7. Februar
15.02.1966 / Seite 1 / Inland

Deiche bei Schwedt gesichert

Schwedt (ADN). über vorbeugende Maßnahmen zur Sicherung der Deiche in den hochwassergefährdeten Gebieten am unteren Oder-Lauf informierte sich der Leiter des Amtes für Wasserwirtschaft beim Ministerrat der DDR, Johannes Rochlitzer, am Montag in Schwedt. ,

Starke Fröste -und Ostwind hatten in' der vergangenen Woche.den Einsatz der deutsch-polnischen Eisbrecherflotte. verhindert. Die dadurch entstandenen starken Eiszusammenballungen auf der unteren Oder ließen den Wasserstand bei Schwedt in den letzten Tagen beträchtlich ansteigen. Zur Sicherung der Deiche wurden ü. a. 100 000 Sandsäcke aus dem Bezirk Magdeburg zusätzlich nach Schwedt gebracht. Weitere 90000 Säcke liegen im zentralen Hochwasserschutzlager in Bad Freienwalde bereit.

Johannes Rochlitzer dankte allen Beteiligten für ihre Einsatzbereitschaft. Er betonte, daß die eingeleiteten Maßnahmen der örtlichen und Bezirksorgane vorbildlich seien.

Von Günter Hoffmann,

Elternbeiratsvorsitzender

der 5. Oberschule Berlin-Prenzlauer Berg

Zehn Jahre bin ich Vorsitzender des Elternbeirates der 5. Oberschule Berlin-Prenzlauer Berg/Während dieser Zeit erlebte ich jedoch selten ein so ereignisreiches Jahr wie seit der letzten Wahl unseres Elternbeirates. Voriges Jahr wurde das Gesetz über das einheitliche sozialistische Bildungssystem verkündet, und kürzlich verabschiedete die Volkskammer das neue Familiengesetzbuch. Im vergangenen Sommer fand die erste Zentrale Elternkonferenz unserer Republik statt. Und im Dezember tagte das 11. Plenum, das in besonderem Maße die Bewußtseinsentwicklung in den Mittelpunkt rückte.

Diese bedeutenden gesellschaftlichen Ereignisse setzten auch neue Maßstäbe für1 die Arbeit der Elternbeiräte. An ihnen müssen wir die Ergebnisse unserer bisherigen Tätigkeit messen, wenn wir im März vor den Vätern und Müttern Rechenschaft legen, diesmal getrennt nach Unter-, Mittelund Oberstufe.

*

Als ich die Materialien des Zentralkomitees las, wurde mir so recht klar, daß wir uns noch mehr als bisher der staatsbürgerlichen Erziehung unserer Kinder zuwenden müssen. Gewiß müssen Elternhaus. Schule und Gesellschaft die Erziehung junger sozialistischer Staatsbürger gemeinsam wahrnehmen. Aber wir Eltern tragen eine besondere Verantwortung. Unsere Jugend eignet sich ein umfangreiches. Wissen und Können an. Selbstverständlich fehlt es ihnen noch an Lebenserfahrung und politischer Reife, die zu erwerben wir Erwachsenen ihnen behilflich sein müssen. Wie sich unsere Kinder entwickeln, ist nicht nur eine Frage ihrer geistigen Fähigkeiten, sondern vor allem auch eine Frage ihrer- inneren Einstellung, ihrer Motive \und Ideale, eben ihrer staatsbürgerlichen" Erziehung. Es hängt so viel von einer warmherzigen Familienatmosphäre und dem Verhalten der Eltern ab. In der Familie nehmen unsere Mädchen und Jungen die ersten Eindrücke und Erfahrungen auf, die oft für ihr ganzes Leben entscheidend sind. „Jeder einzelne von uns hat die Pflicht, durch das Beispiel seines Lebens die Jugend mit dem Geist des Sozialismus zu erfüllen", forderte Clara Zetkjn.

Viele Väter und Mütter an unserer Schule sprechen mit den Kindern über ihre Arbeit und lassen sie an ihren Problemen Anteil nehmen. Verständnisvoll gehen sie auch auf die Sorgen und Wünsche ihrer Töchter und Söhne ein. In anderen Familien wird der gemeinsame „Theaterbesuch zu einem schönen'Erlebnis. Ein interessanter Artikel aus der Tageszeitung, ein Beitrag unseres Fernsehfunks oder eine Frage aus der Schule können zum Anknüpfungspunkt für ein politisches Gespräch werden, das wir regelmäßig mit unseren Kindern führen sollten. Nicht wenige Eltern sorgen für einen geregelten Tagesablauf und festumrissene Pflichten.

Uns begegnen hin und wieder noch Väter und Mütter, die in der Familie mit ihren überholten Erziehungsmethoden der Schule entgegenwirken. So entstehen manche Auseinandersetzungen. Mit diesen Eltern auf einen Nenner zu kommen ist eine schwere und langwierige Arbeit Aber niemand gibt uns das Recht, die Zusammenarbeit abzulehnen. In vielen Fällen fanden wir schließlich doch eine gemeinsame Sprache. Einige Väter und Mütter wirken heute im Elternaktiv mit. Wir werden den persönlichen Gesprächen noch größere Aufmerksamkeit schenken, denn wir möchten alle Eltern für das einheitliche Handeln In der staatsbürgerlichen Erziehung gewinnen. Andererseits wünschen wir uns von einigen Lehrern, die hier und da noch Schwierigkeiten in ihrer pädagogischen Arbeit haben, daß sie die kollektive Hilfe ihrer Kollegen und erfahrener Eltern mehr in Anspruch nehmen.

Fehler gefunden?

Dieser Text wurde nachträglich digitalisiert. Dabei können Fehler bei der automatischen Texterkennung passieren.

Wir sind bemüht, diese zu beheben: Wenn Sie Fehler finden, klicken Sie hier

Vielen Dank!

Seite
Deiche bei Schwedt gesichert Großer Widerhall des Offenen Briefes in der SPD Losungen zum Internationalen Frauentag Mit Blockmontage fünfzig Tage gewonnen IGMetallbeschloß Urabstimmung Einsatz einer, Vietnam-Legion „Erschütternde Enthüllungen" FNL sprengte Militärzüge Normale Beziehungen zur DDR gefordert Gespräch Georg Stibis mit Dr. Blusztajn 1123 Leser zum Preisausschreiben „Purpurstaub** im Berliner Ensemble Erste Gespräche
Jahrgänge durchstöbern
1946 | 1947 | 1948 | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990
Tagesausgabe wählen