5. April
24.04.1966 / Seite 1 / Ausland

Gegenwart und Geschichte Von Walter F1 o r a t h

Geschichte — das war In meiner Schulzeit etwas .Vergangenes, Altes. . Man .hatte, wenig innere Beziehungen zu ahr.-Heute haben die meisten Deutschen, die Bürger ,unsererf Republik1 sind, ein ganz anderes Verhältnis zur Geschichte. Man empfand das; besonders in den letzten Tagen, als wir uns anläßlich des 20. Jahrestages der SED mit der jüngsten Geschichte unseres Volkes

beschäftigten. V'YweifHlctt liegt das daran, daß rn Deutschland Geschichte und Gegenwart auf eigentümliche Weise eins sind. Was für die DDR längst überwundene Zustände sind, ist für Westdeutschland bedrückende Gegenwart: der

Monopolkapitalismus. Die Ausbeutung, die

Entwürdigung, die Rechtlosigkeit der arbeitenden Menschen. Eine immer mehr, um sich greifende Existenzangst...

Besonders . deutlich • wurde die aktuelle Bedeutung unserer ' jüngsten Geschichte,, als Walter Ulbricht. am Donnerstag erklärte, was sich in Westdeutschland ändern müssey damit ies seinen historischen Rückstand überwinde und für eine Konföderation mit der DDR reif werde. Aber dieser Vergleich mit Westdeutschland ist es nicht allein, der für uns Geschichte so lebendig werben läßt Es liegt noch mehr daran« daß gerade unsere Geschichte; die Geschichte unserer'Partei, von uns, den Genossen ,und,unseren.Kampfgefährten, den Freunden der Blockparteien und den parteilosen Werktätigen, nicht als Ergebnis blindwirkender Schicksalsmächte, sondern als unser eigenes Werk verstanden wird: Ja, diese Geschichte haben wir selbst gestaltetl Wir selbst haben die Arbeiter-und- Baüern-Macht. die sozialistische Volkswirtschaft • und eine neue Menschengemeinschaft 'geschaffen! - Folgerichtig bereiteten wir uns auf. den 2<L Jahrestag mit Produktionsleistungen im Wettbewerb und guten Lernergebnissen vor. Folgerichtig: war das äußere Bild des Festtages durch die' Rechenschaftslegungen der Gewerkschaften, der Jugendorganisation und der Sportler vor der Partei Rekennzeichnet Und folgerichtig verbanden sie Rechenschaft mit der Ankündigung künftiger Taten, neuer Erfolge. Deshalb hob Walter Ulbricht in seiner Antwort hervor, daß unser Ringen um Frieden und Fortschritt, dem auch der Offene Brief an die SPD dient besonders für die Jugend wichtig ist Es geht ja vor allem um ihre Zukunftl-

In'diesem Sinne gehen wir daran, das neue Kapitel der deutschen Ge-- schichte zu schreiben: Wieder werden wir das Land bestellen, um noch mehr zu ernten. In der Industrie werden-wir noch besser arbeiten, um das Nationaleinkommen zu erhöhen. Und wir .werden weiter lernen. Nicht nur für unseren Beruf. Wir werden, weiterhin auch kämpfen lernen - kämpfen für das künftige Vaterland der Deutschen. Wir wissen den Weg dahin und sind entschlossen, ihn zu gehen. An uns in der DDR soll es nicht liegen.

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