was diesen Kongreß von früheren ähnlicher Art unterscheidet, ist dir Umstand, daß die meisten der daran teilnehmenden Wissenschaftler, Schriftsteller und Künstler nicht nur den Willen ihrer Völker, sondern auch den ihrer Regierungen repräsentieren ...

  • Kulturschaffende der Welt strömen nach Wroclaw

    Auf der Durchreise nach Wroclaw stattete d'e 20köpu<?e sow'etischs Delegation zum Weltkongreß der Kulturschaffenden, an deren Spitze der Generalsekretär des Sowjetischen Schriftstellerverbandes, F a d e j e w, steht, Warszawa (Warschau) einen Besuch ab. Die Delegationen aus London, Paris, Rom, Prag und Bukarest sind am 23 ...

  • ..Festspiele" mit Purcell

    Henry Purcell (1658—1693) ist der Stolz der englischen Musik. Dieser Vorläufer Bachs und Händeis war der letzte und eigentlich einzige schöpferische Musiker von europäischer Geltung in England. Gelegentlich der von der britischen Militärregierung veranstalteten „Berliner Festspiele aus dem elisabethanischen Zeitalter" (dem Purcell eigentlich schon nicht mehr angehörte) wurden einige Bruchstücke aus seinen Werken in einem Konzert im Berliner Britischen Information Centre aufgeführt ...

  • Wie kommt die Ware in die Schaufenster?

    Wer einmal im Kerbst vorigen oder zu Beginn dieses Jahres Westdeutschland besuchte, konnte feststellen, daß die Furcht vor einer Währunssreform dort viel stärker war als in der sowjetischen Besatzungszone, Nicht nur Industrie und Handel, auch die Bauern hielten ihre Bestände zurück, da man nicht gute Ware für schlechtes Geld verkaufen wollte ...

  • . . . und wer kann sie kaufen?

    Im Westen ist das alte kapitalistische Verteilungssystem — Produktion, Großhandel, Kleinhandel — unverändert aufrechterhalten, Was bedeutet das? Kaufen kann die Ware nur die kleine Schicht der gutbezahlten Einkommensempfänger, Bei uns in der Ostzone hat man dieses System weitestgehend aufgegeben. Wie ...

  • Mit offenen Karten

    Wir wollen nicht in die manchmal auch be: uns übliche Schwarz-Weiß-Malerei verfaller und ein verheißungsvolles Bild der künftiger Versorgung der Ostzone entwerfen. \Vu haben mit dem Zweijahresplan die Karten offen auf den Tisch gelegt und den 17 Millionen Deutschen der sowjetischen Besatzungszone gezeigt, welche Versorgungsmöglichkeiten am Ende des Planes bestehen ...

  • Yolle Schaufenster im Westen

    und was wir dazu zu sagen haben

    „Vielleicht haben Sie recht mit Ihrer Behauptung, daß die westdeutsche Clay-Mark, gemessen an der Deutschen Mark der Deutschen Notenbank, das schlechtere Geld darstellt. Ich verstehe ja nichts von Wirtschaftstheorie, aber es steht fest, daß man sich in Westdeutschland nach der Währungsreform alles kaufen kann ...

  • Berliner Rundfunk

    Mittelwelle: 356,7 m m 841 kHz Deutschlandsender: 1571 m => 191 kHz Mittwoch, 25. August 5.00 u, 6.00: Wetter und Nachrichten ' 5.50: Für den Arbeitsweg / 6.30: Frauenfunk / 6.50: Junge Welt 7.09: Nachrichten « 8.00: Nachrichten ' 8.35: Suchdienst ' 9.00: Schulfunk / 11.00: Nachrichten i 12.15: Landfunk ' 13 ...

  • Weniger Geld - mehr Ware?

    Wird nun deshalb, weil weniger Geld vorhanden ist, mehr produziert? Nein. Unsere Produktion hatte ja nicht deshalb einen so niedrigen Stand, weil zuviel Geld vorhanden war, sondern weil es an Rohstoffen fehlt, weil Fabriken zerstört oder demontiert sind. Eine Änderung hierin kann nur langsam durch einen systematischen Aufbau erfolgen ...

  • Amenkaivsdie Persönlichkeiten grülien den We'tknnqrefi

    Mehr als 40 der hervorragendsten Vertreter des öffentlichen Lebens in den USA übersandten dem Kongreß der Kulturschaffenden In Wroclaw oin Schreiben, in dem sie ihre Wünsche für einen erfolgreichen Ablauf der Tagung zum Ausdruck bringen. Die Unterschriften weisen Namen weltbekannter Persönlichkeiten auf, darunter diejenigen der Schriftsteller Pearl Bück, Erskine CaldweU, des Literaturhistorikers van Eyck, des Forschers Lewis Mumford, des bekannten Malers Robert Chathey, ferner von Prof ...

