■^.^^ Proletarier aller Länder, vereinigt euch!
Deutschland
Organ des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands
Berliner-Ausgabe / Einzelpreis 15 Pf
21. Jahrgang / Nr. 42
Berlin, Freitag, 11. Februar 1966
würde Kongo- »und sie wer-
Walter Ulbricht auf sowjetischem Filmabend
Berlin (ADN). Der Erste Sekretär des ZK und Vorsitzende des Staatsrates- der DDR, Walter Ulbricht, nahm am Donnerstagabend in Begleitung seiner Gattin Lotte Ulbricht an einer Sondervorführung des sowjetischen Dokumentarfilms „Der gewöhnliche Faschismus"- in der sowjetischen Botschaft in Berlin teil.
Der Schöpfer des Films, Michail Romm, der zur Zeit zu Synchronisationsarbeiten in Berlin weilt, bezeichnete es zu Beginn der Veranstaltung als die Hauptaufgabe seines jüngsten Werkes, der • sowjetischen Jugend zu zeigen, was Faschismus heißt. Die Reaktion des deutschen Publikums sei
für ihn sehr wichtig, und es habe ihn deshalb mit Befriedigung erfüllt, daß bei den Aufführungen anläßlich der Leipziger Dokumentarfilmwoche die deutschen Zu-„ schauer an den gleichen Stellen lachten und weinten wie die Menschen in der Sowjetunion.
Der Einladung des Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafters der UdSSR in der DDR, P. A. Abrassimow, waren weiter gefolgt: das Mitglied des Politbüros des ZK Albert Norden, der Kandidat des Politbüros des ZK Hermann Axen, der Minister für Auswärtige Angelegenheiten, Otto Winzer, der Minister für Kultur, Klaus Gysi, Mitglieder des Diplomatischen Korps Sowie weitere Persönlichkeiten des öffentlichen und kulturellen Lebens der Hauptstadt der DDR.
Herzlicher Beifall dankte am Schluß der Veranstaltung dem sowjetischen Filmschöpfer für sein stark beeindruckendes Werk.
Todor Shiwkow begrüßt DDR-Friedensinitiative
Sofia (ADN-Korr.). „Wir begrüßen und unterstützen den Vorschlag der Regierung der DDR zur Gewährleistung der Sicherheit in Europa." Dies erklärte der Erste Sekretär des ZK der Bulgarischen Kommunistischen Partei, Ministerpräsident Todor Shiwkow, am Donnerstag auf einer großen Wahlkundgebung in Sofia. „Im Interesse der Sicherheit und des Friedens werden wir auch künftig den Kampf gegen die westdeutschen Revanchisten und Imperialisten weiterführen, gegen ihre Bemühungen, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen."
Genf (ADN-Korr.). Der Delegierte Rumäniens bei den Genfer Abrüstungsverhandlungen, Botschafter Vasile Dumitrescu, würdigte am Donnerstag die Initiative der DDR zum Abschluß eines Vertrages über die strikte Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen als „einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit Europas". Ein Abkommen hierüber hänge jedoch von der Haltung der Westmächte, die über Kernwaffen verfügen, ab.
Pham van Dong dankt der Sowjetunion
Moskau/Washington (ADN/ND). Der Ministerpräsident der Demokratischen Republik Vietnam. Pham van Dong, hat dem Vorsitzenden des Ministerrats der UdSSR, Alexej Kössygin, für die wirtschaftliche Unterstützung der Sowjetunion gedankt,, die von großem Wert für die Stärkung der Verteidigungsbereitschaft und für die Abwehr der USA-Aggression, sei.
Cottbus. 10 000 Einwohner von Cottbus bekundeten am Donnerstag ihre Solidarität mit dem vietnamesischen Volk. Der Vorsitzende des Bezirksausschusses der Nationalen Front, Dr. Neumann, verurteilte vor allem die Wiederaufnahme des Bombenterrors gegen die DRV und die barbarischen Verbrechen an der südvietnamesischen Zivilbevölkerung.
Leipzig. Auf einer Kundgebung der Leipziger Karl-Marx-Universität verurteilten Lehrkräfte und Studenten die Verbrechen der USA in Vietnam und die allseitige Unterstützung der Aggressoren durch die Bonner Regierung.
