Proletarier aller Länder, vereinigt euch!
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ORGAN DES ZENTRALKOMITEES DER SOZIALISTISCHEN EINHEITSPARTEI DEUTSCHLANDS
A-Ausgabe / Einzelpreis 15 Pf
31. Jahrgang/ Nr. 33
Bertin, Sonnabend /Sonntag, 7./8. Februar 1976
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Nachrichten und Korrespondenzen
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15: Zum 80. Geburtstag von John Sehehr
7: Internationale
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14: Neu im Buchangebot
mit Angola
Tips für Fotofreunde
der Solidarität
Paketautomaten
6: Manifestation
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13: Von Zwergtuben und
zum Rosenberg-Film
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12: Aus Natur und Wissenschaft
4: Leser schreiben
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durch die UdSSR
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11: Von einer Reise
zum IX. Parteitag
3: Wortmeldungen
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pädagogischen Praxis
Korrespondenzen
Standpunkte und initiativen aus der
2: Nachrichten und
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10: Erfahrungen,
IN DER WOCHENENDAUSGABE:
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Millionenstreik erfaßte Italien
Massenprotest gegen Erwerbslosigkeit Kampfaktionen auch in Großbritannien
Rom (ND/ADN). Eine machtvolle Streikwelle erfaßte am Freitag ganz Italien: In den Fabriken standen die Fließbänder still, die Bauplätze waren verlassen, auf den Werften ruhte die Arbeit. Entsprechend einem Appell der drei größten Gewerkschaftsvereinigungen des Landes CGIL, CISL und UIL fand ein vierstündiger Generalstreik aller Industriearbeiter statt, an dem sich mehr als sieben Millionen Werktätige beteiligten. Sie protestierten mit ihrem Ausstand gegen den Lohnraub der Monopole, die wachsende Zahl von Entlassungen und steigende Preise. Die Streikenden forderten von der Regierung vor allem Maßnahmen zur Sicherung der Arbeitsplätze. In zahlreichen Städten fanden Demonstrationen und Massenkundgebungen statt.
In den vergangenen Wochen hatten in Italien mehr als 100 Betriebe mit mehr als 80 000 Beschäftigten ihre Schließung angekündigt.
London (ADN-Korr.). Rund 100 000 Arbeiter der britischen Luftfahrtindustrie sind am Freitag in einen Ausstand getreten. Sie verlangen Sofortmaßnahmen zur Sicherung der Arbeitsplätze.
Washington (ADN-Korr.). 11,8 Millionen Arbeiter waren in den USA nach Angaben des Arbeitsministeriums im Januar erwerbslos oder mußten wegen Produktionsdrosselungen verkürzt arbeiten. Mehr als 21 Prozent der Arbeitslosen sind bereits über ein halbes Jahr ohne Beschäftigung.
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Nimmt man die große Diskussion vor dem IX. Parteitag, so erweist sich als ihr wichtigster Wesenszug das feste Vertrauen der Arbeiterklasse und aller Werktätigen zu unserer Partei. Die Gründe dafür sind klar. Gerade in den Jahren seit dem VIII. Parteitag konnte sich jeder davon überzeugen, daß die Politik der Partei die Lebensinteressen des Volkes richtig zum Ausdruck bringt. Erprobt ist unser Bündnis mit der Sowjetunion und den anderen Staaten der sozialistischen Gemeinschaft. Unsere gemeinsame Politik der Festigung und Verteidigung des Friedens brachte Erfolge. Bewährt hat sich der konsequente Kurs der Hauptaufgabe in seiner Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik. Bewiesen ist, daß die Partei ihr Wort hält und daß es sich für jeden lohnt, sein Bestes zu geben.
Versuche unserer imperialistischen Feinde waren immer wieder darauf ■gerichtet, das Vertrauensverhältnis zwischen Volk und Partei, Partei und Volk zu erschüttern. Das ist nicht gelungen, und es wird niemals gelingen. Das sagen wir mit absoluter Gewißheit. Und wenn es noch eines Beweises dafür bedurft hätte, dann erbringt ihn eben die Volksaussprache. Sie beweist die Zustimmung zu Weg und Ziel der SED. Sie bedeutet schöpferische Mitarbeit. Sie ist, wie ihre Breite, Qualität und thematische Vielfalt ausweisen, ein großartiges Zeugnis ideologischer Reife und politischen Verantwortungsbewußtseins. Sie ist verknüpft mit zahllosen neuen Initiativen in Stadt und Land. Und sie führt der Partei neue Kraft zu. Sie bestärkt ihren Grundsatz: Alles mit dem Volk und alles für das Volk!
