18. Aug.

Ausgabe vom 16.05.1948

Seite 1
  • Verbot von Sklaverei abgelehnt

    CIO gegen fortschrittliche Demokraten New York, 15. Mai (ADN). Der Landeskongreß des ClO-Stahlarbeiterverbandes hat beschlossen, daß „Mitglieder und Anhänger der Kommunistischen Partei" künftig keine Ämter innerhalb der Gewerkschaft bekleiden dürfen. Der Delegierte Lanner aus Los Angeles wandte sich in scharfer Form gegen diesen Beschluß und machte gleichzeitig darauf aufmerksam, daß es bei einer derartigen Formulierung der Willkür überlassen bleibt, wen man als Kommunisten bezeichnen will ...

  • Vorbildliches Betriebsprogramm

    Nur das volle Mitbestimmungsrecht sichert den Lebensstandard der Werktätigen

    Berlin, 15. Mai (ND). Die Betriebsversammlung der 2800 Mann starken Belegschaft der Apparatefabrik Treptow hat am 14 Mai einstimmig nur solche Kandidaten zur Betriebsratswahl aufgestellt, die auf dem Boden der Gewerkschaftseinheit stehen .und bereit sind, sich für die Einheit Deutschlands und einen gerechten Frieden einzusetzen ...

  • Pfingsten 1948

    Auch im lieblichen Pfingstfest, am „50. Tage nach Ostern", findet sich eine Mischung von überlieferten Volksgebräuchen. Der Name selbst stammt aus dem Altgriechischen. Ehemals war es das jüdische Dankfest. Die Kirche erinnert Pfingsten <an die Ausgießung des heiligen Geistes und feiert die Gründung der christlichen Gemeinschaft ...

  • Betriebsräte nndVolksbegehren

    Freimütige Antwort auf eine Lüge

    Die Behauptung der SPD-Presse, in Betriebsversammlungen habe unsere Partei Entschließungen „erzwungen", wonach nur solche Kollegen als Betriebsräte kandidieren „dürfen", die „das Volksbegehren unterschreiben", ist eine ganz dumme Lüge. Eine Entschließung kann man annehmen oder ablehnen. Erzwingen kann man sie nicht ...

  • Warum Volksbegehren?

    Dr. Schwarz, Mitglied des Volksrates, und Arthur Lehmann, Mitglied des Ständigen Ausschusses für Einheit und gerechten Frieden, sprechen am Mittwoch, dem 19. Mai, um 19.30 Uhr in Dietrichs Festsälen, Brunnenstraße 34, zu dem Thema: „Warum Volksbegehren?" Das einfachste demokratische Recht Berlin, 15 ...

  • Berlin kämpft um Demokratie

    Volksbegehren Sache der Freiheit der Persönlichkeit

    Berlin, 15. Mai (ND). In einigen Stadtteilen des Westens zirkuliert ein Flugzettel, der viel diskutiert wird. Sein Inhalt verdient weiteste Verbreitung. Er besagt: »Fürchtet Euch nicht! Bekennt Euch offen zur Einheit Deutschlands. Es gibt kein Gesetz, das es Menschen verbietet, sich für die Erhaltung ihres Vaterlandes offen auszusprechen und dafür zu kämpfen ...

  • Bomben auf Tel Aviv

    T e 1 A v i v, 15. Mai (ADN/ND). Tel Aviv, die Hauptstadt des Staates Israel, ist in der Nacht zum Sonnabend von arabischen Fluszeugcn bombardiert worden. Der Angriff erfolgte, während der Ministerpräsident des jüdischen Staates, Bei. Gur'm, in einer Rundfunkanspraelie den Arabern Zusammenarbeit für Frieden und Fortschritt anbot ...

  • USA erkennen ..Staat Israel66 an

    Die formelle Anerkennung des am Freitag proklamierten „Staates Israel" durch die USA rief bei den Delegationen für die Organisation der Vereinten Nationen außerordentlich große Überraschung hervor. Nicht ein einziges Mitglied der gerade tagenden UN-Vollversammlung, nicht einmal der Delegierte der USA hatte vorher von dem Schritt Trumans Kenntnis ...

