T"\er gestern veröffentlichte Bericht
*J der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik bei der Staatlichen Plankommission über die vorläufigen Abschlußergebnisse unseres ersten Fünfjahrplanes erfüllt die Bürger der Deutschen Demokratischen Republik mit größter Freude. In der kurzen Zeit von 1951 bis 1955 wurde ein wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Aufschwung erreicht, der seinesgleichen in der deutschen Geschichte sucht und in dem schnellen Wachstum auch der politischen Stärke unseres souveränen Arbeiter-und-Bauern- Staates zum Ausdruck kommt.
Das Gesicht der Deutschen Demokratischen Republik hat sich in unserem ersten Fünfjahrplan völlig verändert. Eine leistungsfähige sozialistische Schwer- und Leichtindustrie, eine Landwirtschaft, die zur modernen sozialistischen Großproduktion übergeht, ein umfassendes Sozialwesen, ein Aufblühen des kulturellen Lebens und der ständig wachsende Wohlstand der werktätigen Bevölkerung geben ihr heute das Gepräge.
Trotz größter Schwierigkeiten wurde die industrielle Bruttoproduktion gegenüber 1936 verdoppelt. Vor dem Kriege gab es auf dem jetzigen Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik nur eine schwache Grundstoffindustrie und einen verhältnismäßig unbedeutenden Schwermaschinenbau. Diese aus der kapitalistischen Zeit übernommenen Disproportionen sind dann noch durch die von den Westmächten und den deutschen Monopolisten betriebene Spaltung Deutschlands verstärkt worden. Aber die frommen Wünsche der Feinde unseres V "*°s, den ersten Arbeiter-und-Bauern Staat auf deutschem Boden durch die Zerreißung der traditionellen wirtschaftlichem Bande und besonders durch die Abschnürung von der Ruhrindustrie auf die Knie zu zwingen, scheiterte schmählich an dem festen Willen der Arbeiterklasse, dar werktätigen Bauern und unserer Intelligenz, ein neues und schöneres Leben ohne Konzernherren und Großagrarier aufzubauen.
Heute verfügt unsere Republik über eine eigene metallurgische Basis, eine entwickelte Brennstoffindustrie und über einen starken Schwermaschinenbau, der nicht nur iin der Lage ist, ein noch schnelleres Wachstum unserer Volkswirtschaft zu gewährleisten, sondern der darüber hinaus zusammen mit den anderen Industriezweigen auf beiden Weltmärkten zu einem bedeutenden Faktor geworden ist.
IVachdem der Fünfjahrplan auf -1-' dem III. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands verkündet wurde, erhob sich im Lager des Monopolkapitals ein großes Geschrei. In zahlreichen Abhandlungen „bewiesen" die Sänger der westdeutschen und ausländischen Konzerne die Unmöglichkeit der geplanten steilen Aufwärtsentwicklung unserer Republik. Die Planziffern- seien ein „Mittel zur Täuschung", schrieb wenige Tage nach Anlauf des Fünfjahrplanes der „Telegraf am Abend". „Das Bild der Wirklichkeit entzaubert" das „virtuose Spiel mit den Prozentzahlen", meinte am 16. März 1951 der westberliner „Kurier". Und das Blatt der amerikanischen Besatzer, „Die Neue Zeitung", phantasierte in seiner Ausgabe am 23. Juni 19.31 unter der Überschrift „Plan in der Sackgasse": „Das wichtigste Ereignis besteht aber darin, daß der Plan auf dem für die industrielle Grundlage entscheidenden Gebiete der Schwermaschinenindustrie mehr Oder weniger zusammengebrochen ist."
Die Liste derartiger Zusammenbruchsberichte könnte beliebig auch für die späteren Jahre noch ergänzt werden. Mal war die Industrie, mal die demokratische Bodenreform, die Versorgung, unsere Planwirtschaft oder sogar unser Arbeiter-und-Bauern-Staat Gegenstand solch sinniger Betrachtungen. Zusammengebrochen sind aber nicht unsere Pläne, sondern alle Spekulationen unserer Feinde. Und das wird auch künftig so sein.
■j\/J ag auch der Wunsch der Vater •"■*■ ihrer Gedanken und ihres Geschreibsels sein, so spiegelt sich /ch in der Berichterstattung des ! Toners letzten Endes die Unfähigiy *t wider, das grundsätzlich Neue v," der Deutschen Demokratischen itt£ublik zu erkennen. Die schöpferische Tätigkeit der Millionen Werktätigen, ihre Intelligenz, ihr hohes fachliches Können und ihre Bereitschaft — das sind der unversiegbare Kraftquell unseres Arbei- 'Sr-und-Bauern-Staates. e ' Aber der Kapitalist verachtet den arbeitenden Menschen, und das macht ihn blind. Für ihn ist der Arbeiter nur Ausbeutungsobjekt, angeblich unfähig, ohne Konzernherren zu leben. Der Kapitalist mißt die Leistungen der Arbeiter und der technischen Intelligenz an der Hohe der Aktienkurse an den Börsen. Gelingt es ihm nicht, aus den Werktätigen Maximalprofite herauszupressen, so verliert er das Interesse an ihnen. Die vorher für ihn schufteten, sind ihm in der Krise als Arbeitslose lästig. Die Landwirtschaft sieht er am liebsten durch die Brille eines Getreide- und Bodenspekulanten bzw. als Abnehmer überteuerter Industrieprodukte. Befaßt er sich aber näher mit ihr wie zur Zeit in Westdeutschland, so nur, um die werktätigen Bauern zugunsten kapitalistischer Eigentümer von der Scholle zu vertreiben.
Die Jagd nach Maximalprofit und die Geringschätzung des Menschen lassen ihn nicht die großen Fähigkeiten der Werktätigen erkennen, die sie im Kapitalismus ja auch nicht entfalten können. Daher die Überraschung, daß die von der Ausbeutung befreiten Länder sich bedeutend schneller entwickeln als irgendein/ kapitalistisches Land.
Comit ist bereits die Überlegenheit ^ unserer Ordnung gegenüber dem Kapitalismus gekennzeichnet, Das Volkseigentum und genossenschaftliche Eigentum an den Produktionsmitteln sichern eine ständige und rasche Aufwärtsentwicklung; sie sind die feste ökonomische Grundlage unserer Arbeiter-und- Bauern-Macht. Da die Eigentumsverhältnisse dem Charakter der Produktivkräfte entsprechen, gehören Krisen und Arbeitslosigkeit in unserer Planwirtschaft für immer der Vergangenheit an.
Entscheidend für unsere Entwicklung ist selbstverständlich, wie wir unsere gesellschaftliche Überlegenheit zu nutzen verstehen. Waren unsere ersten Schritte auf dem für uns noch neuen Gebiet der Planung zunächst recht unbeholfen, so zeigt doch gerade das letzte Jahr unseres Fünfjahrplanes und der Übergang zum 2. Plan Jahrfünft, welche großen Fortschritte wir bei der Meisterung der Planung gemacht haben. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren war der Plananlauf 1956 auch im Hinblick auf die Materialversorgung bedeutend flüssiger. Viele Betriebe haben bereits im Januar eine sehr hohe Produktion zu verzeichnen. Wirkt sich hier einerseits die engere Zusammenarbeit der Deutschen Demokratischen Republik mit den befreundeten Staaten der Demokratie und des Sozialismus aus, so wird gleichzeitig für Hunderttausende sichtbar, daß mit unserem Fünfjahrplan auch die Menschen mit ihren Fähigkeiten und ihr Bewußtsein gewachsen sind. -*•
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