Meetings in vielen Städten
Gäste des FKP-Parteitags sprachen vor französischen Werktätigen
Paris (ADN). Die Vertreter der kommunistischen und Arbeiterparteien sowie der nationalen Befreiungsbewegungen, die am XXII. Parteitag der FKP als Gäste teilnehmen, sprachen am Freitagabend auf Meetings in verschiedenen Städten Frankreichs sowie in Arbeitervororten von Paris. Der Leiter der Delegation des ZK der SED, Kurt Hager, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK, sprach in Lyon. Andrej Kirilenko, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK, ergriff als Leiter der KPdSU-Delegation in Nanterre das Wort.
Moskau delegiert Leonid Breshnew
Stadtpartei-Konferenz erteilte Mandat zum XXV. Parteitag der KPdSU
Moskau (ADN-Korr./ND). Leonid Breshnew, Generalsekretär des ZK der KPdSU, wurde als Delegierter des XXV. Parteitages der KPdSU gewählt. Er erhielt sein Mandat von der Moskauer Parteiorganisation, deren Stadtparteikonferenz am Donnerstagabend mit der Wahl der Delegierten der rund eine Million Kommunisten umfassenden Parteiorganisation der Hauptstadt zu Ende gegangen war. Die einstimmige Wahl Leonid Breshnews löste unter den Teilnehmern der Konferenz stürmischen, lang anhaltenden Beifall aus.
Neben Leonid Breshnew nähmen weitere Mitglieder der Partei- und Staatsführung an den Beratungen teil. Die Redner unterstrichen die Aufgabe, die Hauptstadt als politisches Zentrum der Sowjetunion noch anziehender zu machen, die Effektivität der Produktionsstätten dieses größten Industriezentrums des Landes beträchtlich zu erhöhen und das wissenschaftliche Potential, das in der Stadt an der Moskwa konzentriert ist, noch stärker wirksam werden zu lassen.
Mit Neuheiten zur Leipziger Messe
Ausstellungsdirektor Iwan Gretschko informierte über sowjetisches Angebot
Moskau (ND-Korr.). Mit mehr als 8000 Spitzenerzeugnissen wird die UdSSR auf der Frühjahrsmesse in Leipzig, die in diesem Jahr vom 14. bis 21. März stattfindet, vertreten sein. In einem Gespräch mit Korrespondenten aus der DDR betonte der Direktor der sowjetischen Kollektivausstellung, Iwan Gretschko, daß 80 Prozent der Ausstellungsstücke zum erstenmal in Leipzig zu sehen sein werden. Darunter sind thermonukleare Anlagen der jüngsten Generation, hochproduktive, vor allem numerisch gesteuerte Werkzeugmaschinen, elektronische Kopiergeräte sowie ein vielfältiges Sortiment von industriellen Konsumgütern.
Widerspiegelung finden zahlreiche Ergebnisse der Verwirklichung des Komplexprogramms des RGW, vor allen Dingen im wissenschaftlich-technischen Gerätebau. 120 Exponate demonstrieren die Zusammenarbeit zwischen der UdSSR und der DDR.
Die alljährliche Sonderschau einer Unionsrepublik bestreitet diesmal die Litauische SSR. Hier wird die schnelle Entwicklung solcher Industriezweige wie des Werkzeugmaschinenbaus, der Elektrotechnik, der Textilindustrie und der Meßtechnik gezeigt.