  • Zusammenarbeit Polen—CSR

    War schau, 15. Mai (ADN). Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Polen und der Tschechoslowakei wird sich ohne Schv/ierickeitcn entwickeln, da sie beiden Partnern in gleichem Maße dient und weder d'e nationale Souveränität noch die Interessen der beiden Länder verletzt, teilte der tschechoslowakische Minister Clementis einem Telepress-Berichterstatter in Warschau mit ...

  • Bulgarien erhöht Brotrationen

    Sofia, 15. Mai (ADN). Die Erhöhung der Brotrationen in Bulgarien hat sich außerordentlich günstig auf die Stimmung und Arbeitsmoral der Bevölkerung ausgewirkt. Die Verbesserungen, die vom l.'Mai an durchgeführt werden konnten, erhöhten die Rationen des Normalverbrauchers von 300 auf 350 Gramm täglich, eines Arbeiters (auch Geistesarbeiter) von 450 auf 525 Gramm und der Schwerarbeiter von 600 auf 700 Gramm ...

  • Kampf den'Spaltern

    Berlin, 15. Mai (ADN). „Mit unserer Einzeichnung In die Listen des Volksbegehrens schreiten wir zur Tat und sagen allen Spaltern Deutschlands unseren unerbittlichen Kampf an", heißt.es in einem Aufruf des Zentralrates der Freien Deutschen Jagend. Der Aufruf stellt fest, daß nur in einem einheitlichen, demokratischen und unabhängigen Deutschland die Zukunft der deutschen Jugend gesichert ist ...

  • Betriebsrätewahlen

    Berlin, 15. Mai (ND). In 25 Betrieben des Bezirks Treptow wurden insgesamt 1C0 Betriebsräte gewählt, von diesen bekennen sich 95 zur Gewerkschaftseinheit. Elf Anwälte der Werktätigen Berlin, 15. Mai (ND). Die Arbeiter und Angestellten der Schering AG. haben 11 Betriebsräten, die gegen die Zulassung von Unternehmerverbänden und für die Einheit der Gewerkschaften eintreten, ihr Ver&auen geschenkt ...

  • 50000 schmachten in Konzentrationslagern

    Athen, 15. Mai (ADN). Mehr als 50 000 griechische Demokraten, darunter auch Frauen und Kinder, befinden sich in Konzentrationslagern auf den abgelegenen Inseln Griechenlands, berichtet der Sender „Freies Griechenland". In den Gefängnissen auf der Insel Ikarius werden weitere 10 003 politische Häftlinge festgehalten, die den grausamsten Folterungen ausgesetzt sind ...

  • Gatts Deutschland hört

    am 18. Mai 1S48 über den Berliner Rundfunk auf den Wellen 1571m und 356,7 m um 16 Uhr die Kundgebung für die Einheit Deutschlands

  • Es besinnt die Urlaubszeit

    die nicht nur „dafür sind", sondern aktiv

Seite 2
  • Wirtschaftsnachrichten

    16. Mai 1948 SPD-Genossen klagen an „Nicht Deutsche — Amerikaner wollen die Spaltung" Berlin, 15. Mai (ND). „Es sind ja nicht die Deutschen, sondern die . . . Amerikaner, die unbedingt die Spaltunr wollen", erklärte ein empörter sozialdemokratischer Betriebsrat auf seinem Verbandsbüro. Er fügte hinzu: „Es ist schändlich, zu sehen, daß diejenigen unter uns,, die sich dafür hergeben, auch noch Care-Pakete dafür einstecken ...

  • Kämpfarischer Geist

    Nachwort «n unserer Enten Kulturtagung

    Von Anton Ackermann Rückblick auf ein« getane Arbeit tun, das heißt für eine' marxistisch-leninistische Partei vor allem, eine offene Kritik und Selbstkritik anzusetzen. Bei der Durchführung unseres ersten gesamtdeutschen Kulturtages träten zweifellos einige wesentliche Mängel auf. Sie gehen zum größeren Teil auf das Konto der verantwortlichen Leitung; zum kleineren Teil aber auch der Landesorganisationen ...