  • Kurznachrichten

    Moskau (ADN). Eine Mehrproduktion von 175 00U Paar Schuhen wollen die Arbeiter einer Moskauer Schuhfabrik durch die Verwirklichung von Vorschlägen zur Materialersparnis erzielen. Allein durch die Anregung einer Arbeiterin konnten 1300 Paar Schuhe zusätzlich hergestellt werden. Chemnitz (ADN). Die Industrieproduktion in Chemnitz belief ...

  • Wieder Deutscher Künsllerhund

    München (ADN). Der Deutsche Künstlerbund, bis u seiner Auflösung im Jahre 1933 die Vereinigung er bedeutendsten zeitgenössischen bildenden :ünstler, ist jetzt in München wieder gegründet 'orden Den Vorsitz haben die Maler Karl Hofer nd Alexander Hartmann übernommen.

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  • len hleena Tischlastift

    Ick habe tchon ne janze Weile msem von meinen Neuen Jochsn berichtet, aba det Hecht nich etwa dran, daB nischt los war — bei Jochen is imma wat los. Und die letzte Zeit jloobe ick sogar, mehr als zuville. Erst war er projrammiemäß ior zwee Wochen in een Ferienlaja von die FDJ, da war er sozusaaren vaschollen for Jroß-Berlin ...

  • im Schwarzhemd trägt

    Vor einer Ausgabestelle für Lebensmittelkarten im Bezirk Kreuzberg drängen sich die Menschen zum Empfang der neuen Karten. Zumeist Hausfrauen mit ihren unerläßlichen Markttaschen, einige alte Männer, ein junger, blaßblonder Bursche mit einem hochgeschlossenen, schwarzen Hemd. Der Himmel hängt tief und grau über dem Häuserblock, die unbeständige Witterung, die schon die Ahnung des Herbstes in sich trägt, macht die Menschen verdrießlich ...

  • Riesendefizit des Magistrats

    Hohe Besatzungskosten der westlichen Militärregierungen

    Mit einem außergewBhnlich großen Defizit des Berliner Magistrats ist in den nächsten Monaten zu rechnen, tfenn das Steueraufkommen insbesondere der drei westlichen Sektoren auf dem gegenwärtig stark abgesunkenen Stand verbleibt und die hohen Besatzungskosten der drei westlichen Militärregierungen weiter zu leisten sind ...

  • Todesurteil für weiblichen Blaubart

    Mörderin um des Mordens willen? / Sie leuqnete bis zuletzt

    klagte, eine unscheinbare Frau, war viermal verheiratet. Als Hjähriges Mädchen heiratete sie einen Musiker. Nach acht Jahren ließ sie sich jedoch von ihm scheiden. Besonders unglücklich gestaltete sich die nächste Ehe mit dem Schlosser Max Asche, der eines Tages ermordet wurde. In einem Sack hatte man die zerstückelte Leiche gefunden ...

  • Kohlenausgabe aufgerufen

    Die Köhlenausgabe für die Bewohner des sowjetischen Sektors erfolgt auf Abschnitt 32 des Haushaltsausweises. Die Bewohner der 'Berliner Westsektoren erhalten ihre Kohlen auf Abschnitt „A" ihrer Im sowietischen Sektor bezogenen Fleischkarte. Im sowjetischen Sektor stehen heute folgende Lebensmittel zur Verfügung: Lichtenberg: Graupen ...

  • Saboteur verurteil!

    Der früher^ Leiter der Konsumfiliale im Bezirk Mitte, Walter Eche, wurde von,dem Sowjetischen Militärgericht in Berlin am Dienstag zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Eche war beschuldigt, den Befehl der SMV über die Versorgung der Westberliner sabotiert und Verleumdungen über die Sowjetische Militärverwaltung verbreitet zu haben ...

  • Für die Einheit der Berliner Post

    Über die gegenwärtige Lage bei der Berliner Post fand am Montag im Postamt N 4 eine Aussprache statt, zu der die IG Post und Fernmeldewesen im FDGB Groß-Berlin die Amtsvorsteher, ihre Vertreter, die Vorsitzenden der Betriebs-Gewerkschaftsleitungen und der Betriebsräte in den Postbetrieben des sowjetischen Sektors eingeladen hatte ...