Wieder drei Medaillen für UdSSR-Olympiamannschaft
Rennschlitten- und Bobsportler der DDR in guter Position
Nikolai Kruglow wurde für seinen Biathlonsieg im Zielgarten von Seefeld von vielen
Freunden herzlich beglückwünscht Teleloto- ND/Eckstein
Innsbruck (ND). 15 Medaillen wurden bisher bei den Winterspielen vergeben. Am Freitag erhöhte die sowjetische Mannschaft mit einer weiteren Gold- und zwei Bronzemedaillen ihr Konto _ auf insgesamt drei Olympiasiege und vier dritte Plätze. Der 26jährige Armeesportler Nikolai Kruglow erkämpfte im 20-km-Biathlonwettbewerb den Olympiasieg und verwies den Finnen Heikki Ikola auf den zweiten Rang. Die Bronzemedaille sicherte sich mit Aleksander Jelisarow ein weiterer UdSSR-Sportler. Von den DDR-Sportlern belegte Manfred Geyer Platz 12, Karl-Heinz Wolf wurde 14. und Manfred Beer 27.
In der zweiten Entscheidung des Freitags, dem 500-m-Eisschnellaufwettbewerb der Damen, gab es den erwarteten Favoritensieg durch die Weltrekordlerin Sheila Young (USA), Kathy Priestner (Kanada) wurde Zweite, und Tatjana Awerina holte sich wie schon am Vortag über 1500 m die Bronzemedaille. Die Mädchen der DDR belegten die Plätze zehn durch Heike Lange, 15 durch Ines Bautzmann und 20 durch Ute Dix. Auf der Rennschlitten- und Bobbahn in Igls fuhren die Zweierbobs ihre beiden ersten Durchgänge. Dabei verlief die Olympiapremiere für die beiden DDR-
Bobs recht verheißungsvoll. Das Duo Meinhard Nehmer/Bernhard Germeshausen kam mit dem Bob DDR II im ersten Lauf auf die drittschnellste Fahrzeit und steigerte sich im zweiten Durchgang auf die Bahnrekordzeit von 56,04 s. Nach zwei Durchgängen liegt der Bob mit nur 0,03 s Rückstand zu Österreich II auf Platz zwei.
Im dritten Lauf der Rennschlitten- Einsitzer fuhr der Oberwiesenthaler Detlef Günther mit 51,418 s ebenfalls Bahnrekord und festigte seine führende Position. Margit Schumann sicherte sich durch den_ schnellsten Lauf mit knappem Vorsprung die Spitze.
Am heutigen Sonnabend stehen die restlichen beiden Läufe der Zweierbobs und die Finales im Rennschlitten-Einsitzer auf dem Programm. In Seefeld ermitteln die Skiläuferinnen ihre Schnellsten in der 5-fcm-Spur, und auf der Normalschanze wird der mit viel Spannung erwartete Spezialsprunglauf ausgetragen. In Innsbruck ermitteln die Damen über 1000 m und die Eiskunstlaufpaare mit ihrer Kür weitere Olympiasieger.
Höhepunkte des Sonntags sind der 15-km-Langlauf, der 3000-m-Eisschnelllauf der Damen sowie der Damen-Abfahrtslauf und der Sprunglauf der Nordischen Kombination.
Ausführliche Berichte auf Seite 5
9: Gegenwart und Zukunft
zu Protokoll aeaeben
16: Berichte von Korrespon
denten aus aller Welt
Rätsel und Schach
Wenn unsere Partei über den eingeschlagenen Weg, über die näherliegenden und die weitergesteckten Ziele offene Zwiesprache hält mit dem ganzen Volk, dann entspricht das zutiefst ihrem Charakter. Die SED ist der kampferprobte Vortrupp der Arbeiterklasse. Sie aber, die Arbeiterklasse, ist die .Hauptkraft des gesellschaftlichen Fortschritts, Träger der politischen Macht in unserem Staat. Sie ist eng verbunden mit dem sozialistischen Volkseigentum. Sie produziert den größten Teil des materiellen Reichtums der Gesellschaft. Darum bringen ihre Interessen zugleich die Grundinteressen des ganzen Volkes zum Ausdruck.