  • liliiinljiillill'Jrt Die Woche im Ausland

    (ND) Nur wenige Stunden konnte sich die Welt in der Hoffnung wiegen, daß Mittel gefunden werden könnten, die Spannungen zwischen Washington und Moskau zu beheben. Als aber Bedell Smith sich beeilte, die vom Moskauer Außenministerium veranlaßte Veröffentlichung des sowjetisch-amerikanischen Meinungsaustausches als Indiskretion zu bezeichnen, legte sich der erste Reif auf die Erwartungen ...

  • Kotiko ws Forderung auf Lohnerhöhung

    Die sowjetischen Vorschläge zugunsten der Berliner Werktätigen

    matfsrfi sahnticrt. In der Sitzung der Alliierten Kommandantur vom 14 Mai hat General Kotikow erneut einen Versuch unternommen, die Vertreter der westlichen Besatzungsmächte von der Notwendigkeit der Besserung der Lebenslage des schaffenden Berliner Volkes zu überzeugen. General Kotikow schlug folgende, konkrete Maßnahmen vor: 1 ...

  • Die Toten mahnen

    Berlin, 15. Mal (ND). „Köpenicker Arbeiter, frühere Sozialdemokraten, Kommunisten und ehemalige Reichsbannerleute handelten im Auftrag ihres proletarischen Gewissens, im Namen aller Antifaschisten Berlins, als sie die Organisatoren und Mithelfer der bestialischen nazistischen Mordtaten der Köpenicker ...

  • Die Bi^one ist Deutsehlands Unglück

    Wie einem der anwesenden Korrespondenten von Beamten des Wirtschaftsrates erklärt wurde, würde dies für einen großen Teil der Bizone eine weitere Senkung der Rationssätze für wichtige Lebensmittel bedeuten. Man sei sich darüber im klaren, daß die Ankündigung Dr. Pünders nicht zur Beruhigung der hungernden Bevölkerung beitragen könne ...

  • 8. Interzonen-Konferenz beendet

    Heidelbere, 15. Mai (ADN/ND).Die 8. Interzonen-Konferenz der deutschen Gewerkschaften, die vom 13. bis 15. Mai in Heidelberg stattfand, behandelte sowohl die Frage der Weiterentwicklung der interzonalen Zusammenarbeit, als auch die Beschlüsse der Dresdener Interzonen-Konferenz. Nach einem Zwischenbericht ...

  • SPD-Genossen klagen an

    „Nicht Deutsche — Amerikaner wollen die Spaltung"

    Berlin, 15. Mai (ND). „Es sind ja nicht die Deutschen, sondern die . . . Amerikaner, die unbedingt die Spaltunr wollen", erklärte ein empörter sozialdemokratischer Betriebsrat auf seinem Verbandsbüro. Er fügte hinzu: „Es ist schändlich, zu sehen, daß diejenigen unter uns,, die sich dafür hergeben, auch noch Care-Pakete dafür einstecken ...

  • Distanz von bürgerlichen Parteien

    Forderung der Kreisvorstände der SPD Berlin

    Berlin, 15. Mai (ADN). Die Kreisvorstände- Konferenz der Sozialdemokratischen Partei Berlins am Freitag, die erste nach dem Parteitag, brachte in der Diskussion eine Fortsetzung der Parteitagsdebatte über die Stellung der SPD zu den bürgerlichen Parteien und zum Sozialismus. Von den Vertretern des Ostsektors wurde erneut gefordert, daß die Sozialdemokratische Partei mehr revolutionären Geist zeigen solle ...

