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Die zweite Phase des nationalen Dialogs hat begonnen. Bekanntlich war der Ausgangspunkt dieses Meinungsaustausches die Einsicht und die Notwendigkeit, daß die 'friedliebenden Bürger in beiden deutschen Staaten gemeinsam alles tun müssen, um zu verhindern, daß von deutschem Boden noch einmal ein Krieg ausgeht Das ist und bleibt die Kernfrage. ■
Die erste Phase hat die politische Diskussion belebt, hat beträchtliche Wirkungen in Westdeutschland erzielt und die friedliebenden Kräfte dort ermutigt, ihren Kampf fortzusetzen. Sie endete gleichzeitig mit einer Niederlage der Bonner Politik und aller, die sie durchzusetzen Versuchten. Die Absicht, den nationalen Dialog für antinationale Zwecke zu mißbrauchen und in konterrevolutionärer Absicht in, die DDR einzudringen, ist gescheitert.
Einige, die sich zum Vorreiter dieses Versuches aufgeschwungen. hatten, sind vom Pferd gefallen und lecken ihre Wunden.
Nach dem Abschluß dieser Phase geht es jetzt, wie im Offenen Wort unseres Zentralkomitees, das' „Neues Deutschland" am Sonntag veröffentlichte, festgestellt wird, „um die Schaffung der Gemeinsamkeit aller friedliebenden und demokratischen Kräfte". Das Ziel bleibt, wie es an anderer Stelle heißt, die „Sicherung des Friedens in Deutschland und füf Deutschland, Verzicht auf Alleinvertretungsanmaßung und andere Revancheforderungen sowie die Annäherung und Verständigung der beiden deutschen Staaten".
in diesem. Sinne wurden im Offenen Wort sechs Vorschläge formuliert; die an die SPD-Bundestagsfraktion gerichtet sind. Sie möge im Bundestag — so wird als erstes vorgeschlagen — gegen die Bombardierungen der DRV und die Bonner Unterstützung des barbarischen Krieges der USA gegen das vietnamesische Volk protestieren. Die SPD-Fraktion wird des weiteren ersucht, im Bundestag den Verzicht auf die Alleinvertretungsanmaßung der Bonner Regierung zu beantragen, die Notverordnungen grundsätzlich abzulehnen, damit eine weitere Machtvergrößerung der CDU, des Rüstungskapitals und des Militarismus verhindert wird. Die Fraktion sollte viertens im Bundestag gegen jede Form der nuklearen Rüstung und des Mitverfügungsrechtes über Atomwaffen auftreten. Sie möge schließlich im Bundestag die Ungültigmachung der Dokumente zur Vorbereitung des verdeckten Krieges fordern und den „Grauen Plan" des Mende-Ministeriums verurteilet! sowie jede weitere Mitarbeit im sogenannten Forschungsrat einstellen.
Würde die SPD-Fraktion diesen Anregungen folgen, so leistete sie damit einen erheblichen Beitrag zur Sicherung des Friedens in Deutschland.
Die Wichtigkeit dieser Fragen ergibt sich aus dem, was Prof. Norden am 29. Juni auf der Pressekonferenz des Nationalrates offenlegte." Hier wurde bekanntlich das ganze System der Aggressionsvorbereitung, der expansiven Vorherrschaftspolitik des westdeutschen Staates enthüllt. Hier wurde das Geheimnis entschleiert, in dem'der deutsche Imperialismus sich zum dritten Male anschickt, seine Vorherrschaftspläne zu verwirklichen. Hier wurde die Kriegszielpolitik des westdeutschen Imperialismus nachgewiesen und die Art und Weise gezeigt, wie er sie durchzusetzen gedenkt. , - Wir sahen uns zu diesen Enthüllungen veranlaßt, weil auf dem SPD- Parteitag darüber geschwiegen wurde, obwohl genügend führende Funktionäre der SPD anwesend waren, die über das, was Albert Norden am 29. Juni zum „Grauen Plan", zu Notverordnungen und verdecktem Krieg sagte, seit langem genauestens informiert sind. Wenn wir das ganze System 'der Kriegsvorbereitung jetzt offenlegten, dann zu dem Zweck, vor den westdeutschen Bürgern die Gefahren aufzudecken, die ihnen — auch mit Hilfe der SPD-Führung — dauernd verschleiert werden. Bei dieser Verschleierung hat sich nach der Pressekonferenz wiederum Herbert Wehner hervorgetan, der wider besseres Wissen behauptete, die Feststellungen Nordens entsprächen nicht den, Tatsachen. Aber er verschweigt, daß er selbst zu, den Eingeweihten gehört und eifrig beim Forschungsrat mitarbeitet. ^
Die meisten Westdeutschen wollen keinen Krieg, weil sie leben und nicht umkommen möchten. Hier haben wir, Bürger der DDR, mit ihnen ein gemeinsames Interesse. Das Hindernis auf | dem Wege, um diesen
, (Fortsetzung auf Seite 2. Spalte 1)
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