Neuschnee in Thüringen Baumblüte in Italien
Berlin (ND/ADN). Während Nordafrika unter einem heißen Schirokko stöhnt, der von der Sahara her weht, und im Süden Italiens bereits die Pfirsichbäume blühen, herrscht in Nordeuropa liefer Winter mit klirrender Kälte. In Skandinavien wurden am Mittwoch wieder Temperaturen von minus 40 Grad Celsius gemessen. Die drei noch eisfreien Häfen am Bottnischen Meerbusen (Finnland) mußten geschlossen werden.
In der Nacht zum Donnerstag hat der strenge Frost auch den Norden der DDR erfaßt. Trotz der „Hundekälte14 bis 20 Grad unter Null ist es in den Hafengebieten der Ostseeküste nur zu geringen Neueisbildungen gekommen. Im Stralsunder Hafen sorgen drei Eisbrecher für einen ungehinderten Schiffsverkehr. Das Kleine Haff und der Müritzsee sind zugefroren.
Zur Freude der über 8000 Feriengäste, Wintersportler und Urlauber hat der Thüringer Wald in der Nacht zum Donnerstag wieder ein weißes Kleid angelegt. Es fielen bis zu 10 cm Neuschnee.
Aber l\. Er
Grund.
Kongo-Müller geschah nichts, behielt seinen Paß. Aus gutem
Göttinger Studenten demonstrierten
Aktion gegen Universitätsnotstand
Göttingen (ADN/ND). Mit einem Protestmarsch durch die Göttinger Innenstadt demonstrierten am Donnerstagnachmittag mehrere tausend Göttinger Studenten gegen die finanzielle Notlage ihrer Universität. In zwei Marschsäulen zogen sie zum Kundgebungsplatz vor der Stadthalle. „Schöne Worte helfen nicht, wo bleibt die Tat?", „Wer schenkt der Universitätsbibliothek : ein Buch? Zum Kauf fehlt das Geld" — das waren Inschriften ihrer Transparente. Am Mittwoch hatte die westdeutsche Rektarenkonferenz erneut nachdrücklich gegen die beträchtliche Kürzung der Bundesmittel für die Hochschulen Einspruch erhoben. Auf Grund der zunehmenden Proteste sah sich der Bundestag am Donnerstag zu einer »Wissenschaf tedebatte'* veranlaßt.
Kongo-Müllers. Ideologie des Antikommunismus und sein „Lebenswerk" sind ja völlig identisch mit der Ideologie, den Traditionen und Praktiken des deutschen Imperialismus. Kaiser Wilhelm II. rief 1900 die deutschen Marinesoldaten auf, im Kampf gegen, chinesische Freiheitskämpfer „wie die Hunnen zu hausen", 1914 ließ der deutsche Imperialismus zwei Millionen Soldaten in den Tod marschieren, 1918 bis 1923 schlugen Baltikumer und Freikorps tot, wen sie erwischen konnten: lettische Bauern, Ruhrkumpel, Liebknecht, Luxemburg... Dann kamen die Nazis, die sangen, es ginge noch mal so gut, wenn „Judenblut vom Messer spritzt". Heute ist die Regierung Erhard Hauptkomplice der Henker der Völker. In Südafrika und Angola, in Mocambique und Vietnam. Deshalb behält Müller seinen Paß. Und in der Bonner Ermekeilkaserne sitzen die Herren vom Generalstab der Bundeswehr und machen Zielplanung für den Atomwaffeneinsatz gegen sozialistische Länder.
„Richtig, richtig", Müller jetzt sagen, den.. "
Nein — sie werden nicht! Zwischen Wollen und Können ist ein Unterschied. Ginge es bloß nach dem Wollen, hätte Kongo-Müller 1964 nicht den Kongo heimgesucht, sondern im Herbst 1961 in Dresden gewütet Ginge es bloß nach dem Wollen, wäre der Krieg von Vietnam, der Kongo-Müller
(Fortsetzung Seite 2, Spalte t)
Die Welt erkennt Wahrheit über Lübke
In vielen Ländern die Belastungsdokumente veröffentlicht
Berlin (ADN). In zahlreichen Ländern haben die Enthüllungen Professor Albert Nordens über die faschistische Vergangenheit des heutigen Bonner Staatsoberhaupts, Heinrich Lübke, ein lebhaftes Echo in den Zeitungen gefunden. Auch in Indien, Frankreich und Polen wurde mit Berichten und Nachrichten die Öffentlichkeit über den KZ-Baumeister Lübke informiert.