  • „Deutsche Kinder in Polen"

    Erklärung der Presseabteilung der Polnischen Militär-Mission

    Berlin, 15. Mai (PPD). Angesichts der in letzter Zeit wiederholt Von der britisch-, amerikanisch- und französisch-lizenzierten deutschen Presse verbreiteten, völlig aus der Luft gegriffenen Nachrichten über die Laga der deutschen Kinder in Polen, die in der unerhörten Meldung des „Union-Pressedienstes" (abgedruckt im „Kurier" vom 12 ...

  • Feierstunde auf der Wartburg

    Br der Eröffnungsfeier hielten Ansprachen der Vorsitzende des Jenaer Studentenrates, stud. päd. Binternagel, der Rektor der Universität Jena, Prof. Dr. Hund, Ministerpräsident figgerath und Volksbildungsminister Dr. Maria Torhorst. Ministerpräsident Eggerath erklärte: „Gerade die studentische Jugend ist berufen, das zu vollenden, was vor 100 Jahren begonnen wurde, nämlich die Schaffung einer neuen Ordnung unter der Losung: Ehre, Freiheit und Vaterland ...

  • Glückwunsch Marschall Sokolowskijs

    Berlin, 15. Mai (ADN). Zum 3. Jahrestag des Erscheinens der „Täglichen Rundschau" hat der Oberste Chef der Sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland, Marschall der Sowjetunion Sokolowskij, der Redaktion und den Lesern der Zeitung seine Glückwünsche übermittelt. Marschall Sokolowskij bringt in seiner ...

  • „Nationalzeitung" stellt Sammlung für kleine Pgs ein

    Berlin, 15. Mai (ADN). Als Ergebnis einer Aussprache zwischen den Vorsitzenden der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Walter B a r t e 1 und Heinz G a - 1 i n s k i, mit der Redaktion der „Nationalzeitung" wird die „Nationalzeitung" künftig darauf verzichten, Spenden für einen Hilfsfonds für die kleinen Pgs zu sammeln ...

Seite 3
  • Von Paul Verner

    „Gegenüber dieser verzwickten Einfachheit loben wir die einfache Kompliziertheit eines schlichten, Jungen Menschen, dessen Inneres zerklüftet, wirr, drohend, unzulänglich Und labyrinthisch ist wie ein wilder Traum, und der mit fünfundzwanzig Jahren noch nicht einmal So weit ist, entscheiden zu können, ...

  • Wo die Klira fließt / Erinnerungen eines ehemaligen Kriegsgefangenen an Aserbeidshan

    Millionen von Granatapfelbäumen blühen jetzt längs der Kura. Ihre roten Blüten unterbrechen überall das verschiedenartige Grün der Wälder. Wo bisher die graue kahle Steppe sich dehnte, deckt ein grüner Schimmer die weiten Flächen* Die Kura (sie durchfließt die ganze Republik Aserbeidshan von West nach Ost) ist reißend geworden und führt mächtige Baumstämme, ja ganze Flöße, die sich willkürlich im Wasser gebildet haben, mit sich ...

  • Die Jugend in der neuen Zeit /

    Eine amerikanisch« Zeitschrift verwandte fcüMich ihre kostbaren Spalten darauf, um an HanS der Krieeserfafarunjen auszuredinen, wte hoch die Kosten sind, einen Menschen durch, den Krieg zu töten, und welche Waffe dieses blutige Geschäft am billigsten besorge. Sie gelangte zu der Feststellung, daß jeder durch Erdkampfwaffen vom Leben zum Tode beförderte Mensch 120 Dollar gekostet hat ...

  • Gleiche Brüder . • .

    Die Entscheidung der UN, Palastina In zwei selbständige Staatengruppen aufzuteilen, beeinflußte diese britische Taktik nicht. Als sich die USA unter dem Druck der „Erdölpartei" des Verteidigungsministers und Petroleummannes Forrestal entschied, den UN-Beschluß zu hintertreiben, hatten die Engländer einen mächtigen Bundesgenossen in ihrem Kampf gegen aie palästinensischen Selbständigkeitsbestrebungen gewonnen ...

