5. März
13.03.1986 / Seite 1 / Allgemein

Neuesdeutschland

B-Ausgabe Einzelpreis 15 Pf

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Proletarier aller Lander, vereinigt euch!

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Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

41. Jahrgang / Nr. 61

ORGAN DES ZENTRALKOMITEES DER SOZIAIISTISCHEN EINHEITSPARTEI DEUTSCHLANDS

Waren Südafrikas blockiert

San Francisco. Hunderte Apartheidgegner verhinderten im Hafen von San Francisco zwei Tage lang die Entladung eines Schiffes mit Fracht aus Südafrika.

Brief der Contadora-Staaten

New York. Eine politische Regelung sei der einzig mögliche Weg zu einer gerechten Lösung der Krise in Mittelamerika, heißt es in einem Brief der UNO-Vertreter der Contadora-Staaten an den Generalsekretär der Verein-' ten Nationen, Javier Perez de Cuellar.

Kurz berichtet

Sicherheit statt Wettrüsten

Genf. Ein System internationaler ökonomischer Sicherheit statt Wettrüsten forderte der UdSSR- Delegationsleiter Michail Pankin am Mittwoch in Genf auf der 32. Tagung des UNCTAD-Bates.

Solidaritatsf rächt der DDR nach Nikaragua

Ausrüstungen für Ausbau des Krankenhauses „Karl Marx"

Berlin (ADN). Das Motorschiff „Cottbus" der Seereederei der DDR verließ am Mittwoch den Hafen von Rostock mit Kurs nach Nikaragua. Es hat Ausrüstungen für den weiteren Ausbau des Krankenhauses „Karl Marx" in Managua geladen. Im Juli 1985 War der erste Teil des Krankenhauses, hauptsächlich aus Zelten bestehend, zum Jahrestag der Sandinistischen Revolution als Solidaritätsgeschenk der DDR an den Präsidenten des freien Nikaragua, Daniel Ortega, übergeben worden.

Inzwischen werden täglich 300 bis 400 Bürger Managuas von den Mitgliedern der FDJ-Freundschaftsbrigade „Karl Marx" medizinisch behandelt. Damit wird

für die Einwohner des Stadtbezirks Yototlan erstmals eine stabile medizinische Betreuung gewährleistet. Jetzt soll durch eine weitere Solidaritätsleistung der DDR der Ausbau des Krankenhauses mit Bettenhäusern, einer Poliklinik, einer Küche und Wäscherei unterstützt werden.

Diese Leistungen wurden durch Spenden der Bevölkerung aus dem Solidaritätskonto der DDR finanziert. Wenn die Ausrüstungen in Managua eingetroffen sind, werden die Krankenhauseinrichtungen in gemeinsamer Arbeit von nikaraguanischen Fachleuten, Mitgliedern der Brigade „Freundschaft" der FDJ und Spezialisten der Lieferbetriebe der DDR aufgebaut.

Der Sport meldet:

DDR-Fußballer verloren gegen Niederlande 0:1

Leipzig (ND). Die Fußball- Nationalmannschaft der DDR unterlag am Mittwochabend in Leipzig gegen die Auswahl der Niederlande mit 0:1 (0:1). Den entscheidenden Treffer erzielte Mittelstürmer, van Basten bereits in der 13. Minute. Vor 22 000 Zuschauern im Zentralstadion wirkten die Gastgeber sowohl in der Abwehr als auch im Mittelfeld bei weitem nicht so souverän wie in den Begegnungen der jüngsten Vergangenheit. Nach acht Länderspielen ohne Niederlage in Reihenfolge zog die DDR- Elf damit erstmals wieder den kürzeren. Die Niederländer wirkten nicht nur bei ihren Kontern sicherer und gefährlicher, sie hatten auch im gesamten Spielaufbau deutliche Vorteile.

