5. Mai
08.05.1976 / Seite 1 / Allgemein

Mit dem Land lenins für alle Zeiten brüderlich verbunden

Erich Honecker und weitere Mitglieder der Partei- und Staatsführung auf festlicher Veranstaltung in der Deutschen Staatsoper Willi Stoph würdigte den historischen Sieg der ruhmreichen Sowjetarmee und die Freundschaft unserer Parteien und Völker

Berlin (ND). Im Zeichen unverbrüchlicher Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen der SED und der KPdSU, zwischen den Völkern der DDR und der UdSSR stand am Freitag der Festakt anläßlich des 31. Jahrestages der.. Befreiung vom Hitlerfaschismus durch die ruhmreiche Sowjetarmee in der Deutschen 'Staatsoper Unter den Linden. Herzlich wurden der Erste Sekretär des ZK der SED, Erich Honecker, die Mitglieder des Politbüros des ZK der SED Willi Stoph, Vorsitzender des Staatsrates, und Horst Sindermann, Vorsitzender des Ministerrates, weitere Mitglieder der Partei- und Staatsführung der DDR sowie sowjetische Gäste von den Teilnehmern der Veranstaltung begrüßt, zu der das Zentralkomitee der SED, der Staatsrat und der Ministerrat der DDR eingeladen hatten.

In seiner Festansprache gab Willi Stoph dem immerwährenden Dank des Volkes der DDR für die historische Befreiertat der Sowjetarmee Ausdruck. „Jeder Tag, der seit dem 8. Mai 1945 vergangen ist, erbrachte neue Beweise dafür, wie sehr die damals eingeleiteten Prozesse in unsere Zeit hineinwirken und wie eng sie mit den Aufgaben und Problemen verknüpft sind, die wir in der Gegenwart lösen", erklärte er. Der Redner zog eine eindrucksvolle Bilanz der Entwicklung unseres Bruderbundes mit der Sowjetunion und den anderen Staaten der sozialistischen Gemeinschaft und betonte, daß sich auch in der Gegenwart der proletarische Internationalismus als Waffe im Klassenkampf bewährt.

Gemeinsam mit Erich Honecker, Willi Stoph und Horst Sindermann hatten im Präsidium der Festveranstaltung Platz genommen: die Mitglieder und Kandidaten des Politbüros des ZK der SED Hermann Axen, Friedrich Ebert, Gerhard Grüneberg, Kurt Hager, Heinz Hoffmann, Werner Krolikowski, Werner Lamberz, Günter Mittag, Erich Mückenberger, Alfred Neumann, Albert Norden, Harry Tisch und Paul Verner, Joachim Herrmann, Werner Jarowinsky, Günther Kleiber, Inge Lange, Erich Mielke, Konrad Naumann und Gerhard Schürer sowie der Sekretär des ZK Horst Dohlus, der Präsident der Volkskammer, Gerald Götting, die Stellvertreter des Vorsitzenden des Staatsrates Dr. Manfred Gerlach und Hans Rietz, die Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates Manfred Flegel, Hans- Joachim Heusinger, Wolfgang Rauchfuß, Dr. Hans Reichelt, Rudolph Schulze, Dr. Gerhard Weiss und Dr. Herbert Weiz sowie der Vorsitzende der DBD, Ernst Goldenbaum. Herzlicher Beifall galt ebenfalls den Mitgliedern des ZK der KPdSU Pjotr Abrassimow, Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der UdSSR in der DDR, und Armeegeneral Jewgeni Iwanowski, Oberkommandierender der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland, dem Mitglied des Militärrates und Ghef der Politischen Verwaltung der GSSD, Generaloberst Iwan Mednikow, sowie dem Vertreter des Oberkommandierenden der Vereinten Streitkräfte der Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages in der NVA der DDR, Generaloberst Michail Tankajew, und den Mitgliedern einer Delegation der sowjetischen Gesellschaft für Freundschaft mit der DDR, die unter der Leitung des Fliegerkosmonauten Anatoli Filiptschenko, zweifacher Held der Sowjetunion, Gäste zum Tag der Befreiung in der Republik sind.

Zu den Teilnehmern der Festveranstaltung gehörten weitere Mitglieder und Kandidaten des ZK der SED, Mitglieder des Ministerrates, des Präsidiums der Volkskammer sowie des Staatsrates und des Präsidiums des Nationalrates der Nationalen Front, weitere führende Vertreter der Parteien und Massenorganisationen, unter ihnen der Präsident der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft, Dr Lothar Bolz, Generale und Offiziere der bewaffneten Organe der DDR mit dem Stadtkommandanten der Hauptstadt der DDR, Berlin, Generalleutnant Artur Kunath, sowie verdienstvolle Werktätige aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.

Anwesend waren Chefs diplomatischer Missionen mit dem Doyen des Diplomatischen Korps, dem KVDR-Botschafter Ri Dzang Su.

Nachdem die Hymnen der DDR und der UdSSR verklungen waren, nahm Willi Stoph das Wort zu seiner Festansprache. „Jedes neue Jahr verstärkt die Erkenntnis", erklärte er, „daß mit dem Sieg der Sowjetunion über den Hitlerfaschismus nicht nur der faschistischen Schreckensherrschaft ein Ende gesetzt, sondern die Entwicklungslinien des revolutionären Weltprozesses für die zweite Hälfte dieses Jahrhunderts vorgezeichnet wurden."