  • Mit dem SdilÜMtel in der Tauche

    Neben dieser militärischen Intervention Englands zog es alle diplomatischen Hebel, um die arabischen Völker zur Sabotage des UN-Teilungsbeschlusses zu bewegen und in Palästina den getarnten Kolonialstatus beibehalten zu können. In einem geheimen Anhang zu dem kürzlich revidierten Vertrag zwischen Trans Jordanien und Großbritannien einigten sich die beiden Parteien auf die und Arabern ...

  • Der Auszug aus dem Heiligen Land

    26 Jahre britisches Palästinamandat

    Seit 24 Stunden ist das britische Mandat in Palästina erloschen. Der britische Ministerpräsident richtete aus diesem Anlaß an den Hohen Kommissar a. Di Sir Allan Cunningham ein Schreiben, in dem er feststellt, daß die großen Hoffnungen, mit denen England das Mandat übernommen habe, sich nicht erfüllt hätten ...

  • Teile und herrsche

    Völker zwang die britischen Eindringlinge, auf einige veraltete Methoden grober kolonialer Knechtung zu verzichten. Um ihre Positionen in diesem Teile der Welt, der reiche Erdölvorkommen besitzt und an der Kreuzung wichtiger Weltstraßen liegt, zu Halten, mußten sie manövrieren. Der Sinn dieser Manöver bestand darin, bei leicht verändertem Anstrich der Fassade die Fundamente der Ausbeutung beizubehalten ...

  • <s£u

    Aber kommen wird ein Pfingsten Donnernd über euer Haupt, Und ein Festtag der Geringsten, Der des Hochmuts Stamm entlaubt, Der sich lange selbst vergessen, Ist am Ziel der Unglücksbahn, Und der Mensch, der sie durchmessen, Kommt beim Menschen endlich an. Georg Herwegh Schönsten Jahreszeiten in der Steppe, wenn morgens der Weckruf ertönt, lassen die ersten Sonnenstrahlen den Himmel aufflammen ...

  • Alle Wege frei für die Entfaltung der schöpferischen Initiative

    nüge. So veröffentlichte „Das junge wort" unter dem Titel „Raskolnikow 1S47" folgendes Gedicht: „Im Matsch — und Ich sage JA dazu. Im Dreck — und ich sage LEBEN dazu. Im Schlamm — und ich sage: Das ist das wirkliche Leben! In den Abfallgruben nach Kartoffelschalen gesucht — und ich sage JA dazu. legschaft Ist Typhus ausgebrochen — und ich sage JA dazu ...

Seite 4
  • Arbeiter als „Direktoren"

    Die Gegner einer fortschrittlichen demokratischen Entwicklung in Deutschland, die Vertreter der Interessen der Monopole und Konzerne, sparen nicht mit der Verleumdung, um .die volkseigenen Betriebe zu diskreditieren. _ So wird behauptet, der Aufbau dieser Betriebe lasse für persönliche Initiative keinen Raum ...

  • Ursula Radetzki

    25 Jahre alt, früher kaufmännische Angestellte, Ist seit einem Jahr die Betriebsleiterin der volkseigenen Tonwaren- und Ziegelwerke in Ückermünde. Das Werk verarbeitet Kalksteine aus dem Rüdersdorfer Bruch bei Berlin zu Baukalk für die auf Grund des Befehls 209 den Neubauern von den Ländern zu erstellenden 37 000 neuen Gehöfte ...

  • Erika Unger

    Betriebsleiterin des Verbandstoffwerkes in Lößnitz im Erzgebirge. Frau Erika Unger ist eine Umsiedlerin. Sie berichtet: „Ich stand mit meiner Tochter und einem Handwagen auf der Landstraße. Besitzlos, heimatlos, als Folge des verlorenen Hitlerkrieges. Von meinem Mann wußte ich nichts. In solchen Momenten kann auch ein starker Charakter verzweifeln ...