Ausführlich auf Seite 7

7000 schwarze Kumpel nach Streik ausgesperrt

Johannesburg (ADN/ND). 7000 schwarze Bergleute, die seit drei Tagen streiken, wurden am Mittwoch von der Unternehmensleitung der Goldmine Blyvooruitzicht bei Johannesburg ausgesperrt. Den Minenarbeitern droht nunmehr die fristlose Entlassung.

Als einen Akt außerordentlicher Feigheit des südafrikanischen Rassistenregimes verurteilte die Kopräsidentin der Vereinigten Demokratischen Front Albertina Sisülu die Ermordung von drei Schülern in der Ghettosiedlung White River am Dienstag. Polizei hatte blindwütig in eine Demonstration von 3000 Jugendlichen geschossen. Laut Augenzeugen wiesen die meisten der 80 Verletzten Schußwunden im Rücken auf. Der Chefminister des Reservats Kangwane verlangte eine gerichtliche Untersuchung des Vorfalls.

Internationale Fachtagungen zur Leipziger Messe

800 Experten nehmen am Kongreß Metallbearbeitung teil

Von unserem Berichterstatter Klaus Z i • g e r t

Karl-Marx-Stadt. Den Auftakt zum umfangreichen wissenschaftlich-technischen Veranstaltungsprogramm der Leipziger Frühjahrsmesse gibt der 4. Internationale Kongreß Metallbearbeitung „IKM 86", der am Mittwoch durch den Präsidenten der Kammer der Technik, Prof. Dr. Manfred Schubert, in Karl-Marx-Stadt eröffnet wurde. Mit rund 800 teilnehmenden Experten aus 22 Ländern und Westberlin hat der traditionell alle vier Jahre zur Messe tagende Kongreß in diesem Jahr seine bisher größte Resonanz. Bis zum Sonnabend werden namhafte Wissenschaftler und Ingenieure in rund 60 Fachvorträgen Erfahrungen zur flexiblen Automatisierung der Fertigung darlegen.

Der Minister für Werkzeug- und Verarbeitungsmaschinenbau der DDR, Dr. Rudi Georgi, informierte im Eröffnungsvortrag darüber, daß die DDR als zweitgrößter Werkzeugmaschinenproduzent innerhalb des RGW bisher über 300 000 Werkzeugmaschinen in über 60 Länder exportiert hat. Der Industriezweig habe sich voll auf den Trend des technologischen Fortschritts in der metallverarbeitenden Industrie, die flexible automatisierte Fertigung, eingestellt. Sie bestimme sowohl die Produktivität der Ausrüstungen als* auch die weitere Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Werktätigen.

Auf die erfolgreiche Verwirklichung der ökonomischen Strategie des X. Parteitages der SED eingehend, betonte der Minister die Notwendigkeit, mit der umfassenden Intensivierung und der verstärkten Berücksichtigung der internationalen Marktanforderungen in steigendem Maße flexible Produktionssysteme zu schaffen, mit denen sich ein breites Sortiment in kleinen Serien äußerst wirtschaftlich und in hoher Qualität fertigen läßt.

Solche Lösungen, die durch Nutzung von Schlüsseltechnologien wie Mikroelektronik, CAD/CAM- Technik und Roboter in Verbindung mit modernen Werkzeugmaschinen Produktivitätssteigerungen auf 500 bis 600 Prozent ermöglichen, werden auch zur Frühjahrsmesse vorgestellt. Der Werkzeugmaschinenbau der DDR, der derzeit auf eine Erneuerungsrate von 32 Prozent verweisen kann,' präsentiere sich dort eindrucksvoll als dynamischer, auf die Erfordernisse der Gegenwart und Zukunft gut vorbereiteter Industriezweig. In diesem Zusammenhang unterstrich Minister Dr. Georgi die Rolle, die Leipzig als bedeutendstes Zentrum des Ost- West-Handels auch für die Sicherung des Friedens spielt.

Am ersten Konferenztag sprachen weiterhin Wissenschaftler und Praktiker aus der DDR, der BRD, aus Japan, der UdSSR, den USA und Westberlin.

