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Prag. Der XV. Parteitag der KPTsch war am zweiten Beratungstag von begeisternden Höhepunkten geprägt. Zu einer Demonstration der Einheit und Geschlossenheit der um die Sowjetunion gescharten sozialistischen Gemeinschaft gestaltete sich das Auftreten der Delegationsleiter aus den Bruderländern. Mit starkem Beifall nahmen die Delegierten die brüderlichen Grüße der Kommunisten und aller Werktätigen der DDR auf, die der Erste Sekretär des ZK der SED, Erich Honecker, überbrachte. Große Zustimmung fanden gleichfalls die Grußansprachen von Andrej Kirilenko, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der KPdSU, Edward Gierek, Erster Sekretär des ZK der PVAP, Jänos Kädär, Erster Sekretär des ZK der USAP, und Todor Shiwkow, Erster Sekretär des ZK der BKP.
Im Zeichen der positiven Bilanz der vergangenen fünf Jahre und des schöpferischen Herangehens an die neuen Aufgaben stand die Diskussion zum Bericht, den der Generalsekretär des ZK der KPTsch, Gustav Husäk, am Montag erstattet hatte.
Am Nachmittag gab Lubomir Strougal, Mitglied des Präsidiums des ZK der KPTsch und Vorsitzender der Regierung der CSSR, den „Bericht über die Hauptrichtungen der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der CSSR in den Jahren 1976 bis 1980".
Erich Honecker würdigte in seiner Grußansprache die überzeugende Bilanz der CSSR. Optimismus und Schöpfertum, die Stärke und Geschlossenheit der Partei geben dem XV Parteitag der KPTsch das Gepräge.
Seit dem VIII. Parteitag der SED und dem XIV. Parteitag der KPTsch hat die brüderliche Verbundenheit unserer beiden Nachbarländer eine neue Stufe erreicht, stellte der Erste Sekretär des ZK der SED fest. „Niemals zuvor gab es eine so enge, herzliche Zusammenarbeit zwischen unseren Parteien, Staaten und Völkern wie heute", sagte er unter starkem Beifall.
Genosse Honecker hob hervor, daß das vom XXV. Parteitag der KPdSU beschlossene Programm des weiteren Kampfes für Frieden und internationale Zusammenarbeit, für die Freiheit und Unabhängigkeit der Völker eine mächtige Waffe in den Händen aller fortschrittlichen Kräfte ist. Für den Kampf der Völker um Frieden, Demokratie und Sozialismus sind das Zusammenwirken der Bruderparteien, ihre Einheit und Geschlossenheit von wachsender Bedeutung. Jetzt besteht die reale Aufgabe darin, die Konferenz der kommunistischen und Arbeiterparteien Europas zu einem erfolgreichen Abschluß zu bringen. Die SED stimmt zugleich mit jenen Parteien überein, die die Notwendigkeit betonen, eine neue internationale Beratung vorzubereiten.
Andrej Kirilenko überbrachte den Kommunisten und allen Werktätigen der CSSR die brüderlichen Grüße des Generalsekretärs des ZK der KPdSU, Leonid Breshnew. Die Zeit seit dem XIV. Parteitag der KPTsch war einai Zeit erfolgreichen Kampfes J!ür die Festigung der sozialistischen ffschechoslowakei, sagte er. Dieser Parteitag zeigt den Optimismus der Partei, den Glauben an die eigene Kraft, die Überzeugung, den richtigen Weg zu gehen, der die breite Unterstützung des Volkes findet. Die KPTsch hat einen wichtigen Beitrag zur Geschlossenheit, zur Stärke und zum Ansehen des Weltsozialismus geleistet. Genosse Kirilenko betonte, daß jetzt der positive Prozeß der Entwicklung der internationalen Beziehungen gegen die antisozialistischen Kräfte und Entspannungsgegner gefestigt und entschieden fortgesetzt werden muß. Die Delegierten dankten dem Vertreter der KPdSU mit Hochrufen auf die Partei Lenins.