  • Otto Kirst

    Leiter des Polte-Werkes / in Magdeburg Er hat ein Vierteljahrhundert als Dreher In diesem Werk gearbeitet und am Beginn seiner dortigen Arbeit selbst nicht geahnt, daß er einmal als Direktor für den gesamten Betrieb verantwortlich sein würde. Ein derartiger Aufstieg eines einfachen Arbeiters wäre in den westlichen Besatzungszonen einfach undenkbar, auch wenn es sich (oder gerade weil es sich), wie bei dem langjährigen SPD-Mitglied Otto Kirst, um einen bewußten Antifaschisten handelt ...

  • Rudolf Sehneider

    Betriebsleiter der landeseigenen Zuckerfabrik in Wolmirstedt Zu dieser wichtigen Funktion gelangte er durch das Vertrauen seiner Arbeitskollegen, deren Vorschlag von den zuständigen Wirtschaftsstellen akzeptiert wurde. Das ist kennzeichnend für die neue demokratische Ordnung in der Ostzone. Hier haben ...

  • Willi Putrh

    Der Sohn eines Arbeiters, war 16 Jahre bei der Firma Hubbe- Fahrenholz, öl- und Fettwerke, in Magdeburf als Arbeiter tätig und ist jetzt der Direktor dieses in Volkseigentum übergeführten Betriebes. Das also ist jetzt die Situation: Ein ehemaliger Arbeiter ist für die Produktion verantwortlich. Dabei ist produzieren angesichts dieser Erbschaft des Faschismus längst nicht mehr so einfach wie unter den früheren normalen Wirtschaftsbedingungen ...

  • Wo UniernehmerTerbände endgültig abgeschrieben sind

    Lernen und auaathneiden West und Ost schwarz auf weiß

    Betriebsrat alle noch so großen Erschwernisse der Gegenwart. Arbeit von arbeitsgewohnten Menschen und für Arbeitende geleistet, ist befreite Arbeit, und sie muß zu besseren Ergebnissen führen, als es bei Lohnsklavenarbeit für Fronvögte je der Fall sein könnte.

  • Werktätige Berlins

    Haltet Schritt mit Euren Kollegen in der Ostzone. Auch Ihr braucht keine Unternchmerverbände, nach denen die UGO- Führer sich heiser schreien. Wählt Betriebsräte, die sich zur Einheit und damit zum Fortschritt und endgültigen Sie* der Arbeiterklasse bekennen!

Seite 5
  • DER HERR ÜBER DEN TAU

    Der Dichter, Anthropologe, Politiker und Diplomat, Jacques Roümain, lbU8 als Sohn einer wohlhabenden Familie von Gutsbesitzern in Haiti geboren, verbrachte seine Studienjahre in der Schweiz, wo er sich außer mit den Werken des deutschen Idealismus und der Klassik mit der marxistischen Literatur vertraut machte ...

  • 27 Mill. Meter Stoff für die Bizone

    Im Kongo nicht abzusetzen — für Westdeutschland gut genug

    Der Marshall-Plan operiert mit einer deutschen Exportziffer von 700 Millionen Dollar im Jahre. Wenn auch etwas mehr als die Hälfte davon durch unsinnigen Rohstoffexport gedeckt werden soll, wären etwa 340 Millionen durch den Erlös deutscher Fertigwarenausfuhr aufzubringen. Es besteht kaum Aussicht, eine solche Exporthöhe zu erreichen, weil dazu die deutsche Fertigware ausländische Produkte gleicher Sorte verdrängen müßte ...

  • DäS ätldere Amerika / „Die russische Frage a/s Film

    Noch stärker als das Theaterstück „Die russifche Frage", von Konstantin Eimonow, vermag der gleichnamige Film, der jetzt, mit dem Sts'irpreis ausgezeichnet, aus Moskau zu uns kam, zu wirken. Mit einer eindringlichen Anschaulichkeit zeigt er auf, daß es nicht nur ein Amerika der Hearnt und McPhersons, der Geschäftemacher und Kriegsproduzenten gibt, sondern noch ein zweites Amerika: nämlich das Amerika des werk' ...