XIII. Parteitag der KP Indiens nahm Arbeit in Patna auf

Generalsekretär Rajeswara Rao hielt Eröffnungsansprache Abordnung des ZK der SED von Siegfried Lorenz geleitet

Von unserem Berichterstatter Dr. Karl-Heinz Werner

Delhi. Der XIII. Parteitag der Kommunistischen Partei Indiens (KPI) ist am Mittwoch in Patna (Unionsstaat Bihar) feierlich eröffnet worden. Die mehr als 1000 Delegierten aus allen Landesteilen ziehen Bilanz der Arbeit seit dem Kongreß 1982 in Varanassi und erörtern die Aufgaben bis zum Ende des Jahrzehnts. Dazu liegen ihnen ein Bericht des Nationalrates sowie der Entwurf einer Entschließung vor. Außerdem wählt das Gremium die neuen Führungsorgane der KPI.

An dem Parteitag der indischen Kommunisten nehmen Abordnungen von kommunistischen und Arbeiterparteien sowie nationalen Befreiungsbewegungen aus 40 Ländern teil. Die Delegation des ZK der SED wird von Siegfried Lorenz, Kandidat des Politbüros

des ZK und 1. Sekretär der Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt, geleitet.

In seiner Eröffnungsansprache klagte der Generalsekretär des Nationalrates der KPI, Chandra Rajeswara Rao, den USA-Imperialismus an, durch das von ihm entfesselte nukleare Wettrüsten für die nach wie vor gespannte Weltlage verantwortlich zu sein. Viele aufrichtige, vernünftige Friedens- und Abrüstungsangebote der UdSSR und der anderen Staaten des Warschauer Vertrages seien abgelehnt worden. Das auf dem XXVII. Parteitag der KPdSU erneuerte umfassende Friedensprogramm der UdSSR inspiriere alle für Frieden, Demokratie, nationale Befreiung und Sozialismus kämpfenden Kräfte.

Zu Beginn hatten die Delegierten und Gäste mit einer Schweigeminute Indira Gandhi geehrt. Der Parteitag setzt .am Donnerstag seine Arbeit fort.

Wissenschaftlhhe Konferenz zum

WO. Geburtstag Ernst Thälmanns

Horst Sindermann hielt das Referat / Am ersten Tag 14 Redner in der Diskussion

Berlin (ND). Eine zweitägige wissenschaftliche Konferenz zum 100. Geburtstag von Ernst Thälmann begann am Mittwoch im Haus der Volkskammer in Berlin. Die Tagung wird vom Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED ausgerichtet. Das Referat zum Thema „Ernst Tihäimann — unsere Partei erfüllt sein Vermächtnis" hielt Horst Sindermann, Mitglied des

Politbüros des ZK der SED und Präsident der Volkskammer der DDR.

Zu Beginn der Konferenz wurden gemeinsam mit Horst Sindermann und der Tochter Ernst Thälmanns, Irma Gabel-Thälmann, herzlich begrüßt: Mitglieder und Kandidaten des ZK der SED, weitere Funktionäre der Partei der Arbeiterklasse, Kampfgefährten des Führers der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung, Delegationen der KPdSU, BKP, DKP, FKP, des BdKJ, der PVAP, RKP, SEW, KPTsch, USAP sowie ein Vertreter der Gramsci-Stiftung in Rom.

Wie kein anderer repräsentiere Ernst Thälmann den Aufstieg der deutschen Arbeiterklasse, die allen fortschrittlichen Kräften unseres Volkes voranging im Ringen um Frieden und Sozialismus und die in der Mitte des Jahrhunderts ihr sozialistisches Vaterland erkämpfte, betonte Horst Sindermann in seinem Referat. Die Verbindung mit den Massen, die Einheit zwischen Partei und Volk, werde in diesen Tagen der Vorbereitung des XI. Parteitages der SED in

Thälmannscher Tradition anschaulich bewiesen. Die vielen Taten in Produktion und Wissenschaft, das wachsende Tempo bei der Einführung neuester Erkenntnisse in die Produktion, die vorrangige Entwicklung der Schlüsseltechnologien zur Steigerung der Arbeitsproduktivität, die Senkung der, Kosten und die höchste Verwertung der Rohstoffe, das alles erbringen die Werktätigen, weil sie wissen, daß sie sich damit selbst nützen, den sozialistischen Staat stärken und den Frieden sicherer machen.