Die in Neu Delhi erscheinende weitverbreitete Tageszeitung „Patriot" veröffentlichte eine ausführliche Schilderung der internationalen Pressekonferenz in Berlin, auf der Professor Albert Norden die Kriegsverbrechen des heutigen Bundespräsidenten Lübke enthüllte. Das Blatt unterstützte diese Darlegungen durch Bilder der auftretenden Zeugen und des von Lübke persönlich entworfenen, gezeichneten und abgezeichneten Entwurfes für das Konzentrationslager Neu-Staßfurt. In Fettdruck hebt die Zeitung den internationalen Widerhall der Enthüllungen und die Tatsache hervor, daß Lübke jeder konkreten Beantwortung der an ihn gestellten Frageri aus dem Wege geht
Auch die in Paris erscheinende „Naie Presse" veröffentlichte einen Bericht mit vielen Zitaten aus den Ausführungen Professor Nordens. Dieser Artikel trug die Überschrift: „,Lübke baute Todeslager' wird auf einer Pressekonferenz in Berlin bewiesen." In dem Beitrag heißt es unter anderem: -Wie bekannt ist, hat
die ostdeutsche Republik schon vor einem Jahr die traurige Vergangenheit von Lübke enthüllt, und zwar im Zusammenhang mit dem. Bau des Konzentrationslagers Leau."
Die in Warschau erscheinende Zeitung „Folks-Sztyme" berichtete wiederholt in vierspaltigen Artikeln, die durch Bilder belegt wurden, über die Entlarvung Lübkes. Einer dieser Beiträge befaßte sich ausschließlich mit den Aussagen der Zeugen. Das Blatt verweist auf das breite Echo zu den Enthüllungen und erinnert daran, daß auch in westlichen Organen die Frage gestellt wurde, ob es zweckmäßig sei, daß Lübke weiter Staatsoberhaupt bleibe. „Diese charakteristischen Fragen sind ein Beweis dafür, wie tief Professor Norden mit seinen enthüllenden Beweismaterialien getroffen hat." An anderer Stelle werden mehrere Fragen Professor Nordens an Lübke zitiert und anschließend erklärt: „Die internationale öffentliche Meinung, die demokratischen und antifaschistischen Kräfte und. besonders die jüdischen -Volksmassen aller Länder, müssen mit allen Möglichkeiten darauf hinwirken, daß eine klare, eindeutige'Antwort kommt."
Bereits in ihrem ersten Bericht hatte die „Folks-Sztyme" mit der Feststellung geendet: „Alle warten jetzt auf die Antwort des heutigen westdeutschen Präsidenten und Mitbeteiligten am nazistischen Völkermord.'«
Zustimmung
auch in Chile
Führer der Sozialistischen Partei würdigt 6-Punkte-Plan
Santiago. Der prominente chilenische Politiker Aniceto Rodrigue?, Senator, Präsident der „Frente. Revolucionario de Accion Populär" (Front der revolutionären Volksaktion) und Generalsekretär der Sozialistischen Partei Chiles, gewährte unserem. Korrespondenten Werner Land ein Exklusivinterview zu den jüngsten Entspannungsvorschlägen der DDR., Darin bezeichnet der chilenische Senator den 6-Punkte-Plan des Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht als „eine sehr positive politische Initiative von außerordentlichem Wert, die unbestreitbar zur Verständigung zwischen beiden deutschen Staaten und zur Festigung des Weltfriedens, beitragen kann". Generalsekretär Rodriguez unterstreicht in diesem Zusammenhang besonders den Vorschlag, daß beide deutsche Staaten auf Atomrüstung und Beteiligung an der Verfügungsgewalt über atomare Wafffen Verzichten.'