  • Wirischaftsnaehrichten

    Niederlande ohne Absatzmöglichkeit

    Nachdem bereits im August v. J. rd. 300 000 Kilogramm Bohnen und mehrere 100 000 kg Tomaten allein im Versteigerungszentrum Vento in Holland trotz stärkster Belieferung der Konservenindustrie wegen anderweitiger Absatzschwierigkeiten verderben mußten und 130 000 kg Gurken als unverkäuflich gemeldet wurden, ...

  • Die lettische Industrie

    Die Lettische Sowjetrepublik, eine der 16 Unionsrepubliken, hat im Kriege besonders schwer gelitten. Um die Verluste und Zerstörungen in der lettischen Industrie wiedergutzumachen, hätte das frühere bürgerliche Lettland einige Jahrzehnte gebraucht. Keine einzige Fabrik, kein einziges Werk, dessen Anlagen noch unversehrt gewesen wären; alles war bis zum letzten Motor und Treibriemen abmontiert und nach Deutschland abtransportiert worden ...

  • Berliner Rundfunk

    Mittelwelle: 336,7 m = 841 kHz Lange Welle: 1571 m = 19! kHz Sonntag. 16. Mai 6.M: Wetter. Nachrichten ' 6.50: Kleingärtner Seyboldt / 8.00: Radiobastler / 8.15: Orgelmusik / 8.30: Kathol. Morgenfeier / 9.15: Lermontow Held unserer Zeit / 10.00: Nachrichten, Wetter ' 11.15: Hörer sagt seine Meinung / 11 ...

  • O«r altzubi kein (4Lßn*fc/t

    Von Johann Nestroy Den „deutschen Aristophanes" hat man den Wiener Volksdichter Johann Nestroy (iS01 bis 1862) genannt, von dessen zahlreichen Possen, Zauberspielen und realistischen Vo'.ksstücken „Der böse Geist Lumpazivagabundus" die stärkste Verbreitung fand. Seine witzig-philosophischen Aussprüche treffen nicht nur die brüchig gewordene Wiener Gesellschaft seiner Zeit ...

  • ^anne und CAjllHett

    Von Johann Wollgang von Goethe herrlich leuchtet die Natur glänzt die Sonnet lacht die Flur! Es dringen Blüten Aus jedem Zweig, tausend Stimmen dem Gesträuch. Aus jsder Brust. O Erd', o Sonne l O Glück, o Lustl O lieb', o Liebe! So golden schön, Wie Morgenwolken Auf jenen Höh n.

Seite 6
  • Wie können unsere Kinder wieder glücklich werden?

    Das „Neue Deutschland" prämiiert die besten Antworten auf diese wichtige Frage

    Die Natur hat sich auch in diesem Jahre wieder, unberührt von Kriegs- und Nachki'iegssorgen, ihr schönstes Friihlingsgewand angezogen, und viele Tausende von Berlinern werden an diesen beiden Pfingstfeiertagen, einer alten Friedenstradition folgend, Ausflüge in die schöne Umgebung Berlins machen, in die Wälder und an die Seen, um sich dort von den Anstrengungen des Alltags zu erholen ...

  • Da» grüne Berlin Laubenkolonisten einst und heuie / Eine kleine

    Ar, dieser Stelle sind unseren Berliner Laubenkolonisten, Kleingärtnern und Brachlandbebauern schon viele gute Ratschläge gegeben worden. Heute aber wollen wir uns einmal mit ihnen selbst beschäftigen. Es ist, nicht nur früher, sondern auch heute noch vielfach in Berlin die Meinung verbreitet, die Berliner Laubenkolonisten, das sei ein ganz besonderer Menschenschlag ...

  • ^MeBBtliJ2jet/2Qui(ihmteia.

    Pflngstgrün und Blumen reichten nicht. Die große Nachfrage der Berliner Bevölkerung nach Birkengrün zu Pfingsten konnte nicht befriedigt werden, da Polizei und Bürgermeistereien wegen des verringerten Baumbestandes nur wenige Genehmigungen zum Schlagen von Grün erteilt hatten, erklärten übereinstimmend die Großhändler in der Blumen-Markthalle in der Lindenstraße ...

