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11.06.1986 / Seite 1 / Sport

Schwimmen

-^^ -w- THP^ Proletarier aUerLändenvereiniet euch! M^0^.«

Neues Deutschland ü^l

ORGAN DES ZENTRALKOMITEES DER SOZIAUSTISCHEN EINHEITSPARTEI DEUTSCHLANDS

(Sammelnummer). Abonnementspreis monatlich 3.50 Mark. ISSN 0323-4940

Unsere Staaten zeigen Weg zur Verbesserung derinternationalenLage

Toast von Erich Honecker

Lieber Genosse Jänos Kädär! Liebe Genossen und Freunde!

Gestatten 'Sie mir, im Namen der Delegationen der Bruderstaaten, die an der Tagung des Politischen Beratenden Ausschusses in Budapest teilnehmen, dem Zentralkomitee der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei und der Regierung der Ungarischen Volksrepublik aufrichtig für den herzlichen Empfang und die Gastfreundschaft zu danken. Dem Volk des brüderlich verbundenen sozialistischen Ungarn wünschen wir von ganzem Herzen weitere große Erfolge bei der Erfüllung der vom XIII. Parteitag der USAP beschlossenen Aufgaben.

Alle unsere Länder haben für die kommenden fünf Jahre und darüber hinaus eine große Perspektive fruchtbaren Schaffens zum Wohle ihrer Völker abgesteckt. Viel haben wir uns, jeder für sich und alle gemeinsam, vorgenommen.

Nicht zum erstenmal beraten die Staaten des Warschauer Vertrages in einer komplizierten und gefahrvollen Zeit gemeinsam darüber, wie das Unheil eines atomaren Krieges abgewendet und die internationale Lage zum Besseren verändert werden kann. Die Antwort, die wir geben, liegt im Wesen des Sozialismus begründet.

Diese Antwort erklang von der Tribüne des XXVII. Parteitages der KPdSU ebenso wie von den Parteitagen der anderen Bruderparteien. Sie fand ihre Weiterführung in der umfassenden Analyse und den konstruktiven Vorschlägen Genossen Michail

Gorbatschows auf unserer heutigen Tagung hier in Budapest. Erneut wenden wir uns damit vernehmlich und einmütig an die Weltöffentlichkeit. Je größer die Bedrohung des Friedens, um so stärker unsere Anstrengungen für seine Bewahrung. Die Völker sollen wissen, daß auf die sozialistischen Staaten Verlaß ist. Sie handeln nach dem Grundsatz, daß es zum Frieden, zum Leben und zum Auskommen miteinander keine Alternative gibt.

Wer auf Konfrontation, atomare Hochrüstung und das Streben nach militärischer Überlegenheit setzt, spielt mit der Existenz der Menschheit. Deshalb bekennen sich unsere Staaten so nachdrücklich zu einer Politik der Vernunft und des Realismus. Sie fordern dazu auf, auf neue Weise an die internationalen Beziehungen heranzugehen, denn die Sicherheit der Staaten muß heute mit politischen Mitteln gewährleistet werden.

Wir wissen uns eins mit allen in der Welt, die nicht in einem nuklearen Inferno untergehen, sondern leben wollen. Folgerichtig findet das von der Sowjetunion unterbreitete Programm zur Beseitigung der nuklearen, der konventionellen und chemischen Waffen, finden die gemeinsamen Initiativen der Staaten des Warschauer Vertrages breiteste internationale Unterstützung, eröffnen sie doch die Perspektive einer von allen Atomwaffen befreiten Welt.

Die Staaten des Warschauer Vertrages machen in ihren An-

{Fortsetzung auf Seite 2)

Suropa kann in einen Kontinent des Friedens verwandelt werden

Toast von Jänos Kädär

Verehrte Genossen, liebe Gäste!

Im Namen des Zentralkomitees der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei, des Präsidialrates und des Ministerrates der Ungarischen Volksrepublik begrüße ich die Leiter und Mitglieder der Delegationen, die an der Budapester Tagung des Politischen Beratenden Ausschusses teilnehmen, und alle unsere lieben Gäste mit Hochachtung.

Auf unserem Treffen erörtern wir die wichtigsten Fragen der Lage in Europa und in der Welt. Wir führen einen Meinungsaustausch über die aktuellen Aufgaben unseres Kampfes für Abrüstung, für die Umgestaltung der internationalen Beziehungen, für die Festigung der europäischen, der universellen Sicherheit und für die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen den Staaten.