In dem Interview erinnert der chilenische Politiker an seinen Besuch in der DDR und sagte dazu: „Als ich. in der DDR weilte, hatte ich Unterredungen mit den höchsten Stellen der Republik und auch mit Persönlichkeiten der Massenorganisationen. Bei all diesen Gelegenheiten konnte ich den aufrichtigen, ernsten Wunsch feststellen, in Frieden zu leben und echte Koexistenz-Vereinbarungen zu erreichen. Dieser Wunsch war frei von jeder Feindschaft gegen die Behörden oder die Bevölkerung der Bundesrepublik. Diese Haltung der DDR steht im Gegensatz, zu den ständigen revanchistischen Plänen der Staatsmänner der Bundesrepublik, die sich angestrengt darum be- (Fortsetzuna Seite 2, Spalten 5 und 6)
IG Metall: Unternehmer von Regierung unterstützt
In einem Interview mit der Frankfurter „Abendpost" erklärte der Leiter der Pressestelle der IG Metall. Dr. Thönissen: Die Schwierigkeiten, die einer Einigung im gegenwärtigen Tarifkonflikt entgegenstehen, hatten ihren Grund nicht in der wirtschaftlichen Lage, „sondern darin, daß die Arbeitgeber sich in der Koalition mit der Bundesregierung besonders stark fühlen". Die Unternehmer seien offenbar entschlossen, die Dinge auf die Spitze zu treiben. Die Tarifkommission der IG Metall Hessen hat sich am Donnerstag einstimmig für eine Streikurabstimmung ausgesprochen.
Die rund • 150 Mitglieder der großen Tarifkommission der IG Metall von Nordrhein-Westfalen haben am Donnerstag im Namen von rund .1,2 Millionen Arbeitern und Angestellten der metallverarbeitenden Industrie dem Vorschlag.der Schlichtungsstelle zugestimmt. Gewerkschafter erklärten, wenn die Unternehmer den Schlichtungsvorschlag ablehnten.
sei auch in Nordrhein-Westfalen mit Warnstreiks zu rechnen.
In einer Entschließung mißbilligten sie die Forderung des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministers, Kieribaum, der die Tarifautonomie aufheben will, und verlangten von der Landesregierung, „daß Herr Minister Kienbaum wegen seiner Äußerung zur Rechenschaft gezogen wird". Scharf verurteilten die Mitglieder der Tarifkommission das Eintreten des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen für eine dem amerikanischen Taft-Hartley-Gesetz entsprechende Regelung. Dazu heißt es in der Entschließung: „Der Staat hat kein Recht, sich in freie Tarifauseinandersetzungen einzumischen."
Auch die Angestellten in vier Handelsbetrieben des Mannheimer Hafens führten einen Warnstreik durch, um die Unternehmer endlich zu Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen zu zwingen. ,
86000 Metaller erteilen Monopolen gebührende Antwort
Warnstreiks auch am Donnerstag / Tanfkommission Nordrhein-Westfalen stimmt Schlichtungsvorschlag zu
Frankfurt (Main) (ADN/ND). 86 000 Metallarbeiter Hessens und Baden-Württembergs haben bisher mit Warnstreiks gegen das Lohndiktat der Unternehmer protestiert. Am Donnerstag waren es 26 000, die die Arbeit für eine halbe Stunde niederlegten. 60 000 hatten bereits am Dienstag und Mittwoch ihren Willen bekundet, die Lohnforderungen mit Kampfmaßnahmen durchzusetzen.
In Hessen beantworteten am Donnerstag rund 20 000 Metallarbeiter die Ablehnung des Schlichtungsvorschlages durch die hessischen Metallindustriellen mit Warnstreiks. An den Protestaktionen beteiligten sich u. a. 13 600 Beschäftigte der Henschel-Werke und 1000 der Waggonbaufirma Crede in Kassel, rund 2000 Arbeiterin vier Betrieben Darmstadts sowie 1540 Arbeiter in zwei Offenbacher Betrieben. In Baden-Württemberg streikten erneut 6000 Metaller. '
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(Heute auf.den Seiten 3 und 4)
Was ist ein Staat wert, in dem ein Kongo-Müller nicht nur juristisch zu Hause ist, sondern sich auch zu Hause fühlt?