  • Gerechtigkeit bei Sequestrierungen in Berlin

    Genaueste Prüfung zugesagt — Betriebe, die bereits zurückgegeben wurden

    Berlin, 15. Mai (ND/ADN). Über die Durchführung der Sequestrierungen und Enteignungen von Betrieben im sowjetischen Sektor von Berlin hatte dieser Tage der Präsident der Deutschen Treuhandverwaltung, Rumpf, Bürgermeister Dr. Friedensburg eingehend unterrichtet. Hierbei erklärte Präsident Rumpf unter anderem ausdrücklich, daß keinerlei Sequestrierungen mehr im sowjetischen Sektor stattfinden würden ...

  • dieUaiuhalle

    Dia Lebensmittelkarten für Juni. NacK den Feiertagen'beginnt die Ausgabe folgender Lebensmittelkarten und Bezugsausweise für Juni 1948: Lebensmittelkarten in der üblichen Gruppeneinteilung I bis IVc, Milchbezugsausweise, A, B, C, Kartolfelkarten für Juli 1948, Seilenkarten, Rauchermarken für den sowjetischen Sektor, Raueherkarten für den amerikanischen, britischen Und französischen Sektor ...

  • Qelne l^cutei mit dicht!

    Abteilung Wirtschaft: Sitzung des erweiterten Ai beitskreises Handwerk, 18. Mai, 16 Uhr, Parteihaus LV. Abteilung Wirtschaft: Fuhrgewerbetreibende. 19. Mai, 19 Uhr, Parteihaus, Frankfurter Allee 72. LV. Kultur und Erziehung: Arbeitsgemeinschaf sozialistischer Schriftsteller und Journalisten (Gedicht), 19 ...

  • Chefredaktion: Max Nierich und Lex Ende

    Redaktion: „Neues Deutschland" Berlin N 54, Schön hauser Allee 176 — Sprechstunden der Redaktion nur von 13 bis 14 Uhr — Telefon: 42 50 21 (Tag- un: Nachtdienst) — Honorarzahlungen: Dienstag un' Freitag von 13 bis 16 Uhr — Verlag: Berlin SW 6! Zimmerstr 87-91 — Bankkonto: Berliner Stadtkonto Nr. 8428 — Postscheckkonto: „Neues Deutschland Ber' ...

  • ach

    die Harken, der Spirituskocher, und sehr fruchtbar ist das Terrain auch nicht. Aber nicht die Gewinnsucht, nicht der Hunger nach Gold, verleitet den Kolonisten zu dieser Beschäftigung. Es sind da draußen in den Kolonien frohe, brave Menschen mit offenen Augen und herzhaftem Humor." Heute ist der Gewinn vielleicht manchmal größer,- aber dafür sind auch die Utensilien des Kleingärtners teurer geworden ...

  • t&ieuHrd das Weiter?

    (Eigener Berieht) Übersieht: Das Wetter zu Pflnfiten: Ir fanz BeutschUnd warme» Hochdruckwetter, frftf tenteils. niederschlagsfrei.. Pfingstmontag fleich Wetterlage, Vorhersage für Berlin: Bei schwschen Wir. den um Ost vorwiegend heiter und trocken, Tage.' Höchsttemperatur bei 30 Grad, nachts um 19 Grac Professor St ...

Seite
Verbot von Sklaverei abgelehnt Vorbildliches Betriebsprogramm Pfingsten 1948 Betriebsräte nndVolksbegehren Warum Volksbegehren? Berlin kämpft um Demokratie Bomben auf Tel Aviv USA erkennen ..Staat Israel66 an Zusammenarbeit Polen—CSR Bulgarien erhöht Brotrationen Kampf den'Spaltern Betriebsrätewahlen 50000 schmachten in Konzentrationslagern Gatts Deutschland hört Es besinnt die Urlaubszeit
Jahrgänge durchstöbern
1946 | 1947 | 1948 | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990
Tagesausgabe wählen