6. September
26.09.1966 / Seite 1 / Sport

Ein bedeutsamer Besuch

Von Eleonore StaimeYi Außerordentlicher Gesandter und Bevollmächtigter Minister der * ;. Deutsehen Demokratischen Republik in der Sozialistischen föderativen Republik Jugoslawien

Heute, .am 26V Septsmber. trifft der Vorsitzende des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik und Erste Sekretär der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, Walter Ulbricht, mit seiner Begleitung zum Staatsbesuch In Jugoslawien «In- Er folgt einer Einladung des Präsidenten der Soziallstischen Föderativen Republik Jugoslawien und Generalsekretärs des Bundes der Kommunisten. Genossen Jbslp Broz Tito. v

Walter Ulbricht erwidert damtt den Besuch, den Genosse Tito und seine Gattin Jovanka Broz vor 15 Monaten unserer Republik abstatteten. Wir erinnern uns nicht.nur der politischen Ergebnisse dieses. Besuches; sondern auch der vielen freundschaftlichen Gespräch'^■ mit der Bevölkerung, die ium-;gegenselUgerrKenrnen}erneni'lbeIi getragen habert. *^ ' ";r-; ?'

Wir erlebten damals Genossen Tito uriter anderem In der Berliner Karl- Marx-Allee, als er die Neubauten des Sozialismus besichtigte. Und wir sahen ihn als kampfgestählten Kommunisten, wie er auf der großen.Freundschaftskundgebung in Halle- als Arbeiter zu Arbeitern sprechend - die Verbundenheit Jugoslawiens mit- dem Kampf des deutschen Volkes für Abrüstung, Verständigung und Frieden 'zum Ausdruck brachte und den atomwaffengierigenk revanchistischenv westdeutschen Militarismus entschieden. verurteilte. -

Die Tage dieses Besuches bleiben unvergessen. Sie haben, die. weitere Entwicklung der freundschaftlichen Beziehungen unserer beiden sozialistischen Staaten und Völker, wesentlich gefördert .'.";.■■■ , !

Fünfzehn Monate sind eine relativ kurze Zeitspanne. Diese 15 Monate vom Juni 1965 bis September 1966 haben bewiesen, daß beide Länder alles unternehmen; Freundschaft und -Zusammenarbeit auch in. die Tat umzusetzen.. Jeder Bürger-ünserer Republik empfindet Genugtuung über die konsequente Haltung, mit, der die SFRJ auf eine friedliche Lösung der deutschen Frage dringt. Im Einklang mit den anderen sozialistischen und vielen nichtpaktgebundenen Ländern der Welt geht die jugoslawische Deutschlandpolitik von der-Realität, das heißt' von der Existenz zweier deutscher Staaten, aus. Davon läßt sich das sozialistische Jugoslawien auch nicht durch Druck oder politischen Terror abbringen.

Beide Mittel, die seit Ie charakteristisch für die Außenpolitik der deutschen Imperialisten und Militaristen sind, wurden von Bonn gegenüber Jugoslawien angewandt. Erst in Jüngster Zeit wurden, die vom westdeutschen Stadt ausgehaltenen iugoslawischen revanchistischen und faschistischen Emigrantenorganisationen zu Mordanschläqen auf offizielle Vertreter der SFRJ -benutzt. Mord als »Mittel der Politik - <Jlese Methode hat nicht nur. in Jugoslawien und der DDR, sondern in allen Teilen der friedliebenden Welt Abscheu hervorgerufen.' '■■■ >v '■'■■'■■ * ■'-■<'■■;.:••, ■■-■•'■■■'.■ - Die Bemühungen Bonns, Jugosla-^ Wien zur Aufgabe seiner Position in der Deutschlandfrage ■ zu zwingen« mußten scheitern. Das wurde eindeutig klar au$ der Antwort der Regierung der SFRJ auf die Bonner Reklamenote vom '• März dieses Jahres, Dort wird festgestellt: »Die Regierung der SFRJ ist der Meinung, daß nur ein realistisches Herangehen der, Regierung der Bundesrepublik Deutschland an die nach dem zweiten Weltkrieg In Europa entstandene Lage — das heißt offizielle Anerkennung der Unahtastbar- . keit: der bestehenden Grenzen, Erfüllung der aus dem zweiten Weltkrieg entstandenen Verpflichtungen, Verzicht auf jegliche. Form des Besitzes , oder. Mitbestimmung über Anwendung von" nuklearen Waffen, Herstellung ^Fortsetzung Seite 2, Spalten 1 und 2)

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