Die bisherige Arbeit auf unserer Tagung beweist die Übereinstimmung der Ansichten .unserer Staaten bei der Einschätzung der Hauptfragen unserer Epoche und unserer gemeinsamen Aufgaben. Getreu den prinzipiellen Bestrebungen, die unserer sozialistischen Ordnung innewohnen, sehen wir in der Erhaltung des Friedens und der Festigung der Sicherheit auf neuen Grundlagen unser Hauptziel.

Wir sind fest davon überzeugt, daß die neuen Initiativen zur Erreichung unserer Hauptziele realistisch sind. Sie weisen einen gangbaren Weg zur Lösung der wichtigsten vor der gesamten Menschheit stehenden Probleme. Wir vertrauen der Überzeugungskraft unserer Vorschläge.

Für ihre Verwirklichung rufen wir alle Politiker, alle Parteien und Organisationen der Welt, alle ehrlichen und friedliebenden Menschen guten Willens zur Zusammenarbeit und zum Zusammenschluß auf.

Genossen!

In der gegenwärtigen gespannten internationalen Lage wollen die Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages mit ihren Maßnahmen zur Rüstungsbegrenzung und Abrüstung den Frieden und die Sicherheit auf unserem Kontinent festigen. Wir unterbreiten dazu weitere konstruktive Vorschläge.'

Unsere Tagung widmet den Vorschlägen besondere Aufmerksamkeit, die auf die Weiterentwicklung des Prozesses der Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, auf die Verbesserung der politischen Atmosphäre auf unserem Kontinent, auf die Stärkung der Zusammenarbeit und des Vertrauens zwischen den hier lebenden Völkern abzielen. Wir sind davon überzeugt, daß die Schlußakte von Helsinki auch heute noch gültig ist und ein nachahmenswertes Beispiel sowohl für Europa als auch für andere Regionen der Welt darstellt.

Wir streben danach, das Niveau der militärischen Konfrontation in Europa zu vermindern. Entsprechend dem Prinzip der friedlichen Koexistenz sind wir zur •ausgewogenen Entwicklung der gegenseitig vorteilhaften Wirtschafts-, Handels-, wissenschaftlich-technischen, humanitären,

(Fortsetzung auf Seite 2)

Delegation der DDR wurde in Budapest brüderlich begrüßt

Erich Honecker von Jänos Kädär auf Flughafen herzlich empfangen

Freundschaftliche Begrüßung auf dem Budapester Flughafen

Budapest (ND). Die Delegation der Deutschen Demokratischen Republik war zur Teilnahme an der Tagung des Politischen Beratenden Ausschusses der Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages am Dienstagvormittag in der ungarischen Hauptstadt eingetroffen. Der Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Erich Honecker, wurde bei der Ankunft auf dem Flughafen Budapest- Ferlh«gy, der mit den Staatsflaggen der Mitgliedsstaaten des sozialistischen Verteidigungsbündnisses geschmückt war, vom Generalsekretär der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei, Jänos Kädär, brüderlich willkommen geheißen.

, vNach der Umarmung der bei* «den Generalsekretäre begrüßte Jänos Kädär herzlich die Mitglieder des Politbüros des ZK der SED Willi Stoph, Vorsitzender des Ministerrates, Hermann Axen, Sekretär des ZK; Heinz Keßler, Armeegeneral, Minister für Nationale Verteidigung, Egon Krenz und Günter Mittag, Sekretäre des ZK, und das Mitglied des ZK Oskar Fischer, Minister für Auswärtige Angelegenheiten. Ungarische Pioniere überreichten den Gästen Blumensträuße. Zum Empfang .der DDR-Delegation waren gemeinsam mit Jänos Kädär erschienen die Mitglieder des Politbüros des ZK der USAP György Läzär, Vorsitzender des Ministerrates, Ferenc Havasi, Sekretär des ZK, und Istvän Sarlös, Präsident der Landesversammlung, der Sekretär des ZK der USAP Mätyäs Szürös, die Mitglieder des ZK Peter Värkonyi, Minister für Auswärtige Angelegenheiten, und Ferenc Kärpäti, Generaloberst, Minister für Landesverteidigung, sowie weitere Persönlichkeiten. Anwesend war der Außerordentliche und Bevollmächtige Botschafter der DDR in der UVR, Karl-Heinz Dugenheim.

