3. August

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19.08.1986 / Seite 1 / Ausland

Erforderlich sind jetzt große und praktische Schritte

Die Situation wird immer unhaltbarer. Heute reicht es nicht mehr aus* die bestehenden Verträge einzuhalten. Es sind große und praktische Schritte erforderlich, um den Militarismus zu zügeln und die Entwicklung der Ereignisse zum Besseren zu wenden. Das „Gleichgewicht des Schrekkens" hört auf, ein Faktor der Eindämmung zu sein. Und nicht nur deshalb, weil Angst überhaupt kein guter Ratgeber für die Vernunft ist und zu Handlungen verleiten kann, deren Folgen unvorhersehbar sind.

Diese Angst ist unmittelbar am Wettrüsten beteiligt. Sie verstärkt das Mißtrauen und die Verdächtigungen und schafft dadurch einen Teufelskreis des Schürens von Spannungen. Dafür gibt es nicht wenige Beispiele.

r Jetzt ist allen vollkommen klar, daß die alten Vorstellungen vom Krieg als Mittel zum Erreichen politischer Ziele überlebt sind. Im nuklearen Zeitalter nähren diese veralteten Dogmen eine Politik, die zu einem Weltbrand führen kann.

Zweitens. Unsere Entscheidung über das Moratorium basierte auf der Treue des Sozialismus als Gesellschaftsordnung zur Sache des Friedens, auf dem tiefen Verständnis seiner Verantwortung für die Geschicke der Zivilisation. Als sozialistischer Staat und als Nuklearmacht erachtet die Sowjetunion es als ihre hohe Pflicht, alles in ihren Kräften Stehende zu tun,- um unserem Planeten eine friedliche Zukunft zu bewahtreibt. Sonst wird es keine normalen internationalen Beziehungen geben, sonst werden sie unweigerlich fiebern und letztendlich zu katastrophaler Konfrontation führen.

iDas pränukleare Denken hat dem Wesen nach am 6. August 1945 seine Bedeutung verloren. Heute kann die eigene Sicherheit nicht gewährleistet werden, ohne die Sicherheit der anderen Staaten und Völker zu berücksichtigen.

Es kann keine wirkliche Sicherheit geben, wenn es keine gleiche und umfassende Sicherheit ist. Anders denken heißt, in einer Welt der Illusionen, in einer Welt des Selbstbetrugs au leben. *'""" ■

Ein neues Denken, das die Welt von heute braucht, ist mit der Vorstellung unvereinbar, daß die Welt irgendjemandes Eigentum ist. Es ist unvereinbar mit Versuchen, sich als Wohltäter aufzuspielen und andere zu bevormunden, unvereinbar mit Belehrungen, wie sich jemand zu verhalten und welchen Weg er zu wählen hat — den sozialistischen, den kapitalistischen oder einen ande-

Die Sowjetunion ist der Ansicht, daß jedes Volk, jedes Land das Recht hat, über sein Schicksal, seine Ressourcen zu entscheiden und seine gesellschaftliche Entwicklung souverän zu bestimmen, die eigene Sicherheit zu verteidigen und an der Organisierung eines umfassenden Systems der internationalen Sicherheit mitzuwirken.

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Erforderlich sind jetzt große und praktische Schritte Konkrete Lehren aus zwei Tragödien in der jüngsten Zeit DDR-Außenhandelsminister bei Österreichs Bundeskanzler UdSSR unterbreitet ein Programm des ..Sternenfriedens" Gedenkveranstaltungen für Ernst Thälmann in der DDR DDR steht fest an der Seite von Afghanistan Wer alt erster Kernwaffen einsetzt, verdammt sich zu qualvollem Tod UdSSR verlängert Moratorium für nukleare Tests bis 1. Januar 1987 voraussetzt. Paket konstruktiver Vorschläge auf den Tisch gelegt Dreimal Gold für DDR Drasfischer Rückgang im BRD-Wohnungsbau Rettung der Erde vor dem nuklearen Untergang ist die Sache aller Völker Hurm berfchiet j Weg aus Sackgasse der Konfrontation führt über Dialog „Charley" tobt über USA 9515 Firmenpleiten Umlaufbahn wird höher
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