Alle Welt weiß, Westdeutschland ist ein gar feines Land. Es hat viele Autos, elegante Huren, beinahe Wolkenkratzer und fast so schöne bunte Reklame wie Amerika. Es ist auch wohltätig! Kommt ein Rentner aus der DDR nach Hamburg, darf er Umsonst Straßenbahn fahren und erhält ein bißchen Taschengeld.
Das erinnert an die Fürsorge von Menschenfressern, von denen uns die Seefahrer vergangener Jahrhunderte berichten. Diese Menschenfresser waren zu jenen, die sie schlachten und verzehren wollten, besonders höflich, fütterten sie gut, sorgten für ihre Unterhaltung und'hielten sie bei guter Laune... . '
Diese westdeutsche Gesellschaft, de» ren Präsident Konzentrationslager baute, ist, obwohl das viele Westdeutsche noch nicht erkennen und sicher auch nicht wollen, viel grausiger als ein Menschenfresserstamm. Letzterer stand noch auf der Anfangsstufe der mensdhlidTen Entwicklung. Im westdeutschen Staat aber paart sich technische Perfektion mit der entsetzlichsten Barbarei, wie sie eben nur eine verfaulende, zum Untergang verurteilte Gesellschaftsordnung hervorbringen kann. Die Kannibalen der Südsee kann man nicht mit unseren moralischen Maßstäben messen, sia wußten es nicht anders. Die westdeutsche Öffentlichkeit aber kann nicht sagen, daß sie erst durch unser Fernsehen von Kongo-Müllers Untaten erfuhr. Kongo-Müller hatte recht, al* er sagte, er sei bekannt. Er ist in der Tat mit vielen bekannt, die in Westdeutschland die Atomkriegspolitik betreiben, und der westdeutschen Öffentlichkeit ist seit Oktober 1964 dank den westdeutschen Illustrierten „Revue" Kongo-Müller bekannt. Die „Revue",.Auflage weit über eine Million, brachte damals in zwei Nummern seitenlange Reportagen über diesen Vorkämpfer westlicher Ideologie.
Endgültig bewiesen: Mond hat kein feststellbares Magnetfeld
Die Politik der Annäherung der SPD an die CDU ist bis zu Ende ausprobiert und hat der SPD nur Niederlagen eingebracht. Dadurch steht die SPD jetzt an einem Scheideweg.
Das Zentralkomitee erklärt:
"Die Politik einer deutschen Partei wird an ihrer Stellung zur Deutschlandfrage gemessen.
Die Grundfrage lautet:
A Bist Du für Verhandlungen und für die Verständigung der Regierungen der beiden deutschen Staaten?
Q Wie stehst Du zum Friedensvertrag?
£} Wie soll das einige Deutschland aussehen, das Du erstrebst? Soll es ein Deutschland sein, in dem das Volk bestimmt oder sollen in ihm die Multimillionäre und Hitlergenerale den Ton angeben?
Das Zentralkomitee schlägt vor:
Einen Gedankenaustausch zwischen SED und SPD, wie es in Deutschland weltergehen soll.
Im Jahre 1966 ein Gremium für die offene Aussprache der Deutschen aus Ost und West zu schaffen, dessen paritätische Zusammensetzung möglichst alle Schichten des Volkes in der DDR und in Westdeutschland erfassen sollte.
Die beiden größten Parteien Deutschlands könnten gemeinsam den entscheidenden Beitrag zur Lösung der Deutschlandfrage leisten, wenn sie ein Mindestmaß an Annäherung und Übereinstimmung in den Fragen des Friedens und an Zusammenarbeit bei der Oberwindung der Spaltung fänden.
Die Geschichte hat uns recht gegeben
Hermann Matern vor Parteihodischülern
Berlin (ND). Vor den Studenten • der Parteihochschule „Karl Marx" sprach am Donnerstagnachmittag Genosse Hermann Matern, Mitglied des Politbüros, über das Thema: „Die beiden gemeinsamen Konferenzen der KPD und SPD vom Dezember 1945 und Februar 1946 — wichtige Schritte auf dem Wege zur Gründung der SED".
Er erläuterte ausführlich die einzelnen Phasen des Vereinigungsprozesses, der von dem Willen der Mitglieder beider Parteien bestimmt war, die verhängnisvolle Spaltung endgültig zu überwinden.