Mit anderen Worten: Die Partei ist Fleisch vom Fleische und Blut vom Blute der Arbeiterklasse und des ganzen Volkes. Ihr Wesen wird nicht davon bestimmt, daß sie eigene, von denen der Massen getrennte Interessen hätte, sondern — wie Marx und Engels im Manifest der Kommunistischen Partei schrieben — davon, daß sie mit ihrer Theorie „die Einsicht in die Bedingungen, den Gang und die allgemeinen Resultate der proletarischen Bewegung" besitzt. Weil der Marxismus-Leninismus das theoretische Fundament ihrer ganzen Tätigkeit ist, deshalb vermag die Partei auf der Grundlage einer wissenschaftlich fundierten Strategie und Taktik die gesamtgesellschaftliche Entwicklung zu leiten. Daraus ergibt sich ihre historische Mission, ihre führende Rolle und zugleich ihre unlösbare Verbindung mit dem Volk.
Tanker „Kuban" auf großer Fahrt
Der neue sowjetische 180 000 tdw-Großtanker „Kuban" - ein Beitrag der Schiffbauer von Kertsch zum XXV. Parteitag der KPdSU - ist aus Noworossisk zu erster großer Fahrt ins Schwarze Meer ausgelaufen Foto-ZB TASS
Dank und Anerkennung für hervorragende Leistungen
ZK der SED beglückwünscht die Werktätigen des Post- und Ferrtmeldewesens zu ihrem Ehrentag
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Post-, Fernmelde- und Funkwesens!
Das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands grüßt und beglückwünscht Euch sehr herzlich zu Eurem Ehrentag.
Es erfüllt uns mit Freude und Genugtuung, daß die Mitarbeiter des sozialistischen Nachrichtenwesens unserer Republik dem IX, Parteitag der SED mit guten Ergebnissen ihrer Arbeit entgegengehen. Durch vielfältige Initiativen im sozialistischen Wettbewerb konnten das mannigfaltige Leistungsangebot für Bevölkerung, Wirtschaft und Staat zur Befriedigung der postalischen und fernmeldemäßigen Bedürfnisse, weiter verbessert werden. Die Nachrichtenverkehrsleistungen stiegen im Zeitraum des Fünfjahrplans von 1971 bis 1975 auf über 126 Prozent.
Das Zentralkomitee spricht allen Mitarbeitern der Deutschen Post für ihren Beitrag zur Verwirklichung der vom VIII. Parteitag der SED beschlossenen Ziele Dank und Anerkennung aus. Dieser Beitrag dient der weiteren Stärkiung unseres sozialistischen Staates* der Arbeiter und Bauern und der Erhöhung des internationalen Ansehens des Nachrichtenwesens der DDR. Euer Ehrentag fällt in eine Zeit besonders großer politischer und gesellschaftlicher Aktivität in unserem Land, überall nehmen * die Werktätigen lebhaften Anteil an der Vorbereitung des IX. Parteitages der SED. Begonnen hat die Voiksaussprache über jene künftigen Aufgaben, wie sie in den vom Zentralkomitee der SED veröffentlichten Dokumenten enthalten sind.
Mit den Zielen bei der weiteren Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft in unserer Republik sind auch wachsende Anforderungen an das Nachrichtenwesen verbunden. Es kommt vor aliem darauf an, das Post- und Fernmeldewesen auf dem Wege der Intensivierung, durch allseitige Erschließung der Reserven, mit Hilfe des wissenschaftlich-technischen
Fortschritts und der sozialistischen Rationalisierung weiter zu entwickeln und auszubauen. Dazu gilt es, noch mehr aus den Erfahrungen der Besten zu schöpfen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Hauptaufgabe stets in ihrer Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik zu betrachten, die Arbeits- wnd Lebensbedingungen, die politische und fachliche Qualifizierung zu verbessern und das geistig-kulturelle Leben ständig zu fördern.
Das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands wünscht allen Mitarbeitern des Post-, Femmelde- und Funkwesens bei ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit viel Erfolg und alles Gute im persönlichen Leben.
