EBERSWALDE-FINOW. In einem „Kollektivplan der Intensivierung" haben die Mitglieder der Brigade des Helden der Arbeit Günter Urbick aus dem VEB Kranbau Eberswalde ihren Beitrag zur Rekonstruktion des Stahlbaus festgehalten. Sie regten damit eine neue Wettbewerbsinitiative an, der sich bereits weitere drei Brigaden anschlössen. So bewährte Methoden wie die Notizen zum Plan, Initiativschichten und persönliche Pläne sollen noch wirksamer auf die Durchsetzung der zehn wichtigsten Punkte der Intensivierung gerichtet werden. So enthält der Plan alle Vorhaben, zur. Sicherung eines stabilen Leistungsanstiegs bis 1980. Die Zahl der jährlich' zu fertigenden Kran-Drehsäulen soll von 109 Baugruppen in diesem Jahr auf 182 im Jahre 1980 erhöht werden. Pro Säule sollen 100 Arbeitstunden eingespart werden.
Jedes Produktionskollektiv wird künftig durch Paten aus Konstruktion und Technologie bei seinen Wettbewerbsvorhaben zur Steigerung der Produktivität betreut werden.
MAGDEBURG. Weitere 8,6 Prozent ihrer Jahresaufgaben haben die 13 000 Werktätigen des Magdeburger Ernst- Thälmann-Kombinates im Monat August geschafft. Damit setzt der größte Schwermaschinenbauproduzent der Republik den Kurs auf einen kontinuierlichen Leistungsanstieg erfolgreich fort. Zu den Ergebnissen bei der Verwirklichung des Planes Wissenschaft und Technik, die zu Produktivitätsgewinn führten, gehört die Technologie des hydraulischen Heißspritzens. Das neue Verfahren ist für Teile gedacht, die wegen ihrer Größe erst in der Montagehalle lackiert werden können. Es bringt eine Produktivitätssteigerung bei der Farbgebung von fast 100 Prozent.
HJDWIGSFELDE. Auch im IFA- Automobilwerk Ludwigsfelde wurde erfolgreich eine neue Technologie eingeführt, bei der von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Großversuch nur sechs Wochen vergingen. Ursprünglich sollte der Mittelring der Hinterachse für den LKW „W 50" im Walzverfahren entstehen. Erfolgreich erprobt wurde die Herstellung dieses Teils auf einer 4000-Megapond-Gesenkschmiedepresse. Während nach der ursprünglichen Variante vom Rohling bis zum Fertigteil ein technologisch bedingter Metallverlust von rund 37 Prozent eingetreten wäre, verringert sich dieser bei dem Gesenkschmiedestück auf 24 Prozent. Allein 1977 ist dadurch eine Stahleinsparung von mindestens 108 Tonnen zu erwarten.
HALLE. Erfolgreich bestand in den Ziegelwerken Halle ein neuer sogenannter Ratiotrockner die Probe der Praxis. Die gemeinsam vom Ingenieurbüro des VVB Grobkeramik und den Ziegelwerkern konstruierte und erprobte Neuentwicklung verkürzt die Trockenzeit und den Energieaufwand in der Ziegelproduktion.
Ein neuer Kurztunnelofen im Zeitzer Ziegelwerk — er ist 70 Meter kürzer als herkömmliche Öfen und hochautomatisiert — bietet Voraussetzungen für einen weiteren Leistungsanstieg. 1,6 Millionen Ziegelsteine wollen die Zeitzer 1976 über den Plan produzieren. Die Menge reicht für 40 Einfamilienhäuser. Durch die Kurztunnelöfen, die in den vergangenen Monaten in sieben Ziegelwerken unserer Republik in Betrieb genommen wurden, stieg die Produktivität um 40 bis 65 Prozent. Die Arbeitsbedingungen verbesserten sich wesentlich. Bis 1980 sollen 30 solcher Öfen in Betrieb genommen werden.
Ais am Donnerstag gegen 15 Uhr der fünfmillionste Gast des Palastes der Republik am Hauptportal beglückwünscht wurde, gab es herzlichen Beifall von Hunderten Besuchern für den 35jährigen Walzwerker Heinrich Scrzypczac aus dem Feineisenwerk des VEB Stahl- und Walzwerk „Wilhelm Florin" in Hennigsdorf. Er war mit seiner Frau Eveline und seinen drei Töchtern Romana, Simone und Brit in die Hauptstadt gekommen. Der Direktor des Palastes der Republik, der dem Arbeiter einen Strauß Sommerblumen und Souvenirs des Hauses überreichte, lud ihn mit seiner Familie zu einem Essen in das Palastrestaurant und zu einer Kulturveranstaltung ein.
Während der Besichtigung des Palastes der Republik erzählte der Walzwerker, wie stolz er und seine Kollegen darauf sind, daß auch Hennigsdorfer Stahl in diesem schönen Bauwerk verarbeitet worden ist. Werktätige des VEB Bau- :und Montagekombinat Potsdam, bekräftigte seine Frau, die als Sachbearbeiterin in diesem Betrieb tätig ist, hätten gleichfalls am Haus des Volkes mitgewirkt.
In der Galerie im Hauptfoyer sah man wie an jedem Tag viele Menschen in angeregtem Gedankenaustausch über die Gemälde bedeutender Maler unserer Tage. Die Familie warf auch einen Blick in den Großen Saal, wo die Erbauer des Palastes der Republik beim Eröffnungsball erste Gäste des Hauses waren. In diesem Saal gastierten — angefangen mit dem glanzvollen Galaprogramm — namhafte Solisten der DDR und aus aller Welt, in der Reihe „Orchester der Welt" das Gewandhausorchester. Hier ernteten die Kubankosaken für ihre Tänze Beifallsstürme, umjubelte man Folklore-Ensembles aus Kuba und Tahiti. Beim Gang durch das Haus wurde das „TiP", das Theater im Palast, besichtigt. Binnen weniger Monate hat es sich einen guten Namen unter den Berliner Bühnen erworben. Schriftsteller der Hauptstadt lasen dort aus ihren Werken, entboten der Partei der Arbeiterklasse vor dem IX. Parteitag ihren Gruß.
Eine beispiellose Bilanz: fünf Millionen Besucher in 18 Wochen. Die Rekordzahl eines Tages waren über 180 000 Gäste. Rund 700 Veranstaltungen finden jährlich im Palast statt. Stets haben Jugendbälle und Tanzabende ein begeistertes Publikum. Auch dieser Donnerstag bot das gewohnte Bild. Von früh bis spät fühlen sich die Berliner und ihre Gäste im Palast der Republik zu Hause.
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