Die gemeinsame Erkenntnis, daß die tiefe Wurzel von Krieg und Faschismus in der Macht der Monopole zu suchen ist und nur die geeinte Arbeiterklasse im Bündnis mit allen werktätigen Schichten Imperialismus und Militarismus überwinden kann, ist in Westdeutschland aktuell bis auf den heutigen Tag.
Die Geschichte hat bestätigt, erklärte Genosse Matern, wie richtig Kommunisten und Sozialdemokraten 1945/46 handelten, als sie sich zusammenschlössen. Tausende Funktionäre beider Parteien legten damals den Grundstein für die Erfolge, auf die wir heute blicken können.
Mit der SED entstand eine revolutionäre Partei neuen Typs. In einem schweren Kampf um die Lösung der Schicksalsfragen unseres Volkes hat sich' die SED stets als Bannerträger der Interessen der Nation erwiesen.
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OFFENER BRIEF
des Zentralkomitees der SED an die Delegierten des Dortmunder Parteitages der SPD und an alle Mitglieder und
Freunde der Sozialdemokratie in Westdeutschland.
Darin stellt das Zentralkomitee fest:
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Der Paß des Mörders
Hätte man im Altertum gefragt, wer wohl Spiele veranstaltet, bei de-! nen Menschen von wilden Tieren zerfleischt werden, hätte die Antwort gelautet: Das sind die römischen Sklavenhalter. Hätte man im Mittelalter gefragt, wer Menschen bei lebendigem Leibe verbrennt, wäre die Antwort ge-; wesen, daß das die spanische Inquisition tut. Vor 20 Jahren erfuhr die Welt: Wer Millionen Menschen in Gaskammern vergiftete, das waren die SS-Leute Hitlerdeutschlands. . ;
Wenn man heute fragt, welche, Staatsangehörigkeit kann wohl einer besitzen, dessen Beruf und dessen Vergnügen seit 1939 das Morden ist, der kaltblütig und lächelnd tötet, und zwar ohne Einberufung, ohne Befehl, sondern, der von sich aus mit Energie und sicherem Instinkt Stätten aufsucht, wo Mord in der Luft liegt — dann wird die Antwort lauten: Der kann doch nur in der „Bundesrepublik Deutschland", zu Hause seih.
Kongo-Müller, ■ Bestie in Menschengestalt, Anführer einer' Bande von Kopfjägern und Folterknechten, besitzt den westdeutschen Paß. Das sagte er vor der Kamera unseres Fernsehens.
6000 Bildzeilen in 1OO Minuten
Station Luna 9
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fotografierte aus 60 cm Höhe
Internationale Pressekonferenz in Moskau
Spiegel verhalfen zu stereoskopischen Aufnahmen
Demonstration gegen die' USA-Aggression in Vietnam Vor der amerikanischen'Botschaft in Bad Godesberg. Drei Stunden lang forderten Studenten und Kriegsdienstgegner mit Sprechchören und Transparenten die-sofortige Beendigung des Terrorkrieges Foto: Zentralbild
Von unserem Moskauer Korrespondenten
Werner Goldstein
Moskau. Die sensationelle weiche Landung der Mondstation Luna 9 habe Ergebnisse erbracht, die die Wissenschaft zwingen, viele der bisherigen1 Kenntnisse über den Mond zu präzisieren. Außerdem habe Luna 9 bewiesen, daß der Erdtrabant kein feststellbares Magnetfeld besitze. ,
Das erklärte der Präsident der Akademie der Wissenschaften der UdSSR, Professor Mstislaw Keldysch, am Donnerstag im Moskauer „Haus der Wissenschaften". Hier hatten sich Hunderte Journalisten zu einer internationalen Pressekonferenz eingefunden. Während der zweieinhaSbstUndigen Konferenz vermittelten die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften der UdSSR Lebedinski, Winogradow und Michailow weitere interessante Einzelheiten über das erfolgreiche sowjetische Experiment..
Die Station Luna 9 habe mit den Augen der Kosmonautik in die Mondlandschaft geschaut und dabei bisher einmalige Aufr nahmen zur Erde gesandt, erklärte Pro-
' (Fortsetzuna Seite 2, Spalten 2 und 3)
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