Zu den Diskussionsrednern am ersten Tag der Beratung gehörten Vertreter von Kollektiven und Einrichtungen, die den Namen Ernst Thälmanns tragen, sowie von gesellschaftlichen Organisationen, Parteifunktionäre, Gesellschaftswissenschaftler verschiedener Disziplinen aus der DDR sowie ausländische Gäste. Während des Gedankenaustausches ergriffen insgesamt 14 Redner das Wort.

Die wissenschaftliche Konferenz wird am Donnerstag ihre Beratungen abschließen.

Ausführlich auf Seite 4

DDR-Preisträger im Zeichenwettbewerb

Kinder aus aller Welt beteiligt

Schwedt (ADN). Insgesamt 27 Preise, Hauptpreise und Ehrendiplome des internationalen Kinderzeichenwettbewerbes der

CSSR „Rose von Lidice" wurden am Mittwoch durch Mitarbeiter des Berliner Kultur- und Informationszentrums der CSSR in Schwedt verliehen. Die beiden Hauptpreise, die „Rose von Lidice", gingen an den Zeichenzirkel der Makarenko-Oberschule in Schwedt sowie die Wochenend- Arbeitsgemeinschaft des Klubhauses „Neue. Zeit" der Chemiearbeiterstadt. Darüber hinaus verblieben 13 Ehrendiplome in der DDR.

An dem Wettbewerb, der alljährlich organisiert wird und an die Opfer des faschistischen Überfalls auf Lidice erinnert, beteiligen sich Kinder aus aller Welt. Auch in diesem Jahr waren der Frieden, die Freundschaft und die Solidarität vorrangige Themen.

Ingvar Carlsson wurde am 9. November 1934 geboren. Nach dem Abitur an einer Wirtschaftsoberschule studierte er an der Universität von Lund und legte 1958 das Examen als Staatswissenschaftler mit volkswirtschaftlicher Ausrichtung ab.

In den Jahren 1958 bis 1960 war Ingvar Carlsson Mitarbeiter in der Kanzlei des damaligen Ministerpräsidenten Tage Erlander. Nach volkswirtschaftlichen Studien in den USA an der North Western University Evanston (Chicago) 1961 wurde er im selben Jahr zum Vorsitzenden des Schwedischen Sozialdemokratischen Jugendverbandes (SSU) gewählt. 1967 wurde er Staatssekretär in der Kanzlei des Ministerpräsidenten, 1969 Minister für Unterricht und Kultur und 1973 Minister für Wohnungswesen. Als die Sozialdemokraten 1982 nach sechs Jahren in der Opposition die Regierungsmacht wieder übernahmen, wurde Ingvar

Ingvar Carlsson wurde 1964 in die zweite Kammer des Reichstages gewählt. Er war Vorsitzender der soiialdemokratisdieri ' Parteiorganisation im Bezirk Stockholm von 1971 bis 1974. Seit 1972 ist er Mitglied des Vorstandes der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SAP) Schwedens und seit dem 3. März 1986 Vorsitzender der Partei. Am 10. März 1986 wurde er zum Vorsitzenden der SAP-Fraktion im Reichstag gewählt. Als Vorsitzender einer Arbeitsgruppe war er maßgeblich an der Ausarbeitung wichtiger Programme für die Parteikongresse 1981 und 1984 beteiligt.

Ingvar Carlsson ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Amt des Umweltministers.

