Die Volkskammer verleiht in der Erklärung ihrer brüderlichen Sympathie für die Demokratische Republik Vietnam Ausdruck und versichert sie der uneingeschränkten Unterstützung. Durch praktische Solidarität zeigen die Bürger unserer Republik, daß sie voll und ganz hinter dieser Zusicherung stehen. Tausende von Taten, ergreifende Beispiele von Opferbereitschaft zeugen davon.
In den Betrieben und Büros wird für Vietnam gesammelt, Schulkinder bringen ihre Sparbüchsen, die Schriftsteller schicken 1000 Fahrräder, und Junge Pioniere unternehmen Altstoffsammlungen, deren Ertrag für das kämpfende Vietnam bestimmt ist. Wie stark die Gefühle unserer Menschen aufgewühlt sind, davon zeugen viele, viele spontane Einzelhandlungen wie die eines armamputierten Ingenieurs des Atomkraftwerkes Rheinsberg, der aus eigener Erinnerung an den völkermordenden Krieg dem Solidaritätsfonds seine Prämie übergeben hat, oder die des Rentners aus Waltersdorf bei Berlin, der sein Sparbuchkonto in Höhe von 7000 Mark überwies. Die Erklärung der Volkskammer wird dazu beitragen, daß die Solidaritätsaktion für Vietnam noch verstärkt wird.
Alle an ihr Beteiligten handeln auf Grund der Erkenntnis, daß man persönlich für die Sache der Völkerfreiheit und des Friedens einstehen muß. Ihre Gedanken hat der Sprecher der SED-Fraktion der Volkskammer, Hermann Axen, in die Worte gefaßt: Vietnam geht jeden guten und anständigen Deutschen an, und niemand darf gleichgültig beiseite stehen.
Zur Politik der Aggression gehört die Geschichtsfälschung und die Fabrikation heuchlerischer Vorwände. Die Erklärung der Volkskammer zerreißt das Lügengewebe der Aggressoren, eindeutig stellt sie deren Schuld, deren Verantwortung fest. Ihrer gerechten Strafe werden sie nicht entgehen. Auch die scheinheiligen Erklärungen der Washingtoner Regierung über Verhandlungen dienen nur der Irreführung der Öffentlichkeit. Allein die Einstellung des Aggressionskrieges und die Zurückziehung der USA- Streitkräfte können den Frieden in Vietnam wiederhprstpllpn
In ihrer scharfen Verurteilung des amerikanischen Krieges befindet sich die Volkskammer in guter Gesellschaft. Auf ihrer jüngsten Tagung haben die Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages ihre machtvolle Stimme erhoben und dem Volk von Vietnam ihre Unterstützung versichert Im Namen Frankreichs hat Präsident de Gaulle die USA für den Krieg verantwortlich gemacht und diese aufgefordert, ihre Truppen aus Vietnam abzuziehen. Diesem Standpunkt haben sich inzwischen einflußreiche Persönlichkeiten aller politischen Parteien Großbritanniens angeschlnsspn.
In der ganzen Welt wächst die Abscheu gegen die amerikanische Aggression, und Repräsentanten des amerikanischen Volkes selber, besonders auch seine Gelehrten und Künstler, verurteilen die Verbrechen ihrer Regierung. Vietnam hat viele
(Fortsetzung Seite 2, Svalte !J
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