Bitte beschreiben Sie kurz, welchen Fehler Sie im Artikel gefunden haben.
Bitte alle mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.
Berlin (Eig. Ber.). Zur gleichen Zeit wie viele Millionen Arbeiter in der ganzen Welt und solidarisch mit ihnen verbunden, feierten gestern die Werktätigen der Deutschen Demokratischen Republik in mächtigen Demonstrationen und Massenkundgebungen den 1. Mai. Festlich gestimmt versammelten sie sich in den Städten und Dörfern und demonstrierten unter den Losungen der Partei der Arbeiterklasse die feste Einheit und Geschlossenheit unseres Volkes, ihren festen Willen, alle Kraft für den sozialistischen Aufbau einzusetzen. Einmütig bekundeten sie ihr Vertrauen zur Arbeiter-und-Bauern-Macht, zur Regierung, zur Partei der Arbeiterklasse und ihrem Führungskollektiv. Höhepunkt der Maifeierlichkeiten in Deutschland war, wie alljährlich, die große Demonstration der Werktätigen der deutschen Hauptstadt. Trotz des unfreundlichen kalten Wetters zogen Hunderttausende aus ganz Berlin vier Stunden lang über den Marx-Engels-Platz, vorbei an den Vertretern des ZK der SED, der Regierung, der Nationalen Front des demokratischen Deutschland und des Bundesvorstandes des FDGB. Tausende Schilder und Transparente mit Produktionsverpflichtungen kündeten davon, wie in den Betrieben der Kampf um die Erfüllung des zweiten Fünfjahrplanes entbrannt ist.
Auftakt der diesjährigen Maidemonstration in Berlin bildete erstmalig eine halbstündige Parade von Einheiten der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik. Mit Freude und Vertrauen begrüßte die Bevölkerung der Hauptstadt die Soldaten und Offiziere unserer Volksarmee, die auf Wacht für den Frieden und die Sicherheit des ersten deutschen Arbeiter-und-Bauern-Staates stehen.
In Westberlin und Westdeutschland wurden die Maidemonstrationen — dem Willen der dortigen Machthaber zum Trotz — zu starken Kampfkundgebungen der Arbeiterklasse gegen die Diktatur der 150 Multimillionäre und die entspannungsfeindliche reaktionäre Politik ihrer Adenauer- Regierung. An allen Orten traten die Arbeiter entschlossen für die Verteidigung ihrer Rechte und für die Erhaltung des Friedens ein.
Es ist genau 9 Uhr. Auf der Ehrentribüne haben soeben die Mitglieder und Kandidaten des Politbüros des ZK der SED1 mit .■Wilhelm Pieck, Walter Ulbricht und Otto Grotewohl an der Spitze, Mitglieder des Zentralkomitees der SED, Mitglieder des Bundesvorstandes des FDGB, der Bezirksleitung Groß-Berlin der.SED, der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik und des Diplomatischen Korps Platz genommen; Von einem gegenüberliegenden Podest eröffnen Fanfarenbläser der Nationalen Volksarmee die diesjährige Maidemonstration der Berliner Werktätigen.
Maiparade der Nationalen Volksarmee
Zum ersten Male beginnt der traditionelle Maiaufmarsch mit einer Parade von Einheiten der Nationalen Volksarmee. Die Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere sind Fleisch vom Fleische und Blut vom Blute der einigen deutschen Arbeiterklasse, die heute gemeinsam mit den Werktätigen der ganzen Welt den Kampftag der internationalen Arbeiterklasse begeht. Truppenteile der Land-. Luft- und Seestreitkräfte haben bereits eine Stunde vor Beginn der Demonstration Aufstellung auf dem Marx- Engels-Platz genommen..
Während des Fanfarensigmals fahren zwei schwarze chromblitzende Horch-Wagen zur Mitte des Platzes. Der kommandierende General der Parade, Generalmajor Rentzsch, meldet dem Minister für nationale Verteidigung, Generaloberst S t o p h , die zur Parade angetretenen Truppenteile der Nationalen Volksarmee. Unter den Klängen des von vier Musikkorps gespielten Yorckschem Marsches fahren beide Wagen die Front der angetretenen Einheiten ab. Generaloberst Stoph begrüßt die präsentierenden Einheiten: „Genossen Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere, ich begrüße und beglückwünsche Sie zum 1. Mai, dem Kampftag der internationalen Arbeiterklasse!" BVyt einem dreifachen Hurra antworten die Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere dem Minister. Wenige Augenblicke später ertönt ein neues Fanfarensignal. Die Musikkorps nehmen Aufstellung gegenüber der Tribüne. Es beginnt die Maiparade der Nationalen Streitkräfte unserer Republik.
Im Paradeschritt defilieren die Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten an der Ehrentribüne vorüber. An ihrer Spitze trägt ein Fähnrich die Regimentsfahne, ein schwarzrotgoldenes Tuch mit goldener Kordel umsäumt, in dessen Mitte das Staatswappen der DDR prangt, von den Worten eingefaßt: „Für den Schutz der Arbeiter-und-Bauern-Macht." Den Fähnrich begleiten zwei Offiziere mit gezogenem Degen,
Es folgen Truppenteile der Land-, Luft- und Seestreitkräfte, Gewehr bei Hand oder die Maschinenpistolen vor dem Körper. Diesem gemischten Verband folgt das erste mechanisierte Regiment der ersten mechanisierten Division, das am Vorabend des internationalen Kampftages der Arbeiterklasse aller Länder feierlich auf den ersten deutschen Arbeiter-und- Bauern-Staat vereidigt worden war.
Im Paradeschritt entlangziehenden Kompanien folgen die motorisierten Einheiten, an ihrer Spitze mehrere Kradstaffeln. Ihnen schlie- Ben sich kleine und große Mannschaftswagen an. Den Schluß der mechanisierten Einheit bilden zahlreiche neue Schützenpanzerwagen, auf denen die Soldaten und Unteroffiziere mit ihren Stahlhelmen in Paradehaltung Platz genommen haben.
Login