DDR prangert Bruch der Menschenrechte in Chile an

Erklärung vor UNO-Kommission

Genf (ADN). Die zunehmenden Repressalien des Pinochet-Regimes gegen die demokratische Bewegung in Chile verurteilte DDR-Sprecher Wolf gang Grieger auf der 42. Tagung der UNO- Menschenrechtskommission in Genf. Brutale Polizeiaktionen richteten sich hauptsächlich gegen die armen Schichten der Bevölkerung, die Arbeitslosenzahlen hätten eine Rekordhöhe erreicht, Unterernährung und Not kennzeichneten die Lage.

Der mutige Widerstand des Volkes gegen die faschistische Diktatur müsse die volle Unterstützung der Vereinten Nationen finden, forderte der DDR-Sprecher.

Wissenschaftler der BRD gegen Beteiligung an SDI

München (ADN). Wissenschaftler der BRD haben auf einem Forum „Naturwissenschaftler für Frieden und Abrüstung" in München die Bundesregierung aufgefordert, unter keinen Umständen einer Beteiligung am USA-Weltraumrüstungsprogramm SDI zuzustimmen. Jede Unterstützung von SDI durch die BRD gefährde den Frieden und destabilisiere die politische und militärische Lage Europas.

Die wichtigste politische und Wissenschaftliche Aufgabe besteht heute darin, einen Atomkrieg zu verhindern, erklärte der Naturwissenschaftler Jürgen Altmann. Ganz aktuell gehe es dabei um die Verhinderung eines Wettrüstens im Weltraum. Das SDI-Programm sei selbst in den USA zum umstrittensten Rüstungsprogramm in der Geschichte geworden. Die Mehrheit der Naturwissenschaftler an den Hochschulen ..„der USA,: sei dagegen. Weltraürhwaffen könnten keine Sicherheit vor Atomraketen bieten, und die strategische Situation werde als Folge eines Wettrüstens im Weltraum sehr viel instabiler,

(Fortsetzung auf Seite 2)

Heute in Baikonur

Sojus T15 startet vom Kosmodrom zur Station MIR

Moskau (ADN). Auf dem Kosmodrom Baikonur sind die Vorbereitungen des Raumschiffes Sojus T15 auf den Start in die Endphase eingetreten. Wie TASS mitteilt, wird die Trägerrakete mit dem Raumschiff am Donnerstag um 13.33 Uhr MEZ zur Orbitalstation MIR starten. Die Kosmonauten führten im Raumschiff die letzten Überprüfungen durch. Die beiden Kosmonauten Leonid Kisim und Wladimir Solowjow gaben am Mittwoch eine vom sowjetischen Fernsehen übertragene Pressekonferenz.

Ausführlich auf Seite S

V

Antwortschreiben Gorbatschows zur

6-Staaten-lmtiative übergeben

Moskau (ADN). Das Mitglied des Politbüros des ZK der KPdSU Eduard Schewardnadse, Außenminister der UdSSR, empfing am Mittwoch in Moskau den Botschafter Argentiniens in der UdSSR, Federiko Bravo, und übergab ihm ein Schreiben des Generalsekretärs des ZK der KPdSU, Michail Gorbatschow, an die Staats- und Regierungschefs der 6-Staaten-Initiative (Argentinien, Griechenland, Indien, Mexiko, Tansania, Schweden). Das Schreiben enthält die Antwort auf die Erklärung, die der argentinische Botschafter im Namen der Initiative an die Adresse Michail Gorbatschows am 6. März übergeben hatte.

Herzliche Glückwünsche

an Ingvar Carlsson

Telegramm Erich Honeckers nach Stockholm übermittelt

Berlin (ND). Der Generalsekretär des Zentralkomitees der SED und Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Erich Honecker, übermittelte dem neuen schwedischen Ministerpräsidenten, Ingvar Carlsson, folgendes Telegramm:

Anläßlich Ihrer Wahl zum Ministerpräsidenten des Königreiches Schweden übermittle ich Ihnen meine herzlichen-Grüße und Glückwünsche.