  • £ot^€Bj9JtlmQtt^xj^

    Siedler-Stolz kann umgetauscht werden

    Kleinpflanzer, die ihren selbst angebauten TabaK, Ernte 1948, gegen Tabakerzeugnisse eintauschen, erhalten bei den Umtauschstellen für jedes Kilogramm sachgemäß getrockneten, dachreif und sortiert abgelieferten Tabak 2 DM. Ohne Anrechnung auf die normalen Zuteilungen werden ferner zu den üblichen Handelspreisen ...

  • Überfall auf FDGB-Büro In Spandau UGO-Kommissare bleiben SA-Methoden treu

    Zu dem am Montag in Spandau durchgeführten Überfall auf die FDGB-Zahlstelle in Siemensstadt, Hefnersteig 8, schreibt die „Tribüne": „Nachdem die FDGB-Kollegen ihre Arbeit aufgenommen hatten, tauchte gegen Mittag ein UGO-Rollkommando auf, das mit den Rufen: „Werft die Schweine aus dem Fenster" und „Nicht erst lange verhandeln, gleich die Treppe hinunterwerfen, usw ...

  • Sprengungen in Marzahn

    Auf Anordnung der sowjetischen Besatzungsmacht werden am Donnerstag, dem 26. August, in der Zeit von 15 bis 19 Uhr, auf dem Marzahner Sprenggelände Sprengungen durchgeführt. Das Betreten des Geländes ist eine Stunde vor Beginn und während der Sprengungen untersagt. Wegen der zu erwartenden starken Splitterwirkung wird die Bevölkerung gebeten, rechtzeitig Maßnahmen zur Verhinderung von Sachschäden zu treffen ...

  • <&eüae1*cLH&i ruit dlcfof

    Mittwoch, 25. August 1948 Kreis Neukölln: 19 Uhr, öffentliche Jugendversammlung Biehardstr. 35. Referent: Friede! Hoffmann. — 16 Uhr, Sitzung der selbständigen Handwerker und Gewerbetreibenden, Karl-Marx-Str. 22. Kreis Reinickendorf: 16 Uhr, Sitzung selbständiger Handwerker, Sekretariat, Berliner Straße 99 ...

  • Chefredaktion: Max Nierich und Lex Ende

    Redaktion: „Neues Deutschland", Berlin N 54, Schönhauser Allee 176 — Sprechstunden der Redaktion: nur von 13 bis 14 Uhr — Telefon: 42 50 21 (Tag- und Nachtdienst) — Honorarzahlungen: Dienstag und Freitag von 13 bis 16 Uhr — Verlag: Berlin SW 68. Zimmerstr. 87-91 — Bankkonto: Berliner Stadtkontor Nr. 3428 — Postscheckkonto: „Neues Deutschland- Berlin Nr ...

  • Reger Umtausch der Lebensmittelkarten

    Andrang aus den Westsektoren — Neueinrichtung von Schaltern notwendig

    An den Schaltern des Ernährungsamtes Berhn-Mitte herrschte gestern vormittag ein lebhafter Betrieb. Dies war der beredte Ausdruck dafür, daß sich die Westberliner durch die Einschüchterungsversuche der westlich lizenzierten Zeitungen nicht beeindrucken ließen. Sie haben das Vertrauen zur Luftbrücke längst verloren und wollen ihre Lebensmittelkarten im sowjetischen Sektor empfangen ...

  • Franz Neumanns Wünsdüraum fast erfüllt

    Der Potsdamer Platz war in den letzten Tagen in Wort und Bild zur kleinen Sensation der Presse in der ganzen Welt geworden. In diesen Tagen sind die früher gewohnten Ansammlungen von Schwarzhändlern auf dem zum sowjetischen Sektor gehörenden Teil des Platzen verschwunden. Doch das gibt dem Platz nicht sein neues Gesicht ...

  • Viermachte-Lehrplan für Geschichte

    Zur Wiederaufnahme des Geschichtsunterrichtes in den Berliner Schulen mit Beginn des neuen Schuljahres erklärt Stadtschulrat Wildangel, dia Grundlage bilde ein Lehrplan, auf den sich die vier Besatzungsmächte geeinigt haben. Danach beginnt der Geschichtsunterricht im 5. Schuljahr der Einheitsschule. Er trägt eine stark demokratischvölkerversöhnende Note; der preußisch-deutschfl Imperialismus wird darin polemisch behandelt ...

  • iXtetkbioUültdleUau&h Kohlenzuteilung für alle

    VtT Leiter der Sonderabteilung im Berliner Haupternährungsamt, Paul Letsch, wies am Dienstag erneut darauf hin, daß die angekündigte Kohlenzuteilung auch diejenigen Einwohner der Berliner Westsektoren erhalten, die erst im September Lebensmittelkarten im sowjetischen Sektor beziehen. Die in den letzten Tagen von der Westberliner Presse darüber veröffentlichten Meldungen wurden von Letsch als falsch bezeichnet ...

