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Begrüßt wurden weiterhin Mitglieder und Kandidaten des ZK der SED, Mitglieder des Ministerrates, Vertreter des Präsidiums der Volkskammer und des Staatsrates, darunter Horst Schumann, 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Leipzig. Ein herzliches Willkommen galt den Landwirtschaftsministern und Agrarexperten der RGW-Mitgliedsstaaten und der SFRJ sowie den Vertretern des Diplomatischen Korps.
In herzlichen Begrüßungsworten hob Heinz Kuhrig, Mitglied des ZK der SED und Minister für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft, hervor, daß die agra 76 das Ziel hat, Anregungen für Initiativen zu geben, um die Beschlüsse des IX. Parteitages der SED ins Leben umzusetzen. Gestützt auf das feste Fundament des Bündnisses der Arbeiterklasse und der Klasse der Genossenschaftsbauern leisten die Werktätigen der Land- und Nahrungsgüterwirtschaft mit der kontinuierlichen Verbesserung der Versorgung mit Nahrungsmitteln einen wichtigen Beitrag zur weiteren Verwirklichung der Hauptaufgabe.
Die agra vermittelt neue wissenschaftliche Erkenntnisse und die besten Erfahrungen der Praxis für die weitere Intensivierung. Schritt für Schritt wird der Übergang zu industriemäßigen Produktionsmethoden in spezialisierten LPG und VEG sowie kooperativen Einrichtungen vollzogen. Damit entwickeln sich gleichzeitig die Voraussetzungen für die weitere Annäherung der Lebensbedindungen im Dorf an die in der Stadt. Die agra 76 widerspiegelt die vielfältigen Initiativen zur Lösung der Aufgaben für die sozialistische Gegenwart und die kommunistische Zukunft.
Nach der herzlichen Begrüßung durchschnitt Erich Honecker das weiße Band und eröffnete die Lehr- und Leistungsschau, auf der über 200 Kollektive aus Wissenschaft und Praxis in sechs Ausstellungskomplexen neueste Erkenntnisse bei der Intensivierung demonstrieren. Während eines mehrstündigen Rundganges besuchten die Genossen der Partei- und Staatsführung die wichtigsten Ausstellungsabschnitte. Erste Station war die Halle 7 „IX. Parteitag der SED". Ihr Leitmotiv heißt: „Was der VIII. Parteitag beschloß, ist Wirklichkeit, was der IX. Parteitag beschloß, wird verwirklicht." Schautafeln, Bilder und viele Exponate zeigen, welche materiell-technische Vbrausetzungen dafür in allen Bereichen der Volkswirtschaft für die weitere Intensivierung der Landwirtschaft geschaffen werden. Die Initiativen in der Landwirtschaft haben zum Ziel, diese Fonds mit hoher Effektivität für steigende und stabile Erträge zu nutzen.
In der Halle 1, in der alle RGW-Mitgliedsländer ausstellen, wurden die Genossen der Parteiführung von Vertretern der UdSSR, Bulgariens, Ungarns, Kubas, der Mongolischen Volksrepublik, Polens, Rumäniens und der CSSR mit großer Herzlichkeit begrüßt. Die Exponate widerspiegeln, daß die im RGW vereinten Länder unter Führung der Sowjetunion zur größten und dynamischsten Wirtschaftsregion geworden sind. Mit der Gemeinschaft erstarkte und entwickelte sich die Wirtschaft jedes einzelnen Landes.
In den Hallen und auf dem Freigelände berichteten Praktiker aus LPG, VEG und kooperativen Abteilungen Pflanzenproduktion, wie sie durch die komplexe Anwendung aller Intensivierungsfaktoren steigende und stabile Erträge erreichen und für die Erfüllung ihrer volkswirtschaftlichen Verpflichtungen sorgen. Sie überreichten Genossen Honecker Mappen mit neuen Wettbewerbsvorhaben, zu denen sie durch die Beschlüsse des IX. Parteitages angeregt wurden.
Am Beispiel der LPG Pflanzenproduktion „IX. Parteitag" in Lüssow, Kreis Güstrow, wird anschaulich nachgewiesen, daß der Übergang zu industriemäßigen Produktionsmethoden planmäßig und schrittweise vollzogen wird. Auch in diesem Prozeß wird der Leninsche Genossenschaftsplan konsequent angewandt. Vorsitzender Gerhard Schröder betonte: „Die Agrarpolitik unserer Partei hat uns stets sicher geleitet. Wir sind alle Entwicklungsschritte folgerichtig gegangen."
Erstmalig stellen im Demonstrationszentrum für die Tierschau Züchter aus der DDR, der Sowjetunion, der Volksrepublik Polen und der CSSR Erfolge ihrer Arbeit vor und zeigen, wie sie die Tierproduktion im Rahmen der Integration intensivieren können. So arbeiten die vier Bruderländer eng zusammen bei der Züchtung von Schweinen, die sich durch hohe Fruchtbarkeit, geringen Futterverbrauch und einen höheren Fleischansatz auszeichnen. Mit der UdSSR wird die Zusammenarbeit bei der Züchtung des Milchrindes weiter vertieft.
Ein Imbiß vereinte die Genossen der Partei- und Staatstührung mit Arbeitern, Bauern und Wissenschaftlern. Unter starkem Beifall teilte Erich Honecker mit, daß das Politbüro des ZK der SED beschlossen hat, ab 1977 jährlich den Tag der Genossenschaftsbauern und Arbeiter der sozialistischen Landwirtschaft zu begehen.
Ausfuhrlicher Bericht auf Seite 3
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