Ich bin gewiß, daß sich die gutnachbarlichen, vertrauensvollen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und dem Königreich Schweden auch weiterhin zum Nutzen unserer Völker und im Interesse der Friedenssicherung und internationalen Verständigung vertiefen werden.

Für Ihre verantwortungsvolle Tätigkeit wünsche ich Ihnen Gesundheit, Schaffenskraft und persönliches Wohlergehen.

Erich Honecker gab Interview für #Excelsior#

Generaldirektor mexikanischer Zeitung in Berlin empfangen

Berlin (ADN). Der Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Erich Honecker, empfing am Mittwoch den Generaldirektor der mexikanischen Zeitung „Excelsior", Regino Diaz Redondo. Erich Honecker gewährte dem mexikanischen Publizisten ein Interview, in dem er Fragen zur Außenpolitik der DDR, zum XXVII. Parteitag der KPdSU, zur Lage in Europa und in der Welt sowie zu den bilateralen Beziehungen DDR—Mexiko beantwortete.

Auf eine entsprechende Frage des Journalisten würdigte Erich Honecker den ermordeten schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme als hervorragenden Streiter für den Frieden und den Fortschritt der Menschheit.

Wortmeldungen von Jugendforstherkollektiven

FDJler mit Patent-Ideen für den Leistungszuwachs

Berlin: Kabelproduktion automatisch Überwacht / Premnitz: Nicht brennbare Faser für Schutzbekleidung / Suhl: Roboter stapelt Ziegel

Mitglieder eines gemeinsamen Jugendforscherkollektivs der Technischen Hochschute und des VEB Numerik Karl-Marx-Stadt - Forschungsstudent Gert Ruhnau, Betreuer Dozent Dr. sc. Karl HeB und Dipl.-Ing. Sabine Kreller. Sie nutzen die Möglichkeiten der~Sektion Automatisierungstechnik, um Software- Aufgaben für eine neuentwickelte Steuerung zu lösen Telefoto: ND/Schmidt

Berlin (SO). Das Jugendforscfaerkollektiv der FDJ „Anwenderlösunf Büderkennunessystem (BES) 2000" aus dem VEB Studiotechnik Berlin will bereits bis zum XI. Parteitag der SED das Ergebnis der Industrieerprobung vorlegen und damit die Funktionsfähigkeit der Anlage am praktischen Einsatzfall demonstrieren. Die jungen Arbeiter und Ingenieure geboren zu den Mitgliedern von über 4000 Jugendforscherkollektiven, die am vergangenen Freitag dem Generalsekretär des Zentralkomitees der SED und Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, Erich Honecker, ihre Überlegungen und Initiativen zur weiteren Parteitagsvorbereitung abermittelten.

Erst seit Mitte Januar bestehtdas Jugendforscherkollektiv „Anwenderlösung BES 2000". In ihm entwickeln 22 Mitarbeiter aus dem Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse der Akademie der Wissenschaften der DDR, dem Kabelwerk Nord in Schwerin und dem VEB Studiotechnik Berlin eine Möglichkeit der berührungslosen Meßwerterfassung bei der Kabelproduktion. Neben der Qualitätssicherung der Kabelfertigung kann so jährlich PVC im Wert von 200 000 Mark je Anlage eingespart werden. Noch in diesem Jahr sollen insgesamt zehn BES 2000 zum Einsatz kommen.

Premnitz. Eine nicht brennbare Spezialfasertype entwickelt das Jugendforscherkollektiv der Wolpryla-Forschung des Chemiefaser-

Werkes „Friedrich Engels" Premnitz. Im Rahmen der Asbestsubstitution, der Entwicklung neuer Werkstoffe sowie der Hochveredlung von Wolpryla wurden Lösungswege beschütten, die im internationalen Maßstab richtungweisend sind. Es liegen bereits fünf Patentanmeldungen vor. Mit der neuen Faser wollen die Jungen Forscher einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung einer Arbeitsschutzbekleidung für Werktätige leisten, die unter großer Hitzeeinwirkung arbeiten. Mit diesem Thema werden der Forschungsvorlauf und damit wichtige ökonomische Ergebnisse für die Volkswirtschaft bis in die 90er Jahre hinein. mitbestimmt.