Willi Stoph betonte, daß sich auf dem Gebiet der DDR ein revolutionärer Prozeß vollziehen konnte, weil die Armee des siegreichen Sozialismus unserem Volk die Freiheit brachte und weil die geeinte Arbeiterklasse unter Führung ihrer marxistisch-leninistischen Partei alle Werktätigen für den Aufbau eines neuen Lebens mobilisierte. Auf der Grundlage der ständigen Vertiefung des engen Kampfbündnisses der SED mit der Partei Lenins, erklärte er unter lebhafter Zustimmung der Anwesenden, entfalteten sich die für unsere Völker so fruchtbaren Beziehungen zwischen der DDR und der UdSSR, bei deren Ausgestaltung mit dem Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand vom 7. Oktober 1975 ein neuer Abschnitt eingeleitet wurde. Der gemeinsame Gesang der Internationale beendete den ersten Teil des Festaktes.

Anschließend gestaltete der Staatliche Kuban-Kosaken-Chor aus der Sowjetunion ein mit viel Beifall bedachtes festliches Programm. Die Gäste dankten den sowjetischen Künstlern mit stürmischem Applaus für die von hoher künstlerischer Reife zeugenden Darbietungen.

Wortlaut der Ansprache Willi Stophs auf Seite 3

Teure Genossen!

Anläßlich des 31. Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus übermitteln wir Ihnen, dem Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, dem Staatsrat und dem Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik, allen Bürgern der DDR im Namen des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdS$R, des Ministerrates der UdSSR und des gesamten Sowjetvolkes brüderliche Grüße und herzliche Glückwünsche.

Die Zerschlagung des Hitlerfaschismus durch die Sowjetarmee eröffnete den deutschen Werktätigen breite Perspektiven für eine grundlegende Umgestaltung des gesamten staatlichen und gesellschaftlichen Lebens auf wahrhaft demokratischer Grundlage. Unter der Führung ihrer Avantgarde, der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, haben die Arbeiterklasse, die Genossenschaftsbauern und die werktätige Intelligenz der DDR in engem Bündnis mit dem Sowjetvolk und den Völkern der sozialistischen Bruderländer große Erfolge bei der Entwicklung der Wirtschaft, der Wissenschaft und Kultur, bei der Erhöhung des Wohlstandes des Volkes erzielt.

Die Deutsche Demokratische Republik leistet als Mitglied der Organisation des Warschauer Vertrages und des Rates für Gegenseitige Wirtschaftshilfe einen bedeutenden Beitrag zur Festigung der Einheit und Geschlossenheit der sozialistischen Bruderländer, zur Entwicklung und Vertiefung ihrer allseitigen Zusammenarbeit.

Fest wie nie zuvor sind die Positionen der DDR in der Weltarena. Mit Unterstützung der sozialistischen Bruderländer errang die DDR die allgemeine Anerkennung ihrer Souveränität. Im internationalen Maßstab bekräftigt wurde die Unverletzlichkeit ihrer Westgrenzen. Die DDR wurde vollberechtigtes Mitglied der UNO, sie spielt eine wichtige Rolle im gemeinsamen Kampf der sozialistischen Staaten für die Festigung des Friedens und der Sicherheit, für die Freiheit und die nationale Unabhängigkeit der Völker.

Die Sowjetmenschen schätzen die Freundschoft und Zusammenarbeit mit dem Brudervolk der DDR, die Obereinstimmung der Ansichten der KPdSU und der SED in den Fragen des sozialistischen und kommunistischen Aufbaus, in allen prinzipiellen Problemen der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung hoch ein. Das gewachsene Niveau der Beziehungen zwischen unseren Parteien, Staaten und Völkern fand seine Widerspiegelung und Verankerung in dem Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand vom 7. Oktober 1975.

Geleitet von den Beschlüssen des XXV. Parteitages der KPdSU, werden die sowjetischen Kommunisten, alle Sowjetmenschen die Freundschaft und Zusammenarbeit mit der DDR auch künftig unermüdlich festigen, zur weiteren Entwicklung des allseitigen Zusammenwirkens unserer Parteien und Völker in Politik und Wirtschaft, auf sozialem und geistigem Gebiet beitragen.

Die engen brüderlichen Beziehungen zwischen der Sowjetunion und der DDR entsprechen den Grundinteressen beider Länder und der gesamten sozialistischen Gemeinschaft, den Interessen der Festigung des Friedens und der Entwicklung einer fruchtbaren und gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit auf dem europäischen Kontinent.

Am Vorabend des bedeutsamen politischen Ereignisses im Leben der Republik — des IX. Parteitages der SED — wünschen wir Ihnen, teure Freunde, allen Werktätigen der DDR neue große Erfolge beim Aufbau der entwickelten sozialistischen Gesellschaft, im Kampf um den Triumph der hohen Ideale des Sozialismus und Kommunismus, für den Frieden in der ganzen Welt.

Es lebe und gedeihe die unverbrüchliche Freundschaft der Völker der UdSSR und der DDR!

L. Breshnew N. Podgorny A. Kossygin

Moskau, Kreml, 7. Mai 1976

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