Edward Gierek hob den Anteil der CSSR an der Festigung der sozialistischen Staatengemeinschaft und der gemeinsamen erfolgreichen Friedenspolitik hervor. Die Zusammenarbeit in der Gemeinschaft, sagte er, ist für alle sozialistischen Länder eine große Kraftquelle. Warschauer Vertrag und Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe haben sich für das sozialistische Bündnis ausgezeichnet bewährt. Die Treue zum proletarischen Internationalismus ist eine entscheidende Voraussetzung für alle Erfolge des Sozialismus, stellte Genosse Gierek fest. Die vom XXV. Parteitag der KPdSU ausgehende neue Initiative für die Festigung des Friedens wird mit der Kraft der sozialistischen Gemeinschaft und aller friedliebenden Kräfte zu neuen Fortschritten führen.
Lubomir Strougal unterstrich in seinem Bericht, daß es von prinzipieller Bedeutung für die weitere Entwicklung der Wirtschaft in der CSSR ist, sie mit dem Programm des wirtschaftlichen Aufbaus der Sowjetunion zu koordinieren. In einer breiten Volksdiskussion haben die Werktätigen ihr Einverständnis mit der vorliegenden Konzeption zum Ausdruck gebracht. Auf der guten Grundlage des gegenwärtigen Wirtschaftsniveaus stellt sich die CSSR neue, große Ziele für die kommenden fünf Jahre. Dabei soll 1980 ein um 27 bis 29 Prozent höheres Nationaleinkommen erzielt werden als 1975. 90 Prozent davon sollen durch die Steigerung der Arbeitsproduktivität erreicht werden. Genosse Strougal betonte, daß der Entwurf der Direktive auf das weitere Wachstum des Lebensniveaus orientiert. Unter anderem sieht der neue Fünfjahrplan den Bau von 640 000 Wohnungseinheiten einschließlich der Nachfolgeeinrichtungen vor. Der Vorsitzende der Regierung der CSSR brachte die Überzeugung zum Ausdruck, daß die tschechoslowakischen Werktätigen zur weiteren Festigung der Macht und Autorität- der sozialistischen Staatengemeinschaft beitragen, deren fester und zuverlässiger Bestandteil die CSSR ist. Jänos Kädär gratulierte den Kommunisten und dem ganzen werktätigen Volk der CSSR zu den Erfolgen ihrer großen schöpferischen Arbeit, zur Erfüllung der Beschlüsse des XIV. Parteitages der KPTsch. Er hob hervor, daß auch in Ungarn die entwickelte sozialistische Gesellschaft errichtet wird. Die sozialistischen Staaten, vor allem die Sowjetunion, wirken immer stärker auf den internationalen Prozeß ein, sagte Genosse Kädär, und setzen alle Kräfte für das begeisternde Programm ein, das der XXV. Parteitag der KPdSU für die weitere Festigung des Weltfriedens beschlossen hat. Das schließt Wachsamkeit und ständigen Kampf gegen die Kräfte des kalten Krieges ein, die nach der Konferenz von Helsinki einen Gegenangriff unternommen haben. Entscheidend für weitere Erfolge ist das geschlossene Auftreten der sozialistischen Länder, unterstrich er.
Todor Shiwkow überbrachte dem Parteitag die Glückwünsche der bulgarischen Kommunisten. Er sprach die Überzeugung aus, daß auch die vom XV. Parteitag der KPTsch gestellten Aufgaben erfolgreich erfüllt Werden. Das tschechoslowakische Volk, betonte er, verfügt heute über eine feste politisch-moralische Einheit, über eine zielklare marxistisch-leninistische Partei, die bewiesen hat, daß sie es versteht, auf schöpferische Art die kompliziertesten Fragen des sozialistischen Aufbaus zu lösen. Die Geschichte hat gezeigt, sagte Genosse Shiwkow, daß die Pläne aller Feinde des Sozialismus an der Stärke der sozialistischen Gemeinschaft scheitern, die sich fest um die Sowjetunion — die stärkste Kraft des Menschheitsfortschritts — zusammengeschlossen hat.
Am Abend fand in der Sporthalle des Fuäk-Parks ein festliches Kulturprogramm statt, zu dem das ZK der KPTsch Delegierte und Gäste des Parteitages eingeladen hatte.
Ausfuhrliche Berichte auf Seiten 3 und 4
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