Suhl. Mit einem Roboter zum Stapeln von Ziegelrohlingen und der mikrorechnergesteuerten

Trocknung kleiner Betonelemente hat sich das Jugendforscherkollektiv aus dem Baumatenaaenkombinat Suhl, Sitz Themar, in den zurückliegenden zwei Jahren einen Namen gemacht.. Mit ihren Lösungen führten die FDJler einen Nachweis, daß auch in der Bauindustrie der Mikroelektronik die Zukunft gehört.

Gegenwärtig erarbeitet das Kollektiv eine CAD/CAM-Lösung, mit der der gesamte Prozeß zur Herstellung^ von Deckenelementen aus Spannbeton für den Schulund Gesellschaftsbau rechnergestützt und flexibel gestaltet werden kann. Bis zum XI. Parteitag ist die Funktionserprobung der Steuerrechner für die Frischbetonaufbereitung, den Betonverteiler und den Glättautomaten vorgesehen. Damit wird die Voraussetzung für den Einsatz der Rationalisierungslösung in den Bezirken Erfurt, Gera und Suhl geschaffen. Der Nutzen: Jährlich können, bei gleichbleibend guter Qualität, 1000 Tonnen Stahl eingespart werden.

Schwedens Reichstag wählte neuen Ministerpräsidenten

Ingvar Carlsson gibt heute Regierungserklärung ab

Carlsson zum Stellvertreter des Ministerpräsidenten ernannt mit der besonderen Verantwortung für politische Planung und Forschung. Seit 1985 bekleidete er zusätzlich das

Von unserem Korrespondenten Jochen PreuBftr

Stockholm. Zum neuen Ministerpräsidenten des Königreiches Schweden wurde am Mittwochvormittag im Reichstag in Stockholm der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SAP) Schwedens und Vorsitzende der Parlamentsfraktion seiner Partei, Ingvar Carlsson, ohne Gegenstimmen gewählt. Er war der einzige Kandidat für die Nachfolge von Olof Palme, der in der Nacht zum 1. März heimtückisch ermordet worden war. Ingvar Carlsson stellt am heutigen Donnerstag sein Kabinett vor und gibt eine Regierungserklärung ab.

Carlsson erhielt die 178 Stimmen der Abgeordneten der sozialdemokratischen Fraktion und der Fraktion der Linkspartei-Kommunisten (VPK). Die Abgeordneten der drei bürgerlichen Oppositionsparteien übten Stimmenthaltung. Wie sie in vorausgegangenen Gesprächen mit dem Parlamentspräsidenten betonten, unterstützten sie die Nominierung Ingvar Carlssons, wollten aber mit ihrer Stimmenthaltung deutlich machen, daß sie der Politik der sozialdemokratischen Regierung ablehnend gegenüberstehen. Insgesamt sind im schwedischen Reichstag 349 Abgeordnete vertreten.

Ingvar Carlsson nahm nach der Bestätigung durch den Reichstag die Glückwünsche der Abgeordneten entgegen.

Nach seiner Wahl als Vorsitzender der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei hatte Ingvar Carlsson erklärt, daß die Politik Schwedens, darunter auch in internationalen Fragen, unverändert bleibe. Diese Position bekräftigte er im Zusammenhang mit der Erklärung der Repräsentanten der fünf Unterzeichnerstaaten der „Deklaration von Delhi". Sie hatten ihre Entschlossenheit betont, den Kampf für Frieden und nukleare Abrüstung gemeinsam mit dem neuen Ministerpräsidenten Schwedens fortzusetzen. Dazu sagte Carlsson, eine Pflicht des Premiers Schwedens bestehe darin, in jeder Weise zur Bildung einer gegen den nuklearen Krieg gerichteten Meinung beizutragen.

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