Mit sozialistischem Gruß
Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands
E. Honecker Erster Sekretär
stungsfahigen Fordertechnik Fotos: ND Lenke
Dieser programmgesteuerte Schaufelrad-Schwenkbagger, termingerecht und in guter Qualität montiert von den Kollektiven des Lauchhammerwerkes und des Starkstromanlagenbaus Cottbus, wirdlseit Jahresanfang im Braunkohlentagebau Jänschwalde (Bezirk Cottbus) erprobt. Ihm werden noch drei weitere Bagger vom gleichen Typ folgen. Manfred Schmidt gehört zu den „Kommandeuren" dieser lei-
Hohe staatliche Ehrungen
Willi Stoph verlieh Orden an Mitarbeiter des Ministeriums
Berlin (ND). Der Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Willi Stoph, Mitglied des Politbüros des ZK der SED, verlieh am Freitag aus Anlaß des 26. Jahrestages der Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR hohe staatliche Auszeichnungen.
Auf Vorschlag des Politbüros des ZK der SED und des Präsidiums des Ministerrates der DDR überreichte er die Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden in Gold und den Vaterländischen Verdienstorden an verdiente Mitarbeiter des Ministeriums.
Bei der Auszeichnung waren zugegen das Mitglied des Politbüros des ZK der SED Erich Mückenberger, der Kandidat des Politbüros des ZK der SED Generaloberst Erich Mielke, Minister für Staatsicherheit, die Mitglieder des ZK der SED Generaloberst Herbert Scheibe, Generalleutnant Bruno Beater und Generalmajor Gerhard Heidenreich.
Mit dem Volk, für das Volk
Dem Wohl und Glück des Volkes zu dienen, den Millionen Erbauern der neuen Gesellschaft zielbewußt, beispielgebend und festen Schrittes voranzugehen — darin erfüllt sich der Sinn des Kampfes und Lebens der Kommunisten." Dieser Satz steht im Entwurf des neuen Parteiprogramms der SED. Wie sehr er zutrifft, zeigt sich besonders jetzt, in den Wochen und Monaten vor dem IX. Parteitag.
Das Zentralkomitee der Partei hat drei Dokumente von weittragender Bedeutung erarbeitet — die Entwürfe des neuen Programms der Partei, des Statuts sowie der Direktive zur Entwicklung der Volkswirtschaft der DDR 1976 bis 1980. Sie wurden mehr als vier Monate vor dem Parteitag veröffentlicht. Das llcho ist enorm. Nicht nur die Kommunisten, sondern alle Arbeiter, Genossenschaftsbauern, die Angehörigen der Intelligenz und die anderen Werktätigen nehmen die Möglichkeit zur Diskussion wahr. Sie geben ihrer Zustimmung Ausdruck, unterbreiten Vorsehläge und Anträge. Und sie bekommen Antwort — offen, freimütig und kameradschaftlich — bis dann im Mai der Parteitag selbst sein Wort sagen wird. Also wahrhaftig eine Diskussion mit dem ganzen Volk. Und eine Diskussion über Aufgaben und Ziele, die für das ganze Volk, zu seinem Nutzen gestellt sind. Uns ist kein ähnliches Beispiel aus nur einem einzigen kapitalistischen Staat bekannt. Man bleibe uns deshalb auch vom Leibe mit aufdringlichen Belehrungen in Sachen Freiheit und Demokratie; solche Belehrungen sind absolut überflüssig.
Erich Honecker beförderte und ernannte Generale
Anläßlich des 26. Jahrestages des Ministeriums für Staatssicherheit
Berlin (ADN). Anläßlich des 26. Jahrestages der Bildung des Ministeriums für Staatssicherheit beförderte und ernannte der Erste Sekretär des Zentralkomitees der SED und Vorsitzende des Nationalen Verteidigungsrates der Deutschen Demokratischen Republik, Erich Honecker, am Freitag, dem 6. Februar 1976, Generale in Anerkennung und Würdigung hervorragender Verdienste bei der Stärkung der Deutschen Demokratischen Republik sowie der gezeigten persönlichen Leistungen zur ständigen Gewährleistung einer hohen staatlichen Sicherheit.
Zugegen war der Kandidat des Politbüros des ZK der SED und Minister für Staatssicherheit, Generaloberst Erich Mielke, der Leiter der Abteilung für Sicherheitsfragen beim ZK der SED, Generaloberst Herbert Scheibe, sowie der Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, Generalleutnant Fritz Streletz. Grußadresse des ZK der SED auf Seite 2
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