Die von Erich Honecker geleitete Delegation war am Morgen auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld von Mitgliedern der Partei- und Staatsführung verabschiedet worden.

Im Laufe des Vormittags waren in der ungarischen Hauptstadt auch die Delegationen der anderen Mitgliedsstaaten des Warschauer Vertrages eingetroffen. Sie wurden gleichfalls von Jänos Kädär und weiteren Mitgliedern der Partei- und Staatsführung des Gastgeberlandes auf dem Flughafen Budapest-Ferihegy herzlich empfangen.

Essen zu Ehren der Delegationen

Budapest. Das Zentralkomitee der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei, der Präsidialrat und der Ministerrat der Ungarischen Volksrepublik gaben am Dienstag zu Ehren der auf der Tagung des Politischen Beratenden Ausschusses der Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages anwesenden Delegationen im Jägersaal des Parlamentsgebäudes ein Essen. Daran nahmen die Leiter, der Delegationen Todor Shiwkow, Erich Honecker, Wojciech Jaruzelski, Nicolae Ceausescu, Michail Gorbatschow und Gustav Husäk sowie die Mitglieder der Delegationen teil. Von ungarischer Seite waren Janos Kädär sowie weitere Mitglieder der Partei- und Staatsführung anwesend.

Bei dem Essen ergriffen der Generalsekretär der USAP, Janos Kädär, und der Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Erich Honecker, das Wort zu Toasten. Das Essen verlief in einer Atmosphäre der Freundschaft und Herzlichkeit.

Tagung des Politischen Beratenden Au sschusses der Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages begann

Delegationen der Bruderländer unter Leitung von Todor Shiwkow, Janos Kädär, Erich Honecker, Wojciech Jaruzelski, Nicolae Ceausescu, Mtehail Gorbatschow und Gustav Husäk in Budapest / Meinungsaustausch über die Lage in Europa und der Welt / Aktuelle Aufgaben des Kampfes für Abrüstung, für die Umgestaltung der internationalen Beziehungen, die Stärkung der Sicherheit und die Entwicklung der Zusammenarbeit erörtert / Tagung setzt heute ihre Arbeit fort

Die Delegationen der Warschauer Vertragsstaaten vor Beginn der Tagung

Die von Erich Honecker geleitete Abordnung der DDR im Konferenzsaal

Telefotos: ND/Murza, Mittelstadt

Budapest (ADN). Die turnusmäßige Tagung des Politischen Beratenden Ausschusses der Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages wurde am Dienstag in Budapest eröffnet.

An der Tagung nehmen teil:

Von der Volksrepublik Bulgarien — Todor Shiwkow, Generalsekretär des ZK der Bulgarischen Kommunistischen Partei und Vorsitzender des Staatsrates der Volksrepublik Bulgarien, Leiter der Delegation; Georgi Atanassow, Mitglied des Politbüro» des ZK der BKP und Vorsitzender des Ministerrates der VRB, Petyr Mladenow, Mitglied des Politbüros des ZK der BKP und Minister für Auswärtige Angelegenheiten der VRB, Milko Balew, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der BKP, Dobri Dshurow, Mitglied des Politbüros des ZK der BKP und Minister für Volksverteidigung der VRB, Dimityr Stanischew, Sekretär des ZK der BKP.

Von der Ungarischen Volksrepublik — Jänos Kädar, Generalsekretär der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei, Leiter der Delegation; György Läzär, Mitglied des Politbüros des ZK der USAP und Vorsitzender des Ministerrates der UVR, Mätyäs Szürös, Sekretär des ZK der USAP, Peter, Värkonyi, Mitglied des ZK der USAP und Minister für Auswärtige Angelegenheiten der UVR, Ferenc Kärpäti, Mitglied des ZK der USAP und Minister für Landesverteidigung der UVR.

Von der Deutschen« Demokratischen Republik — Erich Honecker, Generalsekretär des

ZK der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und Vorsitzender des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik, Leiter der Delegation; Willi Stoph, Mitglied des Politbüros des ZK der SED und Vorsitzender des Ministerrates der DDR, Hermann Axen, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED, Heinz Keßler, Mitglied des Politbüros des ZK der SED und Minister für Nationale Verteidigung der DDR, Egon Krenz, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED, Günter Mittag, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED, Oskar Fischer, Mitglied des ZK der SED und Minister für Auswärtige Angelegenheiten der DDR.