  • Schwarzbrennerei ausgehoben

    In einer Wohnlaube in Friedrichsfelde, Kolonie „Bielefeld", wurde bei einem Rohrinstallateur eine komplette Destillieranlage vorgefunden, mit der er aus vergälltem Spiritus Likör hergestellt hat. Bei der Haussuchung wurden gedruckte Etiketten mit der Aufschrift „Lukullus", Likörfabrik Potsdam, vorgefunden ...

  • Auf dem Potsdamer Platz:

    KundgebunggegenSchwarzhandel Der Verband der Berliner Konsumgenossenschaften veranstaltet am Freitag, dem 27. August 1948, um 16,30 Uhr, auf dem Potsdamer Platz eine Kundgebung. Verbandspräsident Lange spricht über „Konsam gegen Schwarzhandel und Schieber". Vertreter der Parteien sind eingeladen worden, ebenfalls zum Kampf gegen den Schwarzen Markt Im Rahmen dieser Kundgebung Stellung zu nehmen ...

  • Chefarzt

    gesucht I

    Dor Rat der Stadt Stralsund sucht dringend zum sofortigen Antritt einen Chefarzt (Chirurg) für das im Jahre 1938 neu errichtete Krankenhaus am Sund (das schönste Krankenhaus der Zone mit 800 Betten). Nur erstklassige Bewerber haben Aussicht auf Anstellung. — Bewerbungen mit ausführlichen Angaben und ...

  • 17 Fälle in einer Woche

    In der Woche vom 15. bis 21. August wurden ia Berlin 17 neue Fälle an spinaler Kinderlähmung und 1 Todesfall gemeldet. In der Woche vom 8. bis 14. August waren es 11 Erkrankungen und 2 sterbefälle, und in der Woche vom 1. bis 7. August 16 Erkrankungen. Bei diesem Stande der Entwicklung;, so behauptet" das Landesgesundheitsamt, ist ein Anlaß zu Sorge nicht geboten ...

  • Neuer Terror gegen SED-Angehörige

    Drei Angestellte von Kartenstellen des Bezirkes Tempelhof wurden am Montag ohne Angabe von Gründen beurlaubt. Diese Maßnahme wird mit einer Erklärung des Fraktionsvorsitzenden der Berliner SPD, Swolinzky die ei am Sonntag auf einer öffentlichen Versammlung in Lichtenrade von sich gab, in Verbindung gebracht ...

  • Z00

    Täglich ab 16 Uhr: TANZ IM FREIEN CIRCUS BUSCH lägl. 2 Vorstellung, (außer Freitag) um 14.30 und 18 Uhr Einstellung erfolgt über das örtlich zuständige Bezirksarbelttaml Akkumul.-Fabrik Oberschöneweide Staatl. Elektrotechn. AG. „Kabel" Berlin-Oberschöneweide Wilhelminenhofstraße 68/69

  • ueldumtausch der Privatpersonen

    Fur Privatpersonen, die in Pankow an dem Geldumtausch im Monat Juni teilgenommen haben, erfolgt vom 26. August an, im Arbeitsamt Pankow, Damerowstraße 11, Zimmer 2, in der Zeit von 9 bis 14 Uhr die Auszahlung des Arbeitsentgeltes. Der Personalausweis muß vorgelegt werden.

  • ersten beiden Stunden nach

    Eröffnung der Schalter wurden nach Mitteilung der Kartenstelle dreimal soviel Einwohner der Westsektoren abgefertigt, als am Montag während des ganzen Tages. Da genügend fügung

  • Dreher Schlosser und Schleifer

    werden eingestellt. Soziale Zuwendungen — wie Mittag usw. — werden gewährt. NAG- Personalabteilung Berlin-Oberschöneweide Ostendstraße 1—5

  • Tbfeffimdcrf-Üfieatei

    Jeden Mittwoch 13-17 Uhr:

  • Wtewitddas®etLer?

    (Eigener Bericht)

    Professor AI. Ganzen

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General Kolikow für Ordnung Stimme aus dem Westen Einreise für Dekan von Canterbury verweigert Berlin-Kampagne gescheitert England bevorzugt Kriegsverbrecher Wallace gegen Bassenunterschiede In freier Entscheidung Bedeutende Fortschritte in Moskau Generalstreik in Düsseldorf U SA beuten Japan aus ihre Eindrücke in Moskau B-Mark wird verschwinden
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