Von der Volksrepublik Polen - Wojciech Jaruzelski, Erster Sekretär des ZK der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei und Vorsitzender des Staatsrates der Volksrepublik Polen, Leiter der Delegation; Zbigniew Messner, Mitglied des Politbüros des ZK der PVAP und Vorsitzender des Ministerrates der VRP, Jözef Czyrek, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der PVAP, Marian Orzechowski, Kandidat des Politbüros des ZK der PVAP und Minister für Auswärtige Angelegenheiten der VRP, Florian Siwicki, Kandidat des Politbüros des ZK der PVAP und Minister für Nationale Verteidigung der VRP.

Von der Sozialistischen Republik Rumänien — Nicolae Ceausescu, Generalsekretär der Rumänischen Kommunistischen Partei und Präsident der Sozialistischen Republik Rumänien, Leiter der Delegation; Constantin Däscälescu, Mitglied des Politischen Exekutivkomitees des ZK der RKP und Premierminister der Regierung der SRR, Ion Stoian, Kandidat des Politischen Exekutivkomitees und Sekretär des ZK der RKP, Vasile Milea, Kandidat des Politischen Exekutivkomitees des ZK der RKP und Minister für Nationale Verteidigung der SRR, Ilie Vaduva, Mitglied des ZK der RKP und Minister für Auswärtige Angelegenheiten der SRR, Nicolae Veres, Botschafter der SRR in der UVR.

Von der Union-der Sozialistischen Sowjetrepubliken - Michail Gorbatschow, Generalsekretär des ZK .der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, Leiter der Delegation; Andrej Gromyko, Mitglied des Politbüros des ZK der KPdSU und Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR, Nikolai Ryshkow, Mitglied des Politbüros des ZK der KPdSU und Vorsitzender des Ministerrates der UdSSR, Eduard Schewardnadse, Mitglied des Politbüros des ZK der KPdSU und Minister für Auswärtige Angelegenheiten der UdSSR, Sergej Sokolow, Kandidat des Politbüros des ZK der KPdSU und Minister für Verteidigung der UdSSR, Wadim Medwedjew, Sekretär des ZK der KPdSU.

Von der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik — Gustav Husäk, Generalsekretär des ZK der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei und Präsident der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik, Leiter der Delegation; Lubomir Strougal, Mitglied des Präsidiums des ZK der KPTsch und Vorsitzender der Regierung der

CSSR, Vasil Bilak, Mitglied des Präsidiums und. Sekretär des ZK der KPTsch, Milos Jakeä, Mitglied des Präsidiums und Sekretär des ZK der KPTsch, Bohuslav Chfioupek, Mitglied des ZK der KPTsch und Minister für Auswärtige Angelegenheiten der CSSR, Milan Vaolavik, Mitglied des ZK der KPTsch und Minister für Nationale Verteidigung der CSSR.

An der Arbeit der Tagung nehmen teil der Oberkommandierende der Vereinten Streitkräfte der Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages, Marschall der Sowjetunion Viktor Kulikow, und der Generalsekretär des Politischen Berätenden Ausschusses, Miklös Barity, Stellvertreter des Ministers für Auswärtige Angelegenheiten der UVR.

Die Beratung wurde von Jänos Kädär mit einer kurzen Ansprache eröffnet. Unter Leitung von Erich Honecker und Wojciech Jaruzelski fanden zwei Sitzungen statt. Es sprachen Michail Gorbatschow, Wojciech Jaruzelski, Gustav Husäk, Erich Honecker, Nicolae Ceausescu, Todor Shiwkow und Jänos Kädär.

Auf der Tagung des Politischen Beratenden Ausschusses, die in einer Atmosphäre der Freundschaft und kameradschaftlicher, sachlicher Zusammenarbeit verläuft, wird die Lage in Europa und in der Welt erörtert. Dabei gilt die Hauptaufmerksamkeit den aktuellen Aufgaben des Kampfes für Abrüstung, für die Umgestaltung der internationalen Beziehungen, die Stärkung der europäischen und der allgemeinen Sicherheit sowie

die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen den Staaten.

Ferner werden aktuelle Fragen der Festigung der Einheit und Geschlossenheit der Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages sowie der Erweiterung ihres allseitigen Zusammenwirkens beraten.

Die Tagung setzt am heutigen Mittwoch ihre Arbeit fort.

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